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RADtouren Ausgabe 2/22

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  • Schmerz lass nach: Experte gibt Tipps zur Prävention von Kreuzweh beim Radfahren
  • Sachsen als Radreise-Destination: Zwei Schnupper-Touren vor den Toren der Hauptstadt Dresden
  • Geröll und Gipfelglück: Graubünden lockt Gravelbiker mit tollen Routen abseits des großen Verkehrs
  • Zu Gast bei Rotkäppchen und Co.: Mit dem Rad auf den Spuren der Gebrüder Grimm durch Hessen
  • Geheimtipp Göteborg: Urban und naturnah: Die grüne Stadt am Kattegat ist ein Traumrevier für Radfahrer
  • Leserreportage Mönchsweg: Von Bremen bis Fehmarn
  • Abenteuer macht glücklich: Radreise von Schottland nach Bhutan
  • Neukauf Reiserad: Darauf sollten Sie achten

Im Land der 1000 Seen

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Rastplatz mit Aussicht: Die Bauern schichten die Steine, die sie
aus dem Acker holen, an den Rändern der Felder zu Haufen auf.

Die Mecklenburgische Seenplatte ist ein Geschenk der letzten Eiszeit. Mächtige Gletscher hinterließen unzählige große und kleine Seen und schleppten gewaltige Findlinge heran. Der Radweg Eiszeitroute führt durch das Naturjuwel – ein Rundweg zum Dahinschmelzen!

Text& Fotos: Beate Schümann 

Es ist nicht zu übersehen: Diese Gegend ist steinreich! Es ist allerdings kein Kapital, das man auf die Bank tragen könnte. Der Reichtum ist anderer Art. Er wurde während der Eiszeit schleppend und etappenweise vom Oslofjord und den finnischen Åland-Inseln herübergeschoben – Mecklenburg-Vorpommern ist reich an Steinen, jede Menge kleiner, großer Steine und Findlinge – manche tonnenschwer. Die meisten landeten hier während der Weichsel-Kaltzeit, vor mehr als 25 Jahrtausenden. Sie hat im Ostseeland viele Spuren hinterlassen.


Heute können Radfahrerinnen und Radfahrer den Steinen auf der Eiszeitroute durch eine einzigartige Endmoränenlandschaft folgen. Der Radfernweg führt durch den 5000 Quadratkilometer großen Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft. Eiszeit war überall. Doch nirgendwo hat sie ihre Biografie so idealtypisch hinterlassen wie hier. Geologisch gilt sie in Europa als Modellregion. Das heißt Naturgeschichte wie im Bilderbuch: Grund- und Endmoränen, Schotterebenen und Urstromtäler – die ganze glaziale Serie, also. 


Sie wollen wissen, was Beate Schümann entdeckt hat, als Sie entlang der Eiszeitroute geradelt ist? Die gesamte Reportage sowie alle relevanten Infos zum Nachfahren dieser Tour inklusive GPX-Daten und Karte finden Sie in RADtouren 1/22 – als Abonnent in Ihrem Briefkasten, als Einzelkäufer bei Ihrem Zeitschriftenhändler/Kiosk.

Oder Sie bestellen das Magazin in unsere Online-Shop unter RADtouren 1/22

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Über 300 km/h auf dem Fahrrad

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Auf dem Rad so schnell wie der Wind? Das klappt nur im
Windschatten eines Fahrzeugs. Foto MAPRUE – Bikemanufaktur for Champions

Radsportler Marius Prünte hat sich für das kommende Jahr einiges vorgenommen: Der 
31-Jährige aus Hamm in NRW will im August 2022 auf einem Salzsee in Utah (USA) den 
bestehenden Geschwindigkeits-Weltrekord von 296 km/h für Radfahrer knacken. Um diese 
extreme Geschwindigkeit zu erreichen, radelt er im Windschatten eines Fahrzeugs. 
Einen neuen, deutschen Rekord im Windschattenfahren hatte der ehemalige Radprofi vor 
Kurzem auf dem Lausitzring aufgestellt. Am 14. Oktober 2021 radelte er 166,2 km/h und war 
damit deutlich schneller als Rekordhalter Karl Heinz Kramer. Der war 1950 mit seinem Rad 
im Windschatten eines Motorrads 154,5 km/h gefahren. „Ich freue mich sehr, das ist ein unglaublicher Ansporn für mich“, sagte Prünte nach dem Spurt. Inzwischen trainiert er eifrig für 
den neuen Rekordversuch: In der Salzwüste in Utah will er sein Rad auf über 300 km/h beschleunigen. Wir wünschen ihm viel Erfolg. Weitere Infos gibt es unter worldrecord300.com

Vorfahrt fürs Fahrrad?

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Fahrrad statt Auto: Mobilität muss umweltfreundlicher werden
– auch auf dem Weg zur Arbeit. Foto: Shutterstock

Es ist CO2-neutral, leise, braucht wenig Platz und hält fit: das Fahrrad gilt vielen als die einfachste und kostengünstigste Antwort auf Klimakrise und Verkehrskollaps. Doch in den Diskussionen um die viel beschworene Verkehrswende spielt es trotzdem kaum eine Rolle. Damit sich das ändert, hat der Bund sieben Stiftungsprofessuren mit dem Schwerpunkt Radverkehr eingerichtet – eine davon übernahm die Verkehrspsychologin Angela Francke. Wir haben mit der Professorin für Radverkehr und Nahmobilität an der Uni Kassel gesprochen.

Lesen Sie das Interview in RADtouren 1/22 – jetzt an Ihrem Kiosk oder in unserem Online-Shop. 

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Wunderbare Wasserwelt

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Viel Natur und ganz viel Grün gibt es entlang von Hase und Ems.

Ihr Name ist Hase, und sie entspringt im schönen Teutoburger Wald. Gemeinsam mit der Ems bietet das Flüsschen Genussradlern einen erfrischenden Rundkurs durch herrliche Moor- und Heidelandschaften mit einer Vielzahl malerischer Städte und schmucker Dörfer. Unser Autor Klaus Herzmann stellt Ihnen in der aktuellen Ausgabe von RADtouren die Radregion im Osnabrücker Land und im Emsland vor. 


Text & Fotos: Klaus Herzmann 


Das norddeutsche Tiefland ist bei Radfahrern beliebt wegen seiner weitgehend steigungsarmen Landschaften. Hier haben zwei Flüsschen Berühmtheit erlangt: Hase und Else entspringen aus einer Quelle, ihr Oberlauf spaltet sich erst bei Gesmold – unweit von Melle zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald – in zwei völlig getrennte Gewässersysteme auf. Die Hase fließt gemütlich der Ems entgegen, während die Else gemächlich über die Werre 
der Weser zuströmt. Ganz und gar empfehlenswert: eine Hase-Ems-Tour mit dem Fahrrad. 

Unser Autor Klaus Herzmann hat die Tour gemacht. Lesen Sie seine Reportage in RADtouren 1/22. Im Heft finden Sie auch alle relevanten Infos zum Nachfahren dieser Tour inklusive GPX-Daten und Karte – als Abonnent in Ihrem Briefkasten, als Einzelkäufer bei Ihrem Zeitschriftenhändler/Kiosk.

Oder Sie bestellen das Magazin in unsere Online-Shop unter RADtouren 1/22

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Mit dem Hund durch die Highlands

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Traumpaar auf vier Reifen: Iris Joschko mit ihrer Hündin Zuri.

Landschaften zum Niederknien und wunderbare Menschen – unsere Autorin tourte dreieinhalb Wochen mit dem E-Bike durch Schottland. Mit von der Partie: ihre beste Freundin Zuri – die Hündin öffnete Herzen und Türen.

Text & Fotos Iris Joschko 

Es war meine Neugierde, die mich und meine Australian-Shepherd-Hündin Zuri nach Schottland brachten. Ich hatte die Geschichten über die dramatischen Gebirgszüge und sanften Hügel, die schimmernden Seen und wilden Küsten gehört und wollte wissen, 
was davon der Wahrheit entspricht. Vorweg schon mal die Auflösung: Alles stimmt! Selbst an Regentagen, wenn der trübe Himmel mit dem Grau der Straße verschwimmt, ist die Landschaft atemberaubend schön. Und sie mit dem Fahrrad zu entdecken hat einen ganz besonderen Reiz, weil das im Vergleich zum Auto langsame Tempo die Wahrnehmung deutlich steigert. 

Sie wollen wissen, was Iris und Zuri auf ihrer Radtour durch die Highlands erlebt haben? 

Die gesamte Reportage sowie alle relevanten Infos zum Nachfahren dieser Tour inklusive GPX-Daten und Karte finden Sie in RADtouren 1/22 – als Abonnent in Ihrem Briefkasten, als Einzelkäufer bei Ihrem Zeitschriftenhändler/Kiosk.

Oder Sie bestellen das Magazin in unsere Online-Shop unter RADtouren 1/22

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Die Saison verlängern!

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Locorotondo gilt als eine der schönsten Städte Italiens. Sie liegt
auf einer Anhöhe. An den Hängen wird Wein angebaut.

Sowohl spät als auch zeitig im Jahr lockt Apulien Radler mit vielen Sonnenstunden. Ob Trainingslager oder Mehrtagesfahrten – hier findet jeder seinen Traumurlaub. Durch ausgedehnte Olivenhaine rollen, in die weißen Städte eintauchen, und Tag für Tag das kulinarische Verwöhnprogramm genießen. 

Text & Fotos: Thorsten Brönner 

In Apulien gibt es viele verkehrsarme Nebenstraßen für abwechslungsreiche Ausfahrten Am ersten Radtag in Apulien spielt mir Süditalien einen Streich. Es ist Herbst, aber ein 20 Grad warmer Fahrtwind streicht über die Haut. Überall blüht und grünt es. Ich habe das Gefühl, in den Frühling zu radeln. Die letzte Apulienreise liegt acht Jahre zurück und doch sind die schönen Erinnerungen gleich wieder da. Die mediterrane Landschaft, die Gerüche, die herrlich kurvigen Sträßchen. 

Heute bin ich mit dem 46-jährigen Lanfranco Lopinto unterwegs. Ihm ist die Gegend südlich von Bari vertraut. Er arbeitet als Guide für den Veranstalter Yuniqly und möchte mir sein Radrevier zeigen. Eines mit tiefblauer Adria, weißen Städten und einem olivgrünen Bäumemeer. Auf den Straßen ist kaum was los. Ein Müllmann sammelt die Tonnen ein, ein älterer Herr werkelt an den blaurot angemalten Booten herum, daneben Einheimische in Winterjacken. Ich finde es noch angenehm warm zum Radfahren.

Unser Autor Thorsten Brönner radelte durch Apulien in der Nachsaison. Seine Reportage kann aber auch als Inspiration für eine Reise im Frühjahr gelten. Denn wenn es bei uns mitunter noch frisch und unbeständig ist, gibt es Süden Italiens bereits wieder Sonne satt. Thorstens  Reportage sowie alle relevanten Infos zum Nachfahren dieser Tour inklusive GPX-Daten und Karte finden Sie in RADtouren 1/22 – als Abonnent in Ihrem Briefkasten, als Einzelkäufer bei Ihrem Zeitschriftenhändler/Kiosk.

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Rügen — Usedom

Rügen gilt als eines der beliebtesten Ferienziele der Ostsee. Badeorte wie Binz, Sellin und Göhren locken mit langen Sandstränden, im Nationalpark Jasmund erwartet Besucher der weltbekannte Kreidefelsen und in Granitz und Putbus können Schlösser und klassizistische Bauwerke bestaunt werden. Immer im Sommer verwandelt sich Ralswiek in das Hauptquartier des berüchtigten Seeräubers Störtebeker bei den gleichnamigen Festspielen. Die Größe der Insel macht das Fahrrad zu einem idealen Fortbewegungsmittel. Ein weitreichendes Radwegenetz führt auf meist autofreien Wegen über die Insel. Wer für die Rückfahrt zu erschöpft ist, dem steht in den Sommermonaten der Fahrradbus RADzfatz zur Verfügung. Auf einem speziellen Fahrradanhänger können bis zu 16 Fahrräder befördert werden. Ob vorgefertigte Touren oder einfach frei nach Schnauze: Auf Rügen warten unzählige Raderlebnisse. Im Nationalpark Jasmund auf der gleichnamigen Halbinsel in Rügens Norden geht es über vorwiegend unbefestigte Radwege. Im kleinsten Nationalpark Deutschlands auf der größten Insel steht das eigentliche Wahrzeichen Rügens, der 118 Meter hohe Königsstuhl. Weiße Klippen, urwüchsige Buchenwälder, türkisfarbenes Meer zeichnen den Nationalpark aus. Im südlichen Teil der Insel, fern der Touristenströme führen Radwege durch ländliche Idylle. Highlight dieser Region ist die Deutsche Alleenstraße. Sie beginnt im Ostseebad Sellin und führt über Putbus aufs Festland. Wie ein grüner Tunnel durchzieht die Allee im Sommer Rügens Landschaft. Im Osten lockt das bekannte Ostseebad Binz mit seiner prächtigen Bäderarchitektur. Eine besondere Sehenswürdigkeit bildet das ehemalige KdF-Bad Prora. Der 4,5 km lange Gebäudekomplex wurde zwischen 1936 und 1939 gebaut, jedoch niemals vollendet. Nun ist der „Koloss von Prora“ ein beeindruckendes architektonisches Denkmal und beherbergt Museen, Ausstellungen und Galerien. 60 Kilometer von Rügen entfernt erwartet den Radfahrer mit Usedom die zweitgrößte Insel Deutschlands. Die flache Landschaft und eine gute Infrastruktur mit einem 180 km langen Radwegenetz durch das Farbenspiel von Landschaft und Gewässer machen die Insel nicht erst seit kurzem zu einem Fahrradparadies. Schon die hier vorbeiführenden Fernradwege zeugen davon: Berlin-Usedom-Radweg, Ostseeküstenradweg, Oder-Neiße-Radweg, Mecklenburgische Seen-Radtour, Stettiner Haff Radweg können von hier befahren werden, ebenso wie der Usedom Rundweg.Eine besondere Tour, die schöne Naturansichten mit Kultur kombiniert, ist die Lyonel-Feininger-Route. Auf 56 Kilometern können insgesamt 80 künstlerische Motive des deutsch-amerikanischen Malers an 40 Stationen erkundet werden. Feininger, der zur Motivsuche selbst meist mit dem Fahrrad unterwegs war, verbrachte zwischen 1908 und 1918 viel Zeit auf der Insel Usedom. Hier fand er Motive, die er immer wieder auf die Leinwand brachte, wie den Benzer Kirchturm. Sein liebstes Motiv auf der Insel war die Villa Oppenheim im Seebad Heringsdorf. Die Lyonel Feininger Route führt über Mellenthin, Neppermint, Benz, Ahlbeck, Swinemünde und Zirchow vorbei an 40 Orten, die der Künstler malte und skizzierte. Viele seiner Motive finden sich heute noch fast unverändert.

Geeignet für

fBeispiele für Touren auf RügenBinz – Sassnitz – Jasmund (Nationalpark) – Kap Arkona/Putgaten – Binz: 52 km; Ostrügentour: Schloss Granitz – Sellin – Babe – Göhren – Lobbe – östlichste Spitze Thiessow und Klein Zicker – Middelhagen – Seedorf – Lancke-Granitz – Schloss Granitz – BinzLyonel Feininger Route auf UsedomMellenthin, Balm, Neppermin, Benz, Sallenthin, Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck, Swinemünde, Zirchow, Korswandt, Gothen und Neuhof. Entlang der Strecken informieren zahlreiche Bronzeplatten über das Leben und Werk von Lyonel Feininger. Der GPX-Track kann heruntergeladen werden unter auf-nach-mv.de/radtour-auf-den-spuren-feiningers

Ostseeküsten-Radweg

Schöne Ortschaften wechseln sich ab mit einsamen Gegenden, die einen herrlichen Blick auf die Ostsee bieten. Das maritime Leben der Küstenstädte, die frische Ostseebrise und der landschaftliche Reichtum der Küste – von Moränenlandschaften über seltene Tier- und Pflanzenarten, zu langen Buchten, steilen Ufern und Deichen – lassen eine Fahrt auf dem Ostseeküstenradweg niemals langweilig werden. Die Tour beginnt in Flensburg, das unbedingt einen Besuch wert ist. Die dänisch-deutsche Grenzstadt hat eine schöne Innenstadt und einen sehenswerten Hafen einschließlich „Museums-Hafen“ und Werftmuseum. Lange Zeit wurde in Flensburg Rum hergestellt, diesem besonderen Gewerbe ist das Rum-Museum im Keller des Schifffahrtsmuseums gewidmet.Wer sich schließlich doch von Flensburgs Altstadt lösen kann und die Reise auf dem Ostseeküsten-Radweg beginnt, erlebt gleich auf den ersten Etappen die ungewöhnliche Landschaft dieser Region. Die Landschaft an der Schlei, ein Meeresarm, der ins Landesinnere ragt, und dem Naturpark Hüttener Berge zwischen Eckernförde, Rendsburg und Schleswig präsentiert sich verträumt und ursprünglich. Kiel, Deutschlands nördlichste Hauptstadt, ist geprägt von der Nähe zum Meer. Von hier starten die großen Passagierschiffe ihre Fahrt nach Skandinavien. Die ehemalige Hansestadt ist eine Besichtigung wert und steht zu unrecht im Schatten ihrer Schwesterstädte Flensburg und Lübeck. Entlang der Ostseeküste ist die Wegführung abwechslungsreich. Mal geht es direkt am Strand an der Wasserkante entlang, mal auf Wegen über die Deiche und ab Lübeck auch manchmal etwas abenteuerlicher über enge, trailähnliche Pfade direkt durch die Natur der Steilküstenlandschaft (zum Beispiel zwischen Heiligendamm und Warnemünde).Die Insel Fehmarn sollte man auf dieser Tour nicht auslassen. Hier lassen sich die schöne Natur und das besondere Inselflair genießen. Auf kleinen Straßen lässt sich die Insel erkunden: besonders gut geeignet für Familien. Thomas Manns Geburtsstadt Lübeck ist die erste von drei UNESCO-Weltkulturerbestätten auf dem Ostseeküsten-Radweg. Das weltberühmte Holstentor ist nur eines der vielen Sehenswürdigkeiten dieser Stadt und die historische Altstadt ist einen Besuch wert. Besonders auf dem Teil des Ostseeküsten-Radwegs ab Lübeck führt die Strecke immer wieder wildromantisch durch die abwechslungsreiche Natur der Küste. Steilküsten mit imposanten Blicken auf das Meer und kleine Ortschaften mit maritimem Flair wechseln sich mit luxuriösen, weiß strahlenden Seebädern ab, deren breite Promenaden zum Radeln einladen, manchmal aber wegen der vielen Touristen nicht zu sehen sind. Die Ostseeküste ist eine Tourismusregion, nirgendwo wird das deutlicher als in den Seebädern. Das sorgt zwar auch für eine hohe Dichte an Hotels und Pensionen, diese sind in der Hochsaison jedoch häufig ausgebucht. Für kostenbewusste Radler lohnt es sich deshalb auf die Nebensaison im Frühjahr oder Herbst auszuweichen. Im Frühjahr vergolden blühende Rapsfelder die Landschaft, im Herbst lassen die weichen Sonnenstrahlen das rot der Hansestädte noch einmal aufleuchten.Wismar, Rostock und Stralsund sind die nächsten großen, sehenswerten Stationen auf dem Ostseeküsten-Radweg. Abseits davon lassen sich die kleinen Ortschaften mit reetgedeckten Häusern und die verträumte Landschaft mit romantischen Naturstränden genießen. Am Ende erwartet Usedom schließlich den ausdauernden Radreisenden. Mecklenburg-Vorpommerns längster Sandstrand lädt zu einem Bad in der Ostsee ein und abseits der Küste lockt die Einsamkeit des Insellebens. Wer noch nicht genug hat von der Ostsee, für den muss die Reise nicht in Ahlbeck enden. Dem Ostseeküsten-Radweg kann man weiter nach Polen folgen und von da durch die baltischen Staaten. Die Route D2 wird dann zum EuroVelo 10 und führt einmal um die gesamte Ostsee.

Länge der Tour

1.055 km

Tourcharakter

Die Strecke ist nicht immer eben, sondern durchaus bewegt. Die Radwege sind gut bis sehr gut ausgebaut. Teilweise führt der Weg über wenig befahrene Nebenstraßen, manchmal über enge, trailähnliche Naturpfade, teilweise geht es direkt über den Strand.

Geeignet für

Radwandern

Etappen

1.

Flensburg – Kappeln/Schlei::79 km

Flensburg: Museums-Hafen, Rum-Museum

2.

Kappeln/Schlei – Kiel::90 km

Kiel: Marineviertel, Holpenstraße, Kiellinie, Hafen

3.

Kiel – Oldenburg::77 km

4.

Oldenburg – Fehmarn::69 km

5.

Fehmarn-Puttgarden – Wimmendorfer Strand::104 km

6.

Timmendorfer Strand – Wismar::67 km

7.

Wismar – Warnemünde::104 km

Wismar: Altstadt, Hafen

8.

Warnemünde – Zingst::65 km

9.

Zingst – Stralsund::60 km

10.

Stralsund – Rügen-Kap Arkona::122 km

Stralsund: Altstadt; Nationalpark Darßer Arche; Naturschutzgebiet Hütelmoor/Heiliger See

11.

Rügen-Kap Arkona – Putbus::105 km

12.

Putbus – Greifswald::77 km

www.ostsee-schleswig-holstein.det

Unstrut? Unbedingt!

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Von Naumburg zum Thüringer Wald – dies ist für Radler eine traumhaft schöne Strecke, die an Flüssen entlang und auch an bedeutenden Kulturstätten vorbeiführt. Mit dem berühmten Rennsteig als Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes.
Text & Fotos Stefan Jacobs
Fünf Tage lang soll sie dauern, die Tour durch Thüringen. Es ist das Bundesland, zu dem uns bisher nicht viel mehr als Wald und Weimar eingefallen ist. Für Tage Zeit, um Bildungslücken zu schließen und Berge zu erklimmen, deren Höhen uns Flachlandradlern Respekt abnötigen. Bereits nach einer halben Stunde ist der erste Halt fällig: Wir haben Freyburg erreicht. Es ist die Heimat von Rotkäppchen, jener traditionsreichen Sektkellerei, die schon in den Gründerjahren im 19. Jahrhundert und später in der DDR für ein ungewohnt positives Lebensgefühl stand. Haben wir uns dort ein Glas verdient – nur wenige Kilometer nach dem Start? Aber ja!
Sie wollen wissen, wie es Stefan Jacobs weiter ergangen ist?
Die gesamte Reportage sowie alle relevanten Infos zum Nachfahren dieser Tour inklusive GPX-Daten und Karte finden Sie in RADtouren 3/21 – als Abonnent in Ihrem Briefkasten, als Einzelkäufer bei Ihrem Zeitschriftenhändler/Kiosk. Oder Sie bestellen das Magazin in unsere Online-Shop unter RADtouren 3/21
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RADREISE-FILM – JETZT AUF DVD UND BLUE-RAY

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Für Radfexe war es der Höhepunkt des Kino-Sommers: „Verplant“ – ein Film über zwei ganz normale Typen, die von Heiligenstadt in der Mitte Deutschlands entlang der alten Seidenstraße bis nach Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) im Süden Vietnams geradelt sind. In den 10 Monaten ihrerTour müssen Otti und Keule Wüsten und Berge, extreme Hitze und eisige Kälte überwinden. Auch der chinesische Polizeistaat stellt sich ihnen in den Weg. Und überhaupt klappte einiges nicht wie geplant…
Nach der Online-Premiere im Mai und der anschließenden Tour durch Open Air Kinos in Deutschland und in der Schweiz kommt das Radreise-Abenteuer nun ab 5. November als DVD/Blu-ray auf den Markt. Trailer: verplant-film.de/trailer 

WIR VERLOSEN
unter unseren Leserinnen und Lesern drei DVDs. Bitte beantworten Sie uns folgende Frage: Mit was löschen Otti und Keule unterwegs bevorzugt ihren Durst?

Bitte schreiben Sie das Lösungswort auf eine Postkarte an (Maenken Kommunikation GmbH,
RADtouren Gewinnspiel, Von-der-Wettern-Str. 25, 51149 Köln) oder schicken Sie uns eine Mail:
redaktion@radtouren-magazin.com

Ladies first!

Women’s cycling camp LEICHT FOTOGRAFIE & FILM Kerstin Leicht Fotojournalistin DFJ e.V. // Dipl.-Ing. (FH) M.A. Badstraße 9 . D-81379 München Tel +49 (0)89 21541515 Mobil +49 (0)171.4252291 www.kerstinleicht.de

Techniktraining, Materialkunde, tolle Touren – und zwar nur für Frauen. 
Unsere Autorin nahm am WOMEN’S CYCLING CAMP für Anfängerinnen 
und Fortgeschrittene im Allgäu teil und war begeistert!

Text: Maren Recken; Fotos: Kerstin Leicht 

Klack, klack, klack. Im Sekundentakt klicken sich die Frauenfüße in die Rennradpedale und treten los, das eigene Vorderrad möglichst dicht am Hinterrad der Vorausfahrenden. 
Windschattenfahren in der Radregion rund um Füssen. Ich bin Wiederholungstäterin im Women’s Cycling Camp. Wie einige der rund 40 Frauen, für die sich vier Tage lang – fast – alles ums Rennrad dreht. Neben Tourenfahren und Techniktraining, Fachsimpeln und Ausprobieren bleibt noch genug Zeit, den Wellnessbereich unseres Camp-Hotels in Roßhaupten ausgiebig zu testen und einfach Spaß mit Gleichgesinnten zu haben.

Sie wollen wissen, wie es unserer Autorin Maren Recken weiter ergangen ist?

Die gesamte Reportage sowie alle relevanten Infos zum Nachfahren dieser Tour inklusive GPX-Daten und Karte finden Sie in RADtouren 6/21 – als Abonnent in Ihrem Briefkasten, als Einzelkäufer bei Ihrem Zeitschriftenhändler/Kiosk. Oder Sie bestellen das Magazin in unsere Online-Shop unter RADtouren 6/21

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Durchs wilde Herz Italiens

Radfahrer auf der Landstrasse

Schon immer lockte die MITTE ITALIENS mit ihren unberührten Naturlandschaften Radfahrer an – bis 2016 und 2017 Erdbeben die Gebirgsregion erschütterten. Seitdem meiden viele Touristen das ehemalige Radler-Paradies – zu Unrecht, findet unser Autor.

Text Klaus Tscharnke; Fotos Beatrice Schuchmann und Klaus Tscharnke

Wenn sich Giorgio Bottachini an jene Augusttage im Jahr 2016 erinnert, mischt sich Erleichterung mit Verzweiflung. Damals hatten mehrere schwere Erdbeben Städte und Dörfer in Schutt und Asche gelegt. Die meisten Todesopfer waren in Amatrice zu beklagen. 
Rund 300 Menschen kamen allein dort ums Leben. Aber auch Camerino, eine kleine Universitätsstadt in den Marken, wurde bei dem Erdbeben stark zerstört. Giorgio Bottachinis Hotel am Rande der Stadt blieb hingegen wie durch ein Wunder intakt. „Warum? Wir wissen es nicht“, sagt der Endfünfziger schulterzuckend. Arg gebeutelt hat ihn das Erdbeben trotzdem. „Das Camerino von früher gibt es nicht mehr“, sagt er mit versteinerter Miene. Warum also sollten Reisende bei ihm ein Zimmer buchen und in seinem Restaurant einen Tisch reservieren?

Und tatsächlich bestätigen sich am nächsten Tag die Schilderungen unseres Gastgebers auf traurige Weise: Uns stockt der Atem, als wir nach einer schweißtreibenden Radetappe hinauf nach Camerino den Rand der einst pittoresken Altstadt erreichen und die einsturzgefährdeten Häuser sehen. Das historische Zentrum der mittelalterlichen Stadt ist so schwer beschädigt, dass es gesperrt werden musste. Die Behörden haben die gesamte Altstadt zur „Zona Rossa“ erklärt – auch die Universität mit ihren prachtvollen Renaissancebauten. Holz-Drahtseil-Korsetts sichern einsturzgefährdete Häuser. Auch die „Albergo Il Duchi“, in der wir bei unseren Radreisen vor 2016 häufig zu Gast waren, ist wegen Baufälligkeit geschlossen.

Mag uns die Region nach etlichen Radreisen auch noch so vertraut sein – dieses Mal fühlt sich die Rückkehr in den südlichen Apennin wie eine Reise ins Ungewisse an. Wie stark haben die schweren Erdstöße Städte, Dörfer, Verkehrswege und Unterkünfte in Mitleidenschaft gezogen? fragen wir uns. Was ist aus den gastfreundlichen, offenen Menschen geworden? Und wie stark hat die Seele einer Region gelitten, die mit ihren beschaulichen Bergdörfern, den imposanten mittelalterlichen Städten und den welligen Hügellandschaften den Vergleich mit der Toskana nicht zu scheuen brauchte?

Sie wollen wissen wie es unserem Autor Klaus Tscharnke und seiner Begleiterin bei Ihrer Radtour durch den südlichen Apennin und die Region Marken weiter ergangen ist?

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Grenzerfahrungen

Ein RUNDKURS FÜR RADFAHRBEGEISTERTE, die ein kräftezehrendes Auf und Ab vertragen und gern in lang vergangene Zeiten eintauchen – unser Autor erkundete das Hinterland Hessens in abenteuerlustiger Begleitung.

Text und Fotos Thomas Widerin 

Die Anstiege sind knackig, die Abfahrten oft so steil, dass man schlucken muss. Die Wege und Steige schlängeln sich durch dichtesten Wald und weitläufige Wiesen. Alles ähnelt einem geheimnisvollen Märchenland. Dazwischen tauchen sie auf: Grenzsteine in verschiedensten Formen, oft versteckt oder zugewachsen. Und diese Steine erzählen ihre ganz eigenen Geschichten. Hoch interessant, hin und wieder zum Schmunzeln, aber auch schauderhaft, und oft frage ich mich: „Ist das alles wahr?“

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Mein Empfang im hessischen Eschenburg, etwa 100 Kilometer nördlich von Frankfurt, ist herzlich. Die Hinterländer Mountainbiker erwarten mich schon. Ein kleines Team von quirligen älteren Herren, die seit fast 30 Jahren rund um den Globus verschiedene Kulturen mit ihren Bikes erfahren. Fast militärisch geordnet stehen sie in einer Reihe da. Einheitlich gekleidet, mit glänzenden Bikes, aus ihren Augen strahlt die pure Abenteuerlust. Uli, der organisatorische Kopf des Teams, drückt mir gleich ein Team-T-Shirt in die Hand. Vom ersten Augenblick an verstehen wir uns bestens. Ich bin selbst begeisterter Radreisender, und wir sprechen alle dieselbe Radfahrersprache. Für die nächsten vier Tage darf ich Teil dieser besonderen Gruppe sein. Gemeinsam werden wir so einiges erleben.

Sie wollen wissen, was Thomas Widerin gemeinsam mit den Hinterwälder Moutainbikern im Grenzland von Hessen erlebt hat?

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Oh, là, là, Loire

Alles am Fluss: Auf dem EUROVELO 6 entlang von Rhein, Doubs und der wilden Loire bis zum Atlantischen Ozean – ein Traum! Unser Autor hat ihn sich erfüllt und ist einen der schönsten Radwanderwege Frankreichs gefahren.

 

Text und Fotos: Thomas Pfeiffer

 

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Es ist ein lauer Sommerabend am Flussufer der Loire. Man hört aus einem entfernten Straßencafé gedämpft französische Worte. Die Grillen zirpen ein Sonnenuntergangskonzert, während die Fassaden der Stadt Amboise auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses vom warmen Licht der tief stehenden Sonne angestrahlt werden. Auch das über der Stadt thronende Schloss Amboise leuchtet förmlich. Diese Szenerie ist typisch für viele Eindrücke dieser Radreise: Eine Aneinanderreihung schöner Erlebnisse, vielfältiger Landschaften und kultureller Höhepunkte – erlebt auf einem der schönsten Fernradwege Frankreichs, dem EuroVelo 6 sowie auf dem Loire-Radweg.

 

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Vor vier Wochen zuvor war ich im Dreiländereck in Basel gestartet. Bis zur Loire sind es rund 500 Kilometer. Der EuroVelo 6 führt mich auf ebenen Wegen entlang von diversen Kanälen zuerst durch das südliche Elsass. Am Fluss Doubs ändert sich die Landschaft, denn man hat den Doubs nicht in einen Kanal gezwängt. Er mäandert vielmehr frei durch die Felsenlandschaft der nördlichen Juraausläufer. An vielen Stellen hat sich der Strom tief in das Gestein gegraben, das Tal wird von dicht bewaldeten Bergen umrahmt. Darüber strahlt die Sonne am stahlblauen Himmel – alles wirkt freundlich und voller Leben.

 

Sie wollen wissen, wie es unserem Autor Thomas Pfeiffer auf seiner weiteren Tour auf dem EuroVelo 6 ergangenen ist?

 

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