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Online verabreden und offline radeln

Das Konzept klingt verblüffend einfach: Nette Radfahrer treffen sich online in der Community bicycledate.com, um sich offline zu gemeinsamen Rad-Touren zu treffen. Und so einfach ist es tatsächlich auch.

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In der Gruppe macht radeln einfach mehr Spaß. Foto: bicycledate.com

Valda Viskantas und Mustafa Koeseoglu radeln für ihr Leben gerne. Nicht nur zu zweit, sondern auch mit anderen Rad-Enthusiasten. Je mehr mitkommen, umso besser. Mit-Radfahrer zu treffen war anfangs ziemlich schwierig, da es keine zentrale Anlaufstelle gab. Einzelne Anbieter waren kostenpflichtig oder einfach zu weit verstreut. Verabredet haben sich die beiden mit befreundeten Cyclisten anfangs telefonisch, im „Real Life“ und in den gerade aufkommenden sozialen Medien. Um für andere Fahrradbegeisterte den Spaßfaktor bei der Kontaktaufnahme zu erhöhen, gründeten sie schließlich einfach selbst ein soziales Netzwerk für Fahrradfahrer.
Bicycledate ist somit die logische Konsequenz aus den Vorteilen einer Online-Community und dem Erlebnis-Potential von Offline-Gruppen-Events. Mittlerweile hat das Portal mehr als 1.300 Mitglieder, Tendenz rapide steigend. Beeindruckend ist die hohe Aktivität der Nutzer. Ein reger Austausch über Fahrrad-relevante Themen findet ebenso statt wie das Einstellen diverser Events jeglicher Größenordnung oder einfach nur digitaler Smalltalk. Die heterogene Benutzerstruktur verbindet gemütliche Freizeitradler mit ambitionierten Cyclassics-Teilnehmern, führt Hollandrad-Fans mit Custom-Bike-Bastlern zusammen.
Die große Begeisterung der Community-Mitglieder begründet „Admin Mustafa“ (so der Benutzername des Ideengebers Mustafa Koeseoglu) auf die niedrige Mitmach-Schwelle zurück: „Fahrradfahren ist eben wie Fahrradfahren! Einmal gelernt, vergisst man nicht, wie mit Pedalen und Lenker umzugehen ist. Die Anmeldung ist schnell und kostenlos erledigt, was braucht man dann noch mehr als Spaß und ein verkehrssicheres Zweirad?“, lacht Koeseoglu. „Und das schönste ist: alle motivieren sich gegenseitig!“
Man mag es in diesem Zusammenhang wirklich kaum glauben: Das professionelle Portal mit Funktionalitäten, die einen Vergleich mit großen Social Networks nicht zu scheuen brauchen, wird für Mitglieder komplett kostenfrei von Valda Viskantas und Mustafa Koeseoglu in ihrem Wohnzimmer betrieben! „Das wird auch so bleiben, die User sind der größter Schatz von Bicycledate, daher werden wir auch in Zukunft keinen Mitgliedsbeitrag erheben“, beschreibt „Admin Valda“ die Philosophie von Bicycledate, „Was wir aber planen, ist eine sanfte Ausweitung der Möglichkeit, Werbebanner oder Anbieter-Porträts zu buchen. Für diesen Zweck haben wir eine UG gegründet. Besonders wichtig ist uns nämlich, neben unseren Haupterwerbstätigkeiten dieses Portal weiter kostendeckend betreiben zu können. Schließlich haben auch wir nur 24 Stunden am Tag zur Verfügung.“
Da ist Bicycledate wirklich noch ein Geheimtipp für Fahrrad-affine Unternehmen oder Dienstleister, wo trifft man sonst noch auf eine so fröhliche und aufgeschlossene Zielgruppe? Und die Preise für interessierte Anbieter sind nicht auf Gewinn ausgelegt und daher mehr als erschwinglich. „Wir achten sehr darauf, unsere Mitglieder nicht mit störender Reklame zu belästigen, daher finden Anzeigen- und Banner-Kunden ein hochwertiges und interessiertes Umfeld für ihre Produktinformationen“, schließt Mustafa Koeseoglu ab. Bei soviel Engagement und Weitsicht wird es nicht lange dauern, bis sich diese tolle Plattform nicht nur im Fokus der radelnden Öffentlichkeit wiederfindet.
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Radreise vom Elsass in die Rhön – GPS-Daten und Informationen zur Radreise

Mit Fahrrad und Wohnmobil geht es auf dieser Reise vom Elsass in die Rhön über den Hessischen Fernradweg R3. Interessante Städte und schöne Landschaften liegen auf dem Weg. Hier gibt es die Reiseinfos und den GPS-Track zum herunterladen.

An- und Abreise: 
Mit dem Auto: Von Köln über die A3, A67 und A5, von Fulda über A7 und A66; Entfernungen nach Kehl: Köln: 375 km; Hamburg: 785 km; Stuttgart: 145 km; Berlin: 750 km; Dresden: 620 km; München: 350 km
Mit dem Zug: Die Bahnhöfe Kehl und Fulda sind gut im Fernverkehrsnetz der DB integriert.
Gefahrene Route

Von Kehl nach Sarrebourg:                                 90 km

Von Sarrebourg nach Saarbrücken:                    84 km

Von Saarbrücken nach Mettlach:                        60 km

Von Mettlach nach Trier-Ruwer:                          52 km

Von Trier nach Nohfelden (Bostalsee)                 72 km

Vom Bostalsee nach Bad Sobernheim:              78 km

Von Bad Sobernheim nach Bingen:                   44 km

Von Bingen (Rüdesheim) nach Hanau:               92 km

Von Hanau nach Schlüchtern:                           68 km

Von Schlüchtern nach Fulda:                             35 km

Von Fulda über Tann nach Hünfeld:                    96 km

Gesamt:                                       771 km
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GPS-Daten
DOWNLOAD GPS-Track von Autor Hans Hothe
Etappenziele mit Wohnmobilstellplätzen: (V+E = Ver- und Entsorgung)

1. Kehl (Kundenstellplatz der Fa. Bürstner, kostenlos, V+E) Alternativ: Stellplatz Schwimmbadstraße

2. Sarrebourg (Großparkplatz rechts neben dem Bahnhof, kostenlos, videoüberwacht, keine V+E)

3. Saarbrücken, am Calypso-Bad, (kostenpflichtig: 6 Euro, V+E)

4. Mettlach, Bahnhofstraße 32 (kostenpflichtig: 5 Euro, V+E)

5. Trier-Ruwer (Parkplatz am Beginn der Ruwer-Hochwaldtrasse, kostenlos, keine V+E)

6. Nohfelden (Bostalsee), Am Campingplatz 1 (kostenpflichtig, 8 Euro, V+E)

7. Bad-Sobernheim, Felkestraße (kostenpflichtig: 8 Euro, V+E)

8. Bingen, Mainzer Straße, (kostenpflichtig: 6,50 Euro, V+E)

9. Maintal bei Hanau, OT Dörnigheim, Uferstraße (kostenlos, keine V+E)

10. Schlüchtern, Ludovica-von-Stumm-Straße (kostenlos, keine V+E)

11. + 12. Fulda, Weimarer Straße (kostenpflichtig: 5 Euro, V+E)

 
Streckencharakter und Ausrüstung
Die Gesamtstrecke ist mit dem Rad gut befahrbar und verläuft in der Regel über separate Radwege, die überwiegend asphaltiert sind. Vereinzelt gibt es auch Abschnitte, die über befahrene Straßen führen; ebenso nicht befestigte Schotterstrecken. Durchweg familientauglich ist die Gesamtstrecke nicht, da hin und wieder heftige Anstiege zu bewältigen sind (vor allem auf den ersten beiden Etappen, im Nahetal, kurz vor Fulda und in der Rhön). Ein tourentaugliches Rad mit einer guten Schaltung ist von Vorteil.

Radreise Massif Central – GPS-Daten und Infos zur Radreise

Massif Central
Foto: shutterstock

Über Vulkangipfel und geschwungene Straßen, durch eine Landschaft, in der man manchmal mehr Kühen als Menschen begegnet und die einige der besten Käsereien des Landes beherbergt, führt diese anspruchsvolle und sportliche Radtour über 6.465 Höhenmeter durch das Zentralmassiv Frankreichs. Die Radreise Massif Central ist etwas für sportliche Radler, die gerne genießen, sowohl die Landschaft, als auch die kulinarischen Genüsse, die sich entlang der Strecke finden. Die Infos sind im Folgenden noch einmal zusammengefasst, mit einer Karte, auf der der GPS-Track verfolgt werden kann. Die GPS-Daten Massif Central zum Download finden Sie direkt darunter.
Anreise und Abreise
Nach Clermont-Ferrand mit dem Auto ab Frankfurt via Lyon (842 km), per Fernbus, Flugzeug (z.B. Air France ab Frankfurt) oder Zug. Rückreise von Figeac mit dem Mietwagen oder per Zug nach Clermont-Ferrand.
Gefahrene Route
1. Clermont-Ferrand, Le Puy de Dôme, Puy Lacroix, Col de Ceyssat, Orcival, Lac du Guéry, Le Mont Dore;
 Länge: 51,7 km;
 Anstieg: 1.408 m
2. Le Mont Dore, Col de la Croix St. Robert, Lac Chambon, Murol, St. Nectaire; 
Länge: 38,3 km;
 Anstieg: 684 m
3. St. Nectaire, Gorges de Corgoul, Valbeleix, Compains, Brion
; Länge: 33,4 km
; Anstieg: 790 m
4. Brion, Le Luget, Blesle (ab hier bis Saint Constant: La Grande Traversée du Volcan à Vélo)
Chabannes, Massiac; 
Länge: 52,9 km
; Anstieg: 619 m
5. Massiac, Allanche, Fortunies, Collanges, Dienne, Pas de Peyrol (1588m), Puy Mary, Mandailles;
 Länge: 77,2 km; 
Anstieg: 1.572 m
6. Mandailles, St. Julien de Jordanne (via „Route des Cretes“), Aurillac; 
Länge: 28,3
 km; Anstieg: 437 m
7. Aurillac, Roannes Saint Mary, St. Etienne de Maurs, Maurs; 
Länge: 48,2 km;
 Anstieg: 341 m
8. Maurs, Saint Constant, Bagnac, Figeac
; Länge: 28,1 km;
 Anstieg: 542 m
Gesamtstrecke: 359 km
                                                                                    Höhenmeter: 6.465 hm
 
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GPS-Daten
Radreise_Auvergne_rt_115.gpx von Autor Patrick Kunkel
Streckencharakter & Ausrüstung
Unsere Radreise Massif Central  führt als Etappenreise einmal von Nord nach Süd durch den Naturpark Volcans d’Auvergne. Die Bergkette der Dômes, die Monts Dore, das Cézallier und das enorme Massiv des Cantal bilden ein zerfurchtes, bergiges Terrain mit vielen Anstiegen und Abfahrten. Reiseradler müssen viele Höhenmetern bewältigen, insgesamt 6500 hm auf unserer Route, können dann aber auch viele spektakuläre Panoramen genießen – und das weitgehend ungestört auf verkehrsarmen Nebenstrecken in einer einsamen Berglandschaft. Aufgrund der Topographie empfiehlt sich eine bergtaugliche Übersetzung und ein möglichst leichter fahrbarer Untersatz. Unsere Route ist bis auf komplett asphaltiert und daher auch mit voll bepackten Reiserennrädern bestens befahrbar. Ein Teil der 359 km langen Strecke verläuft auf dem gut ausgeschilderten Radweg  „La Grande Traversée du Volcan à Vélo“ (179 km zwischen Blesle und Saint Constant), doch mit Blick auf die Gesamtstrecke sollte man keinesfalls ohne gutes Kartenmaterial und noch besser GPS-Gerät auf Tour gehen. Mit Regen und Sommergewittern muss man immer rechnen, daher dürfen entsprechende Radklamotten in der Ausrüstung nicht fehlen. Die Verpflegung unterwegs ist unproblematisch. In fast jedem Dorf gibt es eine Boulangerie und / oder eine Bar.
Beste Reisezeit: von Anfang Mai bis in den Oktober.

Bestes Licht für alle Fahrräder: IQ-Premium-Scheinwerfer von Busch & Müller

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2007 präsentierte der Licht-Spezialist Busch & Müller die IQ-Lichttechnologie für Fahrradscheinwerfer und revolutionierte damit Licht am Zweirad. IQ-Tec ermöglichte eine für Fahrräder bislang nicht dagewesene Lichtleistung. Nun folgt IQ-Premium, die konsequente Weiterentwicklung dieser Technologie. IQ-Premium ist das Zusammenspiel einer helleren LED, einer deutlich effizienteren Elektronik und einer völlig neu entworfenen Spiegelfläche, die das Licht einfängt und auf die Straße bringt.
Mit IQ-Premium steigt die Lux-Zahl je nach Scheinwerfermodell um jeweils 20 bis 40 Lux auf 60, 80 oder 90 Lux. Doch das Licht ist nicht nur heller, es leuchtet auch doppelt so breit wie die IQ-Vorgängermodelle und vervielfacht damit die ausgeleuchtete Fläche. Das Lichtfeld ist äußerst homogen, so dass es keine übermäßig helle Stelle auf der Straße gibt, die den Blick des Radfahrers dermaßen anzieht, dass er das restliche Lichtfeld kaum bis gar nicht mehr wahrnimmt – Premium-Licht ist auf seiner gesamten Fläche gleichmäßig hell. Auch im Nahfeld, dem Bereich direkt vor dem Fahrrad, ist eine hervorragende Ausleuchtung gegeben, wodurch selbst noch kleinere Hindernisse und Unebenheiten rechtzeitig und bestens wahrgenommen werden.
IQ-Premium bedeutet ein immenses Plus für den Fahrradfahrer: Mit dem Großflächen-Lichtfeld ist man nicht nur gefühlt sondern in der Tat deutlich sicherer unterwegs.

40 Lux
IQ-Tec bisher. Fotos: b+m.
70 Lux
IQ-Premium (Abstand der Pylone: 5 m).

Folgende Scheinwerfermodelle sind mit IQ-Premium ausgestattet:

Der Scheinwerfer LUMOTEC IQ Fly RT.
b+m Lumotec IQ Fly Premium.

Lumotec IQ Fly Premium
–       LED-Dynamo-Scheinwerfer
–        serienmäßig mit vollautomatischem Standlicht, Schalter EIN/AUS, Sensor-Automatik und integriertem Front-Rückstrahler
–        Option: LICHT24, das Tagfahrlicht für Fahrräder
–        80 Lux (Version mit Tagfahrlicht: 60 Lux)
–        Typ 1742Q
–        UVP ab 69,90 €
 
Der Scheinwerfer LUMOTEC IQ Cyo T.
b+m Lumotec IQ Cyo Premium.

Lumotec IQ Cyo Premium
– LED-Dynamo-Scheinwerfer
– serienmäßig mit vollautomatischem Standlicht, Schalter EIN/AUS und Sensor-Automatik
– Optionen: LICHT24, das Tagfahrlicht für Fahrräder, integrierter Front-Rückstrahler
– 80 Lux (Versionen mit integriertem Front-Rückstrahler: 60 Lux)
– Typ 1752Q
– UVP ab 79,90 €
 
Der Scheinwerfer IXON IQ Premium.
b+m Ixon IQ Premium.

Ixon IQ Premium
–        LED-Akku-Scheinwerfer
–        80 Lux für 5 Stunden (Low-Power-Modus: 15 Lux für 20 Stunden)
–        serienmäßig mit Universalhalter für alle Lenkergrößen
–        Option: mit 4 Mignon-Akkus und Lade-Netzteil
–        Typ 1922Q
–        UVP ab 79,90 €
 
Der Scheinwerfer IXON IQ Speed Premium.
b+m Ixon IQ Speed Premium.

Ixon IQ Premium Speed
–        LED-Scheinwerfer mit externem Akkupack
–        90 Lux für 15 Stunden (Low-Power-Modus: 15 Lux für 50 Stunden)
–        zwei Scheinwerfer an einem Akku: 180 Lux
–        mit integriertem Spannband für alle Lenkergrößen
–        Typ 1932Q
–        UVP für Set, bestehend aus Scheinwerfer, Akkupack mit dazugehöriger Nylontasche und Lade-Netzteil: 189,00 €
 
Alle Modelle, egal ob dynamo- oder akkubetrieben, sind in Deutschland straßenzugelassen für alle Fahrräder. IQ-Premium ist erdacht, entwickelt, konstruiert und hergestellt in Meinerzhagen, Deutschland.
Mehr Info unter www.bumm.de

Radfahren ohne kalte Füße: die besten Tipps und Tricks

Sechs probate Tipps und Tricks, um die Füße während des Fahrradfahrens im Winter vor der Kälte und Nässe zu schützen.
Der Winter steht vor der Tür, und auch dieses Jahr wird es wieder etliche Menschen geben, die sich trotz der nasskalten Wetterverhältnisse auf ihr Fahrrad schwingen, um zur Arbeit, zu Freunden oder auch zum nächsten Supermarkt zu gelangen. Radler können so nicht nur effektiv Benzin sparen, sie tun auch etwas für ihre Gesundheit, denn bekanntlich stärkt der gesunde Sport auch ganz nebenbei das Immunsystem. Gerade regelmäßiges Radfahren zahlt sich schnell aus und bringt nachhaltige Erfolge mit sich – denn schon relativ kleine Dosen an körperlicher Aktivität können genügen, um das eigene Fitnesslevel stetig zu steigern, sofern diese denn regelmäßig oder am besten sogar täglich stattfinden. Schon fünf Minuten auf täglichen Wegen hin und zurück können dafür mitunter genügen.

Radfahren im Winter bringt nicht nur Vorteile
Dennoch bringt das Radfahren im Winter nicht nur Vorteile mit sich. Immerhin sind die Temperaturen meist sehr niedrig und das Wetter insgesamt eher nass, kein Wunder also, dass bei diesen und ähnlichen Wetterbedingungen auch schnell gesundheitliche Probleme auftreten können. Gerade die Füße sind in einem solchen Fall schnell betroffen, viele Radler leiden sogar unter sogenannten „Eisfüßen“. Doch wie lässt sich am besten gegen unterkühlte Füße auf dem Bike vorgehen? Diese Tipps und Ratschläge können Abhilfe schaffen:

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Im Winter braucht man warme und weite Schuhe. Foto: Shutterstock/RioPatuca

1. Gut zu wissen
Sinkt die Außentemperatur, so friert in der Regel zuerst der Fuß. Das liegt daran, dass der Körper versucht, die Körpermitte und die darin befindlichen lebenswichtigen Organe bestmöglich zu schützen, selbiges gilt auch für den Kopf. Aus diesem Grund entzieht er den Extremitäten, also Zehen und Fingern, aber auch Händen und Füßen als erstes die Wärme. Dies geschieht dadurch, dass dort das Wärmetransportmittel Blut weniger stark fließt – verengte Gefäße sind die Folge und eine schlechtere Versorgung der Extremitäten geht damit einher. Aus diesem Grund beginnen Menschen an genau jenen Körperstellen weitaus schneller zu frieren, umso wichtiger ist es also, die betroffenen Stellen in der kalten Jahreszeit besonders gut und warm einzupacken. Denn wer sich beispielsweise besonders lang in Eiseskälte aufhält, der muss sogar damit rechnen, dass Hände und Füße irgendwann erfrieren und absterben – lediglich die Nase ist meist noch eher betroffen, da sie in der Regel ebenfalls sehr wenig vor der Witterung geschützt wird.
2. Enge Schuhe?
Wer seine Füße schützen möchte, der sollte besser nicht zu engen Schuhen greifen, da diese den Fuß nicht nur zusätzlich unangenehm einschnüren, sondern ebenfalls für eine schlechtere Durchblutung sorgen. Die ohnehin schon schlechte Blutzirkulation wird auf diese Weise also noch weiter unterstützt, wodurch das Problem kalter Füße im Grunde sogar noch schlimmer wird. Besser sind dementsprechend also Schuhe, die genügend Platz haben, damit sich ein isolierendes Luftpolster zwischen Schuh und Fuß bilden kann.
3. Welche Schuhe eignen sich im Winter am ehesten?
Die richtigen Schuhe sind in der Winterzeit entscheidend, wenn das Fahrradfahren nicht zur Strapaze werden soll. Mittlerweile gibt es sogar spezielle Fahrradschuhe, die für genau solche Extremsituation gemacht sind und den Fuß optimal schützen. Sie halten sowohl Kälte als auch Feuchtigkeit vom Fuß fern und ermöglichen es Radfahrern sogar, auf lästige Funktionssocken oder Überschuhe zu verzichten. Radsport-Deutschland erläutert in einem Fachartikel außerdem, dass die professionellen Fahrradschuhe auch für eine optimale Kraftübertragung auf die Pedale sorgen und nicht zuletzt sollte auch auf den Verschlussmechanismus des Schuhs geachtet werden. Gerade im Winter, wenn viele Menschen Handschuhe tragen, eignen sich diesbezüglich wohl am besten Klettverschlüsse, die sich selbst mit den dicksten Handschuhen problemlos nutzen lassen. Aber auch Schnürsysteme haben ihre Vorteile, denn sie sorgen für eine optimale Anpassung an den Fuß. Nicht jeder Fahrradfahrer möchte sich für ein gelegentliches zur Arbeit radeln jedoch spezielles Schuhwerk kaufen, sondern greift stattdessen bevorzugt auf Altbewährtes zurück. Aber auch hier sollten einige Besonderheiten bedacht werden, denn wer sich beispielsweise mit Pump oder Stiletto in die Kälte wagt, der wird nicht nur schnell durchgefrorene Füße haben, sondern riskiert aufgrund der rutschen Sohle meist auch noch einen Unfall. Ein weiterführender Beitrag von Klingel erklärt, wie genau sich verschiedenste Schuh im Detail unterscheiden, was ihre jeweiligen Vorteile sind und wann sich ein Tragen lohnt oder eben nicht.
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Radschuhe gibt es auch in speziellen Winter-Varianten – so muss man sich nicht am Feuer wärmen. Foto: pd-f.de/wiki commons

4. Die richtigen Socken
Ganz klar, in der Winterzeit sind Socken im Grunde unumgänglich, um den Fuß angenehm warm zu halten. Den Klassiker stellen sicherlich die Wollsocken dar, vor allem aus Schafswolle sorgen sie für angenehme Wärme, auch wenn die Socken selbst nicht zu dick sind. Wer empfindliche Haut hat, sollte gegebenenfalls aber noch Socken aus Baumwolle unterziehen. Auch bei leichtem Schwitzen haben sich Wollsocken bewährt, denn sie sind sehr atmungsaktiv und nehmen viel Feuchtigkeit auf, ohne dabei jedoch schnell unangenehm nass oder feucht zu werden. Alternativ können zwar auch Socken aus Polyester genutzt werden, hierbei ist allerdings zu bedenken, dass womöglich ein schlechteres Fußklima in Kauf genommen werden muss. Mittlerweile kann hier aber auch auf spezielles Mischgewebe zurückgegriffen werden, das Feuchtigkeit wiederum gut abtransportiert. Eine weitere Möglichkeit ist es außerdem, direkt mehrere Lagen übereinander anzuziehen, denn grundsätzlich gilt: Zwei oder mehr dünne Schichten wärmen in der Regel mehr als eine einzige dicke Schicht. Ein weiteres probates Mittel sind darüber hinaus die sogenannten Zehensocken, die zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig aussehen mögen, dafür jedoch durchaus effektiv gegen Kälte sind. Da hierbei jeder einzelne Zeh von einer eigenen Socke umschlossen ist, lassen sich die Zehen nicht nur einfacher unabhängig voneinander bewegen, auch die Durchblutung kann durch diese Einzelbewegung angeregt werden und die Wärme hält sich einfach besser. Hinzu kommt außerdem ein sicherer Stand, da jeder Zeh guten Kontakt zum Boden hat.
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Wollsocken speichern auch feucht noch die Wärme und schaffen so gerade im Winter ein angenehmes Fußklima bei Radtouren. Foto: Shutterstock/Lubava

5. Isolierende Sohle
Nicht zuletzt geht ein Großteil der Kälte auch über die Sohle verloren, insbesondere dann, wenn diese nur aus Gummi besteht. Hilfreich sind in einem solchen Fall jedoch Einlegesohlen, die den Fuß von unten wärmen und isolieren. Eine Alu-Einlage ist häufig wohl die beste Lösung, notfalls kann hier aber sogar ein Stück Zeitungspapier besser sein als gar keine Isolierung. Der technische Fortschritt kennt übrigens auch in dieser Hinsicht keine Grenzen, denn erst vor wenigen Wochen wurde die sogenannte Digitsohle vorgestellt, eine interaktive Schuhsohle, die mit integrierten Wärmemodulen gegen kalte Füße ankämpft. Gadget-Rausch hat ausführlich über die interessante Idee berichtet, die sich derzeit noch über das Crowdfunding finanziert. Die Besonderheiten liegen jedoch vor allem in der Bedienung, denn die Digitsohle lässt sich komfortabel über Bluetooth steuern und ist an das Smartphone gekoppelt. Bei Bedarf lässt sich das Modell in Windeseile aufheizen und sorgt für angenehm durchgewärmte Füße, darüber hinaus werden nebenbei außerdem noch die gelaufene Strecke und die verbrannten Kalorien ausgewertet und analysiert.
6. Füße im Vorfeld eincremen
Bei wem all diese Tipps nicht ausreichend helfen, der kann auch zu einer guten Salbe greifen und die Füße vor dem Radeln gründlich eincremen. Eutersalbe oder Vaseline sind zu diesem Zweck ideal geeignet, denn sie regen nachträglich die Durchblutung an und wärmen die Füße.

Ausprobiert: Rotor Rex 3.3. Kurbel gegen Schmerzen

Rotor hat ein System leichter Tretkurbeln entwickelt, das zu fast jedem Tretlagerstandard passt und mit ovalen Kettenblättern das Pedalieren effizenter machen soll – wir konnten den Ergo-Antrieb Probefahren.

Die neue Rotor Rex-Kurbel für Mountainbikes ist dank eine großen Auswahl obaler und herkömmlicher Kettenblätter auch für Trekkingradler eine Alternative. Foto: Hersteller
Die neue Rotor Rex-Kurbel für Mountainbikes ist dank eine großen Auswahl obaler und herkömmlicher Kettenblätter auch für Trekkingradler eine Alternative. Foto: Hersteller

Ovale Kettenblätter sind nichts Neues. Mancher Trekkingradler wird sich noch an das Shimano Bio-Pace-System erinnern. Es sollte helfen, den Totpunkt bei senkrechter Stellung des Pedals zu überwinden. Es setzte sich aber nie durch. Rotor ist ein spanischer Hersteller, der sich auf die Anpassung des Fahrrad-Antriebs auf die menschliche Biomechanik spezialisiert hat. Dabei gelangten die Spanier ebenfalls zu einem ovalen Kettenblatt als optimaler Form. Ihre wissenschaftlichen Studien, die auf der Webseite zu lesen sind, dokumentieren: Der überwiegende Teil der Radfahrer bringt die meiste Kraft im zweiten Viertel des Tretzyklus auf, genauer ab etwa der Vier-Uhr-Stellung der Kurbel. Um die Kraft dort besser auszunutzen, beginnt die lange Seite des Kettenblatt-Ovals an diesem Punkt – ein Unterschied zu Shimano. Der Hintergrund: Der größere Durchmesser soll einer größeren Übersetzung entsprechen. Entsprechend soll an den weniger ergonomischen Abschnitten des Tretzyklus auch weniger Kraft gefordert sein, der Totpunkt wird schneller überwunden. Weil sich die Stelle der höchsten Tretkraft je nach Sitzposition und Fahrertyp unterscheidet, kann der Winkel der Kurbel zur langen Seite des Ovals zudem leicht nach vorne oder hinten verschoben werden – ein weiterer Unterschied zum alten Shimano-System.
Rotor-Q-Rings-Testfahrt im Gebirge: Kurbeln mit hohem Krafteinsatz und eher geringer Frequenenz.
Rotor-Q-Rings-Testfahrt im Gebirge: Kurbeln mit hohem Krafteinsatz und eher geringer Frequenz.

Einige Rennrad-Profiteams und erfolgreiche Triathleten setzen das Rotor-System aus Überzeugung ein. In 2014 hat Rotor mit der Rex eine neue Mountainbike-Kurbel für 1-, 2-, und 3-fach-Systeme auf den Markt gebracht. Laut Rotor wiegt das Einstiegsmodell, die 3.3 Kurbel, inklusive Achse dabei rund 557 Gramm. Damit zählt sie zu den Leichtgewichten am Markt – zum Vergleich: Eine Shimano XT-Kurbel mit gleichen Kettenblattgrößen wiegt inklusive Innenlager laut Hersteller rund 850 Gramm. Für das Innenlager sind 60 bis 100 Gramm eine gute Gewichtsannahme. Die Rotor Rex-Kurbel besteht aus CNC-bearbeiteten und eloxiertem Aluminium; die Oberfläche machte einen wertigen, haltbaren Eindruck.
Wir konnten die Rotor Rex-Kurbel im Gebirge testen. Gefahren haben wir die günstigste 3-fach-Version 3.3 mit Q-Rings, wie Rotor die ovalen Kettenblätter nennt. Eine Eingewöhnungszeit, wie sie manche Testfahrer dem System attestieren, benötigten wir nicht. Das Pedalieren fühlte sich genauso flüssig an wie mit runden Kettenblättern. Da lange, harte Beanspruchungen auf dem Fahrrad (oder lange Kinofilme) beim Testfahrer meistens zu leichten Schmerzen im linken Knie führen (Diagnose: Patellaspitzen-Syndrom), erhoffte sich der Tester von dem effizienterem Tretzyklus Linderung. Tatsächlich fühlte sich das Knie am Ende der MTB-Tour mit rund 1.000 Höhenmetern Aufstieg besser als gewohnt an. Wobei solche Schwankungen auch das Ergebnis von Temperatur-Unterschieden sein können; wärmere Temperaturen sind in der Regel besser für das Knie beim Radfahren, weil dann das windausgesetzte Körperteil besser durchblutet wird. Immerhin: die Richtung stimmt, und die Logik des Systems auch. Nichts wesentliches zu beanstanden gab es auch beim Schaltverhalten. Es liegt zwar nicht auf dem Niveau sortenreiner Shimano-Mittelklasse-MTB-Systeme, die unserer Meinung nach den Maßstab setzen, kann aber mit allen anderen Systemen am Markt locker mithalten.
Rotor Rex 3.3-MTB-Kurbel. Foto: Hersteller
Rotor Rex 3.3-MTB-Kurbel. Foto: Hersteller

Rotor Rex 3.3, UVP ca. 259 Euro: MTB-Kurbel mit ovalen Kettenblättern (Q-Rings). Größen: 170, 172,5, 175 mm; Gewicht: 557 g (Herst.-Angabe); gefahrene Kettenblätter: 44-32-22; Achsstandard: 24 mm; Besonderheiten: Q-Rings in fast allen Zähnezahlen und Lochkreisdurchmessern erhältlich, Achs-Standard durch Rotor-Innenlager mit allen Rahmen-Aufnahmen kompatibel.
PLUS
für alle aktuellen Kurbeln und Innenlager-Standards nachrüstbar
überzeugende Verarbeitung
MINUS
etwas geringere Schaltqualität als bei Shimano Original-Blättern
Nachrüstkosten
individuelle Einstellung erfordert etwas Zeit und (geringe) Schrauberkenntnisse

Die Tour100 – Vier anspruchsvolle Strecken stehen zur Auswahl

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Gut trainierte Radler finden bei der Tour100 ambitionierte Strecken. Foto: EnBW

Die Tour de Ländle lädt sportliche Radler auf eine rund 100 Kilometer lange Tour, die keinen Anstieg auslässt, nach Baden-Württemberg ein. Gut trainierte Radler, Betriebssportgruppen, Radsportvereine oder Firmenteams finden hier ebenso ein ideales Feld wie einzelne Radler mit Anspruch. Rennräder sind selbstverständlich zugelassen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 22 km/h.
Zur Auswahl stehen vier Strecken. Am 31. Juli im nördlichen Schwarzwald von Sindelfingen nach Pforzheim, am 1. August von Heidenheim zur Landesgartenschau nach Schwäbisch Gmünd, am 2. August von Kehl über den Schwarzwald nach Bad Peterstal-Griesbach oder am 3. August entlang des Neckars von Spaichingen nach Sulz.
Alle Infos gibt es auf swr4.de/tour. Die Onlineanmeldung ist nicht mehr möglich, aber Nachmeldungen werden noch am Tag der Veranstaltung am Start der jeweiligen Strecke entgegengenommen. Der Gesamtpreis für Einzelstarter beträgt 27€ plus eine Nachmeldegebühr von 3€.

Touren Drau-Radweg – GPS-Daten und Infos zur Tour


Im Süden Österreichs entlang der Drau bewegen sich Radfahrer auf der Sonnenseite: Es gibt ein hervorragend ausgebautes Wegenetz, liebliche Bergpanoramen und malerische Bergseen. Mit einer Länge von 750 Kilometern ist die Drau der viertlängste Nebenfluss der Donau und fließt durch vier Länder. Die vorgestellte Strecke wird als „Drau-Radweg für Bummler“ bezeichnet und führt von Lienz über Klagenfurt nach Lavamünd und umfasst etwa 330 Kilometer. Die wichtigsten Infos und GPS-Daten des Drau-Radwegs sind hier noch einmal für sie zusammengestellt. 

Flach folgt der Radweg dem Fluss Drau und bietet dabei immer wieder Ausblicke auf Seen und Berge. Foto: Thorsten Brönner
Flach folgt der Radweg dem Fluss Drau und bietet dabei immer wieder Ausblicke auf Seen und Berge. Foto: Thorsten Brönner

Anreise
Bahn: Lienz ist mit der Bahn via Innsbruck  gut zu erreichen. Lavamünd verfügt über keine Bahnhaltestelle. Ab dem 10 Kilometer entfernten Ort St. Paul im Lavanttal gibt es eine Verbindung mit zwei Umstiegen und knapp vier Stunden Reisezeit nach Lienz.
Auto: Von Hamburg nach Lienz ca. 1000 km, von Berlin ca. 800 km, von Köln ca. 800 km, von München ca. 220 km.
Route

1. Tag: Lienz – Dölsach – Oberdrauburg – Dellach – Greifenburg ca. 40 km

2. Tag: Greifenburg – Steinfeld – Sachsenburg – Baldramsdorf – Spittal ca. 38 km

3. Tag: Spittal – Seeboden – Döbriach – Millstatt – Spittal ca. 36 km

4. Tag: Spittal – Paternion – Villach – Rosegg – St. Egyden ca. 56 km

5. Tag: St. Egyden – Velden – Maria Wörth – Klagenfurt – St. Egyden ca. 54 km

6. Tag: St. Egyden – Ludmannsdorf – Feistritz – Ferlach 28 km

7. Tag: Ferlach – Sankt Margareten – Gallizien – St.Kanzian 29 km

8. Tag: St.Kanzian – Völkermarkt – Ruden – Schwabegg – Lavamünd 47 km

Gesamtstrecke: ca. 328 km

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GPS-Daten
Drau-Radweg.gpx Strecke entlang des Drau-Radwegs von Thorsten Brönner
Streckencharakter & Ausrüstung
Die radlerfreundliche Topografie macht den Drauradweg zu einem lohnenden Ziel für Familien mit Kindern. Eigenständige Radwege wechseln sich mit ruhigen Nebenstraßen ab. Die Vorzeigestrecke des rund 1.000 Kilometer umfassenden Netzes der Kärntner Radwege erfüllte die Kriterien Wegweisung, Oberflächenbeschaffenheit, Routenführung, Sicherheit sowie Infrastruktur mit Bravour. Aufgrund der vereinzelt vorkommenden Steigungen ist ein Fahrrad mit bergtauglicher Übersetzung (Kettenschaltung oder Rohloff-Nabe) ratsam.

Mit der Familie unterwegs auf dem Rad

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Die Deutschen lieben das Radfahren. Dank unangenehmer Wetterverhältnisse und häufig wenig schöner Fahrstrecken legen sie nicht unbedingt bevorzugt den Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurück, doch spätestens zum Wochenende wird das Fahrrad ausflugstauglich gemacht, wenn sich erste beständige Sonnenstrahlen zeigen.
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Unterwegs auf vielen Rädern
Alleine Rad zu fahren ist nicht automatisch langweilig. Viele Fahrradstrecken laden dank naturnaher Radwege zum tagträumen oder sporteln ein. Die Freude am Fahren zu teilen aber, ist insbesondere mit der Familie ein schönes Ereignis. Denn, da beginnt der Ausflug mit dem Rad nicht mit den ersten zurückgelegten Metern. Nein, mit Kindern wird häufig schon die Vorbereitung zum Erlebnis. Sind dann alle sicher und mit ausreichend Verpflegung im Gepäck unterwegs, strahlen  einem viele Kinderaugen entgegen. Denn, um den Fahrspaß bei allen zu garantieren, ist gute Vorbereitung nämlich das A & O.
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Die richtige Vorbereitung für einen Radausflug mit der ganzen Familie

  • Sicher und beständig unterwegs
    Bevor man mit Kindern in einen Radausflug startet sollten alle Fahrräder auf die Straßensicherheit überprüft werden. Neben Lichtern und Reflektoren sollte speziell auf Radwegen eine Fahrradklingel nicht fehlen, um andere Radfahrer, Rollschuhfahrer und Fußgänger auf sich aufmerksam zu machen. Die Reifen sollten nicht erst kurz vor dem Start aufgepumpt werden, damit eventuelle Löcher noch geflickt werden können wenn nötig. Mit vielen Menschen unterwegs ist es zudem sicherlich sinnvoll während der Tour eine Fahrradpumpe bei sich zu haben. Ist das Fahrrad soweit startklar kann man für die Sicherheit der Kinder sorgen. An erster Stelle steht hier selbstverständlich der Fahrradhelm, der immer dann besser von den Kindern akzeptiert wird, wenn auch die Eltern ihre Helmpflicht beachten.
  • Für Fahranfänger
    Hat man noch besonders kleine Kinder auf der Radtour dabei oder befürchtet, dass ihre Kräfte nicht für die geplante Tour ausreichen könnten, so sind Tandemstangen (wie beispielsweise bei www.waldzkidzz.de erhältlich) eine gute Absicherung. Diese Stangen lassen sich am Gepäckträger des Eltern-Fahrrads und am Vorderrad der Kinder befestigen. Somit ziehen die Eltern ihre Kinder hinter sich her, die Kleinen haben aber immer noch die Möglichkeit sie mit dem Treten in die Pedale zu unterstützen.
  • Die richtige Kleidung
    Am Morgen des Ausflugs sollte der Wetterbericht gut studiert werden. Anhand der prognostizierten Temperaturen können dann passende Shorts und T-Shirts heraus gesucht werden. Man sollte die Temperaturen jedoch nicht überschätzen, denn insbesondere der Fahrtwind kann tückisch sein. Doch auch zu warme Kleidung kann durch die Anstrengung auf dem Fahrrad unangenehm werden. Am besten ist ein Lagen-Outfit, bei dem sich die Kleidung immer den augenblicklichen Temperaturen anpassen kann. Wichtig bei Kindern: Den Nieren- bzw. Beckenbereich gut warm halten. Für lange Ausflüge kann sich außerdem die Investition in spezielle Fahrradhosen lohnen, die den Po durch eingearbeitete Polster entlasten.
  • Verpflegung
    Was natürlich bei Ausflügen mit Kindern niemals fehlen sollte, ist entsprechende Verpflegung. Für kleine Pausen zwischendurch oder ein Picknick am Zielort sollten Getränke und kleine Snacks griffbereit sein. Die können entweder wunderbar in speziellen Fahrradtaschen auf dem Gepäckträger oder verteilt in einzelnen Rucksäcken transportiert werden.
  • Eincremen
    Da Radtouren meist an sonnigen Tagen stattfinden, sollte man nicht vergessen den Nacken, das Gesicht, die Arme und eventuell freie Beine sorgfältig einzucremen. Denn, auch wenn man die Hitze oft durch den Fahrtwind nicht spürt, kann die Haut stark unter der Sonnenstrahlung leiden.
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Gut vorbereitet kann ein Familienausflug auf Rädern ein riesiger Spaß für alle Beteiligten werden. Damit während der Fahrt auch für die Eltern Zeit zum entspannen und tagträumen bleibt ist es sinnvoll, in einer Reihe und die Kinder zwischen sich fahren zu lassen. Wechselt man dann gelegentlich die Positionen an Spitze und Kettenende, so sind die Weichen für einen erholsamen, schönen Ausflugstag in jedem Fall positiv gestellt.

Frisch, frei und „dry“ in die Pedale treten

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Egal ob bei der privaten Radtour am freien Wochenende oder bei der täglichen Fahrt auf dem Zweirad zur Arbeit: Wer mit Einsatz der eigenen Körperkraft unterwegs ist, kommt schnell ins Schwitzen. Ist der Körper erst einmal in Bewegung und Wallung, dann fließt auch der Schweiß – und das insbesondere unter den Achseln. Manche Menschen haben das Problem ohnehin oft, und das auch ohne großartige körperliche Anstrengung. Für sie bedeutet eine ausgiebige Fahrt mit dem Fahrrad dann schon sehr schnell den Verlust des Frischegefühls – selbst wenn sie kurz zuvor geduscht haben und ganz frisch aufs Rad steigen. Schwitzen ist generell natürlich sehr wichtig, weil es der Entgiftung des Körpers und der Regulierung der Körpertemperatur dient – aber dennoch möchte man diesen durchaus natürlichen und notwendigen Prozess nicht gerade bei der Radtouren-Pause im Café oder am Arbeitsplatz anderen Menschen demonstrieren.

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Für einen zuverlässigen Schutz sorgen – und das nicht nur auf dem Fahrrad
Damit die Fahrradtouren uneingeschränkt Spaß und Freude machen und man sich anschließend nicht für Schweißflecken auf der Kleidung schämen muss, braucht es mehr als ein herkömmliches Deo, dessen Wirkung schnell verfliegt und das oftmals auch optische Spuren in der Kleidung hinterlässt. Ein gutes Antitranspirant mit schweißreduzierender Wirkung bietet da sicherlich einen deutlich zuverlässigeren Schutz als einfache Produkte vom Discounter. Ebenso wie Radler auf ein sicheres Gefährt und funktionale Kleidung fürs Radfahren achten sollten, sollten sie auch auf die eigene Körperhygiene achten und sich stets sauber und frisch fühlen können – und das auch, wenn auf dem Fahrrad schon einige Kilometer zurückgelegt wurden.  Ein aufdringlicher Körpergeruch und optisch sichtbare Schwitzflecken unter den Armen sorgen für ein unangenehmes Gefühl – und das sollte man verhindern.
Folgen der Transpiration leicht und deutlich verringern
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Sicherlich spielt grundsätzlich auch die Kleidung eine Rolle, wie viel man schwitzt und wie sichtbar die Folgen sind. Natürliche Materialien, die luftdurchlässig sind, wie zum Beispiel Leinen und Baumwolle, unterstützen die Hautatmung in der Regel natürlich besser als synthetische Stoffe, die weniger atmungsaktiv sind. Weite und locker sitzende  Kleidung ist ebenfalls von Vorteil, sie ist aber fürs Fahrradfahren nicht wirklich gut geeignet. Für diejenigen, die regelmäßig aufs Rad steigen, empfiehlt sich eng anliegende Kleidung. Und die kann man auch ganz souverän und sicher tragen, wenn man sich vor Schweißgeruch und sichtbaren Schweißflecken im Vorfeld effektiv schützt. Gerade für Sportler und insbesondere Radfahrer sind deshalb Achselpads, die den Schweiß sofort aufnehmen, eine gute Lösung. Die unschönen Folgen einer starken Transpiration werden mit Achselpads wie diesen deutlich gemindert – und das bei maximaler Bewegungsfreiheit. Diese klebt man sich einfach auf Höhe der Achselhöhle in die Kleidung ein. Der große Vorteil der Pads ist, dass sie bei Bedarf einfach und schnell entfernt oder ausgetauscht werden können.
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RADtouren GPS-Guide: alles zur leichten Tourenfindung

Kaum ein Reiseradler, der nicht schon einmal über Thema Radtouren und GPS nachgedacht hätte. Outdoor-GPS-Geräte von spezialisierten Herstellern finden dank günstiger Einstiegspreise immer weitere Verbreitung. Selbst einfache Smartphones haben inzwischen GPS-Empfangsmodule integriert – zumindest zu Fuß haben die meisten Google Maps auf dem Handy schon als Navigationshilfe akzeptiert. Unsere Autoren liefern immer auch GPS-Tracks ihrer Reiserouten, die wir zum Download anbieten.

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Das Smartphone leistet als gelegentliche Orientierungshilfe auf Radtour gute Hilfe. Foto: Shutterstock.com / maradonna 8888

Doch braucht man die Orientierungshilfe, die Satellitensignale aus dem All (bei Smartphones auch das Funknetz) nutzt? Unsere Redaktionsmeinung ist klar: ja! Denn um zu wissen, wo man sich gerade genau befindet, ist GPS ein enormer Vorteil. Der Punkt auf dem Display zeigt es – in der Regel auf einige Meter genau.
Wohin es gehen soll und alles andere können Liebhaber traditioneller Karten-Navigation ja immer noch auf dem Papier sehen und planen. Klar ist auch: Trotz GPS hat die Karte längst nicht ausgedient. Wenn es um Übersicht zur Planung oder spezielle Inhalte geht, ist sie nach wie vor unschlagbar. Und für manche Gegenden auf der Welt muss man ohnehin klassische Papierkarten zunächst digitalisieren. Erst dadurch kann man das GPS-Gerät überhaupt zur Wegfindung einsetzen.
Wie das geht, klärt unser GPS-Guide. Jenseits solcher Tipps für Experten lohnt sich ein Blick in den RADtouren GPS-Guide für alle, die auf Radtour nicht der Nase nach fahren. Unser GPS-Experte Thomas Froitzheim klärt darin Fragen wie:
– Was ist das richtige Gerät für wen?
– Was leisten Smartphones als Outdoor-Navis?
– Wie macht man Smartphones fit für die Radtour?
– Welche Apps taugen?
– Welche Planungshilfen findet man im Internet oder als Software?
– Wie befestige ich GPS-Gerät oder Smartphone am Rad?
– Woher kann ich unterwegs Strom für meinen GPS-Helfer beziehen?
Hier finden sie den RADtouren GPS-Guide
 

Ausprobiert: Magura HS33 Easy Mount & RT6 Urban

No-Problem-Bremse noch einfacher gemacht.
Wer einmal eine Magura Hydraulikbremse – egal ob HS11 oder HS33 – hat, macht sich in der Regel keine Gedanken mehr um ihre Wartung. Belagverschleiß gleicht man mit einer Schraube am Hebel aus. Wenn das nicht mehr reicht, tauscht  man die Bremsklötze, was beinahe so einfach geht wie Legobauen. Jetzt haben die Schwaben die letzte Hürde auf dem Weg zum Kinderleichtprodukt genommen: das erstmalige Einstellen des Abstands Hydraulikbremskolben. Das wird immer dann nötig, wenn etwa die Felgenbreite sich ändert, zum Beispiel wenn ein neues Laufrad eingebaut werden soll, aber auch, wenn die Felge etwa beim Transport oder auf Reise ein Schlag bekommen hat. Bislang war die Neu-Einstellung ein Fall für die Werkstatt oder versierte Schrauber, da Ersatzteile und eine Portion Fingerfertigkeit nötig waren. Die neue Easy Mount-Version macht die Prozedur einfach. Eine Schraube wird gelöst, an einem Hebel reguliert man den Abstand nach. Schraube wieder festziehen, fertig! Die neue Easy Mount-Technik wird an Fahrrädern des Modelljahres 2015 zu finden sein. Die noch bessere Nachricht: Zunächst wird es einen Nachrüstsatz im Handel geben, mit dem sich alte HS11- und HS33-Modelle umrüsten lassen. Preis des Nachrüstsatzes laut Magura 49,90 Euro. In der zweiten Jahreshälfte sollen Komplettbremsen als Set für ein Laufrad angeboten werden, wobei der Termin noch nicht feststeht.  Die Komplettbremsen werden den gleichen Preis haben wie momentan die EVO2 – demnach kostete die HS11 69,90 EUR pro Stück und die HS33 R 99,90 EUR.

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Der kleine Unterschied: Mit dem kleinen Hebel unter dem Bremszylinder an der HS 33 Easy Mount lässt sich der Abstand der Bremsklötze zur Felge leicht und wiederholt einstellen. Das ist wichtig, wenn das Laufrad gewechselt wird – etwa beim Umbau auf Nabendynamo oder bei verschlissener Felge.

Magura HS33 Easy Mount, ab 69,90 Euro (HS11): legendäre Hydraulik-Felgenbremse mit einfacher Erstmontage. magura.com
RT6 Urban – Bremskraft für schnelle Stadträder und Randonneure
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Kraftvoll und dosierbar für Stadträder und schnelle Reiseräder: Magura RT6 Urban, im Bild mit 28-mm-Reifen. Foto: Gathmann

Auch ihre sportliche hydraulische Felgenbremse haben die Schwaben überarbeitet: die RT6. Sie ist als aerodynamisch optimierte Zeitfahr- und Triathlonbremse mit entsprechend strömungsgünstigen Bremshebeln bei Reiseradlern eher unbekannt. Aufhorchen ließ schon eine Version mit Converter (RT6 C), die sich an Renn-Schaltbremshebel von SRAM oder Shimano anschließen lässt. Nachteil bisher: Die Bremsbacken ließen sich nicht öffnen oder zur Felge verstellen, was den Laufradausbau bei dickeren Pneus sehr erschwert. Nichts so bei der neuen RT 6 Urban, mit der die RT-Serie für Reiseradler interessanter wird. Denn an der neuen RT 6 Urban lassen sich die Bremsklötze nun über einen kleinen Hebel (Hydraulic Quick Release) von der Felge entfernen. Der Durchlauf der Bremse reichte dabei am Urban-Testrad locker für 28 mm breite Reifen (Schwalbe Durano) – der sich nunmehr auch aufgepumpt ausbauen lässt.
Neu bei der RT6 Urban ist auch, dass als Geber die bekannten HS-Hebel eingesetzt werden. Das macht sie zur zuverlässigen und leistungsfähigen Alternative für Fixie-Piloten und andere schnelle Stadträder mit geradem Lenker. Bei unserem Testrad waren Dosierbarkeit und Bremskraft vergleichbar mit der HS11, was gegenüber klassischen Rennradbremsen einen echten Fortschritt darstellt. Auch für ein schnelles Reiserad – ergo einen Randonneur – wird die RT6 Urban damit zur Alternative.
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Der HS-Bremshebel der Magura RT 6 Urban mit verstellbarem Druckpunkt. Foto: Gathmann

Magura RT6 Urban. Hydraulische Felgenbremse mit Geber für gerade Lenker. Druckpunkt verstellbar, über Hydraulic Quick Release zu öffnen. Befestigung über Central Bolt. magura.com

Test: luftige Fahrradschuhe für Tourenradler

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Shimano SH-MT44G

Für lange Radtouren sind Fahrradschuhe eine klare Empfehlung. Ihre verstärkte Sohle unterstützt den Fuß, über den die ganze Kraft ins Pedal fließt, bei seiner Arbeit. Wir haben sechs sommerlich leichte Modelle für wärmere Tage auf ihre Radeigenschaften untersucht und auch den Gehkomfort getestet.
Schuhe stellen die Schnittstelle zwischen Radler und Fahrrad dar, an der die Kraft übertragen wird. Zum Fahren ist daher eine möglichst direkte und verlustfreie Kraftübertragung wünschenswert. Das wäre noch einfach. Aber besonders Reiseradler freuen sich abseits des Rades über eine Sohle mit genügend Komfort beim Laufen. Ein guter Tourenschuh kombiniert also beides: Gehkomfort und Kraftübertragung. Stundenlanges Radfahren ist ebenso möglich wie ein Bummel durch die gepflasterte Altstadt. Ein weiteres Kriterium in unserem Test war außerdem die Sommertauglichkeit, sprich: Es sollte schlicht genügend Luft an die Füße kommen. Erwartungsgemäß schneiden hierbei die Sandalen von Rose und Exustar am besten ab. Aber auch einige Modelle mit netzartigen Obrmaterialien wie der SH-CT45 von Shimano können auf diesem Gebiet überzeugen.
Steife Sohle überträgt Kraft
Das Fahrgefühl auf dem Rad wird maßgeblich von der Sohle beeinflusst, gut ist eine in Trittrichtung steife Sohle, die die Kraft direkt auf das Pedal überträgt, ohne dass sich die Sohle verformt. Eine Verformung ist deshalb nicht wünschenswert, da dabei Kraft verloren geht, die bei der Rückverformung der Sohle unkontrolliert verpufft. Die beiden Sandalen schneiden auch hier gut ab, ebenfalls die beiden Shimano-Schuhe. Besonders beim Pearl Izumi ist deutlich spürbar, wie sich der Schuh beim Pedalieren etwas verwindet.

Getestet haben wir nur Schuhe für Click-Systeme. Ihr wichtigste Vorteil ist ein sicherer Stand in den Pedalen. Wer sehr bewusst pedaliert, kann mit ihnen auch in der Zugphase bei der Aufwärtsbewegung Kraft in Vortrieb umwandeln. Dafür muss der Schuh am Spann (oben) und am Schaft, wo die Ferse sitzt, eine gewisse Stabilität bieten. Hier spielt besonders der Verschluss eine Rolle, da nur ein Schuh, der eng anliegt, entsprechend Kraft übertragen kann. Im Zug fallen die Sandalen auf, mit vier Klettriegeln hat man eine Menge Spielraum, die richtige Passform zu finden. Beim Exustar ist der Klettriegel an der Ferse etwas niedrig, hier kann man mal rausrutschen. Die normale Schnürung mit Senkeln passt sich besser der Fußform an, gibt aber etwas mehr nach als das Klettsystem. Die Schnellschnürsysteme sind generell in Ordnung, sollten aber für Radler mit ausgeprägten „Zugfähigkeiten“ mit festem Obermaterial kombiniert sein. Am Schuh von Pearl Izumi ist es sehr dehnbar, was Komfort bringt, aber eben auch ein schwammiges Gefühl in der Zugphase.
Es lohnt sich ein genauer Blick unter den Fahrradschuh. Zum einen sitzt dort das Bindungssystem. Alle Modelle bauen auf Systeme nach dem Shimano SPD-Standard. Eine Ausnahme bildet der Shimano SH-CT45 der für das Click’R-System des Herstellers gemacht ist. Es ist besonders einsteigerfreundlich, weil es – mit den passenden Click’R-Pedalen – einen extraleichten Ein- und Ausstieg ermöglicht. Das konnten wir im Praxistest nachvollziehen. Interessant ist das System auch, weil es mit den normalen SPD-Bindungsadaptern – „Cleats“ genannt – und Pedalen ebenfalls fahrbar ist. Man hält sich also alle Möglichkeiten offen. Tipp: Achten Sie auch auf die Abdeckplatte der Bindung. Gut ist, wenn sie die Form des SPD-Cleats aufnimmt. So kann man die Schuhe auch ohne montierte Cleats auf Pedalen mit Bindungssystem fahren – und hat dabei einen guten Halt. Übrigens auch ein Tipp zum Üben des Fahrens mit Radschuhen mit Bindung!
Wer nicht den ganzen Tag im Sattel sitzt und auch mal zu Fuß unterwegs ist, will natürlich auch hierbei etwas Komfort. Am besten in der Disziplin gehen schneidet unter den Fahrradschuhen der Shimano SH-CT45 ab, dicht gefolgt vom Pearl Izumi und dem zweiten Shimano Testkandidaten SH-MT44G. Die Sohle der anderen Schuhe ist entweder zu hart zum Laufen (XLC) oder nicht so passend zur Abrollbewegung vorgeformt (Rose, Exustar).
Details erhöhen die Freude am Radfahren

Darüber hinaus sind es noch kleine Details, die die Freude am Fahren und Gehen mit den Radschuhen im Test erhöhen. Pearl Izumi und Shimano haben sehr leichte Schuhe mit deutlich unter ein Kilo für das Paar. Das macht sie für Reidseradler, die aufs Gewicht des Gepäcks achten müssen, besonders interessant. Die Sandalen von Rose und Exustar sind am Spann mit Neopren gefüttert, was beim Tragen sehr angenehm ist, außerdem machen sie einen wassertauglichen Eindruck, es gibt praktisch kein Textilgewebe, was sich vollsaugt. Dem Strandspaziergang am Brandungssaum steht mit diesen beiden Modellen also nichts im Weg.
Fazit
Unterm Strich ist der Shimano SH-CT45 der vielseitigste Schuh, er kombiniert gute Fahreigenschaften mit Laufqualitäten, dazu ist der Preis auch in Ordnung. Den zweiten Platz teilen sich die Rose Sandale und der Shimano SH-MT44G, wobei die Sandale mehr beim Radfahren punktet und der Shimano-Schuh eher als Allrounder durchgeht. Obwohl die Exustar Sandale dem Modell von Rose sehr ähnlich ist, lassen sich kleine Unterschiede in der Verarbeitung feststellen, dazu ist das Exustar-Modell 30 Euro teurer bei schlechterer Qualität. Der besonders leichte Schuh, gerade einmal 760 Gramm, von Pearl Izumi kann nur beim Laufen glänzen, besonders der hohe Preis verhindert eine bessere Wertung. Letzter wird der Schuh von XLC, eine einfache Ausstattung und nicht so gute Eigenschaften beim Gehen und Fahren können auch durch den günstigsten Preis im Vergleich nicht ausgeglichen werden.
 

Tragbare Fahrrad Mode: Taschen & Kleidung im Kurzcheck

Auf Radreise ist modische Beschränkung geboten. Aber in der Stadt will Mann – und Frau erst recht – auf dem Rad ungern so uniform funktional das Rad bewegen. Weil immer mehr Menschen in den Städten Fahrrad fahren, gibt es auch eine immer größere Auswahl an Radkleidung und Accessoires für urbane Pendler und Shopper. Wir haben Fahrrad Mode wie Taschen, Oberteile, Shorts, Hosen und Regenkleidung einem kurzen Praxistest unterzogen.
 
Natürlich gut angezogen: urbane Radshirts

De Marchi
De Marchi Belgium Jersey. Foto: Redaktion.

De Marchi Belgium Jersey
Passend zur Zuava Hose bietet De Marchi auch ein klassisches Strick-Trikot an. Das Trikot hat drei Rückentaschen, die jeweils mit einem Knopf verschlossen werden, außerdem gibt es einen Reißverschluss vorne. Wenn man leicht schwitzt, fühlt sich das Trikot leicht kratzig an, aber das ist Geschmackssache.
S-XXL, 260 g, blau, 140,00 Euro
Vaude Women's Birch Shirt.
Vaude Women’s Birch Shirt.

Vaude Women’s Birch Shirt
Ein extrem leichtes Trikot in auffälligen Farben. Das Birch Shirt eignet sich perfekt für den Kurztrip in die Stadt oder eine Tagestour. Ein nettes Extra ist die versteckte RV-Tasche am Rücken, hier verschwindet ein Schlüssel oder Bargeld ohne zu stören. Das Birch Shirt ist auch für Männer zu haben.
36-46, 100 g, purpure, mallow violet, lagoon, teal blue, 55,00 Euro
Pedaled Kaido Jersey.
Pedaled Kaido Jersey.

Pedaled Kaido Jersey
Ein Trikot mit durchaus sportlichen Zügen wie drei Rückentaschen, durchgehender Front-RV und Silikonsaum, dabei aber in zurückhaltenden Farben gestaltet, so dass man nicht als bunter Hund durch die Stadt fährt. Das weiche Material ist angenehm auf der Haut, nur der Reißverschluss mindert den Komfort etwas. Dieses Trikot eignet sich nicht nur für die Stadt, sondern ist auch für Tagestouren gut zu gebrauchen.
XS-XXL, 220 g, braun, blau, 110,00 Euro
Rapha Merino Polo.
Rapha Merino Polo.

Rapha Merino Polo
Das Polo von Rapha besteht aus 100 Prozent Merino und ist damit perfekt für den Sommer: luftig und lockersitzt es, so kommt man nicht ins Schwitzen. Bis auf die Rückentasche ist es nicht als Radtrikot auszumachen, man kann es durchaus auch im Alltag tragen. Leicht nach vorn versetzte Schulternähte sollen für weniger Hautirritationen durch Taschenriemen sorgen. Unauffällige Details wie ein kleiner Streifen unterhalb der Rückentasche oder ein pinker Streifen im Kragen, der erst beim Hochklappen des Kragens sichtbar wird, reflektieren und erhöhen so die Sicherheit. Insgesamt ein wirklich hochwertiges Polo zu einem angemessenen Preis.
XS-XXL, 210 g, purple, blue, 125,00 Euro
nächste Seite: Kurz, aber mit Stil: Radfahrers Sommer-Beinkleider

Praxistest: Hercules Edison Pedelec mit Shimano Steps-Antrieb

Nur zwei Anbieter in Deutschland bauen schon den neuen Shimano Steps-Pedelec-Antrieb in ihre Fahrräder ein. Neben Falter ist das der Traditionshersteller Hercules, dessen Modelle über das Händlernetz der Kölner Zweirad Einkaufsgenossenschaft ZEG verkauft werden. Wir konnten das Hercules Edison-Pedelec mit Shimano-System bereits probefahren.

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Tiefer Einstieg und viel Bodenfreiheit dank neuem kompakten Shimano Steps-Motor am Hercules Edison. Foto: Gathmann

Shimano hat das neue Steps-Antriebssystem auf den Einsatz mit den elektronischen DI2-Nabenschaltungen abgestimmt. So ist es folgerichtig, ein komfortables Pedelec mit Einsatzsschwerpunkt Stadt rund um das System zu bauen. Diesen Weg geht Hercules mit dem Edison. Dabei macht der schön schlichte Rahmen mit integriertem Gepäckträger schon auf den ersten Blick klar, dass zwei Dinge im Fokus stehen: leichtes Aufsteigen und sicherer Gepäcktransport – sei es die voll geladene Einkaufstasche oder das Gepäck für eine ausgedehnte Radtour.
Fahrstabil mit Beladung
Fahrräder mit rahmenintegrierten Gepäckträgern gehören bei unseren Vergleichstests regelmäßig zu den besonders fahrsicheren Modellen mit Beladung. Am Edison konnten wir wegen der Testfahrten auf einer Messe keine Packtaschen für die Probefahrt anhängen. Spürbar war aber, dass der im Gepäckträgerfach eingeschobene, herausnehmbare Akku sich nicht auf das Fahrverhalten auswirkt – obwohl es schwerpunktgünstigere Montageplätze gibt. Eine gelungene Lösung also, zumal das Abschließen des Akkus und Anschalten des Systems in Gepäckträgerhöhe komfortabel von der Hand geht. Übrigens ist der Akku des Shimano-Systems dank einer Kapazität von 418 Wattstunden und einer Herstellerangabe von bis zu 1.000 Ladezyklen eines der technischen Glanzlichter des Shimano Step-Systems. Auch der Motor ist gelungen: Er ist leicht und kompakt, wird horizontal eingebaut und macht damit einen tiefen Durchstieg bei gleichzeitig ausreichend Bodenfreiheit möglich – hier greift Shimano das meist tief hängende alte Bosch-System gezielt an.
Ein weiterer Vorteil der japanischen Antriebstechnik ist die Abstimmung auf die Nabenschaltung, auf die wir besonders gespannt waren. Alle Antriebsstufen schaltet man mit kleinen Druckknöpfen in Griffweite komfortabel rauf- und runter. Soweit so überzeugend. Die Gänge wechselt man wie gewohnt mit einem Drehgriffschalter an der rechten Hand, was auch am Berg unter Last besser funktionierte als bei Kombinationen der Shimano-Nabe mit anderen Mittelmotoren.
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Sorgt für Fahrstabilität beim Gepäcktransport und sicheren Sitz des Akkus: rahmenintegrierter Gepäckräger am Hercules Edison Pedelec. Foto: Gathmann

In der Summe wird das Fahren mit dem Hercules Edison zum gedankenlosen Vergnügen. Dass der kleine Motor seine Kraft sehr leise und nicht mit urplötzlicher Gewalt, sondern eher dosiert, abgibt unterstreicht den harmonischen Gesamteindruck. Trotzdem schiebt der Shimano Steps-Antrieb bei Bedarf in der höchsten Stufe kräftig genug für Steilstücke an. Das Hercules Edison zeigt sich als wendiger, aber fahrsicherer Charakter. Die Magura HS11-Hydraulikbremsen waren der höheren Geschwindigkeit locker gewachsen und machen auch Techniklaien das Wechseln der Beläge oder den Ausbau eines Laufrades bei Defekt leicht. Reifenpannen muss man allerdings kaum fürchten, denn mit dem Schwalbe Marathon Plus ist ein Unplattbar-Pneu montiert. Die Lichtanlage mit Fuxon 50-Lux-Schein bietet die Sicherheit, die man zum Pedelecfahren braucht.
Technische Daten
Hercules Edison, 2.399 Euro: Pedelec mit Unterstützung bis 25 km/h. Rahmen: Alu Tiefeinstieg; Rahmenhöhen: 45, 50, 55 cm; Gabel: Suntour NEX 25 Federgabel mit Lock-pit; Antrieb: Shimano Steps Mittelmotor (250 Watt, 3 Unterstüzungsmodi), Akku: Shimano Steps Li.-Io. mit 418 Wh; Schaltung: Shimano Nexus 8-Gang mit Drehgriff; Bremsen: Magura HS11 hydraulische Felgenbremse; Bereifung: Schwalbe Marathon Plus; Gepäckträger: rahmenintegriert; Licht: Fuxon 50-Lux-LED-Scheinwerfer; Besonderheiten: Kettenkasten, winkelverstellbarer Vorbau. Info: zeg.com