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Fontane-Radweg GPS -Track zur Tour in Radtouren

Es liegt nahe, ein Besuch des Fontane-Radwegs in Brandenburg mit der Lektüre des Autors zu verknüpfen. Unser Autor hat genau das getan und einige schöne Verbindungen zwischen Werk und Wirklichkeit gefunden. Bessere Verbindungen fand er auch für einige Streckenabschnitte des originalen Radwegs, so dass sich am Ende ein 340 km langer Rundkurs auf den Spuren des Dichters zusammenfügte. Die GPS-Daten des Autors finden Sie hier. 
Anreise
Die S-Bahn-Linie S5 fährt von Berlin (u.a. über Hauptbahnhof, Ostbahnhof, Lichtenberg) alle 20 Minuten nach Strausberg und alle 40 Minuten nach Strausberg-Nord. Auf der Tour gibt es Bahnanschluss in Seelow, Küstrin-Kietz, Letschin und Bad Freienwalde.
Gefahrene Route
1. Strausberg – Buckow – Trebnitz – Wulkow: 
40 km
2. Wulkow – Neuhardenberg – (Altfriedland – Neutrebbin – Quappendorf) – Platkow – Seelow – Dolgelin – Reitwein – Küstrin – Golzow:
60 km (inkl. Option: 85 km)
3. Golzow – Küstrin – (PL) Dabroszyn/Tamsel – Sarbinowo/Zorndorf – Namyslin/Neumühl – Küstrin – Genschmar – Golzow: 80 km
4. Golzow – Letschin – Kienitz – Hohenwutzen – Bad Freienwalde: 70 km
5. Bad Freienwalde – Liepe – Niederfinow – Falkenberg – Möglin – Strausberg-Nord: 65 km
Gesamt: 340 km
Sehenswertes
Strausberg: Marienkirche, Straussee mit Elektrofähre; Garzau: Pyramide; Buckow: Brecht-Weigel-Haus; Wulkow: Schloss; Neuhardenberg: Schloss mit Park und Kirche; Altfriedland: Klosterruine, Vogelbeobachtung; Gusow: Schloss; Seelow: Gedenkstätte Seelower Höhen; Friedersdorf: Kunstspeicher; Reitwein: Stüler-Kirche; Golzow: Museum „Die Kinder von Golzow“; Küstrin/Kostrzyn: Festung mit Altstadtruinen, Warthe-Bruch; Tamsel/Dabroszyn: Schloss und Park; Letschin: Eisenbahnmuseum; Schiffmühle: Fontane-Haus; Bad Freienwalde: Stadtkern, Kurpark, Aussichtspunkte; Niederfinow: Schiffshebewerk; Möglin: Albrecht-Thaer-Gedenkstätte (Agrar)
Streckencharakter & Ausrüstung
Die beschriebene Route weicht vom Original ab, um schlecht befahrbare Abschnitte zu vermeiden und zusätzliche Highlights zu erreichen. Im Original besteht die Strecke aus mehreren Rundkursen, die sich teilweise überschneiden und mit „TF“ beschildert sind. Bis auf das flache Oderbruch ist die Landschaft leicht hügelig. Zwar überwiegen asphaltierte Radwege und ruhige Landstraßen, aber ein paar mäßig befahrene Abschnitte und kurze holprige Stücke sind unvermeidlich. Das gilt besonders für die Option an Tag 2 und die Runde durch Polen an Tag 3. Läden und Gasthäuser gibt es in den größeren Orten.
GPS-Daten der Touren: Download .gpx-Track Fontane-Radweg

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Fontane Radweg

Durch Nordamerika, Etappe 2: Alaska Highway

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15 Tage / 1496,24km / Fahrtzeit: 84:18 / 32578 kcal / 11172 Höhenmeter
Nachdem wir uns von den Strapazen des Dalton Highway in Fairbanks erholt hatten, ging es mit neuem Dämpfer und neuer Motivation weiter zum Alaska Highway. Der Alaska Highway zieht sich von Dawson Creek, Nordwest-Territorium 2237km lang nach Delta Junction, Alaska ca. 160km süd-östlich von Fairbanks. Eine durchgehend geteerte Straße erwartete uns
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Zuerst mussten wir aber von Fairbanks nach Delta Junction über den Richardson Highway, der recht gut befahren war und daher mit dem Fahrrad eher nicht so schön zu fahren. Dafür war es aber flach, das hatten wir ja seit Deadhorse nicht mehr! Auf dem Weg nach Delta wurde es mal eben weihnachtlich in North Pole. Hier steht sogar ein Santa Clause Haus mit einer immensen Statue von Santa. Ziemlich verrückt. Hinter Delta Junction begann dann der Alaska Highway. Zuerst ging es kilometerlang flach gerade aus. Der Verkehr nahm mit der Zeit auch langsam ab und die geliebten Berge und Anstiege wurden hinter Tok dafür wieder mehr. In Tok gönnten wir uns ein Motel, da es seit zwei Tagen geregnet hatte und alles pitschnass war. Das sollte nicht der letzte Regen gewesen sein! Nach fünf Tagen erreichten wir die Grenze zu Kanada und überquerten sie in Beaver Creek, Yukon.
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In Beaver Creek verließ uns das sonnige Wetter dann für einige Zeit und ohne die Sonne wurde es dort ziemlich schnell kalt. Was uns auf dem Alaska Highway aber weit mehr zu schaffen machte, war der ständige Gegenwind. Insgesamt hatten wir an den meisten Tagen heftigen Gegenwind, wir können uns an zwei Tage mit Rückenwind oder ohne Wind erinnern. Eine Herausforderung für Kondition, Nerven und manchmal auch für die Beziehung. Die andere Herausforderung für die Motivation: eine Landschaft, die sich 1500km lang nicht verändert! Meist fuhren wir über hügelige, mit Wald bewachsene Landschaften.
Die Hauptstadt von Yukon, Whitehorse erreichten wir am 10. Tag. Wir fuhren von Haines Junction die 160km nach Whitehorse komplett durch und erreichten Whitehorse erst im Dunkeln. Einer der beiden Tage mit Rückenwind machte es möglich.
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Auf dem Weg von Haines Junction nach Whitehorse, endlich die erste und lang ersehnte Begegnung mit einem Bären! Ein entgegenkommender Autofahrer warnte uns 2km vorher vor einem Grizzly, der direkt an der Straße steht. Schnell die Kameras bereit gemacht, Bärenspray gezückt und entsichert und los ging es. Nach kurzer Zeit schon entdeckten wir den Bären auf unserer Straßenseite, fleißig am Beeren fressen. Wir hielten an und wechselten die Straßenseite, um mehr Abstand zu bekommen, den Bären immer aus den Augenwinkeln beobachtend. Schnell hatte der Bär auch uns entdeckt, schaute zu uns rüber und stellte sich auf seine Hinterpfoten, um besser sehen zu können. Uns stockte der Atem, wie groß er dabei wirkte! Schnell fand er aber die Beeren wieder weitaus interessanter als uns. Da der Rückenwind zwischenzeitlich in Gegenwind umgeschwenkt hatte, mussten wir irgendwie an dem Bären vorbei. Im Ernstfall hätte unser Bärenspray sonst wohl mehr an uns selber gewirkt als an dem Bären. Wir entschieden uns auf zwei Autos zu warten, die wir in der Ferne entdeckten. Sie hielten direkt neben dem Bären und somit zwischen uns und dem Grizzly. Das verschaffte uns ein bisschen Sicherheit und wir fuhren vorbei. Weiter vorne hielten wir dann an um Fotos zu machen. Entgegen allen Befürchtungen, interessierten die Menschen und Autos den Bären überhaupt nicht, er fraß ganz friedlich vor sich hin. Nicht ein einziges Zeichen von Aggressivität konnten wir ausmachen. Irgendwann überquerte er einfach die Straße und verschwand im Wald. Ein unglaubliches Erlebnis!
In Whitehorse gönnten wir uns nach diesem ereignisreichen Tag eine Pause. Wir schlenderten durch die Stadt, besuchten das Museum und tranken in einem urigen Restaurant namens „Gold Rush“ ein Bier. Das älteste Haus in Whitehorse ist übrigens um 1900 erbaut und steht heute noch.
Weiter ging es dann zur letzten Etappe auf dem Alaska Highway, nach Watson Lake. Watson Lake erreichten wir nach weiteren fünf Tagen Fahrt in der gewohnten Landschaft. Wir übernachteten kurz vor Watson Lake auf einem Campingplatz, an dem wir wieder mal nach 160km im Dunkeln ankamen. Dort lud uns ein Pärchen aus Saskatchewan auf ein Gläschen Wein ein und wir konnten bei ihnen unser Zelt aufbauen. Diese Nacht war wieder wolkenlos und noch nie hatten wir so viele Sterne gesehen!
In Watson Lake selbst ist die größte Attraktion der „Sign Post Forest“, ein Schilderpark mit Ortsschildern und Kennzeichen aus aller Welt. 1942 hatte hier der U.S. Army G.I. Carl K. Lindley beim Bau des Alaska Highway vor lauter Heimweh ein Schild mit der Entfernung zu seiner Heimatstadt auf gehangen und es in Richtung Heimat zeigen lassen. Leute aus aller Welt mache es ihm seither nach und so hängen hier mittlerweile über 72.000 Schilder. Wie originale Ortsschilder wie z.B. von München oder Aachen dorthin kommen und an welchem Ortseingang diese jetzt wohl fehlen!?
Nun warten der Steward-Cassiar Highway und British Columbia auf uns. Wir sind gespannt, was wir hiervon berichten können!
Kontakt zu den Autoren: biketour.tandemfliegen24.de

Radeln für Tibets Kinder – 1 Fahrrad, 18 Länder, 9.000 km, in 180 Tagen

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Von der Türkei bis nach Georgien
Fotos/Text: Simon Schedlbauer
Wie eventuell der ein oder andere schon gehört hat, fahre ich, Simon Schedlbauer aus Bogen, mit meinem Fahrrad für einen gemeinnützigen Zweck von Deutschland nach Nordindien. In Nordindien werde ich in das Kinderdorf radeln, für welches ich in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Münchner Verein “Tibets Kinder im Exil e.V.” Spenden sammle.
Im Kinderdorf “Tibetan Children’s Village” in Dharamsala erhalten Kinder, die von Tibet über das Himalaya-Gebirge hierher flüchten, eine solide Ausbildung, um später eigenständig leben zu können. Mein Ziel ist es, 14.000,- Euro an Spenden für einen Krankentransportwagen für dieses Kinderdorf zu sammeln, in dem derzeit knapp 1.800 Kinder leben.
Ich bin Mitte März diesen Jahres losgefahren und meine Reise führte mich von meiner Heimatstadt Bogen in Niederbayern bereits über Österreich, Italien, Slowenien, den Balkan an der Adria entlang nach Griechenland bis in die Türkei.
In Istanbul machte ich die erste größere Zwischenstation und meine Freundin Katharina besuchte mich dort für ein paar Tage. So konnte ich in Istanbul neue Kraft für die nächste große Etappe tanken: die Türkei. Nach ausreichend Sightseeing in Istanbul ging es über die Bosporus-Brücke vom Europäischen Kontinent in den Asiatischen. Leider scheiterte der Versuch, über die Brücke zu radeln, da mich ein netter Polizist stoppte und ich in einem von ihm auf der Straße angehaltenen Bus mitfahren “durfte”. Vorerst radelte ich im türkischen Inland, bevor ich in Samsun an die Küste kam.
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Von der türkischen Gastfreundlichkeit war ich total begeistert, man wird so oft zu Cay (=Tee) eingeladen, dass man gar nicht alle Einladungen wahrnehmen kann, da man ansonsten zwei Monate nur in der Türkei verbringen würde. Außerdem geht doch nichts über einen am Straßenrand sitzend, in einem mit Holz befeuerten Cay-Kocher zubereiteten türkischen Tee.
Als an einem Abend weit und breit kein Zeltplatz zu finden war, fragte ich einen Bauern, ob mein Mitradler und ich bei ihm im Garten campen dürften. Trotz Verständigungsproblemen (ich spreche kein Türkisch und er kein Deutsch oder Englisch) war dies überhaupt kein Problem und er und sein Nachbar fingen um 20:00 Uhr Abends noch für uns zu kochen an. So wurde extra der mit Holz befeuerte Cay-Kocher und der Grill angeworfen und es gab lecker Suppe, Hähnchen, Salat und Cay. Später am Abend hat er kurzfristig einen deutschsprechenden Türken eingeladen, wodurch man sich dann umso besser verständigen konnte. Überhaupt lernt man in der Türkei immer wieder mal einen deutschsprachigen Türken kennen, der halt mal in Deutschland gearbeitet hat.
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Als ich in Samsun die Küste am Schwarzen Meer erreichte, traf ich dort zufällig auf den Pab-Radclub Samsun und jede Menge total begeisterter Radler. Wir wurden sehr herzlich in dem halb Handy-, halb Radladen aufgenommen, wo ich witzigerweise aufgrund meines “Ruderclub Straubing” T-Shirts sogleich noch einen Deutschen traf, der mittlerweile in der Türkei lebt. Die Leute von dem Radclub organisierten für uns eine billige Top-Unterkunft, ein sehr schönes, nahe am Strand gelegenes Hotel, das eigentlich der türkischen Regierung vorbehalten war. Am zweiten Tag in diesem schönen Hotel in Samsun besuchten uns ganz überraschend, ohne dass wir etwas gewusst hatten, einige höhere Beamte der Region zum Frühstück. Ich kam mir ein bisschen vor wie in dem Film “Der Pate”, alle waren fein im Anzug rausgeputzt und warteten schon auf uns, als wir den Frühstückssaal betraten. Sie setzten sich zu uns an den Tisch und sagten zuerst gar nichts, bis einer dann meinte er sei der Vater von einem Mitglied des Radclubs und ist so zu uns gestoßen. Die Beamten machten mit uns ein Foto und so kam ich mit meinem Spendenprojekt sogar in eine türkische Zeitung. Nur leider konnte ich den Zeitungsartikel nicht verstehen da dieser ja auf Türkisch war.
Bei der Stadtrundfahrt per Fahrrad am nächsten Tag schenkte mir der Fanshop des örtlichen Fußballclubs Samsunspor sogar einen Fanschal und eine Freikarte für ein Fußballspiel. Die waren total begeistert von meinem Radelprojekt und waren ganz aus dem Häuschen.
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Hier in der Gegend am Schwarzen Meer traf man immer wieder mal auch einheimische Radler. So lernte ich auch einen sehr netten Türken kennen, der ein super Reiserad mit allen Schikanen und eine etwas verspielte Tourenausrüstung hatte. Er hatte auch Sticker mit den Landesflaggen von Kanada, Ukraine, Japan und Südkorea auf seiner Jacke und ich dachte mir wo der wohl schon überall unterwegs gewesen sein mag. So fragte ich ihn welche Länder er denn schon beradelt hat. Er meinte nur er ist nur hier in der Gegend in der Türke geradelt, aber sobald er in Rente ist, möchte er die Welt beradeln. Es ist immer gut wenn man Träume hat!
Was mich beim Weiterradeln in der Gegend nach Samsun überraschte, war, dass in der Türkei Reis angebaut wird und so sah man hier überall entlang der Straße Läden, die Reis verkauften. Weiter nördlich wird sogar Tee angebaut und von Trabzon auf dem Weg nach Erurum sah man anfangs sehr, sehr viele Haselnuss-bäume. Kulinarischer “Höhepunkt” am Schwarzen Meer war, als mein Radelkollege und ich von einem sehr netten Ehepaar in Persembe zum Übernachten eingeladen wurden. Nach dem Abendessen gab es reichlich Bier und Rotwein und um Kopfschmerzen am nächsten Tag zu vermeiden, essen die Türken nach dem Trinken eine “Iskembe Corbasi”, eine streng riechende Suppe aus Rindermagen (Kuttelsuppe). Tatsächlich hatte ich am nächsten Tag keine Kopfschmerzen, wenn auch das Essen der Suppe wegen des Geruchs große Überwindung gekostet hat. Eventuell lag das nicht Vorhandensein von Kopfschmerzen aber auch einfach daran, dass ich nicht zu viel getrunken habe.
Dann hieß es, baden im Schwarzen Meer, bevor es in den Bergen der Türkei anstrengend wird. So genoss ich das Meer sehr, da es auch das letzte Meer sein sollte, das ich auf meiner Radeltour sehe. Ich hatte nämlich geplant, von der Türkei über den Iran nach Turkmenistan zu radeln, um von dort dann nach Usbekistan zu kommen.
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Da in Trabzon an der Schwarzmeerküste im Iranischen Konsulat mit der Visabeantragung für den Iran gar nichts vorwärts ging, radelte ich zum näher am Iran gelegenen Iranischen Konsulat in Erzurum in den Bergen Ostanatoliens, um dort das Visum zu beantragen. Doch alles kam anders als geplant. İch musste mit dem Visaprozess in Erzurum komplett neu beginnen, was daran schon zu scheitern schien, dass ich direkt vor Ort angeblich kein Visum beantragen darf. Man riet mir, das Visum über eine Reiseagentur zu beantragen, was wiederum daran scheiterte, dass alle Reiseagenturen zu diesem Zeitpunkt für Individualtouristen wie beispielsweise Radler wegen den bevorstehenden Wahlen im Iran Mitte Juni erst gar keine Visa beantragen, da man wegen der bevorstehenden Wahlen ohnehin keines bekommen würde. Dann wurde ich auf die Homepage des Iranischen Außenministeriums in Teheran verwiesen, wo ich das Visum online beantragen solle. Nur leider funktionierte der Link zur Visabeantragung nicht und das, wie ich gehört habe, schon seit angeblich drei Jahren nicht. Nach langer Überzeugungsarbeit durfte ich dann doch papierhaft das Visum im Konsulat in Erzurum beantragen und das Iranische Außenministerium signalisierte, dass sie dem Visum zustimmen würden. Bei erneuter Nachfrage hieß es dann, dass der Visaantrag nie in Teheran angekommen ist. So merkt man, dass man aufgrund der angespannten Situation der bevorstehenden Wahlen derzeit nie ein Visum bekommen würde. So war schnell der Entschluss gefasst, von der Türkei weiter nach Georgien zu radeln, um von dort nach Aserbaidschan zu gelangen und dann mit der Fähre über das Kaspische Meer nach Kasachstan überzusetzen. Von dort aus konnte ich wieder nach Usbekistan radeln. Eigentlich ganz amüsant da ich ursprünglich sogar diese Route geplant hatte.
Das absolute Highlight in der Türkei war, mit zwei Fischern aufs Schwarze Meer zum Fischen raus zu fahren. Wir trafen uns um 4:30 Uhr morgens und so konnte ich den Sonnenaufgang von dem kleinen hölzernen, nach alter Tradition gefertigten Fischerboot aus bewundern. Es war harte Arbeit für die Fischer. Leider hatten sie an diesem Morgen nicht sehr viel Glück und hatten nur eine geringe Ausbeute.
Das Unangenehmste an der Türkei waren die vielen Tunnel in den Bergen Ostanatoliens, dies lag an den Tunneln und nicht an der Türkei selbst. Beim Durchfahren eines Tunnels mit dem Fahrrad hatte ich immer ein mulmiges Gefühl: es ist sehr dunkel, bedeutend kühler als außerhalb und extrem laut wenn Autos und vor allem LKW’s vorbeidonnern. Noch dazu ist in einem Tunnel nie viel Platz, so dass die Autos und LKW’s sehr eng an einem vorbeifahren. Das Einzige, was man selbst dagegen machen kann, ist so schnell wie möglich den Tunnel zu durchradeln.
Ansonsten war das Radeln in der Türkei ein absoluter Traum, weil man fast immer einen Standstreifen in der Breite einer normalen Fahrspur hatte und so ziemlich ungestört radeln konnte, abgesehen von dem ein oder anderen Pferdewagen der auch auf dem Standstreifen fuhr.
Von dem jahrzehntelang andauernden Kampf der PKK im Kurdengebiet und den zu diesem Zeitpunkt vor kurzem begonnenen Friedensverhandlungen und dem Abzug der gewaltbereiten PKK-Kämpfer vor allem in den Irak habe ich in Erzurum, am Rande des Kurdengebiets, kaum etwas mitbekommen. Lediglich habe ich ganz enorm große und zahlreiche Militärstützpunkte und vor jeder Polizeistation ein mit einem Maschinengewehr patroullierenden Polizisten gesehen. Die PKK steht als Abkürzung für die Arbeiterpartei Kurdistans, die gewaltsam für die Autonomie kurdischer Gebiete in der Türkei kämpft. Was Ostanatolien betrifft, so scheinen фгср viele Häuser doch sehr ärmlich, vor allem in sehr kleinen Dörfern. So trocknen die Menschen dort Kuhdung und verwenden dies als Brennmaterial.
Was man in der Türkei natürlich nicht vergessen darf, sind die zahlreichen Moscheen, wo ich unter anderem in eine zum Freitagsgebet ging. Dies war sehr interessant und half mir in einem religiösen Land wie der Türkei die Kultur und die Menschen dort besser zu verstehen.
Bei der Grenze nach Georgien bin ich von circa 2.500 Höhenmeter wieder in eine Tiefebene geradelt und es war auf einen Schlag total grün. Es gab einen großen Fluss mit viel Wasser. Im Vergleich zur oft kargen Landschaft Ostanatoliens schien diese Gegend sehr fruchtbar.
Das Essen in Georgien war köstlich. Nach einem ganzen Monat in der Türkei (wovon ich alleine 12 Tage auf das eventuelle Iran-Visum wartete) genoss ich gleich in der nächstgelegenen Stadt ein leckeres Schweinefleisch, anstatt wie in der Türkei Döner und Kebap. Auch wurde ich von einigen Georgiern in diesem ersten Lokal zum Feiern ihres Nationalfeiertages zu selbst gemachten Wein und Tschatscha (=ein sehr starker georgischer Schnaps, der meist selbst gebrannt wird) eingeladen, was das Weiterradeln umso lustiger machte. Die Küche Georgiens zählte bereits zu Sowjetzeiten zu den besten der ganzen Sowjetunion. So gehören zu den typisch georgischen Gerichten neben Chatschapuri (=gebackenes Brot mit viel Käse gefüllt) und Lobio (=Rote-Bohnen-Suppe) die sehr leckeren Chinkali (Teigtaschen mit Hackfleischfüllung). Kulinarisch ging es mir hervorragend gut in Georgien und vor allem gab es gutes Bier, meist frisch gezapft.
Was die Gebäude betrifft, so sieht man in Georgien viele renovierungsbedürftige Gebäude, die noch aus alten Sowjetzeiten stammen. Aber genau dies macht auch den Charme Georgiens im Allgemeinen und der Hauptstadt Tiflis im Besonderen aus.
Bei Gori machte ich einen kuren Abstecher von der Hauptstraße in die Stadt hinein, um das umstrittene Stalin-Museum zu besichtigen. Umstritten ist es daher, weil dieses schon mal geschlossen werden sollte, aber dann trotzdem nicht geschlossen wurde. Das Museum befindet sich aus einem Grund in dieser Stadt: Gori ist die Geburtsstadt Stalins.
Beim Weiterfahren Richtung Tiflis, die Hauptstadt Georgiens, radelte ich entlang des Kleinen Kaukasus. Die autonome und völkerrechtlich umstrittene Region “Südostsetien” war nur einen Steinwurf von dieser Hauptstraße entfernt. Das Betreten von Südostsetien ist jedoch generell für Touristen genauso wie für Georgier nicht möglich.
In den Tagen in Tiflis, in denen ich auf das Aserbaidschan-Visum wartete, hatte ich sehr viel Spaß. Allgemein erlebte ich die Georgier als zürückhaltende, gegenüber Touristen fast schon schüchterne beziehungsweise uninteressierte Menschen.
Im Vergleich zur sehr offenen türkischen Bevölkerung war dies am Anfang etwas ungewöhnlich. Aber wenn man das Eis erst mal gebrochen hat, dann kann man dort gute Freunde finden.
Bei einer Stadtführung erfuhr ich, dass bereits zu Zeiten der Seidenstraße in Tiflis reger Handel betrieben wurde und so gibt es auch ein altes Handelsgebäude aus dieser Zeit. Tiflis lag an einer Kreuzung der Karawanenenstraßen vom Schwarzen Meer nach Persien, Indien und China und spielte so durchaus eine große Rolle.
Für die Bevölkerung Georgiens ist zwar nach meinem Eindruck die Religion nicht so wichtig, nichts desto trotz besuchte ich auch hier (wie zuvor in Kroatien, Griechenland und der Türkei) einen Gottesdienst der am meist verbreitetsten Religion in dem jeweiligen Land, um die Kultur des Landes besser verstehen zu können. In Georgien war dies die Georgisch-Orthodoxe Apostelkirche und ähnlich wie bei einem griechisch-orthodoxen Gottesdienst dauerte der Gottesdienst in der Regel sehr lange. So war es ganz normal, dass die Leute während des Gottesdienstes nach Belieben kommen und gehen und die Frauen tragen meistens ein Kopftuch in der Kirche, aber nicht außerhalb. Mein Eindruck war, dass es in Georgien einige sehr gläubige Menschen gibt, aber im Allgemeinen die Bevölkerung nicht so sehr religiös ist wie im Vergleich zur Türkei. Allerdings habe ich zufällig einen Pfarrer getroffen, der gerade ein neues Auto eines Paares mittleren Alters segnete. Auf Nachfragen fand ich heraus, dass dies in Georgien durchaus so üblich ist.
An Sehenswürdigkeiten hat Georgien vieles zu bieten: traumhaft schöne Natur, viele Burgen und Klöster, grüne Berglandschaften und gute Museen in Tiflis. Während ich immer noch auf das Visum für Aserbaidschan in Tiflis wartete, machte ich einen Tagesausflug nach Ananuri, wo sich eine Burg samt Kirche am Fluss Aragvi befindet. Die Wartezeit aufs Visum vertrieb ich mir mit meinem Radelpartner unter anderem auch mit einem Chinkali-Wettessen, was in der Türkei die Chillis waren, sind hier die mit Hackfleisch gefüllten Teigtaschen. Und was ich jedem der in Tiflis ist, wärmstens empfehlen kann, ist ein Besuch im Badehaus. Dieses wurde direkt über einer heißen Quelle errichtet und man kann sich dort für 20,- Georgische Lari (circa 9,- Euro) mit dem Heilwasser massieren und durchkneten lassen. Ich hatte einen sehr stämmigen und kräftigen Masseur, der die vom Radeln geschundenen Muskeln so richtig durchknetete, bis es fast schon schmerzte und ich fast von der Steinliege rutschte. Dann wurde meine Haut noch durchgeschrubbt, so dass ich nachher krebsrot war. Aber es war auf jeden Fall ein Erlebnis.
Nach Georgien geht es weiter nach Aserbaidschan, sofern ich das Visum bekomme. Abwarten.
Info:
Spenden können auf das Konto bei der Sparkasse Niederbayern-Mitte, Kontonummer 40463242, Bankleitzahl 74250000, Kontoinhaber Tibets Kinder im Exil e.V., überwiesen werden.
Informationen zur Reise und zur Spendenaktion gibt es auch unter
www.simon-schedlbauer.de
und
www.tibets-kinder-im-exil.de

Ausprobiert: Schwalbe Marathon Deluxe

 
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Leichter Dauerläufer
Schwalbe hat dem Klassiker Marathon die Variante „Deluxe“ mit identischem Profil zur Seite gestellt. Beim Deluxe, der nur als Faltreifen zu haben ist, ersetzt ein hochdichtes Gewebe die Gummi-Einlage aus Recyclingmaterial des „normalen“ Marathon. Dadurch ist der Pneu in 40 mm 28-Zoll recht leicht (Test: 587 g./Stück), wiegt nur wenig mehr als ein Marathon Supreme. Zusätzlich ist an der Seite der vom Reisereifen Mondial bekannte SknakeSkin Flankenschutz eingearbeitet. Reifendefekte hatten wir im Test nicht – allerdings liegt die Laufleistung von knapp 1.100 km bisher nicht hoch. Viel Gefallen fanden die Testfahrer am nahezu lautlose Abrollen, was vor allem im Vergleich zu anderen Top-Reifen der Marathon-Reihe positiv auffällt. Der Grip in Kurven ist sehr gut. Auch als Allrounder taugt der Deluxe noch: Das tiefe Profil bietet auf Parkwegen und festen Waldböden ausreichend Traktion. Sehr gut ist der Leichtlauf auf Asphalt. Im Labortest nach unseren Vorgaben (4,5 bar 23 km/h) ermittelte Schwalbe einen Rollwiderstand von knapp 26 Watt, womit er sich unter den Top-Fünf des letzten großen Reifentests in RADtouren 2/12 eingereiht hätte.
Schwalbe Marathon Deluxe, 49,90 Euro: Trekking-Faltreifen; Größen: 26-Zoll: 50 mm, 28-Zoll: 37, 40 (Test), 50 mm, Gewicht: 587 g.; Breite: 38,2 mm (Test), Besonderheiten: E-Bike Zulassung (ECE-R75) Gewebe-Pannenschutz rundum, Dreifach-Gummimischung (Triple-Star). schwalbe.com
Bild: Gathmann

Durch Nordamerika, Etappe 1: Der Dalton Highway – von Prudhoe Bay nach Fairbanks

10 Tage / 785,36 km / Fahrtzeit: 61h 22min / 15.283 kcal / 9.495 Höhenmeter
Deadhorse, Prudhoe Bay liegt im Norden Alaskas am Polarmeer. Hier wurde in der 70er-Jahren ein riesiges Ölfeld entdeckt und daraufhin eine Pipeline von Deadhorse bis nach Valdez im Süden Alaskas gebaut. Die einzige Versorgungsstraße nach Deadhorse ist der Dalton Highway (von den Einheimischen auch „the Haul Road“ (Versorgungsstraße genannt), eine Kiesstraße von Fairbanks nach Deadhorse mitten durchs Nichts. Die Straße folgt hauptsächlich der Pipeline und geht damit quer übers Gebirge und nicht etwa durch Täler.
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Gegen 17 Uhr abends am 1. August 2013 fuhren wir dann von Deadhorse los in Richtung Süden. Zu dieser Jahreszeit ist es oberhalb des Polarkreises noch 24 Stunden hell und so konnten wir bis spät in die Nacht fahren. Direkt hinter Deadhorse trafen wir auf einen anderen Fahrradfahrer aus Argentinien. Er wollte nach Argentinien zurücktrampen. Na dann mal Daumen hoch! Gerne hätten wir noch mehr geplaudert, aber die Schaar an Mücken um uns herum zwang uns mehr oder weniger zum Aufbruch. Noch nie hatten wir so viele Mücken auf einmal um uns herum gesehen! Die ersten 160 km waren meist flach und wir kamen gut voran als wir plötzlich einige Tiere vor uns entdeckten. Es waren so um die zehn Stück und wir konnten aus der Ferne nicht erkennen, ob es Bären waren. Da wir aber wussten, dass Bären eigentlich immer allein unterwegs sind, holten wir unser Teleobjektiv raus und erkannten eine Herde Büffel. Nach einer kurzen Fotosession, in der uns die Mücken wieder mal verrückt machten, ging es weiter und gegen 12 Uhr suchten wir uns einen Platz zum Zelten.
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Nach gründlicher Inspektion nach Bärenspuren schlugen wir unser Zelt in einer kleinen Parkbucht neben dem Highway auf. Die Bärenbox mit unserem Essen versteckten wir einen Kilometer weiter im Gebüsch. Je weiter weg, desto besser, die Angst vor Bären war doch präsent. Am nächsten Tag ging es dann weiter, bis sich gegen Mittag die Landschaft veränderte. Die Straße schlängelte sich nun einige mit Gras bewachsene Hügel rauf und runter. Man hätte meinen können wir sind in den schottischen Highlands. Die Anstiege waren zwar kurz aber steil, meist um die neun bis zehn Prozent Steigung. Was wir nicht ahnten: Das sollte bis Fairbanks so bleiben!
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Auch am dritten Tag ging es bergig und auf Schotter weiter. Die Trucks wirbelten mächtig Sand und Staub auf. Im Laufe des Tages hieß es dann für uns rauf auf den Pick up. 27 Kilometer Baustelle, da durften wir mit unseren Fahrrädern nicht durch. Also wurden unsere Räder auf die Ladefläche des Pilotautos, welches die Trucks sicher durch die Baustelle führt, verladen. Die Fahrerin erzählte uns von einem Campingplatz direkt hinter der Baustelle. Dort bauten wir unser Zelt direkt neben einem kleinen Gebirgsbach auf und stärkten uns für den nächsten Tag: Atigun Pass.
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Heftiger Gegenwind machte uns am nächsten Tag zu schaffen, sodass die Durchschnittsgeschwindigkeit nur ca. neun bis zehn Stundenkilometer betrug und wir nur schleppend vorankamen. Abends erreichten wir den Atigun Pass, einen 1415 Meter hohen Gebirgspass in der Gebirgskette Brooks Range. Trotz ungeteerter, matschiger Straße, meterhohem Schnee im Winter und bis zu zwölf Prozent Steigung passieren regelmäßig Trucks mit bis zu 40 Tonnen diesen Pass. Hinter dem Pass übernachteten wir neben einem kleinen Flughafen für Buschflugzeuge, dem Chandelar Shelf Airport. Bereits beim Zeltaufbau begann es zu regnen.
Der nächste Morgen. Immer noch prasselten Regentropfen auf unser Zeltdach und wir entschlossen uns erstmal auf besseres Wetter zu warten. Gegen Mittag hörte es größtenteils auf zu regnen und wir fuhren los. Der Highway war zu einer Matschpiste geworden und bereits nach wenigen Metern waren wir von oben bis unten mit Schlamm bedeckt. Das Fahrrad hatte eine neue Farbe, matschbraun, und auch wir haben uns perfekt dem Farbton der Straße angepasst. Irgendwann waren die Zahnräder so mit Schlamm bedeckt, dass wir nicht mehr schalten konnten. Daher mussten wir erstmal unsere Fahrräder vom gröbsten Dreck befreien, denn immer noch gab es viele steile Anstiege zu bewältigen.
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Nach ca. 50 km, dann endlich die Erlösung: eine frisch geteerte Straße! Nach einer weiteren kurzen Fahrt im Pilotauto durch die Baustelle, folgte eine angenehme Fahrt über den frisch geteerten Highway, größtenteils bergab oder flach. Endlich kamen wir mal schneller vorwärts! Kurze Zeit später, wir fuhren gerade einen Hang hinunter entdeckten wir weit vor uns etwas Dunkles auf der Straße umherlaufen. Wir dachten sofort an einen Bären und zückten schon unser Bärenspray, denn wer sollte hier sonst mitten in der Wildnis zu Fuß die Straße überqueren, weit ab von jeglicher Zivilisation. Langsam und den potenziellen Bären immer im Blickfeld fuhren wir weiter. Wir sahen einen Truck vorbeifahren ohne dass sich das Lebewesen bewegte. Das war nicht normal für ein Tier und wir erkannten wenig später wieder einmal eine Radfahrerin. Auch sie hielt uns zuerst für zwei Bären. Wir unterhielten uns mit ihr, als plötzlich wie aus dem Nichts ein Regenschauer auf uns niederprasselte, den wir so noch nie erlebt hatten. Innerhalb von Sekunden waren wir pitschnass und unsere Räder wieder sauber. 500 Meter weiter schien wieder die Sonne. Abends erreichten wir dann den Truck Stop Cold Foot, wo wir unseren Teller am Buffet voll machten und für 15 Dollar (!!!) eine warme Dusche bekamen.
Am sechsten Tag erreichten wir den Polarkreis. Ab hier gibt es keine Mitternachtssonne mehr. Dennoch war es bis ca. 12 Uhr abends recht hell. Außer dem Schild gibt es aber sonst nichts außer Berge und Wälder. Nebenan war ein kleiner Rastplatz mit ein paar Tischen und einer Feuerstelle. Hier übernachteten wir und trafen wieder auf unsere italienischen Freunde, zwei Radfahrer die wir bereits in Deadhorse und Cold Foot getroffen hatten. Am nächsten Morgen, wir machten gerade unsere Räder startklar, kam ein kleiner Tourbus mit Touristen. Ein roter Teppich wurde vor dem Schild ausgebreitet und jeder machte natürlich das typische Foto. Ob der mitgebrachte Kuchen am Polarkreis wirklich anders geschmeckt hat, man weiß es nicht. Wir sind dann auch bald aufgebrochen, da wir abends den Fluss Yukon erreichen wollten. In Cold Foot hatte uns ein Einheimischer verraten, dass die Strecke nach dem Polarkreis von den Truckern auch der „Rollercoaster“ (Achterbahn) genannt wird. Und ja es war buchstäblich eine Achterbahn, auch der Gefühle. Die Straße verläuft mitten durch die Berge, aber nicht etwa auf einem gleichbleibenden Level, sondern einfach über jeden Berg gerade drüber. Man fährt einen Kilometer steil bergauf und kurz danach wieder zwei Kilometer bergab, nur um dann wieder alles beim nächsten Hügel bergauf zu fahren. Die Steigungen waren dabei meist wieder zwischen acht und elf Prozent. Das zehrt an Kondition und Nerven! Einer dieser Berge hieß „beaver slide“ (Biberrutsche) und wir benötigten 1,5 Stunden für den Anstieg.
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Vorbeifahrende Trucks hüllten uns in dichten Staub und zwangen uns meist zum Anhalten. Nach einigen Stunden Fahrt bemerkten wir, dass der Dämpfer von Caro’s Fahrrad ziemlich tief einsinkt, fast bis zum Anschlag. Das sah nicht gut aus und machte die Bergetappe noch anstrengender. Noch war aber Luft im Dämpfer und wir beeilten uns das Camp am Yukon zu erreichen.
Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Pancakes und Kaffee (das ist fast wie Weihnachten) widmeten wir uns nochmal dem Dämpfer. Über Nacht war die komplette Luft entwichen und der Dämpfer ging bis zum Anschlag durch. So konnten wir nicht weiterfahren! Was nun? Unsere Panne erregte die Aufmerksamkeit einiger Leute und auch unsere italienischen Freunde diskutierten in der typischen Italienischen Art was zu tun sei. Sie schlugen vor den Dämpfer zu blockieren und so machten wir mit Riemen und jeder Menge Panzertape aus Caro’s Fully ein Hardtail. So konnten wir zumindest bis Fairbanks weiterfahren. Die Straße war seit dem Polarkreis wieder ungeteert und Caro spürte jetzt jeden Stein. Auch die Berge hörten nicht auf, immer noch ging es ständig steil bergauf und bergab, bis wir endlich an Tag 9 das Ende des Dalton Highways erreichten. Geschafft!!!
Von hier waren es nochmal 130 km bis Fairbanks auf dem Elliot Highway. Dieser ist zwar geteert, jedoch genauso bergig. Nach zwei Tagen erreichten wir dann Fairbanks. Dort trafen wir auf eine sehr nette Familie die uns zu sich einluden. Wir konnten in ihrem Camper übernachten und einen neuen Dämpfer besorgen. Ca. eine Woche mussten wir in Fairbanks bleiben, bis wir das Fahrrad reparieren und weiterfahren konnten.
Dalton15
Was man unbedingt wissen muss bevor man den Dalton Highway bezwingt:

  1. Man sagt zwar Alaska ist das Land der Bären, doch auf dem Dalton ist es eher das Land der Mücken. Nicht einen Bären haben wir unterwegs gesehen, doch die Schar an Mücken dort ist mit Deutschland unvergleichbar. Mückenspray und Kopfnetz sind unbedingt notwendig.
  2. Auch wenn wir keinen Bären gesehen haben, kann es zu einer Begegnung kommen. Daher unbedingt Bärenspray und einen Bärencontainer mitnehmen. Das Bärenspray kann man nicht im Flugzeug mitnehmen, gibt es aber in Deadhorse zu kaufen. Der Bärencontainer ist für Essen und Kosmetika und sollte ca. 500 m vom Zelt entfernt gelagert werden.
  3. Thema Essen: Den nächsten Supermarkt gibt es erst im 800 km entfernten Fairbanks. Zwar bekommt man in Cold Foot und am Yukon etwas zu Essen und Riegel zu kaufen, aber Nudeln, Reis oder ähnliches gibt es dort nicht.
  4. Wer glaubt, dass er 800 km lang allein durch die Wildnis radelt, irrt. Im Schnitt fährt mindestens alle 20 Minuten ein Truck oder Auto vorbei. Im Falle einer Panne ist man also nicht ganz der Wildnis ausgesetzt. Aber Vorsicht: Trucks haben immer Vorfahrt, besonders voll Beladene und in Bergauf Passagen.
  5. Thema Kommunikation: Während der kompletten Etappe von Deadhorse nach Fairbanks gibt es weder Handyempfang noch Internet. Telefonieren ist nur via Satellit möglich. Strom bekommt man hinter Atigun Pass,  Cold Foot und Yukon River Camp.

Bald geht die Reise weiter durch Kanada. Mehr Infos gibt es wieder unter:
www.biketour.tandemfliegen24.de
www.facebook.de/biketour2013
 
 

Radweg Eiserner Vorhang: GPS-Daten und Infos zur Radreise

Der Radweg Eiserner Vorhang verläuft einmal quer durch Europa entlang der ehemaligen Grenze zwischen Ost und West, in Deutschland sind es über 1100 Kilometer. Autor Thorsten Brönner fuhr etwa 650 Kilometer von Heilbad Heiligenstadt in Thüringen bis Travemünde an der Ostsee. Entlang des Weges besichtigte er ehemalige Grenzstationen und bestaunte, wie sich die Natur den Grenzstreifen wieder zurückholte („Deutschlands Grünes Band“). Die Infos und die GPS-Daten zum Radweg Eiserner Vorhang wurden hier noch einmal gesammelt.

radweg eiserner vorhang
Viele Relikte der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze lassen sich entlang des Radwegs „Eiserner Vorhang“ besichtigen. Foto: Thorsten Brönner

Anreise
Bahn: Heilbad Heiligenstadt verfügt über eine Bahnhaltestelle. Travemünde ist ebenfalls mit der Bahn gut zu erreichen.
Auto: Von Hamburg nach Heilbad Heiligenstadt ca. 300 km, von Berlin ca. 360 km, von Köln ca. 310 km, von München ca. 560 km.
Route
1. Tag: Heilbad Heiligenstadt – Weißenborn – Teistungen – Duderstadt ca. 40 km
2. Tag: Duderstadt – Bockelnhagen – Ellrich – Hohegeiß – Braunlage ca. 70 km
3. Tag: Braunlage – Drei Annen Hohne – Ilsenburg – Abbenrode – Hornburg ca. 59 km
4. Tag: Hornburg – Jerxheim – Hötensleben – Weferlingen – Grafhorst ca. 97 km
5. Tag: Grafhorst – Brome – Diesdorf – Dahrendorf – Wustrow ca. 86 km
6. Tag: Wustrow – Schrampe – Gollensdorf – Schnackenburg – Gorleben ca. 77 km
7. Tag: Gorleben – Wehningen – Neu Darchau – Bleckede – Lauenburg 88 km
8. Tag: Lauenburg – Büchen – Zarrentin – Kneese Dorf – Ratzeburg 80 km
9. Tag: Ratzeburg – Schlutup – Schönberg – Dassow – Travemünde 60 km

Gesamtstrecke: ca. 657 km

[osm_map lat=“51.394″ lon=“10.112″ zoom=“13″ width=“600″ height=“450″ marker=“51.40123,10.10095″ marker_name=“bicycling.png“ gpx_file=“https://radtouren-magazin.com/wp-content/uploads/2014/08/Radweg-Eiserner-Vorhang.gpx“ gpx_colour=“black“ control=“scaleline,mouseposition“ theme=“ol“ type=“CycleMap“]     Die Strecke ist schwarz markiert.
GPS-Daten
Radweg Eiserner Vorhang.gpx Strecke von Heilbad Heiligenstadt bis Travemünde von Thorsten Brönner
Streckencharakter & Ausrüstung
Die sehr ruhige Naturroute orientiert sich oft an bestehenden Radwegen und beinhaltet Asphalt,- Kies,- sowie Patrouillenwege. Während der Reiseweg im Norden einfach ist, so verlangt die Route weiter südlich eine solide Kondition. Die offizielle Ausschilderung »ICT – Iron Curtain Trail« ist aktuell selten anzutreffen. An manchen Stellen helfen die Schilder »Grünes Band Deutschland«. Dort, wo die Strecke anderen Radfernwegen folgt, ist die Beschilderung der parallel verlaufenen Routen gut. Wegen der derzeit mangelhaften Streckenkennzeichnung in abgelegeneren Gebieten ist es unbedingt notwendig, ein GPS-Gerät mit auf die Reise zu nehmen.
Aufgrund der zahlreichen Steigungen im südlichen Teil der beschriebenen Strecke empfiehlt es sich, mit einem bergtauglichen Reisefahrrad auf Tour zu gehen. Für die hin und wieder vorkommenden unbefestigten Wege sowie die mit großen Löchern durchsetzten Patrouillenwege ist eine breite Bereifung ratsam.

Mit dem Mountainbike durch Nordamerika

10.000 Kilometer liegen vor Mathias Zollbrecht und Carolin Dungs. Mit dem Mountainbike fahren sie von Alaska bis Arizona.
Fahne1
„Ich würde nie wo hingehen, wo die Tiere größer sind als ich und mich verspeisen können“ meinte unser guter Freund aus Oregon. Trotzdem nehmen wir nächste Woche, am 30. Juli 2013, den Flieger rüber nach Alaska, um von Deadhorse am Arktischen Meer nach Phönix, Arizona zu fahren.
Wer sind wir? Als wir uns vor drei Jahren in München kennengelernt haben, war sofort klar: Wir haben ein gemeinsames Hobby, und zwar Sport. Da wir nun beide am Ende unseres Studiums stehen (Mathias: Maschinenbauingenieur, Caro: Sport Bachelor) musste mehr als nur der Kurzurlaub in den Alpen her. Und so war die Idee dieser außergewöhnlichen Fahrradtour geboren.
Aber um ehrlich zu sein, so kurz vor unserer Abreise haben wir jetzt doch ein klein bisschen Angst: Was, wenn wir doch bald einen großen Grizzlybären vor uns auf der Straße sehen? Was machen wir, wenn wir unterwegs eine Panne haben oder uns das Essen ausgeht? Das sind nur ein paar der Gedanken, die uns jetzt gerade so durch den Kopf schwirren. Natürlich gehen wir nicht blauäugig an die Sache heran, wir haben bereits unseren Bärencontainer komplett mit Essen gefüllt (alles was da drin ist, ist vor den großen Grizzlies sicher) und uns auch die Strecken in Alaska schon ganz genau angeschaut, aber die Aufregung und ein paar Sorgen bleiben trotzdem.
Einer großen Herausforderung stellen wir uns gleich zu Beginn der Tour, nämlich der Strecke von Deadhorse nach Coldfoot (knapp 400km) und weiter nach Fairbanks (nochmal 400km). Und zwischendrin ist einfach nur nichts, nicht mal eine Tankstelle! Da ist es natürlich sehr wichtig, alle Reserven aufzufüllen und vor allem gewichtseffiziente Nahrung, also alles, was mehr als 350kcal pro 100g hat, mitzunehmen.
Getreu unserem Motto „Minimum Weight, Maximum Adventure“ reisen wir mit sehr wenig Gepäck, ohne Packtaschen neben unseren Rädern und nur einem Gepäckträger am Sitzrohr befestigt sowie einem Rucksack.
Die gute Nachricht für die Leser: Wir haben eine sehr hochwertige Foto- und Videoausrüstung mit im Gepäck. Zusammen mit unserem Laptop werden wir auch während Tour hier im Blog Einträge über den Verlauf und unsere Höhen und Tiefen berichten! Seid gespannt!
Hier gibt es noch mehr von uns und unserer Tour: www.biketour.tandemfliegen24.de

Radreise Jakobsweg Nord in Spanien: GPS-Daten und Infos kompakt

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Steile Abfahrt bei Saltacaballo auf dem Camino del Norte. Foto: Börje Müller

Schroffe Berge, grüne Küste, wildes Meer: Zwischen Bilbao und Cabo Fisterra in Nordspanien erstreckt sich ein rauer, ursprünglicher Landstrich. Dort, wo der Jakobsweg die Atlantikküste säumt, wähnt man sich manchmal eher in Irland als auf der iberischen Halbinsel. Unser Autor hat die Distanz mit dem Rennrad durchmessen, der Reiz der Wege und der Küche legen aber auch eine gemütlichere Fahrweise mit dem Reiserad nahe. Hier finden Sie die GPS-Daten des Autors zur Tour und die Infos kompakt.
Gefahrene Route
1. Tag: Bilbao – Castro-Urdiales – Laredo – Santoña – Noja – Somo – Pedreña – Santander – Bóo de Pielagos – Mogro, 123 km, 1.600 hm
2. Tag: Mogro – Bárcena de Cudon – Santillana de Mar – Cóbreces – Comillas – San Vicente de la Barquera – Unquera – Pie de la Sierra – Llanes, 96,7 km, 1.800 hm
3. Tag: Llanes – Poo – Niembro – Ribadesella – Colunga – Villaviciosa – Pión – Cabueñes, 101 km, 1.800 hm
4. Tag: Cabueñes – Gijon – Aviles – Salinas – Soto del Barco – Cudillero – Soto de Luiña – Ballota – Cadavedo – Barcia, 119 km, 1.900 hm
5. Tag: Barcia – Luarca – Piñera – Valdepares – Ribadeo – Vilamar – Vilanova de Lourenzá – Mondoñedo, 98 km, 1.500
6. Tag: Mondoñedo – Abadin – Vilalba – Alba – Pedrouzos – Baamonde – Begonte, 59,4 km, 1.100 hm
7. Tag: Begonte – Baamonde – Pobra de Parga – Vilariño – Sobrado dos Monxes – Ponte Pedra Seixo – Vilamaior – Santiago de Compostela, 115 km, 1.600 hm
8. Tag: Santiago de Compostela – Negreira – Busto – Hospital – Cee – Corcubión –San Roque – Finisterre, 86,7 km, 1.600 hm
Gesamt: 800 km
Streckencharakter und Ausrüstung:
Die Strecke verläuft ausschließlich auf asphaltierten, verkehrsarmen Nebenstraßen, nur in Ausnahmefällen in und um Ballungsräumen auf verkehrsreichen Abschnitten. Die Strecke wurde im Sommer 2013 komplett gefahren und ist bis auf wenige hundert Meter (!) mit dem Rennrad problemlos befahrbar – und daher auch mit einem normal bereiften Reiserad (ab 28 mm) zu bewältigen. Selten war der Streckenzustand bedenklich (Schlaglöcher!), mit Widrigkeiten wie kilometerlang Rollsplit wegen Fahrbahnausbesserungen muss natürlich auch in Spanien gerechnet werden.
Die Küstentour ist reich an Höhenmetern, über 11.000 kommen am Ende zusammen, wegen der viele Anstiege im gebirgigen Terrain sollte auf eine bergtaugliche Übersetzung und gute Bremsen geachtet werden. Die Gesamtstrecke von rund 800 km können trainierte Fahrer gut in acht Etappen absolvieren, auch mit dem Reiserad. Wer es gemächlicher angehen lassen will, kann z.B. die vier längsten Etappen (98, 105, 115 und 121 km) teilen und kommt so auf eine 12-tägige Radreise.
Das Klima an der nordspanischen Küste ist ganzjährig mild, selbst im Hochsommer steigen die Temperaturen selten über 30 Grad. Aber nicht umsonst heißt das Gebiet auch „Costa Verde“, grüne Küste: Die Niederschlagsmengen sind höher als im Rest des Landes, man kann zwar im Sommer auch hier lange Wochen ohne Niederschläge erleben, dennoch gehört eine vernünftige Regenausrüstung ins Gepäck, am Rad sind Schutzbleche empfehlenswert.
GPS-Daten
Radreise Camino del Norte: GPS-Daten DOWNLOAD .gpx-Track des Autors

Räder mit Riemenantrieb: Details zum Test

 
Ein Riemen-Antrieb lässt das fast wartungsfreie Rad machbar erscheinen. Inzwischen haben einige Hersteller und Kunden Erfahrung mit dem Gates-Carbon-Drive und neue Riementypen sind angekündigt. Hier haben wir zusätzliche Details und Meinungen der Anwender für Sie zusammengestellt.

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Randonneur mit Riemen: Simpel Optimist Alfine 11. Foto: Gleitsmann

Vorteile und Nachteile des Riemens
PLUS
− Der größte Vorteil: benötigt keine bzw. nur „saubere“ Schmierung unter extremen Bedingungen
− geräuschlos bei richtiger Einstellung
− lange Laufzeiten zwischen 10.000 und 30.000 Kilometer. Aber: Auch mit einer – ständig zu pflegenden – Kette sind laut Erfahrung einiger Nutzer im Radreiseforum Laufleistungen bis zu 20.000 Kilometer möglich, wenn man anschließend die Kette sowie das vordere und hintere Ritzel tauscht.
MINUS
– Der größte Nachteil: carbonverstärkte Riemen sind empfindlich gegenüber Fremdeinwirkung. Das erfordert besondere Aufmerksamkeit beim Transport und schränkt die Einsatzmöglichkeiten im Winter ein, weil etwa scharfkantiges Streugut die Struktur schädigen kann. Auch beim längeren Abstellen des Rades im Fahrradständer muss eigentlich klar sein, dass Niemand sein
– Ein Riemen als Ersatzteil ist wesentlich anspruchsvoller in Transport und Montage
– Geräusche bei falscher Einstellung können nur durch Werkstatt behoben werden
Gero Kästner, Freiburg. „Über das Fraunhofer Institut haben wir 13 Fahrräder von Tout Terrain mit Riemen-Antrieb als Mitarbeiter-Räder angeschafft. Damit gab es bis dato keinerlei Probleme. Lediglich an einem Rad knackte es anfangs an der Nabe. Nachdem die Spannung des Riemens beim Händler neu eingestellte wurde, war das Geräusch beseitigt. Ich selbst habe rund 2.000 Kilometer auf meinem Metropolitan mit Carbon Drive CDC zurückgelegt. Im Alltag schätze ich ungemein, dass der Antrieb keinen Dreck macht und gar keine Pflege braucht. Das ist mir den Aufpreis wert. Ich bezweifle, dass der Betrieb dauerhaft günstiger ist als an meinem Rohloff-Rad mit Kettenschaltung. Denn es soll ja am Ende der Laufleistung der gesamte Antriebsstrang ausgetauscht werden, was rund 250 Euro kostet.“
Eric Schuijt, Amsterdam. Er ist der berühmteste Radreisende der Niederlande, hat 200.000 Kilometer in 80 Ländern rund um den Globus auf dem Velo zurückgelegt, davon 20.000 mit Riemenantrieb. In seinem Fahrradladen „de Vakanitefietser“ in Amsterdam hat er sich auf Reiseräder mit Riemen und Rohloff-Nabe spezialsisiert: „Wir verkaufen nichts, was wir nicht selbst getestet haben. Beim Gates Riemen versprechen wir unseren Kunden guten Gewissens 10.000 Kilometer und mehr Laufleistung. Unserer Erfahrung nach hat dabei der neue Center-Track-Riemen tendenziell eine kürzere Laufleistung als der alte. Ein Riesen-Vorteil in hiesigen Wintern und auf Radreisen ist die Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen, besonders Salz. Ich habe den Riemen bei Temperaturen zwischen zehn Grad minus und 45 Grad plus ohne Probleme genutzt. Für die Kunden ist glaube ich der Exzenter die bessere Lösung zur Herstellung der Riemenspannung. Man kann weniger falsch machen. Unserer Erfahrung nach muss der Riemen nach dem ersten Nachspannen bei 500 Kilometern circa alle 3.000 Kilometer wieder nachgespannt werden. Unsere Kunden sind Radreisende und wir wollen sie zu eigenständigen Reparaturen befähigen. Wir geben deshalb als Faustregel für das Nachspannen: Ein Riemen, der sich 5 mm nach oben und 5 nach unten bewegen lässt, ist grob richtig gespannt. Damit fahren bislang alle gut.“
Peter Goldbeck, Simpel: „Laufzeiten von 20.000km sind bei unseren Kunden keine Seltenheit, ein Kunde hat bereits die 30.000km geknackt!“
Johannes Speer fährt mit einem Velotraum, Modelljahr 2012 mit Rohloff-Nabe und Gates Center Track-Riemen, jeden Tag zur Arbeit und kleinere Wochenendtouren, hat bis dato 3.300 km zurückgelegt: „Allein dass der Aufwand der Reinigung komplett wegfällt, ist super. Weil keine Schmiere ans Rad kommt, sieht es heute noch aus wie neu. Lästig war an meinem Rad eine unangenehme Geräuschentwicklung, ein Quietschen, lauter als eine ungeölte Kette. Im Winter und bei großen Temperaturunterschieden war das Geräusch quasi ein Dauerzustand. Aber auch im Stehen-Fahren und am Berg mit erhöhter Trittkraft war es besonders zu hören. Gates empfiehlt dagegen in den FAQ auf der Webseite ein Silikon-Gleitspray – und es hilft wirklich. Im Winter habe ich den Riemen damit zweimal eingesprüht, im Sommer sind die Geräusch nicht da. Meine Freundin hat inzwischen auch ein Riemenfahrrad.“
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So testet RADtouren
Alle Räder wurden bei den Herstellern zum Test angefordert, Maßgabe war allein ein Antrieb mit Riemen, eine komplette Ausstattung mit Licht, Schutzblechen und Gepäckträger war nicht gefordert, wird aber von allen Rädern im Test geboten. Die Räder werden von uns vermessen (.z.B. die Hinterbaulänge für die Packtaschenfreiheit, Griffweite und Sitzlänge), gewogen und über eine definierte Teststrecke gefahren. Für diesen Test erfolgte je eine Testfahrt mit Gepäck von 15 Kilo auf dem hinteren Träger. Der Bewertung liegt ein Punkteschema zugrunde, wobei die Räder in den praxisrelevanten Kategorien Fahrverhalten, Radreisequalitäten, Alltagsqualitäten, Komfort, Ausstattung (Wertigkeit der Komponenten) und Service (Garantie, Handelsnetz, Individualisierung) beurteilt werden. Der Fahreindruck spiegelt sich dabei in der Kategorie Fahrverhalten und einer Teilnote der Radreisequalitäten wieder. In den Testfahrten wird rund ein Drittel der insgesamt möglichen Punktzahl vergeben. Die übrigen Punkte werden nach Ausstattungsmerkmalen und Messergebnissen verteilt. Punktzahlen aus einem Reiseradtest sind nicht vergleichbar mit denen aus dem Test leichter Trekkingräder, da die Kategorien anders gewichtet werden.
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Touren Eder-Radweg: GPS-Daten und Infos kompakt

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Mitten in Deutschland liegt eine Radregion, die vielen bekannt ist, und die doch nur die wenigsten wirklich kennen: das Rothaargebirge in Nordrhein-Westfalen und dem Hessischen Bergland. Hier schlängelt sich der Eder-Radweg durch unberührte Natur mit weiten Wäldern, Bächlein, kleinen Flüssen und Stauseen. Wir stellen ihn und einige Abstecher in die sehenswerte Landschaft vor.
Route
1) Hilchenbach-Lützel – Bad Berleburg (inkl. Abstecher): Hilchenbach-Lützel – Abstecher Lahn- und Siegquelle – Ederquelle – Erndtebrück – Berghausen – Bad Berleburg ca. 52 km
2) Bad Berleburg – Frankenberg: Bad Berleburg – Raumland – Arfeld – Schwarzenau – Hatzfeld – Battenberg – Rennertehausen – Frankenberg ca. 52 km
3) Frankenberg – Waldeck (inkl. Abstecher ER 2): Frankenberg – Viermünden – Kirchlotheim – Herzhausen/Nationalparkzentrum Kellerwald (Abstecher Rundtour Nationalpark Kellerwald-Edersee ER 2/ 28 km mit Start vom Nationalparkzentrum über Schmittlotheim – Altenlotheim – Frankenau) – Asel Süd – Bringhausen – Waldeck ca. 78 km
4) Rundtour Edersee ER: Waldeck – Nieder-Werbe – Basdorf – Herzhausen – Harbshausen – Asel Süd – Bringhausen – Rehbach – Waldeck ca. 50 km
5) Rundtour Nationalpark Kellerwald-Edersee ER3: Waldeck – Hemfurth – Affoldern – Giflitz – Kleinern – Gellershausen – Bringhausen – Nieder-Werbe ca. 51 km
6) Nieder-Werbe – Fritzlar: Nieder-Werbe – Hemfurth – Abstecher Bad Wildungen – Wega – Fritzlar ca. 49 km
7) Fritzlar – Kassel: Fritzlar – Wabern – Altenburg – Felsberg – Haldorf – Guxhagen (Edermündung in die Fulda) – Kassel ca. 50 km
Gesamt: ca. 382 km
Streckencharakter & Ausrüstung
Der Eder-Radweg ist lückenlos beschildert, wobei zu Anfang Wegweiser mit der Aufschrift „Ederauen-Radweg“ die Richtung zeigen. Hinter Bad Berleburg – auf dem Hessischen Teilstück – geht die Wegweisung zu Schildern mit einem „E“ und dem Hessischen Landeswappen über. Zu Beginn der Touren von Hilchenbach-Lützel aus werden Sie mit einigen Steigungen konfrontiert, die meist auf ruhigen, geschotterten Waldwegen verlaufen. Auf dem Hessischen Teil verbessert sich die Wegequalität merklich – geht größtenteils in asphaltierte Radwege über. Im Gebiet von Nationalpark Kellerwald, ebenso bei den Abstechern am Edersee, treffen wir wieder auf Natur belassene Teilstücke mit einigen Steigungen, bevor es auf Flachetappen der Mündung in die Fulda entgegengeht.
GPS-Daten
Touren Eder-Radweg: GPS-Daten DOWNLOAD .gpx-Track des Autors
Weitere Infos
Touristikverband Siegerland-Wittgenstein e. V.
Koblenzer Str. 73
57072 Siegen
Tel.: + 49 (0)271 – 3331020
www.siegerland-wittgenstein-tourismus.de
Waldeck-Ederbergland GmbH
Südring 2
34497 Korbach
Tel.: + 49 {0}5631 – 954359
www.waldecker-land.de
Touristik Kurhessisches Bergland e.V.
Parkstr.6
34576 Homberg
Tel.: +49 (0)5681 – 775480
www.kurhessisches-bergland.de
Nationalpark Zentrum Kellerwald
Weg zur Wildnis 1
34516 Vöhl-Herzhausen
Tel.: +49 (0)5625 – 992781
www.nationalparkzentrum-kellerwald.de
www.nationalpark-kellerwald-edersee.de

Ostschweiz GPS-Daten und Infos zur Touren

Vom Rad aus ähnelt die Ostschweiz bisweilen einer jener Miniatur Bergkulissen von Modellbahnen. Die perfekt ausgeschilderte Mehrtagesreise durch die Region ist geprägt von stolzen Historienstädten, die Radler mit zahlreichen Museen und einer vorzüglichen Küche verwöhnen. Unterwegs spürt man die Magie der Stiftsbibliothek St. Gallen, berauscht sich am Donnern des Rheinfalls und erliegt gegen Reiseende den sanften Wellen des Bodensees.
DOWNLOAD .gpx-Track Ostschweiz des Autors

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Bilderbuch- oder Modellbahnlandschaft? Foto: Thorsten Brönner

Infos Ostschweiz
Anreise
Bahn: Alle größeren Orte entlang der Fahrradroute verfügen über einen eigenen Bahnhof. Die Fahrradmitnahme ist in den Zügen der SBB gut möglich, allerdings empfiehlt sich wegen der hohen Auslastung zwischen dem 21. März und dem 31. Oktober eine Reservierung, auf den ICN-Linien ist sie in dieser Zeit Pflicht. Die SBB informiert auf der webseite sbb.ch/bahnhof-services vorbildlich über das Angebot und die Auslastung der Züge. Verpackt in einer Tranzbag (tranzbag.com) reist das Velo umsonst als Handgepäck mit.
Auto: Von Hamburg nach Romanshorn ca. 850 km, von Berlin ca. 780 km, von Köln ca. 550 km, von München ca. 230 km.
Gefahrene Route
1. Tag: Romanshorn – Arbon – Roggwil – Wittenbach – St. Gallen ca. 25 km
2. Tag: St. Gallen – Rehetobel – Walzenhausen – Oberegg – Appenzell ca. 53 km
3. Tag: Appenzell – Gossau – Bischofszell – Weinfelden ca. 48 km
4. Tag: Weinfelden – Müllheim – Frauenfeld – Altikon – Winterthur ca. 46 km
5. Tag: Winterthur – Pfungen – Flaach – Rheinau – Schaffhausen ca. 53 km
6. Tag: Schaffhausen – Stein am Rhein – Salenstein – Romanshorn ca. 75 km
Gesamt: ca. 300 km
Streckencharakter & Ausrüstung
Der beschriebene Rundkurs beinhaltet die „NaTour pur“ Radrouten Most-Tour Thurgau, Appenzeller Route, Ostschweizer Wein-Route, Nordostschweizer Kulturroute und Rhein-Radweg. Auf den Webseiten ostschweiz.ch sowie veloland.ch kann man sich genauer über Streckenverlauf und Steigungen informieren. Die Beschilderung auf den Schweizer Velorouten ist einheitlich und lückenlos. In der Ostschweiz und im Fürstentum Liechtenstein sind aktuell rund 3.500 Routen-Kilometer markiert. An jeder Abzweigung stehen Veloschilder, auf denen die weiterführenden Wege oft mit Kilometerangaben beschrieben sind.
Veranstalter
Die Reise kann über Ostschweiz Tourismus ostschweiz.ch gebucht werden, der Ihre Wunschreise auf den verschiedenen NaTour pur Reiserouten in Zusammenarbeit mit dem Tourenveranstalter Swisstrails durchführt. Das Reiseunternehmen organisiert neben den Übernachtungsbetrieben auch einen Gepäcktransport von Unterkunft zu Unterkunft. Bei Swisstrails kann man Tourenvelos, Tandems und E-Bikes ausleihen. SwissTrails, Trockenloostr. 101, 8105 Regensdorf, Tel. +41/(0)43/422 60 22, swisstrails.ch
Unterkunft
Hotel Vadian, Gallusstr. 36, St. Gallen, Tel. +41/712 28 18 78, hotel-vadian.com
Hotel Löwen, Hauptgasse 25, Appenzell, Tel. +41/717 88 87 87, loewen-appenzell.ch
Hotel Eisenbahn, Bahnhofstr. 2, Weinfelden, Tel. +41/716 22 10 60, gasthof-eisenbahn.ch
Hotel Wartmann, Rudolfstr. 15, Winterthur, Tel. +41/522 60 07 07, wartmann.ch
Sorell Hotel Rüden, Oberstadt 20, Schaffhausen, Tel. +41/526 32 36 36, rueden.ch
Brasserie Bahnhof, Im Bahnhof, Romanshorn, Tel. +41/714 60 08 60, brasserie-romanshorn.ch
Karten & Reiseführer
Schweiz Baedeker Reiseführer, Mairdumont, ISBN: 978-3-8297-1455-6, 27,99 Euro, baedeker.com
Lonely Planet Reiseführer Schweiz, Lonely Planet, ISBN 978-3-8297-2281-0, 22,99 www.lonelyplanet.de
Veloland Ostschweiz, Werd Verlag, ISBN 978-3-85932-688-0, 28,90 Euro, werdverlag.ch
Thorsten Brönner: Radtouren für Genießer, Bruckmann Verlag, ISBN 978-3-7654-5446-2, 32,99 Euro, bruckmann.de
Freizeitkarte SchweizMobil Ostschweiz, Werd Verlag, ISBN 978-3-8593-2620-0, 16,50 Euro

Drei-Flüsse-Tour GPS-Daten und Infos zur Rundreise

Flussradwandern ist im Allgemeinen ein Erlebnis der gemütlichen Art: Unsere Tour verquickt die Flüsse Rhein, Erft und Ahr zu einer entspannten Runde, die zwischendrin auch mal etwas mehr Körpereinsatz verlangt. Die Route berührt dabei pulsierende Metropolen genauso wie alte Schlösser.
Die GPS-Daten zur Radreise finden Sie hier.
DOWNNLOAD .gpx-Track des Autors

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Am Flussufer ist das Radreisen bequem und gesellig. Foto: Herzmann

Infos Drei-Flüsse-Tour
Anreise
Auto: Da es sich bei der 3-Flüsse-Tour um einen Rundkurs handelt, ist die Anreise mit dem eigenen PKW eine gute Option. Bonn liegt direkt an der A 59, A 555, A 562, A 565 und B9 und ist bestens erreichbar. Info Parken: www.bonn-city.de. Z. B. Stiftsgarage für 38,50 € die Woche, Tel.: 0228 – 634814, www.stiftsgarage.de
Bahn: Bonn ist ein Eisenbahnknotenpunkt im Süden Nordrhein-Westfalens, Züge fahren mehrmals täglich von/nach Hamburg, München, Aachen und Leipzig.
Gefahrene Route
1. Bonn – Rolandeck – Remagen – Sinzig – Bad Neuenahr-Ahrweiler ca. 40 km
2. Bad Neuenahr-Ahrweiler – Altenahr – Ahrbrück – Schuld – Blankenheim ca. 66 km
3. Blankenheim – Nettersheim – Holzmülheim – Schönau – Bad Münstereifel – Euskirchen – Weilerswist – Erftstadt – Kerpen ca. 80 km
4. Kerpen – Bergheim – Bedburg – Grevenbroich – Gnadental – Neuss mit Abstecher (Rundkurs Düsseldorf) ca. 80 km
5. Neuss – Dormagen – Leverkusen – Köln – Wesseling – Bonn ca. 80 km
Gesamt: ca. 346 km
Streckencharakter & Ausrüstung
Die 3-Flüsse-Tour an Rhein, Ahr und Erft ist „nicht“ einheitlich beschildert. Vom Start- und Zielpunkt Bonn bis nach Sinzig orientiert man sich anfangs an den Radwegeschildern „Rheinradweg“. Von Sinzig nach Blankenheim folgt man der Beschilderung „Ahrtal-Radweg“. Von Blankenheim nach Neuss weisen die Schilder „Erft-Radweg“ die Richtung, bevor es von Neuss den Rhein aufwärts zurück nach Bonn geht. Überwiegend verläuft die Route auf asphaltierten Radwegen, an Ahr und Erft sind einige kurze Passagen auf Wald- und Wiesenwegen zu beradeln. Wobei an der Erft mehrfach verkehrsreiche Straßen zu überqueren sind. Von Bad Neuenahr-Ahrweiler bis nach Blankenheim, ebenso an der Erft ist mit einigen Steigungen zu rechnen.
Unterkunft
Hotel Deutsches Haus, 53111 Bonn, Tel.: 0228 – 633777,
deutscheshaus-bonn.de
Hotel Ahrbella, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel.: 02641 – 7500-0,
www.ahrbella.de
Hotel Kölner Hof, 53945 Blankenheim, Tel.: 02449 – 9196,
www.hotel-koelner-hof.de
Park Hotel, 50170 Kerpen, Tel.: 02273 – 98580,
www.parkhotel-kerpen.de
Hotel Mercure, 41469 Neuss, Tel.: 02131 – 1380,
www.mercure.com
Hotel Aigner, 53111 Bonn, Tel.: 0228 – 604060
www.hotel-aigner.de
Reiseführer & Karten
BVA 3-Flüsse-Tour, Bielefelder Verlag, ISBN: 978-3-87073-478-7, 7,95 Euro; fahrrad-buecher-karten.de
Radwanderkarte Ahr-Radweg, ISBN: 978-3-89920-324-0, 4,95 €,
Rhein-Radweg 4, ISBN: 978-3-89920-333-2, 8,95 €, Rhein-Radweg 5, ISBN: 978-3-89920-569-5, 6,95 €, www.publicpress.de
Weitere Infos
Tourismus & Congress GmbH Bonn
Platz der Vereinten Nationen 2
53113 Bonn
Tel.+ 49 (0) 228 – 91 04 1 – 0
www.bonn-region.de
Ahrtal-Tourismus e.V.
Hauptstr. 80
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Tel. +49 (0) 26 41 / 91 71 -0
www.ahrtal.de
Nordeifel Tourismus GmbH
Bahnhofstr. 13
53925 Kall
Tel. +49 (0) 24 41-99 45 7-0
www.nordeifel-tourismus.de

Radrunde Hamburg: GPS-Daten und Infos

Von wegen grauer Städte Mauern: Eine Fahrradtour durch eine Metropole und ihr grünes Umland gehört zum abwechslungsreichsten, was man auf zwei Rädern machen kann. Innen lebendig, außen erholsam – besonders wenn man sich das Erkunden mit dem E-Bike leicht macht, wie unser Autor in Hamburg. Die GPS-Daten zur Tour finden Sie hier.
DOWNLOAD .gpx-Track Hamburger Radrunde des Autors
Hamburger Radrunde Im Nebel am Deich entlang 004
Infos Hamburger Radrunde
→ Anreise- / Rückreise
Bahn: Wedel bei Hamburg kann man mit der S-Bahn vom Hamburger Hauptbahnhof erreichen. Ein Vorteil ist die gute Verknüpfung der Route mit dem Schnell- und Regionalbahnnetz des Hamburger Verkehrsverbundes. Übrigens werden im HVV auf allen S-, U- und A-Bahnen Fahrräder kostenlos befördert. Es sind allerdings Sperrzeiten zu beachten.
Auto: Über A1, A7 ist Hamburg gut erreichbar. Nach Wedel geht es hinterm Elbtunnel über die B 431. Hamburg ist von Köln ca. 430 km, von Berlin ca. 300 km, vom Ruhrgebiet ca. 370 km, von Stuttgart ca. 670 km, von München ca. 790 km und von Dresden ca. 495 km entfernt.
→ Gefahrene Route:
1. Wedel – Henstedt-Ulzburg: 63 km
2. Henstedt-Ulzburg – Bergedorf: 74 km
3. Bergedorf – Buxtehude: 63 km
4. Buxtehude – Fähre Lühe: 20 km
Gesamt: 220 km
→ Sehenswertes:
Wedel: Willkomm-Höfft, Ernst-Barlach-Museum; Uetersen: Klosteranlage, Rosarium; Ellerhoop: Arboretum; Hemdingen: Himmelsmoor; Ulzburg: Alsterquelle; Sülfeld: Historischer Alster-Trave-Kanal; Jersbek: Gut Jersbek mit Barockpark; Ahrensburg: Schloss; Trittau: Wassermühle, Billetal; Sachsenwald: Bismarckmuseum, Bismarckturm; Wentorf: Jagdschloss; Bergedorf: Wasserschloss, Sternwarte, historischer Bahnhof; Curslack: Freilichtmuseum Rieckhaus; Maschen: Größter Rangierbahnhof Europas; Seevetal: Horster Mühle; Ehestorf: Freilichtmuseum Kiekeberg; Schwarze Berge: Wildpark; Buxtehude: Fachwerkhäuser in der Altstadt; Alter Hafen, Marschtorzwinger; Altes Land: Drehbrücke bei Groß-Hove; Jork: Altes Land Museum, Gräfenhof, Mühle in Borstel; Steinkirchen: Fachwerkhäuser auf dem Lühedeich, Hogendiek-Klappbrücke; Grünendeich: Elbansicht, Lühe-Schulau-Fähre;
→ Streckencharakter & Ausrüstung
Obwohl wir uns in Norddeutschland befinden, ist die Hamburger Radrunde nicht ausnahmslos flach. Es gibt einige Steigungen, die aber nur kurz sind. Die erste Etappe ist durchweg asphaltiert und sogar rennradtauglich. Hauptsächlich führt die Route über Radwege oder Nebenstraßen. Hin und wieder gibt es auch Abschnitte, die über ehemalige Bahntrassen führen, die nicht immer geteert sind. Mit einem Trekking- oder Tourenrad kann man die Radrunde gut bewältigen. Man sollte allerdings auf heftigen Wind gefasst sein. Die Beschilderung der Hamburger Radrunde ist stark verbesserungswürdig. An vielen Wegegabelungen muss man rätseln. Deshalb sind gutes Kartenmaterial oder ein Navi unerlässlich.
→ Karte
Hamburger Radrunde, BVA-Verlag, ISBN 978-3-87073-482-4, Maßstab 1:75 000, 6,80 Euro, bva-bielefeld.de

Thüringer Städtekette GPS-Daten und Infos zur Tour

Thüringer Städtekette Erfurt Krämerbrücke 011
Thüringer Städtekette Erfurt Krämerbrücke. Foto: Kothe

Dass ein angeregter Kreislauf auch den Geist auf Trab hält, ist bekannt. Wer dem deutschen Denken aktiv auf die Spuren kommen will, findet dazu auf dem Radweg der Thüringer Städtekette ein schönes Terrain. Fein restaurierte Städte, deren einstige Bewohner sich wie das Who-is-Who der nationalen Kulturgeschichte lesen, reihen sich hier aneinander.
Die GPS-Daten zum Download finden Sie hier.
DOWNLOAD .gpx-Track Thüringer Städtekette
Infos Thüringer Städtekette
Anreise- / Rückreise
Bahn: Eisenach, Gotha, Erfurt, Weimar, Jena, Gera und Altenburg haben einen IC-, RE-, oder RB-Anschluss der Deutschen Bahn. Nahverkehrszüge verkehren zwischen allen Orten der Städtekette, überwiegend im Stundentakt. Die Fahrradmitnahme in Zügen is in Thüringen kostenlos!
Auto: Eisenach über A 4, Altenburg über A 4 und B 7
Gefahrene Route
1. Eisenach – Erfurt: 78 km
2. Erfurt – Jena: 46 km
3. Jena – Gera: 63 km
Gera – Altenburg: 44 km
Gesamt: 231 km
Sehenswertes
Eisenach: UNESCO-Welterbe Wartburg, Bachhaus, Lutherhaus, Georgenkirche, Stadtschloss, Automobile Welt Eisenach, Südstadt; Wutha: Geologische Verwerfungen; Gotha: Schloss Friedenstein, Orangerie, Gothaer Haus der Versicherungsgeschichte, Cranach-Haus, Museum der Natur, Kasematten; Wechmar: Stammhaus der Familie Bach; Erfurt: Domberg mit Mariendom und Severikirche, Krämerbrücke, Augustinerkloster, Citadelle Petersberg, Rathaus am Fischmarkt; Weimar: UNESCO-Welterbestadt mit Goethes- und Schillers Wohnhaus, Stadtkirche Peter und Paul, Wittumspalais, Stadtschloss mit Stadtmuseum, Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Park an der Ilm mit Goethes Gartenhaus, Schloss Belvedere und Orangerie, Cranach-Haus, Liszt-Museum, Bauhaus-Museum, Gedenkstätte Buchenwald; Jena: Botanischer Garten, Goethe Gedenkstätte, Schillers Gartenhaus, Zeiss-Planetarium, Optisches Museum, Schott Glasmuseum/Villa, Phyletisches Museum; Gera: Otto-Dix-Haus, Orangerie, Museum im Höhler, Museum für Naturkunde, Botanischer Garten, Stadtmuseum; Ronneburg: Neue Landschaft Ronneburg; Schmölln: Knopf- und Regionalmuseum; Altenburg: Romantisches Altstadtensemble mit 5 Märkten, Skatbrunnen, Altenburger Brauerei mit Museum, Altenburger Schloss mit Schlosspark, Naturkundliches Museum Mauritianum, Kunstmuseum Lindenau, Sieben Stadttürme, davon vier begehbar.
Streckencharakter & Ausrüstung
Die Radroute führt über ebene oder leicht wellige Nebenstraßen, Rad- oder Wirtschaftsweg. Manchmal sind Anstiege zu überwinden, die aber zumeist kurz und nicht so steil sind, insgesamt kommen aber dennoch rund 1.900 Höhenmeter Aufstieg zusammen. Mit einem guten Tourenrad, auch mit Nabenschaltung, kann man die überwiegend asphaltierten Oberflächen gut bewältigen.
Unterkunft
Unterkünfte in allen Preisklassen findet man überall. Auch die Fahrradunterbringung ist in der Regel kein Problem. In Eisenach, Erfurt, Weimar und Eisenberg kann man auch in Jugendherbergen übernachten. Campingplätze gibt es in Wanderleben bei Gotha, in Weimar, in Jena und in Altenburg.
Weitere Infos
Thüringer Städte, Pocket Guide, 0,50 € + Versand, erfurt-tourismus.de

Radreise Deutsche Fußballroute NRW: GPS-Daten und Infos kompakt

deutsche fussball route aachener rathaus
Startort der Deutschen Fussballroute. das Aachener Rathaus. Foto: Kothe

deutsche fussball route abstecher warendorf
Gegen Ende der Deutschen Fußballroute NRW: Warendorf ist einen Abstecher wert. Foto: Kothe

deutsche fussball route boekelberg 009
Mönchengladbach: Wo das Runde durch Stadion am Bökelberg rollte, reihen sich jetzt eckige Häuser. Foto: Kothe

deutsche fussball route hinweisschild am rhein 006
Der Ball weist den Weg. Zusatzschilder an den touristischen Routen. Foto: Kothe

deutsche fussball route lienen am teutoburger wald 033
Lienen am Teutoburger Wald. Foto: Kothe

Nirgendwo in Deutschland liegen Fußballkultstätten so dicht beisammen wie in Nordrhein-Westfalen. Die Fußballroute NRW verbindet sie über bestehende Radreiserouten – das gewährt Ballfaulen Einblicke in die Welt des Sports, erlaubt aber auch unterhaltsame Halbzeitpausen an touristischen Attraktionen. Die 805 Kilometer lange Deutsche Fußball Route startet in Aachen und führt den Fußballfan und Fahrradbegeisterten bis nach Bielefeld. Unser fußballbegeisterter Autor hat den Schwerpunkt auf „das Runde“ gelegt. Den Bericht zur Radreise auf der Deutschen Fußballroute NRW lesen Sie in RADtouren 1/14. Hier finden sie die GPS-Daten der Tour zum Download und die Infos kompakt.
Gefahrene Route
1. Aachen – Düren 56 km
2. Düren – Leverkusen 73 km
3. Leverkusen – Mönchengladbach 73 km
4. Mönchengladbach – Düsseldorf 66 km
5. Düsseldorf – Hattingen 75 km
6. Hattingen – Bottrop 107 km
7. Bottrop – Dortmund 75 km
8. Dortmund – Münster 105 km
9. Münster – Lienen 89 km
10. Lienen – Bielefeld 86 km
Gesamt: 805 km
Streckencharakter & Ausrüstung
Die Deutsche Fußball Route (DFR) führt überwiegend über flaches Land. Anstiege gibt es im Aachener Raum, vor und nach Wuppertal und kurz vor Bielefeld. Manchmal führt die Route kurze Stücke über stärker befahrene Straßen. Die Oberflächenbeschaffenheit der DFR ist im Allgemeinen gut. Fast alle Wege sind asphaltiert. Die gesamte Strecke ist nicht immer gut ausgeschildert. Vor allem in den Städten fehlen oft Wegweiser, deshalb sind gutes Kartenmaterial oder ein Navigationsgerät unerlässlich. Im Ruhrgebiet verläuft die Route abschnittsweise über ehemalige Bahntrassen. An einigen Orten gibt es zusätzliche Hinweistafeln, die besondere Infos zu fußballerischen Sehenswürdigkeiten geben. Aufgrund der nicht so häufig vorkommenden Anstiege reicht ein Tourenrad mit einer Ketten- oder Nabenschaltung aus.
Sehenswertes
Aachen: Rathaus, Dom, Tivoli, Soers; Köln: Dom, Museum Ludwig, Sporthochschule, Geißbockheim, Deutsches Sport- und Olympiamuseum, Altstadt; Leverkusen: BAYarena, Sportpark; Niederrhein: Schloss Dyck, Schloss Rheydt, Kloster Knechtsteden; Mönchengladbach: Bökelberg, Borussia-Park, Museum Abteiberg; Krefeld: Grotenburg, Zoo, Burg Linn; Düsseldorf: Kaiserswerth mit Kaiserpfalz, Esprit-Arena, Altstadt, Landtag, Kunsthalle, Medienhafen; Mettmann: Neanderthal-Museum; Wuppertal: Stadion am Zoo und Tierpark, Schwebebahn, Von-der-Heydt-Museum; Hattingen: historische Fachwerk Altstadt; Mülheim/Ruhr: Aquarius; Duisburg: Zoo, MSV-Arena, Sportpark, Innenhafen, Landschaftspark-Nord; Oberhausen: Schloss Oberhausen, Gasometer, Rheinisches Industriemuseum, Neue Mitte, Stadion Niederrhein; Bottrop: Tetraeder, Alpincenter; Essen: Neues Stadion, Weltkulturerbezeche Zollverein, Folkwang-Museum, Grugapark, Villa Hügel; Gelsenkirchen: Glückaufkampfbahn, Veltins-Arena mit Schalkemuseum; Bochum: Bergbaumuseum, Jahrhunderthalle, Rewirpowerstadion, Eisenbahnmuseum Dahlhausen; Dortmund: Zeche Zollern, Signal-Iduna-Stadion, Borsigplatz, Westfalenpark, Deutsches Fußballmuseum (ab 2014); Bergkamen: Sportcentrum Kaiserau; Ascheberg: Schloss Westerwinkel; Nordkirchen: Schloss Nordkirchen; Lüdinghausen: Schloss Lüdinghausen, Burg Vischering; Münster: Prinzipalmarkt, Friedenssaal, Dom, Preussenstadion, Allwetterzoo; Telgte: Wallfahrtskirche, Krippenmuseum; Ladbergen: Schuhmachermuseum; Versmold: Pele´s Schuh; Bielefeld: Sparrenburg, Schüco-Arena
GPS-Daten
Radreise Deutsche Fußballroute NRW: GPS-Daten DOWNLOAD .gpx-Track des Autors
deutsche fussball route vor der bayarena in leverkusen 007
Fotos: Kothe