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Rad-Eldorado Chiemsee

Die Radregion Chiemsee verbindet landschaftliche Vielfalt mit beschaulichen Orten und kulturellen Attraktionen: Auf dem Chiemsee-Uferweg umrunden Radfahrer das „Bayerische Meer”. Waldwege und alpines Gelände sind ein beliebtes Terrain für Mountainbiker. In der abwechslungsreichen Landschaft mit ebenen Radstrecken und sanft bis stark ansteigenden Passagen kommen Genussradler und Familien ebenso auf ihre Kosten wie Hobby- oder Leistungssportler. Gut ausgeschilderte Radrouten mit Einkehrmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten am Wegrand, radfreundliche Unterkünfte und Annehmlichkeiten wie der kostenlose Rad- und Wanderbus „Chiemsee Ringlinie“ machen die Urlaubsregion Chiemsee zum Rad-Eldorado.

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Eine Radtour mit Picknick am See ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Foto: Priener Tourismus GmbH

Um den Chiemsee gibt es seit kurzem zwei Varianten für Radfahrer. Die ca. 55 km mit nur geringen Steigungen sind für Jeden machbar. Der Chiemsee Radweg ist besonders geeignet für normale bis sportliche Radfahrer sowie E-Bike-Fahrer, Genussradler und Familien. Einkehr- und Bademöglichkeiten gibt es reichlich alle paar Kilometer.
Ein beliebtes Format für Radbegeisterte war in der Vergangenheit etwa die „Priener Radlwoche“. Ob E-Radeln, GPS-Wandern oder Elektro-Boot fahren – täglich wechselnde Führungen am Bayerischen Meer und Technik-Trainings holten in dem Rahmen Mountainbiker, Rennradfahrer und E-Biker auf die Pedale.
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Vor der Kulisse der Berge lässt es sich entspannt am Seeufer radeln. Foto: Priener Tourismus GmbH

Unterwegs auf der „Tour des Franz“, zu historischen Stätten der Kelten und Römer oder auf königlichen Spuren am „Bayerischen Meer“ – viel zu entdecken gab es im Rahmen der Priener Radlwoche allemal. Ob Genussradler, Mountainbiker, Rennradfahrer oder E-Biker, die täglich wechselnden Themenrouten führen Aktivurlauber rund um den Chiemsee und durch das bayerische Voralpenland. Fachliches Know-How und neueste Markttrends erfuhren die Teilnehmer etwa beim großen „Prien elektrisiert“-E-Bike-Testtag oder beim praxisorientierten Vortrag rund um GPS-Navigation beim Abschlussevent am Samstagvormittag mit anschließender Fahrradtour.
Passend zum Jahresmotto „Königlich Prien“ führte eine der Touren mit Blick auf Schloss Herrenchiemsee auf dem Uferweg zu den landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten der Region.
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Stege erschließen den See als Badeort zur Abkühlung während der Radtour. Foto: Priener Tourismus GmbH

Neben dem wechselnden Tagesangebot während der Radlwoche bleibt noch ausreichend Zeit für individuelle Erkundungen. Entlang verschiedener Themenwege entdecken Aktiv- und Genussurlauber etwa bei den Direktvermarkter-Touren von der Mühle bis zur Mosterei regionale Köstlichkeiten. Ob nestfrische Freilandeier, Saft aus regionalem Obst oder die geballte Energie von 100.000 Priener Blüten – das in und um Prien eingesammelte „Do it yourself“-Picknick genießen sie dann beispielsweise direkt am Chiemseeufer, im Segel- und Elektroboot auf dem „Bayerischen Meer“ oder in den Chiemgauer Voralpen mit Panoramablick.
Neben sieben Übernachtungen und den Leistungen der „Priener Radlwoche“ bietet das Urlaubspaket zur Radlwoche als „königliches“ Rahmenprogramm eine Schifffahrt zur Herren- und Fraueninsel und eine Besichtigung von „Schloss Herrenchiemsee“ inklusive Führung. Das Paket ist ab 154 Euro pro Person buchbar.
Weitere Informationen sind beim Kur- und Tourismusbüro Prien unter info@tourismus.prien.de oder +49-(0)8051 6905 0 sowie im Internet unter www.tourismus.prien.de erhältlich.
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Auf vielen asphaltierten Wegen rollt es sich leicht. Foto: Priener Tourismus GmbH

Römer-Lippe-Route – Infos zur Radreise

Kaum eröffnet, hat sich die Römer-Lippe-Route schon zum Geheimtipp gemausert. Die 297 Kilometer lange Radwanderstrecke von Detmold hinunter nach Xanten, versammelt Zeugnisse des römischen Imperiums, sie berührt spannende Industriekultur und durchzieht Jahrhunderte alte Kulturlandschaft. Autor Thorsten Brönner hat die Route der Hochkultur in unmittelbarer Nachbarschaft zur Route der Industriekultur abgeradelt und berichtet darüber in RADtouren-Magazin 2/14. Die wichtigsten Infos sowie den GPS-Track der Hauptroute der Römer-Lippe-Route finden Sie hier.

TIPP: RADtouren Leserreise
Die Radreise auf der Römer-Lippe-Route bieten wir als Leserreise an. Für RADtouren Leser öffnen sich verschlossene Türen: Sie erhalten besondere Führungen und viele Ermäßigungen bei Eintritten. Mehr Infos und ein Buchungsformular zum Download gibt es hier. DOWNLOAD PDF Leserreise Römer-Lippe-Route

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Auch durch schmucke Renaissance-Stadtkerne führt die Römer-Lippe-Route oft. Foto: Brönner

Infos Römer-Lippe-Route
Anreise
Bahn: Zum Startort Detmold verkehren Regionalbahnen der DB und eine Buslinien, in denen eine Fahrradmitnahme möglich ist. Der Zielort Xanten sowie zahlreiche weitere Städte entlang der Fahrradroute verfügen über einen Bahnhof.
Auto: Von Hamburg nach Detmold ca. 260 km, von Berlin ca. 400 km, von Köln ca. 210 km, von München ca. 600 km. Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist und am Ende der Reise von Xanten nach Detmold mit dem Zug zurückfährt, benötigt mindestens ca. 4 Stunden.
Gefahrene Route
1. Tag: Detmold – Holzhausen – Schlangen – Bad Lippspringe ca. 37 km
2. Tag: Bad Lippspringe – Paderborn – Sande – Mantinghausen – Lippstadt ca. 55 km
3. Tag: Lippstadt – Eickelborn – Lippetal – Uentrop – Hamm ca. 63 km
4. Tag: Hamm – Werne – Lünen – Bork – Haltern am See ca. 74 km
5. Tag: Haltern am See – Dorsten – Hünxe – Wesel – Xanten ca. 68 km
Gesamt: ca. 297 km
Sehenswertes
Detmold: LWL-Freilichtmuseum, Hermannsdenkmal, Lippischen Landesmuseum, Vogelpark Heiligenkirchen, Adlerwarte Berlebeck; Horn-Bad Meinberg: Externsteine; Bad Lippspringe: Westfalen-Therme, Heimatmuseum, Ruine der Burg Lippspringe, Pfarrkirche St. Martin, Prinzenpalais, Brunnenhaus der Liborius-Heilquelle; Paderborn: Schloss Neuhaus, Dom, Diözesanmuseum, Abdinghofkloster, Museum in der Kaiserpfalz, Städtische Galerie, Deutsches Traktoren- und Modellauto-Museum, Kunsthalle Paderborn; Anreppen: Römerlager, Lippstadt: Marienkirche, Stiftsruine, Pfarrkirche St. Nicolai, historischer Stadtkern; Hamm: Maximilianpark, Schmetterlingsgarten, Pauluskirche, Gustav-Lübcke-Museum, Tierpark, Schloss Heessen, Schloss Oberwerries; Haltern am See: Römermuseum, historische Altstadt, St. Sixtus, Naturpark Hohe Mark; Dorsten: Jüdische Museum Westfalen; Wesel: Zitadelle, Altes Wasserwerk Willibrordidom; Xanten: LVR-Archäologischen Park Xanten
Streckencharakter & Ausrüstung
Die 2013 eröffnete Route weist nur im östlichen Abschnitt Steigungen auf und ist sehr gut ausgeschildert. Die Strecke führt fast ausnahmslos über befestigte Wege und ist auch mit einfachen Trekkingrädern mit Nabenschaltung befahrbar. Es kommen sowohl eigenständige Radwege als auch Passagen auf Nebenstraßen vor. Als Streckenlogo dient ein quadratisches Schild, das einen Römerhelm sowie den Flusslauf darstellt. Zudem ist der Schriftzug „Römer-Lippe-Route“ zu sehen. Es existieren zwei separat ausgeschilderte Nebenrouten zu den Themen „Römer“ und „Wasser“.
Karten & Reiseführer
Römer-Lippe-Route. Vom Teutoburger Wald zum Niederrhein, 1:50 000, Verlag Esterbauer, ISBN 978-3-8500-0371-1, 13,90 Euro, esterbauer.com
ADFC Radreiseführer Römer-Lippe-Route 1:50 000, Bielefelder Verlag, ISBN 978-3-8707-3584-5, bva-bielefeld.de
Thorsten Brönner: Deutschlands schönste Flussradwege, Bruckmann Verlag, ISBN 978-3-7654-5107-2, 29,99 Euro, bruckmann.de
Radwanderkarte Römer-Lippe-Route 1:50 000, Publicpress, ISBN 978-3-8992-0741-5, publicpress.de
GPS-Daten
Den .gpx-Track Römer-Lippe-Route finden Sie hier: DOWNLOAD .gpx-Track Hauptroute
Weitere Informationen
Das Portal roemerlipperoute.de informiert ausführlich über aktuelle Umleitungen und bietet umfassende Informationen zum Download. Fragen beantwortet: Ruhr Tourismus GmbH, Centroallee 261, Oberhausen, Tel. 01805/18 16 20

Trekkingrad Test: Räder bis 999 Euro – Details und Testkriterien

Für beinahe 1.000 Euro erwarten Käufer zu Recht ein rundum ausgereiftes Trekkingrad. Unser Trekkingrad Test von zehn touren- und alltagstauglichen Modellen mit Kettenschaltung klärt, wie die Erwartungen erfüllt werden und welche Unterschiede in dieser stark besetzten Klasse für die Kaufentscheidung wichtig sind.
Ein Trekkingrad ist nach wie vor das Rad für alle Fälle. Wer es kauft, will mit ihm meist fast alles machen können: über löchrige Stadtstraße zur Arbeit fahren, es bei der Spritztour über Land mal zügig angehen lassen oder für eine längere Radreise randvolle Taschen anhängen. Bei Fahrrädern mit Kettenschaltung wie unseren Testmodellen wird die Meßlatte fürs Alleskönnen besonders hoch gehängt. Schließlich haben sie ihren Kollegen mit Nabenschaltung in der Regel die uneingeschränkte Bergtauglichkeit voraus. Der Grund: Sie besitzen schlicht mehr leichte und schwere Gänge. Von einem 1.000-Euro-Trekkingrad werden die meisten Kaufinteressenten erwarten, dass es trotz vieler Talente nicht viel Gewicht auf die Waage bringt. Trotzdem darf der Komfort natürlich nicht auf der Strecke bleiben – und nicht zuletzt sollten Ausstattung und der Auftritt Mitradlern auf den ersten Blick vermitteln, dass das Rad die Investition wert war.

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Im hügeligen Gelände erleichtern Trekkingräder mit Kettenschaltung das Radreisen. Foto: Gleitsmann

Wir haben an 10 Trekkingrädern der aktuellen Generation getestet, wie sie den Anspruch des Alleskönnens einlösen. Wie wir gewertet haben, erfahren Sie weiter unten. In der Galerie finden Sie zusätzliche technische Details der Räder, die auch beim Kauf eines anderen Trekkingrades oder bei einem eigenen Trekkingrad Test Hilfestellung leisten. Eine allgemeine Kaufberatung zum Thema Reise- und Trekkingrad finden Sie hier.
Die Modelle in unserem Trekkingrad Test
Batavus Tourmalet (Herren)
Bergamont Vitess Ltd. (Herren)
Cube Delhi (Damen)
Gudereit SX 75 (Herren)
Kalkhoff Endeavour XT (Herren)
Pegasus Premio SL Disc (Herren)
Rabeneick Sherpa Lite (Herren)
Radon Sunset 9.0 Disc (Herren)
Raleigh Rushhour 6.0 (Herren)
Stevens Primera Disc (Herren)
 
Wie wir als RADtouren-Team testen:
Für den Test werden die Räder bei den Herstellern angefragt, die Serienräder zur Verfügung stellen. Für den Reiserad-Test waren Räder mit Stahlrahmen, Gepäckträgern vorne und hinten und Schutzblechen gefragt. Eine Preisobergrenze war nicht vorgegeben. Auf die Vorgabe der StVZO-Dynamo-Lichtanlage verzichteten wir, da nach neuer StvZO auch Batterielicht zulässig ist, das im Reiseeinsatz durchaus Vorteile hat, Stichwort: „Camping“. In der Redaktion wird die Serienausstattung erfasst, die Räder werden mit montierten Pedalen gewogen sowie vermessen, wobei unter anderem die Rahmengröße, die Lenkerbreite, die Hinterbaulänge, die Höhe der tiefsten Gepäckträger-Ebene, die Überhöhung des Sattels gegenüber dem Lenker bei einer Standardsitzposition und andere Sitzpositionsdaten gewonnen werden.
Die Bewertung erfolgt in den Kategorien Ausstattung, Komfort, Alltagstauglichkeit, Fahrverhalten und Radreisequalitäten sowie Service.
Ausstattung
Bei der Ausstattung wird sowohl der Umfang als auch die Wertigkeit der einzelnen Bestandteile des Rades gewertet. Beispielsweise erhält eine Shimano XT-Gruppe oder Rohloff-Schaltung mehr Punkte als eine Shimano Deore-Gruppe. Eine hochwertige Scheibenbremse erhält deutlich mehr Punkte als eine V-Brake. Aber auch das Vorhandensein einer Lichtanlage gegenüber dem Fehlen ist ein deutlicher Punktgewinn. Die Punktevergabe erstreckt sich bis hin zu Details wie dem Kettenkasten, Lichtkabelverlegung oder einem zusätzlichen Spritzschutz am Schutzblech.
Komfort
Schwieriger ist Komfort des Fahrrades zu bewerten, da er zu einem hohen Anteil auf dem Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine beruht, also abhängig davon ist, wie genau der Fahrer auf das Rad passt. Hier zählt nach wie vor die individuelle Probefahrt. Unsere Bewertung ist daher mehr eine Annäherung an den möglichen Komfortwert. Ermittelt wird das Potential der Stoßdämpfung, also Federelemente und Reifenbreite, die Anpassbarkeit an verschiedene Körper (verstellbare Vorbauten, Sattelverstellbereich), die Griffe (mit oder ohne Bar-Ends), die Lenkerform, die Bedienung der Schaltung. Außerdem gibt es für das Vorhandensein einer Lichtautomatik ebenso Extrapunkte wie für sonstige Komfortfeatures wie einen abklappbaren Lenker.
Alltagsqualitäten
Bei der Bewertung der Alltagsqualitäten berücksichtigen wir die Pannensicherheit der Reifen (je größer desto besser, außerdem die Schutz-Ausstattung des Reifens unter Einbeziehung vorhandener Testergebnisse). Bei der Schaltung hat die Nabenschaltung hier die Nase vorn, weil sie im Alltag durch ihre einfache Wartung glänzt. Weiterhin betrachten wir den Kettenschutz: Ist es nur ein Ring um das große Kettenblatt oder gibt es einen komplett geschlossenen Kettenkasten? Beim Gepäckträger ist die Bauart ausschlaggebend: Besitzt er eine Federklappe, ist es ein Systemträger (z.B. Racktime) und schützt er das Rücklicht? Im Alltag sind natürlich auch die Bremsen wichtig, wir unterscheiden zwischen besonders alltagsfreundlicher Scheibenbremse und Magura HS Hydraulikbremsen gegenüber klassischer V-Brake. Der Diebstahlschutz spielt auch eine Rolle. Es werden Anti-Diebstahlachsen, Rahmenschloss und Code-Systeme bepunktet. Besonders jetzt in der dunklen Jahreszeit ist die Lichtausstattung von Bedeutung: Ist ein (oder sogar ein zweites) Standlicht vorhanden, gibt es Tagfahrlicht, welcher (Naben-)Dynamo ist verbaut? Hieran anknüpfend wird auch die Kabelverlegung bewertet. Wer jeden Tag mit dem Rad unterwegs ist, interessiert sich auch für die Schutzbleche: Punkte gibt es hier für eine besonders feste Montage sowie einen guten Spritzschutz. Mehr Punkte gibt es außerdem für eine aufrechte Sitzposition, die für eine bessere Übersicht im Verkehr sorgt.
Radreisequalitäten
Auf die Radreisequalitäten richten wir unser besonderes Augenmerk – sie werden bei der Punktevergabe auch höher gewichtet. Diese sind aufgeteilt in Fahreigenschaften und Gepäckladefähigkeit des Rades. Um die Fahrstabilität mit Gepäck zu beurteilen führen wir Fahrtests mit Gepäck durch, wenn es die Tragfähigkeit zulässt kommen 10 Kilo vorne und 25 Kilo hinten, gleíchmäßig verteilt auf vier Packtaschen ans Rad. Mit Gepäck führen wir Ausweichmanöver im Stile eines „Elchtests“ bei Autotests durch. Außerdem müssen die Räder bergab nach einer definierten Gefällstrecke zum Stilldtand gebracht werden und werden im Wiegetritt bergauf bewegt, um die Kletterfähigkeit zu beurteilen, die zusätzlich über die mögliche kleinste Entfaltung bewertet wird (maximale Punktzahl ab Werten kleiner 1,5 Meter). Darüber hinaus bewerten wir den konstruktiven Schwerpunkt und die Höhe der Gepäckträger, da sie wesentlich zum Fahrverhalten beitragen. Bei den Ladefähigkeiten geht es zum einen um reine Zahlenwerte wie die Zuladung der Gepäckträger und das zulässige Gesamtgewicht, aber auch um die Bauart und Montage der Träger, die Laufradstabilität (hier auch die Speichenzahl), die Standsicherheit und auch die Flaschenhalteranzahl.
Fahrverhalten
Die Bewertung des allgemeinen Fahrverhaltens erfolgt anhand von subjektiven Fahreindrücken, ist also in hohem Maße an das Empfinden der erfahrenen Tester gebunden. Auf einem immer gleichen Testparcours fahren wir mit jedem Fahrrad zunächst über asphaltierte Straßen, machen dort Ausweichmanöver und einen Bremstest, danach geht es auf unbefestigte Wege, eine steile Rampe hinauf und wieder runter und durch Engstellen. Auf dieser Strecke bewerten wir dann die Kontrollierbarkeit, den Geradeauslauf, die Fahrdynamik, das Kurvenverhalten, das Bremsverhalten und die gefühlte Effizienz (hier fließt der Leichtlauf der Reifen soweit bekannt mit ein) sowie die Fahrdynamik (hier fließt auch das Gewicht in die Punktewertung ein).
Fahren geht über studieren
Ein wichtiges Wort zum Schluss: Sie finden in unseren Tests sehr gute Orientierung über die Qualitäten eines Rades im Vergleich zu anderen nach den genannten Kriterien. Es kann aber sein, dass Sie persönlich Kriterien ganz anders gewichten als wir. Etwa ein niedriges Gewicht viel höher bewerten, oder die Alltagsnutzung zu 50 Prozent wichtig finden (während wir ihr nur ca. ein Fünftel der Gesamtpunkte beimessen). Achten Sie also besonders auf die Teilnoten. Ein Rad, das eine Empfehlung verdient, weil es ein guter Allrounder ist, muss nicht genau das richtige Rad für Sie sein. Und fahren Sie etwaige Kaufkandidaten immer zur Probe!
Die Testergebnisse gibt es hier im Shop zu kaufen.
 

Test: Fahrrad Dynamolader für die Navigation mit Smartphones und Co.

Immer mehr Radfahrer nutzen GPS zur Navigation. Und dank zahlreicher Radrouting-Apps fürs Smartphone wird ihre Anzahl wahrscheinlich schnell steigen. Doch GPS-Geräte am Lenker sind Stromfresser. Insbesondere bei Smartphones ist schon nach wenigen Stunden mit aktiver Navigation Schluss.
Text: Thomas Froitzheim, Test: Andreas Oehler, Fotos: Froitzheim/Oehler
Zur Verlängerung der „geführten Fahrzeit“ bieten sich zwei Lösungen an: Zum Einen ein Zusatzakku, der abends nachgeladen wird. Unabhängiger von der Steckdose ist man aber, wenn man einfach die Energie des Nabendynamos zum Nachtanken anzapft. Das ermöglichen sogenannte Dynamolader fürs Fahrrad, die es inzwischen in beachtlicher Auswahl gibt. Kleiner Nachteil: Viele der Spezialgeräte sind nur online zu kaufen.
Sogar Ladelösungen, die in Scheinwerfer integriert sind, befinden sich auf dem Markt. Sie sind vor allem dann eine Überlegung wert, wenn der vorhandene Scheinwerfer eher zu den lichtschwachen Modellen gehört. Denn beide Scheinwerfer im Test zählen in Sachen Lichtleistung zur Oberklasse. Sie sind entsprechend teuer, wobei der Luxos nach unseren Tests sogar die derzeitige Referenz unter den Dynamo-Scheinwerfern darstellt.
Für die Montage sind bei allen Geräten keine elektronischen Kenntnisse gefragt. Die größte Herausforderung ist das Zusammenführen der Kabel in den kleinen Steckern und das Verlegen für die Verbindung zum Dynamo – es entfällt bei den Scheinwerfern. Besonders leicht machen das Anbringen am Rad Geräte, die mit Gummibändern oder Kabelbindern am Rahmen befestigt werden. Fest montierte USB-Lader wie der Cycle 2Charge und der The Plug verbleiben immer am Fahrrad. Dadurch sind auch die empfindlichen Kontaktflächen für die Steckverbindung ständig der Witterung ausgesetzt, was auf Dauer ein Nachteil sein kann.

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Fahrrad Dynamolader wie das wasserdichte b+m E-Werk finde überall am Fahrradrahmen einen Platz. Foto: Gathmann

So funktioniert’s
Der Nabendynamo des Fahrrades liefert zunächst nur ungeeigneten Wechselstrom. Spannungsspitzen bei schneller Fahrt können zuweilen 50 Volt erreichen und damit jedem Verbraucher den elektronischen Exitus bereiten. Somit müssen spezielle Ladeschaltungen her, um den Nabendynamostrom zu zähmen und optimal aufzubereiten. Sie erzeugen die gewünschten 5 Volt Gleichspannung für den Eingangsbereich der elektronischen Navigationshelfer.
Das ist wichtig
Am wichtigsten: Der Lader muss zum eigenen Navigationsgerät oder Akku passen (Testbriefe). Er soll schon bei langsamer Fahrt möglichst viel Leistung abgeben. Wer viel in der Stadt fährt, sollte darauf besonders achten, aber auch Genußtourer sind eher mit weniger als 20 km/h unterwegs, wo einige Geräte noch gar keine Energie liefern. Für witterungsunabhängigen Betrieb sorgen wasserdichte Gehäuse und geschützte Steckverbindungen, die längst nicht jedes Gerät besitzt. Wer viele verschiedene Verbraucher anschließen will, braucht auch ein vielseitiges Gerät mit verschiedenen Stecker-Optionen. Allgemein gilt: Ladeschaltungen sind nichts für die Ewigkeit. Insbesondere durch die verbauten integrierten Akkus, die teilweise nicht wechselbar sind, und das ständige Laden und Entladen sollte man vorsichtshalber von einer Lebensdauer von zwei bis drei Jahren ausgehen.
Laden nicht erlaubt
Viele Outdoor-Navis von Garmin, Falk und Magellan verwenden zwei normale, auswechselbare AA-Akkus („Mignon“) als Energiequelle. Diese können im Gerät aber nicht aufgeladen werden. Grund: Wenn statt Akkus normale Batterien verwendet werden – was durchaus funktioniert – würde ein Ladestrom die Batterien sozusagen zum Kochen bringen und das gesamte Gerät zerstören.
Die meisten GPS-Geräte lassen dennoch durchaus zu, dass ein externer Strom (z.B. über das USB-Kabel) das Gerät betreibt. Dann werden die darin liegenden Akkus aber nicht geladen. Das spart immerhin Akku-Power.
Anhalten unerwünscht
Wenn man unterwegs anhält, stoppt natürlich auch die Stromlieferung über den Nabendynamo. Viele GPS-Geräte wie Garmins Oregon-Serie fragen bei einem derartigen Spannungsabfall nach, ob man wieder auf die internen Akkus umschalten möchte. Nach jedem Halten und Anfahren muss man somit mehrmals auf den Touchscreen „tatschen“ – das nervt. Abhilfe schafft ein „Pufferakku“, der die Spannung hält, und das GPS-Gerät merkt nichts vom stehenden Nabendynamo. Diese Pufferakkus können in den Ladeschaltungen integriert sein (Luxos U, USB-Werk, ADA Bikeconverter) oder als externe, zusätzliche Geräte zwischen Ladeschaltungen und GPS-Gerät geschaltet werden. Ob man Ladeschaltungen mit Pufferakkus braucht, hängt natürlich vom verwendeten GPS-Gerät ab. Die älteren eTrex- und GPSMap60-Serien von Garmin luden nach dem Wiederanfahren von Rad und Strom auch ohne munter weiter.
Hilfreiche Puffer
Externe Pufferakkus mit hoher Speicherkapazität finden sich im Internet unter dem Schlagwort „Powerbank“. Neben robusten Geräten aus Schweizer Fertigung gibt es auch billige Exemplare aus China. Wichtig für die Verwendung am Fahrrad: mindestens 800mA müssen am Eingang und 1000mA am Ausgang möglich sein, gleichzeitiges Laden und Entladen sollte funktionieren, und die Ausgangsspannung muss automatisch aktiviert sein.
Wir haben hier das kompakte boropowerIP036 getestet, welches teilweise schon für unter 15 Euro verfügbar ist. Ein Smartphone kann damit etwa zweimal aufgeladen werden. Da es nicht wasserdicht ist, gehört es (wie auch der größere Teil der Spannungsregler) in die Lenkertasche. Prinzipiell kann man mit der voll geladenen Powerbank (insbesondere Exemplare mit 10.000mAh Kapazität) auch ohne Nachladen durch den Nabendynamo den Tag überbrücken.
Smarte Zicken
Ein klassisches GPS-Gerät wie ein Garmin Oregon 450 benötigt je nach Stärke der Hintergrundbeleuchtung 0,8 bis 1,2 Watt. Smartphones sind durch größere Displays und leistungsfähigere Prozessoren mit 1,5 bis 2,5 Watt wesentlich stromhungriger und haben in unserem Test ein teilweise sehr spezifisches Ladeverhalten an den Tag gelegt.
Manche Smartphones wie einige HTC- und Motorola-Modelle verhalten sich beim Nachladen unkompliziert: Sie erwarten schlicht 4,5 Volt am USB-Anschluss und nehmen soviel Leistung, wie gerade verfügbar ist. Diese Geräte laden mit bis zu 900 mA (entsprechend 4,5 Watt), dadurch kann bei schneller Fahrt Energie im Geräteakku für langsame Strecken oder Pausen gespeichert werden. Apple und Samsung hingegen machen es dem Radfahrer unnötig schwer. Ein iPhone erwartet neben unterschiedlichen eigenen Ladekabeln eine spezielle Beschaltung der USB-Datenleitungen, um damit einen festen Ladestrom einzustellen (z.B. 500mA oder 1 A). Wenn dieser Strom für einige Zeit nicht geliefert werden kann und damit die Spannung einbricht, stellt das iPhone das Laden ein und beginnt damit auch nicht mehr, wenn wieder korrekte 5 Volt anliegen. Es wird eine Fehlermeldung angezeigt, und der Ladevorgang startet erst, wenn die Spannung zwischendurch auf Null gesunken bzw. die Versorgung unterbrochen wurde. Samsung lädt zwar ohne feste Vorgabe mit dem verfügbaren Strom und senkt den Ladestrom, wenn mal bei langsamer Fahrt weniger zur Verfügung steht. Es belässt dann aber den Strom auf dem niedrigsten Niveau, auch wenn wieder schneller gefahren wird. Als Nutzer merkt man davon zunächst nichts – bis der Ladestand langsam sinkt, obwohl man zügig unterwegs ist. Mit hohem Strom wird erst wieder geladen, wenn die Spannung unterbrochen wurde. USB-Werk und ADA erledigen das von Zeit zu Zeit automatisch. Übrigens – wer mit Licht fährt, kann gleichzeitig in der Regel nur sparsame Verbraucher wie GPS-Geräte laden. Einige Modelle wie the Plug laden dann gar nicht.
Welches Gerät für wen?
Reiseradler sollten einen Blick auf Busch & Müllers E-Werk werfen. Es gehört zwar zu den teuersten Geräten, zeigt sich aber sehr leistungsfähig (6 Watt Ausgangsleistung bei schneller Fahrt) und robust. Nachteil: Das sich mit der Fahrgeschwindigkeit kontinuierlich ändernde Leistungsangebot ist nicht mit allen Mobilgeräten kompatibel. Wer viel Leistung braucht – etwa um ein Akkupack zu laden – und zuweilen schnell fährt, für den ist das E-Werk optimal.
Wer nach der Fahrt sein Ladegerät auch als separaten Akku benötigt, sollte sich den Zzing anschauen. Oder seine Ladeschaltung mit einer externen Powerbank kombinieren.
Nutzer sensibler Smartphones wie des Galaxy S3 sollten auf ADA oder USB-Werk zurückgreifen, weil nur durch ihre Ladetechnologie die Smartphones auch wirklich geladen werden
Wer Gerät und Lader am Rad unterbringen will, kommt an den wasserdichten E-Werk, USB-Werk oder Biologic Reecharge nicht vorbei.
Wer ein einfaches GPS-Gerät (dem Spannungsunterbrechungen nichts ausmachen) laden will, kann auch mit preiswerten und zudem leichten Geräten wie Revolt oder Biologic Reecharge glücklich werden.
Nutzer von GPS-Geräten wie Garmins Oregon, die nachlassenden Ladestrom immer mit Warnhinweisen quittieren, sollten unbedingt Ladeschaltungen mit integriertem oder externem Pufferakku wählen.
Designorientierte Reiseradler sollten ein Auge auf integrierte Scheinwerferlösungen wie Luxos U oder Axa Nano 50 werfen, beziehungsweise die statt einer Aheadkappe über dem Vorbau verbauten Modelle the Plug oder cycle2charge in Erwägung ziehen.
Für iPhones sind Ladelösungen mit Pufferakku nahezu alternativlos. Da das iPhone 5 noch recht neu ist und übliche Standards ignoriert, wird dafür ein spezielles Ladekabel mit Widerständen im Stecker erforderlich sein.
Den kompletten Test der Fahrrad-Dynamolader zum Download gibt es hier.
Dynamolader und Akkupacks im Test:

Ada Bike Converter / ca. 69 Euro TIPP Preis/Leistung
Axa Nano Plus Scheinwerfer mit USB-Anschluss / ca. 98 Euro
Biologic Reecharge Dynamo-Ladekit / ca. 25 Euro
b+m E-Werk / ca. 147 Euro TIPP Radreise
b+m USB-Werk / ca. 99 Euro TIPP für Smartphone-Einsatz
b+m Luxos U Scheinwerfer mit USB-Anschluss und Pufferakku / ca. 179 Euro
Cycle2Charge / ca. 65 Euro
Powerbank Akku / ca. 25 Euro
Revolt Fahrrad Dynamo-Ladegerät / 30,00 Euro
Zzing Smartphone Edition / ca. 99 Euro
ToutTerrain The Plug II / ca. 139 Euro


Mönchsradweg – GPS-Daten und Infos zur Tour


Die alte Pilgerroute der Mönche begleitet auf familienfreundlichen Radwegen durch die Postkartenidylle Schleswig-Holsteins zur Insel Fehmarn. Weil er erstens weitgehend flach ist und zweitens sehr verkehrsarm geführt wird, eignet er sich auch für Familien mit kleineren Kindern. Mit dem neuen Teilstück von Bremen nach Wischhafen kommt er inzwischen auf 530 Gesamtkilometer. Die hier vorgestellte Route führte über etwa 420 Kilometer von Glückstadt nach Puttgarden und beinhaltet zudem ein paar interessante Abstecher. Infos und GPS-Daten des Mönchswegs sind hier noch einmal für Sie gesammelt.
Anreise
Bahn: Glückstadt liegt auf der Strecke Hamburg-Westerland und ist ebenso wie der Zielpunkt Puttgarden direkt an das Netz der Deutschen Bahn angeschlossen. Beispiel: Von Köln mit 1 bis 2 x umsteigen ca. 5 Std. Radfahrer Hotline: 01805/ 151415 (0,14 €/ Min), Auskunft über Fahrradmitnahme- oder -versand.
Pkw: Aus Südlicher Richtung über die A1 Hamburg, B3 und B73 nach Glückstadt. Über die A7 Richtung Flensburg auf die A23 Richtung Heide/Husum, Abfahrt Hohenfelde direkt auf Glückstadt. Kostenfreie Parkplätze in Glückstadt (ohne Garantie und Haftung) finden Sie im Hafen.
Gefahrene Route

1. Tag: Glückstadt – Borsfleth – Krempe – Heiligenstedten – Itzehoe – Kronsmoor – Kellinghusen ca. 63 km

2. Tag: Kellinghusen – Bokel – Mönkloh – Bad Bramstedt – Großenaspe – Wahlstedt – Bad Segeberg ca. 69 km

3. Tag: Bad Segeberg – Daldorf – Bornhöved – Stocksee – Bosau – Plön ca. 54 km

4. Tag: Abstecher (Rundkurs): Bad Segeberg – Rotenhahn – Bebensee – Tralau – Travenbrück – Vinzier – Leezen – Schafhaus – Bad Segeberg ca. 55 km

5. Tag: Plön/ Bosau – Timmdorf – Bad Malente – Eutin – Gömnitz – Neustadt in Holstein ca. 53 km

6. Tag: Oldenburg in Holstein – Altenkrempe – Cismar – Riepsdorf – Oldenburg in Holstein ca. 42 km

7. Tag: Abstecher (Rundkurs): Neustadt – Rogerfelde – Sierhagen – Hasselburg – Altenkrempe – Beuslohe – Brodau – Altenbek – Pelzerhaken – Neuenstadt ca. 27 km

8. Tag: Oldenburg in Holstein – Neukirchen – Heiligenhafen – Lütjenbrode – Landkirchen – Burg auf Fehmarn – Puttgarden ca. 59 km

Gesamtstrecke: ca. 422 km

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GPS-Daten
Mönchsweg GPX Daten 3X Die Strecke des Mönchsradwegs gefahren von Klaus Herzmann
Streckencharakter & Beschilderung
Der Mönchsweg ist vorbildlich und durchgehend von Glückstadt bis zum Ziel in Puttgarden beschildert. Überwiegend trifft der Tourennde dabei auf gut ausgebaute, beinahe steigungsfreie Rad- und Wirtschaftswege sowie ruhige Landstrassen. Somit ist die Radtour auch Familien mit kleineren Kindern sehr zu empfehlen.

Radweg Deutsche Einheit – GPS-Daten und Infos zur Tour

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Foto: Andreas Worms

 
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Foto: Andreas Worms

Die Route folgt dem „Weg der Deutschen Einheit“, einem Rad- und Wanderweg, von der westlichsten zur östlichsten Grenze Deutschlands. Auf dem rund 780 Kilo langen Teilstück des insgesamt etwa 1.080 Kilometer langen Weges, der Aachen und Görlitz miteinander verbindet, können bis zu 16.000 Höhenmeter überwunden werden. Am ehemaligen Grenzübergang kreuzt der Weg das „Grüne Band Deutschlands“, ein entlang der ehemaligen Grenze errichtetes Naturschutzgebiet. Hier wurden Infos und GPS-Daten zum „Weg der Deutschen Einheit“ noch einmal für Sie zusammengefasst.  
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Der „Weg der Deutschen Einheit“ verbindet über 1.080 Kilometer Aachen und Görlitz miteinander. Autor Andreas Worms fuhr 780 Kilometer der Strecke. Foto: Andreas Worms.

Anreise 
Bahn: Aachen ist schlecht an das EC/IC-Netz der Bahn angebunden. Anreise über Köln und von dort mit Regionalexpress. Alternativ Start in Winterberg mit guten Regionalverbindungen aus dem Großraum Rhein-Ruhr. Der nächste Bahnhof von Nordhalben ist das 23 Kilometer entfernte Kronach, das über eine Radroute parallel zur Straße 2207 gut zu erreichen ist.
Route

Tag   1: Aachen – Simmerath62 km

Tag   2: Simmerath – Ittenbach106 km

Tag   3: Ittenbach – Olpe 88 km

Tag   4: Olpe – Winterberg 73 km

Tag   5: Winterberg – Frankenau 58 km

Tag   6: Frankenau – Waldkappel 96 km

Tag   7: Waldkappel – Friedrichroda 85 km

Tag 8: Friedrichroda – Bad Steben143 km

Tag   9: Bad Steben – Nordhalben 69 km

Gesamt:780 km

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GPS-Daten
Grenzerfahrung.gpx Touren Deutsche Einheit von Andreas Worms
Streckencharakter & Ausrüstung
Eine landschaftlich reizvolle Strecke, welche teilweise höhere Ansprüche an Ausstattung wie Ausrüstung stellt und trotz E-Unterstützung teilweise auch an die Kondition. Letztere wächst mit den gefahrenen Kilometern. Gefahren wurde diese Strecke mit dem Velo-de-Ville L800 Premium, das mit einem Bosch Active-Line Motor ausgestattet ist. Das L800 erweist sich als ein tourentaugliches Rad, das auch schon mal ruppigere Passagen wegstecken kann. Der montierte Schwalbe Marathon Mondial ist leichtläufig und bietet auf trockenen Strecken guten Halt. Erst auf losem, matschigem Untergrund wird er etwas schwammig. Aber hierfür wurde er ja auch nicht konzipiert. Bei Fahrten mit Gepäck ist auf die Beladung bzw. das Gesamtgewicht zu achten. Bei solchen Strecken ist es ratsam entweder ausreichend Pause für eine Zwischenladung einzuplanen, oder in diesem Falle besser, einen Zweitakku mit sich zu führen.

D7 Route GPS-Daten und Infos zu Teil 2 der Radreise

Die Entdeckung der Langsamkeit auf der Pilgerroute D7 setzt bekommt im zweiten Teil der Reise einen heiteren Anstrich: Eine flache Route, einladende Begegnungen und abwechslungsreiche Landschaften machten dem Autor und seiner Familie die verbleibenden 572 Kilometer bis zum Meer leicht. Seinen Bericht lesen Sie in RADtouren 3/14. Die wichtigsten Infos und die offiziellen GPS-Daten der gesamten Radreise finden Sie hier.
Anreise
Bahn: Osnabrück ist ein Verkehrsknotenpunkt und aus Richtung Hannover, Münster, Rheine und den Niederlanden an das IC/EC-Netz der DB angebunden, z. B. von Berlin kommend ca. 3 Std. +1x umsteigen, München 7 Std. 2x umsteigen. Infos:  http://reiseauskunft.bahn.de     
 
Pkw: Osnabrück erreichen Sie über die Bundesautobahnen A 30 Amsterdam-Bad Oeynhausen, A 33 Diepholz-Bielefeld und über die Hansalinie A 1 Hamburg-Dortmund. Jede der Autobahnabfahrten führt Sie direkt in den Innenstadtbereich.
Parken Infos: www.opg-parking.de
 
Route
1  Osnabrück –  Vechta:  Wallenhorst – Bramsche/Kalkriese – Campemoor – Damme – Steinfeld – Lohne – Vechta  ca. 87 km
2 Vechta – Bremen: Goldenstedt – Harpstedt – Heiligenrode – Stuhr – Bremen ca. 78 km
3 Bremen – Sittensen: Borgfeld – Fischerhude – Buchholz – Wilstedt – Vorwerk – Nartum – Wehldorf – Zeven – Hesslingen – Freyersen – Klein – Meckelsen – Sittensen  ca. 87 km
4 Sittensen – Hamburg/Wedel: Heidenau – Hollenstedt – Appel – Sottorf – Harburg – Hamburg – Blankenese – Hamburg/Wedel  ca. 85 km
5 Hamburg/Wedel – Itzehoe: Holm – Uetersen – Seester – Elmshorn – Horst – Hohenfelde – Itzehoe ca. 74 km
6 Itzehoe – Rendsburg: Winseldorf – Hohenlockstedt – Peissen – Hohenweststedt – Strafstedt – Jevenstedt – Rendsburg ca. 72 km
7 Rendsburg – Flensburg: Klint – Fockbek – Kropp – Klein Rheide – Kleindannewerk – Friedrichsberg – Schleswig – Idsted – Sieversted – Oeversee – Flensburg ca. 89 km
Gesamt: ca. 572 km
 

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Das Leben am Fluss und am Meer prägt den zweiten Teil der Radreise auf der D7 Route. Foto: Herzmann.

Streckencharakter & Ausrüstung
Die Pilgerroute D7 , Teil 2, ist mit dem „D7 Logo“ nur bis Bramsche ausgeschildert. Der in Karten verzeichneten Route entspricht die Wegführung über den Brückenradweg, der weiter bis nach Bremen reicht. Dort wechseln wir auf den Fernradweg Hamburg – Bremen. In Hamburg geht’s auf dem Elberadweg weiter bis nach Wedel. Auf der Westroute vom Ochsenweg bis nach Jevenstedt und weiter der Ostroute vom Ochsenweg folgend bis nach Flensburg. Die komplette Strecke ist gut ausgebaut und verläuft überwiegend auf asphaltierten Rad- und Wirtschaftswegen. Sind zu Anfang um Osnabrück noch einige kleine Anstiege zu meistern, verläuft die Route anschließend meist flach. Ein einfaches Trekkingrad mit Nabenschaltung reicht vollkommen aus.
GPS-Daten
DOWNLOAD .gpx-Track D7-Route (offizieller Track der gesamten Route)

Radreise Uckermarck GPS-Daten zur Rundtour

Die Uckermark im Brandenburger Nordosten gehört zu den am dünnsten besiedelten in Deutschland. Radler können die wasser- und hügelreiche Gegend auf einem knapp 300 Kilometer langen Rundweg erschließen, der noch wenig bekannt ist. Zeit also für eine Proberunde, die unser Autor Stefan Jacobs unternommen hat. Seinen Bericht lesen Sie in RADtouren 3/14. Die wichtigsten Infos und GPS-Daten zur Uckermarck-Radreise finden Sie hier.
Anreise
Bahn: Regionalexpress-Verbindungen im Stundentakt gibt es von Berlin z.B. nach Templin, Prenzlau und Angermünde. Wer den noch nicht ausgebauten Teil weglassen will, startet in Schwedt, radelt im Uhrzeigersinn und endet in Seehausen.
Auto: Über den nördlichen Berliner Ring und die A 11 bis zur Ausfahrt Joachimsthal oder über die B 109 nach Templin; jeweils ca. 70 km nördlich von Berlin.
Gefahrene Route

  1. Schwedt – Angermünde: 40 km
  2. Angermünde – Templin: 50 km
  3. Templin – Feldberg: 45 km
  4. Feldberg – Boitzenburg: 45 km
  5. Boitzenburg – Seehausen: 45 km
  6. (Seehausen – Schwedt: 55 km)

Gesamt: 225 / 280 km

Radreise Uckermearck by Jacobs
Ruhige Allee durch eine weite Landschaft. Foto: Jacobs

Streckencharakter und Ausrüstung
Überwiegend verläuft der Weg auf gut asphaltierten Wegen abseits des Verkehrs. Ausnahmen gibt es im Mecklenburger Teil um Feldberg (ca. 15 km unbefestigt, z.T. holprig), zwischen Boitzenburg und Prenzlau (holprig und sandig oder auf mäßig befahrenen Landstraßen) sowie zwischen Seehausen und Schwedt (komplette Etappe noch nicht ausgebaut, d.h. nur Landstraßen oder Holperwege). Für die Tour empfiehlt sich ein Trekkingrad mit nicht zu schmalen Reifen und mehr als drei Gängen. Werkzeug und Proviant sind wegen der dünnen Besiedlung ratsam.
GPS-Daten
DOWNLOAD .gpx-Track Uckermarck Radrunde von Stefan Jacobs

Hohenzollern-Radweg GPS-Daten und Infos zur Radreise

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Die Fürsten von Hohenzollern bestimmten einst die Geschicke Europas. Der nach ihnen benannte Radweg verlangt ritterlichen Einsatz an vielen Steigungen, zahlt aber reichlich Sold in Form spektakulärer Ausblicke und verbindet einige der schönsten Fachwerkstädte im Südwesten Deutschlands mit der mächtigen Stammburg der Hohenzollern. Den Bericht der Radreise lesen Sie in RADtouren 3/14. Die GPS-Daten und die wichtigsten Infos finden Sie hier.

An- und Abreise

Stuttgart ist mit Nah- und Fernverkehrszügen aus ganz Deutschland problemlos erreichbar. Von hier verkehren S-Bahnen nach Esslingen am Neckar, Radmitnahme mit Ausnahme von Montag bis Freitag, 6.00 bis 8.30 Uhr kostenlos. Rückreise: Von Bodman-Ludwigshafen fahren Regionalbahnen nach Singen, hier Anschluss an das deutsche Fernverkehrsnetz.
 

Gefahrene Route

1. Anreise nach Esslingen am Neckar
2. Esslingen – Denkendorf – Aichtal – Naturpark Schönbuch – Dettenhausen – Tübingen  ca. 50 km
3. Tübingen – Bebenhausen – Schloss Hohenentringen – Unterjesingen – Rottenburg am Neckar – Bad Niedernau – Bodelshausen – Hechingen  ca. 45 km
4. Hechingen – Balingen – Schömberg – Wehingen – Gosheim – Böttingen – Tuttlingen  ca. 65 km
5. Tuttlingen – Windegg – Eigeltingen – Schloss Langenstein – Wahlwies – Bodman-Ludwigshafen am Bodensee  ca. 35 km
6. Rückfahrt oder Anschluss Bodensee-Rundfahrt oder Schwäbische Alb-Radweg
 Gesamt: ca. 195 km
Alternative: Mit ein wenig Wadenschmalz lässt sich der Radweg auch gut in drei Radetappen mit Übernachtungen in Tübingen und Schömberg bewältigen.

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Wären doch alle Radwege so schön. Foto: Clemens Carle

STRECKENCHARAKTER & AUSRÜSTUNG
Der Hohenzollern-Radweg führt konsequent auf verkehrsarmen bis autofreien Wirtschafts-, Wald- und Radwegen vom Neckar über die Schwäbische Alb bis zum Bodensee. Nur selten einmal wird es in den Städten etwas hektischer. Vor allem Tübingen glänzt als Universitätsstadt mit einem fast lückenlosem Radwegenetz, aber auch in Rottenburg, Balingen und Tuttlingen erreicht man problemlos auf Radwegen die Zentren. Dass der Radweg dennoch nur bedingt für Familien mit Kindern unter 12 Jahren und Ungeübte geeignet ist, ist der hügeligen bis bergigen Topografie geschuldet. Knapp 2.500 Höhenmeter bergauf und bergab wollen schließlich gemeistert werden. Viel anstrengender als die langen Steigungen etwa hinter Schörzingen, hinter Gosheim und hinter Tuttlingen sind die vielen kleinen und kurzen während der gesamten Tour. Rund um den Naturpark Schönbuch dominieren geschotterte und im Sommer recht staubige Waldwege. Ein Trekkingrad mit Profilreifen ab 42 mm Breite reicht aber auch hier vollauf aus, bei etwas Planung kann der Radweg selbst mit einem Rennrad gemeistert werden.
GPS-Daten
DOWNLOAD .gpx-Track Hohenzollern-Radweg des Autors Clemens Carle

Erfahrungsbericht: Umbau zum Rohloff Pedelec mit Bosch-Antrieb

Von Andreas Worms. Erzählungen, Berichte und Gespräche mit begeisterten Nutzern der Rohloff Schaltung haben mich auf die Nabe neugierig gemacht. Ihre breite Übersetzung mit 526 Prozent und die Robustheit deckten sich mit meinen Anforderungen. Zu diesem Zeitpunkt fuhr ich ein E-Bike mit Bosch-System, genau genommen das R.T1 Hybrid von Rotwild, das über eine 10-fach-Kettenschaltung verfügte. Telefonate mit Rohloff und Bosch ergaben keinerlei Bedenken. Die Schraubaufnahme des Gepäckträgers konnte zur Aufnahme der Drehmomentabstützung der Rohloff Nabe, mittels OEM 2-Adapter von Rohloff, verwendet werden.

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Das Rohloff-Pedelec mit voller Radreise-Ausrüstung am Bahnhof Binz. Foto: Worm

Welche Ritzelkombination verwenden?
Nun ging es an die Umsetzung, und gleich tauchten die ersten Fragen auf. Welche Ritzelkombination sollte ich verwenden? Schließlich hatte ich die Absicht, die Möglichkeiten meines Rades zu erweitern und in kleinen, wie in grossen Gängen in den Genuss von etwas „mehr“ zu kommen. Das Handbuch von Rohloff, es ist online verfügbar, gibt ausreichende Auskunft, auch wenn man sich zunächst in die Entfaltungs- und Vergleichstabellen einlesen muss. Ein wenig eigenes hin- und herrechnen brachte das gewünschte Ergebnis im Vergleich zur montierten 10fach Kettenschaltung.
Die Wahl für mein geplantes Rohloff Pedelec fiel auf eine 40-13 Kombination, welche sich im Tourenbetrieb und gerade hier in unwegsamen Gelände, wie Feld- und Walwegen, so wie Steigungen bewährt hat und mir so manche Strecke erst ermöglichte.
Als Beispiel:
Mein Rad war, bei einem 28er (2,18m Umfang) Rad, mit einer Ritzelkombination 40-11 als größtem gang und 40-36 Zähnen als leichtestem Gang ausgestattet – und damit für eine Shimano-Kettenschaltung maximal breit übersetzt. Draus ergeben sich folgende Entfaltungen, also der Weg, den mein Fahrrad pro Kurbelumdrehung zurücklegt:
40 : 11 x 2,18 = 7,927 m
40 : 36 x 2,18 = 2,422 m
Laut Rohloff-tabelle ergibt sich bei der Kombination 40-13 eine Entfaltung von 1,87 m bis 9,84 m und bei einer 40-15er Kombination eine Entfaltung von 1,62 m bis 8,53 m. Beides stellt einen großen Gewinn dar, in den kleinen wie auch in den großen Gängen.
Für das nunmehr auf meiner Radreise auf der Via Baltica von mir gefahrene 29-Zoll-Rohloff Pedelec, ein Rotwild R.C 1 Hybrid, wählte ich die Kombination 40-15 mit einer Entfaltung von 1,71 m bis 9,0m. Der obere Bereich könnte mit Motorunterstützung etwas mehr Entfaltung bieten, ist aber noch ausreichend. Dieses mehr würde eine 38-13er Kombination mit 1,88 m bis 9,86 m abbilden, wobei ohne Motorunterstützung der untere Bereich schwerer zu treten ist. Hier muss jeder nach seinen eigenen Bedürfnissen und Empfinden entscheiden.
Der Umbau
Der Umbau an sich muss ein wenig geplant und den vorhandenen Gegebenheiten am Rad angepasst werden. Nicht jeder Rahmen bietet die Möglichkeit die OEM 2-Achsplatte zu verbauen. Bei meinem Pedelec musste ich das Ausfallende auf der linken Seiten wechseln, was mit einem Kostenaufwand von knapp 30 € die notwendige Aufnahme für die original Drehmomentabstützung bereitstellt. Ebenso steht die Zugverlegung und somit Schaltansteuerung als Externe- oder interne Version zur Wahl. Ich habe mich, aus Montagegründen und einfacher Tauschbarkeit des Systems von einem zum anderen Rad, für eine externe Zugverlegung entschieden.
Fazit:
Der Umbau auf die 14 Gang-Speedhub hat sich gelohnt. Ich möchte keine andere Schaltung mehr fahren. Wenn man mit etwas Voraussicht unterwegs ist und nicht unter Last am Berg schaltet, ist eine Anpassung der Motorelektronik von Ketten- auf Nabenschaltung nicht unbedingt notwendig. Bei der Nabenschaltung wird die Kennlinie verändert um einen reibungslosen Schaltungsablauf zu gewährleisten. Der Motor schaltet schneller ab.

Südpolexpedition per Dreirad erfolgreich beendet

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Die Britin Maria Leijerstram auf dem White Ide Trike in der Eiswüste. Foto: Hersteller

Während hierzulande der Winter wohl noch etwas auf sich warten lässt, hat die Britin Maria Leijerstam erfolgreich ihre Dreirad-Expedition zum Südpol beendet. „Ich habe es geschafft. Als weltweit erster Mensch bin ich bis zum Südpol geradelt.“ So bejubelt Maria am 26. Dezember, dem zweiten Weihnachtsfeiertag über Twitter ihre Leistung. In nur zehn Tagen, und damit schneller als jede andere Expedition vor ihr, hat sie mit ihrem White Ice Cycle die Strecke vom Rand des antarktischen Kontinents bis zum Südpol bewältigt. Mit Eis und Schnee auf dem Fahrrad hat Maria viel Erfahrung: 2012 war die Britin bereits als Zweite aufs Treppchen eines Extrem-Mountainbikerennens über den Baikalsee ins Ziel gekommen.
„Das ist unglaublich“, sagt Kirk Seifert, der Geschäftsführer von Icletta GmbH, die in Deutschland die ICE Trikes vertreiben. „Marias Erfolg spricht in erster Linie für die bewundernswerte körperliche wie mentale Fitness und den unbedingten Durchhaltewillen dieser Frau. Er spricht aber ebenso für die Qualitäten ihres speziellen Fahrrades und für die Vorbereitung durch ihr Team. Dazu kann man nur gratulieren.“
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Blick aus der Fahrerperspektive ins Cockpit des Dreirades. Foto: Hersteller

Maria war auf ihrer Tour zum Südpol mit einem speziell angefertigten Liegedreirad der britischen Firma ICE unterwegs. Das „White Ice Cycle“ getaufte Rad basiert laut Hersteller auf dem ICE Sprint und wurde für mehr Stabilität und schlechte Wegverhältnisse, u.a. mit extrem breiten Reifen, aufgerüstet. Die Rechnung der Ingenieure von ICE ist aufgegangen: Das Rad war stabil genug, um Maria ein Fortkommen auch bei schlechtem Untergrund oder starken Winden zu ermöglichen.
Inzwischen hat Maria ihre Tour beendet. Ein Lastwagen hat sie und ihre Ausrüstung aufgesammelt und zum Stützpunkt Union Glacier gebracht. Von dort aus wird sie in den nächsten Tagen die Antarktis verlassen, und zuerst nach Chile und dann weiter nach Hause fliegen.
Der bevorstehende Abschied macht Maria ein bisschen wehmütig, und sie möchte unbedingt wiederkommen. „Die Antarktis ist ein atemberaubender, großartiger Platz.“ Ein Bericht über die extreme Radreise zum Südpol wird noch im Januar auf dem walisischen Online-TV-Sender itv zu sehen sein. Ein erstes Video der Schneekönigin auf dem Dreirad kann man hier sehen.
Mehr: whiteicecycle.com

Erzbistumtour GPS-Daten zur Rad-Rundreise

Köln und sein Umland sind für Freunde der Kirchengeschichte eine Schatzgrube. Auf dem neuen Tourenportal pfarr-rad.de haben wir eine Rundreise von Glockenturm zu Glockenturm zusammengestellt, die sich wegen ihrer ruhigen und flachen Wegführung auch als weltlicher Genuß entpuppte. Die wichtigsten Infos zur Tour und die GPS-Daten Erzbistumtour finden Sie hier. Den Bericht lesen Sie wie immer im Magazin.
Fotos: Thomas Pfeiffer
Anreise
Bahn: Köln ist ein Knotenpunkt im Schienenverkehr; diverse Zugverbindungen aus allen Richtungen fahren dorthin.
Wohnmobil: Stellplatz in Köln-Niehl oder einen Campingplatz in Köln-Poll.
Route
1. Köln – Worringen – Zons – Stürzelberg ca. 45 Km
2. Stürzelberg – Neuss Gnadenthal – Erftradweg – Langwaden – Knechtsteden ca. 45 Km
3. Knechtsteden – Stommeln – Brauweiler – Frechen – Brühl, Heider Bergsee ca. 45 Km
4. Brühl, Heider Bergsee – Brühl – Weilerswist – Erftradweg – Euskirchen ca. 35 Km
5. Euskirchen – Wachendorf – Bad Münstereifel – Kirchheim – Rheinbach – Bonn ca. 65 Km
6. Bonn – Siegburg – Lohmar – Rösrath – Bensberg ca. 55 Km
7. Bensberg – Herrenstrunden – Altenberg – Odenthal – Dünnwald – Köln ca. 50 Km
Gesamt: 340 Km

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Kirchenfeste und stille Seiten im Rheinland auf der Erzbistumtour. Foto: Thomas Pfeiffer.

Streckencharakter
Die Tour führt überwiegend durch flaches oder leicht welliges Gebiet. Wenn möglich wurde auf den vielen Nebenstraßen oder gut ausgeschilderten Radwegen gefahren. Diese sind meistens asphaltiert, teilweise aber auch mit festem Schotterbelag ausgestattet. In der hügeligen Voreifel und dem Bergischen Land gibt es streckenweise kurze, teils überzenprozentige Steigungen. Ein Trekkingrad mit ausreichender Übersetzung und eine gewisse Grundfitness sollten deshalb vorhanden sein. Alle Touren können auch als Tagestouren von Köln aus gefahren werden, da es eine gut ausgebaute Infrastruktur mit vielen Bahnhöfen gibt.
GPS-Daten
Download .gpx-Track des Autors Thomas Pfeiffer

Pilgerroute D7 GPS-Daten – Infos zur Radreise

Pilgern liegt im Trend. Eine Pilgerroute für Radfahrer ist die D-Route 7, die von Aachen im Westen bis Flensburg führt. Auch per Velo lässt sich dort hervorragend die Sehnsucht des innerlich einkehrenden nach Langsamkeit stillen. Auf den ersten 524 Kilometern erlebte unser Autor eine entschleunigte Zeitenreise durch die Jahrhunderte. Die wichtigsten Infos zur Tour und die GPS-Daten Pilgerroute D7 finden Sie hier. Den Bericht lesen Sie wie immer im Magazin.
Anreise
Bahn: Aachen ist im Schienennetz des Dreiländerecks mit den Niederlanden und Belgien ein Verkehrsknotenpunkt. Züge fahren mehrmals täglich aus allen Himmelsrichtungen im Zwei-Stunden-Takt den Ausgangspunkt an.
Auto: Über die A4, A44, ist Aachen einfach zu erreichen. Von Düsseldorf 1 Std. Die Seite http://parkinfo.aachen.de/ enthält alle wichtigen Infos und Preise für Kurz- und Langzeitparker.
Route
1 Aachen – Euskirchen
Aachen – Burtscheid – Kornelimünster – Vicht – Helenaruh – Kleinhau – Untermaubach – Heimbach – Kommern – Euskirchen ca. 91 km
2 Euskirchen – Köln
Euskirchen – Palmersheim – Rheinbach – Meckenheim – Berkum – Villip –
Mehlem – Bad Godesberg – Bonn – Bergheim – Köln ca. 88 km
3 Köln – Düsseldorf
Köln – Wiesdorf – Monheim – Benrath – Bilk – Düsseldorf ca. 57 km
4 Düsseldorf – Wesel
Düsseldorf – Stockum – Kaiserwerth – Duisburg – Ruhrort – Orsoyerberg –
Rheinberg – Wesel ca. 74 km
5 Wesel – Haltern am See
Wesel – Dorsten – Hervest – Lippramsdorf – Haltern am See ca. 54 km
6 Haltern am See – Münster
Haltern am See – Ahsen – Olfen – Abt-Giesenkamp – Lüdinghausen – Ascheberg – Davensberg – Wilbrenning – Mecklenbeck – Münster ca. 83 km
7 Münster – Osnabrück
Münster – Telgte – West/Ostbevern – Kattenvenne – Lienen – Am Urberge – Holzhausen – Sutthausen – Osnabrück ca. 77 km
Gesamt: ca. 524 km

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Stille Stunden auf ruhigen Feldwegen auf der Pilgerroute D7. Foto: Herzmann

Streckencharakter/Beschilderung
Die D7 Pilgerroute ist einheitlich und durchgängig beschildert. Überwiegend verläuft die Route dabei auf asphaltierten Rad- und Wirtschaftswegen. Allein das Streckenprofil verlangt ein gewisses Maß an Kondition. Von Aachen nach Osnabrück sind dabei rund 3.000 Höhenmeter zu bewältigen, wobei die erste Etappe ab Aachen bis Euskirchen die größte Herausforderung an Steigungen bereithält.
GPS-Daten
Download .gpx-Track zur D-Route 7 (offizieller Track von Radnetz Deutschland)
Fotos: Klaus Herzmann

Reiserad-Test: So bewertet RADtouren-Magazin

 
Wie gut sind aktuelle Reiseräder aus Stahl? In unserem großen Test stellen sich 15 Modelle von rund 1.200 bis über 4.000 Euro unserem Urteil. Wie groß die Unterschiede sind, und was welches Rad am besten kann, das lesen Sie im Heft. Die Galerie oben gibt Ihnen eine Überblick darüber, welche Modelle sich dem Test stellten und was uns an einzelnen Rädern besonders auffiel. Nach welchen Kriterien die Punktevergabe für den Reiserad-Test erfolgt, haben wir unten zusammengestellt.
Jedes Rad wird anhand mehrerer Kategorien bewertet, die alle Nutzungsbereiche abdecken. Da wir davon ausgehen, dass ein Reiserad auch im Alltag benutzt werden soll, sind darin auch Kategorien und Unterpunkte enthalten, die für eine Radreise nicht unbedingt notwendig sind. Die Bewertung erfolgt nach Punkten, die am Testende in das 10-Punkte-Testschema des Magazins übertragen werden und sich in den Teilnoten für den Einsatzbereich und der Bewertung wiederspiegeln.

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26-Zoll-Reiserad für extremere Bedingungen. Foto: Gleitsmann

Für den Test werden die Räder bei den Herstellern angefragt, die Serienräder zur Verfügung stellen. Für den Reiserad-Test waren Räder mit Stahlrahmen, Gepäckträgern vorne und hinten und Schutzblechen gefragt. Eine Preisobergrenze war nicht vorgegeben. Auf die Vorgabe der StVZO-Dynamo-Lichtanlage verzichteten wir, da nach neuer StvZO auch Batterielicht zulässig ist, das im Reiseeinsatz durchaus Vorteile hat, Stichwort: „Camping“. In der Redaktion wird die Serienausstattung erfasst, die Räder werden mit montierten Pedalen gewogen sowie vermessen, wobei unter anderem die Rahmengröße, die Lenkerbreite, die Hinterbaulänge, die Höhe der tiefsten Gepäckträger-Ebene, die Überhöhung des Sattels gegenüber dem Lenker bei einer Standardsitzposition und andere Sitzpositionsdaten gewonnen werden.
Die Bewertung erfolgt in den Kategorien Ausstattung, Komfort, Alltagstauglichkeit, Fahrverhalten und Radreisequalitäten sowie Service.
Ausstattung
Bei der Ausstattung wird sowohl der Umfang als auch die Wertigkeit der einzelnen Bestandteile des Rades gewertet. Beispielsweise erhält eine Shimano XT-Gruppe oder Rohloff-Schaltung mehr Punkte als eine Shimano Deore-Gruppe. Eine hochwertige Scheibenbremse erhält deutlich mehr Punkte als eine V-Brake. Aber auch das Vorhandensein einer Lichtanlage gegenüber dem Fehlen ist ein deutlicher Punktgewinn. Die Punktevergabe erstreckt sich bis hin zu Details wie dem Kettenkasten, Lichtkabelverlegung oder einem zusätzlichen Spritzschutz am Schutzblech.
Komfort
Schwieriger ist Komfort des Fahrrades zu bewerten, da er zu einem hohen Anteil auf dem Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine beruht, also abhängig davon ist, wie genau der Fahrer auf das Rad passt. Hier zählt nach wie vor die individuelle Probefahrt. Unsere Bewertung ist daher mehr eine Annäherung an den möglichen Komfortwert. Ermittelt wird das Potential der Stoßdämpfung, also Federelemente und Reifenbreite, die Anpassbarkeit an verschiedene Körper (verstellbare Vorbauten, Sattelverstellbereich), die Griffe (mit oder ohne Bar-Ends), die Lenkerform, die Bedienung der Schaltung. Außerdem gibt es für das Vorhandensein einer Lichtautomatik ebenso Extrapunkte wie für sonstige Komfortfeatures wie einen abklappbaren Lenker.
Alltagsqualitäten
Bei der Bewertung der Alltagsqualitäten berücksichtigen wir die Pannensicherheit der Reifen (je größer desto besser, außerdem die Schutz-Ausstattung des Reifens unter Einbeziehung vorhandener Testergebnisse). Bei der Schaltung hat die Nabenschaltung hier die Nase vorn, weil sie im Alltag durch ihre einfache Wartung glänzt. Weiterhin betrachten wir den Kettenschutz: Ist es nur ein Ring um das große Kettenblatt oder gibt es einen komplett geschlossenen Kettenkasten? Beim Gepäckträger ist die Bauart ausschlaggebend: Besitzt er eine Federklappe, ist es ein Systemträger (z.B. Racktime) und schützt er das Rücklicht? Im Alltag sind natürlich auch die Bremsen wichtig, wir unterscheiden zwischen besonders alltagsfreundlicher Scheibenbremse und Magura HS Hydraulikbremsen gegenüber klassischer V-Brake. Der Diebstahlschutz spielt auch eine Rolle. Es werden Anti-Diebstahlachsen, Rahmenschloss und Code-Systeme bepunktet. Besonders jetzt in der dunklen Jahreszeit ist die Lichtausstattung von Bedeutung: Ist ein (oder sogar ein zweites) Standlicht vorhanden, gibt es Tagfahrlicht, welcher (Naben-)Dynamo ist verbaut? Hieran anknüpfend wird auch die Kabelverlegung bewertet. Wer jeden Tag mit dem Rad unterwegs ist, interessiert sich auch für die Schutzbleche: Punkte gibt es hier für eine besonders feste Montage sowie einen guten Spritzschutz. Mehr Punkte gibt es außerdem für eine aufrechte Sitzposition, die für eine bessere Übersicht im Verkehr sorgt.
Radreisequalitäten
Auf die Radreisequalitäten richten wir unser besonderes Augenmerk – sie werden bei der Punktevergabe auch höher gewichtet. Diese sind aufgeteilt in Fahreigenschaften und Gepäckladefähigkeit des Rades. Um die Fahrstabilität mit Gepäck zu beurteilen führen wir Fahrtests mit Gepäck durch, wenn es die Tragfähigkeit zulässt kommen 10 Kilo vorne und 25 Kilo hinten, gleíchmäßig verteilt auf vier Packtaschen ans Rad. Mit Gepäck führen wir Ausweichmanöver im Stile eines „Elchtests“ bei Autotests durch. Außerdem müssen die Räder bergab nach einer definierten Gefällstrecke zum Stilldtand gebracht werden und werden im Wiegetritt bergauf bewegt, um die Kletterfähigkeit zu beurteilen, die zusätzlich über die mögliche kleinste Entfaltung bewertet wird (maximale Punktzahl ab Werten kleiner 1,5 Meter). Darüber hinaus bewerten wir den konstruktiven Schwerpunkt und die Höhe der Gepäckträger, da sie wesentlich zum Fahrverhalten beitragen. Bei den Ladefähigkeiten geht es zum einen um reine Zahlenwerte wie die Zuladung der Gepäckträger und das zulässige Gesamtgewicht, aber auch um die Bauart und Montage der Träger, die Laufradstabilität (hier auch die Speichenzahl), die Standsicherheit und auch die Flaschenhalteranzahl.
Fahrverhalten
Die Bewertung des allgemeinen Fahrverhaltens erfolgt anhand von subjektiven Fahreindrücken, ist also in hohem Maße an das Empfinden der erfahrenen Tester gebunden. Auf einem immer gleichen Testparcours fahren wir mit jedem Fahrrad zunächst über asphaltierte Straßen, machen dort Ausweichmanöver und einen Bremstest, danach geht es auf unbefestigte Wege, eine steile Rampe hinauf und wieder runter und durch Engstellen. Auf dieser Strecke bewerten wir dann die Kontrollierbarkeit, den Geradeauslauf, die Fahrdynamik, das Kurvenverhalten, das Bremsverhalten und die gefühlte Effizienz (hier fließt der Leichtlauf der Reifen soweit bekannt mit ein) sowie die Fahrdynamik (hier fließt auch das Gewicht in die Punktewertung ein).
Fahren geht über studieren
Ein wichtiges Wort zum Schluss: Sie finden in unseren Tests sehr gute Orientierung über die Qualitäten eines Rades im Vergleich zu anderen nach den genannten Kriterien. Es kann aber sein, dass Sie persönlich Kriterien ganz anders gewichten als wir. Etwa ein niedriges Gewicht viel höher bewerten, oder die Alltagsnutzung zu 50 Prozent wichtig finden (während wir ihr nur ca. ein Fünftel der Gesamtpunkte beimessen). Achten Sie also besonders auf die Teilnoten. Ein Rad, das eine Empfehlung verdient, weil es ein guter Allrounder ist, muss nicht genau das richtige Rad für Sie sein. Und fahren Sie etwaige Kaufkandidaten immer zur Probe!

Weltumrundung mit dem E-Bike und Ökostrom

Götz und Anastasia Burggraf sind globalcycle.org. Sie planen eine Weltumrundung mit dem Fahrrad. Aber der Weg ist nicht ihr Ziel. Sie wollen demonstrieren, dass überall auf der Welt bereits regenerative Energien eingesetzt werden. Und sie wollen der Bevölkerung vor Ort zeigen, dass sie damit einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Deshalb planen Götz und Anastasia ihre Circumnavigation mit E-Bikes, die sie ausschließlich mit Strom aus regenerativen Energien nachladen wollen. RADtouren hat das Paar auf der Eurobike getroffen.
R: Ihr tragt ein T-Shirt mit der Aufschrift globalcycle.org, was ist das?
G: Globalcycle.org ist ein griffiger Name für unser Vorhaben: Wir wollen die Nutzung regenerativer Energien auf einer Route rund um den Globus dokumentieren. Das ist unser Hauptanliegen.
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R: Warum mit dem Fahrrad?
G: Hunderte Reiseradler haben schon die Welt mit dem Fahrrad umrundet. Uns in Deutschland kommt das schon gar nicht mehr besonders vor. Für die Menschen auf den Reiserouten rund um die Welt ist es aber immer noch eine Riesenereignis, wenn Leute mit dem Fahrrad so weit reisen. Das Fahrrad öffnet uns vor Ort Türen. Es ist sozusagen unser trojanisches Pferd, mit dem wir den Menschen, die wir treffen unser Anliegen näherbringen. Wir wollen ihnen bewusst machen, dass sie durch ihr Nutzung regenerativer Energien einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Gleichzeitig wollen wir in den hochentwickelten Ländern zeigen, dass die weniger entwickelten weit mehr für den Klimaschutz tun als es hier wahrgenommen wird – sei es mit ihren traditionellen Arbeits- und Lebensweisen oder mit regenartiven Energien wie Wasserkraft oder Sonnenenergie.
R: Warum mit dem E-Bike?
G: Das war eigentlich gar nicht geplant. Aber bei unserer ersten Probetour 2012 haben wir gemerkt, dass wir eine Unterstützung brauchen, wenn wir das gesamte Video-Equipment über die riesigen Distanzen befördern wollen. Jetzt suchen wir hier nach den passenden Modellen. Es wird wahrscheinlich ein Mittelmotormodell. Wir haben hier auch das Riese und Müller Load ausprobiert (ein vollgefedertes Lastenrad mit Bosch-E-Bike-Antrieb, Anm. d. Redaktion) und damit sogar eine schwere MTB-Piste auf dem Demoday (Testtag der Eurobike im Allgäu, Anm. d. Red.) geschafft.
R: Ihr seid mit normalen Reiserädern hier. Schon wieder eine Probetour?
G: Ja. Unsere erste Probetour mussten wir wenige Tage nach unserem Start in Berlin aufgeben. Anastasia war schwer verunglückt. Sie verbremste sich auf einer Abfahrt im Dunkeln. Beim Sturz zog sie sich schwere Hirnverletzungen und mehrere Brüche zu. Sie lag 14 Tage im Koma im Krankenhaus. Helmtragen ist bei Reiseradlern nicht sehr beliebt. Wir fahren nur noch mit.
R: Und trotzdem habt ihr euch wieder auf’s Rad gesetzt?
G: Ja, wir haben viel Reiseerfahrung, haben schon viele Regionen zu Fuß bereist und darüber berichtet. Radfahren hat das ideale Tempo. Fahrradfahren macht einfach sehr viel Spaß.
R: Wie funktioniert das Filmen unterwegs auf Basis regenerativer Energien?
G: Wie das Filmen überhaupt funktioniert war ein wichtiger Grund für unsere Testfahrten. Wieviel Kilometer pro Tag können wir mit dem schweren Equipment fahren? Wieviel Material können wir produzieren, wenn wir soundsoviel Kilometer pro Tag fahren? Was machen wir mit dem Material? Schneiden wir vor Ort oder senden wir Festplatten zu unserem Medienbüro zuhause? Nachdem die Eckdaten der Etappenlängen klar waren, konnten wir eine Route suchen, an der immer eine Station der regenerativen Energieerzeugung in erreichbarer Entfernung liegt. Das war ein hoher Planungsaufwand. Die Akkus für die kleinen Kameras können wir unterwegs über einen b+m E-Werk Dynamolader nachtanken. Bewährt hat sich dabei der Pixo C-USB-Adapter. Er kann sowohl Zellen AA- und AAA-Zellen als auch die Akkus fast aller Digitalkameras laden. Die Spannung stellt sich automatisch ein.
R: Wie lange hat die Planung gedauert?
G: Von der Idee 2010 bis zur ersten Probefahrt vergingen zwei Jahre. Jetzt sind wir auf der letzten Probetour, die uns noch 1.000 Kilometer durch Deutschland führen wird. 2015 wollen wir dann zur Weltunmrundung starten.
Interview: Jan Gathmann