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Bayerischer Wald: E-Mountainbike im Winter

e mountainbike im schnee
Durch den Schnee mit dem Bike. Foto: shutterstock

Im Bayerischen Wald können Biker auch im Winter die Natur hautnah auf zwei Rädern erkunden. Ab Bayerisch Eisenstein werden geführte grenzüberschreitende Radtouren mit E-Mountainbikes angeboten. Spikes sorgen dabei für sichere Abfahrten selbst bei Eis und Glätte. Mit erfahrenen Guides geht es zu geschichtsträchtigen Orten vergessener Aristokratie und Freibauerntum, zu königlichen Wäldern und verschwundenen Dörfern.

Die nächsten Termine sind:
07./14./21./28.02., jeweils von 10 Uhr bis 15 Uhr.
Die Kosten pro Person betragen 45 Euro.
Um Anmeldung unter Tel. 01525/6056122 wird gebeten bis 11 Uhr am Vortag.

bayerisch-eisenstein.de

Pedelec im Winter – So hält der Akku länger durch

Im Winter geht mit den Temperaturen auch die Reichweite von Pedelecs in den Keller. Aber selbst in den kalten Monaten des Jahres können Fahrer elektrisch getriebener Zweiräder ein Optimum an Reichweite herausholen, so die Experten von DEKRA.

Um ein Optimum an Kilometern aus dem E-Bike herauszukitzeln, sollte man mit dem Akku erst kurz vor dem Start in die Kälte gehen. Untersuchungen von DEKRA haben gezeigt, dass eine Thermoschutzhülle die Wärme länger im Akku halten und damit die Reichweite steigern kann. Wird die Energie auf einer Tour knapp, bleibt meist nur, sich vorübergehend mit der energiesparenden Eco-Fahrstufe zu begnügen, um die Reichweite zu erhöhen.

Pedelec im Winter
Tipp für E-Bike-Fahrten im Winter: Akkus mögen’s warm. Foto: shutterstock

10 Sicherheits-Tipps für den Stadtverkehr mit dem Rad

fahrrad in der stadt
Bei dichtem Verkehr in Großstädten ist das Einhalten von Sicherheitsregeln mitunter lebensrettend. fotolia.de © Christian Müller (#127769965)

Immer mehr Leute greifen zur Fortbewegung zum Fahrrad. Schwierig ist nur, dass viele Städte nicht wirklich fahrradfreundlich sind. Umso wichtiger ist es, als Radfahrer selbst alle möglichen Risiken zu vermeiden und sich an Regeln zu halten, um verantwortungsvoll und respektvoll, vor allem aber auch um sicher durch den Stadtverkehr zu kommen.
1. Das Rad richtig und sicher einstellen
Bevor in den Straßenverkehr gestartet wird, sollte der Zustand der Bremsen inklusive Kabel, die Bremsbacken sowie die Kabelspannung überprüft werden. Auch die Bremsbeläge sollten, gerade bei Rennrädern regelmäßig gewechselt werden. Dazu einfach die Schraube lösen, die sich am Bremsbelag befindet und diese herausnehmen. Nach einer Reinigung des Bremskörpers wird der Bremsbelag wieder in die Halterung eingesetzt.
Die Fahrradbremse sollte dann immer wieder neu justiert werden: Zunächst wird der Belag waagerecht mit der ganzen Fläche auf die Felge aufgesetzt, wobei er nicht am Reifen streifen oder überstehen darf. Sobald die richtige Position gefunden ist, wird er fixiert. Im Anschluss sind der Bremshebelweg und das Ansprechverhalten einzustellen, was mittels der Feinabstimmung über kleine Federschrauben erfolgt. Tritt nach der Montage immer wieder ein Quietschen auf, sollte beim nächsten Bremsencheck eventuell auf eine Gummimischung gewechselt werden.
Außerdem ist der Luftdruck in den Reifen sowie der allgemeine Zustand und die Abnutzung der Reifen am besten vor jeder Fahrt zu prüfen. Wer sich damit nicht auskennt oder gerade bei Bremsproblemen verunsichert ist, sollte sich dazu vom Fachmann beraten lassen.
Was übrigens jeder selbst einstellen kann, ist der Sattel. Im dichten Straßenverkehr ist es ratsam, ihn etwas tiefer zu stellen, als gewöhnlich. So kann schnell Bodenkontakt mit den Füßen hergestellt werden, was nicht selten notwendig ist.
2. Sichere Kleidung tragen
Eine lange Hose und ein Oberteil, das die gesamten Arme bedeckt, kann auch an wärmeren Tagen nicht schaden. Denn wenn es zu einem Sturz kommt, ist die Haut zumindest ein wenig vor dem rauen Asphalt geschützt.
Ein Helm sollte unbedingt getragen werden. Zwar gibt es keine allgemeine Helmpflicht, wer aber für die eigene Sicherheit garantieren möchte, sollte sich ein geprüftes Exemplar zulegen. Beispielsweise bei Stiftung Warentest lässt sich nachlesen, ob ein Helm für einen eventuellen Unfall getestet und als „gut“ gekennzeichnet wurde. Wichtig sind außerdem die offiziellen Prüfzeichen, die Normangaben: SNELL, ANSI, DIN 33 954 oder CE 2006 auf dem Helm.
3. Gesehen werden
Nicht nur ist es wichtig, genau auf den Verkehr, sondern auch darauf zu achten, selbst von anderen gesehen zu werden. Dafür sind sowohl Vorderlichter, als auch Rücklichter und Rückstrahler obligatorisch. Bei Dunkelheit müssen diese sogar am Rad angebracht und voll funktionsfähig sein. Sind nicht alle Beleuchtungselemente (also auch die Reflektoren) vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zugelassen, kann dieser Verstoß bis zu 35€ kosten. Wer auf maximale Sicherheit setzen möchte, trägt am besten reflektierende Kleidung oder eine Sicherheitsweste.
4. Die Straßenverkehrsordnung kennen und respektieren
Viele Radfahrer haben sich mit der Zeit ein Fahrverhalten angewöhnt, das die Sicherheit im Verkehr beeinträchtigt. Angewohnheiten, wie das Radfahren auf dem Gehweg etwa oder das Fahren in der falschen Richtung gehören dazu.
Teil der Straßenverkehrsordnung sind beispielsweise folgende Vorschriften für jeden Radfahrer, die oft missachtet werden:

  • Nicht nur müssen zwei unabhängig funktionierende Bremsen am Rad, sondern auch eine laute Klingel, weiße Frontscheinwerfer mit weißem Reflektor, ein roter Großflächenrückstrahler, rotes Rücklicht und ein kleiner roter Reflektor, je zwei gelbe Speichenreflektoren pro Rad oder alternativ Reflektorstreifen sowie Pedale mit je zwei gelben Rückstrahlern, die nach vorne und hinten reflektieren, vorhanden sein.
  • Seit 2017 gilt für Radfahrer, dass sie sich bei der Überquerung einer Straße mit Ampel an der Ampel für den Autoverkehr orientieren müssen.
  • Auf Zebrastreifen haben Radfahrer nur dann Vorrang, wenn sie das Rad schieben und wie ein Fußgänger unterwegs sind. Ansonsten haben Autos dort Vorfahrt!

5. Auf Hindernisse achten

fahrrad vom lenker aus
Solange der Radweg vorhanden ist, ist alles gut. Oft aber müssen die Schienen gekreuzt werden oder das Trootoir wird plötzlich höher. fotolia.de © Dsch (#186330506)

Viele Städte bieten nicht die optimalen Voraussetzungen für sichere Fahrten durch den Straßenverkehr. Überall begegnen Radfahrer Hindernissen, die deren Fahrt erschweren. Dabei sind die Gründe für fahrradfreundliche Städte vielfältig und überzeugend. Nicht nur würden sich jedes Jahr eine Menge Instandhaltungskosten für Straßen sparen lassen, wenn Menschen sich auf den Straßen sicherer fühlen und statt des Autos das Rad wählen würden. Vielmehr würden ganze Städte einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten und die gesamtwirtschaftlichen Kosten senken.
Solange dies aber nicht der Fall ist, sollten ganz bestimmte Situationen und Dinge beachtet werden:

  • Straßenbahnschienen sind für Radfahrer besonders gefährlich. Hier gilt es besonders aufmerksam zu sein und vor allem, die Schienen nie spitzwinklig zu queren. Wer mit dem Reifen in eine Schiene kommt, kann einen Sturz kaum vermeiden. Bei Nässe droht besondere Gefahr.
  • Gerade bei parkenden Autos, ist langsam zu machen, um einer eventuell aufgehenden Autotür ausweichen zu können. Manche Autofahrer schauen nur nach nahenden Autos und nehmen Radfahrer kaum wahr.
  • Randsteine, die von Straße zu Straße in ihrer Höhe wechseln, machen es Radfahrern oft schwer, sicher auf eine andere Straßenebene zu wechseln. Daher gilt: am besten halten oder zumindest sehr langsam machen. Ähnlich wie bei Straßenbahnschienen kommt es sonst schnell zu einem Sturz.

6. Auf schwierigem Straßenbelag richtig fahren
Schlechte, alte oder kaputte Straßenbeläge gibt es immer wieder, sie werden oftmals nach einiger Zeit aber ausgebessert. Was dagegen bleibt ist Kopfsteinpflaster. Um unangenehme Fahrten zu vermeiden, ganz gleich welcher Bodenbelag, können einige Tricks angewendet werden:

  • Am besten ist es, die Arme während der Fahrt nicht ganz durchzustrecken und die Ellbogen leicht zu beugen. Dadurch können Schläge besser abgefedert werden.
  • Auf trockenem Untergrund kann es helfen, leicht aus dem Sattel zu gehen und mit gebeugten Knien in den Pedalen zu stehen oder im Wiegetritt zu fahren. Die Beine können dabei die Erschütterungen besser ausgleichen. Bei nassem Untergrund sollte man aber besser sitzenbleiben. Denn sonst könnte die Belastung auf dem Hinterrad zu schwach sein und das Rad schneller wegrutschen.
  • Wer besonders oft auf unwegsamen Strecken unterwegs ist, sollte den Luftdruck in den Reifen ein wenig senken. Statt durchschnittlichen und gewöhnlichen 4,5 Bar auf einem normalen Reifen, ist ein Druck von 3,5 Bar ausreichend.

7. Zeigen, wohin die Fahrt geht
Das Anzeigen von Richtungswechseln mit den Armen ist beim Fahren ein Muss. Denn nur wer alle Richtungswechsel anzeigt, senkt das Risiko, andere Verkehrsteilnehmer zu überraschen. Während des Linksabbiegens ist darauf zu achten, dass einen gerade niemand überholen möchte.
Besondere Vorsicht ist natürlich an Kreuzungen geboten. Hier sollte besonders vorausschauend und defensiv gefahren werden.
Zudem sollte immer auf einer geraden und für andere nachvollziehbaren Spur gefahren werden. Ein guter Orientierungspunkt ist das vorausfahrende Auto. Dort, wo dieses mit dem rechten Reifen fährt, sollte man auch als Radfahrer etwa fahren.
8. Nicht rechts überholen
Auch als Fahrradfahrer gilt, dass niemals rechts überholt werden sollte. Weder an einer Ampel, noch im Stau. Andere Verkehrsteilnehmer könnten überrascht werden und einen gar übersehen.
9. Sicherheitsabstände respektieren
Nicht nur zu den am Rand parkenden Fahrzeugen, auch zu den Verkehrsteilnehmern, die vor einem fahren, ist ein ausreichender Sicherheitsabstand zu halten. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten sind die Bremswege länger. Wer also ein oder zwei Meter mehr Abstand hält, sänkt damit das Risiko, in einen Unfall zu geraten.
10. Das Rad sicher abschließen

fahrraddieb
Mit einfachen Kneifzangen machen sich viele Fahrraddiebe an günstigen, ungeprüften Schlössern zu schaffen. fotolia.de © Paolese (#157148255)

Die letzte wichtige Regel bezieht sich auf die Sicherheit des Rads selbst. Nur wer sein Zweirad gut abschließt, kann sicher sein, dass es am nächsten Tag auch immer noch am gleichen Ort vorzufinden ist. Es sollte dafür an einem festen Ort abgestellt werden, der gut beobachtet ist und an dem sich niemand unbemerkt am Rad zu schaffen machen kann.
Ein gutes Schloss ist absolute Pflicht. Auch hier sollte, genau wie beim Kauf eines Helms, auf Sicherheitszertifikate geachtet werden.
Die gängigen offiziellen Prüfsiegel sind: CE (Hinweis darauf, dass das gekennzeichnete Produkt die gesetzlichen Anforderungen erfüllt), DIN (ein geprüftes Produkt entspricht den aktuellen DIN-Richtlinien), TÜV (der TÜV prüft, ob Anforderungen aus Gesetzen und Richtlinien erfüllt sind), VdS (beim Kauf eines Schlosses die wichtigsten Kennzeichnung). Das VdS-Zertifikat genießt als unabhängiges Zertifikat bei Sicherheitsverantwortlichen größtes Vertrauen und kennzeichnet Sicherheitsprodukte, um diese in Klassen einzuteilen. Diese wiederum dienen Sachversicherern, als auch der Polizei. Gerade wer eine Fahrraddiebstahl-Versicherung im Rahmen der Hausratsversicherung besitzt, sollte beim Kauf eines Fahrradschlosses auf das VdS-Zertifikat setzen.

Green Velo Polen: GPX-Track und Infos

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Nomen est omen. Der neue Radwanderweg Green Velo in Polen schlängelt sich auf sagenhaften 2.000 km durch grüne Lande. Die Strecke führt durch dünn besiedelte Gebiete und zahlreiche Nationalparks. Landschaftliche Schönheiten wie das Frische Haff und die Masurische Seenplatte oder geschichtsträchtige Orte des ehemaligen Ostpreußens warten darauf, entdeckt zu werden.
Den vollständigen Bericht lesen Sie in RADtouren 1/18

Anreise / Abreise
Bahn: Anfahrt mit dem Zug nach Malbork bzw. Elblg. Vom Zielort Biaystok aus kann die Rückfahrt mit Umstieg in Warschau angetreten werden. Die Stellplätze für Fahrräder müssen vorgebucht werden.

Route

1. Tag: Elblg – Frombork, 52 km (Anfahrt von Malbork nach Elblg mit dem Zug, 30 km)
2. Tag: Tag: Frombork – Pienino, 58 km
3. Tag: Tag: Pienino – Lidzbark Warmiski, 62 km
4. Tag: Lidzbark Warmiski – Bartoszyce 42 km
5. Tag: Bartoszyce – Ktrzyn 55 km
6. Tag: Ktrzyn – Sztynort 27 km
7. Tag: Sztynort: Tagestour an der MasurischenSeenplatte 20 km
8. Tag: Sztynort – Godap 64 km
9. Tag: Godap – Blaskowizna 70 km
10. Tag: Blaskowizna – Wigry 45 km
11. Tag: Wigry – Augustów 60 km
12. Tag: Augustów – Gonidz 58 km
13. Tag: Gonidz – Tykocin 45 km
14. Tag: Tykocin – Biaystok 43 km

Gesamt: 700 km

green velo polen 3

Sehenswertes
Malbork: Marienburg, Kirche St. Johannes, Altes Rathaus; Elblg: Dom zum Hl. Nikolaus, Kirche zur Hl. Jungfrau Maria, Dominikanerkloster, Mennonitenkirche; Frombork: Domburg mit Frauenburger Dom, Nikolaus-Kopernikus-Museum; Lidzbark Warmiski: Burg Heilsberg, Kirche St. Peter und Paul, Hohes Tor; Bartoszyce: Heilsberger Tor, Stadtpfarrkirche; Ktrzyn: Burg Rastenburg, St.-Georgs-Kirche, „Wolfsschanze“ beim Dorf Giero; Sztynort: Schloss Steinort, Mauersee; Wegorzewo: Schloss Angerburg, Kirche St. Peter und Paul; Staczyki: Viadukt/Eisenbahnbrücke; Wigry: Kamaldulenserkloster, Wigierski-Nationalpark; Augustów: Augustów Wald, Augustów-Kanal;Gonidz: Nationalpark Biebrza-Flusstal; Tykocin: Synagoge (Jüdisches Museum), Dreifaltigkeitskirche, Marktplatz; Waniewo: Nationalpark Narew; Biaystok: Branicki-Palast, Rathaus, Marktplatz, Dom-Ensemble

Streckencharakter & Ausrüstung
Auf der von uns befahrenen Route (700 km) des insgesamt 2.000 Kilometer langen Green Velo trifft man auf Schotterwege, Wald- und Forstwege, lokale Landstraßen und Bahntrassenwege. Entlang von vielbefahrenen Autostraßen sind Radwege angelegt worden. Da das Gebiet vor allem auf den ersten Etappen durchaus hügelig ist, sind immer wieder kleinere Anstiege zu bewältigen. Die Beschilderung ist durchgehend perfekt.

Die orangefarbenen Schilder zeigen als Symbol der Strecke den aus den bunten Segmenten einer stilisierten Fahrradkette zusammengesetzten Buchstaben W über dem Schriftzug Green Velo. Das W steht für Wschodni Szlak Rowerowy (östliche Radroute). Alle 15 bis 20 Kilometer gibt es überdachte Rastplätze („Mor“) mit Infotafeln, teilweise sogar mit Toilettenhäuschen. Wegen der vielen Sand- und Schotterwege ist ein robustes Trekkingrad mit breiter Bereifung angeraten.

Karten & Reiseführer
Beim Polnischen Fremdenverkehrsamt in Berlin kann jeweils eine Fahrradkarte für die fünf Woiwodschaften bestellt werden, durch die der Green Velo führt: Warmisko-Mazurskie (Ermland-Masuren), Podlaskie (Podlachien), Lubelskie (Lubliner Land), Podkarpackie (Karpatenvorland) und wtokrzyskie (Heiligkreuz). Auch eine Überblickskarte mit dem gesamten Verlauf des Green Velo wird angeboten. Unterwegs erhielten wir in einem Touristenbüro sogar eine praktische Ringbuchausgabe (Atlas Rowerowy).

Izabella Gawin: Polen. Der Norden, Dumont-Verlag, ISBN: 9783770178568, 23,99 Euro

Tomasz Torbus: Polen. Reise zwischen Ostseeküste und Karpaten, Oder und Bug, Dumont-Verlag, ISBN: 9783770152872, 25,90 Euro

Radatlas Masuren, Esterbauer Verlag, ISBN: 3850000893, 12,90 Euro

Weitere Infos
http://greenvelo.pl/, offizielle Seite des Green Velo. (Zur Zeit nur auf Polnisch. Die deutsch- und englischsprachige Version soll demnächst wiedereingerichtet werden.)

polen.travel/de, Polnisches Fremdenverkehrsamt Berlin

Download GPX-Track Green Velo Polen

Braucht ein Fahrrad Winterreifen?

pd-f.de/RADtouren. Von O (Oktober) bis O (Ostern): Diese Eselsbrücke empfiehlt Autofahrern den Einsatzzeitraum von Winterreifen. Radfahrern stellt sich in der kalten Jahreszeit die Frage, ob auch ihr Untersatz spezielle Winterbereifung benötigt.

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Sicher auf Schnee mit dicken Reifen oder Spikes. Foto: Shutterstock.com/RioPatuca

Zum neuen Satz wintertauglicher Pneus rät Gunnar Fehlau, Leiter des pressedienst-fahrrad, vor allem denen, die im Sommer auf schmalen, glatten Reifen unterwegs sind. „Mit einem breiten, gut profilierten Touren- oder Trekkingreifen kommen Gelegenheitsradler ganz gut durch den Winter, auch wenn der Radweg mal nicht geräumt ist“, so der Experte, der als passionierter Radfahrer selbst viel im Winter unterwegs ist. Wer von schmalen Sommerreifen auf dicke profilierte Reifen wechseln will, muss einige Details beachten:
1) der Reifen muss noch unter das Schutzblech passen und genug Abstand zu den hinteren Rahmenrohren haben. Das kann im Fachhandel sehr schnell durch den probeweisen Einbau eines bereiften Hinterrades überprüft werden.
2) Der neue Reifen muss zur alten Felge passen. Er darf vor allem nicht zu breit sein. Auch hier bekommt man im Fachhandel die richtige Auskunft und Hilfe bei der Modellwahl. Wer den Breitreifen für den Winter selbst aussuchen und montieren will, sollte die Tabelle der ETRTO zu Rate ziehen, die Vorgaben zu Reifen- und Felgengrößen enthält.
„Alltagsradlern, die sich weder durch Schnee noch durch Glatteis schrecken lassen und die den Winter durchradeln, würden Fachhändler mit ziemlicher Sicherheit zu Reifenmodellen wie unserem Marathon Winter raten“, ist sich René Marks,Produktmanager beim deutschen Fahrradreifenspezialisten Schwalbe, sicher. Dieser Winterreifen verfügt über griffige Spikes aus Hartmetall und eine für kühlere Temperaturen optimierte Gummimischung. Letzteres ist vom Autoreifen bekannt, Spikes hingegen sind in Deutschland nur am Fahrrad erlaubt. „Die harten Metallstifte bohren sich ins Glatteis und gewährleisten sicheren Grip und Traktion“, versichert Marks. Ein weiterer Clou des Reifens ist die Anordnung der Spikes. Diese berühren nämlich erst bei abgesenktem Luftdruck den Boden im vollen Umfang. Weitere alltagstaugliche Spikereifen gibt auch von anderen Herstellern wie Continental Nordic Spike (nur 28-Zoll), der Kenda Klondike sowie der Nokian Hakkan 106W, wobei alle drei Alternativen deutlich profilierter sind als der Schwalbe Marathon Winter.
Tipp: Mit Minimal-Druck fahren
„Übrigens empfiehlt es sich für alle Reifen, im Wintereinsatz etwas Luft abzulassen. Dadurch erhöht sich die Auflagefläche und physikalischen Gesetzen folgend auch Traktion und Grip des Reifens“, so Marks weiter. Als Orientierung gilt der auf der Reifenflanke angegebenen Minimaldruck. Wichtig: den Reifen bei Außentemperatur befüllen, sonst sinkt der Druck beim Wechsel von der Wohnung in die Winterkälte noch einmal ab.
Mehr Spikes, mehr Grip, weniger Alltag
Neben alltagstauglichen Spikereifen wie dem „Marathon Winter“ sind auch Modelle mit einer weitaus höheren Anzahl an Spikes erhältlich. So thronen bei Schwalbes „Ice Spiker Pro“ (94,90 Euro) 361 Spikes auf groben Stollen. Im Alltag eignen sich diese Reifen jedoch lediglich für das auf Schnee und Eis getrimmte Zweitrad, zu groß wären Rollwiderstand und Geräuschentwicklung auf Asphalt.

Radtour auf dem Ochsenweg

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Ochsenweg Symbol. Foto: Katja Goll

Einst wurden auf dem Ochsenweg Rinder zum Markt getrieben. Heute ist die Route durch Schleswig-Holstein als Radfernweg ausgezeichnet und man genießt die Ruhe der Natur, wenn der Weg es nicht zu schwer macht. Denn nicht alle Kilometer zwischen Hamburg und Flensburg sind aalglatter Asphalt. Katja Goll hat eine leichte Ochsentour gesucht und gefunden. Den GPS-Track zu ihrer „inoffiziellen“ Variante finden Sie hier zum Download. Die offizielle Variante gibt es unter www.ochsenweg.de
DOWNLOAD GPS-Track (.gpx-Format)

Radreise Eiszeitroute: GPS-Daten und Infos zum Bericht

Ein 666 km langes Radroutennetz erschließt die schönsten Ecken im Süden Mecklenburg-Vorpommerns. Auf der sogenannten Eiszeitroute lernt der Radreisende manches über den zeitgeschichtlichen Ursprung der Region und hat wörtlich uns sprichwörtlich ein paar harte Brocken vor den Rädern Stefan Jacobs hat eine Strecke auf den Routennetz geplant und berichtet über seine Reise in RADtouren 6/17. Hier finden Sie die GPS-Daten und die wichtigsten Infos zu seiner Radtour durch Mecklenburg-Vorpommern.

An- und Abreise
Der Startort Fürstenberg ist von Berlin aus per Regionalexpress im Stundentakt erreichbar.
Für den Rückweg von Waren fahren Regionalzüge Richtung Berlin und Rostock alle zwei Stunden. Hinzu kommen sporadische IC-Verbindungen (Fahrrad-Reservierung nötig!) nach Berlin/Leipzig/Nürnberg/München.
Bei Anreise per Auto parkt man am besten nahe der A19 oder der A20.

Die Eiszeitrunde führt of unmittelbar an Seeufern entlang oder sogar über das Wasser. Bild: Stefan Jacobs

Die Eiszeitrunde führt of unmittelbar an Seeufern entlang oder sogar über das Wasser. Bild: Stefan Jacobs

Gefahrene Route
1. Tag: Fürstenberg – Wustrow – Wesenberg – Neustrelitz/Prälank:60 km
2. Tag: Prälank – Alt Rehse – Penzlin – Ankershagen – Waren:72 km
3. Tag: Waren – Jabel – Malchin – Kummerow – Verchen:86 km
4. Tag: Verchen – Demmin – Klempenow – Altentreptow – Neubrandenburg:82 km
5. Tag: Neubrandenburg – Galenbeck – Strasburg – Woldegk – Feldberg:102 km
6. Tag: Feldberg – Carwitz – Fürstenberg – Krümmel – Ludorf: 105 km
7. Tag: Ludorf – Röbel – Malchow – Silz – Jabel – Waren:73 km
Gesamt: 580 km

Über die sandigen Hügel leistet ein Pedelec gute Hilfe. Bild: Jacobs

Über die sandigen Hügel leistet ein Pedelec gute Hilfe. Bild: Jacobs

Sehenswertes
Fürstenberg: Altstadt, Gedenkstätte Ravensbrück
Wesenberg: Findlingspark, Burg Neustrelitz: Stadtkern, Schlosspark
Alt-Rehse: NS-Dorf-Architektur
Penzlin: Burg
Ankershagen: Schliemann-Museum, Trojanisches Pferd
Waren: Altstadt, Hafen, Kirche, Müritzeum, Nationalpark
Jabel: Wisent-Gehege
Malchin: Markt, Kirche
Kummerow: Schloss
Verchen: Peenetal
Demmin: Kirche
Klempenow: Burg, Tollensetal
Altentreptow: Findling, Kirche
Neubrandenburg: Stadtmauer, Tollensesee
Galenbeck: Burgruine, See
Woldegk: Windmühlen
Feldberg: Stadtkern mit Park, Aussicht Reiherberg
Carwitz: Fallada-Haus
Schwarz: Findlingspark/geologische Ausstellung
Röbel: Stadtkern, Kirchen, Therme
Malchow: Drehbrücke, Seen, Stadtkern

Weite Landschaft, einsame, aber nicht immer befestigte Wege. Bild: Jacobs

Weite Landschaft, einsame, aber nicht immer befestigte Wege. Bild: Jacobs

Streckencharakter & Ausrüstung
Die auf 666 km beschilderte Eiszeitroute besteht aus einem 418 km langen Außenring, durch den Verbindungen verlaufen wie Speichen in einem Rad. Dadurch müssen zwangsläufig Teilstücke doppelt gefahren oder weggelassen werden. Da die Route zwar beschildert, aber kaum ausgebaut ist, weicht die hier beschriebene Strecke teilweise vom Original ab, um problematische Abschnitte (schlechte Wege/starken Verkehr) zu vermeiden. Die Beläge reichen von perfektem Asphalt über passable Naturwege bis zu schlammigen und holprigen Abschnitten. Das spricht für ein stabiles Trekkingrad oder reisetaugliches MTB. Außerdem ist fast die gesamte Strecke hügelig. Vor allem im Nord- und Ostteil sind Läden und Gasthäuser dünn gesät.

Das Haus am See muss an der Eiszeitroute kein Traum bleiben. Bild: Jacobs

Das Haus am See muss an der Eiszeitroute kein Traum bleiben. Bild: Jacobs

Übernachtung
Neustrelitz/Prälank: hotel-cafe-praelank.de
Tel. (03981) 200 91 -0
Waren (Müritz): camping-ecktannen.de
Tel. (03991) 668 513
Verchen: freizeitspass-verchen.de
Tel. (039994) 793 -0
Neubrandenburg: parkhotel-nb.de
Tel. (0395) 559 00
Feldberg: stieglitzenkrug.de
Tel. (039831) 204 20
Ludorf (Müritz): gutshaus-ludorf.de
Tel. (039 931) 840 -0

Karten & Infos

Aufeiszeitroute.com gibt es einen Überblick über Tour, Region und Etappenvorschläge. Zur Planung benötigt man allerdings bessere Karten, zumal die Route nicht perfekt beschildert ist. Deshalb empfehlen sich die Bikeline-Karten aus dem Esterbauer-Verlag: Mecklenburgische Seen West und Ost, Fischland/Darß, Uckermark sowie Usedom/Stettiner Haff.
 
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GPS
GPX-Track des Autors: DOWNLOAD GPS-DATEN (.zip-Datei)

Gutshäuser in großer Zahl säumen den Weg. Bild: Jacobs

Gutshäuser in großer Zahl säumen den Weg. Bild: Jacobs

Auch im Dunst entfaltet die Landschaft ihren Reiz. Bild: Jacobs

Auch im Dunst entfaltet die Landschaft ihren Reiz. Bild: Jacobs

Einmal mit dem Fahrrad quer durch Europa bis zum Nordkap …

… oder auf zwei Rädern bis in den Orient

Blick auf die syrische Wüste, zwei Monate bevor der Bürgerkrieg in dem Land ausbrach. Foto: Stefan Schuster.

Blick auf die syrische Wüste, zwei Monate bevor der Bürgerkrieg in dem Land ausbrach. Fotos: Stefan Schuster.

Stefan Schuster aus München hat sich in diese Abenteuer gewagt und seine Reisen danach in Multivisions-Vorträgen aufgearbeitet. Er lädt die Zuschauer ein, sich mit ihm auf Achse zu begeben, versucht ihnen zu vermitteln, was es bedeutet, so lange auf Solotour zu sein, wie diese Erfahrungen das Leben nachhaltig prägen können. Diese Impressionen spiegeln sich wieder in seinen Bildern und Videos, spannende Episoden sorgen für Nervenkitzel.
Zum Beispiel in seiner Präsentation „Von der Isar nach Israel“, die am 30. November und am 7. Dezember in München zu erleben sein wird. Stefan Schuster erzählt hier von einer Reise ins Ungewisse im Herbst/Winter 2010. Dabei war sein Ziel damals ein sehr konkretes: er wollte die Familie seiner in Israel lebenden Schwester besuchen.
Dazwischen lagen jedoch 6.600 Kilometer und viele Länder, die für ihn Neuland bedeuteten, wie Serbien, Bulgarien, der Balkan, die Türkei und Syrien. Gerade diese ihm unbekannten Länder waren es, die ihn am meisten überraschten. Als einen seiner schönsten Momente berichtet er bei seinen Vorträgen von der Fahrt durchs dünn besiedelte westanatolische Bergland und die Überquerung des Taurusgebirges. Dieser Abschnitt war konditionell einer der anspruchsvollsten der Reise, wurde aber durch die atemberaubende Schönheit der Landschaft ausgeglichen. Auch die Gastfreundschaft der türkischen und syrischen Bevölkerung, die ihn auf der ganzen Strecke begleitete, berührte ihn nachhaltig und ließ ihn einen tiefen Einblick in diese Kulturen gewinnen.

Vollgepackt ging es für den Münchener 6.600 Kilometer von Deutschland nach Israel. Foto: Stefan Schuster.

Vollgepackt ging es für den Münchener 6.600 Kilometer von Deutschland nach Israel.

Stefan Schuster berichtet aber ebenso über die weniger schönen Momente seiner Reise. So geriet er einmal am Schwarzen Meer in ein gewaltiges Unwetter, das ihm enormen physischen Einsatz und Durchhalte-willen abverlangte. Komplikationen gab es bei den Grenzübertritten von der Türkei nach Syrien und nach Israel, Nervenkitzel als er in die Fänge des syrischen Geheimdienstes geriet…
Sein Weg führte Stefan Schuster nur wenige Monate vor Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien durch ein Land, das vermutlich nie wieder so mit dem Fahrrad zu bereisen sein wird.

So wird man Syrien wohl nicht mehr so bald bereisen können. Foto: Stefan Schuster.

So wird man Syrien wohl nicht mehr so bald bereisen können.

Viele Kulturschätze, wie große Teile der Altstädte von Aleppo und Damaskus, gehören wohl leider der Vergangenheit an. „Im Nachhinein bin ich sehr dankbar und glücklich, dieses Land zu einem Zeitpunkt bereist haben zu können, als das noch möglich war, nur zwei Monate bevor die Katastrophe losbrach. So war es mir noch vergönnt, einen Teil der jahrtausendealten Geschichte und Kultur Syriens zu besichten, sowie seine gastfreundlichen Menschen kennenzulernen. Diese Erfahrungen haben mich tief bewegt und werden mir erhalten bleiben“, sagt er selbst über diesen Abschnitt seiner Reise. Bei all seinen Reisevorträgen werden im Rahmen einer Spendenaktion daher Spenden für syrische Flüchtlingsopfer gesammelt.
Wen es eher in den rauen Norden Europas zieht, der sollte sich Stefan Schuster Vortrag „Zwei Beine, zwei Räder – zum Nordkap“ nicht entgehen lassen. 5.600 Kilometer radelte er bis zum nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes. Eine Reise, die für ihn viel einsamer und in vielerlei Hinsicht rauer und noch spektakulärer verlief, als die Tour nach Israel. Doch überzeugen Sie sich selbst davon: am 17. März 2015 beim Deutschen Alpenverein (DAV) in München.

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Stefan Schuster on Tour.

Derweil arbeitet Stefan Schuster bereits an einem neuen Vortrag über seine Radreise nach Marokko, von der er erst vor wenigen Wochen zurückkehrte. Weitere Reiseziele hat er auch schon ins Auge gefasst: „Mich reizt unter anderem der Süden Afrikas, zum Beispiel Namibia, Botswana, Südafrika.“ Konkrete Reisepläne gibt es noch nicht, da er sich in den nächsten Monaten ganz seinen Vorträgen widmen will.

Informationen zu beiden Vorträgen von Stefan Schuster

Von der Isar nach Israel 
6.600km Radreise ins Ungewisse…
Bayern – Österreich – Slowakei – Ungarn – Kroatien – Serbien – Bulgarien – Türkei – Syrien – Israel
113 Tage unterwegs auf selbstangetriebenen zwei Rädern – Begegnungen, Strapazen, Glücksmomente.Die Faszination des ursprünglichen, selbstbestimmten Unterwegsseins. Ein bewegender, mitreißender und facettenreicher Erlebnisbericht, ergänzt durch visuelle Impressionen, einfühlsame Musik und eine Einführung in die Velosophie.


Zwei Beine, zwei Räder zum Nordkap…
Spannender, facettenreicher Erlebnisbericht einer 5.600km-Radreise über drei Monate von München ans Nordkap. Unterwegs in Norwegen über anspruchsvollste Hochgebirgs-pässe, vorbei an traumhaften Fjordlandschaften, Gletschern und durch unzählige Tunnels – ans nördlichste Ende Europas.
Bild – und Videomaterial wird ergänzt durch stimmungsvolle Musik und Abstecher in die Velosophie.

Radreise Ost­see­küsten­rad­weg mit Kindern: GPX-Track und Infos zum Reisebericht

In den Sommerferien 2016 forderte Andreas Gaile seine Kinder zu einer Challenge heraus – nicht im virtuellen Raum sozialer Netzwerke, wo heutzutage User zu „Challenges“ einladen, sondern in der vierdimensionalen Realität der baltischen Seeluft, mit Sinneswahrnehmungen in Ultra-HD und der maximalen Bandbreite radfahrerischer Erfahrungen.

Die neunjährige Tochter Antonia, sein zwölfjähriger Sohn Finn-Jonathan und er selsbt wollten innerhalb von zwei Wochen die komplette deutsche Ostseeküste abradeln, Was aus der Tour wurde, lesen Sie in RADtouren 2/17. Die Infos und die GPS-Daten zum Download finden Sie hier. 

Where East meets West: auf dem Priwall bei Travemünde.

Where East meets West: auf dem Priwall bei Travemünde. Bild: Dr. Andreas Gaile

Ostseeküstenradweg Deutschland

An-/Abreise
Bahn: Sowohl Flensburg als Startpunkt als auch Usedom als Endpunkt der Ostsee-küstentour sind mit der Deutschen Bahn zu erreichen.

Gefahrene Route
1. Tag – Kruså (Dänemark) – Olpenitzdorf (Campingplatz Olpenitz) 78 km
2. Tag – Olpenitzdorf – Schwedeneck (Camping Grönwohld) 58 km
3. Tag – Schwedeneck – Schönberger Strand (Campingplatz Hasselkrug) 56 km
4. Tag – Schönberger Strand – Gremersdorf (Campingplatz Blank-Eck) 56 km
5. Tag – Gremersdorf – Schashagen (Campingplatz Elfenschlucht) 61 km
6. Tag – Schashagen – Lübeck-Ivendorf (Campingplatz Ivendorf) 40 km
7. Tag – Lübeck-Ivendorf – Zierow (Ostsee-Camping Ferienpark Zierow) 50 km
8. Tag – Zierow – Kühlungsborn (Campingpark Kühlungsborn) 56 km
9. Tag – Kühlungsborn – Dierhagen (Ostseecamp-Dierhagen) 56 km
10. Tag – Dierhagen – Pruchten (Naturcamp Pruchten) 57 km
11. Tag – Pruchten – Altefähr (Camping Altefähr) 55 km
12. Tag – Altefähr – Zempin (Campingplatz am Dünengelände) 90 km
13. Tag – (Abreisetag) Zempin – Ahlbeck 38 km

Gesamt: 751 km

 

Sehenswertes
Flensburg: Historischer Hafen, für Kinder: das „Jumphouse“ (Trampolinhalle); Kiel: Freilichtmuseum Kiel-Molfsee, Schifffahrtsmuseum mit Museumshafen, Kieler Rathaus; Travemünde: Alter Leuchtturm, Viermastbark Passat, Karls Erdbeerdorf;Lübeck: Holstentor, Niederegger Stammhaus; Wismar: Alter Hansehafen, Nikolaikirche, Karstadt-Stammhaus, „Alter Schwede“, für technikbegeisterte Jungs: Nordic Yards Werfthalle; Rostock: Darwineum (Zoo), IGA Park- und Schifffahrtsmuseum; Stralsund:Deutsches Meeresmuseum (mit den weiteren Standorten Ozeaneum, Nautineum und Natureum), Störtebeker Brauerei, Rathaus, St. Marienkirche; Greifswald: Museumshafen

Campingplätze
Da in Deutschland das „wilde“ Campen bekanntlich verboten ist, ist man bei einer Campingtour entlang der deutschen Ostseeküste auf die offiziellen Plätze angewiesen. Allein die marktführende Seite camping.info listet entlang des Küstenradwegs deutlich über 100 Campingplätze. Die von uns angesteuerten Plätze waren allesamt sehr radfahrerfreundlich, durchweg wenigstens zweckdienlich, teilweise sogar luxuriös ausgestattet (etwa der Campingplatz in Kühlungsborn). An Übernachtungskosten für ein Zelt und drei Personen kamen zwischen 15 und 40 Euro zusammen. Waschmaschinen sind überall vorhanden (wichtig für die Fahrradklamotten), aber häufig besetzt und immer kostenpflichtig.

Campingplatz Olpenitz: campingplatz-olpenitz.de – Tel.: (0171) 201 89 60;
Camping Grönwohld: groenwohld-camping.de – Tel.: (04308) 189 972;
Campingplatz Hasselkrug: campingplatz-hasselkrug.de – Tel.: (04344) 39 11;
Campingplatz Blank-Eck: blank-eck.de – Tel.: (04361) 805 62;
Campingplatz Elfenschlucht: campingplatz-elfenschlucht.de – Tel.: (04561) 70 30;
Campingplatz Ivendorf: camping-travemuende.de – Tel.: (04502) 48 65;
Ostsee-Camping Ferienpark Zierow: ostsee-camping.de – Tel.: (038428) 638 20;
Campingpark Kühlungsborn: topcamping.de – Tel.: (038293) 71 95;
Ostsee-camp-Dierhagen: ostseecamp-dierhagen.de – Tel.: (038226)  807 78;
Naturcamp Pruchten: naturcamp.de – Tel.: (038231) 20 45;
Camping Altefähr: sund-camp.de – Tel.: (038306) 754 83;
Campingplatz am Dünengelände: camping-zempin.de – Tel.: (038377) 413 63

Streckencharakter
Je nach Streckenführung ist man auf dem Ostseeküstenradweg zwischen 750 km und etwas über 1.100 km unterwegs (die Inseln Fehmarn, Poel und Rügen eingeschlossen). Der überwiegende Teil der Route ist asphaltiert und verläuft auf eigens ausgewiesenen Radwegen, ruhigen Landstraßen, Ortsdurchfahrten, Strandpromenaden etc. Es gibt aber auch ausreichend Anteile auf Feld- und Waldwegen, grobem Schotter, teils auch mal Sand (auf dem Fischland), Vor allem das berüchtigte Kopfsteinpflaster, insbesondere im Gebiet der ehemaligen DDR, würde einem zu filigranen Reifen zweifellos den Garaus machen. Zwar verläuft der Ostseeküstenradweg durch eine sehr ebene Landschaft, aber der ein oder andere Hügel ist durchaus zu bewältigen. Vor allem aber der Wind sollte als Faktor in die Reiseplanung einbezogen werden. Zwar gibt es eine vorherrschende Windrichtung aus West bzw. Südwest, nach der wir unsere Tour auch in der Richtung ausgerichtet hatten; nichtsdestotrotz spielte Gegenwind auf vielen Etappen eine ernstzunehmende Rolle.

Ausrüstung
Wer auf den Luxus von Hotel- oder Pensionsübernachtungen verzichten will und dafür große Flexibilität in der Routenplanung gewinnen möchte, wird mit seiner Selbstversorgerausrüstung große Mengen Gepäck zu transportieren haben. Wir hatten im Vorfeld verschiedene Optionen diskutiert und bspw. den Einsatz eines Einspuranhängers oder unseres erprobten Kinderanhängers mit seinem großen Platzangebot in Betracht gezogen. Diese Lösung hätte die Kinder zwar vom Gepäck befreit, hätte sich aber vermutlich auf den Bahnfahrten als zu unhandlich erwiesen. So entschieden wir uns für große wasserdichte Packtaschen für alle drei Räder, wobei meine neunjährige Tochter Antonia tendenziell leichte und sperrige Teile in ihren Taschen transportierte (Schlafsäcke, Kleidung) und mein Sohn (tapfererweise) und ich die schwereren übernahmen. Wir waren alle drei auf geländetauglichen MTBs unterwegs, die radreisetauglich hergerichtet worden waren (so mussten bspw. noch Schutzbleche und Gepäckträger ergänzt werden). Ein robustes Reiserad ist für die Tour ebenso geeignet, solange die Reifen nicht zu schmal sind.

Reiseführer und Karten
Die beiden bikeline-Radtourenbücher aus dem Esterbauer Verlag, die in den neuesten Auflagen auch mit einem sehr praktischen, downloadbaren GPS-Track ausgestattet sind.

Band 1: Ostseeküsten-Radweg 1: Schleswig-Holstein. Von Flensburg nach Lübeck.
Band 2: Ostseeküsten-Radweg 2: Mecklenburg-Vorpommern. Von Lübeck nach Ahlbeck/Usedom. Mit Rügen.

Alternativ sind auch die drei von Bernhard Pollmann verfassten, spiralgebundenen Führer aus der Reihe Kompass Fahrradführer zu empfehlen:

Band 1: Ostseeküstenradweg 1: Rügen und Usedom. 2012.
Band 2: Ostseeküstenradweg 2: Von Lübeck nach Stralsund. 2012.
Band 3: Ostseeküsten-Radweg 3: Von Flensburg nach Lübeck. 2013.

GPS-Daten
Download GPX-Track Ostseeküsten-Radweg mit Kindern

Genussradeln am Barther Bodden.

Genussradeln am Barther Bodden. Bild: Dr. Andreas Gaile

Holland-Heide-Radweg: GPX-Track und Infos

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Grüne friesische Landschaften und ausgedehnte Naturschutzgebiete laden zur gemütlichen Familien-Radtour durch Holland und das nördliche Niedersachsen ein. Dabei überquert die Radroute von Groningen nach Lauenburg Deutschlands größte Ströme und führt durch viele historische Hafen- und Hansestädte.
Den vollständigen Bericht lesen Sie in RADtouren 1/18

Anreise

Bahn: Mit dem Zug ist Groningen von den großen deutschen Städten erreichbar, allerdings muss man oft mehrfach umsteigen. Von Köln nach Groningen benötigt man knapp 5 Stunden, von Berlin ca. 6 Stunden. Die Abreise von Lauenburg ist in alle Richtung Deutschlands problemlos möglich. Die Fahrzeit nach Berlin beträgt gut 2 Stunden.

Gefahrene Route

1. Groningen – Winschoten 59 km
2. Winschoten – Leer 53 km
3. Leer – Bad Zwischenahn 56 km
4. Bad Zwischenahn – Borgfeld 79 km
5. Borgfeld – Scheeßel 53 km
6. Scheeßel – Lüneburg 90 km
7. Lüneburg – Lauenburg 24 km

Gesamt: 414 km

holland-heide-radweg-3

Sehenswertes

Groningen: Groninger Museum, Noodelijk Scheepvaartmuseum, Grote Markt mit Martinikirche mit 97 m hohen Turm, Universitätsmuseum, Vismarkt mit Kornbörse (Korenbeurs) und Aa-Kirche, Winschoten: Stadtwindmühlen, Rosarium; Weener: Alter Hafen mit historischen Häusern; Leer: Altstadt mit Rathausturm, Waage und Museumshafen; Elisabethfehn: Moor- und Fehnmuseum; Bad Zwischenahn: Zwischenahner Meer, Park der Gärten, Kappenwindmühle, Freilichtmuseum „Ammerländer Bauernhaus“; Oldenburg: Pulverturm am Schlosswall, Schloss – Landesmuseum für Kunst und Kunstgeschichte, Hafen; Bremen:Rathaus, Roland, Böttcherviertel, Schnoor, Bremer Kunsthalle, St. Petri Dom, Überseemuseum, Universum; Fischerhude: Dorfkirche, Otto-Modersohn-Museum; Rotenburg: Pferdebrunnen, Großes und Weißes Moor; Wilsede: Idyllischer autofreier Heideort, Wilseder Berg, Totengrund;  Lüneburg: Historische Altstadt, Deutsches Salzmuseum, Kloster Lüne, Brauereimuseum, Rathaus, Alter Kran, Wasserturm; Scharnebeck: großes Schiffshebewerk; Lauenburg: Altstadt an der Elbe, Elbschifffahrtsmuseum, Schlossturm, Grotte

Streckencharakter & Ausrüstung
Der Holland-Heide-Radweg ist als solcher nur in Teilbereichen ausgeschildert. Die Marketingidee des Niedersächsischen Tourismusverbands kombiniert vorhandene Radfernwege wie den Lf 9b in den Niederlanden, den Geest-Heide-Radweg oder den Wümme-Radweg. Dennoch kann man der Strecke im Großen und Ganzen bis auf wenige Ausnahmen gut folgen. Hilfreich ist der unten angeführte. GPS-Track. Die meisten Wege sind asphaltiert und führen über kleine Nebenstraßen, selten über verkehrsreichere Straßen. Es gibt allerdings auch sandige Abschnitte im Naturpark Lüneburger Heide, die aber dennoch befahrbar sind. Dort liegt auch der einzige moderate Anstieg bis nach Wilsede. Danach verläuft die Route leicht wellig bis nach Lüneburg und flach bis zum Ziel. Verzichtet man auf den Aufstieg zum Wilseder Berg, so ist die Radreise absolut familientauglich. Die Reise ist mit jedem Trekkingrad fahrbar.

Unterkunft
Groningen: Hotel de Doelen, Grote Markt 36, 9711 LV Groningen, Niederlande, Tel.: 0031- 50312 7041, hotel-dedoelen.nl; Camping: Camping Stadspark, Campinglaan 6, 9727 KH Groningen, NL, 0031-50525 1624, info@campingstadspark.nlWinschoten: Hotel Restaurant Victoria, Marktplein 6, 9671 AZ Winschoten, Niederlande, Tel.: 0031-597 418 472, info@hotel-victoria.nl; Camping: Camping Meerland, Groeveweg 42, 9682 RR Oostwold Gem Oldampt, NL, Tel.: 0031-597 422644, campingmeerland@gmail.comLeer: Hotel Five Rooms, Königstraße 9, 26789 Leer, Tel.: 0176-2383 0805, mail@fiverooms.de; Camping: Ems-Marina-Bingum, Marinastraße, 26789 Leer-Bingum, ems-marina-bingum.de; Jugendherberge: Leer, Süderkreuzstraße 7, 26789 Leer, Tel.: 0491-2126, leer@jugendherberge.deBad Zwischenahn: Parkhotel, In der Horst 19, 26160 Bad Zwischenahn, Tel.: 04403-93320, parkhotel-bad-zwischenahn.com; Camping: Campingplatz Oeltjen, Wiefelsteder Straße 62, 26160 Bad Zwischenahn, Tel.: 04403-8457; Jugendherberge: Schirrmannweg 14, 26160 Bad Zwischenahn, bad.zwischenahn@jugendherberge.deBremen-Borgfeld:Borgfelder Landhaus, Warfer Landstraße 73, 28357 Bremen, Tel.: 0421-2777147, info@borgfelder-landhaus.de; Camping: Hanse Camping am Stadtwaldsee, Hochschulring 1, 28359 Bremen, Tel.: 0421-30746825, info@hansecamping.de; Jugendherberge: Kalkstraße 6, 28195 Bremen, Tel.: 0421-163820, bremen@jugendherberge.deScheeßel: Gasthaus Götze, Friedrichstraße 4, 27383 Scheeßel, Tel.: 04263-1348, gasrhaus.goetze@gmail.com; Camping: Waidmannsruh, Helvesieker Weg 71, 27383 Scheeßel, scheesselcamping.deLüneburg: Lübecker Hof, Lünertor Straße 12, 21335 Lüneburg, Tel.: 04131-51420, info@luebecker-hof.de; Camping: Rote Schleuse 4, 21335 Lüneburg, Tel.: 04131-791500, camp@roteschleuse.de; Jugendherberge: Soltauer Straße 133, 21355 Lüneburg, lueneburg@jugendherberge.deLauenburg: Hotel Bellevue, Blumenstraße 29, 21481 Lauenburg, Tel.: 04153-2318, hotel-bellevue.de; Jugendherberge: Am Sportplatz 7, 21481 Lauenburg, Tel.: 04153-2598, lauenburg.jugendherberge.de

Karten
Man kann fast zu allen unten aufgeführten Radwegen Radkarten bekommen. Der Kauf lohnt sich bei dieser Radtour nicht, da immer nur kurze Abschnitte befahren werden. Im Netz kann man unter Holland-Heide-Radweg (N-Netz 13) Informationen und eine Karte herunterladen, die man abschnittsweise entsprechend vergrößern kann. Die Nahziele sind am Wegesrand fast immer gut ausgeschildert. Ausnahme: die Etappe von Leer nach Bad Zwischenahn. Hier helfen manchmal nur Maps-Ausdrucke oder Navigation.

Angrenzende Radwege
Dollart-Route, Ems-Radweg, Deutsche Fehnroute, Geest-Heide-Radweg, Weser-Radweg, Wümme-Radweg, Lüneburger Heide-Radweg, Leine-Heide-Radweg, Weser-Radweg, Weser-Harz-Heide-Radweg, Elbe-Radweg

Download GPX-Track Holland-Heide-Radweg

Radreise vom Main zur Weser: GPS-Daten und Infos zum Bericht

Als „Land der offenen Fernen“ präsentiert sich die Rhön gerne selbst. Wer die gelobte Aussicht von den Kuppen der Rhön genießen will, kann das auf einer Radreise vom Main zur Weser tun. Hans Kothe hat die Tour vom einen Mainufer zum Ursprung der Weser gewagt, als die Wetterprognosen noch Schnee vorhersagten. Trotzdem hat er es nicht bereut. Den Radreisebericht lesen Sie in RADtouren-Magazin 6/17. 

Die Route verläuft auf weiten Streckenteilen autofrei. Bild: Hans Kothe

Die Route verläuft auf weiten Streckenteilen autofrei. Bild: Han Kothe

Fachwerkarchitektur in den Tälern der Rhön. Bild: Hans Kothe

Fachwerkarchitektur in den Tälern der Rhön. Bild: Hans Kothe

Anreise- und Abreise

Bahn: Der Startort Gemünden verfügt über einen Bahnhof. Frankfurt und Würzburg sind nahegelegene IC/EC Bahnhöfe. Die Abreise aus Hannoversch Münden ist ebenfalls unproblematisch, Göttingen und Kassel sind nahegelegene IC/EC-Bahnhöfe.

Gefahrene Route

1. Gemünden – Bad Neustadt: 89 km

2. Bad Neustadt – Mellrichstadt: 59 km

3. Mellrichstadt – Gersfeld: 52 km

4. Gersfeld – Fulda: 31 km

5. Fulda – Rotenburg: 79 km

6. Rotenburg – Guxhagen: 43 km

7. Guxhagen – Hann. Münden: 41 km

Gesamt: 394 km

 
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Sehenswertes

Gemünden: Huttenschloss, Ruine Scherenberg;
Schönau: Kloster; Wolfsmünster: Schloss;
Hammelburg: Stadtmuseum Herrenmühle, Kellereischloss, Rathaus mit Marktbrunnen, Schloss Saaleck;
Trimberg: Burgruine Trimberg; Euerdorf: Mainfränkische Trias, Alte Saalebrücke, Wirmsthaler Kirche, Torhaus;
Bad Kissingen: Wandelhalle, Altes Rathaus, Neues Rathaus, Regentbau, Luitpoldbad, Russ.-orth. Kirche, Rosengarten, Kaskadental;
Aschach: Schloss Aschach mit Schulmuseum;
Bad Bocklet: Balthasar-Neumann-Quelle, Kurpark;
Bad Neustadt an der Saale: Karmeliterklosterkirche, Hohntor, Stadtmauer;
Hollstadt: Sauerbrunnen;
Saal: Wallfahrtskapelle Findelberg, Rathaus;
Großeibstadt: Schmiedetor aus dem 16. Jahrhundert;
Bad Königshofen: Archäologisches Museum;
Behrungen: Deutsch-Deutsches Freilandmuseum;
Mellrichstadt: Altes Schloss, Heimatmuseum im Salzhaus, Rhön-Zügle;
Ostheim: Kirchenburg mit Stadtkirche St. Michael, Orgelbaumuseum, Wagnereimuseum Stapf;
Nordheim: Rathaus, St. Johannes, Gelbes Schloss;
Fladungen: Fränkisches Freilandmuseum, Rhönmuseum im Rathaus, St. Kilian;
Schwarzes Moor: Informationszentrum, Aussichtsturm, Moorlehrpfad;
Wasserkuppe: Segelflugmuseum;
Gersfeld: Barockschloss; Ried:Wehrkirche;
Eichenzell: Schoss Fasanerie; Johannisberg: Probstei;
Fulda: Dom, Michaelskirche, Stadtschloss mit Schlosspark und Orangerie, Vonderau Museum, Schlitz: Historischer Kern mit Burgen und Burgmuseum;
Bad Hersfeld: Stiftsruine, Rathaus; Bebra: Eisenbahnmuseum im Wasserturm;
Rotenburg: Stadtzentrum mit historischen Fachwerkhäusern, Rathaus, Jacobikirche, Jüdisches Museum;
Beiseförth: Korbmachermuseum, Radler-Seilbahn; Melsungen: Rathaus, Altstadt;
Guxhagen: Kloster Breitenau;
Kassel: Orangerie, Schloss Wilhelmshöhe, documenta Halle, Löwenburg, Martinskirche, Hessisches Landesmuseum, Brüder Grimm-Museum Kassel;
Hann Münden: Fachwerkaltstadt, Rathaus, Weserstein, Welfenschloss

 

Kellereischloss von 1731 in Hammelburg. Bild: Hans Kothe

Kellereischloss von 1731 in Hammelburg. Bild: Hans Kothe

Streckencharakter & Ausrüstung

In Gemünden beginnt die Radtour auf dem ADFC zertifizierten Radweg vom „Main zur Rhön“, dem wir auch in den ersten drei Tagen folgen. Der Weg ist gut zu befahren und prima ausgeschildert. Auf der zweiten Etappe ist der letzte Teil sehr hügelig mit einigen Anstiegen. Die dritte Etappe ist eine Herausforderung, denn hinter Fladungen gibt es zwei längere Kletterstrecken. Die erste führt auf die knapp 800 m hohe „Lange Rhön“ und nach einer flotten Abfahrt ist der zweite Anstieg auf die 950 m hohe Wasserkuppe zu bewältigen. Wer nicht klettern will, kann auch die beiden Steigungen über Bischofsheim umfahren. Ab der Wasserkuppe geht es bis zum Ziel fast nur noch bergab auf überwiegend gut ausgebauten und asphaltierten Wegen über den ebenfalls zertifizierten Fulda-Radweg. Wenn man den Panorama-Abschnitt über die „Lange Rhön“ fahren will, ist ein gutes Trekking- oder Reiserad mit einer bergtauglichen Schaltung unabdingbar.

GPS

GPS-Track des Autors: DOWNLOAD „Vom Main zur Weser“

Radtransport im Fernbus: Tipps und Anbieter im Überblick

Einfach mitnehmen? Das gilt leider nicht immer, wenn man auf dem Weg zur Radreise auf andere Verkehrsmittel als das eigene Fahrrad angewiesen ist. Fernbusse sind für Radreisende in der Saison eine günstigere und in mancher Hinsicht auch komfortablere Alternative zur Bahn. Wir geben Tipps zur Radmitnahme.
Die meisten Reiseradler fahren gerne umweltfreundlich mit der Bahn zu ihrem Startort. Das reine Vergnügen ist das nicht immer: An sonnigen Wochenenden hievt man schonmal sein Reisefahrrad mit Gepäck die Stufen zum Bahnsteig hinauf, um dann genervt zu bemerken, dass die Fahrradabstellplätze im nicht reservierbaren Regionalzug restlos belegt sind. Und wer für Fernverbindungen nicht frühzeitig bucht, kann zur Hauptreisezeit im Sommer meist keine Reservierung fürs Fahrrad mehr tätigen.

Radtransport, Fernbus

MeinFernbus und Flixbus fahren unter einem Dach, die Transportmöglichkeiten für Fahrräder unterscheiden sich zwischen den Bussen. Foto: MeinFernbus Flixbus

Schon deshalb sind Fernbusse für Radreisende eine interessante und günstige Alternative. Viele bieten die Fahrradmitnahme gegen einen moderaten Aufpreis an (siehe Tabelle). Dabei ist die Zahl der Stellplätze ebenfalls begrenzt auf meist zwei bis drei Räder pro Bus – eine Reservierung in der Saison ist also ebenfalls angeraten. Ein Vorteil: Die ständig wachsende Linienzahl ermöglicht es, viele Großstadt-Ziele umsteigefrei zu erreichen. Verbindungen nach Berlin gibt es aus allen Ecken Deutschlands. Nur ländliche Startorte erreicht man nach wie vor allein mit der Bahn.
Zweiräder werden zusammen mit dem Personenticket bestellt. Die Reiseunternehmen übernehmen keine Haftung bei Schäden am Fahrrad. Daher ist es ratsam, die wichtigsten Anbauteile mit Kartons oder Folien einzuwickeln. Wer mit mehreren Packtaschen reist, für den empfiehlt es sich, diese in einen Stoffsack zu bündeln. So vermeidet man Schäden sowie Schmutz und muss nur ein Sperrgepäckstück aufgeben – was Geld spart.
Alternative Kurier
Eine interessante Alternative zur Fahrradmitnahme in Zügen und den Fernbusen bietet die Bahn in Kooperation mit Hermes. Hierbei kann man sein Zweirad an eine feste Adresse in Deutschland, wie das Starthotel der Reise liefern lassen. Diesen Dienst können Sie in DB-Reisezentren unter der Service-Hotline 0180/599 66 33 oder online auf bahn.de buchen.
Fernbus-Portale
Portale suchen passende Verbindungen und die entsprechenden Preise unter zahlreichen Anbietern heraus. Gut gefiel uns fernbusse.de, weil dort die Fahrradmitnahme-Möglichkeiten übersichtlich angegeben sind.
fernbusse.de
busliniensuche.de
fahrtenfuchs.de
checkmybus.de
Interessant ist es auch, vor der Verkehrsmittelwahl für den Radtransport zunächst einen Preis- und Zeitvergleich vorzunehmen. Verschiedene Portale ermitteln die günstigste, umweltfreundlichste oder schlicht passende Mobilitätsform. Leider können Radmitnahme-Möglichkeiten nicht als Suchkriterium angegeben werden. Die muss man in einem zweiten Schritt auf den oben genannten Bus-Portalen ermitteln.
goeuro.de
verkehrsmittelvergleich.de

Radtransport, Fernbus

Im Postbus reisen Fahrräder in gut gemachten Haltern im Gepäckabteil mit. Foto: Gathmann

Fahrradtransport im Fernbus im Vergleich

Anbieter Preis Fahrrad pro Strecke Verpackungspflicht Bemerkungen Kontakt
MeinFernbus 9 Euro Nein Dichtes Liniennetz, auch Europa-Verbindungen Fusion mit Flixbus Tel. 0180/5 15 99 15, www.meinfernbus.de
DeinBus.de 9 Euro Nein Bei genügend Teilnehmern individuelle Bustouren, dadurch flexibel Tel. 069 / 17 53 73 200, www.deinbus.de
ADAC Postbus 10 Euro Nein Vorteile für ADAC-Mitglieder, dichtes Netz in Deutschland, Fahrradtransport im Innenraum Tel. 0228/97 27 27 97, www.adac-postbus.de
FlixBus 9 Euro Abhänging von der Verbindung Transport auf dem Radträger auf dem Heck (ungeschützt) oder in einer Transportbox mit den Maximalmaßen 150x100x40cm Dichtes Liniennetz, auch Europa-Verbindungen Fusion mit MeinFernbus Tel. (01805) 123 99 123www.flixbus.de
Berlin Linien Bus 10 Euro Nein Auch Linien nach Osteuropa und Österreich ab Berlin Tel. 030 / 338 448 0, www.berlinlinienbus.de
Publicexpress Gratis Es werden nur Falträder transportiert, die zusammengeklappt und eingepackt sind Regional im Norden stark, auch Richtung Holland (Groningen) und Nordsee Tel. 00800/ 46 78 25 42, www.publicexpress.de

Bikepacking Packliste 1 – Gepäck für ein Rennrad oder Crossrad

Bikepacking ist die neue Art des spontanen Tourens mit dem Rad. Wir haben bei einem Nicolai Argon Radonneur mit Bikepacking-Equipment einmal beispielhaft in die Taschen geschaut.
Bikepacking heißt eine Form des Radreisens, die sich in Nordamerika wachsender Beliebtheit erfreut. Gemeint sind kurz gesagt Radtouren mit minimalistischem Gepäck. Weil dabei das Rad selbst als Träger dient – und keine Gepäckträger am Rad angebaut werden – lehnt sich der Name an das „Backpacking“ an, das Wandern mit leichtem Gepäck. Das Schöne an dem Trend für Radfahrer: Das Bikepacking bringt auch eine Vielzahl passender Ruckäcke für das Rad hervor. Das sind Taschen für den Rahmen, die Sattelstütze, den Lenker und das Oberrohr, in denen sich eine ganze Reiseausrüstung unterbringen lässt. Mit diesen Frame-, Saddle-, und Handlebar-Bags, wie sie im Land ihrer Erfindung heißen – lässt sich beinahe jedes Rad in ein Reiserad verwandeln: vom Fatbike, das den Trend auslöste, weil es dafür keine Träger gab, über vollgefederte Mountainbikes bis hin zum leichten Carbon-Rennrad, das naturgemäß ebenfalls meist keine Ösen für den Anbau von Gepäckträgern besitzt, an denen sich klassische Packtaschen einhängen ließen.

Nicolai Argon, Bikepacking

14,31 Kilo wiegt das vollbepackte Nicolai Argon CX. Foto: Partzsch.

Das Bikepacking verlangt allerdings eine gewisse Umsicht bei der Gepäck-Zusammenstellung. Einfach alles in die großen wasserdichten Taschen stopfen, zur Not noch einen dicken Packsack obendrauf – das geht eben nicht. Dennoch geht eine ganze Menge in die Taschen, wenn man das Outdoor-Equipment ohne Blick auf das Portemonnaie nach Kompaktheit und niedrigem Gewicht zusammenstellt. Was alles passt, konnten wir bei unserem Fahrbericht (RADtouren-Magazin 6/15) des Nicolai Argon als Bikepacking-Randonneur feststellen. Den stellte uns der Hersteller mit einem kompletten Taschenset samt Inhalt für Fahrtests zur Verfügung. Hier zeigen wir, welche Taschen zum Einsatz kamen und was drin war.
4 Taschen machen aus dem 10,1 Kilo leichten Nicolai Argon CX eine Fahrmaschine für schnelle Touren:
1 Satteltasche: Revelate Designs Terrapin. Revelate Designs aus Alaska ist einer der Pioniere des Bikepackings. Die Satteltasche Terrapin ist eigentlich eine Kombination aus Holster und wasserdichtem Packsack. Das Holster wird über Riemen an Sattel und Stütze verzurrt und wiegt ca. 360g. Der Packsack mit Rollverschluss kann bis 14l Gepäck wasserdicht unterbringen. Das ist etwas mehr, als ein Ortlieb Frontroller Classic schluckt, bei allerdings niedrigerem Gewicht.
2 Oberrohrtasche:Revelate Designs Jerrycan. Mit ca. 500 ml Volumen ein kleiner Stauraum, zwischen Sattelstütze und Oberrohr gespannt. Am Nicolai Argon CX war sie gepackt mit allem, was man für eine Kaffepause zwischendurch braucht. Titantasse, Spiritus-Kocher aus Cola-Dosen, Spiritus zum Befüllen, Löfffelgabel (ebenfalls Titan), Kekse (zum Essen). Eine deutschsprachige Anleitung zur DIY-Herstellung des ultraleichten Cola-Dosen-Kochers findet man unter dem Suchbegriff „5-Cent-Stove“ oder auf youtube.

3 Oberrohrtasche: Revelate Designs Gastank. Die Tasche klemmt zwischen Steuerrohr und Oberrohr, also in Griffnähe. Daher ist sie ideal, um Proviant für die Fahrt zu lagern. In unserem Fall passte außerdem eine komplette Werkstattausrüstung mit Minitool, Ersatzschlauch, Putzlappen in das
100g leichte kleine Täschchen.
4 Lenkertasche: Ortlieb Ultimate 6 Pro. Die wasserdichte, nach IP54 geschützte Tasche hat als Clou ein wasserdichtes Staufach im Deckel, in dem ein Smartphone oder Tablet unterzubringen ist. Das Display bleibt recht gut sichtbar und die Bedienung funktioniert ebenfalls auch durch die Hülle noch gut. Die abschließbare Ortlieb Ultimate 6 pro Lenkertasche darf maximal mit 3kg beladen werden. Der Deckel schließt über einen Magnetverschluss. Die mit einem Handgriff abnehmbare – aber auch am Halter festschließbare – Lenkertasche eignet sich hervorragend für den Transport von leichten Kameras, Kartenmaterial, Wertsachen etc.
Was die nur rund 4kg leichte Reiseausrüstung für eine Wochenendtour bei sommerlichen Temperaturen im Kern ausmacht, stellen wir hier kurz zusammen. Die größte Gewichts- und Platzersparnis steckt dabei natürlich im der Outdoor-Equipment, das sich mit Ausnahme von Kocher und Besteck in der Satteltasche verbirgt.

Der Inhalt der Satteltasche ausgepackt. Foto: Partzsch.

Der Inhalt der Satteltasche ausgepackt. Foto: Partzsch.

1-Personen-Zelt: Vaude Lizard Gul 3 Seasons. Mit nur rund 690g (Herstellerangabe) und einem Packmaß von 39 x 12cm eines der leichtesten und kompaktesten Zelte auf dem Markt. Trotzdem weist der Boden laut Vaude mit 10.000 mm eine hohe Wassersäule auf. Das Zelt ist PVC-frei. Preis: UVP 600 Euro.
2 Iso-Matte: Vaude Air Matress. Mit 400g und einem mini-Packmaß ebenfalls ein passendes Produkt zum Bikepacking. Preis: UVP 60 Euro
3 Vaude Ice Peak 150. 450 g leichter Daunenschlafsack (90/10 Entendaune) mit einer Länge von 2m (eigentlich etwas zu lang für die Iso-Matte). Er gehört zur besonders umweltfreundlich hergestellten Green Shape Kollektion von Vaude und die Materialien sind darüber hinaus bluesign-zertifiziert. Preis: ab 280 Euro (Online-Preis Stand 21.10.15).
4 Giro Mobility Overshort. Short zum Wechseln nach dem Radfahren, die sich aber auch auf dem Rad gut tragen lässt, dank passendem Schnitt. Material: Baumwoll-Elasthan-Mix. Preis: ca.90 Euro (online).
5 Funktions-Unterwäsche zum Wechseln: Vaude Men’s Seamless Light Shirt. Ebenfalls nach dem Green Shape-Anforderungen von Vaude produziert und zugleich mit 71g sehr leicht. Preis: UVP 53,00 Euro.

Die Legende lebt lange: Leser-Erfahrungen mit Magura HS

Nicht vielen Produkten eilen unter Radreisenden solche Vorschusslorbeeren voraus wie den Magura-Bremsen mit dem Produktkürzel „HS“ – für Hydro-Stop. Wir fragten RADtouren-Leser nach ihren Erlebnissen mit den hydraulischen Felgenbremsen, wofür es aufgrund der nunmehr 28-jährigen Geschichte der Baureihe eine unvergleichlichen Erfahrungsschatz gibt. Eine Auswahl der Einsendungen geben wir hier wieder – ergänzende Erfahrungen sammeln wir gerne über die Kommentarfunktion.
Solches Lob bekommt nicht jedes Produkt: „Zuverlässigste, robusteste und langlebigste Komponente an unserem Fahrrad sind sind mit Abstand die Magura HS-Bremsanlagen“, schrieb Leser Bernd Richter nach unserem Aufruf zur Erfahrungsberichten über Reiseradlers Lieblingsbremse. Es kommt aus berufenem Mund: In Richters Familie sind vier Fahrräder mit Magura Hydraulikbremsen in Betrieb. Er und seine Frau haben zusammen bereits 34.000 km mit „keinem einzigen Defekt oder einer Störung an den Bremsen“ zurückgelegt. Richter ist einer von vielen Lesern, die unserem Aufruf folgten, ihre Erfahrungen mit Magura HS-Bremsen zu teilen. Fast allen gemeinsam sind fünfstellige Kilometerleistungen.
Bernd Richter: Ich bin Genuß-Tourenradler und möchte sie gerne auf meine Magura-HS Bremsspur bringen.
 

HS11, HS33, Reise, Erfahrung
Foto: Bernd Richter

2007 brauchte ich auf Grund eines Verkehrsunfalles, bei dem mein bisheriges Rad unreparabel beschädigt wurde, ein neues Fahrrad. Da wir eine stark Fahrradorientierte Familie sind, wurde aus dem einen Fahrrad gleich vier. Die vier Trekkingräder hatten eine Gemeinsamkeit: Sie waren alle mit Magura HS Hydraulik-Felgenbremsen ausgestattet. Mit einer Größe von 2m und einem Gewicht von 100kg lege ich großen Wert auf eine sehr gute Bremsanlage, einen stabilen Rahmen und als Vielfahrer weitere, gute, verlässliche Komponenten. Zurückschauend, nach acht Jahren, bei mir über 20.000 und bei meiner Frau über 14.000 km können wir folgendes aus unserer Erfahrung weitergeben. Zuverlässigste, robusteste und langlebigste Komponente an unseren Fahrrädern sind mit Abstand die Magura HS-Bremsanlagen. Wir hatten über die Jahre und über die km keinen einzigen Defekt oder eine Störung an den Bremsen. Neben der regelmäßigen Wartung fiel nur der Wechsel der Bremsbeläge an. Leider traten letztes Jahr an meinem Rad massive Schaltungsprobleme mit der Kettenschaltung auf, die meine Fachwerkstatt auch nach schrittweisem Austausch aller Komponenten nicht in den Griff bekam.
Der Spruch von der Kette und dem schwächsten Glied bewahrheitete sich bei mir.Nach Bruch des Schaltauges, mitten in der „Prärie“, auf dem Ems-Radweg, bei der die komplette Umwerfer-Einheit, bei, gottseidank, moderatem Tempo, den Weg zwischen Rahmen und Speichen nach vorne fand, war das Vertrauen und das entspannte Fahrgefühl vorbei.
Ich bestellte mir ein neues Gefährt. Eine der Grundbedingungen war eine verlässliche Bremsanlage: Magura HS11. Wären alle Komponenten meines Trekkingrades nach dem Magura-Standard ausgelegt, würde ich locker, ein – wenn nicht sogar mehrmals kilometermäßig die Welt umrunden! Ich habe meine guten Erfahrungen nicht für mich behalten, sondern sie weitergegeben. Drei gute Bekannte haben sich neue Fahrräder gekauft, ich wurde gebeten sie zu beraten – und alle haben eine Magura HS 11-Bremsanlage.
Ich bin ein Genuss-Radfahrer. Ich träumte lange Jahre einen Traum, in dem ich einige der Stätten, die in meinem ganzen, bisherigem Leben stets eine starke Faszination auf mich ausgeübt haben, besuchen wollte. Zum Beginn meiner Rente, und als Start in einen neuen Lebensabschnittes, beschloss ich, diesen Traum zu leben. Grund war auch, die Hektik und den Druck des Berufslebens abzuschütteln und wieder zu lernen, alles bewusster zu erleben. Ich plante also eine Radreise ab meiner Heimat Neutraubling bei Regensburg mit den Stationen Rothenburg o.T., Mainz, Koblenz, Trier, Metz, Paris, Mont Saint Michel, Pont de Saint-Nazaire, Ile de Re, La Rochelle, San Sebastian, Bilbao, Santillana del Mar, Gijon, Cudillero, Luarca, Santiago de Compostella, Cabo Finisterre, Muxia, Santiago de Compostella.
Hier die Statistik meiner Reise:
Start: 16. Mai 2011
Ende: 28. Juli 2011
Dauer: 76 Tage
Deutschland: 17 Tage
Frankreich: 38 Tage
Spanien: 21 Tage
11 Wasch-, Ruhe-, bzw. Besichtigungstage
Strecke gesamt: 4359,17 km
Durchschnitt: ca. 65 km/Tag
Gegenwind an: 34 Tagen (wobei davon 31 – von 34 Tagen auf dem Weg nach Mont Saint Michel waren).
Regen an: 18 Tagen (davon 7 Dauerregen)
Rald Krapoth: „ … wird auch mein nächstes Rad mit dieser Bremse ausgestattet werden.“
 
Magura HS 11, HS 33, Erfahrung, Reise
Foto: Ralf Krapoth

Seit gut sieben Jahren und über 70.000 km verrichtet die HS 33 an meinem Kalkhoff Endeavour tagtäglich und bei jedem Wetter problemlos und zuverlässig ihren Dienst. Abhängig von Witterung, Wegebeschaffenheit und Einsatzgebiet (Stadt, Langstrecke mit oder ohne Gepäck) sind alle 3.000 bis 6.000 km neue Bremsbeläge fällig. Der Austausch der Beläge ist auch von Laien durchführbar; zumal ein Justieren (wie es bei früheren V-Brakes notwendig war) entfällt. Allerdings ist der Aus- und Einbau der Beläge an der fest fixierten Seite etwas fummelig. Hier wäre es wünschenswert, wenn beide Bremsseiten aufklappbar wären. Das Nachjustieren der Bremsen mittels Stellrad am Bremshebel während der Fahrt oder bei Ampelstopps möglich. Einfacher geht es nicht! Allerdings musste das Einstellrad für die Hinterradbremse bei 62.000 km repariert bzw. erneuert werden. Hier hatte ich augenscheinlich das Kunststoffrad überdreht.
Die Bremsgriffe selbst liegen „gut in der Hand“ und zeigen bisher keine Verschleißerscheinungen (wie ausgeschlagene / wackelnde Gelenke). Nach 63.000 km war die Hinterradfelge „durchgebremst“ und musste erneuert werden; die vordere Felge wird sich wohl noch einige Tausend Kilometer drehen. Auch bei Fahrten mit Gepäck in bergiger Landschaft war die HS 33 nicht überfordert. Das angehängte Bild zeigt Rad und Fahrer beim Start zur „Zipfeltour“ im Mai 2013. Angesteuert wurden die westlichste, südlichste und östliche Gemeinde Deutschlands, die zusammen mit List auf Sylt im Norden den Zipfelbund gegründet haben (http://www.zipfelbund.de/). Auf der 2.400 km langen Tour waren natürlich einige Höhenmeter mit entsprechenden Talfahrten zu bewältigen.
Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der Magura HS 33 wird auch mein nächstes Rad mit dieser Bremse ausgestattet werden.
Manfred Terhardt: „Nie im Stich gelassen“.
 

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Seit genau 10 Jahren fahre ich ein London von Utopia mit einer HS33-Bremse. Nach über 40.000 Kilometern kann ich feststellen, dass mich die Bremsen nie in Stich gelassen haben, ich also überhaupt nichts Negatives berichten kann. Positiv ist zu bemerken, dass ich mich immer auf sie verlassen konnte. Selbst da wo mir ein Rindvieh in den Allgäuer Alpen den Weg versperrte.
Peter Ortmeier: „mehrere Alpenüberquerungen“.
 

Magura HS 11, HS 33, Erfahrung, Radreise
Foto: Ortmeier

Als ich mich im Jahr 2007 für ein Haibike MTB mit Magura HS33 und Rohloff-Nabe entschieden habe stand die Zuverlässigkeit an oberster Stelle. Als nebenberuflicher MTB Guide für Alpenüberquerungen bemerkte ich die hohe Ausfallquote der Scheibenbremsen . Nur meine HS33 hat immer einwandfrei funktioniert.Inzwischen ist sie im 8. Jahr und hat mehrere Alpenüberquerungen erfolgreich hinter sich gebracht. Dabei wurden die Beläge lediglich zweimal erneuert , auch bei der Felge ist sind die Verschleissmarkierungen immer noch im grünen Bereich. Das Meisterstück lieferte die Bremse bei der Transalp Challenge 2014, anfangs von vielen belächelt meisterte sie auch diese feucht-fröhliche Belastung ohne Murren. Inzwischen hab ich an 3 Rädern die HS33 und kann sie nur jedem empfehlen. Das Foto entstand auf der Transalp Challenge 2014.
Matthias Höhfeld: „HS11 mit HS77“
 
Magura HS 11, HS 33, Erfahrung, Radreise
Foto: Matthias Höhfeld

Circa 1995 habe ich nach dem Diebstahl meines Rades, dass ich zum Abi erstanden hatte, ein Fahrradmanufaktur C140 Randonneur erstanden. Dieses habe ich relativ bald mit einem ziemlich speziellen Lenker von Koga bzw. Villiger modifiziert. Dieser besteht aus einem Rennlenker mit angeschweißten MTB-Griffen. Die HS 11 Move-Griffe wurden mit HS 77-Rennbremshebeln verbunden und ergeben zusammen mit Suntour Command-Shiftern ein ziemlich besonderes, aber sehr bequemes Cockpit. Siehe Fotos. Circa 2006 wanderte dann alles weiter an einen Velotraum Cross CrMo Rahmen, den ich heute noch so fahre.
Carsten Ullrich: „20 Jahre nicht entlüftet“

Das Cannondale MTB von 1990 habe ich 1995 gekauft und ein Freund hat es neu aufgebaut. Es bekam eine Magura HS 22-Raceline, allerdings nur am Hinterrad. Das Cannondale hatte eine U-Brake. Eine Cantilever- oder V-Brake kann am Rahmen nicht montiert werden, da sich die Bremssockel über der Felge befinden. Die Magura-Halter kann man allerdings umdrehen. Die vorhandene U-Brake war wenig effektiv. Ein Freund wollte die Vorderradbremse haben, so haben wir das Set geteilt. In der Zwischenzeit wurden viele Teile getauscht, außer der Magura. Auf einen historischen korrekten Aufbau wurde bewusst verzichtet. Erst 2014 kam noch eine HS 22 Vorderradbremse, ebenfalls Raceline, dazu. Leider farblich nicht passend, da die Hinterradbremse doch sehr ausgeblichen ist. 2002 kaufte ich ein neues Cannondale. Das alte Cannondale wurde als Zweitrad trotzdem häufig bewegt, stand aber auch Jahre lang im Sommer im Freien. Am Rahmen kann ein Gepäckträger montiert werden. Darauf kam ein Kindersitz, so habe ich viele schöne Touren mit meinen beiden Söhnen unternommen. Bei dem hohen Gewicht war die Magura von Vorteil. Das Fahrrad wird inzwischen als Tourenrad genutzt und um gelegentlich an die Arbeit zufahren. Eine besondere Tour hat das Cannondale im letzten Jahr unbeschadet überstanden: die Crazy-Night-Tour von Darmstadt nach Straßburg. Start war 16:00 Uhr in Darmstadt, irgendwann morgens waren wir in Straßburg, dabei wurden ca. 240 km gefahren. Die letzten 20 Jahre hat die Bremse immer gut funktioniert und wurde bisher noch nicht entlüftet.
Sie haben Ihre eigenen Erfahrungen mit den Magura HS-Bremsen gemacht? Ganz andere, schlechtere, oder noch bessere? Über die Kommentarfunktion können Sie uns diese mitteilen.

Aktuelle Nabenschaltungen im Vergleich

Mr. Zuverlässig auf dem Vormarsch – Getriebenaben erleben aktuell eine Renaissance. Von acht- bis demnächst achtzehngang, von großen Sprüngen bis stufenlos reicht das Spektrum. Wer braucht welches Produkt aus dem vielgängigen Nabenmenü und was leisten die einzelnen Typen? Unsere Kaufberatung klärt auf.

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Rohloff Speedhub 14-Gang-Nabe: Technischer Meilenstein und trotz relativ hohem Preis aktuell erste Wahl in Sachen Zuverlässigkeit und Funktion auf Fernreisen und unter härtesten Offroad-Bedingungen, top Wirkungsgrade in allen Gängen trotz teilweise recht rauem Laufgefühl, absolut kürzeste mögliche Übersetzung am Markt, gleichmäßig kleine Gangabstufung, negativ der häufige Ölwechsel. Fazit: exklusives Langläufergetriebe für härtere Aufgaben.

Die Zeiten, in denen Nabenschaltungen mit Nostalgiebikes und Hollandrädern gleichgesetzt wurden, sind lange vorbei. Eine Art Inititialzündung lieferte die 14-Gang-Rohloff Speedhub. Sie brachte seit dem Debut 1998 selbst Extremsportler von der Kettenschaltung ab und wurde zum Objekt der Begierde vieler ambitionierter Alltags- und Reiseradler. Bei Begierde blieb es angesichts des Anschaffungspreises für Viele wohl. Die neuen Großserienprodukte Shimano Alfine 11 und Nuvinci stoßen dagegen auch preislich in interessante Regionen für weniger ambitionierte Tourenfahrer, Pendler und E-Biker vor.
Was macht eine Nabenschaltung überhaupt interessant? Außerhalb von Wettfahrten, wo Eigengewicht und Wirkungsgrad das Maß der Dinge sind, drängen sich ihre Vorzüge förmlich auf.
Vorteil 1: Nicht klein zu kriegen. Durch die wasser- und vor allem staubdichte Verkapselung ist der Verschleiß minimal, die Wartungsintervalle lang (ca. 5.000 Kilometer). Kettenschaltungen dagegen bedürfen regelmäßiger Pflege, bei Regen und Schnee sogar nach jeder Fahrt. In der Praxis meist mangelnde Kettenpflege bedingt einen Kettentausch circa alle 2.000 Kilometer.
Vorteil 2: Schalten im Stand möglich. Vor allem beim Anfahren mit Gepäck oder an der Ampel ein Vorteil.
Vorteil 3: Einfache Schaltlogik. Alle Gänge lassen sich mit einer Hand schalten. Eine Richtung leichter treten, andere Richtung schwerer Treten – so simpel.
Vorteil 4: Robustheit. Bei nabengerechter Rahmenkonstruktion mit verschiebbaren bzw. waagerechten Ausfallenden oder Exzentertretlager steht nichts vom Rad ab, das hängenbleiben oder beim Umfallen verbiegen kann.
Vorteil 5: Stabilere Hinterräder. Nur ein Ritzel und eine deutlich breitere, verschleißärmere Kette müssen am Hinterrad Platz finden gegenüber bis zu elf grazilen Ritzeln bei der Kettenschaltung, wo die Speichen deshalb auf der Antriebsseite fast senkrecht zur Nabenachse verlaufen. Das mindert die Stabilität des gesamten
Für das Gros der Tourenradler ist die Übersetzungsbandbreite das Hauptkriterium bei der Wahl ihrer Schalteinheit, also die Differenz der Übersetzung zwischen dem kleinsten und dem größten Gang an. Wer bergauf mit Reisegepäck locker kurbeln, aber bergab noch Druck aufs Pedal bringen will, braucht mindestens 500 Prozent. Dabei zählen ausschließlich die Eigenschaften in der Nabe. Kettenblatt und Ritzel können den Schaltbereich zwar verschieben, aber niemals verbreitern. Senkt man die erwähnte externe oder Primärübersetzung, wird der kleinste Gang noch kleiner, der größte aber ebenfalls. Dieses Spiel lässt sich technisch nicht unendlich weiter treiben. Denn beim Radfahren walten rohe Kräfte. Unser durchschnittlicher Tourenfahrer erzeugt etwa am Tretlager mehr Drehmoment als ein aktueller 2,0 Liter Dieselmotor. Dass die leichten Radgetriebe damit zurechtkommen, ist schon eine ingenieurtechnische Leistung.Und noch ein Plus hat die Kombination aus externer oder Primärübersetzung, so nennt man die Kombination von einem Kettenblatt auf das einzelne Ritzel der Schaltnabe und den vielen Abstufungen in der Schaltnabe selbst: Die Linie der Kette ist stets gerade und erzielt so den optimalen Wirkungsgrad. Wirkungsgrad meint den Anteil der Trittkraft, die nach Übertragung (Kette) und Übersetzung (Getriebe) am Hinterrad ankommt. Denn ein Teil geht durch Reibung innerhalb der Kettenglieder und zwischen Kette und Zahnrädern verloren.
Bandbreite im Vergleich
Uebersetzungsvergleich 1
Geschwindigkeit in Abhängigkeit von der Übersetzung

Wie schnell fährt man im kleinsten Gang bei 50 U/min? Die Antwort liefert die Grafik. Dabei gehen wir von einem 28-Zoll-Rad aus mit der kleinsten erlaubten Primärübersetzung, also das kleinstmögliche Kettenblatt mit dem größtmöglichen Ritzel. Mit den Naben von Shimano, SRAM und NuVinci sind es etwa sechs km/h. Das entspricht flottem Gehen! Rohloff geht runter bis vier km/h, das erfordert schon Steuerkünste. Wann der größte Gang bei gleicher Primärübersetzung ausgereizt ist, zeigt die km/h-Angabe rechts. Gut zu sehen: Die sportlich ausgerichtete Alfine 11-Gang kann zwar schnell, jedoch ist der kleinst mögliche Gang zu „dick“ für volles Gepäck im Hochgebirge. In unserem Test wählten die Hersteller zudem selten die kleinstmögliche Übersetzung, was die „Bergtauglichkeit“ weiter mindert.
Je kleiner die Differenz zweier Gänge nebeneinander, desto weniger muss der Fahrer seine Trittfrequenz dem Rad anpassen. Pinion und Rohloff verteilen ihre Gänge besonders fahrerfreundlich mit Sprüngen von 11,5 bzw. 13,6 % über das gesamte Gangspektrum. Wer nicht sportlich orientiert ist, empfindet diese Sprünge oftmals schon als zu gering. Rennradfahrer, die kleine Sprünge gewohnt sind, fühlen sich mit den 11 Prozent der Pinion am wohlsten. Ganz ohne „Sprünge“ kommt die NuVinci-Nabe aus. Mit etwas Fingerspitzengefühl kann der Fahrer tatsächlich ohne Trittfrequenzänderung stufenlos beschleunigen.
Fazit
Fast jedes der Getriebe besetzt seine velocipede Nische. Je nach Einsatzgebiet und Budget verbleiben höchstens zwei Alternativen. Maßstab für den Allround-Einsatz ist derzeit die Rohloff Speedhub, bleibt aber – bis zum Serienstart der p1 von Pionion – auch die Referenz für offroad und Touren mit großem Gepäck. Wer Wert auf sportliche Gangart legt, aber nicht mit Gepäck über die Berge will, ist mit der neuen Alfine 11-Gang sehr gut beraten, die vor allem bei Schaltkomfort- und geschwindigkeit besonders hervorsticht. Wer überwiegend im Flachen, in der Stadt unterwegs ist, oder mit Gepäck an Hügeln auch mal schiebt, ist mit den bewährten Acht- respektive Neungang-Modellen bestens bedient.
Text: Timo Dillenberger | Fotos: Hersteller