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Radfahren auf dem Baikalsee

Baikalsee
Foto: shutterstock

Eine echte Expedition über den See dokumentiert das Video des Mountainbike Expedition Teams alias Andreas von Heßberg und Waltraud Schulze.

„Heute ist ein guter Tag, nachdem wir gestern den ganzen Tag schieben mussten, sind nun minus 30 Grad und wir können gut radeln“, schreibt Waltraud einmal im Reisetagebuch. Zwar ist der Baikal immer noch eine exotische Radreise Destination, aber im Sommer machen ihn einige Radreise-Anbieter erlebbar. Ein paar Links haben wir hier zusammengestellt:
Radreise-Anbieter: Paradeast
Radreise-Anbieter: Baikal-Komplex
Radreisebericht: Mit dem Fahrrad über den Baikalsee

Mecklenburgischer Seen-Radweg

mecklenburgischer seen radweg
Mecklenburger Sommer-Trikolore aus Kornblumen, Kamille und Mohn.
Text und Foto: Stefan Jacobs

Eine mehr als 600 Kilometer lange Radroute führt von Lüneburg nach Usedom – oder auf einer reizvollen Abkürzung durch Polen nach Stettin.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 1/2019.
Infos Mecklenburgischer Seen-Radweg
Anreise
Lüneburg ist am besten via Berlin oder Hamburg erreichbar, z.B. 2x täglich mit dem „Interregio-Express“ mit Fahrradabteil (Reservierungspflicht!).
Abreise
Von Szczecin Glowny (Stettin Hbf.) fährt etwa alle 2 Stunden ein Zug nach Berlin (meist mit Umstieg in Angermünde). Achtung: Wer sonntags abreist, sollte diejenigen Verbindungen meiden, bei denen in einen von der Ostsee kommenden Zug umgestiegen werden muss (überfüllt!). Und: Im Zug sowie beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg sind die Tickets viel billiger als im Buchungssystem der DB.
Gefahrene Strecke
1. Lüneburg – Bleckede – Dömitz: 85 km
2. Dömitz – Ludwigslust – Parchim: 89 km
3. Parchim – Plauer See – Woldzegarten: 74 km
4. Woldzegarten – Waren – Peetsch: 78 km
5. Peetsch – Wesenberg – Neustrelitz: 45 km
6. Neustrelitz – Carpin –
Neubrandenburg: 67 km
7. Neubrandenburg – Ueckermünde: 85 km
8. Ueckermünde – Altwarp – Stettin: 65 km
Gesamtstrecke: 588 km
Sehenswertes
Lüneburg: gesamte Altstadt östlich der Ilmenau
Lüne: Kloster
Scharnebeck: Schiffshebewerk
Bleckede: Schloss
Dömitz: Festung, Speicher mit Café
Klein Schmölen: Wanderdüne
Ludwigslust: Schloss mit Park
Neustadt-Glewe: Burg
Parchim: Rathaus in der Altstadt
Lübz: Stadtmuseum beim Turm
Plau am See: Stadtkern, Eldepromenade, Burgturm
Bad Stuer: Bärenwald Müritz
Klink: Schloss
Waren: Müritzeum, Altstadt, Hafen
Federow: Nationalparkzentrum
Rechlin-Nord: Luftfahrtmuseum
Mirow: Schloss(insel)
Wesenberg: Burgturm
Neustrelitz: Stadtkern, Schlossgarten
Neubrandenburg: Stadtmauer mit Toren
Galenbeck: schiefer Burgturm, See 
Ueckermünde: Altstadt, Hafenpromenade
Altwarp: Binnendüne
Nowe Warpno: Aussichtsturm an der Mole
Stolec: Schloss, See
Stettin: Arkonska-Park, Rosengarten, Altstadt mit Kirchen und Herzogsschloss
Streckencharakter und Ausrüstung
Der Seenradweg ist (fast) komplett beschildert, aber nicht konsequent ausgebaut. Von Lüneburg bis Plau am See geht es abwechselnd auf Radwegen und kleinen Landstraßen – nicht autofrei, aber gut zu fahren. Weiter ostwärts folgen mehrere holprige und sandige Abschnitte. Hochproblematisch (steil, eng, sandig) ist der Weg an der Müritz zwischen Klink und Waren. Am Oderhaff und in Polen ist der Belag gut, aber vor Stettin wird es voll auf den (radweglosen) Straßen, weshalb die Tour sich nicht für Kinder eignet. Zwischen Plauer See und Neubrandenburg sind viele Hügel zu bewältigen: selten lang, aber teils steil – geeignetes Terrain für Pedelecs.
Übernachtung
(Alle genannten Quartiere erwiesen sich als empfehlenswert.)
Dömitz: doemitzer-hafen.de
Parchim: hotel-parchim.de
Woldzegarten: woldzegarten.de
Peetsch: landhotel-peetsch.de
Neustrelitz: basiskulturfabrik.de
Neubrandenburg: badehaus-am-see.de
Ueckermünde/Bellin: haffhus.de
Reiseführer, Karten, Infos
Zwar gibt es zum Seen-Radweg Spiralos von Esterbauer und BVA sowie eine Kompass-Karte, aber alle sind veraltet. Eine Alternative sind die Bikeline-Karten, in denen die Route markiert ist. Da zusätzlich andere Karten für die ersten und die letzten Kilometer gebraucht werden, empfiehlt sich die Online-Seite https://radreise-wiki.de/Mecklenburgischer_Seenradweg, auf der die Strecke und alle Orte beschrieben sind. Ebenfalls informativ ist https://www.auf-nach-mv.de/mecklenburgischer-seen-radweg. 
GPS-Download
Mecklenburgischer Seen Radweg

Mittellandroute Teil 1: Von Aachen nach Eisenach

auf dem rheinradweg mit drachenburg und drachenfels im hintergrund
Auf dem Rheinradweg mit Drachenburg und Drachenfels im Hintergrund.
Text und Foto: Hans Kothe

Die Mittellandroute von Aachen nach Zittau folgt in etwa dem 51. Breitengrad und geht quer durch Deutschland. Wunderbare Bachtäler, tiefe Wälder und traditionsreiche Städte mit ihren historischen Baudenkmälern sind typisch für den Radweg, der durch fünf Bundesländer führt und alle größeren Flüsse überquert, die zur Meeresküste streben.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 1/2019.
Infos Mittellandroute Teil 1
An- und Abreise
Mit dem Auto nach Aachen: Von Berlin: 640 km; von Dresden: 650 km; von Essen: 125 km; von Frankfurt: 260 km; von Hamburg: 490 km; von Köln: 85 km; von München: 650 km; von Stuttgart: 425 km; mit dem Auto von Eisenach nach: Berlin: 360 km; nach Dresden: 275 km; nach Essen: 280 km; nach Frankfurt: 190 km; nach Hamburg: 360 km; nach Köln: 300 km; nach München: 400 km; nach Stuttgart: 320 km;
Mit der Bahn: Die Anreise nach Aachen und die Abreise von Eisenach ist unproblematisch. Beide Bahnhöfe werden sowohl von ICEs als auch von Regionalbahnen angefahren.
Gefahrene Etappen
1. Etappe: Aachen – Nideggen 58 km
2. Etappe: Nideggen – Rheinbach 60 km
3. Etappe: Rheinbach – Eitorf 71 km
4. Etappe: Eitorf – Siegen 75 km
5. Etappe: Siegen – Bad Laasphe 43 km
6. Etappe: Bad Laasphe – Marburg 48 km
7. Etappe: Marburg – Alsfeld 64 km
8. Etappe: Alsfeld – Bad Hersfeld 78 km
9. Etappe: Bad Hersfeld – Eisenach 76 km
Gesamt: 573 km      
Sehenswertes
Aachen: Dom, Rathaus, Domschatzkammer, Zollmuseum, Ludwig-Forum für Internationale Kunst,  Aachener Printenmuseum, Elisenbrunnen, Internationales Zeitungsmuseum; Kornelimünster: Probstei- und Pfarrkirche St. Kornelius, ehemalige Reichsabtei mit Kunsthaus NRW; Untermaubach: Burg; Nideggen: Burg mit Burgenmuseum; Heimbach: Salvatorkirche, Burg Hengebach, Trappistenabtei Mariawald; Kommern: Freilichtmuseum, Burg; Euskirchen: Pfarrkirche St. Martin, Stadtmuseum; Kuchenheim: Industriemuseum in der Tuchfabrik Müller; Rheinbach: Glasmuseum, Kutschenmuseum, Hexenturm, Römische Wasserleitung; Villip: Burg Gudenau, Broicher Mühle; Berkum: Burg Odenhausen; Bonn: Beethoven-Haus, Bonner Münster, Altes Rathaus, Kurfürstliche Residenz, Bundeshaus, Kunstmuseum Bonn, August-Macke-Haus, Haus der Geschichte der BRD, Frauenmuseum, Remigiuskirche; Siegburg: Benediktinerabtei St. Michael mit Abteimuseum, St.-Servatius-Pfarrkirche, Stadtmuseum; Hennef: Historischer Lindenhof; Merten: Schloss Merten, St.-Agnes-Kirche; Dattenfeld: „Siegtaldom“ St.-Laurentiuskirche; Schladern: Burgruine Windeck, Siegwasserfall; Wissen: Schloss Schönstein, Heisterkapelle; Kirchen: Ottoturm, Druidenstein; Eiserfeld: Reinhold Forster Erbstollen; Siegen: Oberes Schloss mit Siegerlandmuseum, Unteres Schloss, Martinikirche, Aktives Museum Südwestfalen; Dreis-Tiefenbach: Alte Burg; Netphen: Heimatmuseum Netpherland; Lahnhof: Lahnquelle; Bad Laasphe: Schloss Wittgenstein, Industriemuseum Trafostation Amalienhütte, Internationales Radiomuseum, Pilzkundemuseum, Wallburg; Biedenkopf: Landgrafenschloss mit Hinterlandmuseum, Hospitalkirche, Stadtkirche, Altes Rathaus; Eckelshausen: Schartenhof; Caldern: Klosterkirche, Gerichtsstätte; Marburg: Schloss, Elisabethkirche, Oberstadt mit historischem Rathaus, Alte Universität, Botanischer Garten; Stadtallendorf: Barocke Landkirche St. Katharina, Gedenkstätte Münchmühle; Neustadt: Historischer Ortskern mit Junker-Hansen-Turm; Alsfeld: Mittelalterlicher Stadtkern, Dreifaltigkeitskirche, Walpurgiskirche; Schönberg: Kapelle; Neukirchen: Märchenhaus; Eichhof: Schloss, Bad Hersfeld: Stiftsruine und Katharinenturm, Rathaus; Malkomes: Fachwerk-Kapelle; Schenklengsfeld: Burgruine Landeck, Alte Linde; Heringen: Werra-Kali-Bergbau-Museum; Widdershausen: „Monte Kali“; Untersuhl: Rundkirche; Gerstungen: Werratalmuseum im Schloss Gerstungen, Neuenhof: Schloss; Eisenach: Wartburg, Lutherhaus, Bachhaus, Thüringer Museum, Georgenkirche, Automobile Welt Eisenach, Nikolaitor.
Strecke und Ausrüstung
Wie immer gibt es bei Radfernwegen unterschiedliche Wegoberflächen. So ist es auch bei der Mittellandroute. Die meisten Waldpassagen sind nicht asphaltiert, ansonsten verläuft die Route über Radwege, Nebenstraßen und Wirtschaftswege. Problematisch ist der kilometerlange Abschnitt an der vielbefahrenen Bundesstraße 62, entlang des rheinland-pfälzischen Teils im Siegtal. Hier empfiehlt es sich, die Strecke mit der Bahn zu überbrücken. Manche Bereiche haben eine lückenhafte Beschilderung, insbesondere um Rheinbach, Bonn und Siegen-Weidenau. Das Höhenprofil bietet flache Abschnitte ebenso wie welliges Land. Aber es gibt auch längere Anstiege im Hürtgenwald, hinter Heimbach und im Rothaarige, die zu bewältigen sind. Familientauglich ist die Tour deshalb nur in Teilbereichen. Für die Durchführung der Reise ist es ratsam, ein Trekking- oder Reiserad mit einer bergtauglichen Schaltung zu nutzen.
Unterkunft
Aachen: Hotel Marx, Hubertusstraße 33-35, 52064 Aachen, Tel.: 0241/37541, hotel-marx.de; Jugendherberge: DJH Aachen, Maria-Theresia-Alle 260, 52074 Aachen, Tel.: 0241, aachen@jugendherberge.de; Nideggen: Ratskeller, Am Markt 1, 52385 Nideggen, Tel.: 02427/9050930, ratskeller-nideggen.com; Jugendherberge: DJH Nideggen, Im Effels 10, 52385 Nideggen, Tel.: 02427/9050790, nideggen@jugendherberge.de; Camping: Campingplatz Hetzingen, Campingplatz 1, 52385 Nideggen, Tel.: 02427/508, campingplatz-hetzingen.com; Rheinbach: Hotel Streng, Martinstraße 14-16, 53359 Rheinbach, Tel.: 02226/2361, hotel-streng.com; Eitorf: Hotel Schützenhof, Windecker Straße 2, 53783 Eitorf, Tel.: 02243/8870, info@hotelschuetzenhof.de; Camping: Campingplatz Happach, Hennefer Straße 8, 53783 Eitorf, Tel.: 02243/3533, info@campingplatz-Happach.de; Siegen: Hotel Schäfer, Röster Straße 111, 57074 Siegen, 0271/33872-0, hotelschaefer.com; Bad Laasphe: Berghaus Sieben, Mühlenstraße 14, 57334 Bad Laasphe, Tel.: 02752/47670, hotel-berghaus-sieben.de; Camping: Campingplatz Laasphetal, Wasserstraße 66, 57334 Bad Laasphe, Tel.: 02752/6490, camping-laasphetal.de; Marburg: Hostel Marburg One, Bahnhofstraße 33a, 35037 Marburg, Tel.: 06421/6977111, hostel-marburg-ohne.de; Jugendherberge: DJH Marburg, Jahnstraße 1, 35037 Marburg, Tel.: 06421/23461, marburg.jugendherberge.de; Camping: Campingplatz Lahnaue, Trojedamm 47, 35037 Marburg, Tel.: 06421/21331, lahnaue.de; Alsfeld: Hotel Klingelhöffer, Hersfelder Straße 47, 36304 Alsfeld, Tel.: 06631/911840, klingelhoeffer.de; Bad Hersfeld: Hotel Haus am Park, Am Hopfengarten 2, 36251 Bad Hersfeld, Tel.: 06621/92620, hotel-hausampark.de; Jungendherberge: DJH Bad Hersfeld, Lutherstraße 2, 36251 Bad Hersfeld, Tel. 06621/407750, jh-bad-hersfeld@jugendherberge.de; Eisenach: City Hotel, Bahnhofstraße 25, 99817 Eisenach, Tel.: 03691/2098-0, cityhotel-eisenach.de; Jugendherberge: DJH Eisenach, Mariental 24, 99817 Eisenach, Tel.: 03691/743259, eisenach@jugendherberge.de
Karte
Bikeline, Mittellandroute, 
ISBN: 978-3-85000-724-5, 14,90 Euro, esterbauer.com
GPS-Download
MittellandrouteTeil1VonAachenNachEisenach.gpx

Auf den Spuren von „El Cid“

camino del cid
Blick auf das historische Burgo de Osma.
Text und Foto: Timo Rokitta

Die wenigsten haben schon einmal was vom Gedicht „Cantar de Mío Cid“ gehört. Es handelt sich hierbei um ein bekanntes spanisches Gedicht aus dem zwölften Jahrhundert, das die Geschichte des legendären Ritters Rodrigo Díaz de Vivar, dem sogenannten Cid Campeador, erzählt. Bekannter ist in der heutigen Zeit der Hollywoodstreifen „El Cid“ mit Charlton Heston und Sophia Loren aus dem Jahr 1961.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 1/2019.
Infos Camino del Cid
AN – UND ABREISE
Die beste Möglichkeit um nach Burgos zu gelangen ist mit dem Auto. Von Frankfurt über Saarbrücken, Paris und Bordeaux sind es ca. 1.500 Kilometer. Alternativ sind Flüge nach Madrid empfehlenswert und mit dem Mitfahrzeug nach Burgos (ca. 2,5 Stunden). Für die Rückreise von Valencia nach Burgos ist ein Mietauto ratsam (ca. 6 Stunden). Die Radmitnahme ist in Spanien kompliziert. 
START / ZIEL
Burgos Kathedrale Plaza Rey San Fernando/ Valencia Denkmal El Cid Placa de Espanya
GEFAHRENE ROUTE
1. Burgos – Santo Domingo de Silos 65 km
2. Santo Domingo de Silos –
El Burgo de Osma 75 km
3. El Burgo de Osma – Atienza 104 km
4. Atienza – Sigüenza 79 km
5. Sigüenza – Arcos de Jalon 102 km
6. Arcos de Jalon – Daroca 115 km
7. Daroca – Molina de Aragon 106 km
8. Molina de Aragon – Checa 71 km
9. Checa – Teruel 115 km
10. Teruel – Segorbe 111 km
11. Segorbe – Valencia 59 km 
Gesamt 1.002 km
SEHENSWERTES
Burgos: Kathedrale; Santo Domino de Silos Kloster; El Burgo de Osma: Kathedrale; Gormaz: maurische Festung; Atienza: Burg und Altstadt; Jadraque: Burg des El Cid; Sigüenza: Altstadt; Daroca: Altstadt und Festung; Molina de Aragon: Altstadt und Festung; Albarracin: historische Altstadt; Teruel: Bauwerke im Mudéjar-Stil; Valencia: Kathedrale
STRECKENCHARAKTER
Der Camino del Cid führt über vier Themenrouten von Burgos nach Valencia. Diese heißen übersetzt „die Verbannung“, „Grenzgebiete“, „die drei maurischen Königreiche“ und „die Eroberung Valencia“. Es gibt eine BTT/MTB – und eine Straßenrad Variante. Besonders auf der BTT/MTB Variante erlebt man das alte ursprüngliche Spanien mit seinen endlosen Sierras und alten Dörfern. 
Tipp: Da die BTT/MTB Variante teils anspruchsvoll ist, ist es ratsam bei Bedarf auf die Straßenvariante zu wechseln. Auf den Straßen herrscht sehr wenig Verkehr. Ab Teruel ist es absolut empfehlenswert, auf dem Bahntrassenradweg „Vía Verde de Ojos Negros“ bis nach Segunt in Richtung Küste zu fahren.
REISEFÜHRER
Alle Unterlagen, die Karten, ausführliche Streckenbeschreibungen und die gpx-Tracks gibt es auf der Homepage (spanisch und englisch) des Consorcio Camino del Cid, Calle Madrid 24, 09001 Burgos, Spanien, caminodelcid.org
UNTERKUNFT
Burgos: Hotel Bulevar, Calle Bonifacio Zamora de Usabel, 1b, 09001 Burgos; Santo Domingo de Silos: Hotel Santo Domingo de Silos, Calle Pricipal, 09610 Santo Domingo de Silos; El Burgo de Osma: Hotel Spa Rio Ucero, N – 122 KM 214, 42300 El Burgo de Osma; Atienza: Hostal Monasterio Santa Ana, GU – 114, 3, 19270 Atienza; Sigüenza: Hostal Dona Blanca, Calle Castillejos, 3, 19250 Sigüenza; Arcos de Jalon: Hotel Numancia, Gerardo Diego, 4, 42257 Arcos de Jalon; Daroca: Hotel Cienbalcones, Calle Mayor, 88, 50360, Daroca; Molina de Aragon: Hotel San Francisco, Plaza San Francisco, 6, 19300 Molina de Aragon; Checa: Hotel Check in Checa, Plaza Tiro de Barra, 1, 19310 Checa; Teruel: Hotel Isabel de Segura, Ronda del Turia, 1, 44002 Teruel; Segorbe: Hotel Maria de Luna, Av. Comunidad Valenciana, 2, 12400 Segorbe; Valencia: Hotel Expo Valencia, Av. De Pius XII, 4, 46009 Valencia.
Tipp: Es ist von Vorteil, täglich Zimmer im Voraus über einschlägige Onlineportale jeweils für das Etappenziel zu buchen. Die Übernachtungspreise sind im Landesinneren sehr niedrig, pro Person liegen diese bei ca. 30 bis 45 Euro pro Person inkl. Frühstück.
WEITERE INFOS
caminodelcid.org, spain.info
GPS-Download
Camino del Cid

BIKETEAM – Radreisen – unkonventionellen Zielgebiete in der neuen Saison -Anzeige-

biketeam radreisen georgien
Neues Reiseziel 2019: Georgien. Foto: Biketeam

Der Radreise-Spezialist BIKETEAM läutet die Saison 2019 mit 24 neuen Reisen in  teils unkonventionellen Zielgebieten ein. Der Fokus des Freiburger Veranstalters liegt auf sportlichen Trekkingrad-, Mountainbike- und Rennradreisen in europäischen und weltweiten Zielgebieten. „Unsere Produktpalette wurde um 24 neue Touren erweitert, unter anderem in kulturell und landschaftlich sehr spannenden Zielgebieten wie Georgien und Kolumbien. Neu ist auch eine Durchquerung Südindiens von Ost nach West“, so Geschäftsführer Peter Bär.
Bei der Trekkingradreise in Indien fahren die Gäste in 15 Tagen von Chennai an der Ostküste nach Cochin an die Westküste. Beeindruckend sind die Berglandschaften der Western Ghats. Zahlreiche Teeplantagen säumen die Straßen, als Highlight der Reise gilt der Periyar Nationalpark mit seiner artenreichen Tier- und Pflanzenwelt.
Kolumbien erfährt derzeit einen touristischen Aufschwung und verwöhnt Radreisende mit abwechslungsreichen Landschaften zwischen den Hochgebirgszügen der Anden und tropischem Tiefland. Eine neue Rennradreise rund um Medellín und die Trekkingradreise „Von Bogotá nach Medellín“ demonstrieren den Gästen die Vielfalt des Landes.
Zwei neue Reisen nach Georgien, für Mountainbiker und Trekkingradfahrer, führen die Besucher von Ost nach West durch die Berglandschaften des Kaukasus, zu geschichtsträchtigen Städten bis ans Schwarze Meer.
Ebenfalls neu im Programm ist die Trekkingradreise „Königsstädte und Atlasgebirge: Von Rabat nach Marrakesch“. Neben den marokkanischen Gebirgslandschaften des Hohen Atlas besuchen die Gäste einige geschichtsträchtige Städte wie Rabat, Meknes, Fes und Ifrane, bevor sie nach zehn Tagen auf dem Sattel ab Marrakesch die Rückreise antreten.
biketeam radreisen kolumbien
Radurlaub weltweit: 24 neue Radreisen für Trekkingradler, Mountainbiker und Rennradfahrer.
Foto: Biketeam

Auch im europäischen Raum gibt es viel Neues zu entdecken: Wer Slowenien in seiner vollen Länge durchqueren möchte, ist mit der Mountainbike-Reise „Vom Alpenhauptkamm zur Adria“ gut beraten. Drei weitere Touren in den Französischen Alpen bieten anspruchsvollen Mountainbikern ein abwechslungsreiches Terrain und Rennradfahrer können komplett Großbritannien von Süd nach Nord durchqueren. Einige herausragende Pässe hinterlassen bei Rennradlern in den Dolomiten bleibende Eindrücke, denn nirgendwo sonst in Europa ragen Kolosse aus Schlerndolomit so derart dramatisch in den Himmel wie in diesem Gebiet im Nordosten Italiens.
Charakteristisch für alle Radreisen sind nach Angabe des Unternehmens „das hohe Aktivitätslevel sowie der Naturgenuss“, heißt es aus Freiburg. Individual- und Gruppenreisen in 63 verschiedenen Ländern bieten ein breites Spektrum für genussvolle Radreisende und solche, die ihre Grenzen ausloten möchten. Alle Reisen sind unmittelbar buchbar unter: www.biketeam-radreisen.de.
Buchungen
Ausführliche Informationen zu den einzelnen Reiseterminen, den jeweiligen Reiserouten, den landschaftlichen und kulturellen Höhepunkten sowie zum jeweiligen Anforderungsprofil für die teilnehmenden Radfahrer finden Sie auf www.biketeam-radreisen.de.Darüber hinaus stehen die Mitarbeiter von BIKETEAM-Radreisen persönlich per Telefon, E-Mail und Internet-Chat für Fragen und weitergehende Informationen zur Verfügung.
Ansprechpartner BIKETEAM Radreisen
Lise-Meitner-Straße 2
79100 Freiburg
Tel.: 0761 – 556 559 29
Fax: 0761 – 556 559 49
E-Mail: info@biketeam-radreisen.de
Web: https://www.biketeam-radreisen.de/

RADtouren Ausgabe 1/19 (ab 19.12.18)

  • Neue Wege: Graveln auf Mallorca
  • 11 Testfahrten: Gravelbikes und Randonneure
  • Im Test: Akku-Scheinwerfer von 40 bis 420 Euro
  • Camino del Cid: Spurensuche in Spanien
  • Mittellandroute: Von Aachen nach Eisenach
  • Ostsee: Von Riga nach St. Petersburg
  • Seen-Radweg Mecklenburg: Im Osten was Neues

German Design Award 2019 für Falkenjagd Bikes

falkenjagd design award
Das Rennstahl 853 Reiserad Pinion hat sich gegen 26 internationale Konkurrenten durchgesetzt.
Foto: Falkenjagd Bikes

Das Rennstahl 853 Reiserad Pinion von der Fahrradmanufaktur Falkenjagd & Rennstahl Bikes ist mit dem German Design Award GOLD 2019 für seine Innovation und Funktionalität ausgezeichnet worden . Der German Design Award legt höchste Ansprüche an die Ermittlung seiner Preisträger: In einem aufwändigen Nominierungsverfahren werden durch ein Expertengremien nur solche Produkte und Designleistungen zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen, die sich bereits im Vorfeld durch ihre gestalterische Qualität differenzieren. Hierbei wurde das Rennstahl 853 Reiserad Pinion in der Kategorie „Fahrzeuge“ mit dem höchsten Prädikat „GOLD“ für seine besonderen Detaillösungen in einem anspruchsvollem Segment der Reiseräder ausgezeichnet. Neben dem Design des Rads überzeugte der hohe Stand der Technik sowie die Systemintegration und Funktionalität durch hauseigene und aufeinander abgestimmte Anbauteile wie Vorbau, Sattelstütze, Lenker oder Gepäckträger. Der German Design Award zählt zu den wichtigsten Design- Wettbewerben für die Fahrradindustrie weltweit und genießt hohes Ansehen.
 

Oranierroute: Oranje, Fachwerk,  Fahrradglück

oranierroute
Blick auf den Limburger Dom: Die Oranier-­Route verläuft auf vorhandenen Radwegen wie hier auf dem Lahnradweg.
Text + Foto: Hans Kothe

Wenn unsere nordwestlichen Nachbarn „Oranje“ tragen, zeugt diese Farbe von ihrer Verbundenheit zu den Oraniern, dem niederländischen Königshaus. Das folgende Teilstück der Oranier-Route führt von Nassau nach Bad Arolsen und damit zu den Oranje-Wurzeln auf schwarz-rot-goldenem Terrain.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 6/2018.
Infos Oranierroute:

Anreise

Mit dem Auto nach Nassau:  Von Essen: 175 km, von Köln: 115 km; von Hamburg: 520 km; von Berlin: 585 km; von Leipzig: 430 km; von Stuttgart: 270 km; von München: 490 km; Abreise von Bad Arolsen: Nach Essen: 165 km; nach Köln: 220 km; nach Hamburg: 340; nach Berlin: 425 km; nach Leipzig: 300 km; nach Stuttgart: 390 km; nach München: 510 km; mit der Bahn ist die Anreise und die Abreise nach Nassau und von Bad Arolsen mit der Regionalbahn möglich.

Gefahrene Route

1. Etappe: Nassau – Diez:  32 km

2. Etappe: Diez – Braunfels: 63 km

3. Etappe: Braunfels – Dillenburg: 55 km

4. Etappe: Dillenburg- Siegen: 48 km

5. Etappe: Siegen – Erndtebrück: 58 km

6. Etappe: Erndtebrück – Battenberg: 49 km

7. Etappe: Battenberg – Bringhausen: 57 km

8. Etappe: Bringhausen – Bad Arolsen: 48 km

Gesamt: 410 km

Sehenswertes

Nassau: Burg Nassau-Oranien, Stein’sches Schloss, Adelsheimer Hof, Naturpark Nassau; Obernhof: Kloster Arnstein, Schloss Langenau; Laurenburg: Burg Laurenburg; Holzappel: Heimat- und Bergbaumuseum; Balduinstein: Schloss Schaumburg, Burgruine Balduinstein; Diez: Stiftskirche mit Fürstengruft, Grafenschloss mit Schlossbrunnen, Barockschloss Oranienstein; Limburg: Domschatz und Diözesanmuseum, Katzenturm, St. Georgs-Dom, Stadtkirche, St. Anna-Kirche, Haus der sieben Laster, Alte Lahnbrücke; Dietkirchen: St. Lubertius-Kirche; Runkel: Burg Runkel, Burg Schadeck, steinere Lahnbrücke; Vilmar: Mamorbrücke; Weilburg: Schloss Weilburg, Burgruine Freienfels, Weilburger Schiffstunnel, Bergbau- und Stadtmuseum; Löhnberg: Burgruine im Lahnbogen; Braunfels: Stadtmuseum Obermühle, Schloss Braunfels, Mittelalterliche Stadt; Solms: Industrie- und Heimatmuseum Solms, Kloster Altenberg, Besucherbergwerk Fortuna; Wetzlar: Haus der Optik und Feinmechanik, Dom zu Wetzlar, Franziskanerkirche, Ruine Hermannstein, Sammlung historischer Mikroskope von Ernst Leitz, Lottehaus und Jerusalemhaus; Werdorf: Schloss Werdorf; Herborn: Schloss Herborn, Museum Herborn, Mittelalterlicher Marktplatz; Dillenburg: Villa Grün, Wilhelmsturm, Stockhaus, Orangerie, Dillturm; Haiger: Dorfschmiede Haiger-Sechshelden, Leinen- und Spitzenmuseum; Siegen: Siegerlandmuseum, Glockenmuseum Eiserfeld, Südwestfälisches Eisenbahnmuseum, Oberes Schloss, Unteres Schloss, Marienkirche, Rubensbrunnen, Fachwerkhäuser in der Altstadt; Freudenberg: Schöne Fachwerkstadt, Stadtmuseum, Technikmuseum;  Oberholzklau: Schloss Junkerhees; Kreuztal: Dreslers Park; Allenbach: Kloster Stift Keppel; Hilchenbach: Ginsburg, Stadtmuseum in der Wilhelmsburg; Erndtebrück: Heimatmuseum, Bald’s historische Fahrzeugschau; Bad Berleburg: Schloss Berleburg, Wittgensteiner Heimathaus; Raumland: Schieferschaubergwerk; Arfeld: Schmiedemuseum; Hatzfeld: Emmauskapelle, Burg; Battenberg: Altes Rathaus, Kellerburg, Neuburg; Rennertshausen: Kirche, Altes Steinbackhaus; Frankenberg: 10-türmiges Rathaus, Steinhaus, Hexenturm, historische Altstadt, Museum-Thonet, Liebfreuenkirche, Dampfmaschinenmuseum; Viermünden: Petri-Kirche; Naturpark Edersee-Kellerwald: Besucherzentrum; Wildpark Edersee: Greifvogelschau; Edersee-Hemfurth: Staumauer; Waldeck: Schloss, Burgmuseum; Freienhagen: Wehrkirche; Mengeringhausen: Museum, Burg Mengeringhausen; Bad Arolsen: Residenzschloss, Christian Daniel Rauch-Museum, Kaulbachhaus.

Streckencharakter &
Ausrüstung

Die Oranier-Route verläuft auf vorhandenen Radwegen. Die Wege sind unterschiedlich gut befahrbar. Der größte Teil ist asphaltiert und führt über Dorf- oder landwirtschaftliche Nebenstraßen. Es gibt auch längere Passagen über groben Schotter. Selten verläuft die Route über stark befahrene Straßen. Die Ausschilderung ist einheitlich und leider nicht lückenlos. Touren- oder Reiseräder mit bergtauglicher Schaltung sind absolut erforderlich, da die Strecke im Rothaargebirge und im Waldecker Land einige anspruchsvolle Steigungen aufweist.

Unterkunft

Nassau: Hotel Lahnromantik, Bezirksstraße 20, 56377 Nassau, Tel.: 02604/953101, lahnromantik.de; Camping: Campingplatz Auf der Au, 56377 Nassau, Tel.: 056377/4442, campingplatz-nassau.de; Diez: Hotel Kreuzhof, Ernst-Schauern-Platz 3, 65582 Diez, Tel.: 06432/4460; DJH: Grafenschloss-Jugendherberge Diez, Schlossberg 8, 65582 Diez, Tel.: 06432/2481, diez@jugendherbergen.de; Camping: Camping Oranienstein, Strandbadweg 1a, 65582 Diez, Tel.: 06432/2122, info@camping-diez.de; Braunfels: Hotel Zum Solmser Hof, Marktplatz 1, 35619 Braunfels, Tel.: 06442/950410, solmserhof-braunfels.de; Camping: Campingpark Braunfels, Weiherstieg 2, 35619 Braunfels, Tel.: 02771/800513, campingpark-braunfels.de; Dillenburg: Hotel Kanzelstein, Fasanenweg 2, 35683 Dillenburg, Tel.: 02772/89900, info@gasthof-kanzelstein.de; Camping: Waldcamp Meerbornsheide, Merbornsheide 1-2, 35683 Dillenburg, waldcamp-meerbornsheide.de; Siegen: Hotel Schäfer, Roster Straße 111, 57074 Siegen, Tel.: 02771/33872-0, hotelschaefer.com; Erndtebrück: Pension Schmidt, Hauptmühle 3, 57339 Erndtebrück, Tel.: 02753/3552; DJH Jugendherberge Hilchenbach, Wilhelm-Münker-Straße 9, 57271 Hilchenbach, Tel.: 02733/4396, jh-hilchenbach@djh-wl.de; Battenberg: Hotel Sassor, Berliner Straße 17, 35088 Battenberg-Dodenau, Tel.: 06452/939939, hotel-sassor.de; Camping: Ferienplatz Edertal, Hobe 2, 35088

Battenberg-Dodenau, Tel.: 06452/1791, info@camping-dodenau.de; Bringhausen: Pension Fuchs, Daudenbergstraße 14, 34549 Bringhausen, Tel.: 05623/1091; Camping: Campingplatz Wieseloh, Seestraße 1, 34549 Bringhausen, Tel.: 05623/2164, camping@wieseloh-campingplatz.de; Bad Arolsen: Pension Balduff, Königsbergallee 35, 34454 Bad Arolsen, Tel.: 05691/2709.

Karte

Bikeline, Oranier-Route, ISBN 978-3-85000-224-0, 10,90 Euro, esterbauer.com, leider nur noch im Antiquariat zu bekommen, soll aber demnächst neu überarbeitet erscheinen.

GPS-Download
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Ammer-Amper-Radweg: Naturroute zum Bummeln

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Der Ammer-Amper-Radweg folgt meist dem Flusslauf durch Wiesen und Wälder.
Text + Bild: Thorsten Brönner

Wer dem Ammer-Amper-Radweg folgt, erlebt Oberbayern von seiner malerischen Seite: Auen, Seen und Berge. Dazwischen liegen einladende Orte, in denen die Bewohner altes Brauchtum pflegen. Unterwegs auf einer wenig bekannten Radtour.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 6/2018.
Infos Ammer-Amper-Radweg:

Anreise

Oberammergau und Moosburg an der Isar haben einen Bahnhof. Von Hamburg nach Oberammergau ca. 850 km, von Berlin ca. 670 km, von Köln ca. 610 km, von München ca. 90 km. Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist und am Ende der Reise von Moosburg an der Isar nach Oberammergau mit der Bahn zurückfährt, benötigt mindestens ca. 3:30 Stunden.

Route

1. Tag:
Moosburg an der Isar – Allershausen – Ampermoching – Dachau 66 km

2. Tag:
Dachau – Fürstenfeldbruck –
Schondorf – Dießen – Weilheim 76 km

3. Tag:
Weilheim – Peißenberg – Peiting –
Rottenbuch – Oberammergau 60 km

Gesamtstrecke: 202 km

Sehenswertes

Moosburg an der Isar: Münster St. Kastulus, Rathaus, Johanniskirche, Friedhofskirche St. Michael, Heimatmuseum; Allershausen: Kath. Pfarrkirche St. Joseph; Ampermoching: Pfarrkirche St. Peter; Dachau: KZ-Gedenkstätte, Schloss; Fürstenfeldbruck: Fürstenfelder Klosterkirche, Bauernhofmuseum Jexhof; Schondorf: Pfarrkirche St. Anna, Kirche St. Jakobus; Utting: Künstlerhaus Gasteiger, St. Leonhardskirche; Dießen: Marienmünster, Ammerseeschifffahrt; Weilheim: Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt, Pfaffenwinkelmuseum; Peißenberg: Bergwerksmuseum, Kapelle St. Georg, St. Michaels-Kapelle, Wallfahrtskirche Maria Aich; Peiting: Museum im Klösterle, Villa Rustica, Wallfahrtskirche Maria Egg, Gedenkkapelle, Mariengrotte; Rottenbuch: Pfarrkirche Mariä Geburt; Oberammergau: Passionstheater, Oberammergau Museum, Ortskern mit Lüftlmalereien, Schloss Linderhof, Pfarrkirche St. Peter und Paul

Streckencharakter

Die teils geschotterte Route verläuft überwiegend auf Nebenstraßen und Radwegen. In der hügeligen Landschaft des Alpenvorlandes gibt es kurze Steigungen. Die grün-weißen Streckenschilder zeigen die Aufschrift „Ammer-Amper-Radweg“.

Reiseführer

Fluss-Radwege Oberbayern, Esterbauer Verlag, ISBN 978-3-8500-0662-0, 12,90 Euro;

Ammer-Amper-Radweg Radführer, Galli Verlag, ISBN 978-3-9319-4477-3, 7,90 Euro,

galli-verlag.de

Thorsten Brönner: Flussradwege abseits des Trubels, Bruckmann Verlag, ISBN 978-3-7654-5719-7, 29,99 Euro, bruckmann.de

Oberbayern, Baedeker Verlag, ISBN 978-3-8297-1433-4, 22,99 Euro, baedeker.com

Weitere Informationen

ammer-amper-radweg.com

Ammergauer Alpen, Eugen-Papst-Str. 9a, Oberammergau, Tel. 08822/92 27 40, ammergauer-alpen.de

Tourismusverband Pfaffenwinkel, Bauerngasse 5, Schongau, Tel. +49 08861/211 32 00, pfaffen-winkel.de

Tourismusverband Ammersee-Lech, Hauptplatz 152, Landsberg am Lech, Tel. +49 08191/12 82 47, ammerseelech.de

Tourismusverband München-Oberbayern, Balanstraße 57, München, Tel. 089/90 77 82 70, oberbayern.de, maps.oberbayern.de

Dachau AGIL e.V., Naherholung und Tourismus, Karlsberg 1a, 85221 Dachau, Tel. 08131/ 272 86 05, tourismus-dachauer-land.de

GPS-Download
Ammer-Amper-Radweg
 

Mit dem Tablet auf Radreise

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Mit einem Tablet kann man die nächste Tagesetappe schnell und präzise planen.
Text & Fotos: Thomas Froitzheim

Tablets eignen sich als Laptop-Ersatz für die Radreise, erfordern aber genaues Hinsehen bei der Auswahl der Ausstattungsvarianten. Wir helfen dabei.

Klar, es geht auch ohne – aber auch auf der Radreise möchten die meisten inzwischen nicht mehr auf den Internet-Zugang verzichten, Fotos ansehen oder eben die Strecke für den nächsten Tag planen. Ideal dafür erscheinen kleine Subnotebooks (wie etwa Trekstor Primebook C11, ab ca. 260 Euro oder Lenovo Yoga 330, ca. 450 Euro), aber mit Netzteil wiegen sie auch meist mehr als 1,5 kg. Deutlich preiswerter und leichter geht es mit einem Tablet, und dies kann sogar das Smartphone ersetzen. Aber durch seinen deutlich größeren Bildschirm eignet es sich erheblich besser für Planung oder Dateibearbeitung als ein Smartphone.
Ideale Outdoor-Kombi: Tablet und GPS-Gerät
Mit seiner großen Kartenfläche reizt ein Tablet zunächst auch zum direkten Navigationseinsatz am Lenker, aber davon würden wir abraten. Denn sein Gewicht erfordert eine entsprechend voluminöse, schwere Halterung und natürlich auch den Platz am Lenker. Die ideale Ergänzung ist ein kompaktes GPS-Gerät am Lenker wie zum Beispiel der Edge Explore, das Teasi One oder der Sigma Rox 12. Diese Geräte sind robust, wasserdicht und in der Sonne meist besser ablesbar. Mit dem Tablet plant man abends die Strecken für den nächsten Tag und überträgt sie dann auf das GPS-Gerät, per Kabel oder drahtlos.
Klein und günstig: Android statt Windows oder iPad
Wer zu Hause einen Windows-Rechner gewohnt ist und dort mit den gängigen Planungsprogrammen wie Garmin BaseCamp oder MagicMaps Tour Explorer arbeitet, würde jetzt zu einem Windows-Tablet greifen. Leider ist die Auswahl an Windows-Tablets aber sehr gering und konzentriert sich auf den High-End-Bereich mit größeren und schwereren Modellen. IPads haben den Nachteil, dass sie sich zur Datenübertragung nicht mit per Kabel mit einem GPS-Gerät verbinden lassen, nicht mit der Maus bedienbar und auch deutlich teurer sind. Deswegen haben wir uns hier auf Android-Tablets konzentriert.
8-Zoll-Tablets reichen aus
Tablets gibt es heutzutage in verschiedenen Größen, wobei die kompakten 8-Zoll-Varianten für die Radreise durchaus ausreichen. Denn ihre Displayfläche kann genügend Kartenfläche für die Planung zeigen, und auch ihre Tastaturfläche ermöglicht komfortable Bedienung. Mit 300 bis 400 g belasten sie das Reisegepäck nur wenig. Unerwünschtes Zusatzgewicht kann hier vor allen Dingen die (mitgelieferte) Schutzhülle bringen, die durchaus mehrere 100 g wiegen kann. Leichte Silikonschutzhüllen wiegen in dieser Größenordnung etwa 60 bis 70 g. Hinzu kommen noch Netzteil und USB-Kabel, ebenfalls etwa 60 bis 80g.

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Vom Tablet können Daten über OTB und Kabel zum GPS-Gerät übertragen werden (hier ein Garmin Edge 1030).

Nutztier statt Sportwagen
Es muss auch kein High-End-Tablet wie ein Galaxy Tab S2-8, Asus ZenPad S 8.0 oder Huawei MediaPad M5 sein. Auf der Radreise sind Eigenschaften wie schneller Prozessor, hochauflösendes Display oder bestmöglicher Lautsprecher eher unwichtig, und für Fotos ziehen wir die normale Kamera vor. Neben geringem Gewicht und kompakten Ausmaßen ist vor allem die Display-Helligkeit entscheidend, es sollte auch im Freien noch ausreichend gut ablesbar sein (400 cd ist ein guter Wert). Der Akku sollte möglichst lange durchhalten, und hier zeigen sich auch durchaus Vorteile der Mittelklasse-Tablets mit geringeren Anforderungen an Prozessorleistung und Display-Auflösung: Trotz kleinerem Akku halten diese Tablets häufig länger durch als ihre hochgezüchteten Brüder. Eine Schnellladefähigkeit ist wünschenswert. Die in der Mittelklasse gängige Display-Auflösung von 1280 × 900 Pixeln reicht für die meisten Zwecke absolut aus. Auf jeden Fall sollte das Tablet OTG-fähig sein – denn dann kann man mit einem angeschlossenen Kabel auch Daten übertragen, zum Beispiel gpx-Dateien auf ein GPS-Gerät oder Fotos von einem Speicherchip sichern. Außerdem lässt sich dann noch eine Maus anschließen, was insbesondere bei der Planung auf einer digitalen Karte äußerst hilfreich ist. Achtung: OTG funktioniert nicht mit allen Geräten und Verbindungskabeln – ausprobieren!
Viel Speicher, neues Android und schnelles WLAN
Für eine flüssige und schnelle Bearbeitung sollten 2 GB Arbeitsspeicher vorhanden sein. Als Festspeicher sind 16 GB schon relativ wenig, denn bereits durch Betriebssystem und Apps wird ein Großteil des Speicherplatzes belegt. Ganz wichtig sind in diesem Falle Erweiterungsmöglichkeiten durch eine Micro-SD-Karte mit mindestens 64 GB – diese Karten gibt es inzwischen schon ab 20 Euro.
Achtung: Im Gegensatz zu Smartphones erhalten Mittelklasse-Tablets häufig keine Updates des Betriebssystems mehr. Kauft man jetzt, sollte es mindestens Android 6.0 sein, besser 7.0 oder die aktuelle 8er-Version. Bluetooth ist fast immer vorhanden, aber beim WiFi sollte man ein Auge auf bestmögliche Verbindungen werfen (2,4 und 5 GHz-Nutzbarkeit). Denn je schneller die Daten übertragen werden, desto mehr werden Laufzeit und Akku geschont.
Aus unserer Sicht sollte ein Tablet auch mit SIM-Karte ausgestattet sein, denn dann ist man unabhängig von einem WLAN-Zugang. Die Mobilfunktarife sind inzwischen deutlich gesunken, und so kann ein Tablet unterwegs auch als Ersatz für das Smartphone dienen. Also auf eine LTE-fähige Tablet-Variante achten, denn die preiswerteren haben nur WiFi. Die Aufladbarkeit über eine Micro- SD-Buchse ermöglicht das Anschließen auch externer Ladegeräte.
Nach diesen Kriterien kommen Tablets wie zum Beispiel das Huawei Mediapad T3 8 LTE (ab etwa 160 Euro) oder das Lenovo Tab 4.8 LTE (ab etwa 180 Euro) infrage.
Optimal für den Einsatz auf Radtouren sind outdoorfähige, also wasserfeste und stoßgeschützte Tablets wie das Rug Gear 910 oder Samsungs Galaxy Tab Active 2. Sie sind allerdings auch deutlich teurer und vor allem schwerer und voluminöser als die von uns vorgestellten Varianten.
Apps: tabletfähig und offline
Achtung – nicht alle Smartphone-Apps sind auch für Tablets geeignet. Sie laufen zwar auf Tablets, füllen dann aber nur einen kleinen Teil des Bildschirms aus. Und gerade für die Planung auf der Radreise ist eine bildschirmfüllende Darstellung Pflicht, sonst kann man gleich beim Smartphone bleiben. Insgesamt bietet die Android-Welt deutlich mehr Angebote für die Outdoornavigation als iOS- oder Windows-Apps. Aus unserer Sicht eignen sich vor allem Locus pro oder OsmAnd+ – beide erfordern allerdings eine gute Einarbeitungszeit.
Was zu Hause am heimischen PC in wenigen Minuten erledigt ist, kann sich auf der Radreise als Herausforderung herausstellen. Denn auf dem Campingplatz oder in der Pension ist noch lange nicht immer Internetzugang vorhanden, und wenn ja, dann träufelt die Datenleitung häufig nur.
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Über einen OTG-Stecker (hier eine weiße Ausführung) lassen sich auch USB-Geräte wie eine Funkmaus anschließen – sehr komfortabel beim Entwurf einer Strecke.

Reisecheck
Wir testeten ein Huawei MediaPad T3 auf unserer einwöchigen Radreise und waren sehr angetan. Uns stand auch die High-End-Variante MediaPad M5 zur Verfügung, aber wegen der Einschränkungen bei den Anschlüssen (nur USB-C-Buchse) entschieden wir uns für die einfachere und deutlich preisgünstigere Variante.
Fazit: Auch an hellen Tagen konnten wir unsere Touren auf dem Display planen und per Kabel auf ein Garmin Edge 1030 übertragen, das WLAN stellte rasch und zuverlässig Verbindungen her, und Fotos waren mittels USB-Adapter schnell auf dem Tablet gesichert. Den Akku konnten wir bei Pausen oder über unsere Ladeschaltung unterwegs aufladen. Wer ein besseres Display, mehr Speicher, noch geringeres Gewicht oder eine bessere Kamera braucht, sollte sich bei den 8-Zoll-High-End-Varianten umsehen. Was will man mehr?

Fast 100 Jahre im Detail – RADtouren schaut hinter die Kulissen von „Problemlöser“ SKS GERMANY

                                                                                                                                    -Anzeige-

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Platzhirsch: Das SKS GERMANY-Aushängeschild, der „Rennkompressor“, feierte 2016 seinen 50. Geburtstag und ist quasi Urvater aller Standpumpen unserer Zeit.
Fotos: Dillenberger/SKS GERMANY

Detailbesessenheit ist sicher eines der Erfolgsrezepte des Kunststoffexperten im Bereich Bikezubehör schlechthin. Wir durften neben der beeindruckenden „Orange World“ auch die Produktion, Entwicklung und sehr exklusiv und nicht ganz offiziell das Testcenter bei SKS GERMANY besichtigen.
Keine Bange, wir dröseln die Firmenhistorie von SKS GERMANY hier nicht bis ins Kleinste auf, wenngleich sich die Erfolgsgeschichte aus einigen interessanten Entscheidungen, Zufällen und Wendungen zusammensetzt. Hätten Sie zum Beispiel gewusst, dass Firmengründer Karl Scheffer Klute aus Metallrohren zunächst Vorhangstangen baute, ehe sie nach einer Firmenfusion den Weg in Radpumpen fanden? Es geht hier mehr darum, wie akribisch man an Radteilen arbeiten kann, die bei bloßem Betrachten erst mal sehr simpel wirken. Gegenüber einem indexierten Schaltgriff mit integriertem hydraulischen Geberzylinder für die Bremse mutet ein Schutzblech ja quasi wie ein Steinzeitprodukt an. Möchte man meinen, und wer das denkt, der bekommt schon bei der offiziellen Führung durch das SKS
GERMANY-Werk im sauerländischen Sundern den Mund kaum eine Minute zu! Mal von der schieren Größe des Geländes, der Hallen, der Maschinen und vor allem des neuen Lagers abgesehen, die Stückzahlen und der fast wahnsinnige Umfang an Varianten allein an den klassischen, fest montierten Schutzblechen lassen da erste Demut aufkommen.
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Der Dauerbrenner „Rennkompressor“ im knalligen SKS-Orange
steht für die Kombi aus Tradition und Zeitgeist.

Know-how aus Deutschland
Da viele Radhersteller auf das Produkt „Made in Germany“ setzen und nahezu jeder andere Maße und Lochungen voraussetzt, liegen aktuell rund 2.000 technische Zeichnungen allein für Radschützer zum Aufbau parat! Entweder werden die Schützer im Spritzguss-Verfahren aus Kunststoffgranulat hergestellt oder der metallische Anteil wird in einem zweistufigen Verfahren einzeln vorgeformt und mit Kunststoff ummantelt. Seit 2017 gibt es in Form des EDGE AL Radschutzes übrigens auch wieder reine Blechkonstruktionen. Wie das „Endlosband“ der Standardradschützer seinen gleichmäßigen Überzug genau erhält, durften wird leider offiziell „nicht sehen“! So viel aber dazu: Auch in diesem an sich total simplen Vorgang stecken offenbar so viele Fehlerquellen, dass kein Konkurrent bisher die Technik kopieren konnte. Ähnlich ist es bei den Gussformen, Werkzeuge genannt. Diese Negative aus Metall mit Kanälen für die Wasserkühlung und beweglichen Stiften zum Auswerfen des Gussteils sind jeweils Zigtausende von Euros wert, und im Lager warten davon mehrere Tausend auf ihren Einsatz an einer der 72 Maschinen. Trotz dieser Millionenwerte liegen die Werkzeuge nicht im Safe. Wie Sarah Schlinkmann vom Marketing erklärt, reiche es eben nicht aus, die Maschinen zu besitzen. Das wahre Know-how läge im Umgang mit dem Rohmaterial, mal abgesehen davon, dass es schwer wäre, die mehrere Zentner schweren Teile unterm Kittel rauszuschmuggeln. Druck, Temperatur, Formzeit, Abkühlung: Das perfekte Verfahren zu entwickeln, sei die wahre Hürde und der Grund, warum man nicht ins Plastikwunderland China auswandere. 
Tatsächlich werden alle Kunden aus den 52 Ländern im SKS GERMANY-Portfolio aus dem Sauerland beliefert. Neben Westeuropa und Skandinavien ist man vor allem in den USA recht stark im Geschäft. Dass Radschützer im regengeplagten England sehr gefragt sind, überrascht nicht weiter. Pumpen aus Deutschland seien auf der Insel hingegen weniger häufig anzutreffen, wie das Analysten­team bei SKS GERMANY weiß.   
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Teorie und Praxis: Alle Produkte müssen zunächst als 3D-Modell, dann in natura ihre Tauglichkeit beweisen.

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Bei den Pumpen zum Beispiel verlässt keine ohne Drucktest das Werk!

Premiumstandort Sauerland
Sicher ist aber, dass Sundern das Epizentrum der kleinen Mobilitätshelferlein bleibt, sonst würde man aktuell nicht die letzten freien Quadratmeter des Firmengeländes quasi mitten in Sundern noch bebauen oder modernisieren. Highlight ist das hochmoderne Lager, also das moderne Hochlager, wie auch immer! Wer so viele verschiedene Teile sowohl als OEM-Ausrüster als auch für den Aftersales-Bereich parat liegen hat, muss zwangsläufig automatisieren. Der Neubau ist aber der einzige Bereich in dem riesigen Komplex, in dem man sich etwas einsam vorkommt. Außer dort, wo es unbedingt nötig ist, setzt man offenbar eher auf Menschen als auf Maschinen. 340 sind es insgesamt, davon jede Menge Azubis. Und auf der Webseite sind trotzdem noch etliche Stellen ausgeschrieben. Für uns ein echtes Fragezeichen, wurde doch der mögliche Arbeitgeber mehrfach für sein Engagement und seine fairen Bedingungen ausgezeichnet. Selbst daran arbeiten die Sauerländer mit Akribie und Teamgeist: Die Mitarbeiter werden von der Führungscrew zu ohrenbetäubendem Sound angetrieben, bis sie komplett verschwitzt und müde vom Sitz fallen. Dieses Szenario findet aber nicht in den Produktionshallen statt, sondern im firmeneigenen Spinning-Studio, gleich neben dem Raum fürs Gerätetraining! Ja, das Rad ist hier omnipräsent, nicht nur zum Sport, auch als das zweitschnellste Mittel zum Austausch mit den Kollegen auf dem 39.000 Quadratmeter-Gelände, gleich nach der Rohrpost. 
Auf Qualität testen
Die interessantesten Räder auf dem Areal haben wir übrigens wieder „nicht gesehen“, jedenfalls nicht offiziell! In einem der ursprünglichen Trakte sind die Testapparaturen und der Musterbau untergebracht. Hier müssen neue Schutzbleche – Entschuldigung: Radschützer – erst mal an etlichen Rad-, Reifen, Wasserstandskonfigurationen zeigen, dass sie auch wirklich das tun, was sie sollen: ein möglichst fahrer- bzw. kleiderschonendes sogenanntes Spritzbild erzeugen, dabei nicht verstopfen, klappern, wackeln, brechen, sich verhaken usw. Apropos: Wussten Sie, dass die Sicherheits-Trennstelle an den Gestellen der Bleche gar nicht vorgeschrieben sind? Man hat sich nur schon so daran gewöhnt, da die SKS GERMANY-Konstruktion an so vielen Rädern vorkommt. Christoph Kohnen, Produktmanager für die Fahrradsparte, bedauert allgemein während des Rundgangs sehr, dass es nicht weitere Normen und Vorschriften gibt. Einmal um Billigimitate am Markt auszudünnen, zum anderen um die Vielfalt an Produktkonfigurationen im stetig wachsenden Fahrradangebot nicht ausufern zu lassen. Die Umsätze der letzten Jahre stiegen zwar konstant, man komme aber mit der Entwicklung kaum hinterher. Der rasante Markt ist übrigens noch ein Grund, Produktion und Entwicklung an einem Standort zu halten. Mit den kurzen Wegen auch zu den Großkunden sei man hier viel flexibler, als wenn ständig Teile zwischen China und Sundern hin- und hergeschickt werden müssen. Qualität, Flexibilität und Innovativität seien die Leitbilder der Firma, diese sogar noch unter dem Großziel der Umweltverträglichkeit zu vereinen, gehe eben nur als „Made in Germany“ bzw. „Made in Sundern“, so Kohnen. Das Holz für die Griffe des SKS GERMANY-Artikels schlechthin, den Rennkompressor, stammt gleich aus dem Nachbarort, das Aluminium kommt auch nicht aus Kanada, sondern ist ebenfalls sauerländischer Herkunft. Bei den Kunststoffteilen wird jeweils so viel zerkleinerter, alter Rohstoff beigemischt, wie das jeweilige Teil ohne Einbußen verträgt. Der vielleicht umweltfreundlichste Aspekt ist aber nicht in den Rohstoffen oder der CO2-Bilanz zu suchen, sondern wiederum im Qualitätsanspruch! Im firmeneigenen kleinen Showroom/Museum, der Orange-World, befindet sich unter anderem der Rennkompressor von Rennlegende Gregor Braun. Bis auf den einen oder anderen neuen Dichtgummi tut der auch nach über 40 Jahren noch seinen Dienst, man vermeidet also Müll durch Haltbarkeit. Auch die Ersatzteillage ist hier wichtig. Auf unserem Rundgang fanden wir selbst noch Bauteile für Modelle, die so schon gar nicht mehr am Markt sind. Reparieren statt Wegwerfen ist das vielleicht effektivste Konzept! 
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Das neue Hochlager mit Führungsschienen
für autonome Fahrzeuge.

Prinzipien in Orange/Schwarz
Und die Modelle werden regelmäßig angepasst und verbessert. In der Entwicklungsabteilung drehen und winden sich auf den Monitoren Teile, die man gleich altbekannten Produkten zuordnen kann, aber auch einige, die, sagen wir mal so Richtung Eurobike, relativ neue Türen in Orange und Schwarz öffnen werden. Bei allen Neuentwicklungen und Produktpflegen wird SKS GERMANY laut Aussage der Chefetage aber vorerst nicht seine Nische als selbsternannter „Problemlöser“ im Radsektor verlassen, wir haben also keine Kurbelgarnitur oder Laufräder zu erwarten. „Ride on“ heißt eines der Schlagworte. Darunter ist zu verstehen, dass man trotz widriger Umstände, wie Regen, Schmutz oder einem Platten einfach weiterfahren können soll. Dabei hilft auch der neuste Spross der SKS GERMANY-Familie, die Bike-Liquids. Dabei sind nicht etwa die Öle (nach eigenem Rezept) und Reiniger das eigentliche Produkt, sondern der Applikator des Kettenöls (siehe RADtouren 1/18). Der Kunststoffkopf nebst Ventil und Gummilippe ist das Herzstück. Es trägt gerade so viel Öl auf, dass der Schmierfilm völlig ausreicht, ohne wie bei Sprays oder Spritzflaschen üblich Kettenstrebe, Hinterrad, Lappen und den Boden ebenfalls in Öl zu tränken. Das sind sicher alles keine Quantensprünge im Radsport, aber die viele Arbeit, Kreativität, erwähnte Detailbesessenheit und das „typisch Deutsche“ in SKS GERMANY machen den Radalltag doch in vielen kleinen Punkten einfach besser. Was nutzen die leichtlaufendsten Räder und Reifen, wenn nach einer Panne der Ventilmechanismus an der Pumpe nicht sauber schließt? Und so könnte man das auf jedes der an sich doch so simplen Teilchen aus dem Sauerland übertragen. Irgendwie ist es da beruhigend, dass sich jemand dann doch viele Gedanken über die kleinen Dinge des Rades macht, sodass man sich keine mehr machen braucht.

B&W – Fahrradtasche mit Teleskopgriff – B3 bag

„Wow, du mit Hackenporsche!“ – auf derartige Reaktionen sollte der Radfahrer gefasst sein, wenn er das B3 bag durch die Fußgängerzone zieht und auf Bekannte trifft. Aber um es gleich vorwegzunehmen: Das Teil ist super praktisch, vor allem wenn es darum geht, einen schweren Einkauf abzuschleppen. Dann lässt sich aus dem Bag ein Teleskopgriff herausziehen, und die Fahrradtasche wird auf ihren beiden Rollen wie ein Trolley  gezogen.

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Fahrradtasche B3 bag mit Teleskop

Der Rücken sagt „Danke!“ Drei Seitentaschen an der Innenseite, eine davon mit Reißverschluss, ermöglichen es, kleinere Dinge separat zu verstauen. Zurück am Rad verschwindet der Teleskopgriff hinter einem Reißverschluss auf der Rückseite der Tasche.
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Fahrradtasche B3 bag

Auch mit dem Wochenend-Einkauf intus ließ sich das Bag dank der beiden Griffe und einem verstellbaren Haken einfach am Gepäckträger befestigen. Bei der Heimfahrt, zum Teil über holpriges und nasses Geläuf, blieb alles fest am Platz, die Schmutzspritzer auf der wasserdichten Kunststoffhülle verschwanden durch bloßes Wegwischen mit einem Lappen. Kleines Manko: Schön wäre ein etwas längerer Tragegriff im oberen Bereich, um das Bag, zum Beispiel auf Treppen, auch mit dicker Winterjacke bequem zu schultern.
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Von unserer Redaktion Ausprobiert

 
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Von unserer Redaktion Ausprobiert

 
B&W B3 Bag, 129 Euro; Außenmaße: 300 x 700 x 230 mm; Volumen: 35 l; Gewicht: 1,90 kg; Zuladung: 15 kg. b-w-international.com

Muss ich mein Fahrrad für den Winter umrüsten?

Der Herbst steht vor der Tür: Zum Wechsel der Jahreszeiten werden die Straßen durch Regen und Laub wieder nasser und rutschiger. Trotz schlechten Wetters stellen viele Radfahrer ihr Fahrrad nicht in den Keller, sondern treten auch in der kalten Jahreszeit in die Pedale. Nässe, Schnee und Glatteis können dann besonders im Winter große Herausforderungen an Mensch und Materialien stellen; insbesondere an die Reifen. Das Hauptproblem ist nicht die Kälte, gegen die kann man sich schützen. Die Glätte ist der eigentliche Feind des Radfahrers. Die großen Hauptstraßen stellen meistens kein Problem dar, da sie in der Regel gut gestreut sind. Schwierig wird es für Zweiradfahrer auf den Seitenstraßen oder kleineren Wegen, also genau auf den Routen, auf denen man sich als Radfahrer üblicherweise bewegt. Kleine Pfützen, die im Winter gefrieren, können hier schnell zur tückischen Falle werden.
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Während Autofahrer ab Oktober die Winterreifen aufziehen, stellt sich Fahrradfahrern die Frage, ob das für ihr Zweirad auch notwendig ist.
Wintertaugliche Reifen lohnen sich vor allem dann, wenn man im Sommer mit schmalen und eher glatten Reifen unterwegs ist. Für den Winter empfehlen sich dann breite, gut profilierte Touren- oder Trekkingreifen. Damit kommen sowohl Pendler als auch Gelegenheitsradler gut durch den Winter – sogar, wenn der Radweg mal nicht optimal geräumt ist.
Einen griffigen und breiten Winterreifen kauft man sich am besten im Fachhandel, denn hier gilt zu beachten, dass ein Reifen in neuer Breite zur Felge, in den Fahrradrahmen und schleiffrei unter das Schutzblech passen muss. Am besten eignen sich Reifen mit bis zu fünf Zoll, wie sie zum Beispiel an sogenannten Fat Bikes montiert sind. Da diese allerdings häufig nicht an normale Räder passen, scheiden sie oftmals für die meisten Rädertypen aus.
 
Bei Autos verboten, am Fahrrad erlaubt
Viele Winterreifen verfügen auch über griffige Spikes und eine für kühlere Temperaturen optimale Gummimischung. Spikes sind ausschließlich an Fahrrädern erlaubt. Die harten Metallstifte bohren sich zum Beispiel ins Glatteis und können dadurch einen sicheren Grip gewährleisten. Auch E-Bike-Fahrer profitieren von dem Plus an Sicherheit durch Spikes, solange es sich beim Rad um ein Pedelec mit einer Motorunterstützung bis 25 km/h handelt.
Spikes sind, anders als der Name vermuten lässt, nicht spitz, sondern haben einen abgeflachten, runden Kopf. Damit pflügt man als Radfahrer über alles hinweg, was sich einem in der kalten Jahreszeit in den Weg stellen mag: frischer Schnee, Schneematsch, festgefahrener Schnee, überfrorene Nässe und sogar Eis. Allerdings sollten Spikesreifen immer gut eingefahren werden, am besten auf normaler Fahrbahn. Dadurch wird sichergestellt, dass die Stifte fest in ihre Halterung gedrückt werden und im Ernstfall nicht herausfallen. Da anfangs meist trotzdem einige Spikes verloren werden, empfiehlt sich die Anschaffung eines Ersatzsets nebst Montagewerkzeug, welches in der Regel recht kostengünstig zu bekommen ist.
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Niedriger Reifendruck hilft
Ein weiterer Expertentipp: Für alle Reifen im Wintereinsatz empfiehlt es sich, etwas Luft abzulassen. Dadurch erhöht sich die Auflagefläche und physikalischen Gesetzen folgend auch Traktion und Grip. In jedem Fall sollten die Reifen eine spezielle Gummimischung aufweisen, um im Winter gegen Kälte und Frost zu trotzen und wie bereits erwähnt mehr Grip zu gewährleisten. Eine wichtige Überlegung für jeden Fahrradfahrer vor dem Kauf: Wann kommen die Reifen zum Einsatz? Manche Reifenmodelle haben beispielsweise ein Lamellenprofil, mit dem es sich sehr gut auf Schnee fahren lässt. Ist man aber vorwiegend in der Großstadt unterwegs, ist die Chance, durch frisch gefallenen Schnee zu fahren, vermutlich eher gering. Fährt man größtenteils auf kleinen Straßen oder über Feldwege, sehen die Einsatzmöglichkeiten und die daraus resultierenden Ansprüche an die Winterreifen wieder ganz anders aus.
In jedem Fall ist es wichtig, sich vor der Kaufentscheidung zu überlegen, auf welchen Strecken und bei welchem Fahrrad die Reifen zum Einsatz kommen – zum Beispiel am Mountainbike oder am Stadtrad – und sich vor dem Kauf ausreichend über Modelle und Hersteller zu informieren.
 

RADgeber für ein besseres Miteinander aller

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Zwischen Fahrrad- und Autofahrern gibt es die meisten Reibungspunkte. Doch für ein besseres Miteinander müssen alle an einem Strang ziehen. #114415399

Verkehrsteilnehmer
Die öffentlichen Verkehrswege ähneln oft genug einem Kriegsgebiet. Nein, nicht wegen bombentrichterartigen Schlaglöchern, sondern der verhärteten Standpunkten vieler Verkehrsteilnehmer: Autofahrer gegen Motorradfahrer, diese wiederum gegen Trucker und alle auf die Radfahrer. Vielleicht ist es an der Zeit, dass die zweiradfahrende Masse die Rolle des Vernünftigen einnimmt. Der folgende Artikel möchte dabei helfen. Er will Radfahrern nicht nur Argumentations-Munition geben, sondern auch den einen oder anderen Gedankengang initiieren, der dabei hilft, Streitpunkte zu entschärfen – wir alle sind schließlich Verkehrsteilnehmer.

  1. Sich nicht verhärten lassen

Man muss nicht zur Rush-Hour radeln, um mehr Fälle von verkehrswidrigem Verhalten zu erleben, als man mit beiden Händen zählen könnte. Da wird der vorgeschriebene Sicherheitsabstand von denen, die einen Radfahrer überholen, nicht nur oft genug relativ frei ausgelegt, sondern so stark unterschritten, dass man schon von Glück reden kann, wenn man nicht touchiert wird.
Ja, wenn einem das täglich x-mal passiert, wird man irgendwann hart in seinem Denken. Man tendiert dazu, alle anderen Verkehrsteilnehmer, insbesondere Autofahrer, mit einem grundsätzlich feindlichen Unterton zu betrachten.
Trotzdem eine Bitte: kämpfen Sie dagegen an. Ja, es sind so viele Situationen. Aber dadurch, dass man alle Autofahrer als potenziell rücksichtslos oder gefährlich für Fahrradfahrer ansieht, wird die Lage nicht besser. Sie bekommt nur einen vergifteten Touch. Nicht jeder Autofahrer hält sich für den König der Straße. Im Gegenteil, ein Großteil sämtlicher Situationen „Auto vs. Fahrrad“ lässt sich auf menschliche Unaufmerksamkeit zurückführen. Und vielleicht ist der, der einen gerade mit so wenig Sicherheitsabstand überholt hat, selbst dazu gezwungen, weil der entgegenkommende Verkehr so dicht war.
Verkehr ist für alle Stress und Hektik und es bringt nichts, eine Gruppe von Verkehrsteilnehmern zu pauschalisieren, selbst dann nicht, wenn es noch sooft passiert. Selbst wenn man auf einer Strecke gleich dreimal bedrängt wurde, ignoriert man damit alle, die sich fahrradfreundlich verhalten haben.

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Nur wer Radfahrer selbst immer alle Regeln einhält, kann reinen Gewissenskritlsieren. Hier etwa fehlen die Speichenreflektoren. #193460466

  1. Das Vorbild sein

Man selbst ist vielleicht auf seinem Bergamont Vitess Ltd. Unterwegs und hat alles montiert, was der Gesetzgeber fordert. Trotzdem dürften wohl schon viele Radfahrer die Situation erlebt haben: Man wird überholt und aus dem Beifahrerfenster pöbelt es „Mach mal´s Licht an“…
Klar ist es nicht die feine englische Art, aus einem fahrenden Auto heraus zu belehren. Aber sind wir wirklich immer so perfektionistisch, wie wir es selbst gerne bei anderen Verkehrsteilnehmern sehen würden, um uns zurecht über dieses Verhalten zu echauffieren? Beachten wir alle Regeln, die auch für uns Zweiradpiloten gelten? Fahren wir wirklich nur dann auf dem rechten Seitenstreifen, wenn kein Radweg vorhanden ist oder nur, weil der Radweg nicht komfortabel genug ist? (Einmal außen vor, dass innerstädtische Radwege häufig genug als Parkplatz missbraucht werden).
Was das ausdrücken soll: Jeder Radfahrer, der ohne Reflektoren oder gar Licht fährt, der an der roten Ampel einfach auf den Fußgängerweg ausweicht, der all die möglichen Dinge tut, zu denen das hochmobile Fahrrad zwar einlädt, die aber rechtlich nicht einwandfrei sind, der öffnet Kritik Tür und Tor.
Insofern, ja, jeder Radfahrer sollte im Verkehr Perfektionist sein. Denn nur das nimmt allen, die die Straße für sich alleine haben wollen, die Munition, um Radfahrer als Gesamtheit zu kritisieren.

  1. Aus dem Ring gehen

Es passiert im Pausenraum, auf der Familienfeier, in der Kommentarfunktion unter einem Nachrichtenartikel: Menschen, die mit etwas anderem als Fahrrädern unterwegs sind, fangen an, über Zweiradpiloten zu diskutieren. Für nicht eben wenige Radfahrer wirkt das wie der Gong auf einen Boxer: Sie steigen in den „Ring“, um die Diskussion wortgewaltig auszufechten.
Das sollte man schon aus rationalen Gründen lassen: Die wenigsten Menschen sind in der Lage, ihre Meinung grundlegend zu revidieren. Aus dem Radfahrer-hassenden Autofahrer wird kein Velo-Freund, nur weil man sich mit ihm disputiert – selbst wenn man es schafft und sich nicht auf ein ähnlich niedriges Diskussionsniveau herablässt.
Umgekehrt ist es jedoch nur menschlich, bei einem sehr übertrieben argumentierenden Gegenüber („ALLE Radfahrer…“) irgendwann auch zu Verallgemeinerungen zu tendieren. Das Ergebnis: Ein sinnloser Streit, der bei keinem irgendetwas auslösen wird, außer seine Ressentiments zu festigen.
Das soll nicht bedeuten, dass man seine Radfahrer-Meinung für sich behalten sollte. Aber es soll durchaus der gute Rat sein, sich fruchtlose Diskussionen zu sparen und einfach den Boxring zu verlassen.

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Egal, auf welche andere Art man sich auch fortbewegt, man sollte immer seinen „inneren Radler“ im Hinterkopf behalten und nicht mutieren. # 157079337

  1. Nicht mutieren

Die wenigsten Autofahrer sind „Immer-nur-Autofahrer“, sondern auf oft genug zu Fuß unterwegs. Gleiches gilt für die zweiradfahrende Spezies, die selbst manchmal auf vier Rädern oder zwei Beinen unterwegs ist.
Doch ganz gleich was die primäre Fortbewegungsform auch ist, verblüffend viele Menschen neigen beim Wechsel dazu, regelrecht geistig zu mutieren. Der Autofahrer, der sich vor zwei Minuten noch als Fußgänger über Verkehrsrowdys aufregte, schimpft, sobald er hinterm Steuer sitzt, über Fußgänger. Das Gleiche passiert so manchem Radfahrer, der sich als Autofahrer selbst nicht so verhält, wie er es sich von der Vierradfraktion wünscht, wenn er in die Pedale tritt.
Zu eruieren, warum das so ist, wäre ein ausgezeichnetes Betätigungsfeld für Psychologen. Für den Alltag dürfte jedoch Folgendes sinnvoller sein: Egal, wie man sich fortbewegt, man sollte nie vergessen, was man, wenn man auf dem Rad sitzt, just an diese anderen Fortbewegungsarten und ihre Ausübenden für Wünsche, Ansprüche und Kritiken stellt. Das benötigt keine geistigen Spagate, sondern nur Nachdenken.

  1. Auf die Wortwahl achten

Viele Radfahrer haben ihre eigenen Bezeichnungen für andere Verkehrsteilnehmer. Motorradfahrer werden da zu „Organspendern“, Autofahrer zu „Blechdosenpiloten“ oder „Cagern“. Nicht ganz sinnfrei zwar, aber Sprache transportiert immer auch Ansichten. Was klingt beispielsweise abwertender: Fahrrad oder Drahtesel? Ganz genau so sieht es auch bei den erwähnten Bezeichnungen aus. Auch wenn sie noch so sehr passen, sollte man sie sich im Zuge einer diskriminierungsfreien Sprache verkneifen. Denn sie erzeugen im Kopf desjenigen, der sie verwendet, ein „Wir gegen die“-Gefühl. Und sofern die Gemeinten sie mitbekommen, auch negative Gefühle – wer lässt sich schon gerne als Blechdosenpilot bezeichnen, selbst wenn es nicht böse gemeint war? Man selbst mag es vielleicht gar nicht negativ meinen, mag einen bestimmten Begriff nur als Zugehörigkeitsbeweis zu (s)einer Gruppe interpretieren. Doch auch das ist ein Baustein des großen Ganzen.

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Fehlverhalten zu kritisieren ist leicht. Ein freundliches Lob für korrektes Verhalten bleibt jedoch länger haften und wirkt ungleich erzieherischer. # 162632231

  1. Loben und ermahnen

Gerade wurde man von einem Autofahrer ziemlich gefährlich überholt. Zwei Minuten später steht man an der Ampel neben ihm. Selbst den harmlosesten Radfahrer dürfte es da in den Fingern jucken, mal kurz ans Seitenfenster zu klopfen und demjenigen die Meinung zu sagen. Doch warum immer nur wenn man etwas kritisieren will? Wieso nicht mal dem Autofahrer ans Fenster klopfen, der einen völlig korrekt überholt hat? Positive Emotionen bleiben meist länger im Gedächtnis haften als negative. Ein freundliches „Ich wollte mich nur dafür bedanken, dass sie eben beim Überholen einen so vorbildlichen Sicherheitsabstand eingehalten haben“ wird dem Autofahrer künftig bei jedem Radfahrer, bei dem er zum Überholen ansetzt, ins Gedächtnis schießen. Eine Ermahnung, selbst wenn sie noch so berechtigt war, viel weniger.
Doch Lob gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern ist nur eine Seite der Medaille. Dazu sollte es auch gehören, unter den Radfahrern diejenigen, die es mit den Regeln nicht so genau nehmen, nicht nur achselzuckend abzutun. Jemand, der ohne Beleuchtung kreuz und quer zwischen Straße und Gehweg wechselt, wird sich um Kritik von Autofahrern und Fußgängern nicht viel scheren. Sagt ihm aber jemand aus seiner Gruppe „Du fährst wie ein Henker. Wegen so Leuten wie dir werden alle Radfahrer über einen Kamm geschoren“ hat das mitunter den deutlich besseren erzieherischen Effekt.
 
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In Ruhe von Ruhr zur Ruhr

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Mit dem Rad durchs Ruhrgebiet. Teil II: Der grüne Süden des radrevier.ruhr
Lektion zwei des Kurses: durchkreuzte Erwartungen im Ruhrgebiet! Nachdem Teil I der Radreise uns zeigte, dass Industrie und Natur sehr wohl eine hervorragende Melange ergeben können, brachte die Idylle dieser Runde uns fast vom Glauben ab.
Den vollständigen Bericht lesen Sie in RADtouren 5/18.
TIPPS & ROUTEN 
Die gpx-Dateien zu den Ruhrgebietstouren stehen auf radtouren-magazin.com und radrevier.ruhr zur Verfügung. Trotz guter Karten wird ein Navigationsgerät dringend empfohlen.
Diese Tour (58,4 km) heißt: „Von Ruhr zur Ruhr“.
Events: Noch bis 7.10.: „le forme del Vetro“, Glaskunst des frühen 20. Jh. aus Murano, Glashütte Gernheim (Petershagen); bis 5.12.: Sonderausstellung „Von Kohle gezeichnet“ Frauen im Bergbau, Zeche Nachtigall (Witten).
Wege: 85 % autofrei, top asphaltiert oder sehr gut befestigte Wege mit feinem Split, wellig bis hügelig, breiteres Übersetzungsspektrum oder E-Bike von Vorteil.
Start & Ziel: Witten Bahnhof oder „Zeche Nachtigal“, oder Hattingen. Erweiterung ab Bochum über den „Springorum“-Radweg (lang, aber machbar).
Rast-Tipp: Kunst & Biergarten im Haus Herbede (Querenburger Straße 29, Witten am Kemnader See).
Download GPX-Track: Von Ruhr zur Ruhr.gpx