
Der Radreise-Spezialist BIKETEAM läutet die Saison 2019 mit 24 neuen Reisen in teils unkonventionellen Zielgebieten ein. Der Fokus des Freiburger Veranstalters liegt auf sportlichen Trekkingrad-, Mountainbike- und Rennradreisen in europäischen und weltweiten Zielgebieten. „Unsere Produktpalette wurde um 24 neue Touren erweitert, unter anderem in kulturell und landschaftlich sehr spannenden Zielgebieten wie Georgien und Kolumbien. Neu ist auch eine Durchquerung Südindiens von Ost nach West“, so Geschäftsführer Peter Bär.
Bei der Trekkingradreise in Indien fahren die Gäste in 15 Tagen von Chennai an der Ostküste nach Cochin an die Westküste. Beeindruckend sind die Berglandschaften der Western Ghats. Zahlreiche Teeplantagen säumen die Straßen, als Highlight der Reise gilt der Periyar Nationalpark mit seiner artenreichen Tier- und Pflanzenwelt.
Kolumbien erfährt derzeit einen touristischen Aufschwung und verwöhnt Radreisende mit abwechslungsreichen Landschaften zwischen den Hochgebirgszügen der Anden und tropischem Tiefland. Eine neue Rennradreise rund um Medellín und die Trekkingradreise „Von Bogotá nach Medellín“ demonstrieren den Gästen die Vielfalt des Landes.
Zwei neue Reisen nach Georgien, für Mountainbiker und Trekkingradfahrer, führen die Besucher von Ost nach West durch die Berglandschaften des Kaukasus, zu geschichtsträchtigen Städten bis ans Schwarze Meer.
Ebenfalls neu im Programm ist die Trekkingradreise „Königsstädte und Atlasgebirge: Von Rabat nach Marrakesch“. Neben den marokkanischen Gebirgslandschaften des Hohen Atlas besuchen die Gäste einige geschichtsträchtige Städte wie Rabat, Meknes, Fes und Ifrane, bevor sie nach zehn Tagen auf dem Sattel ab Marrakesch die Rückreise antreten.

Foto: Biketeam
Auch im europäischen Raum gibt es viel Neues zu entdecken: Wer Slowenien in seiner vollen Länge durchqueren möchte, ist mit der Mountainbike-Reise „Vom Alpenhauptkamm zur Adria“ gut beraten. Drei weitere Touren in den Französischen Alpen bieten anspruchsvollen Mountainbikern ein abwechslungsreiches Terrain und Rennradfahrer können komplett Großbritannien von Süd nach Nord durchqueren. Einige herausragende Pässe hinterlassen bei Rennradlern in den Dolomiten bleibende Eindrücke, denn nirgendwo sonst in Europa ragen Kolosse aus Schlerndolomit so derart dramatisch in den Himmel wie in diesem Gebiet im Nordosten Italiens.
Charakteristisch für alle Radreisen sind nach Angabe des Unternehmens „das hohe Aktivitätslevel sowie der Naturgenuss“, heißt es aus Freiburg. Individual- und Gruppenreisen in 63 verschiedenen Ländern bieten ein breites Spektrum für genussvolle Radreisende und solche, die ihre Grenzen ausloten möchten. Alle Reisen sind unmittelbar buchbar unter: www.biketeam-radreisen.de.
Buchungen
Ausführliche Informationen zu den einzelnen Reiseterminen, den jeweiligen Reiserouten, den landschaftlichen und kulturellen Höhepunkten sowie zum jeweiligen Anforderungsprofil für die teilnehmenden Radfahrer finden Sie auf www.biketeam-radreisen.de.Darüber hinaus stehen die Mitarbeiter von BIKETEAM-Radreisen persönlich per Telefon, E-Mail und Internet-Chat für Fragen und weitergehende Informationen zur Verfügung.
Ansprechpartner BIKETEAM Radreisen
Lise-Meitner-Straße 2
79100 Freiburg
Tel.: 0761 – 556 559 29
Fax: 0761 – 556 559 49
E-Mail: info@biketeam-radreisen.de
Web: https://www.biketeam-radreisen.de/
BIKETEAM – Radreisen – unkonventionellen Zielgebiete in der neuen Saison -Anzeige-
RADtouren Ausgabe 1/19 (ab 19.12.18)
- Neue Wege: Graveln auf Mallorca
- 11 Testfahrten: Gravelbikes und Randonneure
- Im Test: Akku-Scheinwerfer von 40 bis 420 Euro
- Camino del Cid: Spurensuche in Spanien
- Mittellandroute: Von Aachen nach Eisenach
- Ostsee: Von Riga nach St. Petersburg
- Seen-Radweg Mecklenburg: Im Osten was Neues
German Design Award 2019 für Falkenjagd Bikes

Foto: Falkenjagd Bikes
Das Rennstahl 853 Reiserad Pinion von der Fahrradmanufaktur Falkenjagd & Rennstahl Bikes ist mit dem German Design Award GOLD 2019 für seine Innovation und Funktionalität ausgezeichnet worden . Der German Design Award legt höchste Ansprüche an die Ermittlung seiner Preisträger: In einem aufwändigen Nominierungsverfahren werden durch ein Expertengremien nur solche Produkte und Designleistungen zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen, die sich bereits im Vorfeld durch ihre gestalterische Qualität differenzieren. Hierbei wurde das Rennstahl 853 Reiserad Pinion in der Kategorie „Fahrzeuge“ mit dem höchsten Prädikat „GOLD“ für seine besonderen Detaillösungen in einem anspruchsvollem Segment der Reiseräder ausgezeichnet. Neben dem Design des Rads überzeugte der hohe Stand der Technik sowie die Systemintegration und Funktionalität durch hauseigene und aufeinander abgestimmte Anbauteile wie Vorbau, Sattelstütze, Lenker oder Gepäckträger. Der German Design Award zählt zu den wichtigsten Design- Wettbewerben für die Fahrradindustrie weltweit und genießt hohes Ansehen.
Oranierroute: Oranje, Fachwerk, Fahrradglück

Text + Foto: Hans Kothe
Wenn unsere nordwestlichen Nachbarn „Oranje“ tragen, zeugt diese Farbe von ihrer Verbundenheit zu den Oraniern, dem niederländischen Königshaus. Das folgende Teilstück der Oranier-Route führt von Nassau nach Bad Arolsen und damit zu den Oranje-Wurzeln auf schwarz-rot-goldenem Terrain.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 6/2018.
Infos Oranierroute:
Anreise
Mit dem Auto nach Nassau: Von Essen: 175 km, von Köln: 115 km; von Hamburg: 520 km; von Berlin: 585 km; von Leipzig: 430 km; von Stuttgart: 270 km; von München: 490 km; Abreise von Bad Arolsen: Nach Essen: 165 km; nach Köln: 220 km; nach Hamburg: 340; nach Berlin: 425 km; nach Leipzig: 300 km; nach Stuttgart: 390 km; nach München: 510 km; mit der Bahn ist die Anreise und die Abreise nach Nassau und von Bad Arolsen mit der Regionalbahn möglich.
Gefahrene Route
1. Etappe: Nassau – Diez: 32 km
2. Etappe: Diez – Braunfels: 63 km
3. Etappe: Braunfels – Dillenburg: 55 km
4. Etappe: Dillenburg- Siegen: 48 km
5. Etappe: Siegen – Erndtebrück: 58 km
6. Etappe: Erndtebrück – Battenberg: 49 km
7. Etappe: Battenberg – Bringhausen: 57 km
8. Etappe: Bringhausen – Bad Arolsen: 48 km
Gesamt: 410 km
Sehenswertes
Nassau: Burg Nassau-Oranien, Stein’sches Schloss, Adelsheimer Hof, Naturpark Nassau; Obernhof: Kloster Arnstein, Schloss Langenau; Laurenburg: Burg Laurenburg; Holzappel: Heimat- und Bergbaumuseum; Balduinstein: Schloss Schaumburg, Burgruine Balduinstein; Diez: Stiftskirche mit Fürstengruft, Grafenschloss mit Schlossbrunnen, Barockschloss Oranienstein; Limburg: Domschatz und Diözesanmuseum, Katzenturm, St. Georgs-Dom, Stadtkirche, St. Anna-Kirche, Haus der sieben Laster, Alte Lahnbrücke; Dietkirchen: St. Lubertius-Kirche; Runkel: Burg Runkel, Burg Schadeck, steinere Lahnbrücke; Vilmar: Mamorbrücke; Weilburg: Schloss Weilburg, Burgruine Freienfels, Weilburger Schiffstunnel, Bergbau- und Stadtmuseum; Löhnberg: Burgruine im Lahnbogen; Braunfels: Stadtmuseum Obermühle, Schloss Braunfels, Mittelalterliche Stadt; Solms: Industrie- und Heimatmuseum Solms, Kloster Altenberg, Besucherbergwerk Fortuna; Wetzlar: Haus der Optik und Feinmechanik, Dom zu Wetzlar, Franziskanerkirche, Ruine Hermannstein, Sammlung historischer Mikroskope von Ernst Leitz, Lottehaus und Jerusalemhaus; Werdorf: Schloss Werdorf; Herborn: Schloss Herborn, Museum Herborn, Mittelalterlicher Marktplatz; Dillenburg: Villa Grün, Wilhelmsturm, Stockhaus, Orangerie, Dillturm; Haiger: Dorfschmiede Haiger-Sechshelden, Leinen- und Spitzenmuseum; Siegen: Siegerlandmuseum, Glockenmuseum Eiserfeld, Südwestfälisches Eisenbahnmuseum, Oberes Schloss, Unteres Schloss, Marienkirche, Rubensbrunnen, Fachwerkhäuser in der Altstadt; Freudenberg: Schöne Fachwerkstadt, Stadtmuseum, Technikmuseum; Oberholzklau: Schloss Junkerhees; Kreuztal: Dreslers Park; Allenbach: Kloster Stift Keppel; Hilchenbach: Ginsburg, Stadtmuseum in der Wilhelmsburg; Erndtebrück: Heimatmuseum, Bald’s historische Fahrzeugschau; Bad Berleburg: Schloss Berleburg, Wittgensteiner Heimathaus; Raumland: Schieferschaubergwerk; Arfeld: Schmiedemuseum; Hatzfeld: Emmauskapelle, Burg; Battenberg: Altes Rathaus, Kellerburg, Neuburg; Rennertshausen: Kirche, Altes Steinbackhaus; Frankenberg: 10-türmiges Rathaus, Steinhaus, Hexenturm, historische Altstadt, Museum-Thonet, Liebfreuenkirche, Dampfmaschinenmuseum; Viermünden: Petri-Kirche; Naturpark Edersee-Kellerwald: Besucherzentrum; Wildpark Edersee: Greifvogelschau; Edersee-Hemfurth: Staumauer; Waldeck: Schloss, Burgmuseum; Freienhagen: Wehrkirche; Mengeringhausen: Museum, Burg Mengeringhausen; Bad Arolsen: Residenzschloss, Christian Daniel Rauch-Museum, Kaulbachhaus.
Streckencharakter &
Ausrüstung
Die Oranier-Route verläuft auf vorhandenen Radwegen. Die Wege sind unterschiedlich gut befahrbar. Der größte Teil ist asphaltiert und führt über Dorf- oder landwirtschaftliche Nebenstraßen. Es gibt auch längere Passagen über groben Schotter. Selten verläuft die Route über stark befahrene Straßen. Die Ausschilderung ist einheitlich und leider nicht lückenlos. Touren- oder Reiseräder mit bergtauglicher Schaltung sind absolut erforderlich, da die Strecke im Rothaargebirge und im Waldecker Land einige anspruchsvolle Steigungen aufweist.
Unterkunft
Nassau: Hotel Lahnromantik, Bezirksstraße 20, 56377 Nassau, Tel.: 02604/953101, lahnromantik.de; Camping: Campingplatz Auf der Au, 56377 Nassau, Tel.: 056377/4442, campingplatz-nassau.de; Diez: Hotel Kreuzhof, Ernst-Schauern-Platz 3, 65582 Diez, Tel.: 06432/4460; DJH: Grafenschloss-Jugendherberge Diez, Schlossberg 8, 65582 Diez, Tel.: 06432/2481, diez@jugendherbergen.de; Camping: Camping Oranienstein, Strandbadweg 1a, 65582 Diez, Tel.: 06432/2122, info@camping-diez.de; Braunfels: Hotel Zum Solmser Hof, Marktplatz 1, 35619 Braunfels, Tel.: 06442/950410, solmserhof-braunfels.de; Camping: Campingpark Braunfels, Weiherstieg 2, 35619 Braunfels, Tel.: 02771/800513, campingpark-braunfels.de; Dillenburg: Hotel Kanzelstein, Fasanenweg 2, 35683 Dillenburg, Tel.: 02772/89900, info@gasthof-kanzelstein.de; Camping: Waldcamp Meerbornsheide, Merbornsheide 1-2, 35683 Dillenburg, waldcamp-meerbornsheide.de; Siegen: Hotel Schäfer, Roster Straße 111, 57074 Siegen, Tel.: 02771/33872-0, hotelschaefer.com; Erndtebrück: Pension Schmidt, Hauptmühle 3, 57339 Erndtebrück, Tel.: 02753/3552; DJH Jugendherberge Hilchenbach, Wilhelm-Münker-Straße 9, 57271 Hilchenbach, Tel.: 02733/4396, jh-hilchenbach@djh-wl.de; Battenberg: Hotel Sassor, Berliner Straße 17, 35088 Battenberg-Dodenau, Tel.: 06452/939939, hotel-sassor.de; Camping: Ferienplatz Edertal, Hobe 2, 35088
Battenberg-Dodenau, Tel.: 06452/1791, info@camping-dodenau.de; Bringhausen: Pension Fuchs, Daudenbergstraße 14, 34549 Bringhausen, Tel.: 05623/1091; Camping: Campingplatz Wieseloh, Seestraße 1, 34549 Bringhausen, Tel.: 05623/2164, camping@wieseloh-campingplatz.de; Bad Arolsen: Pension Balduff, Königsbergallee 35, 34454 Bad Arolsen, Tel.: 05691/2709.
Karte
Bikeline, Oranier-Route, ISBN 978-3-85000-224-0, 10,90 Euro, esterbauer.com, leider nur noch im Antiquariat zu bekommen, soll aber demnächst neu überarbeitet erscheinen.
GPS-Download
ORR618.gpx
Ammer-Amper-Radweg: Naturroute zum Bummeln

Text + Bild: Thorsten Brönner
Wer dem Ammer-Amper-Radweg folgt, erlebt Oberbayern von seiner malerischen Seite: Auen, Seen und Berge. Dazwischen liegen einladende Orte, in denen die Bewohner altes Brauchtum pflegen. Unterwegs auf einer wenig bekannten Radtour.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 6/2018.
Infos Ammer-Amper-Radweg:
Anreise
Oberammergau und Moosburg an der Isar haben einen Bahnhof. Von Hamburg nach Oberammergau ca. 850 km, von Berlin ca. 670 km, von Köln ca. 610 km, von München ca. 90 km. Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist und am Ende der Reise von Moosburg an der Isar nach Oberammergau mit der Bahn zurückfährt, benötigt mindestens ca. 3:30 Stunden.
Route
1. Tag:
Moosburg an der Isar – Allershausen – Ampermoching – Dachau 66 km
2. Tag:
Dachau – Fürstenfeldbruck –
Schondorf – Dießen – Weilheim 76 km
3. Tag:
Weilheim – Peißenberg – Peiting –
Rottenbuch – Oberammergau 60 km
Gesamtstrecke: 202 km
Sehenswertes
Moosburg an der Isar: Münster St. Kastulus, Rathaus, Johanniskirche, Friedhofskirche St. Michael, Heimatmuseum; Allershausen: Kath. Pfarrkirche St. Joseph; Ampermoching: Pfarrkirche St. Peter; Dachau: KZ-Gedenkstätte, Schloss; Fürstenfeldbruck: Fürstenfelder Klosterkirche, Bauernhofmuseum Jexhof; Schondorf: Pfarrkirche St. Anna, Kirche St. Jakobus; Utting: Künstlerhaus Gasteiger, St. Leonhardskirche; Dießen: Marienmünster, Ammerseeschifffahrt; Weilheim: Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt, Pfaffenwinkelmuseum; Peißenberg: Bergwerksmuseum, Kapelle St. Georg, St. Michaels-Kapelle, Wallfahrtskirche Maria Aich; Peiting: Museum im Klösterle, Villa Rustica, Wallfahrtskirche Maria Egg, Gedenkkapelle, Mariengrotte; Rottenbuch: Pfarrkirche Mariä Geburt; Oberammergau: Passionstheater, Oberammergau Museum, Ortskern mit Lüftlmalereien, Schloss Linderhof, Pfarrkirche St. Peter und Paul
Streckencharakter
Die teils geschotterte Route verläuft überwiegend auf Nebenstraßen und Radwegen. In der hügeligen Landschaft des Alpenvorlandes gibt es kurze Steigungen. Die grün-weißen Streckenschilder zeigen die Aufschrift „Ammer-Amper-Radweg“.
Reiseführer
Fluss-Radwege Oberbayern, Esterbauer Verlag, ISBN 978-3-8500-0662-0, 12,90 Euro;
Ammer-Amper-Radweg Radführer, Galli Verlag, ISBN 978-3-9319-4477-3, 7,90 Euro,
galli-verlag.de
Thorsten Brönner: Flussradwege abseits des Trubels, Bruckmann Verlag, ISBN 978-3-7654-5719-7, 29,99 Euro, bruckmann.de
Oberbayern, Baedeker Verlag, ISBN 978-3-8297-1433-4, 22,99 Euro, baedeker.com
Weitere Informationen
ammer-amper-radweg.com
Ammergauer Alpen, Eugen-Papst-Str. 9a, Oberammergau, Tel. 08822/92 27 40, ammergauer-alpen.de
Tourismusverband Pfaffenwinkel, Bauerngasse 5, Schongau, Tel. +49 08861/211 32 00, pfaffen-winkel.de
Tourismusverband Ammersee-Lech, Hauptplatz 152, Landsberg am Lech, Tel. +49 08191/12 82 47, ammerseelech.de
Tourismusverband München-Oberbayern, Balanstraße 57, München, Tel. 089/90 77 82 70, oberbayern.de, maps.oberbayern.de
Dachau AGIL e.V., Naherholung und Tourismus, Karlsberg 1a, 85221 Dachau, Tel. 08131/ 272 86 05, tourismus-dachauer-land.de
GPS-Download
Ammer-Amper-Radweg
Mit dem Tablet auf Radreise

Text & Fotos: Thomas Froitzheim
Tablets eignen sich als Laptop-Ersatz für die Radreise, erfordern aber genaues Hinsehen bei der Auswahl der Ausstattungsvarianten. Wir helfen dabei.
Klar, es geht auch ohne – aber auch auf der Radreise möchten die meisten inzwischen nicht mehr auf den Internet-Zugang verzichten, Fotos ansehen oder eben die Strecke für den nächsten Tag planen. Ideal dafür erscheinen kleine Subnotebooks (wie etwa Trekstor Primebook C11, ab ca. 260 Euro oder Lenovo Yoga 330, ca. 450 Euro), aber mit Netzteil wiegen sie auch meist mehr als 1,5 kg. Deutlich preiswerter und leichter geht es mit einem Tablet, und dies kann sogar das Smartphone ersetzen. Aber durch seinen deutlich größeren Bildschirm eignet es sich erheblich besser für Planung oder Dateibearbeitung als ein Smartphone.
Ideale Outdoor-Kombi: Tablet und GPS-Gerät
Mit seiner großen Kartenfläche reizt ein Tablet zunächst auch zum direkten Navigationseinsatz am Lenker, aber davon würden wir abraten. Denn sein Gewicht erfordert eine entsprechend voluminöse, schwere Halterung und natürlich auch den Platz am Lenker. Die ideale Ergänzung ist ein kompaktes GPS-Gerät am Lenker wie zum Beispiel der Edge Explore, das Teasi One oder der Sigma Rox 12. Diese Geräte sind robust, wasserdicht und in der Sonne meist besser ablesbar. Mit dem Tablet plant man abends die Strecken für den nächsten Tag und überträgt sie dann auf das GPS-Gerät, per Kabel oder drahtlos.
Klein und günstig: Android statt Windows oder iPad
Wer zu Hause einen Windows-Rechner gewohnt ist und dort mit den gängigen Planungsprogrammen wie Garmin BaseCamp oder MagicMaps Tour Explorer arbeitet, würde jetzt zu einem Windows-Tablet greifen. Leider ist die Auswahl an Windows-Tablets aber sehr gering und konzentriert sich auf den High-End-Bereich mit größeren und schwereren Modellen. IPads haben den Nachteil, dass sie sich zur Datenübertragung nicht mit per Kabel mit einem GPS-Gerät verbinden lassen, nicht mit der Maus bedienbar und auch deutlich teurer sind. Deswegen haben wir uns hier auf Android-Tablets konzentriert.
8-Zoll-Tablets reichen aus
Tablets gibt es heutzutage in verschiedenen Größen, wobei die kompakten 8-Zoll-Varianten für die Radreise durchaus ausreichen. Denn ihre Displayfläche kann genügend Kartenfläche für die Planung zeigen, und auch ihre Tastaturfläche ermöglicht komfortable Bedienung. Mit 300 bis 400 g belasten sie das Reisegepäck nur wenig. Unerwünschtes Zusatzgewicht kann hier vor allen Dingen die (mitgelieferte) Schutzhülle bringen, die durchaus mehrere 100 g wiegen kann. Leichte Silikonschutzhüllen wiegen in dieser Größenordnung etwa 60 bis 70 g. Hinzu kommen noch Netzteil und USB-Kabel, ebenfalls etwa 60 bis 80g.

Nutztier statt Sportwagen
Es muss auch kein High-End-Tablet wie ein Galaxy Tab S2-8, Asus ZenPad S 8.0 oder Huawei MediaPad M5 sein. Auf der Radreise sind Eigenschaften wie schneller Prozessor, hochauflösendes Display oder bestmöglicher Lautsprecher eher unwichtig, und für Fotos ziehen wir die normale Kamera vor. Neben geringem Gewicht und kompakten Ausmaßen ist vor allem die Display-Helligkeit entscheidend, es sollte auch im Freien noch ausreichend gut ablesbar sein (400 cd ist ein guter Wert). Der Akku sollte möglichst lange durchhalten, und hier zeigen sich auch durchaus Vorteile der Mittelklasse-Tablets mit geringeren Anforderungen an Prozessorleistung und Display-Auflösung: Trotz kleinerem Akku halten diese Tablets häufig länger durch als ihre hochgezüchteten Brüder. Eine Schnellladefähigkeit ist wünschenswert. Die in der Mittelklasse gängige Display-Auflösung von 1280 × 900 Pixeln reicht für die meisten Zwecke absolut aus. Auf jeden Fall sollte das Tablet OTG-fähig sein – denn dann kann man mit einem angeschlossenen Kabel auch Daten übertragen, zum Beispiel gpx-Dateien auf ein GPS-Gerät oder Fotos von einem Speicherchip sichern. Außerdem lässt sich dann noch eine Maus anschließen, was insbesondere bei der Planung auf einer digitalen Karte äußerst hilfreich ist. Achtung: OTG funktioniert nicht mit allen Geräten und Verbindungskabeln – ausprobieren!
Viel Speicher, neues Android und schnelles WLAN
Für eine flüssige und schnelle Bearbeitung sollten 2 GB Arbeitsspeicher vorhanden sein. Als Festspeicher sind 16 GB schon relativ wenig, denn bereits durch Betriebssystem und Apps wird ein Großteil des Speicherplatzes belegt. Ganz wichtig sind in diesem Falle Erweiterungsmöglichkeiten durch eine Micro-SD-Karte mit mindestens 64 GB – diese Karten gibt es inzwischen schon ab 20 Euro.
Achtung: Im Gegensatz zu Smartphones erhalten Mittelklasse-Tablets häufig keine Updates des Betriebssystems mehr. Kauft man jetzt, sollte es mindestens Android 6.0 sein, besser 7.0 oder die aktuelle 8er-Version. Bluetooth ist fast immer vorhanden, aber beim WiFi sollte man ein Auge auf bestmögliche Verbindungen werfen (2,4 und 5 GHz-Nutzbarkeit). Denn je schneller die Daten übertragen werden, desto mehr werden Laufzeit und Akku geschont.
Aus unserer Sicht sollte ein Tablet auch mit SIM-Karte ausgestattet sein, denn dann ist man unabhängig von einem WLAN-Zugang. Die Mobilfunktarife sind inzwischen deutlich gesunken, und so kann ein Tablet unterwegs auch als Ersatz für das Smartphone dienen. Also auf eine LTE-fähige Tablet-Variante achten, denn die preiswerteren haben nur WiFi. Die Aufladbarkeit über eine Micro- SD-Buchse ermöglicht das Anschließen auch externer Ladegeräte.
Nach diesen Kriterien kommen Tablets wie zum Beispiel das Huawei Mediapad T3 8 LTE (ab etwa 160 Euro) oder das Lenovo Tab 4.8 LTE (ab etwa 180 Euro) infrage.
Optimal für den Einsatz auf Radtouren sind outdoorfähige, also wasserfeste und stoßgeschützte Tablets wie das Rug Gear 910 oder Samsungs Galaxy Tab Active 2. Sie sind allerdings auch deutlich teurer und vor allem schwerer und voluminöser als die von uns vorgestellten Varianten.
Apps: tabletfähig und offline
Achtung – nicht alle Smartphone-Apps sind auch für Tablets geeignet. Sie laufen zwar auf Tablets, füllen dann aber nur einen kleinen Teil des Bildschirms aus. Und gerade für die Planung auf der Radreise ist eine bildschirmfüllende Darstellung Pflicht, sonst kann man gleich beim Smartphone bleiben. Insgesamt bietet die Android-Welt deutlich mehr Angebote für die Outdoornavigation als iOS- oder Windows-Apps. Aus unserer Sicht eignen sich vor allem Locus pro oder OsmAnd+ – beide erfordern allerdings eine gute Einarbeitungszeit.
Was zu Hause am heimischen PC in wenigen Minuten erledigt ist, kann sich auf der Radreise als Herausforderung herausstellen. Denn auf dem Campingplatz oder in der Pension ist noch lange nicht immer Internetzugang vorhanden, und wenn ja, dann träufelt die Datenleitung häufig nur.

Reisecheck
Wir testeten ein Huawei MediaPad T3 auf unserer einwöchigen Radreise und waren sehr angetan. Uns stand auch die High-End-Variante MediaPad M5 zur Verfügung, aber wegen der Einschränkungen bei den Anschlüssen (nur USB-C-Buchse) entschieden wir uns für die einfachere und deutlich preisgünstigere Variante.
Fazit: Auch an hellen Tagen konnten wir unsere Touren auf dem Display planen und per Kabel auf ein Garmin Edge 1030 übertragen, das WLAN stellte rasch und zuverlässig Verbindungen her, und Fotos waren mittels USB-Adapter schnell auf dem Tablet gesichert. Den Akku konnten wir bei Pausen oder über unsere Ladeschaltung unterwegs aufladen. Wer ein besseres Display, mehr Speicher, noch geringeres Gewicht oder eine bessere Kamera braucht, sollte sich bei den 8-Zoll-High-End-Varianten umsehen. Was will man mehr?
Fast 100 Jahre im Detail – RADtouren schaut hinter die Kulissen von „Problemlöser“ SKS GERMANY
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Fotos: Dillenberger/SKS GERMANY
Detailbesessenheit ist sicher eines der Erfolgsrezepte des Kunststoffexperten im Bereich Bikezubehör schlechthin. Wir durften neben der beeindruckenden „Orange World“ auch die Produktion, Entwicklung und sehr exklusiv und nicht ganz offiziell das Testcenter bei SKS GERMANY besichtigen.
Keine Bange, wir dröseln die Firmenhistorie von SKS GERMANY hier nicht bis ins Kleinste auf, wenngleich sich die Erfolgsgeschichte aus einigen interessanten Entscheidungen, Zufällen und Wendungen zusammensetzt. Hätten Sie zum Beispiel gewusst, dass Firmengründer Karl Scheffer Klute aus Metallrohren zunächst Vorhangstangen baute, ehe sie nach einer Firmenfusion den Weg in Radpumpen fanden? Es geht hier mehr darum, wie akribisch man an Radteilen arbeiten kann, die bei bloßem Betrachten erst mal sehr simpel wirken. Gegenüber einem indexierten Schaltgriff mit integriertem hydraulischen Geberzylinder für die Bremse mutet ein Schutzblech ja quasi wie ein Steinzeitprodukt an. Möchte man meinen, und wer das denkt, der bekommt schon bei der offiziellen Führung durch das SKS
GERMANY-Werk im sauerländischen Sundern den Mund kaum eine Minute zu! Mal von der schieren Größe des Geländes, der Hallen, der Maschinen und vor allem des neuen Lagers abgesehen, die Stückzahlen und der fast wahnsinnige Umfang an Varianten allein an den klassischen, fest montierten Schutzblechen lassen da erste Demut aufkommen.

steht für die Kombi aus Tradition und Zeitgeist.
Know-how aus Deutschland
Da viele Radhersteller auf das Produkt „Made in Germany“ setzen und nahezu jeder andere Maße und Lochungen voraussetzt, liegen aktuell rund 2.000 technische Zeichnungen allein für Radschützer zum Aufbau parat! Entweder werden die Schützer im Spritzguss-Verfahren aus Kunststoffgranulat hergestellt oder der metallische Anteil wird in einem zweistufigen Verfahren einzeln vorgeformt und mit Kunststoff ummantelt. Seit 2017 gibt es in Form des EDGE AL Radschutzes übrigens auch wieder reine Blechkonstruktionen. Wie das „Endlosband“ der Standardradschützer seinen gleichmäßigen Überzug genau erhält, durften wird leider offiziell „nicht sehen“! So viel aber dazu: Auch in diesem an sich total simplen Vorgang stecken offenbar so viele Fehlerquellen, dass kein Konkurrent bisher die Technik kopieren konnte. Ähnlich ist es bei den Gussformen, Werkzeuge genannt. Diese Negative aus Metall mit Kanälen für die Wasserkühlung und beweglichen Stiften zum Auswerfen des Gussteils sind jeweils Zigtausende von Euros wert, und im Lager warten davon mehrere Tausend auf ihren Einsatz an einer der 72 Maschinen. Trotz dieser Millionenwerte liegen die Werkzeuge nicht im Safe. Wie Sarah Schlinkmann vom Marketing erklärt, reiche es eben nicht aus, die Maschinen zu besitzen. Das wahre Know-how läge im Umgang mit dem Rohmaterial, mal abgesehen davon, dass es schwer wäre, die mehrere Zentner schweren Teile unterm Kittel rauszuschmuggeln. Druck, Temperatur, Formzeit, Abkühlung: Das perfekte Verfahren zu entwickeln, sei die wahre Hürde und der Grund, warum man nicht ins Plastikwunderland China auswandere.
Tatsächlich werden alle Kunden aus den 52 Ländern im SKS GERMANY-Portfolio aus dem Sauerland beliefert. Neben Westeuropa und Skandinavien ist man vor allem in den USA recht stark im Geschäft. Dass Radschützer im regengeplagten England sehr gefragt sind, überrascht nicht weiter. Pumpen aus Deutschland seien auf der Insel hingegen weniger häufig anzutreffen, wie das Analystenteam bei SKS GERMANY weiß.


Premiumstandort Sauerland
Sicher ist aber, dass Sundern das Epizentrum der kleinen Mobilitätshelferlein bleibt, sonst würde man aktuell nicht die letzten freien Quadratmeter des Firmengeländes quasi mitten in Sundern noch bebauen oder modernisieren. Highlight ist das hochmoderne Lager, also das moderne Hochlager, wie auch immer! Wer so viele verschiedene Teile sowohl als OEM-Ausrüster als auch für den Aftersales-Bereich parat liegen hat, muss zwangsläufig automatisieren. Der Neubau ist aber der einzige Bereich in dem riesigen Komplex, in dem man sich etwas einsam vorkommt. Außer dort, wo es unbedingt nötig ist, setzt man offenbar eher auf Menschen als auf Maschinen. 340 sind es insgesamt, davon jede Menge Azubis. Und auf der Webseite sind trotzdem noch etliche Stellen ausgeschrieben. Für uns ein echtes Fragezeichen, wurde doch der mögliche Arbeitgeber mehrfach für sein Engagement und seine fairen Bedingungen ausgezeichnet. Selbst daran arbeiten die Sauerländer mit Akribie und Teamgeist: Die Mitarbeiter werden von der Führungscrew zu ohrenbetäubendem Sound angetrieben, bis sie komplett verschwitzt und müde vom Sitz fallen. Dieses Szenario findet aber nicht in den Produktionshallen statt, sondern im firmeneigenen Spinning-Studio, gleich neben dem Raum fürs Gerätetraining! Ja, das Rad ist hier omnipräsent, nicht nur zum Sport, auch als das zweitschnellste Mittel zum Austausch mit den Kollegen auf dem 39.000 Quadratmeter-Gelände, gleich nach der Rohrpost.
Auf Qualität testen
Die interessantesten Räder auf dem Areal haben wir übrigens wieder „nicht gesehen“, jedenfalls nicht offiziell! In einem der ursprünglichen Trakte sind die Testapparaturen und der Musterbau untergebracht. Hier müssen neue Schutzbleche – Entschuldigung: Radschützer – erst mal an etlichen Rad-, Reifen, Wasserstandskonfigurationen zeigen, dass sie auch wirklich das tun, was sie sollen: ein möglichst fahrer- bzw. kleiderschonendes sogenanntes Spritzbild erzeugen, dabei nicht verstopfen, klappern, wackeln, brechen, sich verhaken usw. Apropos: Wussten Sie, dass die Sicherheits-Trennstelle an den Gestellen der Bleche gar nicht vorgeschrieben sind? Man hat sich nur schon so daran gewöhnt, da die SKS GERMANY-Konstruktion an so vielen Rädern vorkommt. Christoph Kohnen, Produktmanager für die Fahrradsparte, bedauert allgemein während des Rundgangs sehr, dass es nicht weitere Normen und Vorschriften gibt. Einmal um Billigimitate am Markt auszudünnen, zum anderen um die Vielfalt an Produktkonfigurationen im stetig wachsenden Fahrradangebot nicht ausufern zu lassen. Die Umsätze der letzten Jahre stiegen zwar konstant, man komme aber mit der Entwicklung kaum hinterher. Der rasante Markt ist übrigens noch ein Grund, Produktion und Entwicklung an einem Standort zu halten. Mit den kurzen Wegen auch zu den Großkunden sei man hier viel flexibler, als wenn ständig Teile zwischen China und Sundern hin- und hergeschickt werden müssen. Qualität, Flexibilität und Innovativität seien die Leitbilder der Firma, diese sogar noch unter dem Großziel der Umweltverträglichkeit zu vereinen, gehe eben nur als „Made in Germany“ bzw. „Made in Sundern“, so Kohnen. Das Holz für die Griffe des SKS GERMANY-Artikels schlechthin, den Rennkompressor, stammt gleich aus dem Nachbarort, das Aluminium kommt auch nicht aus Kanada, sondern ist ebenfalls sauerländischer Herkunft. Bei den Kunststoffteilen wird jeweils so viel zerkleinerter, alter Rohstoff beigemischt, wie das jeweilige Teil ohne Einbußen verträgt. Der vielleicht umweltfreundlichste Aspekt ist aber nicht in den Rohstoffen oder der CO2-Bilanz zu suchen, sondern wiederum im Qualitätsanspruch! Im firmeneigenen kleinen Showroom/Museum, der Orange-World, befindet sich unter anderem der Rennkompressor von Rennlegende Gregor Braun. Bis auf den einen oder anderen neuen Dichtgummi tut der auch nach über 40 Jahren noch seinen Dienst, man vermeidet also Müll durch Haltbarkeit. Auch die Ersatzteillage ist hier wichtig. Auf unserem Rundgang fanden wir selbst noch Bauteile für Modelle, die so schon gar nicht mehr am Markt sind. Reparieren statt Wegwerfen ist das vielleicht effektivste Konzept!

für autonome Fahrzeuge.
Prinzipien in Orange/Schwarz
Und die Modelle werden regelmäßig angepasst und verbessert. In der Entwicklungsabteilung drehen und winden sich auf den Monitoren Teile, die man gleich altbekannten Produkten zuordnen kann, aber auch einige, die, sagen wir mal so Richtung Eurobike, relativ neue Türen in Orange und Schwarz öffnen werden. Bei allen Neuentwicklungen und Produktpflegen wird SKS GERMANY laut Aussage der Chefetage aber vorerst nicht seine Nische als selbsternannter „Problemlöser“ im Radsektor verlassen, wir haben also keine Kurbelgarnitur oder Laufräder zu erwarten. „Ride on“ heißt eines der Schlagworte. Darunter ist zu verstehen, dass man trotz widriger Umstände, wie Regen, Schmutz oder einem Platten einfach weiterfahren können soll. Dabei hilft auch der neuste Spross der SKS GERMANY-Familie, die Bike-Liquids. Dabei sind nicht etwa die Öle (nach eigenem Rezept) und Reiniger das eigentliche Produkt, sondern der Applikator des Kettenöls (siehe RADtouren 1/18). Der Kunststoffkopf nebst Ventil und Gummilippe ist das Herzstück. Es trägt gerade so viel Öl auf, dass der Schmierfilm völlig ausreicht, ohne wie bei Sprays oder Spritzflaschen üblich Kettenstrebe, Hinterrad, Lappen und den Boden ebenfalls in Öl zu tränken. Das sind sicher alles keine Quantensprünge im Radsport, aber die viele Arbeit, Kreativität, erwähnte Detailbesessenheit und das „typisch Deutsche“ in SKS GERMANY machen den Radalltag doch in vielen kleinen Punkten einfach besser. Was nutzen die leichtlaufendsten Räder und Reifen, wenn nach einer Panne der Ventilmechanismus an der Pumpe nicht sauber schließt? Und so könnte man das auf jedes der an sich doch so simplen Teilchen aus dem Sauerland übertragen. Irgendwie ist es da beruhigend, dass sich jemand dann doch viele Gedanken über die kleinen Dinge des Rades macht, sodass man sich keine mehr machen braucht.
B&W – Fahrradtasche mit Teleskopgriff – B3 bag
„Wow, du mit Hackenporsche!“ – auf derartige Reaktionen sollte der Radfahrer gefasst sein, wenn er das B3 bag durch die Fußgängerzone zieht und auf Bekannte trifft. Aber um es gleich vorwegzunehmen: Das Teil ist super praktisch, vor allem wenn es darum geht, einen schweren Einkauf abzuschleppen. Dann lässt sich aus dem Bag ein Teleskopgriff herausziehen, und die Fahrradtasche wird auf ihren beiden Rollen wie ein Trolley gezogen.

Der Rücken sagt „Danke!“ Drei Seitentaschen an der Innenseite, eine davon mit Reißverschluss, ermöglichen es, kleinere Dinge separat zu verstauen. Zurück am Rad verschwindet der Teleskopgriff hinter einem Reißverschluss auf der Rückseite der Tasche.

Auch mit dem Wochenend-Einkauf intus ließ sich das Bag dank der beiden Griffe und einem verstellbaren Haken einfach am Gepäckträger befestigen. Bei der Heimfahrt, zum Teil über holpriges und nasses Geläuf, blieb alles fest am Platz, die Schmutzspritzer auf der wasserdichten Kunststoffhülle verschwanden durch bloßes Wegwischen mit einem Lappen. Kleines Manko: Schön wäre ein etwas längerer Tragegriff im oberen Bereich, um das Bag, zum Beispiel auf Treppen, auch mit dicker Winterjacke bequem zu schultern.


B&W B3 Bag, 129 Euro; Außenmaße: 300 x 700 x 230 mm; Volumen: 35 l; Gewicht: 1,90 kg; Zuladung: 15 kg. b-w-international.com
Muss ich mein Fahrrad für den Winter umrüsten?

Während Autofahrer ab Oktober die Winterreifen aufziehen, stellt sich Fahrradfahrern die Frage, ob das für ihr Zweirad auch notwendig ist.
Wintertaugliche Reifen lohnen sich vor allem dann, wenn man im Sommer mit schmalen und eher glatten Reifen unterwegs ist. Für den Winter empfehlen sich dann breite, gut profilierte Touren- oder Trekkingreifen. Damit kommen sowohl Pendler als auch Gelegenheitsradler gut durch den Winter – sogar, wenn der Radweg mal nicht optimal geräumt ist.
Einen griffigen und breiten Winterreifen kauft man sich am besten im Fachhandel, denn hier gilt zu beachten, dass ein Reifen in neuer Breite zur Felge, in den Fahrradrahmen und schleiffrei unter das Schutzblech passen muss. Am besten eignen sich Reifen mit bis zu fünf Zoll, wie sie zum Beispiel an sogenannten Fat Bikes montiert sind. Da diese allerdings häufig nicht an normale Räder passen, scheiden sie oftmals für die meisten Rädertypen aus.
Bei Autos verboten, am Fahrrad erlaubt
Viele Winterreifen verfügen auch über griffige Spikes und eine für kühlere Temperaturen optimale Gummimischung. Spikes sind ausschließlich an Fahrrädern erlaubt. Die harten Metallstifte bohren sich zum Beispiel ins Glatteis und können dadurch einen sicheren Grip gewährleisten. Auch E-Bike-Fahrer profitieren von dem Plus an Sicherheit durch Spikes, solange es sich beim Rad um ein Pedelec mit einer Motorunterstützung bis 25 km/h handelt.
Spikes sind, anders als der Name vermuten lässt, nicht spitz, sondern haben einen abgeflachten, runden Kopf. Damit pflügt man als Radfahrer über alles hinweg, was sich einem in der kalten Jahreszeit in den Weg stellen mag: frischer Schnee, Schneematsch, festgefahrener Schnee, überfrorene Nässe und sogar Eis. Allerdings sollten Spikesreifen immer gut eingefahren werden, am besten auf normaler Fahrbahn. Dadurch wird sichergestellt, dass die Stifte fest in ihre Halterung gedrückt werden und im Ernstfall nicht herausfallen. Da anfangs meist trotzdem einige Spikes verloren werden, empfiehlt sich die Anschaffung eines Ersatzsets nebst Montagewerkzeug, welches in der Regel recht kostengünstig zu bekommen ist.

Ein weiterer Expertentipp: Für alle Reifen im Wintereinsatz empfiehlt es sich, etwas Luft abzulassen. Dadurch erhöht sich die Auflagefläche und physikalischen Gesetzen folgend auch Traktion und Grip. In jedem Fall sollten die Reifen eine spezielle Gummimischung aufweisen, um im Winter gegen Kälte und Frost zu trotzen und wie bereits erwähnt mehr Grip zu gewährleisten. Eine wichtige Überlegung für jeden Fahrradfahrer vor dem Kauf: Wann kommen die Reifen zum Einsatz? Manche Reifenmodelle haben beispielsweise ein Lamellenprofil, mit dem es sich sehr gut auf Schnee fahren lässt. Ist man aber vorwiegend in der Großstadt unterwegs, ist die Chance, durch frisch gefallenen Schnee zu fahren, vermutlich eher gering. Fährt man größtenteils auf kleinen Straßen oder über Feldwege, sehen die Einsatzmöglichkeiten und die daraus resultierenden Ansprüche an die Winterreifen wieder ganz anders aus.
In jedem Fall ist es wichtig, sich vor der Kaufentscheidung zu überlegen, auf welchen Strecken und bei welchem Fahrrad die Reifen zum Einsatz kommen – zum Beispiel am Mountainbike oder am Stadtrad – und sich vor dem Kauf ausreichend über Modelle und Hersteller zu informieren.
RADgeber für ein besseres Miteinander aller

Verkehrsteilnehmer
Die öffentlichen Verkehrswege ähneln oft genug einem Kriegsgebiet. Nein, nicht wegen bombentrichterartigen Schlaglöchern, sondern der verhärteten Standpunkten vieler Verkehrsteilnehmer: Autofahrer gegen Motorradfahrer, diese wiederum gegen Trucker und alle auf die Radfahrer. Vielleicht ist es an der Zeit, dass die zweiradfahrende Masse die Rolle des Vernünftigen einnimmt. Der folgende Artikel möchte dabei helfen. Er will Radfahrern nicht nur Argumentations-Munition geben, sondern auch den einen oder anderen Gedankengang initiieren, der dabei hilft, Streitpunkte zu entschärfen – wir alle sind schließlich Verkehrsteilnehmer.
- Sich nicht verhärten lassen
Man muss nicht zur Rush-Hour radeln, um mehr Fälle von verkehrswidrigem Verhalten zu erleben, als man mit beiden Händen zählen könnte. Da wird der vorgeschriebene Sicherheitsabstand von denen, die einen Radfahrer überholen, nicht nur oft genug relativ frei ausgelegt, sondern so stark unterschritten, dass man schon von Glück reden kann, wenn man nicht touchiert wird.
Ja, wenn einem das täglich x-mal passiert, wird man irgendwann hart in seinem Denken. Man tendiert dazu, alle anderen Verkehrsteilnehmer, insbesondere Autofahrer, mit einem grundsätzlich feindlichen Unterton zu betrachten.
Trotzdem eine Bitte: kämpfen Sie dagegen an. Ja, es sind so viele Situationen. Aber dadurch, dass man alle Autofahrer als potenziell rücksichtslos oder gefährlich für Fahrradfahrer ansieht, wird die Lage nicht besser. Sie bekommt nur einen vergifteten Touch. Nicht jeder Autofahrer hält sich für den König der Straße. Im Gegenteil, ein Großteil sämtlicher Situationen „Auto vs. Fahrrad“ lässt sich auf menschliche Unaufmerksamkeit zurückführen. Und vielleicht ist der, der einen gerade mit so wenig Sicherheitsabstand überholt hat, selbst dazu gezwungen, weil der entgegenkommende Verkehr so dicht war.
Verkehr ist für alle Stress und Hektik und es bringt nichts, eine Gruppe von Verkehrsteilnehmern zu pauschalisieren, selbst dann nicht, wenn es noch sooft passiert. Selbst wenn man auf einer Strecke gleich dreimal bedrängt wurde, ignoriert man damit alle, die sich fahrradfreundlich verhalten haben.

- Das Vorbild sein
Man selbst ist vielleicht auf seinem Bergamont Vitess Ltd. Unterwegs und hat alles montiert, was der Gesetzgeber fordert. Trotzdem dürften wohl schon viele Radfahrer die Situation erlebt haben: Man wird überholt und aus dem Beifahrerfenster pöbelt es „Mach mal´s Licht an“…
Klar ist es nicht die feine englische Art, aus einem fahrenden Auto heraus zu belehren. Aber sind wir wirklich immer so perfektionistisch, wie wir es selbst gerne bei anderen Verkehrsteilnehmern sehen würden, um uns zurecht über dieses Verhalten zu echauffieren? Beachten wir alle Regeln, die auch für uns Zweiradpiloten gelten? Fahren wir wirklich nur dann auf dem rechten Seitenstreifen, wenn kein Radweg vorhanden ist oder nur, weil der Radweg nicht komfortabel genug ist? (Einmal außen vor, dass innerstädtische Radwege häufig genug als Parkplatz missbraucht werden).
Was das ausdrücken soll: Jeder Radfahrer, der ohne Reflektoren oder gar Licht fährt, der an der roten Ampel einfach auf den Fußgängerweg ausweicht, der all die möglichen Dinge tut, zu denen das hochmobile Fahrrad zwar einlädt, die aber rechtlich nicht einwandfrei sind, der öffnet Kritik Tür und Tor.
Insofern, ja, jeder Radfahrer sollte im Verkehr Perfektionist sein. Denn nur das nimmt allen, die die Straße für sich alleine haben wollen, die Munition, um Radfahrer als Gesamtheit zu kritisieren.
- Aus dem Ring gehen
Es passiert im Pausenraum, auf der Familienfeier, in der Kommentarfunktion unter einem Nachrichtenartikel: Menschen, die mit etwas anderem als Fahrrädern unterwegs sind, fangen an, über Zweiradpiloten zu diskutieren. Für nicht eben wenige Radfahrer wirkt das wie der Gong auf einen Boxer: Sie steigen in den „Ring“, um die Diskussion wortgewaltig auszufechten.
Das sollte man schon aus rationalen Gründen lassen: Die wenigsten Menschen sind in der Lage, ihre Meinung grundlegend zu revidieren. Aus dem Radfahrer-hassenden Autofahrer wird kein Velo-Freund, nur weil man sich mit ihm disputiert – selbst wenn man es schafft und sich nicht auf ein ähnlich niedriges Diskussionsniveau herablässt.
Umgekehrt ist es jedoch nur menschlich, bei einem sehr übertrieben argumentierenden Gegenüber („ALLE Radfahrer…“) irgendwann auch zu Verallgemeinerungen zu tendieren. Das Ergebnis: Ein sinnloser Streit, der bei keinem irgendetwas auslösen wird, außer seine Ressentiments zu festigen.
Das soll nicht bedeuten, dass man seine Radfahrer-Meinung für sich behalten sollte. Aber es soll durchaus der gute Rat sein, sich fruchtlose Diskussionen zu sparen und einfach den Boxring zu verlassen.

- Nicht mutieren
Die wenigsten Autofahrer sind „Immer-nur-Autofahrer“, sondern auf oft genug zu Fuß unterwegs. Gleiches gilt für die zweiradfahrende Spezies, die selbst manchmal auf vier Rädern oder zwei Beinen unterwegs ist.
Doch ganz gleich was die primäre Fortbewegungsform auch ist, verblüffend viele Menschen neigen beim Wechsel dazu, regelrecht geistig zu mutieren. Der Autofahrer, der sich vor zwei Minuten noch als Fußgänger über Verkehrsrowdys aufregte, schimpft, sobald er hinterm Steuer sitzt, über Fußgänger. Das Gleiche passiert so manchem Radfahrer, der sich als Autofahrer selbst nicht so verhält, wie er es sich von der Vierradfraktion wünscht, wenn er in die Pedale tritt.
Zu eruieren, warum das so ist, wäre ein ausgezeichnetes Betätigungsfeld für Psychologen. Für den Alltag dürfte jedoch Folgendes sinnvoller sein: Egal, wie man sich fortbewegt, man sollte nie vergessen, was man, wenn man auf dem Rad sitzt, just an diese anderen Fortbewegungsarten und ihre Ausübenden für Wünsche, Ansprüche und Kritiken stellt. Das benötigt keine geistigen Spagate, sondern nur Nachdenken.
- Auf die Wortwahl achten
Viele Radfahrer haben ihre eigenen Bezeichnungen für andere Verkehrsteilnehmer. Motorradfahrer werden da zu „Organspendern“, Autofahrer zu „Blechdosenpiloten“ oder „Cagern“. Nicht ganz sinnfrei zwar, aber Sprache transportiert immer auch Ansichten. Was klingt beispielsweise abwertender: Fahrrad oder Drahtesel? Ganz genau so sieht es auch bei den erwähnten Bezeichnungen aus. Auch wenn sie noch so sehr passen, sollte man sie sich im Zuge einer diskriminierungsfreien Sprache verkneifen. Denn sie erzeugen im Kopf desjenigen, der sie verwendet, ein „Wir gegen die“-Gefühl. Und sofern die Gemeinten sie mitbekommen, auch negative Gefühle – wer lässt sich schon gerne als Blechdosenpilot bezeichnen, selbst wenn es nicht böse gemeint war? Man selbst mag es vielleicht gar nicht negativ meinen, mag einen bestimmten Begriff nur als Zugehörigkeitsbeweis zu (s)einer Gruppe interpretieren. Doch auch das ist ein Baustein des großen Ganzen.

- Loben und ermahnen
Gerade wurde man von einem Autofahrer ziemlich gefährlich überholt. Zwei Minuten später steht man an der Ampel neben ihm. Selbst den harmlosesten Radfahrer dürfte es da in den Fingern jucken, mal kurz ans Seitenfenster zu klopfen und demjenigen die Meinung zu sagen. Doch warum immer nur wenn man etwas kritisieren will? Wieso nicht mal dem Autofahrer ans Fenster klopfen, der einen völlig korrekt überholt hat? Positive Emotionen bleiben meist länger im Gedächtnis haften als negative. Ein freundliches „Ich wollte mich nur dafür bedanken, dass sie eben beim Überholen einen so vorbildlichen Sicherheitsabstand eingehalten haben“ wird dem Autofahrer künftig bei jedem Radfahrer, bei dem er zum Überholen ansetzt, ins Gedächtnis schießen. Eine Ermahnung, selbst wenn sie noch so berechtigt war, viel weniger.
Doch Lob gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern ist nur eine Seite der Medaille. Dazu sollte es auch gehören, unter den Radfahrern diejenigen, die es mit den Regeln nicht so genau nehmen, nicht nur achselzuckend abzutun. Jemand, der ohne Beleuchtung kreuz und quer zwischen Straße und Gehweg wechselt, wird sich um Kritik von Autofahrern und Fußgängern nicht viel scheren. Sagt ihm aber jemand aus seiner Gruppe „Du fährst wie ein Henker. Wegen so Leuten wie dir werden alle Radfahrer über einen Kamm geschoren“ hat das mitunter den deutlich besseren erzieherischen Effekt.
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In Ruhe von Ruhr zur Ruhr

Mit dem Rad durchs Ruhrgebiet. Teil II: Der grüne Süden des radrevier.ruhr
Lektion zwei des Kurses: durchkreuzte Erwartungen im Ruhrgebiet! Nachdem Teil I der Radreise uns zeigte, dass Industrie und Natur sehr wohl eine hervorragende Melange ergeben können, brachte die Idylle dieser Runde uns fast vom Glauben ab.
Den vollständigen Bericht lesen Sie in RADtouren 5/18.
TIPPS & ROUTEN
Die gpx-Dateien zu den Ruhrgebietstouren stehen auf radtouren-magazin.com und radrevier.ruhr zur Verfügung. Trotz guter Karten wird ein Navigationsgerät dringend empfohlen.
Diese Tour (58,4 km) heißt: „Von Ruhr zur Ruhr“.
Events: Noch bis 7.10.: „le forme del Vetro“, Glaskunst des frühen 20. Jh. aus Murano, Glashütte Gernheim (Petershagen); bis 5.12.: Sonderausstellung „Von Kohle gezeichnet“ Frauen im Bergbau, Zeche Nachtigall (Witten).
Wege: 85 % autofrei, top asphaltiert oder sehr gut befestigte Wege mit feinem Split, wellig bis hügelig, breiteres Übersetzungsspektrum oder E-Bike von Vorteil.
Start & Ziel: Witten Bahnhof oder „Zeche Nachtigal“, oder Hattingen. Erweiterung ab Bochum über den „Springorum“-Radweg (lang, aber machbar).
Rast-Tipp: Kunst & Biergarten im Haus Herbede (Querenburger Straße 29, Witten am Kemnader See).
Download GPX-Track: Von Ruhr zur Ruhr.gpx
Let’s go digital – Zehn Apps für Fahrradfahrer

Apps gehören heute auch für Radfahrer einfach zum Alltag. Neben recht bekannten Trainingstagebüchern oder Navigationshilfen bieten immer mehr Hersteller App-Lösungen mit eigenen Themenschwerpunkten an. Wir haben zehn praktische praktische Apps zusammengestellt, die für einen Aha-Effekt sorgen.
Hilfe beim Navigieren und Trainieren
Eine App für die Verbindung von hauseigenen GPS-Geräten mit dem Smartphone bietet Lezyne mit „Ally V2“ an. Sie sammelt aktuelle GPS-Daten der jeweiligen Tour und verarbeitet diese weiter. Durch Schnittstellen zu Facebook, Twitter oder Strava können die Touren direkt und unkompliziert mit Freunden geteilt werden. Ebenso kann man seine Tour von Freunden und Bekannten verfolgen lassen: Beim Start der Fahrt wird ein Link an einen definierten Empfängerkreis per E-Mail verschickt. So wird ein Live-Tracking der Tour möglich. Sinnvoll nicht nur für Radfahrer, die auf Weltreise unterwegs sind.

Ganz einfach ein sicheres Fahrrad leihen
Das Fahrradmieten per App ist eigentlich nichts Neues und ist inzwischen in jeder deutschen Großstadt möglich. Bislang leider nur auf Großbritannien beschränkt, zeigt das System von FaltradspezialistBrompton jedoch, wie ein Leihsystem platzsparend und einfach zu handhaben ist. Über die App „Brompton Bike Hire“ können sich Nutzer für 3,50 Pfund (etwa 4 Euro) am Tag einFaltrad reservieren und ausleihen. Die App zeigt die verschiedenen Leihstationen, die meist an Bahnhöfen oder öffentlichen Orten stehen. Der Vorteil: Die Falträder stehen zusammengefaltet in einer Art Schließfach und sind somit vor Witterung und Vandalismus geschützt. Über die App erhält der Nutzer einen Code, um den Schrank zu öffnen und ein Brompton entnehmen zu können. Die Rückgabe ist an jeder Verleihstation möglich.

Die eigene Fahrradabstellanlage planen
Wer seinen Chef oder Vermieter vom Kauf einer praktischen Fahrradabstellanlage überzeugen möchte, dem bietet der Stadtmöblierer WSM eine interessante Lösung, die bisher allerdings nur für iOS-Geräte möglich ist. Mit „WSM AR“ können die Produkte dreidimensional erlebbar gemacht werden. AR steht dabei für Augmented Reality, also eine erweiterte Realität. Um diese zu erleben, muss man neben der App auch Produktblätter, sogenannte Marker, von der WSM-Seite herunterladen und ausdrucken oder direkt am Bildschirm scannen. Wenn man den darauf befindlichen QR-Code mit geöffneter App filmt, erscheint auf dem Smartphone-Bildschirm die 3D-Darstellung des Fahrradparkers.

Riemenantrieb richtig einstellen
Der wartungsarme Riemenantrieb als Alternative zur Kette gewinnt immer mehr Freunde. Um die Einstellung schnell und werkzeugfrei überprüfen zu können, bietet das Unternehmen Gates eine App-Lösung namens „Gates CarbonDrive“. Bei eingeschalteter App zupft man den Riemen kurz wie eine Gitarrensaite. Die App braucht Zugriff auf das Mikrofon des Smartphones. Sie misst so die Frequenz und zeigt sie in einer Amplitude auf dem Display an. Anhand einer integrierten Frequenztabelle kann der Radler dann je nach Rad, Schaltung, Übersetzung und Einsatz die passende Riemenspannung ablesen und justieren.

Heimtraining in der Gruppe
Eine Online-3D-Welt für Radfahrer ermöglicht die App „Zwift“. Die Idee dahinter: Virtuelles Radfahren mit Freunden und Trainingsgruppen – aber von zu Hause aus. Dafür nutzt man am besten einen Rollentrainer oder einen Geschwindigkeitssensor bzw. Leistungsmesser, den man mit der App verbindet. Zur konzentrierten Trainingssteuerung gibt es eine große Auswahl unterschiedlicher Trainingsfahrten und Workouts, die echten Strecken weltweit nachempfunden sind. So kann man die epischen Anstiege der Tour de France am heimischen Fernseher nachfahren und sich virtuell mit den Rennradstars am Anstieg messen.

Abschließen mit dem Smartphone
Schlüssellos und einfach per App das Fahrrad abschließen: Sicherheitsspezialist Abus bietet diese Möglichkeit beim neuen Bügelschloss „770A SmartX“. Die dazu passende App dient dabei nicht nur als Schlüssel, sondern zeigt auch den Parkplatz des Rades an und informiert über den Ladezustand des Schlosses. Schloss und App kommunizieren per Bluetooth. Zusätzlich verfügt die Schlossneuheit über eine Alarmfunktion mit 100 Dezibel, die bei einem Diebstahlversuch ertönt.

Federungstipps von Experten
„Dialed“ heißt die App vom Federungsexperten Cane Creek, die helfen soll, aus jedem Mountainbike das Beste herauszuholen. Egal, ob Einsteiger oder Profis: Die App berechnet, basierend auf Angaben zu Fahrrad, Körpergewicht und Gelände, das passende, individuelle Dämpfer-Setup für Cane Creek-Produkte und speichert dieses ab. So kann man vor jedem Fahrtantritt nochmals prüfen, wie man den Dämpfer am besten einstellen sollte. Außerdem werden die Basics eines optimalen Fahrwerk-Setups verraten und die Werkseinstellungen für die Federungselemente aufgezeigt.

Notfallmeldung vom Fahrrad
Die App „eConnect“ vom Schweinfurter E-Bike-HerstellerHaibike soll einen Rundum-Schutz für Elektroradler bieten. Zum Programm gehören auch weitere sinnvolle Funktionen, wie Routen-Aufzeichnung und E-Bike-Antriebsinformationen. Eine Rundum-Erneuerung der App mit vielen Updates wird bald in den App-Stores erhältlich sein. Einmal installiert und registriert, kann der Standort des E-Bikes per Überwachungsfunktion sowie Live-Ortung und -Tracking jederzeit kontrolliert werden. Bei einem Diebstahl lässt sich das Rad einfach wiederfinden. Außerdem verfügt die App über eine Notruffunktion. Im Falle eines schweren Sturzes gibt sie einen automatischen Hilferuf an Notfallkontakte ab, die im Vorfeld definiert werden. Im Notfall werden sie über Unfallort und -zeitpunkt informiert. Die gefahrenen Routen können in der neuen Version aufgezeichnet und Routendetails sowohl in der App als auch in einem eConnect-Webportal sichtbar gemacht werden.

Fahrwerk-Check in Echtzeit
Die Sram-Marke Quark verspricht mit dem System „Shockwiz“ eine vereinfachte MTB-Fahrwerkseinstellung. Ziel dabei ist es, die Reifen möglichst am Boden zu halten, damit Lenk-, Brems- und Antriebskräfte bestmöglich wirken können. Shockwiz besteht aus zwei Teilen: Ein kleines Gehäuse, erhältlich ab 349 Euro, misst die Funktion des Federelements. Die Daten überträgt es anschließend an die App im Smartphone. Hier werden Algorithmen errechnet, welche Empfehlungen für die richtige Einstellung geben.

Trainings-App für jedermann
Eine Trainings-App für jedermann möchte Echowell mit „Echo Wellfit“ anbieten. In Verbindung mit einem Trainingscomputer hilft die App nicht nur beim Navigieren. Auch Kalorienverbrauch, Herzfrequenz und andere fitnessrelevante Daten können aufgezeichnet werden. Zudem lassen sich eingehende Anrufe und Nachrichten koordinieren und iPhone-Nutzer können ihre Trainingsmusik über die App steuern.

Schweden – Teil 2: Ostküste und Småland – Auf den Spuren von Astrid Lindgren

Småland ist ein Traumziel für Naturliebhaber. Wer aber nur Wald- und Seenlandschaft erwartet, hat weit gefehlt. Ebenso finden sich eine verträumte Schärenküste sowie belebte Städte – und mittendrin der Theaterpark Astrid Lindgrens-Welt, in dem ihre Figuren lebendig werden.
Den vollständigen Bericht lesen Sie in RADtouren 4/18.
Infos Schweden
Anreise
Nach Mem per Fahrrad, siehe Schweden – Teil 1: Von der Ost- zur Westküste (RADtouren 3/2018). Anreise nach, bzw. Rückreise von Kalmar oder Hovmantorp per Öresundtog ab/bis Malmö oder Kopenhagen. Ab Malmö-Travemünde (Finnlines) oder Trelleborg-Travemünde (tt-line) per Fähre nach Deutschland.
Route
Etappe 10: Mem – Söderköping – Stegeborg – 28 km
Etappe 11: Stegeborg – Valdemarsvik – 45 km
Etappe 12: Valdemarsvik – Loftahammar – 42 km
Etappe 13: Loftahammar – Horn – 64 km
Etappe 14: Horn – Vimmerby – 30 km
Variante 1: Vimmerby – Hovmantorp
Etappe 15: Vimmerby – Virserum – 62 km
Etappe 16: Virserum – Älghult (Vidigegård) – 52 km
Etappe 17: Älghult – Hovmantorp – 50 km
Variante 2: Vimmerby – Kalmar
Etappe 15a: Vimmerby – Bråbo – 50 km
Etappe 16a: Bråbo – Timmernabben – 54 km
Etappe 17a: Timmernabben – Rafshagen (Zeltplatz) – Kalmar – 60 km
Gesamt (beide Varianten): 373 km
Sehenswertes
Mündung des Götakanals bei Mem; Söderköping: Mittelalterstadt am Kanal mit Aussichtsberg Ramunderberget; Stegeborg Schlossruine Kräutergarden; „Fjordblick” Valdemarsvik; Schärenküste vor Loftahammar; Kanurevier Kindakanal um Horn; Vimmerby mit Theaterpark Astrid Lindgrens-Welt und Lindgren-Dokumentationszentrum Näs; Storebro mit Visansskepp; Kulturvägen Fagerhult; Glashütte Bergdala mit Schauraum; Ostküste mit Fischerdorf Pataholm; Kalmar mit Schloss
Streckencharakter und Ausrüstung
Die Route verläuft meist auf verkehrsarmen Landstraßen. Mit Lkws und landwirtschaftlichem Verkehr muss aber auch dort vereinzelt gerechnet werden. Die Straßen sind meist asphaltiert, kürzere Abschnitte führen auf Schotterwegen. Verkehrsreicher ist der Streckenabschnitt Vimmerby-Hultsfred bei Variante 1.
Der Streckencharakter kann als leicht hügelig bezeichnet werden; an der Küste als eher flach. Größere Anstiege sind nicht zu überwinden. Dennoch ist eine bergtaugliche Übersetzung hilfreich, da es öfter kleinere Anstiege gibt. Regenfeste Kleidung und Packtaschen sind ein Muss. Badesachen sollten im Sommer greifbar sein.
Reisezeit
Ab Mitte Mai blühen Flieder und Goldregen, diese Zeit ist besonders schön. Von Mittsommer (21. Juni) bis Anfang/Mitte August ist Feriensaison. Mitte/Ende August kann es nachts schon kalt werden und herbstlich sein.
Unterkunft
Unterkünfte, wie Zeltplätze und Herbergen sind bei Etappen von 30 bis 60 km erreichbar, allerdings nicht so dicht gesät wie auf touristischen Hauptrouten. Ohne Zelt ist Planung im Vorfeld erforderlich. Um Vimmerby gibt es zahlreiche Unterkünfte aller Art, die zur Hochsaison aber dennoch ausgebucht sein können. Wer direkt bei Astrid Lindgrens-Welt unterkommen möchte, sollte vorbuchen, siehe: alv.se
Reiseführer/Karten
Fahrradkarten: wcykelkartan.se
Zu beziehen u.a. bei: nordland-shop.com
Buchtipp: Sabine und Wolfram Schwieder, Astrid Lindgrens Schweden, Reise Know-How Verlag Bielefeld. Eine detailreiche, gut recherchierte Beschreibung der Schauplätze aus Astrid Lindgrens Geschichten.
Anschlussrouten
Götakanal, siehe RADtouren 3/2018; Touren rund um Vimmerby, etwa nach „Bullerbü”, Lönneberga oder Mariannelund finden sich in oben genanntem Buch; Åsnen Rundt, Cykelsspåret Ostkusten; ab Kalmar im Sommer Bootstransfer zur Insel Öland mit 400 km Ölandsleden (siehe RT 2/2017)
Download GPX-Track: Schweden Mem-Vimmerby und Schweden Vimmerby-Hovmantorp und Schweden Vimmerby-Kalmar
Eder-Radweg – Einfach märchenhaft

Wenige Steigungen, Fachwerkstädte und hier und da eine Märchenfigur: Ein Ausflug auf dem Eder-Radweg verspricht packende Erlebnisse für die ganze Familie. Die beschauliche Flusstour schlängelt sich durch Wiesen, taucht in Wälder ein und läuft rund um den Edersee zur Höchstform auf.
Radfahren, wo die Brüder Grimm zu Hause waren.
Den vollständigen Bericht lesen Sie in RADtouren 4/18.
Infos Eder-Radweg
Anreise
Die Ederquelle ist 6 Kilometer vom Bahnhaltepunkt Lützel entfernt. Nach der Tour steigt man in Guxhagen oder der nahegelegenen Stadt Kassel in den Zug. Mit dem Auto sind es von Berlin nach Lützel ca. 590 km, von Hamburg ca. 440 km, von Köln ca. 100 km, von München ca. 530 km.
Route
1. Tag:
Lützel – Erndtebrück – Arfeld – Camping-Dodenau – 67 km
2. Tag:
Camping-Dodenau – Frankenberg – Ederbringhausen – Campingplatz Asel-Süd – 51 km
3. Tag:
Campingplatz Asel-Süd – Edersee – Bergheim – Campingplatz Ederblick – 34 km
4. Tag:
Campingplatz Ederblick – Fritzlar – Felsberg – Guxhagen – 38 km
Gesamtstrecke: 190 km
Sehenswertes
Raumland: Schieferschaubergwerk, Dorfkirche; Bad Berleburg: Schloss Berleburg, Stadtmuseum, Ludwigsburg; Arfeld: Schmiedemuseum; Hatzfeld: Stadtkirche St. Johannes; Frankenberg: Rathaus, Liebfrauenkirche, Hexenturm; Viermünden: Petri-Kirche; Ederbringhausen: Burg Hessenstein; Edersee: Burg Hessenstein, NationalparkZentrum Kellerwald, Baumkronenweg, Sommerrodelbahn, WildtierPark, Schloss Waldeck, Schifffahrt; Fritzlar: St.-Petri-Dom, Dommuseum, Altstadt, Befestigungsanlagen, Geschichts- und Heimatmuseum, Minoritenkirche; Wabern: Jagdschloss; Felsberg: Burgruinen
Streckencharakter
Die teils wellige Tour verläuft überwiegend auf eigenständigen Radwegen und Nebenstraßen. Kieswege wechseln mit Asphaltbahnen. Braune Schilder markieren die Route. Darauf erkennt man die Eder, die das Rothaargebirge hinter sich lässt.
Reiseführer
Eder-Radweg, ISBN 978-3-8500-0695-8, Verlag Esterbauer, 12,90 Euro;
Flussradwege abseits des Trubels, ISBN 978-3-7654-5719-7, Bruckmann Verlag, 29,99 Euro;
PublicPress Radwanderkarte Eder-Radweg, ISBN: 978-3-89920-509-1, 9,99 Euro
Weitere Informationen
Ederbergland Touristik, Untermarkt 12, Frankenberg, Tel. 06451/71 76 72, ederbergland-touristik.de
GrimmHeimat NordHessen, Ständeplatz 13, Kassel, Tel. 0561/970 62 17, nordhessen.de
Touristik Service Waldeck-Ederbergland, Auf Lülingskreuz 60, Korbach, Tel. 05631/95 43 59, waldecker-land.de
Download GPX-Track: Eder-Radweg
Pott-Potpourri – TOUR 1: „Industriekultur rechts und links des Rheins“

Currywurst, Fördertürme, Hochöfen, Stau: Das sind die Klischees über das Ruhrgebiet. Wir haben uns mit dem Rad auf dreitägige Erkundungstour gemacht, um diese Standardassoziationen zu bestätigen oder zu widerlegen …
Teil 1: Dusiburg, die Emscher und der Hafen
Den vollständigen Bericht lesen Sie in RADtouren 4/18.
Wege: 90 % autofrei, top asphaltiert oder sehr gut befestigte Wege mit feinem Split, nahezu flach, selbst mit Rennrädern fahrbar
Start & Ziel: Gasometer Oberhausen, mögliche Erweiterung um Nordsternpark und Zeche Zollverein (ca. 32 km)
Rast-Tipp: Flammkuchen in der Radmosphäre (Uferpromenade 1, Essen), deutschlands offiziell bestes Eis im Eis Casal (Mülheimer Straße 62, Essen)
Download GPX-Track: Gasometer Duisburg und Erweiterung Nordsternpark
