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Braucht ein Fahrrad Winterreifen?

pd-f.de/RADtouren. Von O (Oktober) bis O (Ostern): Diese Eselsbrücke empfiehlt Autofahrern den Einsatzzeitraum von Winterreifen. Radfahrern stellt sich in der kalten Jahreszeit die Frage, ob auch ihr Untersatz spezielle Winterbereifung benötigt.

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Sicher auf Schnee mit dicken Reifen oder Spikes. Foto: Shutterstock.com/RioPatuca

Zum neuen Satz wintertauglicher Pneus rät Gunnar Fehlau, Leiter des pressedienst-fahrrad, vor allem denen, die im Sommer auf schmalen, glatten Reifen unterwegs sind. „Mit einem breiten, gut profilierten Touren- oder Trekkingreifen kommen Gelegenheitsradler ganz gut durch den Winter, auch wenn der Radweg mal nicht geräumt ist“, so der Experte, der als passionierter Radfahrer selbst viel im Winter unterwegs ist. Wer von schmalen Sommerreifen auf dicke profilierte Reifen wechseln will, muss einige Details beachten:
1) der Reifen muss noch unter das Schutzblech passen und genug Abstand zu den hinteren Rahmenrohren haben. Das kann im Fachhandel sehr schnell durch den probeweisen Einbau eines bereiften Hinterrades überprüft werden.
2) Der neue Reifen muss zur alten Felge passen. Er darf vor allem nicht zu breit sein. Auch hier bekommt man im Fachhandel die richtige Auskunft und Hilfe bei der Modellwahl. Wer den Breitreifen für den Winter selbst aussuchen und montieren will, sollte die Tabelle der ETRTO zu Rate ziehen, die Vorgaben zu Reifen- und Felgengrößen enthält.
„Alltagsradlern, die sich weder durch Schnee noch durch Glatteis schrecken lassen und die den Winter durchradeln, würden Fachhändler mit ziemlicher Sicherheit zu Reifenmodellen wie unserem Marathon Winter raten“, ist sich René Marks,Produktmanager beim deutschen Fahrradreifenspezialisten Schwalbe, sicher. Dieser Winterreifen verfügt über griffige Spikes aus Hartmetall und eine für kühlere Temperaturen optimierte Gummimischung. Letzteres ist vom Autoreifen bekannt, Spikes hingegen sind in Deutschland nur am Fahrrad erlaubt. „Die harten Metallstifte bohren sich ins Glatteis und gewährleisten sicheren Grip und Traktion“, versichert Marks. Ein weiterer Clou des Reifens ist die Anordnung der Spikes. Diese berühren nämlich erst bei abgesenktem Luftdruck den Boden im vollen Umfang. Weitere alltagstaugliche Spikereifen gibt auch von anderen Herstellern wie Continental Nordic Spike (nur 28-Zoll), der Kenda Klondike sowie der Nokian Hakkan 106W, wobei alle drei Alternativen deutlich profilierter sind als der Schwalbe Marathon Winter.
Tipp: Mit Minimal-Druck fahren
„Übrigens empfiehlt es sich für alle Reifen, im Wintereinsatz etwas Luft abzulassen. Dadurch erhöht sich die Auflagefläche und physikalischen Gesetzen folgend auch Traktion und Grip des Reifens“, so Marks weiter. Als Orientierung gilt der auf der Reifenflanke angegebenen Minimaldruck. Wichtig: den Reifen bei Außentemperatur befüllen, sonst sinkt der Druck beim Wechsel von der Wohnung in die Winterkälte noch einmal ab.
Mehr Spikes, mehr Grip, weniger Alltag
Neben alltagstauglichen Spikereifen wie dem „Marathon Winter“ sind auch Modelle mit einer weitaus höheren Anzahl an Spikes erhältlich. So thronen bei Schwalbes „Ice Spiker Pro“ (94,90 Euro) 361 Spikes auf groben Stollen. Im Alltag eignen sich diese Reifen jedoch lediglich für das auf Schnee und Eis getrimmte Zweitrad, zu groß wären Rollwiderstand und Geräuschentwicklung auf Asphalt.

Radtour auf dem Ochsenweg

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Ochsenweg Symbol. Foto: Katja Goll

Einst wurden auf dem Ochsenweg Rinder zum Markt getrieben. Heute ist die Route durch Schleswig-Holstein als Radfernweg ausgezeichnet und man genießt die Ruhe der Natur, wenn der Weg es nicht zu schwer macht. Denn nicht alle Kilometer zwischen Hamburg und Flensburg sind aalglatter Asphalt. Katja Goll hat eine leichte Ochsentour gesucht und gefunden. Den GPS-Track zu ihrer „inoffiziellen“ Variante finden Sie hier zum Download. Die offizielle Variante gibt es unter www.ochsenweg.de
DOWNLOAD GPS-Track (.gpx-Format)

Radreise Eiszeitroute: GPS-Daten und Infos zum Bericht

Ein 666 km langes Radroutennetz erschließt die schönsten Ecken im Süden Mecklenburg-Vorpommerns. Auf der sogenannten Eiszeitroute lernt der Radreisende manches über den zeitgeschichtlichen Ursprung der Region und hat wörtlich uns sprichwörtlich ein paar harte Brocken vor den Rädern Stefan Jacobs hat eine Strecke auf den Routennetz geplant und berichtet über seine Reise in RADtouren 6/17. Hier finden Sie die GPS-Daten und die wichtigsten Infos zu seiner Radtour durch Mecklenburg-Vorpommern.

An- und Abreise
Der Startort Fürstenberg ist von Berlin aus per Regionalexpress im Stundentakt erreichbar.
Für den Rückweg von Waren fahren Regionalzüge Richtung Berlin und Rostock alle zwei Stunden. Hinzu kommen sporadische IC-Verbindungen (Fahrrad-Reservierung nötig!) nach Berlin/Leipzig/Nürnberg/München.
Bei Anreise per Auto parkt man am besten nahe der A19 oder der A20.

Die Eiszeitrunde führt of unmittelbar an Seeufern entlang oder sogar über das Wasser. Bild: Stefan Jacobs

Die Eiszeitrunde führt of unmittelbar an Seeufern entlang oder sogar über das Wasser. Bild: Stefan Jacobs

Gefahrene Route
1. Tag: Fürstenberg – Wustrow – Wesenberg – Neustrelitz/Prälank:60 km
2. Tag: Prälank – Alt Rehse – Penzlin – Ankershagen – Waren:72 km
3. Tag: Waren – Jabel – Malchin – Kummerow – Verchen:86 km
4. Tag: Verchen – Demmin – Klempenow – Altentreptow – Neubrandenburg:82 km
5. Tag: Neubrandenburg – Galenbeck – Strasburg – Woldegk – Feldberg:102 km
6. Tag: Feldberg – Carwitz – Fürstenberg – Krümmel – Ludorf: 105 km
7. Tag: Ludorf – Röbel – Malchow – Silz – Jabel – Waren:73 km
Gesamt: 580 km

Über die sandigen Hügel leistet ein Pedelec gute Hilfe. Bild: Jacobs

Über die sandigen Hügel leistet ein Pedelec gute Hilfe. Bild: Jacobs

Sehenswertes
Fürstenberg: Altstadt, Gedenkstätte Ravensbrück
Wesenberg: Findlingspark, Burg Neustrelitz: Stadtkern, Schlosspark
Alt-Rehse: NS-Dorf-Architektur
Penzlin: Burg
Ankershagen: Schliemann-Museum, Trojanisches Pferd
Waren: Altstadt, Hafen, Kirche, Müritzeum, Nationalpark
Jabel: Wisent-Gehege
Malchin: Markt, Kirche
Kummerow: Schloss
Verchen: Peenetal
Demmin: Kirche
Klempenow: Burg, Tollensetal
Altentreptow: Findling, Kirche
Neubrandenburg: Stadtmauer, Tollensesee
Galenbeck: Burgruine, See
Woldegk: Windmühlen
Feldberg: Stadtkern mit Park, Aussicht Reiherberg
Carwitz: Fallada-Haus
Schwarz: Findlingspark/geologische Ausstellung
Röbel: Stadtkern, Kirchen, Therme
Malchow: Drehbrücke, Seen, Stadtkern

Weite Landschaft, einsame, aber nicht immer befestigte Wege. Bild: Jacobs

Weite Landschaft, einsame, aber nicht immer befestigte Wege. Bild: Jacobs

Streckencharakter & Ausrüstung
Die auf 666 km beschilderte Eiszeitroute besteht aus einem 418 km langen Außenring, durch den Verbindungen verlaufen wie Speichen in einem Rad. Dadurch müssen zwangsläufig Teilstücke doppelt gefahren oder weggelassen werden. Da die Route zwar beschildert, aber kaum ausgebaut ist, weicht die hier beschriebene Strecke teilweise vom Original ab, um problematische Abschnitte (schlechte Wege/starken Verkehr) zu vermeiden. Die Beläge reichen von perfektem Asphalt über passable Naturwege bis zu schlammigen und holprigen Abschnitten. Das spricht für ein stabiles Trekkingrad oder reisetaugliches MTB. Außerdem ist fast die gesamte Strecke hügelig. Vor allem im Nord- und Ostteil sind Läden und Gasthäuser dünn gesät.

Das Haus am See muss an der Eiszeitroute kein Traum bleiben. Bild: Jacobs

Das Haus am See muss an der Eiszeitroute kein Traum bleiben. Bild: Jacobs

Übernachtung
Neustrelitz/Prälank: hotel-cafe-praelank.de
Tel. (03981) 200 91 -0
Waren (Müritz): camping-ecktannen.de
Tel. (03991) 668 513
Verchen: freizeitspass-verchen.de
Tel. (039994) 793 -0
Neubrandenburg: parkhotel-nb.de
Tel. (0395) 559 00
Feldberg: stieglitzenkrug.de
Tel. (039831) 204 20
Ludorf (Müritz): gutshaus-ludorf.de
Tel. (039 931) 840 -0

Karten & Infos

Aufeiszeitroute.com gibt es einen Überblick über Tour, Region und Etappenvorschläge. Zur Planung benötigt man allerdings bessere Karten, zumal die Route nicht perfekt beschildert ist. Deshalb empfehlen sich die Bikeline-Karten aus dem Esterbauer-Verlag: Mecklenburgische Seen West und Ost, Fischland/Darß, Uckermark sowie Usedom/Stettiner Haff.
 
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GPS
GPX-Track des Autors: DOWNLOAD GPS-DATEN (.zip-Datei)

Gutshäuser in großer Zahl säumen den Weg. Bild: Jacobs

Gutshäuser in großer Zahl säumen den Weg. Bild: Jacobs

Auch im Dunst entfaltet die Landschaft ihren Reiz. Bild: Jacobs

Auch im Dunst entfaltet die Landschaft ihren Reiz. Bild: Jacobs

Einmal mit dem Fahrrad quer durch Europa bis zum Nordkap …

… oder auf zwei Rädern bis in den Orient

Blick auf die syrische Wüste, zwei Monate bevor der Bürgerkrieg in dem Land ausbrach. Foto: Stefan Schuster.

Blick auf die syrische Wüste, zwei Monate bevor der Bürgerkrieg in dem Land ausbrach. Fotos: Stefan Schuster.

Stefan Schuster aus München hat sich in diese Abenteuer gewagt und seine Reisen danach in Multivisions-Vorträgen aufgearbeitet. Er lädt die Zuschauer ein, sich mit ihm auf Achse zu begeben, versucht ihnen zu vermitteln, was es bedeutet, so lange auf Solotour zu sein, wie diese Erfahrungen das Leben nachhaltig prägen können. Diese Impressionen spiegeln sich wieder in seinen Bildern und Videos, spannende Episoden sorgen für Nervenkitzel.
Zum Beispiel in seiner Präsentation „Von der Isar nach Israel“, die am 30. November und am 7. Dezember in München zu erleben sein wird. Stefan Schuster erzählt hier von einer Reise ins Ungewisse im Herbst/Winter 2010. Dabei war sein Ziel damals ein sehr konkretes: er wollte die Familie seiner in Israel lebenden Schwester besuchen.
Dazwischen lagen jedoch 6.600 Kilometer und viele Länder, die für ihn Neuland bedeuteten, wie Serbien, Bulgarien, der Balkan, die Türkei und Syrien. Gerade diese ihm unbekannten Länder waren es, die ihn am meisten überraschten. Als einen seiner schönsten Momente berichtet er bei seinen Vorträgen von der Fahrt durchs dünn besiedelte westanatolische Bergland und die Überquerung des Taurusgebirges. Dieser Abschnitt war konditionell einer der anspruchsvollsten der Reise, wurde aber durch die atemberaubende Schönheit der Landschaft ausgeglichen. Auch die Gastfreundschaft der türkischen und syrischen Bevölkerung, die ihn auf der ganzen Strecke begleitete, berührte ihn nachhaltig und ließ ihn einen tiefen Einblick in diese Kulturen gewinnen.

Vollgepackt ging es für den Münchener 6.600 Kilometer von Deutschland nach Israel. Foto: Stefan Schuster.

Vollgepackt ging es für den Münchener 6.600 Kilometer von Deutschland nach Israel.

Stefan Schuster berichtet aber ebenso über die weniger schönen Momente seiner Reise. So geriet er einmal am Schwarzen Meer in ein gewaltiges Unwetter, das ihm enormen physischen Einsatz und Durchhalte-willen abverlangte. Komplikationen gab es bei den Grenzübertritten von der Türkei nach Syrien und nach Israel, Nervenkitzel als er in die Fänge des syrischen Geheimdienstes geriet…
Sein Weg führte Stefan Schuster nur wenige Monate vor Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien durch ein Land, das vermutlich nie wieder so mit dem Fahrrad zu bereisen sein wird.

So wird man Syrien wohl nicht mehr so bald bereisen können. Foto: Stefan Schuster.

So wird man Syrien wohl nicht mehr so bald bereisen können.

Viele Kulturschätze, wie große Teile der Altstädte von Aleppo und Damaskus, gehören wohl leider der Vergangenheit an. „Im Nachhinein bin ich sehr dankbar und glücklich, dieses Land zu einem Zeitpunkt bereist haben zu können, als das noch möglich war, nur zwei Monate bevor die Katastrophe losbrach. So war es mir noch vergönnt, einen Teil der jahrtausendealten Geschichte und Kultur Syriens zu besichten, sowie seine gastfreundlichen Menschen kennenzulernen. Diese Erfahrungen haben mich tief bewegt und werden mir erhalten bleiben“, sagt er selbst über diesen Abschnitt seiner Reise. Bei all seinen Reisevorträgen werden im Rahmen einer Spendenaktion daher Spenden für syrische Flüchtlingsopfer gesammelt.
Wen es eher in den rauen Norden Europas zieht, der sollte sich Stefan Schuster Vortrag „Zwei Beine, zwei Räder – zum Nordkap“ nicht entgehen lassen. 5.600 Kilometer radelte er bis zum nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes. Eine Reise, die für ihn viel einsamer und in vielerlei Hinsicht rauer und noch spektakulärer verlief, als die Tour nach Israel. Doch überzeugen Sie sich selbst davon: am 17. März 2015 beim Deutschen Alpenverein (DAV) in München.

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Stefan Schuster on Tour.

Derweil arbeitet Stefan Schuster bereits an einem neuen Vortrag über seine Radreise nach Marokko, von der er erst vor wenigen Wochen zurückkehrte. Weitere Reiseziele hat er auch schon ins Auge gefasst: „Mich reizt unter anderem der Süden Afrikas, zum Beispiel Namibia, Botswana, Südafrika.“ Konkrete Reisepläne gibt es noch nicht, da er sich in den nächsten Monaten ganz seinen Vorträgen widmen will.

Informationen zu beiden Vorträgen von Stefan Schuster

Von der Isar nach Israel 
6.600km Radreise ins Ungewisse…
Bayern – Österreich – Slowakei – Ungarn – Kroatien – Serbien – Bulgarien – Türkei – Syrien – Israel
113 Tage unterwegs auf selbstangetriebenen zwei Rädern – Begegnungen, Strapazen, Glücksmomente.Die Faszination des ursprünglichen, selbstbestimmten Unterwegsseins. Ein bewegender, mitreißender und facettenreicher Erlebnisbericht, ergänzt durch visuelle Impressionen, einfühlsame Musik und eine Einführung in die Velosophie.


Zwei Beine, zwei Räder zum Nordkap…
Spannender, facettenreicher Erlebnisbericht einer 5.600km-Radreise über drei Monate von München ans Nordkap. Unterwegs in Norwegen über anspruchsvollste Hochgebirgs-pässe, vorbei an traumhaften Fjordlandschaften, Gletschern und durch unzählige Tunnels – ans nördlichste Ende Europas.
Bild – und Videomaterial wird ergänzt durch stimmungsvolle Musik und Abstecher in die Velosophie.

Radreise Ost­see­küsten­rad­weg mit Kindern: GPX-Track und Infos zum Reisebericht

In den Sommerferien 2016 forderte Andreas Gaile seine Kinder zu einer Challenge heraus – nicht im virtuellen Raum sozialer Netzwerke, wo heutzutage User zu „Challenges“ einladen, sondern in der vierdimensionalen Realität der baltischen Seeluft, mit Sinneswahrnehmungen in Ultra-HD und der maximalen Bandbreite radfahrerischer Erfahrungen.

Die neunjährige Tochter Antonia, sein zwölfjähriger Sohn Finn-Jonathan und er selsbt wollten innerhalb von zwei Wochen die komplette deutsche Ostseeküste abradeln, Was aus der Tour wurde, lesen Sie in RADtouren 2/17. Die Infos und die GPS-Daten zum Download finden Sie hier. 

Where East meets West: auf dem Priwall bei Travemünde.

Where East meets West: auf dem Priwall bei Travemünde. Bild: Dr. Andreas Gaile

Ostseeküstenradweg Deutschland

An-/Abreise
Bahn: Sowohl Flensburg als Startpunkt als auch Usedom als Endpunkt der Ostsee-küstentour sind mit der Deutschen Bahn zu erreichen.

Gefahrene Route
1. Tag – Kruså (Dänemark) – Olpenitzdorf (Campingplatz Olpenitz) 78 km
2. Tag – Olpenitzdorf – Schwedeneck (Camping Grönwohld) 58 km
3. Tag – Schwedeneck – Schönberger Strand (Campingplatz Hasselkrug) 56 km
4. Tag – Schönberger Strand – Gremersdorf (Campingplatz Blank-Eck) 56 km
5. Tag – Gremersdorf – Schashagen (Campingplatz Elfenschlucht) 61 km
6. Tag – Schashagen – Lübeck-Ivendorf (Campingplatz Ivendorf) 40 km
7. Tag – Lübeck-Ivendorf – Zierow (Ostsee-Camping Ferienpark Zierow) 50 km
8. Tag – Zierow – Kühlungsborn (Campingpark Kühlungsborn) 56 km
9. Tag – Kühlungsborn – Dierhagen (Ostseecamp-Dierhagen) 56 km
10. Tag – Dierhagen – Pruchten (Naturcamp Pruchten) 57 km
11. Tag – Pruchten – Altefähr (Camping Altefähr) 55 km
12. Tag – Altefähr – Zempin (Campingplatz am Dünengelände) 90 km
13. Tag – (Abreisetag) Zempin – Ahlbeck 38 km

Gesamt: 751 km

 

Sehenswertes
Flensburg: Historischer Hafen, für Kinder: das „Jumphouse“ (Trampolinhalle); Kiel: Freilichtmuseum Kiel-Molfsee, Schifffahrtsmuseum mit Museumshafen, Kieler Rathaus; Travemünde: Alter Leuchtturm, Viermastbark Passat, Karls Erdbeerdorf;Lübeck: Holstentor, Niederegger Stammhaus; Wismar: Alter Hansehafen, Nikolaikirche, Karstadt-Stammhaus, „Alter Schwede“, für technikbegeisterte Jungs: Nordic Yards Werfthalle; Rostock: Darwineum (Zoo), IGA Park- und Schifffahrtsmuseum; Stralsund:Deutsches Meeresmuseum (mit den weiteren Standorten Ozeaneum, Nautineum und Natureum), Störtebeker Brauerei, Rathaus, St. Marienkirche; Greifswald: Museumshafen

Campingplätze
Da in Deutschland das „wilde“ Campen bekanntlich verboten ist, ist man bei einer Campingtour entlang der deutschen Ostseeküste auf die offiziellen Plätze angewiesen. Allein die marktführende Seite camping.info listet entlang des Küstenradwegs deutlich über 100 Campingplätze. Die von uns angesteuerten Plätze waren allesamt sehr radfahrerfreundlich, durchweg wenigstens zweckdienlich, teilweise sogar luxuriös ausgestattet (etwa der Campingplatz in Kühlungsborn). An Übernachtungskosten für ein Zelt und drei Personen kamen zwischen 15 und 40 Euro zusammen. Waschmaschinen sind überall vorhanden (wichtig für die Fahrradklamotten), aber häufig besetzt und immer kostenpflichtig.

Campingplatz Olpenitz: campingplatz-olpenitz.de – Tel.: (0171) 201 89 60;
Camping Grönwohld: groenwohld-camping.de – Tel.: (04308) 189 972;
Campingplatz Hasselkrug: campingplatz-hasselkrug.de – Tel.: (04344) 39 11;
Campingplatz Blank-Eck: blank-eck.de – Tel.: (04361) 805 62;
Campingplatz Elfenschlucht: campingplatz-elfenschlucht.de – Tel.: (04561) 70 30;
Campingplatz Ivendorf: camping-travemuende.de – Tel.: (04502) 48 65;
Ostsee-Camping Ferienpark Zierow: ostsee-camping.de – Tel.: (038428) 638 20;
Campingpark Kühlungsborn: topcamping.de – Tel.: (038293) 71 95;
Ostsee-camp-Dierhagen: ostseecamp-dierhagen.de – Tel.: (038226)  807 78;
Naturcamp Pruchten: naturcamp.de – Tel.: (038231) 20 45;
Camping Altefähr: sund-camp.de – Tel.: (038306) 754 83;
Campingplatz am Dünengelände: camping-zempin.de – Tel.: (038377) 413 63

Streckencharakter
Je nach Streckenführung ist man auf dem Ostseeküstenradweg zwischen 750 km und etwas über 1.100 km unterwegs (die Inseln Fehmarn, Poel und Rügen eingeschlossen). Der überwiegende Teil der Route ist asphaltiert und verläuft auf eigens ausgewiesenen Radwegen, ruhigen Landstraßen, Ortsdurchfahrten, Strandpromenaden etc. Es gibt aber auch ausreichend Anteile auf Feld- und Waldwegen, grobem Schotter, teils auch mal Sand (auf dem Fischland), Vor allem das berüchtigte Kopfsteinpflaster, insbesondere im Gebiet der ehemaligen DDR, würde einem zu filigranen Reifen zweifellos den Garaus machen. Zwar verläuft der Ostseeküstenradweg durch eine sehr ebene Landschaft, aber der ein oder andere Hügel ist durchaus zu bewältigen. Vor allem aber der Wind sollte als Faktor in die Reiseplanung einbezogen werden. Zwar gibt es eine vorherrschende Windrichtung aus West bzw. Südwest, nach der wir unsere Tour auch in der Richtung ausgerichtet hatten; nichtsdestotrotz spielte Gegenwind auf vielen Etappen eine ernstzunehmende Rolle.

Ausrüstung
Wer auf den Luxus von Hotel- oder Pensionsübernachtungen verzichten will und dafür große Flexibilität in der Routenplanung gewinnen möchte, wird mit seiner Selbstversorgerausrüstung große Mengen Gepäck zu transportieren haben. Wir hatten im Vorfeld verschiedene Optionen diskutiert und bspw. den Einsatz eines Einspuranhängers oder unseres erprobten Kinderanhängers mit seinem großen Platzangebot in Betracht gezogen. Diese Lösung hätte die Kinder zwar vom Gepäck befreit, hätte sich aber vermutlich auf den Bahnfahrten als zu unhandlich erwiesen. So entschieden wir uns für große wasserdichte Packtaschen für alle drei Räder, wobei meine neunjährige Tochter Antonia tendenziell leichte und sperrige Teile in ihren Taschen transportierte (Schlafsäcke, Kleidung) und mein Sohn (tapfererweise) und ich die schwereren übernahmen. Wir waren alle drei auf geländetauglichen MTBs unterwegs, die radreisetauglich hergerichtet worden waren (so mussten bspw. noch Schutzbleche und Gepäckträger ergänzt werden). Ein robustes Reiserad ist für die Tour ebenso geeignet, solange die Reifen nicht zu schmal sind.

Reiseführer und Karten
Die beiden bikeline-Radtourenbücher aus dem Esterbauer Verlag, die in den neuesten Auflagen auch mit einem sehr praktischen, downloadbaren GPS-Track ausgestattet sind.

Band 1: Ostseeküsten-Radweg 1: Schleswig-Holstein. Von Flensburg nach Lübeck.
Band 2: Ostseeküsten-Radweg 2: Mecklenburg-Vorpommern. Von Lübeck nach Ahlbeck/Usedom. Mit Rügen.

Alternativ sind auch die drei von Bernhard Pollmann verfassten, spiralgebundenen Führer aus der Reihe Kompass Fahrradführer zu empfehlen:

Band 1: Ostseeküstenradweg 1: Rügen und Usedom. 2012.
Band 2: Ostseeküstenradweg 2: Von Lübeck nach Stralsund. 2012.
Band 3: Ostseeküsten-Radweg 3: Von Flensburg nach Lübeck. 2013.

GPS-Daten
Download GPX-Track Ostseeküsten-Radweg mit Kindern

Genussradeln am Barther Bodden.

Genussradeln am Barther Bodden. Bild: Dr. Andreas Gaile

Holland-Heide-Radweg: GPX-Track und Infos

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Grüne friesische Landschaften und ausgedehnte Naturschutzgebiete laden zur gemütlichen Familien-Radtour durch Holland und das nördliche Niedersachsen ein. Dabei überquert die Radroute von Groningen nach Lauenburg Deutschlands größte Ströme und führt durch viele historische Hafen- und Hansestädte.
Den vollständigen Bericht lesen Sie in RADtouren 1/18. 

Anreise

Bahn: Mit dem Zug ist Groningen von den großen deutschen Städten erreichbar, allerdings muss man oft mehrfach umsteigen. Von Köln nach Groningen benötigt man knapp 5 Stunden, von Berlin ca. 6 Stunden. Die Abreise von Lauenburg ist in alle Richtung Deutschlands problemlos möglich. Die Fahrzeit nach Berlin beträgt gut 2 Stunden.

Gefahrene Route

1. Groningen – Winschoten 59 km
2. Winschoten – Leer 53 km
3. Leer – Bad Zwischenahn 56 km
4. Bad Zwischenahn – Borgfeld 79 km
5. Borgfeld – Scheeßel 53 km
6. Scheeßel – Lüneburg 90 km
7. Lüneburg – Lauenburg 24 km

Gesamt: 414 km

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Sehenswertes

Groningen: Groninger Museum, Noodelijk Scheepvaartmuseum, Grote Markt mit Martinikirche mit 97 m hohen Turm, Universitätsmuseum, Vismarkt mit Kornbörse (Korenbeurs) und Aa-Kirche, Winschoten: Stadtwindmühlen, Rosarium; Weener: Alter Hafen mit historischen Häusern; Leer: Altstadt mit Rathausturm, Waage und Museumshafen; Elisabethfehn: Moor- und Fehnmuseum; Bad Zwischenahn: Zwischenahner Meer, Park der Gärten, Kappenwindmühle, Freilichtmuseum „Ammerländer Bauernhaus“; Oldenburg: Pulverturm am Schlosswall, Schloss – Landesmuseum für Kunst und Kunstgeschichte, Hafen; Bremen:Rathaus, Roland, Böttcherviertel, Schnoor, Bremer Kunsthalle, St. Petri Dom, Überseemuseum, Universum; Fischerhude: Dorfkirche, Otto-Modersohn-Museum; Rotenburg: Pferdebrunnen, Großes und Weißes Moor; Wilsede: Idyllischer autofreier Heideort, Wilseder Berg, Totengrund;  Lüneburg: Historische Altstadt, Deutsches Salzmuseum, Kloster Lüne, Brauereimuseum, Rathaus, Alter Kran, Wasserturm; Scharnebeck: großes Schiffshebewerk; Lauenburg: Altstadt an der Elbe, Elbschifffahrtsmuseum, Schlossturm, Grotte

Streckencharakter & Ausrüstung
Der Holland-Heide-Radweg ist als solcher nur in Teilbereichen ausgeschildert. Die Marketingidee des Niedersächsischen Tourismusverbands kombiniert vorhandene Radfernwege wie den Lf 9b in den Niederlanden, den Geest-Heide-Radweg oder den Wümme-Radweg. Dennoch kann man der Strecke im Großen und Ganzen bis auf wenige Ausnahmen gut folgen. Hilfreich ist der unten angeführte. GPS-Track. Die meisten Wege sind asphaltiert und führen über kleine Nebenstraßen, selten über verkehrsreichere Straßen. Es gibt allerdings auch sandige Abschnitte im Naturpark Lüneburger Heide, die aber dennoch befahrbar sind. Dort liegt auch der einzige moderate Anstieg bis nach Wilsede. Danach verläuft die Route leicht wellig bis nach Lüneburg und flach bis zum Ziel. Verzichtet man auf den Aufstieg zum Wilseder Berg, so ist die Radreise absolut familientauglich. Die Reise ist mit jedem Trekkingrad fahrbar.

Unterkunft
Groningen: Hotel de Doelen, Grote Markt 36, 9711 LV Groningen, Niederlande, Tel.: 0031- 50312 7041, hotel-dedoelen.nl; Camping: Camping Stadspark, Campinglaan 6, 9727 KH Groningen, NL, 0031-50525 1624, info@campingstadspark.nl; Winschoten: Hotel Restaurant Victoria, Marktplein 6, 9671 AZ Winschoten, Niederlande, Tel.: 0031-597 418 472, info@hotel-victoria.nl; Camping: Camping Meerland, Groeveweg 42, 9682 RR Oostwold Gem Oldampt, NL, Tel.: 0031-597 422644, campingmeerland@gmail.com; Leer: Hotel Five Rooms, Königstraße 9, 26789 Leer, Tel.: 0176-2383 0805, mail@fiverooms.de; Camping: Ems-Marina-Bingum, Marinastraße, 26789 Leer-Bingum, ems-marina-bingum.de; Jugendherberge: Leer, Süderkreuzstraße 7, 26789 Leer, Tel.: 0491-2126, leer@jugendherberge.de; Bad Zwischenahn: Parkhotel, In der Horst 19, 26160 Bad Zwischenahn, Tel.: 04403-93320, parkhotel-bad-zwischenahn.com; Camping: Campingplatz Oeltjen, Wiefelsteder Straße 62, 26160 Bad Zwischenahn, Tel.: 04403-8457; Jugendherberge: Schirrmannweg 14, 26160 Bad Zwischenahn, bad.zwischenahn@jugendherberge.de; Bremen-Borgfeld:Borgfelder Landhaus, Warfer Landstraße 73, 28357 Bremen, Tel.: 0421-2777147, info@borgfelder-landhaus.de; Camping: Hanse Camping am Stadtwaldsee, Hochschulring 1, 28359 Bremen, Tel.: 0421-30746825, info@hansecamping.de; Jugendherberge: Kalkstraße 6, 28195 Bremen, Tel.: 0421-163820, bremen@jugendherberge.de; Scheeßel: Gasthaus Götze, Friedrichstraße 4, 27383 Scheeßel, Tel.: 04263-1348, gasrhaus.goetze@gmail.com; Camping: Waidmannsruh, Helvesieker Weg 71, 27383 Scheeßel, scheesselcamping.de; Lüneburg: Lübecker Hof, Lünertor Straße 12, 21335 Lüneburg, Tel.: 04131-51420, info@luebecker-hof.de; Camping: Rote Schleuse 4, 21335 Lüneburg, Tel.: 04131-791500, camp@roteschleuse.de; Jugendherberge: Soltauer Straße 133, 21355 Lüneburg, lueneburg@jugendherberge.de; Lauenburg: Hotel Bellevue, Blumenstraße 29, 21481 Lauenburg, Tel.: 04153-2318, hotel-bellevue.de; Jugendherberge: Am Sportplatz 7, 21481 Lauenburg, Tel.: 04153-2598, lauenburg.jugendherberge.de

Karten
Man kann fast zu allen unten aufgeführten Radwegen Radkarten bekommen. Der Kauf lohnt sich bei dieser Radtour nicht, da immer nur kurze Abschnitte befahren werden. Im Netz kann man unter Holland-Heide-Radweg (N-Netz 13) Informationen und eine Karte herunterladen, die man abschnittsweise entsprechend vergrößern kann. Die Nahziele sind am Wegesrand fast immer gut ausgeschildert. Ausnahme: die Etappe von Leer nach Bad Zwischenahn. Hier helfen manchmal nur Maps-Ausdrucke oder Navigation.

Angrenzende Radwege
Dollart-Route, Ems-Radweg, Deutsche Fehnroute, Geest-Heide-Radweg, Weser-Radweg, Wümme-Radweg, Lüneburger Heide-Radweg, Leine-Heide-Radweg, Weser-Radweg, Weser-Harz-Heide-Radweg, Elbe-Radweg

Download GPX-Track Holland-Heide-Radweg

Radreise vom Main zur Weser: GPS-Daten und Infos zum Bericht

Als „Land der offenen Fernen“ präsentiert sich die Rhön gerne selbst. Wer die gelobte Aussicht von den Kuppen der Rhön genießen will, kann das auf einer Radreise vom Main zur Weser tun. Hans Kothe hat die Tour vom einen Mainufer zum Ursprung der Weser gewagt, als die Wetterprognosen noch Schnee vorhersagten. Trotzdem hat er es nicht bereut. Den Radreisebericht lesen Sie in RADtouren-Magazin 6/17. 

Die Route verläuft auf weiten Streckenteilen autofrei. Bild: Hans Kothe

Die Route verläuft auf weiten Streckenteilen autofrei. Bild: Han Kothe

Fachwerkarchitektur in den Tälern der Rhön. Bild: Hans Kothe

Fachwerkarchitektur in den Tälern der Rhön. Bild: Hans Kothe

Anreise- und Abreise

Bahn: Der Startort Gemünden verfügt über einen Bahnhof. Frankfurt und Würzburg sind nahegelegene IC/EC Bahnhöfe. Die Abreise aus Hannoversch Münden ist ebenfalls unproblematisch, Göttingen und Kassel sind nahegelegene IC/EC-Bahnhöfe.

Gefahrene Route

1. Gemünden – Bad Neustadt: 89 km

2. Bad Neustadt – Mellrichstadt: 59 km

3. Mellrichstadt – Gersfeld: 52 km

4. Gersfeld – Fulda: 31 km

5. Fulda – Rotenburg: 79 km

6. Rotenburg – Guxhagen: 43 km

7. Guxhagen – Hann. Münden: 41 km

Gesamt: 394 km

 
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Sehenswertes

Gemünden: Huttenschloss, Ruine Scherenberg;
Schönau: Kloster; Wolfsmünster: Schloss;
Hammelburg: Stadtmuseum Herrenmühle, Kellereischloss, Rathaus mit Marktbrunnen, Schloss Saaleck;
Trimberg: Burgruine Trimberg; Euerdorf: Mainfränkische Trias, Alte Saalebrücke, Wirmsthaler Kirche, Torhaus;
Bad Kissingen: Wandelhalle, Altes Rathaus, Neues Rathaus, Regentbau, Luitpoldbad, Russ.-orth. Kirche, Rosengarten, Kaskadental;
Aschach: Schloss Aschach mit Schulmuseum;
Bad Bocklet: Balthasar-Neumann-Quelle, Kurpark;
Bad Neustadt an der Saale: Karmeliterklosterkirche, Hohntor, Stadtmauer;
Hollstadt: Sauerbrunnen;
Saal: Wallfahrtskapelle Findelberg, Rathaus;
Großeibstadt: Schmiedetor aus dem 16. Jahrhundert;
Bad Königshofen: Archäologisches Museum;
Behrungen: Deutsch-Deutsches Freilandmuseum;
Mellrichstadt: Altes Schloss, Heimatmuseum im Salzhaus, Rhön-Zügle;
Ostheim: Kirchenburg mit Stadtkirche St. Michael, Orgelbaumuseum, Wagnereimuseum Stapf;
Nordheim: Rathaus, St. Johannes, Gelbes Schloss;
Fladungen: Fränkisches Freilandmuseum, Rhönmuseum im Rathaus, St. Kilian;
Schwarzes Moor: Informationszentrum, Aussichtsturm, Moorlehrpfad;
Wasserkuppe: Segelflugmuseum;
Gersfeld: Barockschloss; Ried:Wehrkirche;
Eichenzell: Schoss Fasanerie; Johannisberg: Probstei;
Fulda: Dom, Michaelskirche, Stadtschloss mit Schlosspark und Orangerie, Vonderau Museum, Schlitz: Historischer Kern mit Burgen und Burgmuseum;
Bad Hersfeld: Stiftsruine, Rathaus; Bebra: Eisenbahnmuseum im Wasserturm;
Rotenburg: Stadtzentrum mit historischen Fachwerkhäusern, Rathaus, Jacobikirche, Jüdisches Museum;
Beiseförth: Korbmachermuseum, Radler-Seilbahn; Melsungen: Rathaus, Altstadt;
Guxhagen: Kloster Breitenau;
Kassel: Orangerie, Schloss Wilhelmshöhe, documenta Halle, Löwenburg, Martinskirche, Hessisches Landesmuseum, Brüder Grimm-Museum Kassel;
Hann Münden: Fachwerkaltstadt, Rathaus, Weserstein, Welfenschloss

 

Kellereischloss von 1731 in Hammelburg. Bild: Hans Kothe

Kellereischloss von 1731 in Hammelburg. Bild: Hans Kothe

Streckencharakter & Ausrüstung

In Gemünden beginnt die Radtour auf dem ADFC zertifizierten Radweg vom „Main zur Rhön“, dem wir auch in den ersten drei Tagen folgen. Der Weg ist gut zu befahren und prima ausgeschildert. Auf der zweiten Etappe ist der letzte Teil sehr hügelig mit einigen Anstiegen. Die dritte Etappe ist eine Herausforderung, denn hinter Fladungen gibt es zwei längere Kletterstrecken. Die erste führt auf die knapp 800 m hohe „Lange Rhön“ und nach einer flotten Abfahrt ist der zweite Anstieg auf die 950 m hohe Wasserkuppe zu bewältigen. Wer nicht klettern will, kann auch die beiden Steigungen über Bischofsheim umfahren. Ab der Wasserkuppe geht es bis zum Ziel fast nur noch bergab auf überwiegend gut ausgebauten und asphaltierten Wegen über den ebenfalls zertifizierten Fulda-Radweg. Wenn man den Panorama-Abschnitt über die „Lange Rhön“ fahren will, ist ein gutes Trekking- oder Reiserad mit einer bergtauglichen Schaltung unabdingbar.

GPS

GPS-Track des Autors: DOWNLOAD „Vom Main zur Weser“

Radtransport im Fernbus: Tipps und Anbieter im Überblick

Einfach mitnehmen? Das gilt leider nicht immer, wenn man auf dem Weg zur Radreise auf andere Verkehrsmittel als das eigene Fahrrad angewiesen ist. Fernbusse sind für Radreisende in der Saison eine günstigere und in mancher Hinsicht auch komfortablere Alternative zur Bahn. Wir geben Tipps zur Radmitnahme.
Die meisten Reiseradler fahren gerne umweltfreundlich mit der Bahn zu ihrem Startort. Das reine Vergnügen ist das nicht immer: An sonnigen Wochenenden hievt man schonmal sein Reisefahrrad mit Gepäck die Stufen zum Bahnsteig hinauf, um dann genervt zu bemerken, dass die Fahrradabstellplätze im nicht reservierbaren Regionalzug restlos belegt sind. Und wer für Fernverbindungen nicht frühzeitig bucht, kann zur Hauptreisezeit im Sommer meist keine Reservierung fürs Fahrrad mehr tätigen.

Radtransport, Fernbus

MeinFernbus und Flixbus fahren unter einem Dach, die Transportmöglichkeiten für Fahrräder unterscheiden sich zwischen den Bussen. Foto: MeinFernbus Flixbus

Schon deshalb sind Fernbusse für Radreisende eine interessante und günstige Alternative. Viele bieten die Fahrradmitnahme gegen einen moderaten Aufpreis an (siehe Tabelle). Dabei ist die Zahl der Stellplätze ebenfalls begrenzt auf meist zwei bis drei Räder pro Bus – eine Reservierung in der Saison ist also ebenfalls angeraten. Ein Vorteil: Die ständig wachsende Linienzahl ermöglicht es, viele Großstadt-Ziele umsteigefrei zu erreichen. Verbindungen nach Berlin gibt es aus allen Ecken Deutschlands. Nur ländliche Startorte erreicht man nach wie vor allein mit der Bahn.
Zweiräder werden zusammen mit dem Personenticket bestellt. Die Reiseunternehmen übernehmen keine Haftung bei Schäden am Fahrrad. Daher ist es ratsam, die wichtigsten Anbauteile mit Kartons oder Folien einzuwickeln. Wer mit mehreren Packtaschen reist, für den empfiehlt es sich, diese in einen Stoffsack zu bündeln. So vermeidet man Schäden sowie Schmutz und muss nur ein Sperrgepäckstück aufgeben – was Geld spart.
Alternative Kurier
Eine interessante Alternative zur Fahrradmitnahme in Zügen und den Fernbusen bietet die Bahn in Kooperation mit Hermes. Hierbei kann man sein Zweirad an eine feste Adresse in Deutschland, wie das Starthotel der Reise liefern lassen. Diesen Dienst können Sie in DB-Reisezentren unter der Service-Hotline 0180/599 66 33 oder online auf bahn.de buchen.
Fernbus-Portale
Portale suchen passende Verbindungen und die entsprechenden Preise unter zahlreichen Anbietern heraus. Gut gefiel uns fernbusse.de, weil dort die Fahrradmitnahme-Möglichkeiten übersichtlich angegeben sind.
fernbusse.de
busliniensuche.de
fahrtenfuchs.de
checkmybus.de
Interessant ist es auch, vor der Verkehrsmittelwahl für den Radtransport zunächst einen Preis- und Zeitvergleich vorzunehmen. Verschiedene Portale ermitteln die günstigste, umweltfreundlichste oder schlicht passende Mobilitätsform. Leider können Radmitnahme-Möglichkeiten nicht als Suchkriterium angegeben werden. Die muss man in einem zweiten Schritt auf den oben genannten Bus-Portalen ermitteln.
goeuro.de
verkehrsmittelvergleich.de

Radtransport, Fernbus

Im Postbus reisen Fahrräder in gut gemachten Haltern im Gepäckabteil mit. Foto: Gathmann

Fahrradtransport im Fernbus im Vergleich

Anbieter Preis Fahrrad pro Strecke Verpackungspflicht Bemerkungen Kontakt
MeinFernbus 9 Euro Nein Dichtes Liniennetz, auch Europa-Verbindungen Fusion mit Flixbus Tel. 0180/5 15 99 15, www.meinfernbus.de
DeinBus.de 9 Euro Nein Bei genügend Teilnehmern individuelle Bustouren, dadurch flexibel Tel. 069 / 17 53 73 200, www.deinbus.de
ADAC Postbus 10 Euro Nein Vorteile für ADAC-Mitglieder, dichtes Netz in Deutschland, Fahrradtransport im Innenraum Tel. 0228/97 27 27 97, www.adac-postbus.de
FlixBus 9 Euro Abhänging von der Verbindung Transport auf dem Radträger auf dem Heck (ungeschützt) oder in einer Transportbox mit den Maximalmaßen 150x100x40cm Dichtes Liniennetz, auch Europa-Verbindungen Fusion mit MeinFernbus Tel. (01805) 123 99 123www.flixbus.de
Berlin Linien Bus 10 Euro Nein Auch Linien nach Osteuropa und Österreich ab Berlin Tel. 030 / 338 448 0, www.berlinlinienbus.de
Publicexpress Gratis Es werden nur Falträder transportiert, die zusammengeklappt und eingepackt sind Regional im Norden stark, auch Richtung Holland (Groningen) und Nordsee Tel. 00800/ 46 78 25 42, www.publicexpress.de

Bikepacking Packliste 1 – Gepäck für ein Rennrad oder Crossrad

Bikepacking ist die neue Art des spontanen Tourens mit dem Rad. Wir haben bei einem Nicolai Argon Radonneur mit Bikepacking-Equipment einmal beispielhaft in die Taschen geschaut.
Bikepacking heißt eine Form des Radreisens, die sich in Nordamerika wachsender Beliebtheit erfreut. Gemeint sind kurz gesagt Radtouren mit minimalistischem Gepäck. Weil dabei das Rad selbst als Träger dient – und keine Gepäckträger am Rad angebaut werden – lehnt sich der Name an das „Backpacking“ an, das Wandern mit leichtem Gepäck. Das Schöne an dem Trend für Radfahrer: Das Bikepacking bringt auch eine Vielzahl passender Ruckäcke für das Rad hervor. Das sind Taschen für den Rahmen, die Sattelstütze, den Lenker und das Oberrohr, in denen sich eine ganze Reiseausrüstung unterbringen lässt. Mit diesen Frame-, Saddle-, und Handlebar-Bags, wie sie im Land ihrer Erfindung heißen – lässt sich beinahe jedes Rad in ein Reiserad verwandeln: vom Fatbike, das den Trend auslöste, weil es dafür keine Träger gab, über vollgefederte Mountainbikes bis hin zum leichten Carbon-Rennrad, das naturgemäß ebenfalls meist keine Ösen für den Anbau von Gepäckträgern besitzt, an denen sich klassische Packtaschen einhängen ließen.

Nicolai Argon, Bikepacking

14,31 Kilo wiegt das vollbepackte Nicolai Argon CX. Foto: Partzsch.

Das Bikepacking verlangt allerdings eine gewisse Umsicht bei der Gepäck-Zusammenstellung. Einfach alles in die großen wasserdichten Taschen stopfen, zur Not noch einen dicken Packsack obendrauf – das geht eben nicht. Dennoch geht eine ganze Menge in die Taschen, wenn man das Outdoor-Equipment ohne Blick auf das Portemonnaie nach Kompaktheit und niedrigem Gewicht zusammenstellt. Was alles passt, konnten wir bei unserem Fahrbericht (RADtouren-Magazin 6/15) des Nicolai Argon als Bikepacking-Randonneur feststellen. Den stellte uns der Hersteller mit einem kompletten Taschenset samt Inhalt für Fahrtests zur Verfügung. Hier zeigen wir, welche Taschen zum Einsatz kamen und was drin war.
4 Taschen machen aus dem 10,1 Kilo leichten Nicolai Argon CX eine Fahrmaschine für schnelle Touren:
1 Satteltasche: Revelate Designs Terrapin. Revelate Designs aus Alaska ist einer der Pioniere des Bikepackings. Die Satteltasche Terrapin ist eigentlich eine Kombination aus Holster und wasserdichtem Packsack. Das Holster wird über Riemen an Sattel und Stütze verzurrt und wiegt ca. 360g. Der Packsack mit Rollverschluss kann bis 14l Gepäck wasserdicht unterbringen. Das ist etwas mehr, als ein Ortlieb Frontroller Classic schluckt, bei allerdings niedrigerem Gewicht.
2 Oberrohrtasche:Revelate Designs Jerrycan. Mit ca. 500 ml Volumen ein kleiner Stauraum, zwischen Sattelstütze und Oberrohr gespannt. Am Nicolai Argon CX war sie gepackt mit allem, was man für eine Kaffepause zwischendurch braucht. Titantasse, Spiritus-Kocher aus Cola-Dosen, Spiritus zum Befüllen, Löfffelgabel (ebenfalls Titan), Kekse (zum Essen). Eine deutschsprachige Anleitung zur DIY-Herstellung des ultraleichten Cola-Dosen-Kochers findet man unter dem Suchbegriff „5-Cent-Stove“ oder auf youtube.

3 Oberrohrtasche: Revelate Designs Gastank. Die Tasche klemmt zwischen Steuerrohr und Oberrohr, also in Griffnähe. Daher ist sie ideal, um Proviant für die Fahrt zu lagern. In unserem Fall passte außerdem eine komplette Werkstattausrüstung mit Minitool, Ersatzschlauch, Putzlappen in das
100g leichte kleine Täschchen.
4 Lenkertasche: Ortlieb Ultimate 6 Pro. Die wasserdichte, nach IP54 geschützte Tasche hat als Clou ein wasserdichtes Staufach im Deckel, in dem ein Smartphone oder Tablet unterzubringen ist. Das Display bleibt recht gut sichtbar und die Bedienung funktioniert ebenfalls auch durch die Hülle noch gut. Die abschließbare Ortlieb Ultimate 6 pro Lenkertasche darf maximal mit 3kg beladen werden. Der Deckel schließt über einen Magnetverschluss. Die mit einem Handgriff abnehmbare – aber auch am Halter festschließbare – Lenkertasche eignet sich hervorragend für den Transport von leichten Kameras, Kartenmaterial, Wertsachen etc.
Was die nur rund 4kg leichte Reiseausrüstung für eine Wochenendtour bei sommerlichen Temperaturen im Kern ausmacht, stellen wir hier kurz zusammen. Die größte Gewichts- und Platzersparnis steckt dabei natürlich im der Outdoor-Equipment, das sich mit Ausnahme von Kocher und Besteck in der Satteltasche verbirgt.

Der Inhalt der Satteltasche ausgepackt. Foto: Partzsch.

Der Inhalt der Satteltasche ausgepackt. Foto: Partzsch.

1-Personen-Zelt: Vaude Lizard Gul 3 Seasons. Mit nur rund 690g (Herstellerangabe) und einem Packmaß von 39 x 12cm eines der leichtesten und kompaktesten Zelte auf dem Markt. Trotzdem weist der Boden laut Vaude mit 10.000 mm eine hohe Wassersäule auf. Das Zelt ist PVC-frei. Preis: UVP 600 Euro.
2 Iso-Matte: Vaude Air Matress. Mit 400g und einem mini-Packmaß ebenfalls ein passendes Produkt zum Bikepacking. Preis: UVP 60 Euro
3 Vaude Ice Peak 150. 450 g leichter Daunenschlafsack (90/10 Entendaune) mit einer Länge von 2m (eigentlich etwas zu lang für die Iso-Matte). Er gehört zur besonders umweltfreundlich hergestellten Green Shape Kollektion von Vaude und die Materialien sind darüber hinaus bluesign-zertifiziert. Preis: ab 280 Euro (Online-Preis Stand 21.10.15).
4 Giro Mobility Overshort. Short zum Wechseln nach dem Radfahren, die sich aber auch auf dem Rad gut tragen lässt, dank passendem Schnitt. Material: Baumwoll-Elasthan-Mix. Preis: ca.90 Euro (online).
5 Funktions-Unterwäsche zum Wechseln: Vaude Men’s Seamless Light Shirt. Ebenfalls nach dem Green Shape-Anforderungen von Vaude produziert und zugleich mit 71g sehr leicht. Preis: UVP 53,00 Euro.

Die Legende lebt lange: Leser-Erfahrungen mit Magura HS

Nicht vielen Produkten eilen unter Radreisenden solche Vorschusslorbeeren voraus wie den Magura-Bremsen mit dem Produktkürzel „HS“ – für Hydro-Stop. Wir fragten RADtouren-Leser nach ihren Erlebnissen mit den hydraulischen Felgenbremsen, wofür es aufgrund der nunmehr 28-jährigen Geschichte der Baureihe eine unvergleichlichen Erfahrungsschatz gibt. Eine Auswahl der Einsendungen geben wir hier wieder – ergänzende Erfahrungen sammeln wir gerne über die Kommentarfunktion.
Solches Lob bekommt nicht jedes Produkt: „Zuverlässigste, robusteste und langlebigste Komponente an unserem Fahrrad sind sind mit Abstand die Magura HS-Bremsanlagen“, schrieb Leser Bernd Richter nach unserem Aufruf zur Erfahrungsberichten über Reiseradlers Lieblingsbremse. Es kommt aus berufenem Mund: In Richters Familie sind vier Fahrräder mit Magura Hydraulikbremsen in Betrieb. Er und seine Frau haben zusammen bereits 34.000 km mit „keinem einzigen Defekt oder einer Störung an den Bremsen“ zurückgelegt. Richter ist einer von vielen Lesern, die unserem Aufruf folgten, ihre Erfahrungen mit Magura HS-Bremsen zu teilen. Fast allen gemeinsam sind fünfstellige Kilometerleistungen.
Bernd Richter: Ich bin Genuß-Tourenradler und möchte sie gerne auf meine Magura-HS Bremsspur bringen.
 

HS11, HS33, Reise, Erfahrung
Foto: Bernd Richter

2007 brauchte ich auf Grund eines Verkehrsunfalles, bei dem mein bisheriges Rad unreparabel beschädigt wurde, ein neues Fahrrad. Da wir eine stark Fahrradorientierte Familie sind, wurde aus dem einen Fahrrad gleich vier. Die vier Trekkingräder hatten eine Gemeinsamkeit: Sie waren alle mit Magura HS Hydraulik-Felgenbremsen ausgestattet. Mit einer Größe von 2m und einem Gewicht von 100kg lege ich großen Wert auf eine sehr gute Bremsanlage, einen stabilen Rahmen und als Vielfahrer weitere, gute, verlässliche Komponenten. Zurückschauend, nach acht Jahren, bei mir über 20.000 und bei meiner Frau über 14.000 km können wir folgendes aus unserer Erfahrung weitergeben. Zuverlässigste, robusteste und langlebigste Komponente an unseren Fahrrädern sind mit Abstand die Magura HS-Bremsanlagen. Wir hatten über die Jahre und über die km keinen einzigen Defekt oder eine Störung an den Bremsen. Neben der regelmäßigen Wartung fiel nur der Wechsel der Bremsbeläge an. Leider traten letztes Jahr an meinem Rad massive Schaltungsprobleme mit der Kettenschaltung auf, die meine Fachwerkstatt auch nach schrittweisem Austausch aller Komponenten nicht in den Griff bekam.
Der Spruch von der Kette und dem schwächsten Glied bewahrheitete sich bei mir.Nach Bruch des Schaltauges, mitten in der „Prärie“, auf dem Ems-Radweg, bei der die komplette Umwerfer-Einheit, bei, gottseidank, moderatem Tempo, den Weg zwischen Rahmen und Speichen nach vorne fand, war das Vertrauen und das entspannte Fahrgefühl vorbei.
Ich bestellte mir ein neues Gefährt. Eine der Grundbedingungen war eine verlässliche Bremsanlage: Magura HS11. Wären alle Komponenten meines Trekkingrades nach dem Magura-Standard ausgelegt, würde ich locker, ein – wenn nicht sogar mehrmals kilometermäßig die Welt umrunden! Ich habe meine guten Erfahrungen nicht für mich behalten, sondern sie weitergegeben. Drei gute Bekannte haben sich neue Fahrräder gekauft, ich wurde gebeten sie zu beraten – und alle haben eine Magura HS 11-Bremsanlage.
Ich bin ein Genuss-Radfahrer. Ich träumte lange Jahre einen Traum, in dem ich einige der Stätten, die in meinem ganzen, bisherigem Leben stets eine starke Faszination auf mich ausgeübt haben, besuchen wollte. Zum Beginn meiner Rente, und als Start in einen neuen Lebensabschnittes, beschloss ich, diesen Traum zu leben. Grund war auch, die Hektik und den Druck des Berufslebens abzuschütteln und wieder zu lernen, alles bewusster zu erleben. Ich plante also eine Radreise ab meiner Heimat Neutraubling bei Regensburg mit den Stationen Rothenburg o.T., Mainz, Koblenz, Trier, Metz, Paris, Mont Saint Michel, Pont de Saint-Nazaire, Ile de Re, La Rochelle, San Sebastian, Bilbao, Santillana del Mar, Gijon, Cudillero, Luarca, Santiago de Compostella, Cabo Finisterre, Muxia, Santiago de Compostella.
Hier die Statistik meiner Reise:
Start: 16. Mai 2011
Ende: 28. Juli 2011
Dauer: 76 Tage
Deutschland: 17 Tage
Frankreich: 38 Tage
Spanien: 21 Tage
11 Wasch-, Ruhe-, bzw. Besichtigungstage
Strecke gesamt: 4359,17 km
Durchschnitt: ca. 65 km/Tag
Gegenwind an: 34 Tagen (wobei davon 31 – von 34 Tagen auf dem Weg nach Mont Saint Michel waren).
Regen an: 18 Tagen (davon 7 Dauerregen)
Rald Krapoth: „ … wird auch mein nächstes Rad mit dieser Bremse ausgestattet werden.“
 
Magura HS 11, HS 33, Erfahrung, Reise
Foto: Ralf Krapoth

Seit gut sieben Jahren und über 70.000 km verrichtet die HS 33 an meinem Kalkhoff Endeavour tagtäglich und bei jedem Wetter problemlos und zuverlässig ihren Dienst. Abhängig von Witterung, Wegebeschaffenheit und Einsatzgebiet (Stadt, Langstrecke mit oder ohne Gepäck) sind alle 3.000 bis 6.000 km neue Bremsbeläge fällig. Der Austausch der Beläge ist auch von Laien durchführbar; zumal ein Justieren (wie es bei früheren V-Brakes notwendig war) entfällt. Allerdings ist der Aus- und Einbau der Beläge an der fest fixierten Seite etwas fummelig. Hier wäre es wünschenswert, wenn beide Bremsseiten aufklappbar wären. Das Nachjustieren der Bremsen mittels Stellrad am Bremshebel während der Fahrt oder bei Ampelstopps möglich. Einfacher geht es nicht! Allerdings musste das Einstellrad für die Hinterradbremse bei 62.000 km repariert bzw. erneuert werden. Hier hatte ich augenscheinlich das Kunststoffrad überdreht.
Die Bremsgriffe selbst liegen „gut in der Hand“ und zeigen bisher keine Verschleißerscheinungen (wie ausgeschlagene / wackelnde Gelenke). Nach 63.000 km war die Hinterradfelge „durchgebremst“ und musste erneuert werden; die vordere Felge wird sich wohl noch einige Tausend Kilometer drehen. Auch bei Fahrten mit Gepäck in bergiger Landschaft war die HS 33 nicht überfordert. Das angehängte Bild zeigt Rad und Fahrer beim Start zur „Zipfeltour“ im Mai 2013. Angesteuert wurden die westlichste, südlichste und östliche Gemeinde Deutschlands, die zusammen mit List auf Sylt im Norden den Zipfelbund gegründet haben (http://www.zipfelbund.de/). Auf der 2.400 km langen Tour waren natürlich einige Höhenmeter mit entsprechenden Talfahrten zu bewältigen.
Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der Magura HS 33 wird auch mein nächstes Rad mit dieser Bremse ausgestattet werden.
Manfred Terhardt: „Nie im Stich gelassen“.
 

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Seit genau 10 Jahren fahre ich ein London von Utopia mit einer HS33-Bremse. Nach über 40.000 Kilometern kann ich feststellen, dass mich die Bremsen nie in Stich gelassen haben, ich also überhaupt nichts Negatives berichten kann. Positiv ist zu bemerken, dass ich mich immer auf sie verlassen konnte. Selbst da wo mir ein Rindvieh in den Allgäuer Alpen den Weg versperrte.
Peter Ortmeier: „mehrere Alpenüberquerungen“.
 

Magura HS 11, HS 33, Erfahrung, Radreise
Foto: Ortmeier

Als ich mich im Jahr 2007 für ein Haibike MTB mit Magura HS33 und Rohloff-Nabe entschieden habe stand die Zuverlässigkeit an oberster Stelle. Als nebenberuflicher MTB Guide für Alpenüberquerungen bemerkte ich die hohe Ausfallquote der Scheibenbremsen . Nur meine HS33 hat immer einwandfrei funktioniert.Inzwischen ist sie im 8. Jahr und hat mehrere Alpenüberquerungen erfolgreich hinter sich gebracht. Dabei wurden die Beläge lediglich zweimal erneuert , auch bei der Felge ist sind die Verschleissmarkierungen immer noch im grünen Bereich. Das Meisterstück lieferte die Bremse bei der Transalp Challenge 2014, anfangs von vielen belächelt meisterte sie auch diese feucht-fröhliche Belastung ohne Murren. Inzwischen hab ich an 3 Rädern die HS33 und kann sie nur jedem empfehlen. Das Foto entstand auf der Transalp Challenge 2014.
Matthias Höhfeld: „HS11 mit HS77“
 
Magura HS 11, HS 33, Erfahrung, Radreise
Foto: Matthias Höhfeld

Circa 1995 habe ich nach dem Diebstahl meines Rades, dass ich zum Abi erstanden hatte, ein Fahrradmanufaktur C140 Randonneur erstanden. Dieses habe ich relativ bald mit einem ziemlich speziellen Lenker von Koga bzw. Villiger modifiziert. Dieser besteht aus einem Rennlenker mit angeschweißten MTB-Griffen. Die HS 11 Move-Griffe wurden mit HS 77-Rennbremshebeln verbunden und ergeben zusammen mit Suntour Command-Shiftern ein ziemlich besonderes, aber sehr bequemes Cockpit. Siehe Fotos. Circa 2006 wanderte dann alles weiter an einen Velotraum Cross CrMo Rahmen, den ich heute noch so fahre.
Carsten Ullrich: „20 Jahre nicht entlüftet“

Das Cannondale MTB von 1990 habe ich 1995 gekauft und ein Freund hat es neu aufgebaut. Es bekam eine Magura HS 22-Raceline, allerdings nur am Hinterrad. Das Cannondale hatte eine U-Brake. Eine Cantilever- oder V-Brake kann am Rahmen nicht montiert werden, da sich die Bremssockel über der Felge befinden. Die Magura-Halter kann man allerdings umdrehen. Die vorhandene U-Brake war wenig effektiv. Ein Freund wollte die Vorderradbremse haben, so haben wir das Set geteilt. In der Zwischenzeit wurden viele Teile getauscht, außer der Magura. Auf einen historischen korrekten Aufbau wurde bewusst verzichtet. Erst 2014 kam noch eine HS 22 Vorderradbremse, ebenfalls Raceline, dazu. Leider farblich nicht passend, da die Hinterradbremse doch sehr ausgeblichen ist. 2002 kaufte ich ein neues Cannondale. Das alte Cannondale wurde als Zweitrad trotzdem häufig bewegt, stand aber auch Jahre lang im Sommer im Freien. Am Rahmen kann ein Gepäckträger montiert werden. Darauf kam ein Kindersitz, so habe ich viele schöne Touren mit meinen beiden Söhnen unternommen. Bei dem hohen Gewicht war die Magura von Vorteil. Das Fahrrad wird inzwischen als Tourenrad genutzt und um gelegentlich an die Arbeit zufahren. Eine besondere Tour hat das Cannondale im letzten Jahr unbeschadet überstanden: die Crazy-Night-Tour von Darmstadt nach Straßburg. Start war 16:00 Uhr in Darmstadt, irgendwann morgens waren wir in Straßburg, dabei wurden ca. 240 km gefahren. Die letzten 20 Jahre hat die Bremse immer gut funktioniert und wurde bisher noch nicht entlüftet.
Sie haben Ihre eigenen Erfahrungen mit den Magura HS-Bremsen gemacht? Ganz andere, schlechtere, oder noch bessere? Über die Kommentarfunktion können Sie uns diese mitteilen.

Aktuelle Nabenschaltungen im Vergleich

Mr. Zuverlässig auf dem Vormarsch – Getriebenaben erleben aktuell eine Renaissance. Von acht- bis demnächst achtzehngang, von großen Sprüngen bis stufenlos reicht das Spektrum. Wer braucht welches Produkt aus dem vielgängigen Nabenmenü und was leisten die einzelnen Typen? Unsere Kaufberatung klärt auf.

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Rohloff Speedhub 14-Gang-Nabe: Technischer Meilenstein und trotz relativ hohem Preis aktuell erste Wahl in Sachen Zuverlässigkeit und Funktion auf Fernreisen und unter härtesten Offroad-Bedingungen, top Wirkungsgrade in allen Gängen trotz teilweise recht rauem Laufgefühl, absolut kürzeste mögliche Übersetzung am Markt, gleichmäßig kleine Gangabstufung, negativ der häufige Ölwechsel. Fazit: exklusives Langläufergetriebe für härtere Aufgaben.

Die Zeiten, in denen Nabenschaltungen mit Nostalgiebikes und Hollandrädern gleichgesetzt wurden, sind lange vorbei. Eine Art Inititialzündung lieferte die 14-Gang-Rohloff Speedhub. Sie brachte seit dem Debut 1998 selbst Extremsportler von der Kettenschaltung ab und wurde zum Objekt der Begierde vieler ambitionierter Alltags- und Reiseradler. Bei Begierde blieb es angesichts des Anschaffungspreises für Viele wohl. Die neuen Großserienprodukte Shimano Alfine 11 und Nuvinci stoßen dagegen auch preislich in interessante Regionen für weniger ambitionierte Tourenfahrer, Pendler und E-Biker vor.
Was macht eine Nabenschaltung überhaupt interessant? Außerhalb von Wettfahrten, wo Eigengewicht und Wirkungsgrad das Maß der Dinge sind, drängen sich ihre Vorzüge förmlich auf.
Vorteil 1: Nicht klein zu kriegen. Durch die wasser- und vor allem staubdichte Verkapselung ist der Verschleiß minimal, die Wartungsintervalle lang (ca. 5.000 Kilometer). Kettenschaltungen dagegen bedürfen regelmäßiger Pflege, bei Regen und Schnee sogar nach jeder Fahrt. In der Praxis meist mangelnde Kettenpflege bedingt einen Kettentausch circa alle 2.000 Kilometer.
Vorteil 2: Schalten im Stand möglich. Vor allem beim Anfahren mit Gepäck oder an der Ampel ein Vorteil.
Vorteil 3: Einfache Schaltlogik. Alle Gänge lassen sich mit einer Hand schalten. Eine Richtung leichter treten, andere Richtung schwerer Treten – so simpel.
Vorteil 4: Robustheit. Bei nabengerechter Rahmenkonstruktion mit verschiebbaren bzw. waagerechten Ausfallenden oder Exzentertretlager steht nichts vom Rad ab, das hängenbleiben oder beim Umfallen verbiegen kann.
Vorteil 5: Stabilere Hinterräder. Nur ein Ritzel und eine deutlich breitere, verschleißärmere Kette müssen am Hinterrad Platz finden gegenüber bis zu elf grazilen Ritzeln bei der Kettenschaltung, wo die Speichen deshalb auf der Antriebsseite fast senkrecht zur Nabenachse verlaufen. Das mindert die Stabilität des gesamten
Für das Gros der Tourenradler ist die Übersetzungsbandbreite das Hauptkriterium bei der Wahl ihrer Schalteinheit, also die Differenz der Übersetzung zwischen dem kleinsten und dem größten Gang an. Wer bergauf mit Reisegepäck locker kurbeln, aber bergab noch Druck aufs Pedal bringen will, braucht mindestens 500 Prozent. Dabei zählen ausschließlich die Eigenschaften in der Nabe. Kettenblatt und Ritzel können den Schaltbereich zwar verschieben, aber niemals verbreitern. Senkt man die erwähnte externe oder Primärübersetzung, wird der kleinste Gang noch kleiner, der größte aber ebenfalls. Dieses Spiel lässt sich technisch nicht unendlich weiter treiben. Denn beim Radfahren walten rohe Kräfte. Unser durchschnittlicher Tourenfahrer erzeugt etwa am Tretlager mehr Drehmoment als ein aktueller 2,0 Liter Dieselmotor. Dass die leichten Radgetriebe damit zurechtkommen, ist schon eine ingenieurtechnische Leistung.Und noch ein Plus hat die Kombination aus externer oder Primärübersetzung, so nennt man die Kombination von einem Kettenblatt auf das einzelne Ritzel der Schaltnabe und den vielen Abstufungen in der Schaltnabe selbst: Die Linie der Kette ist stets gerade und erzielt so den optimalen Wirkungsgrad. Wirkungsgrad meint den Anteil der Trittkraft, die nach Übertragung (Kette) und Übersetzung (Getriebe) am Hinterrad ankommt. Denn ein Teil geht durch Reibung innerhalb der Kettenglieder und zwischen Kette und Zahnrädern verloren.
Bandbreite im Vergleich
Uebersetzungsvergleich 1
Geschwindigkeit in Abhängigkeit von der Übersetzung

Wie schnell fährt man im kleinsten Gang bei 50 U/min? Die Antwort liefert die Grafik. Dabei gehen wir von einem 28-Zoll-Rad aus mit der kleinsten erlaubten Primärübersetzung, also das kleinstmögliche Kettenblatt mit dem größtmöglichen Ritzel. Mit den Naben von Shimano, SRAM und NuVinci sind es etwa sechs km/h. Das entspricht flottem Gehen! Rohloff geht runter bis vier km/h, das erfordert schon Steuerkünste. Wann der größte Gang bei gleicher Primärübersetzung ausgereizt ist, zeigt die km/h-Angabe rechts. Gut zu sehen: Die sportlich ausgerichtete Alfine 11-Gang kann zwar schnell, jedoch ist der kleinst mögliche Gang zu „dick“ für volles Gepäck im Hochgebirge. In unserem Test wählten die Hersteller zudem selten die kleinstmögliche Übersetzung, was die „Bergtauglichkeit“ weiter mindert.
Je kleiner die Differenz zweier Gänge nebeneinander, desto weniger muss der Fahrer seine Trittfrequenz dem Rad anpassen. Pinion und Rohloff verteilen ihre Gänge besonders fahrerfreundlich mit Sprüngen von 11,5 bzw. 13,6 % über das gesamte Gangspektrum. Wer nicht sportlich orientiert ist, empfindet diese Sprünge oftmals schon als zu gering. Rennradfahrer, die kleine Sprünge gewohnt sind, fühlen sich mit den 11 Prozent der Pinion am wohlsten. Ganz ohne „Sprünge“ kommt die NuVinci-Nabe aus. Mit etwas Fingerspitzengefühl kann der Fahrer tatsächlich ohne Trittfrequenzänderung stufenlos beschleunigen.
Fazit
Fast jedes der Getriebe besetzt seine velocipede Nische. Je nach Einsatzgebiet und Budget verbleiben höchstens zwei Alternativen. Maßstab für den Allround-Einsatz ist derzeit die Rohloff Speedhub, bleibt aber – bis zum Serienstart der p1 von Pionion – auch die Referenz für offroad und Touren mit großem Gepäck. Wer Wert auf sportliche Gangart legt, aber nicht mit Gepäck über die Berge will, ist mit der neuen Alfine 11-Gang sehr gut beraten, die vor allem bei Schaltkomfort- und geschwindigkeit besonders hervorsticht. Wer überwiegend im Flachen, in der Stadt unterwegs ist, oder mit Gepäck an Hügeln auch mal schiebt, ist mit den bewährten Acht- respektive Neungang-Modellen bestens bedient.
Text: Timo Dillenberger | Fotos: Hersteller

Was tun gegen Knieschmerzen beim Radfahren?

Nicht wenige Menschen klagen nach langem Radfahren über Knieschmerzen. Und das obwohl Radfahren eigentlich eine besonders gelenkschonende Sportart ist. Entsprechend sind die Ursachen für das Zwicken im Gelenk oft hausgemacht. Fitness-Expertin Marion Rodewald nennt die wichtigsten Ursachen und gibt Tipps, wie man den „Kniefall“ vermeidet. Hier haben wir die wichtigsten Infos noch einmal zusammengestellt. Die sieben wichtigsten Tipps gegen Knieprobleme beim Radfahren:

  1. Leichte Gänge treten, Trittfrequenz erhöhen – mindestens 80 Umdrehungen pro Minute
  2. Überprüfen der Sitzposition, am besten mit einem Experten
  3. Knie nicht auskühlen lassen – Knie bedecken!
  4. Langsame Steigerung des Kilometerpensums und der Intensität.
  5. Pedalsystem und Fußstellung überprüfen
  6. Enge Beinführung: parallel und möglichst nah zum Rahmen pedalieren
  7. Vorerkrankungen bzw. Verletzungen ausschließen
Radfahren und Knieschmerzen
Einstellen der Sattelposition 1: Die Ferse soll bei fast gestrecktem Bein auf der Pedale liegen.
Knie Bild 3b Foto Rodewald1 1
Sitzposition, Schritt 2: Bei waagerechten Pedalen die Kniestellung prüfen.
Radfahrer schützt sein Knie
Bei kühlen Temperaturen ein Muss: Warmhalten des Knies, hier mit Knielingen.

„Kniebeschwerden“ sind ein weit gefasster Begriff. Darunter fallen sowohl degenerative Erkrankungen am Knorpel, als auch akute Verletzungen. Am häufigsten sind jedoch Entzündungen bzw. Reizungen von Sehnen oder Muskelansätzen die Ursache für Knieschmerzen. Folgende Krankheitsbilder spielen die größte Rolle:
Sehnenreizungen bzw. -entzündungen (Tendopathien)
„Tendo-“ bedeutet Sehne und „-pathie“ Krankheit. Es handelt sich um Entzündungen von Sehnen, deren Ansätzen am Knochen (Insertionstendopathie) und ihren Übergängen in den Muskel, die ebenfalls Knieschmerzen verursachen können. Betroffen von solchen Tendopathien sind meist die Knieschiebensehne (dort, wo sie am Schienbein verankert ist und dort, wo sie der Kniescheibe ‚entspringt‘), die Sehen des Quadrizeps, das Wadenbeinköpfchen sowie die Sehnen der Beuger an der Innenseite der Kniekehle.
Symptome: Ruhe- und Belastungsschmerzen an der betroffenen Stelle.
Ursachen: Sitzposition, Überlastung, Kälte, Pedalplättchenfehlstellung, Unverträglichkeit von starren Pedalsystemen.
Abhilfe: Schonung, Vermeidung von Über- bzw. Fehlbelastungen, Kühlung, medikamentöse Schmerz- und Entzündungshemmung, Vorbeugung durch Streching.
Knorpelveränderungen
Eines der häufigsten Krankheitsbilder bei Knieschmerzen von Radsportlern ist die Chondropthia patellae, eine Knorpelveränderung an der Kniescheibenrückseite. „Chondro-“ bedeutet Knorpel und „-pathie“ Krankheit, die „Patella“ ist die Kniescheibe. Man spricht auch von einer Knorpelerweichung, die mit einer Mikrostrukturveränderung, gekoppelt an eine Nährstoffunterversorgung des Knorpels, einhergeht. In einem solchen „Hungerzustand“ ist der Knorpel schutzlos dem mechanischen Abrieb ausgesetzt.
Symptome: Belastungsschmerzen unter der Kniescheibe, ggf. auch Nachbelastungs- oder sogar Ruheschmerzen, hörbares Knirschen.
Ursachen: meist Summierung verschiedener Faktoren wie Fehleinstellung, zu hohe Belastungen, Kälte oder muskuläre Dysbalancen.
Abhilfe: Einstellung des Rades prüfen; physiotherapeutische Behandlung; Auftrainieren entsprechender Muskulatur.
Schleimbeutelentzündung
Rund um das Knie liegen flüssigkeitsgefüllte Schleimbeutel, um erhöhte Druckbelastungen abzupolstern. Aufgrund der oberflächlichen Lage kommt es nicht selten zu Verletzungen oder Entzündungen (Bursitis).
Symptome: Schwellung, Rötung, Knirschen, Erwärmung im Bereich des Schleimbeutels.
Ursachen: Schürfwunden, Erguss im Knie, (chronische) Entzündung wie z.B. durch häufiges Knien.
Abhilfe: Schonung, Kühlung, Arztbesuch, bei chronischer Entzündung Entfernung des Schleimbeutel.
Gelenkverschleiß
Durch Abnutzung von Knorpel im Gelenk kommt es zur Gonarthrose („Gon-„ steht für Knie und „-arthrose“ für Gelenkverschleiß). Der Knorpel als Puffer geht nach und nach verloren. Eine Regeneration, also ein Wiederaufbau des Knorpels, ist nahezu unmöglich.
Symptome: erste Schritte am Morgen sind schmerzhaft, ggf. akute Schwellungen mit Ruheschmerzen (aktivierte Arthrose).
Ursachen:  Verletzungen, Fehlstellungen und Überlastungen, mit zunehmendem Alter aber auch ohne erkennbare Ursache (Degeneration).
Abhilfe: Behebung der Fehlstellung, Überlastungen vermeiden, bei aktivierter Arthrose entzündungshemmende Medikamente und Kühlung, je nach Grad der Abnutzung ggf. Operation.
Kniegelenksentzündung
Akute Entzündungen im Knie (Gonarthritis) sind eher selten, müssen jedoch bei Infektionen durch Bakterien schnellstmöglich behandelt werden.
Symptome: Schwellung, Rötung, Erwärmung.
Ursachen: Überlastung, Verletzung, Verschleiß oder Bakterien im Gelenk (ggf. durch operativen Eingriff) aber auch durch Rheuma.
Abhilfe: Schonung, Vermeidung der Ursachen, medikamentöse und physiotherapeutische Behandlung, ggf. Spülung des Gelenkes mit Antibiotika.
Text/Fotos: Marion Rodewald

Touren Odenwald: GPS-Track und Informationen zur Reise

Den 3-Länder-Radweg Odenwald teilen sich gleich drei Bundesländer: Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Mal sportlich, mal gemütlich führt der abwechslungsreiche Rundkurs durch waldreiche Mittelgebirgslandschaften, die von tief eingeschnittenen Tälern durchzogen sind. Und dazwischen – da wurzelt eine Dichte an Sehenswürdigkeiten, die ihresgleichen sucht.

Anreise

Auto: Da es sich bei der beschriebenen Tour um einen Rundkurs handelt, bietet sich die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug an. Nach Absprache kann der PKW bei der Unterkunft kostenfrei abgestellt werden. Michelstadt erreicht man von Nord und Süd kommend über die B45. Und aus Richtung Worms und Miltenberg über die B47.
Bahn: Michelstadt erreicht man problemlos mit der Odenwaldbahn im regelmäßigen Takt über Frankfurt, Hanau und Darmstadt.

Gefahrene Route

1. Etappe: Michelstadt – Erbach – Elsbach – Hetzbach – Beerfelden – Rothenberg – Hirschhorn ca. 50 km
2. Etappe: Abstecher Heidelberg: Hirschhorn – Dilsberg – Neckargemünd – Heidelberg – Dilsberg – Neckermünd – Hirschhorn
ca. 50 km
Hirschhorn – Ersheim – Eberbach – Rockenau – Zwingenberg – Neckargerach – Guttenbach – Binau – Obrigheim – Mosbach
ca. 40 km
insgesamt ca. 90 km
3. Etappe: Mosbach – Lohrbach – Robern – Krumbach – Limbach – Mudau – Hollerbach – Buchen – Walldürn – Schneeberg – Amorbach – Miltenberg ca. 70 km
4. Etappe: Miltenberg – Großheubach – Klingenberg am Main – Wörth am Main – Erlenbach am Main – Obernburg am Main – Eisenbach – Mömlingen – Breuberg – Höchst im Odenwald – Mümling-Grumbach – Bad König – Michelstadt ca. 60 km

Gesamt: ca. 270 km

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GPS

Download des Tracks hier

Streckencharakter & Beschilderung

Der 3-Länder-Radweg verläuft überwiegend auf gut ausgebauten Radwegen. Dabei durchradeln wir die Täler von Main, Neckar, Mümlingtal und überqueren die Odenwaldhöhen. Die Wegequalität ist sehr unterschiedlich. Manchmal geht es über Waldwege, manchmal über hervorragend asphaltierte Radwege. Verkehrsreiche Abschnitte sind selten und kommen in der Regel nur bei Ein- und Ausfahrt von Städten vor. Vor allem im Abschnitt zwischen Erbach und Hirschhorn, aber auch zwischen Mosbach und Walldürn gibt es immer wieder teils starke Steigungen, um die Höhen des Odenwaldes zu erklimmen. Der 3-Länder-Radweg ist durchgehend mit einem einzigen Logo markiert, die Einbindung von Heidelberg erfolgt auf dem Neckar-Radweg.

Unterkünfte

Michelstadt: Zum Grünen Baum, Tel.: (06061) 2409, gruenerbaum-michelstadt.com; Hirschhorn: Hotel zur Krone, Tel.: (06272) 5130670, krone-hirschhorn.de; Mosbach: Hotel Zum Amtsstüble, Tel.: (06261) 934609, amtsstueble.de; Miltenberg: Hotel Brauerei Keller, Tel.: (09371) 5080, brauerei-keller.de

Sehenswertes

Michelstadt: Odenwald- und Spielzeugmuseum, Museumsmühle, Landesrabbiner Dr. I. E. Lichtigfeld-Museum, Motorradmuseum, Einhardbasilika, Schloss Fürstenau, Röm. Ausgrabungsstätte, Kellerei; Erbach: Schloss, Deutsches Elfenbeinmuseum, Koziol-Glücksfabrik, Altes Rathaus; Hetzbach: Himbächel-Viadukt; Beerfelden: Museum der Oberzent, Galgen, Zwölf-Röhrenbrunnen; Rothenberg: Altes Wasserwerk, Krämerbrunnen; Hirschhorn: Langbein-Museum, Marktkirche, Ehem. Karmeliterkloster, Burg, Stoppomat (stoppomat.de); Dilsberg: Pfarrkirche St. Bartholomäus, Burgruine; Neckargemünd: Altes Rathaus, Museum im alten Rathaus, Ruine Reichenstein; Ziegelhausen: Textilmuseum, Abtei Neuburg; Heidelberg: Rhein-Neckar-Schifffahrt, Schloss, Alte Universität, Alte Brücke, Heiliggeistkirche; Eberbach: Naturpark-Zentrum, Küferei-Museum, Zinnfigurenkabinett, Kirche St. Johannes Nepomuk, 4 Stadttürme, Altes Rathaus; Rockenau: Ruine Stolzeneck; Zwingenberg: Schloss, Wolfsschlucht; Neckargerach: Margaretenschlucht; Guttenbach: Kirche, Ruine Minneburg; Obrigheim: Schloss Neuburg; Mosbach: Schloss, Stadtmuseum, KZ-Gedenkstätte Neckarelz; Robern: Römisches Kastell; Limbach: Schlossplatz, St. Valentin; Mudau: Kath. Pfarrkirche St. Pankratius, Altes Rathaus; Buchen: Stadtkirche St. Oswald, Mariensäule, Altes Rathaus, Stadtturm; Walldürn: Geopark-Infozentrum, Odenwälder Freilandmuseum, Elfenbeinmuseum, Wallfahrtsbasilika Zum Hl. Blut, Römerbad, Historisches Rathaus; Schneeberg: Rathaus, Wallfahrtskirche Maria Geburt; Amorbach: Eisenbahnmuseum, Benediktinerkloster mit Abteikirche, Altes Rathaus; Miltenberg: Burg Miltenberg, Gasthaus Zum Riesen, Brauerei Faust, historische Gassen; Großheubach: Kloster Engelberg, Altes Rathaus; Klingenberg am Main: Stadtschloss mit Rosengarten; Wörth am Main: Schiffbaumuseum, Dauerausstellung „Römerzeit“; Mömlingen: Barockkirche St. Martin; Breuberg: Stadtmuseum, Burg, Fachwerkhäuser; Höchst im Odenwald: Ehem. Augustinerinnenkloster, Obrunnschlucht; Mümling-Grumbach: Bergkirche mit Matronenstein; Bad König: Altes Schloss, Ehem. Rentmeisterei, Odenwald-Therme.

Reiseführer & Karten

Bikeline 3-Länder-Radweg, ISBN 978-3-85000-375-9, 13,90 Euro, Verlag Esterbauer

Weitere Infos

Touristikgemeinschaft Odenwald e.V., Tel.: (06261) 84-1390, tg-odenwald.de
Odenwald Tourismus GmbH, Tel.: (06061) 965970, odenwald.de

Radreise Atlantikküste: Informationen zur Reise

Einen Tag entlang an der Atlantikküste durch Frankreich. Hier dominiert vor allem eins: der Sand. Er macht das Radfahren nicht immer einfach, wenn der Weg im Sand versinkt. Aber es lohnt sich durchzukämpfen. 

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Traumhafte Sandstrände am Atlantik. Foto: Martin Glauert.

Anreise
Mit Flugzeug oder Zug bis Bordeaux, von hier aus wird es allerdings umständlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Realistischer ist die Anreise mit eigenem Fahrzeug (und Fahrrad) über die Autobahn. Entweder man fährt über Bordeaux oder man nimmt die Fähre von Royan nach Le Verdon-sur-Mer. Das ist kürzer und billiger, man umgeht den Verkehrsstau von Bordeaux und ist gleich am Startpunkt der Etappe.

Gefahrene Route
Le Verdon-sur-Mer – Cap Ferret: 150 km

Fast die gesamte Strecke ist eben und an einem Tag zu schaffen.

Übernachtung
Sollte doch ein Zwischenstopp mit Übernachtung eingelegt werden, empfiehlt sich dies auf halber Strecke in Lacanau-Ocean, einem Ort mit herrlichem Strand, dramatischen Wellen und jeder Menge Restaurants und Bars an der Promenade. Hier befinden sich auch das Touris-musbüro (s. unten), Werkstätten und Fahrradverleih.

Sehenswürdigkeiten
Kirche von Soulac-sur-Mer (einst im Sand versunken), Fischerort L’Herbe am Bassin d’Arcachon: maurische Kapelle, bunten Fischerhütten, Austernlokale; Cap Ferret: Leuchtturm mit Ausblick über halb Aquitanien. Es empfiehlt sich ein Abstecher zur Düne von Pilat, der größten Wanderdüne Europas.

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Auf Teilstücken ist der weg nur 30 Zentimeter breit. Hier muss Rücksicht genommen werden. Foto. Glauert.

Weitere Infos
Office de Tourisme, Médoc Ocean, Place de l’Europe, F-33680 Lacanau Océan, Tél.: +33(0) 556 032 101, medococean.de

Mecklenburgische Seenplatte Hügelhopping GPS-Daten und Roadbook

Rennradtour Mecklenburgische Seenplatte: Infos, GPS-Daten und Roadbook

GPS-Daten und Roadbook
DOWNLOAD

IMG 3513
Start am Van der Valk Ressort Fleesensee. Foto: Gleitsmann

Start /Ziel:
Radisson Blu Resort Schloss Fleesensee
Schloßstraße 1
17213 Fleesensee
Über: Waren/Müritz, Alt Schönau, Basedow, Hallalit, Linstow, Drewitz, Nossentiner Hütte, Malchow
Gesamt: 109 km
Auf/Ab: 764 hm (höchster Punkt: 89 m ü. NN)
Strecke: größtenteils Asphaltstraße, rennradtauglich (Betonfahrspur zwischen Großen Luckow und Klein Luckow, grobes Kopfsteinpflaster in Tressow und der Ortsdurchfahrt Malchow)
Übernachtung:
Luxus:
Schloss Fleesensee
www.schlosshotel-fleesensee.com
Budget:
Dorfhotel Fleesensee
Am Kalkberg 1
17213 Göhren-Lebbin
Stopps:
Essen:
Restaurant „U-Nautic“
Lange Straße 15
17192 Waren,
Snack / Essen:
Van-der-Valk-Resort Drewitzer See
Am Drewitzer See 1
17214 Drewitz
Fahrradverleih/
Reparatur:
Zweirad Karberg
17192 Waren, Lange Straße 46
Fahrradhandel / -verleih Köhn
17213 Malchow, Lange Straße 36
Weitere Infos:
Tourismusverband
„Mecklenburgische Seenplatte e.V.“
Turnplatz 2
17207 Röbel
Tel. (039931) 538 -0