Der Markt für elegante Radschuhe, die mit Klickpedalen kompatibel sind, ist gelinde gesagt überschaubar. Schuhwerk fürs Rad, das gut sitzt, bequem ist und die Kraft vernünftig aufs Pedal bringt, kommt meist in Sneakeroptik oder Wanderschuhlook daher. Stilvollere Modelle, kann man an einer Hand abzählen.

Die Schuhe des britischen Designers Quoc Phams gehören zu diesen erfreulichen Ausnahmen. Quoc Pham bringt einfaches, traditionelles Design mit Langlebigkeit und hoher Funktionalität unter einen Hut: „Unser Ziel: Dafür zu sorgen, dass weltweit immer mehr Menschen stilvoll Rad fahren!“, lautet die selbstbewusste Ansage aus dem Hause Quoc Pham.
Um es kurz zu machen: Wer einmal eine Runde mit Quoc Phams gedreht hat, möchte in der Stadt nichts anderes mehr zwischen Fuß und Pedal spüren. Das Modell „Hardcourt“, dessen Name sich dem Spielfeld des Radpolo, dem Hardcourt, entlehnt, ist der erste „Nicht-Lederschuh“ von Quoc Pham und ist sowohl halbhoch als auch flach erhältlich.
Wir fuhren das halbhohe Modell zwei regnerische Wintermonate – Chapeau! Das Außenmaterial aus gewebtem Nylon macht den Schuh nicht nur robust, es steckt auch kurze Regengüsse problemlos weg, wobei auch der Quoc Pham bei Spritzwasserdauerbeschuss irgendwann kapituliert – er ist halt kein Regenschuh. Dafür darf man sich mit dem Hardcourt auch auf einer Cocktailparty sehen lassen, kann damit ins Museum, eine Partie Radpolo spielen oder am Wochenende an den See rausfahren.
Wo man dann durchaus ein gutes Wegstück bedenkenlos zu Fuß zurücklegen kann: Die vorn leicht nach oben geschwungene Sohle des Quoc Pham ist unter den Fußballen überraschend steif, so dass man einerseits kraftvoll pedalieren kann und auch mit dem Stadtrad einen effizienten runden Tritt hinbekommt, andererseits auch zu Fuß kaum bemerkt, dass man mit Radschuhen unterwegs ist. Der Schuh rollt gut ab, in die griffige Sohle sind Aussparungen für SPD-Cleats eingelassen, wobei die kleinen Metallteile eben nicht wie bei so vielen anderen Modellen geräuschvoll übers Parkett kratzen.
Für ausreichend Seitenhalt sorgt der hohe Schaft, die Schnürsenkel lassen sich natürlich nicht (wie bei einem MTB- oder Rennradschuh mit Schnalle) unterwegs mit einem Handgriff straffen – aber wer wollte diesen schönen Schuh mit einer Schnalle verunzieren? Der Midcourt sitzt aber dennoch gut, so gut, dass man mit eingeklickten Schuhen zum Beispiel problemlos über Bordsteinkanten springen kann (wenn man das mag). Die Passform schmeichelt den Füßen, wenn überhaupt wäre einzig eine bessere Fußunterstützung der Einlegesohle wünschenswert.
Die handwerkliche Sorgfalt reicht bis ins Detail, davon zeugen die sinnvolle Polsterung im Knöchelbereich, der Reflektorstreifen an der Ferse oder die robusten und zugleich ästhetisch geschwungenen Nähte. Der Schuh ist in der Tat eine überaus gelungene Symbiose aus Form und Funktion – was in der Zusammenschau auch den Preis von 169 Euro rechtfertigt.
„Quoc Pham hatte schon immer eine Leidenschaft für beides: Design und Sport“, so der Designer in einer Selbstbeschreibung. Man merkt es!
Plus: gelungenes Design, bei hoher Funktionalität. Komfortabel, feinste Verarbeitungsqualität, Langlebigkeit.
Quoc Pham, Hardcourt – Mid, 169 Euro: Größen: EU 39,5-46,5, quocpham.com
Ausprobiert: Quoc Pham Hardcourt
Tubeless-Reifen am Trekkingrad: Tipps und Montageanleitung
Neue Reifen eröffnen die Welt der Tubeless-Technik auch für Trekkingbiker. Bisher ungekannter Leichtlauf ohne Nachteile beim Pannenschutz ist der große Vorteil der schlauchlosen Reifen. Wer ihn gezielt nutzt, profitiert ebenfalls von einem Komfortplus. Was das Umrüsten des Trekkingrades auf Tubeless Trekkingreifen kostet, was man beachten muss, und wie es geht, zeigen wir hier. Passende Tubeless-Laufräder für Trekkingbiker, Randonneure und Gravelbikes stellen wir in Ausgabe 1/16 des RADtouren-Magazins vor.
Tubeless-Reifen am Trekkingrad bergen ganz neue Möglichkeiten der Beschleunigung. Um sie zu erfahren, benötigt man zunächst einen Tubeless-Reifen, also einen Reifen, der ohne Schlauch montiert wird. Schwalbe treibt die neue Technik voran und bietet gleich drei interessante Trekkingreifen mit seiner Tubeless Easy Technik an: In der Marathon-Familie sind es der Asphaltspezialist Marathon Supreme TLE sowie der Allrounder Marathon Almotion, der inzwischen sogar ausschließlich als Tubeless Easy-Pneu zu haben ist. Daneben gibt’s den geländeorientierten und leichten Allroundreifen Schwalbe G-One. Vittoria hat mit dem Modell Adventure Trail TNT ebenfalls einen interessanten Tubeless tauglichen Allroundreifen im Programm.

Da der Schlauch wegfällt, muss die Felge neue Aufgaben erfüllen. Erstens: Den Reifen so fixieren, dass er dicht mit der Felge abschließt. Zweitens: Die Felge muss selbst „luftdicht“ verschlossen sein oder nachträglich mit einem speziellen Klebeband luftdicht zu machen sein. In der Regel sind deshalb spezielle Felgen erforderlich. Sie stammen vornehmlich aus dem MTB-Bereich, wo sich die Tubeless-Technik schon einige Jahre bewährt hat. Es gibt Tubeless-Felgen und fertige Laufräder von den verschiedensten Herstellern. Meist sind sie durch den Zusatz „Tubeless Ready“ gekennzeichnet. Angeraten ist schon wegen der Verfügbarkeit der MTB-Laufräder die Kombination mit Scheibenbremsen. Mit ihnen entfalten Tubeless-Reifen ihre Vorteile besonders gut. Denn Scheibenbrems-Felgen benötigen keine Bremsflanken. So können sie leichter sein. Hat die Tubeless-Felge Löcher im Felgenbett, muss sie zusätzlich mit einem Spezial-Felgenband präpariert werden. Außerdem wird ein Tubeless-Ventil eingeschraubt und Dichtmilch in den Reifen gefüllt. Alle benötigten Teile praktisch zusammengestellt gibt es in Tubeless-Kits.
DAS BRAUCHEN SIE:
Damit ergeben sich Kosten für die Tubeless-Umrüstung eines Trekkingrades etwa in folgender Höhe:
– Reifenpaar: ca. 98 Euro (Schwalbe / Vittoria).
– Laufradsatz: ab ca. 240 Euro (XT-Niveau)
– Tubeless-Kit: ab ca. 28 Euro (Bulls)
Unter 370 Euro ist die neue Technik folglich kaum zu haben. Was bekommt man dafür? Erstens: Leichtlauf. Weil Tubeless-Reifen keinen Schlauch benötigen, können sie prinzipiell leichter rollen. Denn die Reibung zwischen Schlauch und Reifendecke schluckt immer etwas Energie. Zweitens: Pannenschutz: Es besteht keine Durchschlaggefahr. Diese Art Platten kann kann nur entstehen, wenn der Schlauch zwischen Felge und einem Hindernis wie einem Bordstein eingeklemmt wird. Also nicht beim Schlauchlos-Reifen. Zudem dichtet eine Milch im Inneren Durchstiche automatisch ab. Drittens: Komfort. Denn der Druck gesenkt werden, ohne Pannen zu riskieren oder einen schwer rollenden Reifen zu haben.
Ein bisschen ist ein Tubeless-Reifen wie ein E-Bike. Man muss in fahren, um das Aha-Erlebnis zu haben.
Alle Tubeless-Reifen, die wir ausprobiert haben, liefen unmittelbar spürbar leichter als vergleichbare Reifen mit Schlauch. Den Fahreindruck belegen auch Zahlen aus dem Labor: So erzielte bereits die 2014er Tubeless-Variante des Schwalbe Marathon Almotion im Test nach unseren Vorgaben um 20 Prozent niedrigere Rollwiderstandswerte (rund 5 Watt bei 23 km/h) als das vergleichbare Modell mit Schlauch. Aktuelle Tubeless Easy- oder Tubeless-Ready-Modelle rollen sogar noch leichter, weil die Seitenwand weiter optimiert wurde.
Weniger Druck mehr Komfort
„Ein Tubeless-Easy-Reifen kann bei gleichem Rollwiderstand grob gesagt mit einem Bar Druck weniger gefahren werden“, fasst Rene Marks, Produktmanager Trekkingreifen bei Schwalbe, die Ergebnisse eigener Labortests zusammen. Was das in der Praxis bedeutet, zeigte sich bei unseren Fahrten mit verschiedenen Reifendrücken. Spontan waren alle zunächst vom niedrigen Rollwiderstand mit hohem Luftdruck beeindruckt. Der Reifendruck der Wahl lag dann aber deutlich niedriger. Fast alle schwärmten für den Komfort und die gefühlt bessere Bodenhaftung in Kurven besonders auf unbefestigten Wegen mehr als für den ultimativen Rollwiderstand. Übrigens: Bei Tubeless-Systemen ist es wichtig, die Reifendruck-Empfehlung für die Felge einzuhalten. Liegt diese niedriger als der mögliche Maximaldruck des Reifens, sollte man sich nach der Angabe auf der Felge richten. Vorbildlich: Bei DTSwiss, Ryde, Stan’s NoTubes und Mavic-Laufradsätzen finden sich entsprechende Angaben auf den Felgen oder auf der Webseite. Mit um die 3,5 bar für einen 42mm-Reifen liegt die Empfehlung ungefähr auf dem Niveau, das die Tester bevorzugten. „Bei den Angaben auf der Felge handelt es sich wirklich um eine Empfehlung, keine Vorgabe. In der Praxis muss man auch das Fahrergewicht beachten“, schränkt Alexander Schmitt von DTSwiss ein. Wer leichter ist kann theoretisch tendenziell einen höheren Wert wählen.
Weiterlesen für die genaue Montageanleitung.
Radreise Vier Belchen GPS-Daten und Infos
Im Dreiländereck zwischen Frankreich, der Schweiz und Deutschland liegen fünf Berge, die alle Belchen heißen. Für die alten Kelten waren sie Kult- und Kraftorte – viel Kraft brauchen auch Radfahrer, die den Rundkurs bewältigen wollen, der über vier der fünf Gipfel führt, durch drei Mittelgebirge und drei Länder.
DOWNLOAD Vier Belchen GPS-TRACK
Anreise
Von Frankfurt am Main nach Freiburg mit der Bahn in gut 2 Stunden und mit dem Auto via A5 in ca. 3 Stunden (244 km). Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg wird von Lufthansa, Easyjet, Air France oder Swiss angeflogen: euroairport.com
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Gefahrene Route
Etappe 1
Freiburg, Breisach, Wettolsheim, Munster, Petit Ballon
Länge: 94 km,
Anstieg: 1.318 m, Abstieg: 518 m
Etappe 2
Petit Ballon, Col du Pleatzerwasel, Le Markstein, Le Grand Ballon, Hartmannswillerkopf, Uffholtz, Wittelsheim, Reiningue, Heimsbrunn, Spechbach, Aspach, Altkirch, Hirsingue
Länge: 92 km,
Anstieg: 1.484 m,
Abstieg: 2.259 m
Etappe 3
Hirsingue, Waldighofen, Bouxwiller, Oltingue, Leymen, Therwil, Reinach, Arlesheim, Gempen, Nugland, Ziefen, Arboldswil, Titterten, Wasserfallen, Langenbruck, Belchenflue, Diegten, Sissach, Wintersingen, Magden, Rheinfelden
Länge: 111 km,
Anstieg: 2.292 m,
Abstieg: 2.342 m
Etappe 4
Rheinfelden, Schopfheim, Hausen, Gresgen, Pfaffenberg, Fröhnd, Wembach, Schönau, Aitern, Belchen, Wiedener Eck, Münstertal, Schauinsland, Freiburg
Länge: 100 km,
Anstieg: 2.737 m
, Abstieg: 2.731 m
Gesamtkilometer: 397 km
Gesamtanstieg: 7.831hm
Länderinfo und Streckencharakter
Drei Länder, drei Gebirge – und fünf Berge, die Belchen heißen: Die Grenzregion zwischen Deutschland, der Schweiz und Frankreich ist geprägt von der Rheinebene, vor allem aber von den drei Mittelgebirgen Schwarzwald, Vogesen und Jura. Der Schwarzwald ist Deutschlands größtes und höchstes Mittelgebirge. Dort befindet sich der Schwarzwälder Belchen mit 1.414 m Höhe und seiner markanten, waldfreien Kuppe. Vis à vis erhebt sich dessen französisches Pendant, der weithin sichtbare Grand Ballon (Großer Belchen) über die Rheinebene. Er ist mit 1.424 m höchster Berg der Vogesen. Etwas niedriger sind die Vogesengipfel Petit Ballon (1.272 m) sowie Ballon d’Alsace (1.247 m). Die Belchenflue (1.099 m) gehört zur Jurahauptkette und liegt in der Nordwestschweiz bei Basel. Der Ballon d’Alsace bildet gemeinsam mit dem deutschen und dem Schweizer Belchen ein rechtwinkliges Dreieck, das so genannte Belchendreieck. Zum Frühlings- und Herbstanfang geht die Sonne, vom Elsässer Belchen aus gesehen, direkt über dem Badischen Belchen auf; umgekehrt geht die Sonne, vom Schwarzwald aus gesehen, genau hinter dem in den Vogesen unter. Im Winter, am Tag der Sonnenwende, spielt sich das gleiche zwischen dem französischen und dem Schweizer Belchen ab.
Wer die fünf Belchen mit dem Rad bereisen will, muss sich auf bergiges Terrain mit vielen steilen Rampen und langen Anstiegen einstellen, insgesamt sind auf der 400 km langen Tour knapp 8.000 Höhenmeter zu bewältigen, daher ist ein möglichst leichtes Rad mit Bergübersetzung empfehlenswert, in jedem Fall muss die Bremsanlage auf lange, steile Abfahrten ausgelegt sein. Die Strecke ist bis auf wenige Kilometer komplett asphaltiert und daher auch mit dem Rennrad befahrbar.
Beste Reisezeit
April bis Mitte Oktober. Im Sommer ist es auch in Höhen über 1.000 m angenehm warm. Nachmittags kann es aber Gewitter geben, das gilt sowohl für Schwarzwald, Jura als auch Vogesen. Wetterumschwünge sind immer möglich und selbst Schnee im Juli gab es schon.
Sehenswürdigkeiten
Maison du fromage; Käsereimuseum in Gunsbach, Vallée de Munster: alles über die Käseherstellung, die Traditionen der Melker und die Almwirtschaft in den Vogesen;
Cave Schoenheitz: hier wird jede einzelne Traube noch per Hand geerntet. Der einzige Winzer in Wihr-au-Val im Munstertal bietet auch deutschsprachige Weinproben und Führungen. vins-schoenheitz.fr
Gedenkstätte Hartmannsweilerkopf: der 956 m hohe Hartmannswillerkopf (dt. Hartmannsweilerkopf) auf halber Strecke zwischen Grand Ballon und Uffholtz. Im ersten Weltkrieg tobte hier ein Stellungskrieg zwischen deutscher und französischer Armee. Etwa 30.000 Soldaten starben dort.
Römerstadt Augusta Raurica: größtes archäologische Freilichtmuseum der Nordwestschweiz in Aust. Vor rund 1.800 Jahren lebten in der Colonia Augusta Rauricorum etwa 20.000 Menschen.
Altstadt von Rheinfelden, Schweiz
Unterkunft
Petit Ballon, Ferme-Auberge „Kahlenwasen“: Uriger Berggasthof auf 1200 m Höhe. Direkt unterhalb des Petit Ballon-Gipfel gelegenes Paradies. Tief schlummern in den gemütlichen, einfachen Zimmern bei absoluter Ruhe. Im Restaurant serviert Guy Lochert reichhaltige, einfach gute elsässische Hausmannskost. Käse, Wurst und Fleisch stammen aus eigener Produktion. Kahle Wasen, 68140 Luttenbach-prés-Munster, Tel: Tel: +33 (389) 773 249 facebook.com/Kahlenwasen, DZ 33 Euro p.P., 42,50 Euro HP
Hirsingue, „Eichestuba“: „Chambre d’hôtes“ im Fachwerkhaus. Die charmante Unterkunft liegt im ruhigen Ortskern von Hirsingue im Sundgau. Das Restaurant liegt gleich ums Eck. 28 rue Raoul Lang, 68560 Hirsingue, Tel: +33 (389) 405 831, eichestuba.free.fr,
DZ 27,50 Euro p.P.
Rheinfelden (CH), Hostel Tabakhüsli: Rosa Hürbin hat das alte Tabakhüsli mitten in der historischen Altstadt zu einem stilvollen, einfachen Hostel umgebaut. Fröschweid 1, 4310 Rheinfelden, Tel.: +41 (618) 133 216, hostel-tabakhuesli.ch,
DZ 47 Euro p.P.
Essen und Trinken
Das Elsass gilt seit jeher als Genussregion, doch Südbaden und der Schwarzwald haben nach Meinung vieler Gastronomiekenner inzwischen nicht nur auf- sonder überholt. Auch in der Nordwestschweiz kann man es sich gut gehen lassen. Das traditionelle Essen ist in allen drei Regionen deftig, je nach Gasthaus auch fein. Im Schwarzwald und im Elsass sind die Preise mittel bis gehoben, in der Schweiz exorbitant hoch. Insbesondere an der Grenze sind die Restaurants daher auf deutscher Seite abends voll, während in der Schweiz gähnende Leere herrscht. Selbst die dürftig schmeckende Tagessuppe im Berggasthof Bölchen sollte man mit Rücksicht aufs Portemonnaie lieber stehen lassen. Im Elsass sollte man sich einen Pinot Noir genehmigen oder einen der hervorragenden Weißweine, im Schwarzwald einen südbadischen Spätburgunder.
Restaurants und Einkehr
Petit Ballon: Ferme Auberge Kahlenwasen. Die holzgetäfelte Gaststube versprüht den Charme der 20er-Jahre. Die schmackhaften elsässischen Gerichte sind – wie der selbst gemachte Munsterkäse – eine Wucht und die Preise erschwinglich. Petit-Ballon, F-68140 Luttenbach-pres-Munster, Tel: 0033 389 773 249
Grand Ballon: Chalet Hôtel Du Grand Ballon: Gemütliche Gaststube, solide elsässer Küche, dazu Bergpanorama. Chemin du Grand Ballon, F-68760 Goldbach-Altenbach, Tel: 0033 389 487 799
Hirsingue: In der Auberge des Trois Vallees gibt es hervorragende Spezialitäten des Sundgau wie etwa fritierter Karpfen. 16 Rue Altkirch, F-68560 Hirsingue.
Belchenflue: Das Berghaus ein paar Höhenmeter unterhalb des Belchengipfels bietet schweizer Hausmannskost zu exorbitanten Preisen. CH-4458 Eptingen BL, Tel. 0041 622 992 073.
Belchen: Das höchstgelegene Gasthaus Baden-Württembergs liegt direkt an der Bergstation der Belchen-Seilbahn auf 1.360 m Höhe. Drinnen gibt’s grantige Wirtsleute, kühles Bier und guten Kuchen. Draußen auf der Südterrasse hat man freien Blick auf das berühmte Alpen-Panorama. Tel.: 0049 767 32 81
Fröhnd: Schöne Alternative auf dem Weg zum Gipfel ist der Hirtenbrunnen. Wirt des 400 Jahre alten Gasthauses ist Sago Müller, ein knorriges Original. Die Wildsau mit Met aus dem Trinkhorn sucht ihresgleichen im Schwarzwald, gibt es aber nur nach Vorbestellung – der Rest der Karte ist auch fein. D-79677 Fröhnd-Hof, Tel. 0049 767 34 25
Tourenplanung, Karten
Radkarte „Südlicher Schwarzwald“, 1:75.000, Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, 4,90 Euro, online unter lgl-bw.de (Shop)
Michelin ZOOM Karte Bl.131 Oberrhein, Schwarzwald, Elsass, Basler Land, Südpfalz, 1:200.000, ISBN: 978-2-067-15047-8
Reiseführer
„Reiseführer Südschwarzwald mit Freiburg, Basel und Markgräflerland“, Michael Müller Verlag, Braun, Ralph-Raymond, 312 Seiten, ISBN: 978-3-899-53866-3, 16,90 Euro
Reiseführer Elsass, Michael Müller Verlag, 432 Seiten, ISBN: 978-3-956-54021-9, 21,90 Euro
Infos
Atout France, Französische Zentrale für Tourismus, Zeppelinallee 37, 60325 Frankfurt/Main, Tel: +49 (0) 699 758 01 32, tourismus-elsass.com
Schwarzwald Tourismus GmbH, Heinrich-von-Stephan-Straße 8b, 79100 Freiburg, Tel.: 0049 761 896 460, schwarzwald-tourismus.info
Tourismus Rheinfelden, Marktgasse 16, CH-4310 Rheinfelden, Tel. 0041 618 355 200, tourismus-rheinfelden.ch
Radmarathon „Belchen³“: Drei Belchen an einem Tag, Infos unter: belchenhoch3.de; 2016 findet die Tour am 31. Juli statt.
Radrunde Allgäu GPS-Track und Infos
Radtouren im Allgäu versprechen schöne Wege und Bergpanoramen – und lassen sich gut kombinieren. Eine ideale Grundlage für Fahrten mit Rad und Wohnmobil. Wir stellen eine Beispielrunde vor.
DOWNLOAD Radrunde Allgäu GPS-TRACK

Anreise
Mit dem Wohnmobil: Über die A7 nach Bad Grönenbach von Berlin 680 km; von Dresden 550 km; von Essen 580 km; von Hamburg 750 km; von Köln 520 km; von München 135 km; von Stuttgart 160 km
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Gefahrene Route
Bad Wörishofen – Bad Grönenbach 55 km
Bad Grönenbach – Kißlegg 66 km
Kißlegg – Wangen 43 km
Wangen – Immenstadt 66 km
Immenstadt – Kempten 67 km
Kempten – Bad Grönenbach Bf 34 km
Gesamt: 331 km
Wohnmobilstellplätze
Bad Grönenbach: Sportplatz am Aktiv Park, Rothensteiner Straße, gebührenfrei, kein Strom, keine V+E; Kißlegg: Stellplatz am Strandbad Obersee, Gebühr 5 bis 7 Euro je nach Jahreszeit, Strom, V+E; Wangen: Am Klösterle, Gebühr 7 Euro incl. Strom + Kurtaxe, V+E; Immenstadt: Stellplatz P3 am Viehmarktplatz, Gebühr 8 Euro, kein Strom, V+E; Kempten: Stellplatz Illerstadion, Illerdamm/Jahnweg, Gebühr 5 Euro, kein Strom, V+E
Stellplatzalternativen: Bad Wörishofen: Reisemobilhafen Therme, Gebühr 9 Euro incl. Strom, V+E; Oberstdorf: Hermann-von-Barth-Straße 10, Gebühr 12 Euro incl V+E, Kurtaxe, Strom 2,50 Euro; Isny: Seidenstraße, Gebühr 7,50 Euro + Kurtaxe, Strom, V+E
Wohnmobilverleih
McRent Isny GmbH: Rauchstr. 4, Isny im Allgäu, Tel. (07562) 912 499, mcrent.de

Sehenswertes
Bad Wörishofen: Kneippkurort mit Sebastian-Kneipp-Museum, Fliegermuseum; Ottobeuren: Benediktinerkloster, Basilika mit Riepp-Orgeln; Bad Grönenbach: Kneippkurort, Unteres Schloss, Burg Rothenstein, Stiftskirche St. Philippus; Illerbeuren: Schwäbisches Bauernhausmuseum; Lautrach: Neues Schloss, Kirche St. Peter und Paul; Leutkirch: Bockturm, Gotisches Haus; Bad Wurzach: Schloss, Naturschutzzentrum Wurzacher Ried, Wallfahrtskirche auf dem Gottesberg; Kißlegg: Altes und Neues Schloss; Wolfegg: Schloss Wolfegg, Bauernhausmuseum; Wangen: Stadtmuseum in der Eselmühle, Spitalkirche mit Spital, Frauentor; Isny: Rathaus, Blaserturm, Museum am Mühlturm, Nikolaikirche; Oberstaufen: Heimatmuseum; Immenstadt: Hofmühle, Alpseehaus; Fischen: Skimuseum; Sonthofen: Museum der Schirme, Kirche St. Michael; Kempten: Allgäu Museum, Alpinmuseum, Zumsteinhaus; Kalden: Ruine, Illerbruch
Streckencharakter und Ausrüstung
Im Alpenvorland des Allgäu geht es ständig auf und ab. Je näher man der Alpenkette kommt, desto steiler werden die Anstiege. Auf dem Iller-Radweg wird es dann flacher. Die Tour führt hauptsächlich über Nebenstraßen und asphaltierte Radwege. Der Illerdamm ist nicht befestigt aber dennoch gut befahrbar. Wir empfehlen unbedingt ein Rad mit einer bergtauglichen Schaltung.
Karten und Infos
Bikeline Radwanderkarte Radrunde Allgäu, Esterbauer-Verlag, esterbauer.com, ISBN 978-3-85000-374-2, 13,90 Euro; Übersichtskarte zur Radrunde Allgäu – Die Runde in die schönsten Ecken, Allgäu GmbH, Gesellschaft für Standort und Tourismus, Allgäuer Straße 1, 87435 Kempten, info(at)allgaeu.de; weitere Infos unter radrunde-allgaeu.de
Route des Grandes Alpes Infos
Man muss nicht unbedingt ein Rennrad besitzen, um die Traumstraße der Westalpen unter die Räder zu nehmen. Tourenradler mit Packtaschen sind auf dieser Strecke allerdings (noch) eine Ausnahmeerscheinung. Seit 1995 existiert die heutige Route des Grandes Alpes mit ihren 17 Pässen, die Thonon-les-Bains in der Schweiz mit der Mittelmeerküste bei Nizza verbindet. Die Autorin wählte ihre ganz eigene Variante und kommt so auf insgesamt 9 Pässe – das genügt auch erst mal völlig.

An-/Abreise
Unkomplizierte Anreise mit dem Zug nach Lausanne, Montreux oder Genf. Für die Rückreise in französischen Zügen unbedingt im Voraus nach dem Radtransport erkundigen. Es gibt unterschiedliche Regelungen im Fernverkehr, in TGVs werden teilweise Fahrradstellplätze angeboten, die nur im Voraus, jedoch nicht über das Internet buchbar sind. Alternativ kann man von Nizza in viele deutsche Städte fliegen.
Gefahrene Route
- Lausanne – Villeneuve 36 km
- Villeneuve – Großer St. Bernhard – Sarre (Aosta) 127 km – 2280 hm
- Sarre – Kleiner St. Bernhard – Sainte-Foy-Tarantaise 74 km – 1640 hm
- Sainte-Foy-Tarantaise – Col d´Iseran – Lanslevillard 67 km – 1940 hm
- Lanslevillard – Col du Télégraphe – Col du Galibier – Col du Lautaret – Briançon
114 km – 2180 hm - Briançon – Col d´Izoard – Guillestre 56 km – 1330 hm
- Guillestre – Col du Vars – Barcelonnette 52 km – 1150 hm
- Barcelonnette – Col de la Cayolle – Nice 164 km – 1240 hm
Gesamt: 690 km – 11760 hm
Sehenswertes
Die gesamte Strecke ist eine atemberaubende Sehenswürdigkeit. Die unterschiedlichen Landschaftsbilder der hochalpinen Bergwelt sind ein unvergessliches Erlebnis.

Infos & Streckencharakter
Die Passstraßen sind durchweg asphaltiert und zumeist recht wenig befahren. Die durchschnittliche Steigung liegt bei ca. 6%, was auch für konditionsstarke Tourenradler durchaus machbar ist. An kurzen Abschnitten können auch mal 12-15% anfallen, das ist aber wirklich die Ausnahme. Man muss kein Leistungssportler sein, um diese Tour genießen zu können, allerdings sollte man sich bewusst sein, dass die Rampen bis zu 40 km lang sind und man durchaus mal 6 Stunden nur bergauf fährt. Wieder runter kommt man dagegen oft schon in einer Stunde oder weniger. Ein spezielles Training haben wir nicht absolviert, sehrwohl aber die Wochenenden vermehrt zu Radtouren in den nahen Schwarzwald genutzt. Da wir auch im Alltag viel Rad fahren und zweimal die Woche Joggen gehen, machten Beine und Kondition super mit.
Reisezeit
Die meisten Pässe sind von Ende Juni bis Ende September schneefrei, auch wenn Ausnahmen die Regel bestätigen. Der August ist der Hauptferienmonat der Franzosen und sollte daher gemieden werden, wenn man es etwas ruhiger mag. Im September sind die Tage wieder kürzer und die Hotels in den Bergen teilweise schon geschlossen. Wenn man damit leben kann, ist Anfang September eine herrliche und ruhige Reisezeit.
Ausrüstung
Anbetracht der Höhenmeter heißt es Kilos sparen, wo es nur geht. Moderne leichte Materialien bei Packtaschen und Funktionsbekleidung sind äußerst hilfreich. Nicht fehlen sollten wasserfeste Jacke und Hose sowie eine wärmende Zwischenschicht. Auch im Sommer kann es auf den Pässen und vor allem auf den Abfahrten empfindlich kalt werden. Klar gilt auch für die Räder, je leichter desto besser. Es muss aber nicht immer eine Rennmaschine sein, vor allem wenn man mit Gepäck unterwegs ist. Hauptsache, es gibt absolut zuverlässige Bremsen und bergtaugliche Gänge. Unsere etwas in die Jahre gekommenen Velotraum-Alleskönner meisterten diesen Einsatz perfekt.
Übernachten
Bis auf das Hotel in Nizza haben wir keine Unterkünfte vorgebucht. Da manche Hotels im September geschlossen haben, empfiehlt es sich evtl. doch schon von zuhause zu buchen, um zusätzliche Strecke und Höhenmeter bei der Suche am Abend zu vermeiden.
Villeneuve Hotel De l´Aigle, Grand Rue 48, CH-1844 Villeneuve, Tel. +41 (219) 601 004, delaigle.ch
Sarre-Aosta Hotel Panoramique, Loc. Pont d´Avisod 90, I-11010 Sarre-Aosta, Tel. +39 (016) 555 12 46, htlpanoramique.com
Sainte-Foy-Tarantaise Hotel Le Monal, Route de Val d’Isère, F-73640 Sainte Foy Tarentaise, Tel. +33 (479) 069 007, le-monal.com
Lanslevillard Hotel l´Etoile des Neiges, F-73480 Lanslevillard, Tel. +33 (479) 059 041, etoiledesneigeshotel.com
Briançon Hotel Edelweiss, 32 Avenue de la Republique, F-05100 Briançon, +33 (492) 210 294, hotel-edelweiss-briancon.fr
Guillestre Le Chalet Alpin, Route du Queyras, F-05600 Guillestre, Tel. +33 (492) 454 341
Barcelonnette Hotel La Grande Epervière, 18 Avenue des Trois Freres Arnaud, F-04400 Barcelonnette, Tel. +33 (492) 810 070, hotelgrandeeperviere.com
Nice Hotel Acanthe, 2 Rue Chauvain, F-06000 Nice, Tel. +33 (493) 622 244, hotel-acanthe.com
Karten
Französische Straßenkarten im Maßstab 1:250 000, z. B. Karten des Institut Geographique National Nr. 112 + 115
Weitere Infos
quaeldich.de/paesse
moveyouralps.com/en/route-des-grandes-alpes
Ausprobiert: Ass Saver
Ass Savers sind eine einfache Lösung für ein altes Problem: Rennrad oder schnelles Stadtrad ohne Schutzbleche wiegen weniger – und sehen schlicht besser aus. Bei feuchter Fahrbahn jedoch werden Hintern und Rücken dafür nass. Ass-Saver sind kleine, flexible Plastikschützer, die einfach ins Sattelgestell geklemmt werden und den Hintern fortan vor Spritzwasser schützen sollen. Wird der Ass Saver nicht gebraucht, kann er einfach zusammengefaltet unter dem Sattel transportiert werden.

Soweit die Theorie. In der Praxis, auf nasser Straße, hat sich der Ass Saver sofort unverzichtbar gemacht. Die Montage: Einfacher geht es nicht, die Plastiklaschen klemmen zuverlässig im Sattelgestell. Der Schutz: Noch nie blieb mein Hintern mit so wenig Aufwand so trocken. Das Gewicht: Vernachlässigbar. Das Design: Schlicht und chic. Seit neustem auch als „Brookshield“ für Brooks-Sättel erhältlich, wo es nicht nur den Hintern, sondern gleichzeitig auch die Lederdecke des Sattels vor Spritzwasser schützt.
Hergestellt werden die kleinen, feinen Plastikschützer in Schweden, sie sind recyclebar (Entsorgung über den gelben Sack) und in zehn verschiedenen Farben erhältlich.

Fazit: Ein simpler Basisschutz, der bei feuchter Fahrbahn, Pfützen und kleinen Regenschauern beste Dienste leistet – kurzum: Das Teil rettet deinen Arsch!
Ass Saver, 7,99 Euro: erhältlich in verschiedenen Farben und Designs, ass-savers.com.
Timbuk2 Aviator Fahrrad- und Reiserucksack
Der Timbuk2 Aviator Rucksack ist eine seltene Mischung aus Fahrradrucksack und Vielflieger-Bordgepäck. Im Einzeltest zeigte er sich beiden Einsatzgebieten gewachsen.
Die Zahl derer, die mit dem Fahrrad zum Flughafen fahren, dürfte überschaubar sein – wir haben es in der Redaktion immerhin schon ein paar Mal getan. Das größte Problem dabei ist es, einen Weg zum Airport zu finden, der nicht über Bahngleise und Schnellstraßen führt. Ein anderes, kleineres, löst der Timbuk2 Aviator Rucksack: das des passenden Gepäcks. Denn handliche und praktische Taschen, die als Handgepäck an der Bordkontrolle genauso gut abschneiden wie auf dem Fahrrad sind Mangelware.

Geräumiger Rucksack – bequemer Rücken
Der Timbuk2 Aviator gefiel uns zunächst als geräumiger Rucksack auf dem Fahrrad. Sein Tragesystem mit verstellbarem Hüft- und Brustgurt bindet die Spezialtasche bequem an Mann und Frau und lässt sich flexibel anpassen. Dabei fasst der in drei Hauptkammern unterteilbare Stauraum jede Menge Zeug. Eine Kammer ist genau so dimensioniert, dass sich auch gefaltete Anzüge schön hineinlegen lassen. Eine komplette Fahrrad-Wintergarderobe samt Schuhen zum Wechseln passte ebenfalls locker hinein. Kleinkram ist in zwei Organizer-Fächern an der Front oder oben gut untergebracht – dabei ist besonders das obere Fach praktisch, wenn der Timbuk2 Aviator in Bus und Bahn neben dem Sitz steht und Handy und Co. in unmittelbarer Griffweite lagern. Weil alle Reißverschlüsse farblich abgesetzt sind, weiß man immer sofort, wohin man greifen muss. Alle Reißverschlüsse sind gut zugänglich und liefen über die Nutzungsdauer ohne Hakeln.








Überhaupt machte die Verarbeitung einen hervorragenden Eindruck – Timbuk2 gewährt eine lebenslange Garantie. Der Cordura-Stoff wirkte robust, ist aber lediglich wasserfest. Bei Starkregen dringt Feuchtigkeit durch den Stoff. Vermisst haben wir deshalb für die häufige Nutzung im Fahrrad-Alltag, die sich schnell einstellte, eine wasserdichte Regenhülle.
Für Flugreisen ist der Timbuk2 Aviator schon wegen seiner Größe geeignet. der Aviator schöpft die Handgepäck-Grenzen genau aus. Aber er kann noch mehr. Das Tragesystem lässt sich mit zwei Handgriffen im Rücken verstecken. Notebooks bis 15-Zoll verstaut man in einer gefütterten Kammer direkt am Aviator-Rücken. Ein seitlicher Reißverschluss macht das Fach auch leicht zu erreichen, wenn der Rucksack im Gepäckfach im Flugzeug liegt oder wenn er an der Sicherheitskontrolle herausgezogen werden muss. Einziger kleiner Nachteil: Die üppige Ausstattung und das robuste Material machen den Timbuk3 Aviator etwas schwer, so dass er allein knapp ein Kilo zum Erreichen der Gewichtsgrenze beiträgt.
Fazit:
Der Timbuk2 Aviator macht das Reisen mit Rad und Flugzeug leicht – eine seltene Begabung, aber auch eine seltene Anforderung. Zum Glück eignet er sich auch sehr gut für jede Art von kombiniertem Pendeln mit Rad und anderen Verkehrsmitteln. Vor allem der gute Schutz für das Notebook und die durchdachte Aufteilung seines großen Stauraums machen ihn für Großeinsätze auf dem Radweg zwischen Arbeit, Sportstätte und Heim interessant. Die robuste Konstruktion lässt ein langes Leben erwarten. Nicht nur für Vielflieger ein tipp, sondern auch für jede Art von Vielnutzer.
Timbuk2 Aviator Rucksack. Flugfreundliche Reisetasche und Fahrradrucksack in Einem. Material: Cordura; Volumen: ca. 28 Liter; Gewicht: ca. 2 Kilo; Fächer: gepolstertes Rückenfach mit RV für Notebooks bis 17″, 2 große Frontfächer mit RV, 1 seitliches Frontfach mit RV, 2 Trinkflaschenhalter, 1 Deckelfach mit RV. Besonderheiten: Maße für Bordgepäck, verstaubare Gurte (Hüfte, Schulter, Brust). timbuk2.com
Ausprobiert: Casco Helm „Speedster“
Aerohelme sind einer dieser Trends im Radsport, die polarisieren. Die einen begeistert Optik, Schnittigkeit und das Handling der unterschiedlichen Modelle, andere schütteln eher den Kopf über die Einzelzeitfahrästhetik, die im Alltag etwas deplaziert wirken mag. Doch während Geschmäcker bekanntlich verschieden sind und jeder selbst beurteilen soll, ob er die windschnittigen Helme auch auf dem Weg zum Bäcker durch die Gegend fahren will, lassen sich die positiven Eigenschaften der Helme mit Visier nicht von der Hand weisen.

Rundum gute Sicht
So auch beim Speedster von Casco: Dessen integrierte Sonnenblende verbessert den Luftstrom – was den Alltagsfahrer eher weniger interessieren dürfte, vor allem aber sorgt sie für ein deutlich besseres Sichtfeld, als mit Sonnenbrillen. Es fehlt der störende Brillenrand, zudem macht sich keine optische Verzerrung bemerkbar, sodass eine sehr klare und scharfe Sicht gewährleistet ist. Auch während Fahrten im Regen ist das Visier nicht beschlagen. Unter dem Sonnenschutz lässt sich problemlos eine Brille tragen. Noch alltagstauglicher wird der Speedster durch die Möglichkeit, das Visier nach oben zu schieben (Flip up) oder komplett zu entfernen. Die Befestigung am Helm ist mit einem einfachen Clip auf jeder Seite möglich und ist wirklich einfach zu bewerkstelligen.

Im Vergleich zu einer Reihe von anderen Aerohelmen weist der Speedster rundum Lüftungsöffnungen auf: Ergebnis ist eine gute Luftzirkulation. Der Verschluss des Kinnriemens mit Haken (Casco-Loc) ist etwas fummelig, aber gut gelöst, wenn man sich an das System gewöhnt hat. Wir haben den Speedster in froschgrün testen dürfen, diese Farbe ist nicht mehr erhältlich, schade, denn der Helm sorgte auf der Straße für positive Aufmerksamkeit. Das baugleiche Nachfolgemodell ist in schwarz und weiß erhältlich.

Fazit: Der Casco Speedster ist eine gelungene Synthese aus Aerodynamik, Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit zu einem guten Preis und ein perfekter Einstieg in die Welt der Aero-Helme.
Aerohelm Casco SPEEDster-TC Plus
Preis: 170 Euro
Größen: M (54–58 cm), L (59–63 cm)
Gewicht: ca. 320 gr
casco-helme.de
Anmerkung: aktuelle Version des Helm für 185 €: inkl. Visier, Sonnenschild, Regen-Abdeckung und Multifunktionstuch (Alternative: ohne Visier 125 € und beliebiges Visier optional erhältlich 50 € grau, klar, orange/ 120 € Vautron)
Die hier vorgestellte Version (grün mit Visier) hatte noch nicht diese Ausstattung, und kostete 170 €.
Korrektur zum Lichttest: Supernova Airstream 2

Im Lichttest in RADtouren Ausgabe 6/15 wurde der Supernova Airstream 2 spezifisch als „nicht mit USB ladbar“ bezeichnet. Dies ist nicht korrekt. Richtig ist, dass sich der Supernova Airstream über ein optionales USB-Adapterkabel an allen USB-Anschlüssen laden lässt. Lediglich am Scheinwerfer selbst befindet sich kein Mini-USB-Anschluss, dessen Vorhandensein ein mit Zusatzpunkten im Test versehenes Kriterium war.
Fahrrad-Lichttest 2015: Scheinwerfer für Dynamo und mit Akku
Licht am Fahrrad ist Pflicht. Die Gesetzgebung stellt frei, ob Radler zu Licht aus dem Akku oder vom Dynamo greifen. In der Praxis zählt aber sehr, wie lange ein Scheinwerfer leuchtet und wie gut sein Lichtkegel die Fahrbahn ausleuchtet – wer schon einmal mit schwachem Fahrradlicht über einen einsamen Feldweg geschlichen ist, weiß wie sehr. In RADtouren 6/15 haben wir 18 aktuelle Scheinwerfer für den Dynamo- und Batteriebetrieb mit deutscher StVZO-Zulassung getestet.
Hier geht es zum Artikel WISSENSWERTES ZUM THEMA LICHT
Unser Testfeld setzte sich aus 18 unterschiedlichen Scheinwerfern zusammen, davon 8 Dynamoscheinwerfer und 10 Akkuscheinwerfer. Innerhalb dieses Testfeldes gibt es die abgetrennte Kategorie „Scheinwerfer-Sets“ (Front- und Rückleuchten), die aus 5 Sets besteht. Preislich bewegen sich die getesteten Modelle zwischen 27,90 und 199 Euro. Die hochpreisigen Modelle ab 129 Euro (je zwei Akku- und zwei Dynamoscheinwerfer) werden in einer „oberen Preiskategorie“ gesondert zusammengefasst, damit die. Sets für den Batteriebetrieb, die im Test hervorragend abschnitten, gibt es ab 49 Euro. Sehr gut Scheinwerfer für den Dynamobetrieb liegen in etwa in der gleichen Preisklasse. Wer das Maximum an Lichtqualität aus seiner Fahrradbeleuchtung herausholen will, muss allerdings tiefer in die Tasche greifen. Die Bestleistungen lieferten Modelle mit Preisen bis weit über 100 Euro.
Neben eines guten Lichtbildes sollte beim Kauf eines Akkuscheinwerfers besonders auf die Qualität des Akkus geachtet werden. Ob die Akkus integriert sind oder ausgetauscht werden können, fand ebenso Eingang in die Bewertung wie die Art der Aufladung, zum Beispiel über einen USB-Anschluss am Scheinwerfer.
Die Leuchtdauer der Modelle unterscheidet sich teils deutlich: während die kürzesten Zeiten bei 3 Stunden liegen, gibt es auch Scheinwerfer, die bis zu 17,25 Stunden durchhalten. Dabei lässt sich zum Beispiel vom Preis nicht auf die Qualität und Leuchtdauer der Akkus schließen.
Das Lichtbild
Die größten Unterschiede zeichnen sich aber nicht beim Preis, beim Gewicht oder der Ausstattung ab, sondern offenbaren sich im Lichtbild. Hier können es auch die kleinen, unscheinbaren Scheinwerfer sein, die plötzlich mit einem besonders guten Lichtbild überzeugen und sich so eine gute Gesamtnote holen. Deshalb ist das Lichtbild das wichtigste Kriterium für die Bewertung der Scheinwerfer. 60% der Gesamtpunkte werden für das Lichtbild vergeben. Da die notwenig große Darstellung der Lichtbilder im Heft aus Platzgründen nicht möglich ist, reichen wir sie nier noch einmal online zur größeren Ansicht nach.
Helligkeit, Breite, Weite, Gleichmäßigkeit und die Ausleuchtung des Nahfelds werden dabei bewertet, bei Akkuscheinwerfern zusätzlich die Beleuchtungsstufen, bei Dynamoscheinwerfern die Blendfreiheit und die Sichtbarkeit von der Seite.
Um die Lichtbilder vergleichen und bewerten zu können, werden sie mit den gleichen Kameraeinstellungen (ISO 400 / Blende 5 / 1/10 Sekunde) und vom gleichen Standpunkt mit identischem Bildausschnitt aufgenommen.
Die Pylonen am Straßenrand und die Teelichter in der Straßenmitte helfen bei der Bewertung der Lichtbilder. Die Teelichter stehen jeweils in einem Abstand von 1 Meter, alle 5 Meter steht an der Seite ein Pylon; der letzte steht in einer Entfernung von 40 Metern. Die Straße ist ca. 4,5 Meter breit.

Im Bereich Lichtbild am besten bewertet wurden der b+m IQ-X und der Supernova Airstream 2. Die Weite des Lichtbildes wird ermittelt, in dem darauf geachtet wird, welche Pylonen noch sichtbar sind. Nur wenn auch die beiden hintersten Pylonen, bei 35 und 40 Metern, noch zu sehen sind, erhält der Scheinwerfer im Bereich Weite die volle Punktzahl. Da beide Pylonen im Lichtkegel noch deutlich sichtbar sind, haben beide Scheinwerfer die volle Punktzahl bekommen.
Anhand der Wegbreite wird die Breite des Lichtbildes bemessen. Hier bilden die Grünstreifen recht und links des Weges das Maximum, sie sind beim b+m IQ-X und Supernova Airstream 2 noch deutlich erhellt, weshalb die Scheinwerfer für die Breite die volle Punktzahl bekommen.
Obwohl das Lichtbild der wichtigste Teil der Bewertung ist, setzt sich die Gesamtnote noch aus den Punkten anderer Bereiche zusammen, wie etwa der Ausstattung, der Handhabung und Montage oder der Energieleistung bei Akkuscheinwerfern. Auf diesen Bereichen wird die Gesamtnote gebildet. Die einzelnen Bewertungen, die Informationen zu den einzelnen Scheinwerfern von Gewicht über Lux-/ und Lumenzahl bis Preisen, sowie die Testergebnisse der Rücklichter und ein aussagekräftiges Fazit zu jedem getesteten Modell finden sich im vollständigen Lichttest, der im aktuellen Heft nachgelesen werden kann (hier komplettes Heft kaufen oder unten den Test als PDF-Datei herunterladen).
Lichtbilder Akkuscheinwerfer
Lichtbilder Dynamoscheinwerfer
RADtouren Auf allen Kontinenten 1/19
- Australien: Radfahren auf dem roten Kontinent
- Kanada-USA: Abenteuerreise durch Amerika
- Sri Lanka: Teil 2 auf der Trauminsel
- Portugal: Die Estrada Nacional 2
- Kaufberatung: ERGON Sattel
- Weinviertel: Iron Curtain Trail-Magazin als Beileger
Information und GPS-Track Bahn-Radroute Weser-Lippe
Auf alten Hansewegen führt die Bahn-Radroute Weser-Lippe unseren Autor Klaus Herzmann von der traditionsreichen Weserstadt Bremen hinein ins grüne Herz des Paderborner Landes. Und das erwartet uns dazwischen: Neben wunderbaren Landschaften und so manch pulsierender Stadt fährt auf der Genusstour immer die Bahn parallel mit – für den Fall, dass die Beine müde werden oder das Wetter verrücktspielt.
DOWNLOAD GPS-Track Bahn-Radroute Weser-Lippe

Anreise
Bahn: Züge des regionalen und nationalen Fernverkehrs fahren Bremen mehrmals täglich an. Weitere Infos und Kostenübersicht unter Tel.: (01805) 996 633 (Euro 0,14/Min aus dem Festnetz) oder unter bahn.de/bahnundbike
Auto: Das Bremer Stadtzentrum erreicht man über die A1 „Bremen-Arsten“ oder „Bremen-Hemelingen“. Außerdem ist Bremen über die Autobahn A28 mit Ostfriesland und Groningen/Niederlande verbunden.
Gefahrene Route
1.Bremen – Weyhe – Bassum – Schwaförden – Sulingen ca. 84 km
2.Sulingen – Kirchdorf – Preußisch Ströhen – Rahden – Stockhausen – plus 3,2 km Abstecher Lübbecke ca. 75 km
3.Lübbecke/Stockhausen – Bünde – Hiddenhausen (Routenteilung) – Enger – Bielefeld (plus 3,2 km Abstecher Lübbecke) ca. 70 km
4.Bielefeld – Lage – Detmold ca. 42 km
5.Detmold – Horn – Radwegekreuz Altenbeken – Bad Lippspringe – Paderborn (plus 3,6 km Abstecher Externsteine) ca. 54 km
Gesamt: ca. 335 km
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Streckencharakter & Beschilderung
Die Bahn-Radroute Weser-Lippe führt zum Großteil über gut ausgebaute Radwege und verkehrsarme Straßen. Dabei ist die komplette Route durchgehend in beide Richtungen mit einem rautenförmigen, blau-weißen Schild versehen. Ein weißer Pfeil zeigt Richtung Paderborn und ein orangefarbener Richtung Bremen. Meist präsentiert sich das Streckenprofil flach, erst auf Teilstücken im Lipper und Paderborner Land sowie im Wittekindland Herford ist mit einigen Steigungen zu rechnen. Dort bietet sich allerdings auch die Möglichkeit, auf die Bahn umzusteigen, um Teilstücke durchs Eggegebirge zu überbrücken.
Sehenswertes
Bremen: Stadtmusikanten, Schnoorviertel, Roland-Statue, Rathaus u.v.m.; Weyhe: Wassermühle, Felicianus-Kirche; Bassum: Stiftskirche, Freudenburg; Twistringen: Hünenburg; Schwaförden: Moorlandschaften; Sulingen: Rats-Apotheke, Fachwerkhaus und Mühle am Meierdamm; Ströhe: Moorwelten, Moorlehrpfad, Moorbahn; Rahden: Museumseisenbahn, St. Johannis-Kirche, Hochzeitsmühle; Lübbecke: Brauereimuseum; Bünde: St. Laurentius-Kirche, Doberg-Museum; Enger: Widukind-Museum, Gerbereimuseum, Liesberg-Mühle, Stiftskirche; Bielefeld: Kunsthalle Bielefeld, Marienkirche, Altes Rathaus, Fächermuseum, Sparrenburg, Spinnerei; Detmold: Hermannsdenkmal, Residenzschloss, LWL Freilichtmuseum; Horn/Holzhausen: Externsteine; Altenbeken: Bahnviadukt, Dampflok; Bad Lippspringe: Burgruine, Arminiuspark, Friedenskapelle, Salzgrotte; Paderborn: Rathaus, Schloss Neuhaus, Dom u.v.m.
Übernachten
Bremen: Best Western Hotel Schaper-Siedenburg, Tel.: (0421) 308 70, stadt-hotel-bremen.de
Sulingen: Pension/Restaurant Dahlskamp, Tel.: (04271) 22 57, dahlskamp.de
Lübbecke: Bed & Breakfast „The Rose“, Tel.: (05741) 233 33 44, bedandbreakfast-the-rose.de
Bielefeld: Hotel Bielefelder Hof, Tel.: (0521) 528 20, bielefelder-hof.de
Detmold: Altstadthotel, Tel.: (05231) 962 050, altstadthotel-detmold.de
Paderborn: Hotel Kaup, Tel.: (05251) 366 33 hotel-kaup.de
Reiseführer & Karten
Bahn-Radroute Weser-Lippe, ISBN: 978-3-85000-337-7, 12,90 Euro, esterbauer.com
Weitere Infos
Arbeitsgemeinschaft Bahn-Radrouten
c/o pro Wirtschaft GT GmbH
Tel.: (05241) 851 088
Bahn-Radrouten.de
Bremer Touristikzentrale
Findorffstr. 105
28215 Bremen
Tel.: (0421) 308 00 10
bremen-tourismus.de

Radreise 16 abwegige Pässe Infos
Wer die Schweiz über einsame voralpine Straßen vom Boden- zum Genfersee durchquert, erlebt das Land in seiner außergewöhnlich landschaftlichen Pracht, dringt aber auch in die Seele der Landesteile vor.
Anreise
Mit den Schweizerischen Bundesbahnen kann man zum Ausgangspunkt Rorschach anreisen und von Montreux wieder nach Hause fahren. Für den faulen Tag gibt es unterwegs genügend Möglichkeiten, eine Etappe mit dem öffentlichen Verkehr abzukürzen.
Die Route (Pässe und Übergänge unterstrichen)
Rorschach (399 m ü M.) – Altstätten – Ruppenpass (1009) – Appenzell (786) – Schwägalp (1278, am Sonntag eher starkes Verkehrsaufkommen) – Starkenbach (894) – Vorder Höhi (1537, sehr steile Passagen, für motorisierten Verkehr eingeschränkt, kein Restaurant) – Weesen (424) – Glarus – Pragelpass (1550, steile Passagen, für motorisierten Verkehr eingeschränkt) – Brunnen – Treib (435) – (Schiff) – Seelisberg (846) – Ennetbürgen (435) – Bürgenstock (874) – Stansstad (438) – Dallenwil – Ächerlipass (1485, sehr steile Passagen, für motorisierten Verkehr eingeschränkt, kein Restaurant) – Sarnen (473) – Giswil – Glaubenbielenpass (1611, am Sonntag starkes Verkehrsaufkommen, kein Restaurant) – Südelhöchi (1110) – Salwideli (1300) – Kemmeribodenbad (976) – Lombachalp (1590, fantastische Aussichten, gut fahrbare Kiesstraßen, 1 km Rad schieben auf grobem Steinweg) – Habkern (1067) – Punkt 1408 – Gunten – (Schiff) – Spiez (560) – Oey – Zwischenflüh – Gestelenpass (1851, Dach der Tour!, steile Passagen, für den motorisierten Verkehr eingeschränkt, kurze Passagen auf gut fahrbahrer Kiesstraße, kein Restaurant) – Reidenbach (845) – Jaunpass (1509) – Jaun (1015) – Mittelbergpass (1633, eingeschränkt für motorisierten Verkehr, kein Restaurant) – Saanen (1010) – Gsteig – Col du Pillon (1546) – Les Diablerets (1157) – Col de la Croix (1778) – Villars sur Ollon – Chesieres – Plambuit – Panex – fantastischer Blick ins Unterwallis – Aigle – Montreux (372)
Etappen
1. Rorschach – Alstätten – Hundwil 56 km
2. Hundwil – Schwägalp – Glarus 72 km
3. Glarus – Pragelpass – Schiff – Seelisberg 60 km
4.Seelisberg – Bürgenstock – Aecherli – Salwideli 95 km
5. Salwideli – Lombachalp – Leissigen 52 km
6. Leissigen – Jaunpass – Hinterbergpass – Saanen 83 km
7. Saanen – Col du Pillon – Col de la Croix – Villars – Aigle – Montreux 80 km
Gesamt: 500 km, 11.220 Höhenmeter
Sehenswertes
Der Blick zum Säntis, hinunter auf den Walensee, der Klöntalersee, der Blick auf den Vierwaldstättersee, auf den Sarnersee, überall Schweizer Fahnen an den Häusern und Geranien auf dem Balkon, die Karstlandschaft im Entlebuch und dann Eiger, Mönch und Jungfrau in seiner vollen Pracht, Abendstimmung am Thunersee, Gestelenpass und Mittelbergpass, der Blick ins Unterwallis und auf den Genfersee, Montreux und Schloss Chillon.
Streckencharakter
Die Strecke ist rund 500 km lang, überwindet 16 Übergänge oder Pässe und 11220 Höhenmeter. Es geht also fast immer rauf und runter, manchmal sehr steil (18%), wenige Passagen auf gut fahrbaren Kieswegen, einen Kilometer über einen sehr groben Steinweg. Es braucht robuste Räder, für Rennräder nicht geeignet. Dafür häufig sehr einsame Route.
Beste Reisezeit
Ende Mai bis Mitte Oktober. Im Mai kann es noch Schnee haben auf einzelnen Pässen, im Oktober kann es kühl werden. Warme Kleider sind auf jeden Fall empfehlenswert.
Verpflegung und Unterkunft
Es herrscht eine solide Dichte an touristischer Infrastruktur. Für einzelne abwegige Passagen lohnt es sich, genügend Wasser, Bananen oder Schokoriegel mitzuführen. An Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten, Unterkünften oder Zeltplätzen herrscht kein Mangel. Empfehlungen:
Landgasthof Rössli, 9064 Hundwil. 37 Schweizer Franken im Mehrbettzimmer, inkl. Frühstück. roessli-hundwil.ch. info@roessli-hundwil.ch. +41 (0)71 367 12 15
Zeltplatz Seeli, Seelistrasse 4, 6377 Seelisberg. +41 820 35 96
Berggasthaus Salwideli, CH-6174 Sörenberg. +41 41 488 11 27. 38 Franken im Mehrbettzimmer inkl. Frühstück. berggasthaus-salwideli.ch
Jugendherberge Leissigen, Albert Wander Haus, Oberfeldweg 9, 3706 Leissigen (BE), +41 33 847 12 14, leissigen@youthhostel.ch, youthhostel.ch/leissigen
Jugendherberge Gstaad Saanenland, Spitzhornweg 25, 3792 Saanen (BE), +41 33 744 13 43, gstaadsaanenland@youthhostel.ch, youthhostel.ch/gstaadsaanenland
Jugendherberge Montreux, Passage de l’Auberge 8, 1820 Montreux-Territet (VD), +41 21 963 49 34, montreux@youthhostel.ch, youthhostel.ch/montreux
Kartenmaterial
veloland.ch/de/veloland.html. Hier können die einzelnen Abschnitte der Route heruntergeladen und ausgedruckt werden. Ansonsten gibt es die entsprechenden Ausschnitte des Kartenmaterials des Bundesamtes für Landestopografie Maßstab 1:100 000 zu kaufen.
Wissenswertes zum Thema Licht
Die im Dunkeln – sieht man doch. LED-Lichtanlagen, der Nabendynamo und kluge Verkabelung machen die Fahrradbeleuchtungen zuverlässiger, zumindest an Neurädern. Wie man die eigene Lichtanlage hell erstrahlen lässt und wo sich Tuning lohnt, klärt unsere Kaufberatung.

Sehen und Gesehen werden ist entscheidend für eine sichere Fortbewegung bei Dunkelheit. Verständlich, dass die Polizei in zahlreichen Städten im Herbst verstärkt die Lichtanlagen der Radler kontrolliert. Ist keine Anlage vorhanden, ist sie nicht betriebsbereit oder verdeckt/verschmutzt, können 20 Euro fällig werden, wenn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden auch 25 Euro; 35 Euro, wenn es deswegen zum Unfall kam. Zu beachten ist auch, dass Radfahrer ohne intakte oder eingeschaltete Lichtanlage bei Dunkelheit in Bezug auf Haftung und Schadensersatz ein erhebliches Risiko eingehen.
Was ist Gesetz?
2013 wurden die Regelungen für Beleuchtung am Fahrrad gelockert. Akku- oder batteriebetriebene Leuchten, die bisher nur an Rennrädern unter 11 Kilo genutzt werden durften, sind nun für alle Fahrradtypen freigegeben, solange sie StVZO-zugelassen sind. Dies wird vom Kraftfahrt-Bundesamt geprüft und mit einem amtlichen Prüfzeichen bestätigt: einem Wellensymbol, dem Buchstaben „K“ und einer Ziffernfolge. Obwohl batteriebetriebene Front- und Rücklichter eine gute Alternative zu Dynamo-Leuchten sind, empfehlen wir dennoch grundsätzlich eine Dynamo-Lichtanlage.
Welcher Dynamoscheinwerfer macht Sinn?
Glühbirnen sind passé. LED-Scheinwerfer leben länger und leuchten mindestens genauso hell. Standlicht sollte der Scheinwerfer haben. Ab 15 Euro bekommt man Marken-Einsteigermodelle der LED-Scheinwerfer, die eine hohe Leuchtkraft schon bei niedrigen Geschwindigkeiten bieten. Richtig lohnt sich der Schritt zur LED aber in der Mittelklasse mit Modellen wie dem Trelock Bike-I-Trio oder dem b+m Fly IQ, die zu „Straßenpreisen“ um 40 Euro zu haben sind. Sie bieten schon für schnelle Fahrt und schlechte Wege gute Lichtbilder. Wer auch im Dunkeln ganz schnell unterwegs ist, braucht extra starke Scheinwerfer der 60-Lux-Klasse wie den b+m Cyo, den SON Edelux oder Philips Safe Ride LED 60 Lux, die im RADtouren-Test Bestwerte erzielten und ab circa 60 Euro zu haben sind. Sie leisten gut das vierfache günstiger Modelle bei gleichem Stromverbrauch. Ermöglicht wird das durch eine effizientere Schaltelektronik, hochwertige selektierte LEDs sowie eine effektive Kühlung.
Aber nicht nur die Lichtstärke zählt. Wer abseits beleuchteter Strecken fährt, merkt schnell, dass auch die Form der Ausleuchtung entscheidend ist. Angenehm ist eine möglichst gleichmäßige Lichtverteilung ohne blinde oder überhellte Bereiche. Ein langes Lichtfeld in Fahrtrichtung ist wichtig, um bei verschiedenen Geschwindigkeiten die jeweils anvisierten Bereiche gut zu erhellen. Eine breite Ausleuchtung erleichtert sichere Kurvenfahrten. Mit einer zusätzlichen Stirn- oder Helmlampe kann sogar die Kurve ausgeleuchtet werden, bevor der Lenker eingeschlagen wird. Im Straßenverkehr ist diese Extrabeleuchtung aber nicht erlaubt. StVZO konformes Fahrlicht nah am Autolicht schafft angeblich der neue b+m Luxos Scheinwerfer, den wir aber noch nicht testen konnten.
Unser Montage-Tipp: Hochwertige Scheinwerfer werden oft ein Opfer von Langfingern. Einen guten Schutz bieten stabile Halter, welche sich auch mit Sicherheitsschrauben, zum Beispiel von Pit-Lock kombinieren lassen.
Wie stelle ich den Scheinwerfer blendfrei ein?
Weil moderne Scheinwerfer hell leuchten, können sie auch blenden. Ein Test der Zeitschrift fahrradzukunft.de ergab Blendwerte auf Autoniveau für falsch eingestelltes Licht. Faustregel: Bei einer Autolänge Abstand sollte der Lichtkegel etwa auf Stoßstangenhöhe des vorausfahrenden Autos enden. Anders gesagt: Der hellste Punkt sollte in etwa zehn Metern Entfernung vor dem Rad liegen.
Lohnt sich Tagfahrlicht?
Tagfahrlicht, wie es manche Hersteller anbieten, hat sich bei unseren Fahrversuchen als blendärmer und zugleich deutlich besser sichtbar erwiesen als einfach „eingeschaltetes Licht“. Kleine, verbrauchsarme Zusatz-LEDs erhöhen dabei die Sichtbarkeit, sobald das Rad in Bewegung ist. Durch den geringen Verbrauch steigt der Rollwiderstand nur unmerklich. Das macht für Vielfahrer in der Stadt richtig Sinn. In jedem Fall ist es ein Tipp, das normale Licht immer leuchten zu lassen, wenn sich ein (hochwertiger) Nabendynamo im Vorderrad dreht. Die Kraftverluste sind kaum zu spüren, den Sicherheitsgewinn merkt man aber sofort. Unbedingt selbst testen!
Was ist ein gutes Rücklicht?
Gute Rücklichter erkennt man schon von Weitem. Sehr gute Modelle wie die Phillips Safe Ride- oder b+m-Modelle mit Line-tec erzeugen einen Lichtbalken, der Nachfahrenden die Entfernungs-Abschätzung erleichtert. Wichtiger: Das Rücklicht sollte geschützt angebracht sein, etwa zwischen den Gepäckträger-Rohren. Beachten Sie beim Kauf eines Rücklichts für Gepäckträger den Lochabstand. Manche Rückleuchten sind nur für 50 mm oder 80 mm Lochabstand geeignet.
Tipp: Die Racktime Gepäckträger-Modelle mit dem Zusatz Shine und das Modell iValo besitzen ein zerstörungssicher integriertes Rücklicht mit Standlicht. Da die Gepäckträger ohnehin im City- und Touren-Einsatz praktisch sind und nicht viel mehr kosten als ein Top-Rücklicht, lohnt es sich, Gepäckträger-Tuning mit Licht-Tuning zu verbinden. Überlegenswert ist auch, zusätzlich ein batteriebetriebenes Rücklicht zu installieren. Im Gegensatz zum Scheinwerfer ist das auch im Straßenverkehr erlaubt, wenn das Rücklicht eine Zulassung hat.
Brauche ich ein Bremslicht?
Hersteller b+m bietet sein Top-Rücklicht mit Line-tec auch mit Bremslichtfunktion an (brake-tec). Der Nutzen ist dann hoch, wenn häufig aus hohen Geschwindigkeiten stark gebremst wird, was überwiegend Pedelec-Fahrer betreffen wird.
Warum ein Nabendynamo?
Mit Nabendynamos fährt man sorgenfrei. Geräuschlos und ohne Schlupf, fest eingespannt in der Gabel wandeln sie die mechanische Energie in elektrische um. Gute Seitenläufer-Dynamos machen nur aus circa 30 Prozent der Bewegungsenergie Elektrizität. Das doppelte schaffen Nabendynamos mit rund 60 Prozent. Bezogen auf den Rollwiderstand entspricht das ungefähr dem Unterschied zwischen sehr niedrigem und korrektem Luftdruck in den Reifen. Bei Nabendynamos gibt es große Qualitäts- und Preisunterschiede. Einstiegsvarianten wie der Shimano DH3N30 schlucken im Leerlauf und mit eingeschaltetem Licht zwar fühlbar mehr Tretenergie als hochwertige Modelle. Der Unterschied ist aber so gering, dass er vor allem für sportlich orientierte Fahrer relevant wird. Ein viel wichtigeres Kaufkriterium ist, vor allem für Vielfahrer, die Qualität der Dichtungen, die nur bei den teuren Modellen für Ganzjahresfahrer taugen. Nabendynamos kauft man am besten als ganzes Laufrad. Ein zweckmäßiges Trekking-Laufrad mit einfachem Nabendynamo ist im Rose-Versandhandel ab 63 Euro zu beziehen, inklusive zehnjähriger Garantie. Ein fertig eingespeichtes, reisetaugliches Laufrad mit SON28- oder SONdelux-Nabendynamo und Rigida Sputnik-Felgen gibt es bei Schmidt ab 269 Euro, bei Laufradbauer Whizz-Wheels ab 289 Euro. Das Aufbauen eines Laufrades mit einem vorhandenen Nabendynamo kostet im Handel zwischen 45 und 75 Euro.
Wie mache ich die Verkabelung haltbar?
Das Kabel ist die häufigste Fehlerursache bei Fahrradbeleuchtungen, besonders einadrige Verkabelungen sind anfällig. An Neurädern ist eine zweiadrige Verkabelung meist vorhanden – erkennbar daran, dass immer zwei Kabel oder ein doppeladriges zu einer Leuchte führen. Generell gilt: Überall, wo das Kabel unterbrochen wird, kann es zu Problemen mit dem Stromfluss kommen, also etwa auch, wenn der Strom über Kontakte am Schutzblech läuft. Am besten ist deshalb ein durchgehend in einer Schutzhülle verlegtes Kabel. Verlegen sie die Kabel so, dass sie nicht gequetscht werden, etwa beim Anlehnen des Fahrrads, dem Benutzen von Radtaschen oder Spanngurten oder beim Lenkerumschlagen. Das Kabel sollte außerdem eng am Rad geführt werden, um nicht an der Kleidung oder an Taschen hängen zu bleiben. Kabelbinder und farbiges Isolierband sind gute Hilfsmittel bei der Montage. Sehr elegant sind selbstklebende Kabelhalter aus dem Elektronikfachhandel. Eine Verkabelung durch den Rahmen, wie sie neuerdings wieder im Kommen ist, sieht zwar ebenfalls elegant aus, ist bei Störungen aber schwerer zu reparieren.
Der Text basiert auf einem Artikel, der in der Ausgabe 6/12 erschien und für die Online-Veröffentlichung aktualisiert wurde.
Autor: Nils Gathmann
Radreise Burgenstraße GPS-Track und Infos (Teil 2)
Im zweiten Teil unserer Radtour setzen wir unsere mittelalterliche Zeitreise auf der Burgenstraße fort. Wir starten in Coburg und streifen im Oberfränkischen gleich drei mächtige Festungen, über die böhmischen Städte Eger und Pilsen gelangen wir schließlich zur einzigartigen goldenen Stadt Prag.
DOWNLOAD Burgenstraße GPS-Track (Teil 2)
Bericht aus RADtouren 6/16 – im Onlineshop bestellen
An-/Abreise
Auto: von Köln: 410 km; von Hamburg: 480 km; von Berlin: 380 km; von Leipzig: 260 km; von Stuttgart: 260 km; von München: 280 km; Rückfahrt von Prag nach München: 380 km; nach Berlin: 360 und nach Köln: 700 km
Bahn: Mit dem Zug ist Coburg von den großen deutschen Städten erreichbar. Allerdings muss man oft mehrmaliges Umsteigen in Kauf nehmen. Die Abreise von Prag (mit Fahrrad) ist in einigen Fernzügen in Richtung Deutschland mit der internationalen Fahrradkarte möglich.
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Gefahrene Route
1. Coburg – Kulmbach 70 km
2. Kulmbach – Bischofsgrün 64 km
3. Bischofsgrün – Eger (Cheb) 49 km
4. Cheb – Bečov nad Teplou 68 km
5. Bečov nad Teplou – Útery 59 km
6. Útery – Pilsen (Plzeň) 59 km
7. Plzeň – Přeštice 73 km
8. Přeštice – Hořovice 64 km
9. Hořovice – Roztoky 51 km
10. Roztoky – Prag 82 km
11. Stadtrundfahrt Prag 17 km
Gesamt: 656 km
Sehenswertes
Coburg: Veste Coburg, Schloss Ehrenburg, Schloss Callenberg; Kronach: Festung Rosenberg, Heunischenburg, Obere Stadt, Cranach-Weg; Kulmbach: Plassenburg, Bayerisches Brauerei- und Bäckermuseum, Deutsches Zinnfigurenmuseum, Historische Altstadt; Bayreuth: Haus Wahnfried mit Richard-Wagner-Museum, Jean-Paul-Museum, Franz-Liszt-Museum, Brauerei- und Büttnereimuseum, Neues Schloss, Festspielhaus, Markgräfliches Opernhaus; Goldkronach: Goldbergbaumuseum; Bischofsgrün: Skischanze; Hohenberg a. d. Eger: Deutsches Porzellan Museum, Burg Hohenberg; Eger (Cheb): Burg Eger, Marktplatz mit Egerer Stöckl, Franziskanerkloster, St.-Nikolaus-Kirche, Neues Rathaus; Kynšperk: Brauerei, Schlossberg; Sokolov: Schloss Sokolov, Historisches Rathaus, Mariensäule; Loket: Burg Elbogen, Rathaus, Schwarzer Turm, Dreifaltigkeitssäule; Bečov nad Teplou: Burg und Schloss Petschau, Motorradmuseum, Marktplatz, Botanischer Garten; Kladská: Jagdschlösschen Glatzen; Lázně Kynžvart: Schloss Königwart, Heilquellen; Mariánské Lázně (Marienbad): Marienquelle, Singende Fontaine, Kurpark mit Kolonnaden, Russisch-orthodoxe Kirche; Klášter Teplá: Prämontratenserkloster; Útery: St.-Wenzislaus-Kirche, Manětín Historisches Stadtzentrum, Rathaus, Schloss Manětín, Barocke Bürgerhäuser am Markt; Nečtiny: Schloss und Burgruine Preitenstein; Pilsen (Plzeň): Brauereimuseum, Westböhmisches Museum, Rathaus, Historische Katakomben, Pilsener Urquell Brauerei, Markt mit Kathedrale St. Bartholomäus; Merklín: Schloss Merkelsgrün; Švihov: Wasserburg Schwihau; Přichovice: Schloss Přichovice; Nebílovy: Schloss Nebillau; Starý Plzenec: Burg Radyně; Štáhlavy: Schloss Štáhlavy, Schloss Kozel; Mirošov: Schloss Miröschau; Dobřív: Hammerwerk, Schwedische Brücke; Zaječov: Augustinerkloster; Hořovice: Schloss Horschwitz; Točnik: Burg Totschnik, Burgruine Brettern; Zibroh: Schloss; Křivoklát: Burg Pürglitz; Nižbor: Schloss, Glashütte; Beroun: Kirche St. Jakob, Pilsener und Prager Tor, Marktplatz, Pestsäule; Karlštejn: Burg Karlstein, Haus der Uhren; Hostivice: Festung Litovice, Burg Hostivice; Prag: Nationalmuseum, Hradschin – Prager Burg mit Veitsdom, Goldene Gasse, Pulverturm, Jüdisches Viertel, Karlsbrücke, Kleinseite (Malá Strana), St.-Nikolaus-Kirche, Altstädter Ring mit Jan-Hus-Denkmal, Rathaus mit astronomischer Aposteluhr, Teynkirche, Letná-Park.
Streckencharakter und Ausrüstung
In Deutschland ist der Burgenstraßen-Radweg gut ausgebaut und beschildert. Im Fichtelgebirge sind längere Anstiege über geschotterte Waldwege zu überwinden. Kleine gelbe Schilder mit schwarzer Umrandung mit einer Zahl darauf kennzeichnen die Radwege in der Tschechischen Republik. Dabei sind reine Radwege selten. Meistens führt die Route über kleine Nebenstraßen. Manchmal gibt es aber auch verkehrsreichere Abschnitte. Die gesamte Tour ist bergig und sehr waldreich mit nur wenigen Flachpassagen. Deshalb ist eine bergtaugliche Schaltung am Rad unbedingt erforderlich. Die Strecke erfordert Kondition und ist nicht unbedingt familientauglich.
Unterkunft
Coburg: Hotel Löhnert, Schusterdamm 28, Tel.: (09561) 833 60; Kulmbach: Hotel Da Matteo, Fischergasse 42, Tel.: (09221) 49 81; Bischofgrün: Hotel Siebenstern, Kirchenring 6, Tel.: (09276) 924 024; Eger (Cheb): Autokemp Podhoři, Podhoři 35002, Tel.: +420 354 431 542; Petschau (Bečov nad Teplou): Pension Hradní Bašta, nám. 5. Května 19 Tel.: +420 353 222 802; Neumarkt (Útery): Pension Derků, Útery 119, Tel.: +420 373 312 283; Pilsen (Plzeň): Autocamp Ostende, Malý Bolevec 41, Tel.: +420 377 520 194; Pschestitz (Přeštice): Pension U Franty, Poděbradova 393, Tel.: +420 728 120 011; Horschowitz (Hořovice): Pension Villa, Pod Nádražim 308, Tel.: +420 606 633 109; Rostok (Roztoky): Autokemp Višňová II, Křivoklát 27023, Tel.: +420 724 312 906; Prag (Praha): Intercamp Kotya; U ledáren 1557/55, Tel.: +420 244 461 712
Karte
Bikeline, Burgenstraße, ISBN 978-3-85000-359-9, 13,90 Euro. elsterbauer.com

