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Queichtalradweg – Rheinradweg

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Die Strecken rechts und links des Rheins sind für Radler ein Erlebnis. Um an den mächtigen Strom zu gelangen, lohnt es sich jedoch klein anzufangen und dem Flüsschen Queich von seiner Quelle bis zur Mündung in den großen Fluss zu folgen: Hier das von Wald und Weinbergen sowie Felsformationen geprägte Queichtal, dort das weitläufige Rheintal, in dem sich auch die eine oder andere größere Stadt befindet. Eine abwechslungsreiche Drei-Tage-Tour mit Abstecher zu unseren französischen Nachbarn.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 6/2019.
Text: Thomas Bähr; Foto: Shutterstock
 

Infos zum Nachfahren

Anreise

Der Startpunkt in Hauenstein ist mit der Regionalbahn aus Saarbrücken kommend mit Umstieg in Pirmasens Nord erreichbar. Aus Richtung Landau besteht nach Hauenstein eine Direktverbindung. Die Quelle im Waldgebiet von Hauenstein ist vom Bahnhof aus in ca. fünf Kilometern zu erreichen.

Abreise

Von Straßburg aus ist z. B. der Karlsruher Hauptbahnhof im Stundentakt mit Umstieg in Appenweier zu erreichen. Von dort aus bestehen Verbindungen in alle größeren Städte. Wer auf sein eigenes Fahrrad verzichtet und dadurch den ICE nehmen kann, ist durch eine Direktverbindung noch schneller in Karlsruhe.

Gefahrene Etappen

1. Hauenstein – Landau – Germersheim am Rhein 57 km

2. Germersheim – Wörth – Iffezheim 67 km

3. Iffezheim – Offendorf (F) – Straßburg (F) 62 km

Gesamtstrecke 186 km

Sehenswertes

Hauenstein: Schusterdenkmal, Quelle Queich; Annweiler: Historische Altstadt, Burg Trifels; Landau: kleiner Zoo mit Artenschutzprogramm; Ottersheim: Oldtimerscheune; Germersheim: Festung, Dt. Straßenmuseum, Stadt- und Festungsmuseum; Rastatt: Pagodenburg; Iffezheim: Staustufe, Rennbahn; Robertsau: Chateau des Pourtalès; Straßburg: Europaparlament, Münster

Streckencharakter

Der Queichtalradweg ist einheitlich mit einem weißen Fahrrad und dem weißgeschriebenen Wort Queich auf grünem Hintergrund beschildert. Ansonsten folgen Sie dem obligatorischen grünen Pfeil an Kreuzungen und Weggabelungen. Die abwechslungsreiche Strecke verläuft überwiegend leicht abfallend ohne nennenswerte Steigungen auf gut ausgebauten Radwegen und durch kleinere Ortschaften. In den Ortschaften kann der Verkehr zum Teil sehr lebhaft werden. Der eine oder andere Autofahrer nimmt wenig Rücksicht auf Radler.

Der Rheinradweg ist mit einem auf deutscher und französischer Seite einheitlichen Logo versehen. Orientierung bietet hier die weiße „15“ auf blauem Grund, umgeben von einem Kreis aus gelben Sternen. Neben der fast durchgängigen rechts- und linksrheinischen Variante, gibt es auch noch verschiedene Nebenrouten. Diese dienen entweder der Umfahrung von Orten oder der Zuwegung in größere Städte wie Karlsruhe oder Rastatt. Auch der Rheinradweg ist absolut flach und damit familientauglich.

Übernachtung

Germersheim: hotel-germersheimer-hof.de

Iffezheim: hotel-leuchtner.de

Reiseführer, Karten, Infos

Queichtalradweg: Hilfreiche Angaben zum Wegeverlauf und Höhenprofil gibt es auf der Website outdooractive.com

Weitere Infos: suedpfalz-tourismus.de

Rheinradweg: Aufgrund seiner Länge von etwa 1 300 Kilometern wird der Rheinradweg in Teilstrecken gegliedert. Die hier gefahrenen Etappen finden sich zum Beispiel im Radtourenbuch Bikeline Rhein-Radweg 2: Von Basel nach Mainz Esterbauer Verlag, 14,90 Euro

Fahrrad-Tourenkarte Rheinradweg 1, Von Stein am Rhein nach Mannheim KOMPASS-Fahrrad-Tourenkarten (Band 7008), 9,99 Euro. Eingezeichnet ist eine Hauptroute (lila gekennzeichnet) mit Kilometerangaben und verschiedenen Nebenrouten, leider ohne Angabe der Streckenlänge.

Allgemeine Infos: de.eurovelo.com/ev15

GPS

GPX-Track Queichtalradweg – Rheinradweg

Rügen

Der märchenhaften Schönheit Rügens nahezukommen ist nicht nur leicht gesagt, sondern auch getan. Seit Mitte 2010 unterhält der Anbieter „Movelo“ auf Deutschlands größter Insel ein gut ausgebautes E-Bike-Netz. Dank 25 Verleih-Stationen, elf Akku-Wechselstationen und einem mobilen Service ist der elektronisch unterstützte Radurlauber stets bestens versorgt. Acht abwechslungsreiche Touren zwischen 34 und 55 Kilometern Länge schlägt die kostenlos erhältliche Movelo-Karte vor, ortskundige Führer können meist hinzu gebucht werden. Wir fahren aber in Eigenregie: zunächst in Richtung Sassnitz und genießen die abwechslungsreiche Küstenstraße in vollen Zügen. Genussradeln ist hier nur mit E-Bike möglich, merken wir schnell. Uns dagegen kann der kräftige Küstenwind nicht schrecken. Mühelos geht es unter strahlender Sonne an Sandstränden, Schilfwäldern und zerzausten Grasfeldern in Richtung Süden auf den Inselteil Granitz zu drei an der Küste aufgereihten Ostseebädern. Erst durchfahren wir Binz, dann Baabe und schließlich Göhren, wo wir ein wenig an der großzügigen Uferpromenade entlang flanieren. Wenige Kilometer weiter biegen wir kurz entschlossen links ab, um dem verlockend weißen Strand näher zu kommen. Bald knirscht der feine Sand unter den Rädern, dann liegt die Küste vor uns, gegen die blau glitzernd die Ostsee anläuft. Ausgeruht richten die Vorderräder in Richtung des 1990 gegründete Biosphärenreservat Südost-Rügen wenige Kilometer weiter aus. Das spiegelt auf kleinstem Raum sämtliche Landschafts- und Küstenformen Mecklenburg-Vorpommerns wider: Feinsandige, breite Sandstrände wechseln sich mit schroffen Steilküsten ab, Richtung Landesinnere dominieren sanft geschwungene Grashügel. Zurück geht es vorbei an üppigen Wiesen und hohem Heidegras nach Moritzdorf. In dem kleinen Örtchen stellt sich uns ein flussbreiter Ausläufer der See in den Weg, den wir recht altmodisch überqueren: Die letzte Ruderfähre versieht hier ihren Dienst. Gemächlich setzt uns der Fährmann über, dann sind es nur noch wenige Kilometer nach Seedorf. Von hier geht es nach Lauterbach per Schiff zurück. Von Deck aus bestaunen wir die Naturschönheit Rügens aus neuer Perspektive und kommen kurz vor dem Ziel der Insel Vilm ganz nahe. „Hier hatte Honecker seine Ferienresidenz“, erzählt uns der backenbärtige Kapitän schmunzelnd. Heute ist die Insel Naturschutzgebiet, wer das ursprüngliche Eiland besuchen will, muss das in der Gruppe und mit einem Führer tun – und der Besuch lohnt sich.

Länge der Tour

352 km

Tourcharakter

Wer sich kein E-Bike ausleiht, sollte ein robustes Tourenrad mit mindestens sieben Gängen zur Verfügung haben. Große Steigungen gibt es nicht, aber der kräftige Wind kann zu schaffen machen.

Geeignet für

Radwandern

Etappen

1.

Stralsund – Dußvitz – Waase::47 km

Sagard: Sandskulpturen-Ausstellung (Mai bis Oktober); Kreidemuseum Gummanz, Gager: Biosphärenreservat Südostrügen,

2.

(E-Bike und Schiff): Insel Hiddensee – Hafen Vansenitz – Wiek bzw. Dranske::55 km

Insel Vilm: Naturschutzgebiet, Ostseebad Göhren: Uferpromenade, Moritzdorf: Ruderfähre, Putbus: Abfahrtsbahnhof „Rasender Roland“, Nationalpark Jasmund: Königsstuhl,

3.

(E-Bike und Schiff): Baabe – Jagdschloss Granitz – Lauterbach::34 km

Ostseebad Göhren: Uferpromenade und Strand; Lauterbach: Hafen, Seebad Prora: Koloss von Prora (ehem. „KdF“-Anlage aus der NS-Zeit), Insel Hiddensee Reiseführer

4.

(E-Bike und Schiff): Dranske – Schaprode – Wiek bzw. Dranske::42 km

5.

(Bahn und E-Bike): Stralsund – Bisdorf – Barth::39 km

6.

(E-Bike und Schiff): Klein Zicker – Alt Reddevitz – Baabe::40 km

7.

Binz – Lietzow – Binz::44 km

8.

(E-Bike und Bus): Klein Zicker – Königsstuhl::51 km

www.ruegen.defReiseführer & KartenRadkarten unter www.movelo-mv.de

RADtouren 5/19

  • Radreise: Genusstour durchs Elsass
  • Stromberg-Murrtal-Radweg: Herbstfarben statt Novemberblues
  • USA: Von Detroit nach Orlande
  • Oder-Spree-Tour: Stadt – Rand – Fluss
  • Im Test: Falträder
  • Ausprobiert: Regentaugliche Fahrradjacken
  • Service: Workout für Radler

Stromberg-Murrtal-Radweg

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Herbstliche Buchenwälder im Pfinztal.
Text und Fotos: Katja Goll

Quer durch Baden-Württemberg führt der Stromberg-Murrtal-Radweg, von Karlsruhe im Westen bis nach Gaildorf im Osten. Unterwegs streift er die Naturparke Stromberg-Heuchelberg und Schwäbisch-Fränkischer-Wald und es warten herausragende Sehenswürdigkeiten, so das Kloster Maulbronn, die Barockstadt Ludwigsburg oder Marbach, die Geburtsstadt Friedrich Schillers.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 5/2019.
Infos Stromberg-Murrtal-Radweg
Anreise
Mit der Bahn (IC, Nachtzug oder Regionalzug) bis zum Startort Karlsruhe.
Gefahrene Route
Etappe 1: Karlsruhe – Maulbronn 42 km
Etappe 2: Maulbronn – Ludwigsburg 53 km
Etappe 3:
Ludwigsburg – (Marbach) – Backnang 35 km
Etappe 4:
Backnang – Murrhardt – Gaildorf 38 km
Gesamt: 168 km
Sehenswertes
Karlsruhe: mit Barockschloss und botanischem Garten
Fachwerkarchitektur: in den Städten und Dörfern entlang der gesamten Strecke, Rarität: Bauschlott, „Im Anger 28“: Das Haus von 1442 wurde im Ständerbau mit einem durchgehenden Pfosten bis zum First errichtet. Üblich war dagegen die Stockwerkbauweise.
Schloss Bauschlott: mit Café und Kunstmuseum.
UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Maulbronn: mit Naturfreibad und Wandergebiet Naturpark „Stromberg-Heuchelberg“ in der Umgebung.
Badeseen: und Weinmuseum in Horrheim.
Vaihingen: (Abstecher), Altstadt mit Pulverturm, Schloss Kaltenstein, KZ-Friedhof und Gedenkstätte.
Altstadt Bietigheim Bissingen: Lehrpfad am Steinbruch
Ludwigsburg: mit barockem Marktplatz und Schlössern (Residenzschloss, Schloss Favorite und Seeschloss Monrepos, sowie Renaturierungsgebiet Zugwiesen)
Marbach am Neckar: mit Literaturarchiv der Moderne, Schillers Geburtshaus und Schiller Nationalmuseum.
Backnang (Altstadt): Wasserschloss Oppenweiler
Murrhardt: mit Naturparkzentrum und Wandermöglichkeiten im Naturpark „Schwäbisch-Fränkischer Wald“
Gaildorf: Altes Schloss mit Fachwerkrund-türmen
Reisezeit
Die Tour bietet zur Herbstzeit schöne Eindrücke durch die Laubfärbung in den Wäldern. Im Frühjahr dagegen blühen die Bäume der Obstwiesen und im Sommer laden Badeseen dazu ein, sich abzukühlen. So hat jede Jahreszeit ihre eigenen Reize. 
Unterkunft
In den meisten Orten finden sich Unterkünfte (Hotels, Pensionen). In Maulbronn kann es während Veranstalungen (Klosterkonzerte, Theater) voll werden und eine Reservierung empfehlenswert machen. Campingplätze direkt an der Strecke sind selten (z.B. am Waldsee Fornsbach). Informationen zu Unterkünften bieten die jeweiligen Orte auf ihren Webseiten sowie die Naturparke unter naturpar-sfw.de und naturpark-stromberg-heuchelberg.de.
Reiseführer & Karten
Detaillierte Karten und Informationen zum SMR bietet das Bikeline-Radtourenbuch Stromberg-Murrtal-Radweg/Indyllische Straße, in dem auch noch eine Anschlusstour ab Gaildorf beschrieben ist.
Weitere Infos: stromberg-murrtal-radweg.de
Buchtipp für Familien: 
Claudia Friese, Oskar und das Geheimnis des Klosters, dtv junior. Diese Geschichte spielt teils im Kloster Maulbronn und ist spannend für Kinder ab zehn Jahren. Kombiniert mit einer Klosterführung und einer Wanderung durch die von den Mönchen geschaffene Kulturlandschaft ein toller Ausflug ins Mittelalter.
Anschlussrouten
In Karlsruhe zum Rheintalradweg, zum Pamina Rheinauen Radweg oder zum Murgtalradweg (ggf. kurze Bahnfahrt). In Gaildorf zur Rundtour Idyllische Straße (116 km) und zum Kochertalradweg.
Weitere Tagestouren in der Region, darunter die Pamina-Route finden sich im Radtourenführer Enzkreis und Umgebung von Katja Goll, erschienen im Verlag Ungeheuer und Ulmer, ISBN: 978-3-930872-48-0.
Weitere Touren im Kreis Ludwigsburg im Buch Radtoueren Ludwigsburg von Katja Goll, erschienen im Verlag Ungeheuer und Ulmer, ISBN: 978-3-946061-23-6.
GPS-Download
StrombergMurr2018.gpx
 

Oder-Spree-Tour: Stadt – Rand – Fluss

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Text & Fotos: Stefan Jacobs

Am Rand von Berlin beginnt ein gut 250 Kilometer langer Rundkurs, der durch tiefe Wälder, zu einsamen Gewässern und an heilige Stätten führt.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 5/2019.
Infos Oder-Spree-Tour
ANREISE
Alle Wege führen über Berlin: Aus der City fährt die S-Bahn S3 alle 10 bis 20 Minuten nach Erkner, außerdem der Regionalexpress RE1 (Richtung Frankfurt/Oder) im Halbstundentakt. Wer die erste Etappe um eine schöne Müggelsee-Runde verlängern will, steigt schon in Friedrichshagen aus der S3 aus.
Wer mit dem Auto anreist, fährt über den östlichen Berliner Ring (A10) bis Erkner und lässt das Auto dort stehen.
ROUTE

  1. Tag: (B-Friedrichshagen – ) Erkner – Fürstenwalde – Müllrose: 73 / 87 km
  2. Tag: Müllrose – Eisenhüttenstadt – Neuzelle: 51 km
  3. Tag: Neuzelle – Chossewitz – Mixdorf – Beeskow: 51 km
  4. Tag: Beeskow – Storkow – Spreenhagen – Erkner: 78 km

Gesamtstrecke: 252 / 267 km
SEHENSWERTES
Friedrichshagen: Bölschestraße, Wasserwerk, Spreetunnel
Erkner: Gerhart-Hauptmann-Museum
Trebus: DDR-Fahrzeugmuseum
Fürstenwalde: Dom, Brauereimuseum, Heimattiergarten
Biegenbrück: Kurfürsteneiche
Müllrose: Mühle, 3-Seen-Wanderweg
Groß Lindow: Friedrich-Wilhelm-Kanal
Eisenhüttenstadt: DDR-Alltagsmuseum, Feuerwehrmuseum
Neuzelle: Klosteranlage, Brauerei
Schlaubetal: Mühlen, Försterfriedhof
Beeskow: Burg, Kirche St. Marien
Hirschaue: Wildtierfarm mit Hofladen
Lindenberg: Wettermuseum
Storkow: Burg
ÜBERNACHTUNG
Müllrose:www.haus-katharinensee.de
Neuzelle:www.hotel-prinz-albrecht.de
Beeskow:www.gutshaus-beeskow.de
STRECKENCHARAKTER
Die komplett beschilderte Strecke (schwarz-gelbe Naturschutzeule auf Fahrradlenker) verläuft größtenteils auf asphaltierten Radwegen, die allerdings teilweise sanierungsbedürftig sind. Manche Abschnitte folgen Landstraßen, andere verlaufen separat. Nur auf wenigen Stücken muss man auf der Fahrbahn radeln. Am 3. Tag gibt es einige Hügel zu bewältigen.
KARTEN UND INFOS
Die Karte „Seenland Oder-Spree“ (1:100.000) aus dem Pietruska-Verlag deckt die komplette Tour ab. Etwas genauer sind die Bikeline-Karten „Oderbruch / Barnimer Land“ und „Spreewald“ (1:75.000) aus dem Verlag Esterbauer.
Weitere Infos, den Track als kml-Datei und ein Pauschalangebot gibt es unter www.seenland-oderspree.de/urlaub/angebote/die-schoensten-mehrtages-fahrradtouren. Zur Einstimmung auf die Region empfehlen sich Theodor Fontanes „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ oder seine Reisebriefe „Jenseits von Havel und Spree“
GPS-Download
Oder-Spree-Tour
 

Genusstour durchs Elsass

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In herrlicher Natur am Canal de la Bruche.
Text + Bilder: Hans Kothe

Das Elsass ist der Inbegriff des kulinarischen Genusses. Steht es doch für hervorragenden Wein und vorzügliche Küche. Mittelalterliche Städte mit romantischen „Winstuben“ und Restaurants, die für ihre typisch elsässischen Spezialitäten wie Flammkuchen, Choucroute oder Baeckeoffe bekannt sind, sorgen für uneingeschränktes Wohlbefinden. Es ist eine tolle Region, die man insbesondere mit dem Rad gut bereisen kann. Wenn dann – wie bei unserer Tour – auch noch das Wetter stimmt, lebt man wie „Gott in Frankreich“.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 5/2019.
 
Infos Elsass-Route
An- und Abreise
Mit dem Auto nach und von Straßburg: Von Berlin: 750 km; von Dresden: 630 km; von Essen: 430 km; von Hamburg: 700 km; von Köln: 380 km; von München: 370 km. Mit der Bahn: Die Anreise nach Straßburg erfolgt über einige deutsche Großstädte direkt.
 
Gefahrene Etappen 

  1. Etappe: Stadtrundfahrt Strassbourg                              6 km
  2. Etappe: Strassbourg – Dambach-la-Ville                     66 km
  3. Etappe: Dambach-la-Ville – Colmar                              43 km
  4. Etappe: Colmar – Guebwiller                                         40 km
  5. Etappe: Guebwiller – Mulhouse                                    72 km
  6. Etappe: Mulhouse– Horbourg-Wihr                             59 km
  7. Etappe: Horbourg-Wihr -Sélestat 48 km
  8. Etappe:Sélestat – Strassbourg 54 km

Gesamt:                                                                              388 km
 
Sehenswertes
Straßburg: Weltkulturerbe-Stadt mit Münster, Palais des Rohan, Ponts-Couverts, Barrage Vauban, Place de la République, Place de Gutenberg und Place Broglie, dem alten Gerberviertel La Petite France und dem Europaviertel; Molsheim:Musée de la Chartreuse; Rosheim:Romanisches Haus, Niedertor; Obernai:Historischer Stadtkern mit Stadtmauer, Türmen und Fachwerhäusern,Eglise Saint Pierre et Paul; Barr: Musée de la Folie Marco; Andlau: Abteikirche St. Pierre et Paul, Château d’Andlau, Château du Spesbourg; Dambach-la-Ville: Mittelalterliche Stadt mit Stadttoren; Scherwiller: Château de l’Ortenbourg; Kintzheim:Burg, Mittelalterlicher Garten; St. Hippolyte: Alte Winzerhäuser; Bergheim:Hexenhaus; Ribeauvillé: Altstadt mit Pfifferhus, Hôtel de Ville, Metzgerturm und Eglise de l’Acien Couvent des Augustins; Riquewihr: Mittelalterlicher Dorfcharakter; Colmar: Historische Altstadt, Gerberviertel, Klein Venedig, Dominikanerkirche, Kathedrale St. Martin, Koïfhus, Kopfhaus, Pfisterhaus, Ehemalige Polizeiwache; Eguisheim: Chapelle Saint-Léon, die drei Burgen von Eguisheim; Rouffach: Hexenturm, Eglise Notre Dame; Guebwiller:PfarrkircheSt. Léger;Soultz: Musée Bucheneck; Cernay: Storchenpark;Thann: Südtor, Stiftskirche, Château de l’Engelbourg; Mulhouse:Automobilmuseum, Eisenbahnmuseum, Kunsthalle, Musée des Beaux-Arts, Rathaus (Mairie), Europaturm;Neuf-Brisach:Musée Vauban, Festungsanlagen; Marckolsheim:Mémorial de la Ligne Maginot; Erstein: Maison du Patrimoine-Etappenstall, Musée Würth; Illkirch-Graffenstaden: Fort Uhrich
 Strecke und Ausrüstung
 Fast immer verläuft unsere Rundtour auf asphaltierten Wegen und äußerst selten über stark frequentierte Landstraßen. Die Beschilderung ist nicht immer durchgehend, daher ist gutes Kartenmaterial oder der angebotene GPS-Track hin und wieder sehr hilfreich. Entlang der elsässischen Weinstraße gibt es in den Weinbergen die eine oder andere heftige Steigungsrampe. Ansonsten sind die Etappen flach und einfach mit einem normalen Rad mit guter Schaltung zu befahren.
 Unterkunft
Es gibt unzählige Unterkünfte im Elsass. Vom luxuriösen Relais & Châteauüber die Logis-Hotels bis zu den Gîtes d’etape ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Es empfiehlt sich gerade während der Saison rechtzeitig zu reservieren. Campingplätze sind eine günstige Alternative. Zahlreiche Gemeinden bieten ortsnah eigene Areale an (Camping Municipaux). Auf ca. zwei Dutzend Bauernhöfen kann ebenfalls gecampt werden. Ein Verzeichnis der Plätze findet man unter de.camping-alsace.com.
 Karten- und Infomaterial
Bikeline, Radregion Elsass, ISBN: 978-3-85000-432-9, 15,90 Euro, esterbauer.com
Manfred Braunger, Elsass, ISBN: 978-3-7701-7468-3, 17,99 Euro, dumontreise.de
GPS-Download
Elsass-Tour.gpx
 

FerienWelt Südschwarzwald

Auf einer Ho?he von etwa 300 bis 1.400 Metern u?.M. erstreckt sich die Ferienwelt und bietet sowohl Ruhesuchenden als auch Aktivurlaubern mit historischen Sta?dten, vielfa?ltiger Natur und Freizeitangeboten fu?r Groß und Klein einfach mehr als „nur“ Schwarzwald. Das Rheintal ist bekannt fu?r sein mildes Klima und seine ausgezeichneten Radwege direkt am Wasser. So ist Bad Sa?ckingen beispielsweise an einige der scho?nsten Rad-Fernwege Europas angeschlossen: der Su?dschwarzwald-Radweg, Bike Crossing Schwarzwald oder Eurovelo 6. Besonders der junge Rhein und die wunderscho?ne alte Holzbru?cke – u?brigens die la?ngste u?berdachte Holzbru?cke Europas – machen den Radausflug durch Bad Sa?ckingen zu etwas Besonderem. Eine Radlerpause in der historischen Altstadt verspricht viel Sehenswertes und auch kulinarisch lohnt sich die Pause. Eine ganz besondere U?bernachtungsmo?glichkeit direkt am Rheinufer – unkonventionell und preiswert – bietet die „Herberge zum Fischba?hren“ in Murg, eine ehemalige Fischerhu?tte. Die Schlu?sselu?bergabe und Bezahlung erfolgt u?ber die Kasse im Naturbad MuRheNa. Weiter am Rhein entlang gelangt man nach Laufenburg. Wer das idyllische Habsburgersta?dtchen zu Fuß entdecken mo?chte, geht am besten mit dem „Grafen Hans“ auf Entdeckungstour oder spu?rt auf Naturfu?hrungen dem Salm oder Biber nach. Eine Fahrt mit dem Fahrgastschiff „Lo?we von Laufenburg“ la?sst die Stadt von einer ganz anderen Perspektive aus erleben. Weiter Rhein aufwa?rts liegen die Gemeinde Albbruck und eingebettet zwischen den sanft bis rasant ansteigenden Ho?hen des Su?dschwarzwaldes und den Ufern von Rhein, Wutach, Aare und Steina das Radfahr-Paradies Waldshut-Tiengen. Unterstu?tzt durch einen Elektromotor bewa?ltigen Sie auch die Ho?henlagen des Su?dschwarzwaldes ohne große Mu?he und genießen die reiche und intakte Naturlandschaft vo?llig entspannt. Entdecken Sie die außergewo?hnliche kulturelle und traditionelle Vielfalt des Hotzenwalds mit seinen Gemeinden Görwihl, Rickenbach und Herrischried, die ein Grund für seine Beliebtheit bei Wanderern und Mountainbikern ausmacht. Erleben Sie unberührte Naturräume, faszinierende Landschaften und die wunderschönen Blicke bis zu den Alpen. Besuchen Sie auch die Dachsberger Kohlemeilertage, wo die Ko?hlerei durch die Besucher aktiv wiedererlebt werden kann, ebenso wie das Bu?rstenmuseum in Ibach, das auf anschauliche Weise einen Einblick in das Handwerk des Bu?rstenmachers gibt. Machen Sie einen Abstecher zum Strohskulpturen-Wettbewerb in Ho?chenschwand, mit kunstvoll erstellten und teilweise u?berdimensionalen Strohskulpturen, oder kehren Sie ein anla?sslich der Rosentage in No?ggenschwiel, die dem Kennzeichen des Dorfes – der Rose – gewidmet sind. Die kulinarische und musikalische Umrahmung mit traditioneller Blasmusik und Trachtengruppen machen jedes dieser Feste zu einem besonderen Ereignis. Tief ins Schwarzwaldgebirge eingeschnitten fließt die Wehra von Todtmoos nach Wehr. Spektakula?r sind die Bergpfade oberhalb der Schlucht: urwaldartige Bergmischwa?lder, schroffe Felsen, sagenhafte Ausblicke. Auf zwei popula?ren Wegen la?sst sich das Wehratal entdecken. Zum einen auf dem Wehratal-Erlebnispfad, zum anderen auf der letzten Etappe des Schluchtensteigs, einem der scho?nsten Qualita?tswanderwege Deutschlands. Der 15,6 km lange Bernauer „Hochtalsteig“ fu?hrt hinauf zur 1.294 m hoch gelegenen Krunkelbachhu?tte, ganz nah ist hier das 1.415 m hohe Herzogenhorn, die ho?chste Erhebung in der Ferienwelt Su?dschwarzwald. In Todtmoos verbindet der 12 km lange „Lebku?chlerweg“ von der Rabenschlucht bis zum Wasserfall die scho?nsten Fleckchen rund um den Ort. Beide Premiumwanderwege sind fu?r ihre hervorragende Ausschilderung, ihren hohen Anteil an idyllischen Pfaden sowie ihre abwechslungsreiche Landschaft ausgezeichnet und als Schwarzwa?lder Genießerpfade markiert. Unterwegs erwarten den Wanderer außerdem gemu?tliche Himmelsliegen, beeindruckende Natur-Highlights und scho?ne Einkehrmo?glichkeiten.

Geeignet für

RennradMountainbikeRadwandernFerienWelt Südschwarzwald Tourist-InformationWehratalstraße 19Todtmoos(07674) 90 60-0info(at)ferienwelt-suedschwarzwald.dewww.ferienwelt-suedschwarzwald.defInfosDie FerienWelt Su?dschwarzwald liegt im su?dlichsten Teil des Schwarzwalds.Um Ihre passende Radtour zu finden, steht das Tourenportal zur Verfu?gung. Hier finden Sie alle Informationen die Sie brauchen: Tourenverla?ufe, Ho?henprofile, GPS-Tracks, Sehenswu?rdigkeiten, Einkehrmo?glichkeiten und vieles mehr. Werden Sie zum FerienWeltenbummler und entdecken Sie „mehr als Schwarzwald“ unter www.ferienwelt-suedschwarzwald.de.

Fahrradstadt Wien

Auf dem Donauradweg ist Wien ein Pflichtstopp, doch auch abseits des Flusses bieten viele geführte Radtouren oder Themenrouten Einblick in die Stadt: zum Beispiel zum Thema Natur, Kultur und dem Wiener Architekten Friedensreich Hundertwasser. Rund um die Altstadt gibt es den Sightseeing-Rundweg, auf dem man auf 4,5 Kilometern die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Wiens vom Sattel aus entdecken kann. Ein guter Startpunkt ist die Marienbrücke am Schwedenplatz. Von hier führt die Route den Franz-Josefs-Kai entlang zur Urania. Die Sternwarte ist im Stile des Jugendstils erbaut und beinhaltet zudem noch ein Kino und Puppentheater. Am Urania-Gebäude biegt man nun offiziell auf den Sightseeing-Radweg „Ringstraße“ ein. Mehr Jugendstilpracht gibt es bei Otto Wagners Postsparkasse zu bewundern. Das goldene Johann-Strauß-Denkmal passiert man im Stadtwald, wenige Minuten danach wartet die eindrucksvolle Hofburg am Wegrand, frühere Residenz der Habsburger und heutiger Sitz des österreichischen Bundespräsidenten. Die großen Grünflächen waren ursprünglich als Privatgarten des Kaisers angelegt worden und wurden erst später der Öffentlichkeit zugänglich. Das Palmenhaus wurde erst 1900 errichtet und beherbergt im linken Flügel das Schmetterlingshaus und im mittleren Teil ein Café. Das Museumsquartier gegenüber der Hofburg gehört zu einem der zehn größten Museumsbezirke der Welt. Der Ringstraße folgend gelangt der Radfahrer zum Rathausplatz. Das Ensemble aus Parlament, Rathaus, Burgtheater und Universität entfaltet die ganze Pracht der Gründerzeitära des späten 19. Jahrhunderts. Das Rathausgebäude besitzt mehr als 2.000 Fenster. Auf seiner Turmspitze steht der 3,5 Meter hohe eiserne Rathausmann. An der Votivkirche führt der Weg weiter hinunter zum Donaukanal. Von hier gibt es zwei Möglichkeiten: man kann dem Donaukanal entlang der Promenade zum Ausgangspunkt folgen oder in die Altstadt abbiegen. Statt dem Donaukanal folgend Richtung Altstadt zu fahren, kann man alternativ den Donauradweg West nehmen und über eine schöne Route entlang der Donau aus der Stadt hinaus in das nördlich gelegene idyllische Kahlenbergerdorf gelangen. Das am Fuße des Leopoldsberges gelegene Dorf hat sein ursprüngliches, vom Weinanbau gekennzeichnetes Ortsbild bewahrt und ist bekannt für seine Heurigen. Sportliche können die Route weiterfahren bis Klosterneuburg und das 900 Jahre alte Stift besuchen.

Geeignet für

fCitybikeDas Citybike-Netz ist auch für Wien-Besucher leicht zu nutzen. Das Prozedere ist simpel: Direkt am Citybike-Terminal mit Kreditkarte anmelden, Bike wählen und losradeln. Für eine einmalige Anmeldegebühr von einem Euro stehen 1.500 Fahrräder verteilt auf 120 Stationen zur Verfügung. Die erste Stunde ist gratis, danach wird eine Nutzungsgebühr verrechnet.NavigationAnachB-Routenplaner: kostenlose App, die den optimalen Weg durch Wien findet, anachb.at; Info zum Radfahren in Wien als PDF: www.wien.info/de/wien-fuer/sport/radfahren/rad-sightseeing

Feistritztal-Radweg

Der Fluss Feistritz entspringt vor einer idyllischen Naturkulisse – dem 1.298 m hohen Feistritzsattel. Stromabwärts trifft das Gewässer auf den Ort Ratten. Dort erinnert das Bergbaumuseum an das Brauchtum des Jogllands. Man transportierte die abgebaute Braunkohle mit der Feistritztalbahn weiter. Arbeiter entfernten 1981 die Gleise, präparierten den leicht abschüssigen Weg für Radfahrer. Die 18 km bis Birkfeld sind Genuss pur: Das Alpengewässer nimmt Geschwindigkeit auf, zwängt sich durch die Stubenbergklamm, erreicht den gleichnamigen Ort. Er ist eine wichtige Station an der steirischen Schlösserstraße. Auch die steirische Apfelstraße läuft durch die Gegend. Die Sonne verwöhnt die Hänge, lässt Wein, Obstsorten und Kastanien reifen.Den Wohlstand spiegeln die zahlreichen Prachtbauten wieder. Südlich des Sees zieht das Schloss Herberstein die Blicke an. Die Höhepunkte? Hier der Arkadenhof und der Rittersaal. Da der historische Garten und der Zoo. Seit dem 17. Jahrhundert hält man auf dem Gut Tiere. Heute bekommt man 100 Arten von fünf Kontinenten vor die Kamera.Die Steigungen liegen hinter uns, voraus eine beschauliche Landpartie durch Mais- und Kürbisfelder. Wir sind im Oststeirischen Hügelland angekommen. Der Alpenbogen ist hier zu Ende, er läuft in sanft gewellten Anhöhen aus. Dazwischen greifen Wasserläufe wie Finger ins Terrain. Sie ebnen den Weg zum genussvollen Radeln, so auch im Feistritztal. Am rechten Ufer: Gersdorf, Schloss Feistritz, die Mündung der Ilz. Links: Schachblumenwiesen, Grosswilfersdorf, Altenmarkt. Dann wachsen aus der Ebene die Türme von Fürstenfeld empor. Wie ging der Refrain der steirischen Band S.T.S. in ihrem Klassiker noch? „I brauch ka grosse Welt, i will ham nach Fürstenfeld“. In der Tat gibt es hier alles, nur im Kleinformat. Man kann eine der Kirchen besuchen, danach über den charmanten Hauptplatz spazieren. Die 500 Jahre alte Pfeilburg bei der „Stadt an der Grenze“ beherbergt eine spannende Ausstellung. Wer die elf Räume durchstreift, lüftet das ein oder andere Geheimnis: zum Beispiel, was es mit dem Namen Kruzitürken-Museum auf sich hat. Oder, was Christoph Liscutin bewog, hinter diesen Mauern Österreichs erste Tabakfabrik einzurichten. Den größten Trumpf spielt die Region mit ihren sechs Thermenorten aus. Das Badehaus Loipersdorf liegt vier Kilometer südlich des Radwegs – ideal, um dort die gelungene Reise zu beschließen. Man streckt die Beine aus, genießt das Nass. Radfahren in der Steiermark bedeutet, die Natur genießen, den Kopf frei bekommen, vor allem aber: Wellness für Körper und Geist.

Länge der Tour

110 km

Tourcharakter

Die komplette Route ist fast steigungsfrei und führt bergab. Zu Beginn nutzt man Nebenstraßen. Zwischen Ratten und Birkfeld gibt es einen Bahntrassenradweg. Talabwärts rollt man meist über Radwege. Auf den Routenlogos steht „R8 Feistritztalradweg“. Mit der nostalgischen Feistritztalbahn erreicht man Birkfeld. Auch das Reiseziel Fürstenfeld hat einen Bahnhof.

Geeignet für

Etappen

1.

Feistritzsattel (1.298 Meter) – Ratten – Birkfeld::40 km

2.

Birkfeld – Stubenberg am See – Kroisbach an der Feistritz – Grosswilfersdorf – Fürstenfeld::70 km

steiermark.comfReiseführerÖsterreichs schönste Radfernwege, Styria Regional

Großglockner

Sie beginnt gemächlich. Dann wird sie steiler und steiler – die Großglockner Hochalpenstraße. Los geht es in Bruck. Im Norden lädt der Zeller See zum Baden ein, entlang der Salzach kann man entspannt dem Tauernradweg nachsteuern. Aber wir wählen den Weg nach Süden. Er hält auf die Glocknergruppe zu. Ihr König sticht 3.798 m in den Himmel. An seinem Fuß erschließt die 48 km lange Serpentinenstraße seit 1935 das Gebirge. 5 Jahre lang dauerten die Arbeiten, um eine herrliche Trasse in die Wildnis zu schlagen. Die Höhenmeter muss man sich jedoch hart erkämpfen. Radler schlüpfen durch die Mautstelle, finden sich sogleich in den ersten Kehren wieder. Die Steigung pendelt zwischen 10 und 12?%. Man hat die Kurven mit Namen versehen; daneben stehen Höhenangaben. Bergfreunde passieren reizvoll gelegene Rastplätze und lassen den Blick auf die wilde Gipfelschau schweifen. Das Asphaltband durchschneidet den Nationalpark Hohe Tauern. Im Sommer 2015 besuchten ihn 1,6 Millionen Gäste. Sie gingen wandern, nahmen an geführten Rangertouren teil oder entdeckten die Tierwelt. Neben den „Stars“ Steinadler, Steinwild, Bartgeier zählte man in den Bergwiesen mehr als 1.200 Schmetterlingsarten. Wir treten hinauf zum Hochtor (2.504 m), das die Passhöhe markiert. Hier treffen das Salzburger Land und Kärnten aufeinander. Das Terrain kippt ab – die Räder schießen zu Tal. Nach sieben Kilometern kann man einen Ausflug zur Franz-Josef-Höhe (2.369 m) unternehmen. Auf der Fahrt glänzen voraus die Eisfelder des Großglockners. Am Ende der Straße blickt man auf die Pasterze, den größten Gletscher des Landes. Bisher starben rund 250 Menschen bei dem Versuch, den höchsten Punkt der Alpenrepublik zu besteigen. Man gedenkt ihnen im Ort Heiligenblut. Bereits aus der Ferne erkennt man den schlanken Turm der Pfarrkirche St. Vinzenz. Wir biegen auf den Glockner-Radweg R8 ein. Die Strecke umfasst 80 Kilometer. Die meisten Höhenmeter sind mittlerweile aufgebraucht. So strampeln wir an der Seite der dahineilenden Möll zu Tal. Die Siedlungen werden größer, die Berge lieblicher. Auf Döllach folgen Winklern und Ausserfragant. Die Höhepunkte der Etappe? Der Mautturm in Winklern, der Gössnitz Stausee und eine Rafting-Tour auf dem Fluss. Anschließend mündet unsere Reiseroute in den Alpe Adria Radweg. Wir nutzen ihn für 20 km bis Möllbrücke. Dort lässt man die Reise Revue passieren. Die Anstiege, Gipfel, Schluchten und Täler. Die Bergdörfer, Kirchen und Burgen, alle verbunden durch zwei spektakuläre Alpenstraßen.

Länge der Tour

144 km

Tourcharakter

Die Nordrampe der Großglocknerstraße ist 32 km lang und überwindet 1.900 Höhenmeter! Auf der Südseite genießt man den markierten Glockner-Radweg R8. Die Großglockner Hochalpenstraße ist meist von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet. Radler sollten Feiertage und die Wochenenden meiden. Im Juni findet die Radveranstaltung Glocknerkönig statt. An diesem Tag ist die Straße für Fahrzeuge gesperrt. Im Mölltal gibt es einen Radbus.

Geeignet für

Radwandern

Etappen

1.

Bruck an der Großglocknerstraße – Hochtor (2.504 m) – Edelweissspitze (2.572 m) – Wallackhaus (2.304 m)::40 km

2.

Wallackhaus – Franz-Josef-Höhe (2.369 m) – Heiligenblut::28 km

3.

Heiligenblut – Winklern – Obervellach – Möllbrücke::76 km

salzburgerland.com, kaernten.at, grossglockner.atfReiseführerRadatlas Osttirol, Esterbauer-Verlag

Vennbahn- und Rurufer-Radweg

Geringe Steigungen und hervorragende Beschilderungen zeichnen den Vennbahn-Radweg aus, auf dessen Strecke abwechslungsreiche Geschichten, Relikte der Eisenbahngeschichte sowie ehemalige Bahnhöfe und Waggons liegen. Mit einer Steigung von 2?% auf 125 Kilometern führt einer der längsten Bahntrassenradwege Europas durch drei Länder (Deutschland, Belgien, Luxemburg) und eignet sich auch als Familientour.Der Einstieg auf den Vennbahn-Radweg ist im luxemburgischen Troisvierges. Gleich der erste Tunnel auf der Vennbahn ist jedoch für die Durchfahrt gesperrt. Eine seltene Fledermausart hat die dunkle Röhre zu ihrer Heimstatt gemacht. Es lohnt sich trotzdem, bis an den Tunnel heranzufahren. Seine verwilderten und mit Moos bewachsenen Mauern wirken beeindruckend. Nach der Burgruine Reuland passiert der Vennbahn-Radweg die Grenze nach Deutschland. Abwechslungsreiche Landschaften, geprägt von zahlreichen Bachläufen und kleinen Flüsschen, liegen rechts und links zu Seiten des Radweges. Die Vennbahn war einst die wichtigste Bahnstrecke in der Region und verband die Industriegebiete von Aachen mit Luxemburg. Wer mehr über die Geschichte der Vennbahn lernen möchte, sollte in St. Vith einen Abstecher ins Heimatmuseum machen. Hinter dem Ort führt die Strecke unter einem Viadukt hindurch. Die Landschaft zeigt sich grün und saftig mit sanft gewellten Hügeln, und die nächste Etappe führt mitten hinein in den Naturpark Hohes Venn. Das Hochmoor fungiert als Wasserspeicher, der zahlreiche Bachläufe und Flüsse speist. Eine weitläufige Heidelandschaft markiert das Ende des Naturparks. Nachdem der Weg die deutsche Exklave „Ruitzhof“ passiert hat, ist schon Kalterherberg erreicht, wo der Übergang auf den Rurufer-Radweg erfolgen kann. Wer sich auch den Rest des Vennbahn-Radweges nicht nehmen lassen möchte, fährt nun noch über das sehenswerte Viadukt von Reichenstein und gelangt in die ehemalige Schmugglerhochburg Mützenich. Auf seinem weiteren Verlauf durchquert der Vennbahn-Radweg mehrmals die deutsch-belgische Grenze, ehe er nach einer Fahrt durch eine Wald- und Wiesenlandschaft in der ehemaligen Kaiserstadt Aachen endet. Der Rurufer-Radweg auf seinem Verlauf vom Ursprung in Belgien durch die deutsche Eifellandschaft bis zur Mündung in die niederländische Maas ist so wechselvoll wie der Fluss selbst. Mal verläuft der Weg sanft, mal führt er durch bewegte Höhen. Der offizielle Startpunkt des Radweges liegt einige Kilometer hinter der belgisch-deutschen Grenze am Signal de Botrange. Ab Monschau folgt der Rurufer-Radweg dem tiefeingeschnittenen Rurtal zur Rur­seenplatte. Hoch aufragende Schieferfelsen begleiten die Strecke auf der flussabgewandten Seite. Im Naturpark Eifel können geduldige Radler Wildkatzen, Spechte oder Mauereidechsen beobachten und sich danach entscheiden, an welchem Rurufer sie weiterfahren. Auf der rechten Seite wird der Nationalpark durchquert, links der Wassersportort Woffelsbach touchiert. Vorbei an den Buntsandsteinfelsen bei Ni­deggen steuert der Rurufer-Radweg den letzten Stausee auf der Tour an. Hier wurde für Wanderfische eine Fischtreppe gebaut, um in die oberen Flussabschnitte zu gelangen. Hinter dem Stausee treten die Berge zurück und lassen Platz für ausladende Auwälder. Die letzte Etappe prägen beinahe mediterran anmutende Bauerngärten und Obstplantagen bis Roermond.

Tourcharakter

Mehr als die Hälfte der des Rurufer-Radwegs ist eben, im Oberlauf der Rur aber auch hügelige Abschnitte mit teils starken Steigungen. Fast durchgängig asphaltiert oder wassergebunden, größtenteils autofrei.

Geeignet für

Radwandernwww.vennbahn.eu, www.rurufer-radweg.defEtappen Vennbahn-RadwegTroisvierges – Burg-Reuland – St. Vith – Waimes – Monschau – Raeren – Aachen Anschluss an Ruruferradweg in Kalterherberg vor Monschau

Mosel-Radweg

Die Mosel entspringt in den französischen Südvogesen auf 715 m Höhe und schlängelt sich auf 545 km bis zur Mündung in den Rhein bei Koblenz. Die ersten Kilometer plätschert die Mosel noch allein durch die lothringische Mittelgebirgsidylle. Im französischen Thionville beginnt dann der gut ausgeschilderte und anhängertaugliche Mosel-Radweg, der den Fluss mit all seinen Schleifen und Windungen bis zur Mündungsspitze am „Deutschen Eck“ begleitet. Der Mosel-Radweg ist eine beliebte Radfernstrecke, denn neben traumhaften Landschaften mit Steilhängen, Burgen und Wäldern verbindet der Radweg französische und deutsche Kultur und lädt nicht nur aufgrund kulinarischer Schätze zum Verweilen ein. Wie Perlen reihen sich idyllische Orte, Weingüter und historische Stätten entlang der Strecke auf und bieten dem Radreisenden vielfältige Leckerbissen für Auge, Geist und Gaumen. Der Mosel-Radweg verläuft meist in Ufernähe und teilweise zu beiden Seiten des Ufers. Er durchquert Lothringen, streift Luxemburg und übertritt bei Perl die Grenze zum Saarland. Auf der Strecke begegnet man immer wieder den Spuren 2.000 Jahre alter römischer Geschichte. Für geschichtsinteressierte Radler ist die Stadt Trier mit neun UNESCO-Welterbestätten wie der Porta Nigra oder den Kaiserthermen sicher einen längeren Aufenthalt wert. Die Römer haben aber nicht nur für interessante Bauwerke entlang des Radweges gesorgt, auch der traditionelle Weinanbau in der Region geht auf die damaligen kulinarischen Sitten im römischen Reich zurück. Für Weinliebhaber ist der Mosel-Radweg daher besonders interessant. Auf dem gut ausgebauten Radweg passiert man zahlreiche Weindörfer mit Fachwerkidylle und kleinen Weinstuben, die zum Einkehren einladen. Ab Schweich durchbricht der Fluss das rheinische Schiefergebirge. Die vom Weinanbau geprägten Uferberge gewinnen zunehmend an Höhe, und die Mosel windelt sich in ihren typischen Schleifen durch das enger werdende Tal. An Sehenswürdigkeiten herrscht entlang des Mosel-Radweges kein Mangel, so säumen unter anderem römische Villen, Fachwerkdörfer und die Jugendstilstadt Traben-Trarbach den Weg. Im weiteren Verlauf pedalieren die Reisenden durch das Land der Moselburgen, die nur zum Teil vom Radweg aus zu sehen sind. Weiter geht es vorbei an Zell und Cochem in Richtung Rheinmündung. Einen Abstecher lohnt die Burg Eltz aus dem 12. Jahrhundert. Der untere Abschnitt der Mosel, auch Terrassenmosel genannt, zeichnet sich landschaftlich durch ein enges Tal mit steilen Hängen aus. Auch hier bietet es sich immer wieder an, die Wanderschuhe aus der Packtasche zu nehmen. Die letzten Kilometer ab Löf verläuft der Mosel-Radweg auf der linken Flussseite bis Koblenz. Hier erreicht der Radler nach ca. 275 km das „Deutsche Eck“ am Rhein gegenüber der Festung Ehrenbreitsein.

Länge der Tour

275 km

Geeignet für

RadwandernMosellandtouristik GmbHKordelweg 1Bernkastel-Kues(06531) 973 30info@mosellandtouristik.demosellandtouristik.de, moselland-radtouren.defBesonderheitenAutofreier Raderlebnistag „Happy Mosel“ am 22. Mai 2016. Die Bundesstraßen sind von 11 bis 18 Uhr auf 80 km von Schweich bis Reil für Kraftfahrzeuge gesperrt. Die Radwanderlandschaft an der Mosel wird zur verkehrsberuhigten Zone und lädt zum ungestörten Radfahren ein.Karten und PlanungADFC-Radreiseführer Mosel-Radweg, 1:50.000, Bielefelder Verlag, 14,95 Euro; Radtourenbuch „Mosel-Radweg“, 1:50.000, bikeline, Verlag Esterbauer, 13,90 Euro.

Rhein-Radweg

Einen der schönsten Abschnitte bildet der Rhein-Radweg durch NRW, von Bonn bis Emmerich auf beiden Rheinseiten. Historische Ortskerne wechseln sich ab mit großstädtischem Ambiente von Metropolen wie Köln und Düsseldorf bis der Rhein sich in die flache Naturlandschaft des Niederrheins ergießt. Wir starten am Drachenfels im Siebengebirge bei Königswinter. Der Berg steht markant über dem Rheintal, die Ruine des Drachenfels ein Symbol der Rheinromantik und ein bei Touristen beliebtes Ausflugsziel. Der Radweg folgt hier dem Fluss von Königswinter zu Füßen des Siebengebirges rechtsrheinisch bis Bonn. In der ehemaligen Bundeshauptstadt kann nicht nur deutsche Geschichte hautnah erlebt werden. Das Parlaments- und Regierungsviertel bietet auch architektonisch einiges für das Auge. Neben zahllosen weiteren Sehenswürdigkeiten locken Beethovens Geburtshaus oder ein Spaziergang über die Museumsmeile. Ein wenig den Rhein hinunter folgt auf Bonn die nächste große Rheinmetropole: Köln. Der Dom prägt das Stadtbild, und an sonnigen Tagen lockt die Rheinpromenade oder eine Fahrt mit der Seilbahn über den Rhein. Durch eine Landschaft, die zugleich geprägt von Natur, Industrie und kleinen Städten ist, führt der Radweg gen Norden. Linksrheinisch wartet Zons, eine der schönsten Festungsstädte am Rhein mit zahlreichen historischen Wachtürmen auf. Am Zonser Grind beginnt der Rhein enge Kurven zu werfen und schlängelt sich allmählich nach Düsseldorf. Mondän erstreckt sich das Hafenviertel mit Bauwerken vom bekannten kanadisch-US-amerikanischen Architekten Frank Gehry. Rechtsrheinisch verlässt der Rhein-Radweg nun zunächst die städtisch geprägten Gebiete und führt überwiegend naturnah durch Wiesen und Auen, bis mit Duisburg bereits die nächste Rheinmetropole folgt. Mit ihr verlassen wir das dicht besiedelte Ruhrgebiet und treten ein in die Region des Niederrheins. Der wunderschöne Ortskern der Stadt Xanten liegt nun auf der linken Rheinseite. Mehrere Museen konzentrieren sich auf die über 2000-jährige Geschichte, die vor allem durch römischen Einfluss geprägt ist. Dies zeigt sich zum Beispiel in dem Hafentempel der Colonia Ulpia Traiana oder dem Amphitheater. Der archäologische Park mit dem Römermuseum und dem Regionalmuseum vereint die wichtigsten rekonstruierten Bauwerke. Neben dem Rhein als wichtigste Wasserader in der Region liegen auch rechts und links des Flusses nun verstärkt Seen, die vom Rhein-Radweg immer mal touchiert werden oder als Badesee einen Abstecher wert sind. In Emmerich endet der deutsche Teil des Rhein-Radweges. Kurz dahinter passiert der Rhein die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden und spaltet sich auf. Der Rhein-Radweg folgt dem Hauptstrom, der Waal durch das Rheindelta.

Tourcharakter

Der Rhein-Radweg ist durchgängig sehr gut ausgebaut und beschildert. Obwohl die Landschaft in der Umgebung verschiedene Formen durchläuft, bleibt der Rhein-Radweg stets flach. Die Strecke ist überwiegend asphaltiert und autofrei, verläuft aber in der Nähe von Bahn und Straße.

Geeignet für

RadwandernfKarten & ReiseführerBikeline Rhein-Radweg 1-3, Verlag Esterbauer, 1:75.000GPS und Infos zum Rhein-Radweg in NRW (linksrheinisch) im Tourenportal von radregionrheinland.de

R1 in NRW

Gleich am Startort Vreden liegt das erste Highlight des Radweges: Das Zwillbrocker Venn ist eines der größten Naturschutzgebiete Nordrhein-Westfalens. Die Heide- und Moorlandschaft bietet unter anderem Lachmöwen und Flamingos eine Heimat – weiter nördlich als hier findet man keine Kolonien der exotischen Vögel. Seltenheitswert haben auch die Exponate im Siku-Museum, das ebenfalls am Radweg in Stadtlohn seinen Sitz hat. Dort gibt es neben den Spielzeugautos auch Oldtimer zu sehen.Hinter Stadtlohn zeigt sich dann das Münsterland von seiner feudalen Seite. Prächtige Schlösser und ansehnliche Gutshäuser säumen den Weg bis in die Universitätsstadt Münster. Den Anfang macht Schloss Darfeld bei Rosendahl – ein typisches Wasserschloss der Region, dessen Fassade sich bei sonnigem Himmel wunderschön im Wassergraben spiegelt. Schön geht es auch weiter: Über Alleen und kleine Pfade führt die Route bis Münster. Der lebendigen Universitätsstadt und Stätte des Westfälischen Friedens kann man gut zwei Tage der Radreise reservieren. Wer an Fahrradkultur seine Freude hat, wird Münster mögen. In einem der Straßencafés zu sitzen und den nicht endenden Strom der Radfahrer vorbeifließen zu sehen, hat einen gewissen Reiz. Wieviel Pferdestärken hat eigentlich ein Radler? In der Regel etwas mehr als ein Siebtel PS bei gemütlicher Fahrt. Hunderte Pferdestärken auf engem Raum warten in Warendorf. Die Metropole des deutschen Pferdesports lohnt aber auch wegen ihrer Altstadt. Von hier geht es zunächst nach Sassenberg mit der imposanten Doppelschlossanlage Harkotten. An den Ufern der Ems lädt Harsewinkel zu längerem Verweilen ein. Dann verlässt der R1 schon bald das Münsterland. Die Möbelstadt Rheda-Wiedenbrück mit dem Landesgartenschau-Gelände und Gütersloh mit seinem prämierten Stadtpark warten mit Gartenkunst inmitten städtischen Lebens auf. Im Teutoburger Wald wird der R1 hügelig und fordert etwas mehr Körpereinsatz. Aber Perlen wie Detmold mit dem Hermannsdenkmal oder die Externsteine und das Moor um Bad Meinberg lohnen die Mühen. Höxter, am Ende der Tour, trägt alle Züge einer typischen Stadt im Weserbergland mit reich verzierten Fachwerkhäusern.

Länge der Tour

324 km (in NRW)

Tourcharakter

Es geht durch die flache Münsterländer Parklandschaft. Kleinere Steigungen gibt es im Ostteil der Strecke, ab circa km 240. Dennoch ist ein Tourenrad mit Nabenschaltung ausreichend. Die Beschilderung ist ausgezeichnet.

Geeignet für

Radwandern

Etappen

1.

Vreden – Münster:98,7 km

Vreden: Naturschutzgebiet Zwillbrocker Venn; Münster: Aasee & Promenade, Stadtkern

2.

Münster – Schloss Holte:104 km

Warendorf: NRW-Landesgestüt; Sassenberg: Harkotten; Harsewinkel: Schloss Marienfeld, Motorradmuseum, Puppenmuseum; Gütersloh: Stadtpark; Rietberg: Bibeldorf, Klimapark;

3.

Schloss Holte – Höxter:88,4 km

Detmold: Hermannshöhen, Lippisches Landesmuseum, Teuto-Kletterpark; Horn-Bad Meninberg: Externsteine; Höxter: Schloss und Kloster Corvey

Münsterland e.V.(02571) 949 392touristik@muensterland.commuensterland-tourismus.def

Radregion Rheinland

Ob auf Tagestouren oder den zahlreichen längeren Radwegen lässt sich die Region immer wassernah entlang des Rheins, der Sieg, der Erft oder auf der Wasserburgen-Route in Mittelgebirgslandschaften kennenlernen. Zahlreiche Routen eignen sich außerdem für sportliche oder entspannte Tagestouren. So lässt sich zum Beispiel unter dem Thema Kunst und Kultur die Barockarchitektur in und um Bonn auf 36 km erradeln oder alte und moderne Architektur in Köln entdecken. Touren zur regionalen Küche lassen sich ebenso finden, wie familienfreundliche Kurztouren, Themenrouten zu Burgen & Schlössern sowie viele weitere. Die gesamte Auswahl findet man auf radregionrheinland.de. Die Navigationstools (siehe links) der Radregion unterstützen dabei, den richtigen Weg für die schönste Tour durchs Rheinland zu finden. Ein Highlight des Rheinlandes bilden die Panorama-Radwege durch das Bergische Land. Auf ehemaligen Bahntrassen sind Radfahrer heute steigungsarm unterwegs und können dabei die schönen Panoramaaussichten genießen. Tunnel, Viadukte und Meilensteine erinnern an die Eisenbahnvergangenheit der Strecke und liefern interessante Fotomotive. Das Radwegenetz umfasst 300 Kilometer, die sich auf 4 Panorama-Radwege aufteilen: den Niederbergbahn Panorama-Radweg, die Balkantrasse, den Bergischen Panorama-Radweg und den Ruhr-Sieg-Radweg. Der Bergische Panorama-Radweg ist mit rund 130 km der längste der Panorama-Radwege und führt von Hattingen nach Olpe. 14 Tunnel und bis zu 40 Meter hohe Viadukte, dazu zahlreiche Brücken mit herrlichen Ausblicken auf die bewegte Landschaft und die Häusermeere der angrenzenden Städte, zeichnen diesen Radweg aus. Ein besonderes Erlebnis abseits des Sattels bietet auf dieser Tour die Fahrt mit der Schwebefähre über die Wupper. Bis Olpe passiert der Radweg dann die Schlossstadt Hückeswagen, Wipperfürth und führt über Marienheide bis ins Sauerland. Der Bergische Panorama-Radweg ist derzeit noch nicht durchgängig beschildert. Ausführliche Tourdaten, sowie GPX-Track gibt es auf panorama-radwege.de/bergischer-panorama-radweg oder im Tourenportal der Radregion Rheinland.

Geeignet für

fNavigation im RheinlandApp: Mit der kostenlosen App QuoRadis für iOS und Android kann man sich per Smartphone oder Tablet durch das Rheinland navigieren lassen. Neben den bekannten Radwegen sind über die App auch spezielle Thementouren verfügbar, die zu historischen Denkmälern, Burgen oder Industrieanlagen führen. Um das Rheinland multimedial zu erleben, können an ausgewählten Orten Videos, Audiodateien oder Bilder abgerufen werden, die zusätzliche Informationen zu der Themenroute liefern. Die Navigation der App funktioniert über Sprachansage. Zusätzlich zur Wegführung beinhaltet die App auch Informationen zu Werkstätten, Gastronomie- und Hotelleriebetrieben. Tourenportal: Im Tourenportal der Radregion Rheinland sind mehr als 70 Touren verzeichnet. Sie lassen sich durchsuchen nach Länge der Tour, Schwierigkeitsgrad oder Radtyp. Zur ausgewählten Tour liefert das Tourenporal neben dem Routenverlauf auch Steckbrief, Beschreibung, Highlights und Fotos. Der Track lässt sich als gpx- oder kml-Datei herunterladen, ebenso wie als PDF mit Karte und Tourenbeschreibung. radregionrheinland.de/tourenportal; Karten: Um die Navigation zu erleichtern, wurde 2015 das aus den Niederlanden und Belgien bekannte Knotenpunktsystem in der Radregion Rheinland eingeführt. Auf den neuen Karten des Bielefelder Verlags wird nun erstmals das Knotenpunktsystem in der gesamten Region abgebildet. Mit Hilfe der neuen Fahrradkarte „Radwandern in der RadRegionRheinland – Mit Knotenpunktnetz und ausgewählten Thementouren“ können Radfahrer ihre Touren nun auch von zu Hause aus planen und Ideen für neue Routen sammeln. Die Karte ist im Bielefelder Verlag erschienen und ist im Buchhandel für 7,95 Euro erhältlich. Auch über die Internetseite radregionrheinland.de kann die Karte direkt beim Verein bestellt werden.