- Abenteuer Island: Mit dem Bike ins Reich der Wikinger
- Grenzgängerroute Teuto-Ems: Unterwegs auf alten Schmugglerpfaden
- Dänische Ostseeroute: Hotdogs mit Meerblick
- Neuheiten 2020: Mit dem Rad in die Zukunft – Eurobike-Nachlese
- Ausprobiert: SKS Compit+, eine Smartphone-Halterung mit Powerbank
- Winterkleidung: Diese Teile halten Sie warm!
RADtouren 6/19
SKS Compit+ – Smartphone Halterung mit Powerbank
Test, Text und Foto: Ingo Effing
Will man das Smartphone auf der Radtour zur Navigation nutzen, stellen sich zwei Fragen: Wie befestige ich das Smartphone sicher und gut sichtbar am Fahrrad? Und: Wie versorge ich es mit Strom, damit energiehungrige Anwendungen nicht im Handumdrehen den Akku leer saugen?
Die Lösung bieten jetzt die Sauerländer von SKS mit dem Compit+ an, einer Smartphone-Halterung mit 5000 mAh Powerbank, einzeln auch +COM/UNIT genannt. Die Halterung wird am Lenker über dem Vorbau montiert; um das Handy anzubringen braucht man ein passendes Cover mit Bajonettaufnahme auf der Rückseite (nicht im Lieferumfang enthalten). Das Smartphone kann längs oder quer entweder direkt auf dem Halter befestigt werden oder auf der +COM/UNIT, die wahlweise zur Stromversorgung dazwischengeschaltet wird. Die Powerbank ist mit einem NFC-Chip und Qi-Ladefunktion ausgestattet; Qi-fähige Handys können auf der Powerbank kabellos über Induktion geladen werden. Beherrscht das Smartphone auch die Kurzstrecken-Kommunikation NFC, lassen sich auf dem Chip Daten speichern und auslesen. So können bei Kontakt automatisch Smartphone-Einstellungen geändert oder eine Navi-App gestartet werden.
Der Halter ist schnell mit vier Schrauben am Lenker montiert. Zum Test haben wir ein eigenes Handy-Case auf der Rückseite mit dem SKS-Universaladapter beklebt. Das Trio aus Halter, Powerbank und dem Smartphone im Case hat bei uns zu Testzwecken auf einem Mountainbike Platz genommen. Den Härtetest im Gelände besteht das Compit+ problemlos ohne zu wackeln oder gar das Smartphone abzuwerfen. Gegen Sonneneinstrahlung kann die Neigung der Aufnahme verstellt werden, so war das quer angebrachte Display jederzeit gut lesbar. Die +COM/UNIT hat mit zwei Ampere Stromstärke genug Power, um das Smartphone während der Fahrt zügig aufzuladen. Wie lange das Smartphone mit Extraenergie aus der Powerbank durchhält, lässt sich pauschal nicht vorhersagen. Für eine ausgedehnte Tagestour sollte es aber in den meisten Fällen ausreichen. Das Compit System gibt es in verschiedenen Ausführungen auch für E-Bikes mit Bosch Display.
Fazit: Das SKS Compit+ ist ein smarter Smartphone-Halter mit leistungsstarker Powerbank. Eine einfache Möglichkeit, das Handy unterwegs als Navi zu nutzen.
SKS Compit+ – Smartphone Halterung mit Powerbank (+COM/UNIT)
Preis: 79,99 Euro (zzgl. Cover für 9,99 Euro); Schnittstellen: USB In/Out (Micro-B/Standard-A, DC 5 V/2 A), NFC, Qi-Ladefunktion; Akku-Kapazität: 5000 mAh; Gewicht: 62 g (Halter), 190 g (+COM/UNIT), ca. 25 g (Case); Maße: (LxBxH): 130 x 70 x 16 mm (+COM/UNIT); Schutzart: IP54
Island
Spätestens seit sich Island im Jahr 2016 überraschend für die Fußball-EM qualifizierte und das Gänsehaut auslösende „Húh!“ der begeisterten Fans durch die Stadien hallte, kennt wohl jeder das kleine Land im Nordmeer mit seinen knapp 360 000 Einwohnern. Für Radfahrer, die heftigen Wind, Regen und niedrige Temperaturen nicht scheuen, bietet die Insel eine perfekte Spielwiese für ein Reiseabenteuer mit Rad und Zelt.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 6/2019.
Text und Foto: Carsten Grüttner
Infos zum Nachfahren
An- und Abreise
Iceland Air fliegt die circa 3,5 Stunden dauernde Strecke ganzjährig und bietet Direktflüge von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München und Zürich an. Eurowings fliegt in den Sommermonaten direkt ab Berlin, Hamburg und Köln. Die Flugpreise variieren je nach Startflughafen, Gesellschaft, Saison und Buchungszeitraum zwischen circa 200 Euro und 700 Euro (Hin- und Rückflug). Bei Eurowings kostet die online buchbare Fahrradmitnahme derzeit 50 Euro pro Strecke, bei Iceland Air 77 Euro. Eine vorherige Anmeldung und eine Transportverpackung sind erforderlich. Beschaulicher gestaltet sich die Reise mit der eher zweckmäßig ausgestatteten Autofähre MS Norröna (Smyril Line) in zweieinhalb Tagen ab Hirtshals (dem nördlichsten Punkt Dänemarks) bis an die isländische Ostküste (Seyisfjörur).
Gefahrene Route (Pro Woche)
1. Woche: Keflavík – Arnarstapi 295 km
2. Woche: Arnarstapi – Ísafjörur 429 km
3. Woche: Ísafjörur – Borgarnes 336 km
Gesamt: 1060 km
+ Busfahrt Borgarnes > Keflavík 148 km
Sehenswertes
Reykjavík: Konzerthaus Harpa, Hallgrimskirche, Walbeobachtung (beste Zeit Juli bis August), Ausflug zur Blauen Lagune; Arnarstapi: Snæfellsnes Küsten-Wanderweg, Nationalpark Snæfellsjökull; Rif: The Freezer Hostel & Culture Centre; Látrabjarg: Beobachtung Papageitaucher; Naturpark Dynjandi mit Wasserfällen; Ísafjörur: Altstadt
Streckencharakter & Ausrüstung
Die Strecke verläuft größtenteils auf asphaltierten Straßen, die aber nur wenig befahren sind, und gelegentlich auch auf gut fahrbaren Schotterpisten. Nach einem entspannten Einrollen auf eher flachen Strecken geht es weiter nördlich über zahlreiche kleine Pässe, welche die kleinen Orte entlang der Küste miteinander verbinden. Zwischen Stykkishólmur und Breidafjörur Bay ist täglich die Fähre „Baldur“ unterwegs. Ziel war es, auf einsamen Strecken unterwegs zu sein und die stark befahrene Ringstraße Islands zu meiden (daher auch die letzte Etappe per Bus). GPS-Daten, Google-Maps oder Ähnliches sind zur Orientierung und für das Ausweichen auf Nebenstraßen hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich, da die Auswahl der verfügbaren Straßen und Wege begrenzt ist. Island eignet sich aufgrund hoher Hotelpreise und zahlreicher Campingplätze vor allem für Radreisen mit Zelt und Schlafsack. Da auch im Sommer und vor allem nachts die Temperaturen im niedrigen einstelligen Bereich liegen und Regenschauer sowie starke Winde ihr Übriges tun, empfiehlt sich guter Regen- und Windschutz (siehe auch „Kaufberatung Winterbekleidung“, Seite 60). Angesichts der sehr dünnen Infrastruktur und hoher Restaurantpreise ist auch die Mitnahme von Kocher und Campinggeschirr empfehlenswert.
Reisezeit
Die beste Zeit für Radreisen in Island ist der Sommer. Von Juni bis Ende August steigen die Temperaturen und im Juli kann es bei Sonnenschein auch bis zu 25 Grad warm werden. Die Durchschnittstemperaturen betragen aber auch im Sommer nur 10 Grad. Vor allem lockt im Sommer die Aussicht auf lange Tage im Licht der Mitternachtssonne, da Island nur knapp unterhalb des Polarkreises liegt. Die langen Tage ermöglichen es dem Radreisenden, sich ganz im eigenen Rhythmus zu bewegen. Wer allerdings schon Anfang Juni über das isländische Hochland fahren möchte (nicht Teil der hier vorgestellten Reiseroute), muss mit schlammigen Pisten und reißenden Flüssen rechnen; die meisten Pässe sind dann noch gesperrt. Es empfiehlt sich daher, sich über den Zustand der Pässe zu informieren, bevor man aufbricht.
Unterkünfte & Campingplätze
Island verfügt über ein gutes Netz von festen Unterkünften und Campingplätzen. Hotels können in der Hauptsaison allerdings schnell über 100 Euro/Nacht kosten, ohne dabei viel Luxus zu bieten. Demgegenüber sind die circa 150 Campingplätze auf Island vergleichsweise günstig (ab circa 12 Euro) und verfügen oft über eine gut ausgestattete Gemeinschaftsküche, Waschmöglichkeiten oder gar einen Swimmingpool.
Landkarte & Reiseführer
Es ist empfehlenswert, sich im Tourist-Office in Reykjavík die jeweils aktuelle und kostenlose Fahrradkarte für Island zu besorgen oder sich diese online unter https://cyclingiceland.is/de/ herunterzuladen. Auf der Karte gibt es auch nützliche Informationen zur Ausstattung der jeweiligen Campingplätze.
Stefan Loose: Reiseführer Island, Verlag Loose, ISBN-10: 9783770178704, 24,99 Euro.
Sonst noch gut zu wissen
Island gehört nicht zur EU, wohl aber zum Schengenraum. Das garantiert die Reisefreiheit und daher können Deutsche, Österreicher und Schweitzer ohne Visum mit Reisepass oder Personalausweis beziehungsweise Identitätskarte einreisen (wenn sie mindestens noch drei Monate gültig sind).
Wer auf Island mobil bleiben möchte, besorgt sich gleich am Flughafen eine isländische Daten-SIM für sein Smartphone und ist damit unterwegs von lokalen WLANs unabhängig (zum Beispiel für Hotelbuchungs-Apps, die einen per GPS zur Unterkunft lotsen).
Fast überall kann man auf Island mit Kreditkarte bezahlen, selbst Kleinstbeträge im Café oder die Gebühr auf dem Campingplatz.
GPS
Grenzgängerroute Teuto-Ems
Unzählige Burgen und Schlösser, traumhafte Natur und gemütliche Städtchen – all das bietet die mit vier ADFC-Sternen ausgezeichnete „Grenzgängerroute Teuto-Ems“. Eine spannende Entdeckungstour aus der Sattelperspektive in drei Etappen.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 6/2019.
Text und Foto: Klaus Herzmann
Infos zum Nachfahren
Anreise
Auto: Als Rundkurs bietet sich hier die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug an. Wo immer man auch startet: Die Städte und Gemeinden entlang der Route erreicht man mühelos über die A1, A30 und die A33. Hamburg–Bad Laer ca. 300 km, Köln–Bad Laer ca. 200 km, München–Bad Laer ca. 650 km
Bahn: Ausgezeichnete Verbindungen nach Osnabrück und Münster. Von dort fährt die Regionalbahn den gewünschten Ausgangspunkt an. Weitere Infos und Kostenübersicht unter Telefon (01805) 996633 (Euro 0,14/Min. aus dem Festnetz) oder unter bahn.de/bahnundbike
Bus: Zahlreiche Fernbuslinien fahren regelmäßig Osnabrück, Münster und Bielefeld an, von dort mit der Regionalbahn zum Ziel. Infos Vergleichsportal fernbusse.de; nur begrenzter Platz für die Fahrradmitnahme, E-Bikes werden nicht befördert!
Route
1. Tag: Bad Laer – Bad Rothenfelde – Dissen – Borgholzhausen – Versmold ca. 41 km
2. Tag: Versmold – Füchtorf – Sassenberg – Warendorf – Ostbevern ca. 54 km
3. Tag: Ostbevern – Glandorf – Lienen – Bad Iburg – Hilter – Bad Laer ca. 53 km
Gesamtstrecke: ca. 148 km
Sehenswertes
Bad Laer: Erlebnis-Kurpark, Heimatmuseum, frühromanischer Wehrkirchturm „Griese Toarn“; Bad Rothenfelde: Kurpark mit altem und neuem Gradierwerk, Kurpark mit Rosengarten; Dissen: Historisches Rathaus, Karlsplatz mit ev.-luth. St. Mauritius Kirche; Borgholzhausen: Burg Ravensberg, Schloss Holtfeld; Versmold: Petrikirche, Historischer Dorfkern Bockhorst; Sassenberg: Doppelschlossanlage Harkotten; Warendorf: Historische Altstadt und Marktplatz; Ostbevern: Wasserschloss Loburg, Museum der historischen Waschtechnik; Glandorf: Windmühle, Findlinge „David und Goliath“; Lienen: Historischer Ortskern und Barfuß-Park; Bad Iburg: Schloss, Baumwipfelpfad, Grenzsteinkreis im Kneipp-Erlebnispark; Hilter: Barockes Rathaus, ev.-luth. Johannes-der-Täufer-Kirche
Streckencharakter
Die Grenzgängerroute Teuto-Ems wurde 2015 vom ADFC als Qualitätsroute mit vier von fünf möglichen Sternen ausgezeichnet. Sie ist lückenlos und in beide Richtungen beschildert. Die Richtungs- und Zwischenwegweiser sind in Niedersachsen grün-weiß und in NRW rot-weiß gehalten. Die Route ist gut ausgebaut und verläuft meist auf asphaltierten Radwegen. Weil mehrheitlich flach, auch Familien mit Kindern sehr zu empfehlen.
Radkarte
Radwanderkarte „Radwandern auf der Grenzgängerroute Teuto-Ems“, BVA Bielefelder Verlag, 6,95 Euro, ISBN 978-3-87073-709-2
Unterkunft
Bad Laer: Hotel Storck, Paulbrink 4, Tel. (05424) 90 08, hotel-storck.de
Versmold: Altstadthotel Versmold, Wiesenstraße 4, Telefon (05423) 95 20, altstadthotel-versmold.de
Ostbevern: Alte Post, Hauptstraße 32, Tel. (02532) 211, alte-post-ostbevern.de
Bad Laer: Hotel Melter, Finkenweg 2, Tel. (05424) 29 15 0, haus-melter.de
Weitere Informationen
Tourismusverband Osnabrücker Land e.V., Herrenteichsstr. 17+18, 49074 Osnabrück, Tel. (0541) 32 34 567, osnabruecker-land.de
grenzgaengerroute.de
GPS
Queichtalradweg – Rheinradweg
Die Strecken rechts und links des Rheins sind für Radler ein Erlebnis. Um an den mächtigen Strom zu gelangen, lohnt es sich jedoch klein anzufangen und dem Flüsschen Queich von seiner Quelle bis zur Mündung in den großen Fluss zu folgen: Hier das von Wald und Weinbergen sowie Felsformationen geprägte Queichtal, dort das weitläufige Rheintal, in dem sich auch die eine oder andere größere Stadt befindet. Eine abwechslungsreiche Drei-Tage-Tour mit Abstecher zu unseren französischen Nachbarn.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 6/2019.
Text: Thomas Bähr; Foto: Shutterstock
Infos zum Nachfahren
Anreise
Der Startpunkt in Hauenstein ist mit der Regionalbahn aus Saarbrücken kommend mit Umstieg in Pirmasens Nord erreichbar. Aus Richtung Landau besteht nach Hauenstein eine Direktverbindung. Die Quelle im Waldgebiet von Hauenstein ist vom Bahnhof aus in ca. fünf Kilometern zu erreichen.
Abreise
Von Straßburg aus ist z. B. der Karlsruher Hauptbahnhof im Stundentakt mit Umstieg in Appenweier zu erreichen. Von dort aus bestehen Verbindungen in alle größeren Städte. Wer auf sein eigenes Fahrrad verzichtet und dadurch den ICE nehmen kann, ist durch eine Direktverbindung noch schneller in Karlsruhe.
Gefahrene Etappen
1. Hauenstein – Landau – Germersheim am Rhein 57 km
2. Germersheim – Wörth – Iffezheim 67 km
3. Iffezheim – Offendorf (F) – Straßburg (F) 62 km
Gesamtstrecke 186 km
Sehenswertes
Hauenstein: Schusterdenkmal, Quelle Queich; Annweiler: Historische Altstadt, Burg Trifels; Landau: kleiner Zoo mit Artenschutzprogramm; Ottersheim: Oldtimerscheune; Germersheim: Festung, Dt. Straßenmuseum, Stadt- und Festungsmuseum; Rastatt: Pagodenburg; Iffezheim: Staustufe, Rennbahn; Robertsau: Chateau des Pourtalès; Straßburg: Europaparlament, Münster
Streckencharakter
Der Queichtalradweg ist einheitlich mit einem weißen Fahrrad und dem weißgeschriebenen Wort Queich auf grünem Hintergrund beschildert. Ansonsten folgen Sie dem obligatorischen grünen Pfeil an Kreuzungen und Weggabelungen. Die abwechslungsreiche Strecke verläuft überwiegend leicht abfallend ohne nennenswerte Steigungen auf gut ausgebauten Radwegen und durch kleinere Ortschaften. In den Ortschaften kann der Verkehr zum Teil sehr lebhaft werden. Der eine oder andere Autofahrer nimmt wenig Rücksicht auf Radler.
Der Rheinradweg ist mit einem auf deutscher und französischer Seite einheitlichen Logo versehen. Orientierung bietet hier die weiße „15“ auf blauem Grund, umgeben von einem Kreis aus gelben Sternen. Neben der fast durchgängigen rechts- und linksrheinischen Variante, gibt es auch noch verschiedene Nebenrouten. Diese dienen entweder der Umfahrung von Orten oder der Zuwegung in größere Städte wie Karlsruhe oder Rastatt. Auch der Rheinradweg ist absolut flach und damit familientauglich.
Übernachtung
Germersheim: hotel-germersheimer-hof.de
Iffezheim: hotel-leuchtner.de
Reiseführer, Karten, Infos
Queichtalradweg: Hilfreiche Angaben zum Wegeverlauf und Höhenprofil gibt es auf der Website outdooractive.com
Weitere Infos: suedpfalz-tourismus.de
Rheinradweg: Aufgrund seiner Länge von etwa 1 300 Kilometern wird der Rheinradweg in Teilstrecken gegliedert. Die hier gefahrenen Etappen finden sich zum Beispiel im Radtourenbuch Bikeline Rhein-Radweg 2: Von Basel nach Mainz Esterbauer Verlag, 14,90 Euro
Fahrrad-Tourenkarte Rheinradweg 1, Von Stein am Rhein nach Mannheim KOMPASS-Fahrrad-Tourenkarten (Band 7008), 9,99 Euro. Eingezeichnet ist eine Hauptroute (lila gekennzeichnet) mit Kilometerangaben und verschiedenen Nebenrouten, leider ohne Angabe der Streckenlänge.
Allgemeine Infos: de.eurovelo.com/ev15
GPS
Rügen
Der märchenhaften Schönheit Rügens nahezukommen ist nicht nur leicht gesagt, sondern auch getan. Seit Mitte 2010 unterhält der Anbieter Movelo auf Deutschlands größter Insel ein gut ausgebautes E-Bike-Netz. Dank 25 Verleih-Stationen, elf Akku-Wechselstationen und einem mobilen Service ist der elektronisch unterstützte Radurlauber stets bestens versorgt. Acht abwechslungsreiche Touren zwischen 34 und 55 Kilometern Länge schlägt die kostenlos erhältliche Movelo-Karte vor, ortskundige Führer können meist hinzu gebucht werden. Wir fahren aber in Eigenregie: zunächst in Richtung Sassnitz und genießen die abwechslungsreiche Küstenstraße in vollen Zügen. Genussradeln ist hier nur mit E-Bike möglich, merken wir schnell. Uns dagegen kann der kräftige Küstenwind nicht schrecken. Mühelos geht es unter strahlender Sonne an Sandstränden, Schilfwäldern und zerzausten Grasfeldern in Richtung Süden auf den Inselteil Granitz zu drei an der Küste aufgereihten Ostseebädern. Erst durchfahren wir Binz, dann Baabe und schließlich Göhren, wo wir ein wenig an der großzügigen Uferpromenade entlang flanieren. Wenige Kilometer weiter biegen wir kurz entschlossen links ab, um dem verlockend weißen Strand näher zu kommen. Bald knirscht der feine Sand unter den Rädern, dann liegt die Küste vor uns, gegen die blau glitzernd die Ostsee anläuft. Ausgeruht richten die Vorderräder in Richtung des 1990 gegründete Biosphärenreservat Südost-Rügen wenige Kilometer weiter aus. Das spiegelt auf kleinstem Raum sämtliche Landschafts- und Küstenformen Mecklenburg-Vorpommerns wider: Feinsandige, breite Sandstrände wechseln sich mit schroffen Steilküsten ab, Richtung Landesinnere dominieren sanft geschwungene Grashügel. Zurück geht es vorbei an üppigen Wiesen und hohem Heidegras nach Moritzdorf. In dem kleinen Örtchen stellt sich uns ein flussbreiter Ausläufer der See in den Weg, den wir recht altmodisch überqueren: Die letzte Ruderfähre versieht hier ihren Dienst. Gemächlich setzt uns der Fährmann über, dann sind es nur noch wenige Kilometer nach Seedorf. Von hier geht es nach Lauterbach per Schiff zurück. Von Deck aus bestaunen wir die Naturschönheit Rügens aus neuer Perspektive und kommen kurz vor dem Ziel der Insel Vilm ganz nahe. Hier hatte Honecker seine Ferienresidenz, erzählt uns der backenbärtige Kapitän schmunzelnd. Heute ist die Insel Naturschutzgebiet, wer das ursprüngliche Eiland besuchen will, muss das in der Gruppe und mit einem Führer tun und der Besuch lohnt sich.
Länge der Tour
352 km
Tourcharakter
Wer sich kein E-Bike ausleiht, sollte ein robustes Tourenrad mit mindestens sieben Gängen zur Verfügung haben. Große Steigungen gibt es nicht, aber der kräftige Wind kann zu schaffen machen.
Geeignet für
Radwandern
Etappen
1.
Stralsund Dußvitz Waase::47 km
Sagard: Sandskulpturen-Ausstellung (Mai bis Oktober); Kreidemuseum Gummanz, Gager: Biosphärenreservat Südostrügen,
2.
(E-Bike und Schiff): Insel Hiddensee Hafen Vansenitz Wiek bzw. Dranske::55 km
Insel Vilm: Naturschutzgebiet, Ostseebad Göhren: Uferpromenade, Moritzdorf: Ruderfähre, Putbus: Abfahrtsbahnhof Rasender Roland, Nationalpark Jasmund: Königsstuhl,
3.
(E-Bike und Schiff): Baabe Jagdschloss Granitz Lauterbach::34 km
Ostseebad Göhren: Uferpromenade und Strand; Lauterbach: Hafen, Seebad Prora: Koloss von Prora (ehem. KdF-Anlage aus der NS-Zeit), Insel Hiddensee Reiseführer
4.
(E-Bike und Schiff): Dranske Schaprode Wiek bzw. Dranske::42 km
5.
(Bahn und E-Bike): Stralsund Bisdorf Barth::39 km
6.
(E-Bike und Schiff): Klein Zicker Alt Reddevitz Baabe::40 km
7.
Binz Lietzow Binz::44 km
8.
(E-Bike und Bus): Klein Zicker Königsstuhl::51 km
fReiseführer & KartenRadkarten unter www.movelo-mv.de
RADtouren 5/19
- Radreise: Genusstour durchs Elsass
- Stromberg-Murrtal-Radweg: Herbstfarben statt Novemberblues
- USA: Von Detroit nach Orlande
- Oder-Spree-Tour: Stadt – Rand – Fluss
- Im Test: Falträder
- Ausprobiert: Regentaugliche Fahrradjacken
- Service: Workout für Radler
Stromberg-Murrtal-Radweg

Text und Fotos: Katja Goll
Quer durch Baden-Württemberg führt der Stromberg-Murrtal-Radweg, von Karlsruhe im Westen bis nach Gaildorf im Osten. Unterwegs streift er die Naturparke Stromberg-Heuchelberg und Schwäbisch-Fränkischer-Wald und es warten herausragende Sehenswürdigkeiten, so das Kloster Maulbronn, die Barockstadt Ludwigsburg oder Marbach, die Geburtsstadt Friedrich Schillers.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 5/2019.
Infos Stromberg-Murrtal-Radweg
Anreise
Mit der Bahn (IC, Nachtzug oder Regionalzug) bis zum Startort Karlsruhe.
Gefahrene Route
Etappe 1: Karlsruhe – Maulbronn 42 km
Etappe 2: Maulbronn – Ludwigsburg 53 km
Etappe 3:
Ludwigsburg – (Marbach) – Backnang 35 km
Etappe 4:
Backnang – Murrhardt – Gaildorf 38 km
Gesamt: 168 km
Sehenswertes
Karlsruhe: mit Barockschloss und botanischem Garten
Fachwerkarchitektur: in den Städten und Dörfern entlang der gesamten Strecke, Rarität: Bauschlott, „Im Anger 28“: Das Haus von 1442 wurde im Ständerbau mit einem durchgehenden Pfosten bis zum First errichtet. Üblich war dagegen die Stockwerkbauweise.
Schloss Bauschlott: mit Café und Kunstmuseum.
UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Maulbronn: mit Naturfreibad und Wandergebiet Naturpark „Stromberg-Heuchelberg“ in der Umgebung.
Badeseen: und Weinmuseum in Horrheim.
Vaihingen: (Abstecher), Altstadt mit Pulverturm, Schloss Kaltenstein, KZ-Friedhof und Gedenkstätte.
Altstadt Bietigheim Bissingen: Lehrpfad am Steinbruch
Ludwigsburg: mit barockem Marktplatz und Schlössern (Residenzschloss, Schloss Favorite und Seeschloss Monrepos, sowie Renaturierungsgebiet Zugwiesen)
Marbach am Neckar: mit Literaturarchiv der Moderne, Schillers Geburtshaus und Schiller Nationalmuseum.
Backnang (Altstadt): Wasserschloss Oppenweiler
Murrhardt: mit Naturparkzentrum und Wandermöglichkeiten im Naturpark „Schwäbisch-Fränkischer Wald“
Gaildorf: Altes Schloss mit Fachwerkrund-türmen
Reisezeit
Die Tour bietet zur Herbstzeit schöne Eindrücke durch die Laubfärbung in den Wäldern. Im Frühjahr dagegen blühen die Bäume der Obstwiesen und im Sommer laden Badeseen dazu ein, sich abzukühlen. So hat jede Jahreszeit ihre eigenen Reize.
Unterkunft
In den meisten Orten finden sich Unterkünfte (Hotels, Pensionen). In Maulbronn kann es während Veranstalungen (Klosterkonzerte, Theater) voll werden und eine Reservierung empfehlenswert machen. Campingplätze direkt an der Strecke sind selten (z.B. am Waldsee Fornsbach). Informationen zu Unterkünften bieten die jeweiligen Orte auf ihren Webseiten sowie die Naturparke unter naturpar-sfw.de und naturpark-stromberg-heuchelberg.de.
Reiseführer & Karten
Detaillierte Karten und Informationen zum SMR bietet das Bikeline-Radtourenbuch Stromberg-Murrtal-Radweg/Indyllische Straße, in dem auch noch eine Anschlusstour ab Gaildorf beschrieben ist.
Weitere Infos: stromberg-murrtal-radweg.de
Buchtipp für Familien:
Claudia Friese, Oskar und das Geheimnis des Klosters, dtv junior. Diese Geschichte spielt teils im Kloster Maulbronn und ist spannend für Kinder ab zehn Jahren. Kombiniert mit einer Klosterführung und einer Wanderung durch die von den Mönchen geschaffene Kulturlandschaft ein toller Ausflug ins Mittelalter.
Anschlussrouten
In Karlsruhe zum Rheintalradweg, zum Pamina Rheinauen Radweg oder zum Murgtalradweg (ggf. kurze Bahnfahrt). In Gaildorf zur Rundtour Idyllische Straße (116 km) und zum Kochertalradweg.
Weitere Tagestouren in der Region, darunter die Pamina-Route finden sich im Radtourenführer Enzkreis und Umgebung von Katja Goll, erschienen im Verlag Ungeheuer und Ulmer, ISBN: 978-3-930872-48-0.
Weitere Touren im Kreis Ludwigsburg im Buch Radtoueren Ludwigsburg von Katja Goll, erschienen im Verlag Ungeheuer und Ulmer, ISBN: 978-3-946061-23-6.
GPS-Download
StrombergMurr2018.gpx
Oder-Spree-Tour: Stadt – Rand – Fluss

Am Rand von Berlin beginnt ein gut 250 Kilometer langer Rundkurs, der durch tiefe Wälder, zu einsamen Gewässern und an heilige Stätten führt.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 5/2019.
Infos Oder-Spree-Tour
ANREISE
Alle Wege führen über Berlin: Aus der City fährt die S-Bahn S3 alle 10 bis 20 Minuten nach Erkner, außerdem der Regionalexpress RE1 (Richtung Frankfurt/Oder) im Halbstundentakt. Wer die erste Etappe um eine schöne Müggelsee-Runde verlängern will, steigt schon in Friedrichshagen aus der S3 aus.
Wer mit dem Auto anreist, fährt über den östlichen Berliner Ring (A10) bis Erkner und lässt das Auto dort stehen.
ROUTE
- Tag: (B-Friedrichshagen – ) Erkner – Fürstenwalde – Müllrose: 73 / 87 km
- Tag: Müllrose – Eisenhüttenstadt – Neuzelle: 51 km
- Tag: Neuzelle – Chossewitz – Mixdorf – Beeskow: 51 km
- Tag: Beeskow – Storkow – Spreenhagen – Erkner: 78 km
Gesamtstrecke: 252 / 267 km
SEHENSWERTES
Friedrichshagen: Bölschestraße, Wasserwerk, Spreetunnel
Erkner: Gerhart-Hauptmann-Museum
Trebus: DDR-Fahrzeugmuseum
Fürstenwalde: Dom, Brauereimuseum, Heimattiergarten
Biegenbrück: Kurfürsteneiche
Müllrose: Mühle, 3-Seen-Wanderweg
Groß Lindow: Friedrich-Wilhelm-Kanal
Eisenhüttenstadt: DDR-Alltagsmuseum, Feuerwehrmuseum
Neuzelle: Klosteranlage, Brauerei
Schlaubetal: Mühlen, Försterfriedhof
Beeskow: Burg, Kirche St. Marien
Hirschaue: Wildtierfarm mit Hofladen
Lindenberg: Wettermuseum
Storkow: Burg
ÜBERNACHTUNG
Müllrose:www.haus-katharinensee.de
Neuzelle:www.hotel-prinz-albrecht.de
Beeskow:www.gutshaus-beeskow.de
STRECKENCHARAKTER
Die komplett beschilderte Strecke (schwarz-gelbe Naturschutzeule auf Fahrradlenker) verläuft größtenteils auf asphaltierten Radwegen, die allerdings teilweise sanierungsbedürftig sind. Manche Abschnitte folgen Landstraßen, andere verlaufen separat. Nur auf wenigen Stücken muss man auf der Fahrbahn radeln. Am 3. Tag gibt es einige Hügel zu bewältigen.
KARTEN UND INFOS
Die Karte „Seenland Oder-Spree“ (1:100.000) aus dem Pietruska-Verlag deckt die komplette Tour ab. Etwas genauer sind die Bikeline-Karten „Oderbruch / Barnimer Land“ und „Spreewald“ (1:75.000) aus dem Verlag Esterbauer.
Weitere Infos, den Track als kml-Datei und ein Pauschalangebot gibt es unter www.seenland-oderspree.de/urlaub/angebote/die-schoensten-mehrtages-fahrradtouren. Zur Einstimmung auf die Region empfehlen sich Theodor Fontanes „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ oder seine Reisebriefe „Jenseits von Havel und Spree“
GPS-Download
Oder-Spree-Tour
Genusstour durchs Elsass

Text + Bilder: Hans Kothe
Das Elsass ist der Inbegriff des kulinarischen Genusses. Steht es doch für hervorragenden Wein und vorzügliche Küche. Mittelalterliche Städte mit romantischen „Winstuben“ und Restaurants, die für ihre typisch elsässischen Spezialitäten wie Flammkuchen, Choucroute oder Baeckeoffe bekannt sind, sorgen für uneingeschränktes Wohlbefinden. Es ist eine tolle Region, die man insbesondere mit dem Rad gut bereisen kann. Wenn dann – wie bei unserer Tour – auch noch das Wetter stimmt, lebt man wie „Gott in Frankreich“.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 5/2019.
Infos Elsass-Route
An- und Abreise
Mit dem Auto nach und von Straßburg: Von Berlin: 750 km; von Dresden: 630 km; von Essen: 430 km; von Hamburg: 700 km; von Köln: 380 km; von München: 370 km. Mit der Bahn: Die Anreise nach Straßburg erfolgt über einige deutsche Großstädte direkt.
Gefahrene Etappen
- Etappe: Stadtrundfahrt Strassbourg 6 km
- Etappe: Strassbourg – Dambach-la-Ville 66 km
- Etappe: Dambach-la-Ville – Colmar 43 km
- Etappe: Colmar – Guebwiller 40 km
- Etappe: Guebwiller – Mulhouse 72 km
- Etappe: Mulhouse– Horbourg-Wihr 59 km
- Etappe: Horbourg-Wihr -Sélestat 48 km
- Etappe:Sélestat – Strassbourg 54 km
Gesamt: 388 km
Sehenswertes
Straßburg: Weltkulturerbe-Stadt mit Münster, Palais des Rohan, Ponts-Couverts, Barrage Vauban, Place de la République, Place de Gutenberg und Place Broglie, dem alten Gerberviertel La Petite France und dem Europaviertel; Molsheim:Musée de la Chartreuse; Rosheim:Romanisches Haus, Niedertor; Obernai:Historischer Stadtkern mit Stadtmauer, Türmen und Fachwerhäusern,Eglise Saint Pierre et Paul; Barr: Musée de la Folie Marco; Andlau: Abteikirche St. Pierre et Paul, Château d’Andlau, Château du Spesbourg; Dambach-la-Ville: Mittelalterliche Stadt mit Stadttoren; Scherwiller: Château de l’Ortenbourg; Kintzheim:Burg, Mittelalterlicher Garten; St. Hippolyte: Alte Winzerhäuser; Bergheim:Hexenhaus; Ribeauvillé: Altstadt mit Pfifferhus, Hôtel de Ville, Metzgerturm und Eglise de l’Acien Couvent des Augustins; Riquewihr: Mittelalterlicher Dorfcharakter; Colmar: Historische Altstadt, Gerberviertel, Klein Venedig, Dominikanerkirche, Kathedrale St. Martin, Koïfhus, Kopfhaus, Pfisterhaus, Ehemalige Polizeiwache; Eguisheim: Chapelle Saint-Léon, die drei Burgen von Eguisheim; Rouffach: Hexenturm, Eglise Notre Dame; Guebwiller:PfarrkircheSt. Léger;Soultz: Musée Bucheneck; Cernay: Storchenpark;Thann: Südtor, Stiftskirche, Château de l’Engelbourg; Mulhouse:Automobilmuseum, Eisenbahnmuseum, Kunsthalle, Musée des Beaux-Arts, Rathaus (Mairie), Europaturm;Neuf-Brisach:Musée Vauban, Festungsanlagen; Marckolsheim:Mémorial de la Ligne Maginot; Erstein: Maison du Patrimoine-Etappenstall, Musée Würth; Illkirch-Graffenstaden: Fort Uhrich
Strecke und Ausrüstung
Fast immer verläuft unsere Rundtour auf asphaltierten Wegen und äußerst selten über stark frequentierte Landstraßen. Die Beschilderung ist nicht immer durchgehend, daher ist gutes Kartenmaterial oder der angebotene GPS-Track hin und wieder sehr hilfreich. Entlang der elsässischen Weinstraße gibt es in den Weinbergen die eine oder andere heftige Steigungsrampe. Ansonsten sind die Etappen flach und einfach mit einem normalen Rad mit guter Schaltung zu befahren.
Unterkunft
Es gibt unzählige Unterkünfte im Elsass. Vom luxuriösen Relais & Châteauüber die Logis-Hotels bis zu den Gîtes d’etape ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Es empfiehlt sich gerade während der Saison rechtzeitig zu reservieren. Campingplätze sind eine günstige Alternative. Zahlreiche Gemeinden bieten ortsnah eigene Areale an (Camping Municipaux). Auf ca. zwei Dutzend Bauernhöfen kann ebenfalls gecampt werden. Ein Verzeichnis der Plätze findet man unter de.camping-alsace.com.
Karten- und Infomaterial
Bikeline, Radregion Elsass, ISBN: 978-3-85000-432-9, 15,90 Euro, esterbauer.com
Manfred Braunger, Elsass, ISBN: 978-3-7701-7468-3, 17,99 Euro, dumontreise.de
GPS-Download
Elsass-Tour.gpx
FerienWelt Südschwarzwald
Auf einer Ho?he von etwa 300 bis 1.400 Metern u?.M. erstreckt sich die Ferienwelt und bietet sowohl Ruhesuchenden als auch Aktivurlaubern mit historischen Sta?dten, vielfa?ltiger Natur und Freizeitangeboten fu?r Groß und Klein einfach mehr als nur Schwarzwald. Das Rheintal ist bekannt fu?r sein mildes Klima und seine ausgezeichneten Radwege direkt am Wasser. So ist Bad Sa?ckingen beispielsweise an einige der scho?nsten Rad-Fernwege Europas angeschlossen: der Su?dschwarzwald-Radweg, Bike Crossing Schwarzwald oder Eurovelo 6. Besonders der junge Rhein und die wunderscho?ne alte Holzbru?cke u?brigens die la?ngste u?berdachte Holzbru?cke Europas machen den Radausflug durch Bad Sa?ckingen zu etwas Besonderem. Eine Radlerpause in der historischen Altstadt verspricht viel Sehenswertes und auch kulinarisch lohnt sich die Pause. Eine ganz besondere U?bernachtungsmo?glichkeit direkt am Rheinufer unkonventionell und preiswert bietet die Herberge zum Fischba?hren in Murg, eine ehemalige Fischerhu?tte. Die Schlu?sselu?bergabe und Bezahlung erfolgt u?ber die Kasse im Naturbad MuRheNa. Weiter am Rhein entlang gelangt man nach Laufenburg. Wer das idyllische Habsburgersta?dtchen zu Fuß entdecken mo?chte, geht am besten mit dem Grafen Hans auf Entdeckungstour oder spu?rt auf Naturfu?hrungen dem Salm oder Biber nach. Eine Fahrt mit dem Fahrgastschiff Lo?we von Laufenburg la?sst die Stadt von einer ganz anderen Perspektive aus erleben. Weiter Rhein aufwa?rts liegen die Gemeinde Albbruck und eingebettet zwischen den sanft bis rasant ansteigenden Ho?hen des Su?dschwarzwaldes und den Ufern von Rhein, Wutach, Aare und Steina das Radfahr-Paradies Waldshut-Tiengen. Unterstu?tzt durch einen Elektromotor bewa?ltigen Sie auch die Ho?henlagen des Su?dschwarzwaldes ohne große Mu?he und genießen die reiche und intakte Naturlandschaft vo?llig entspannt. Entdecken Sie die außergewo?hnliche kulturelle und traditionelle Vielfalt des Hotzenwalds mit seinen Gemeinden Görwihl, Rickenbach und Herrischried, die ein Grund für seine Beliebtheit bei Wanderern und Mountainbikern ausmacht. Erleben Sie unberührte Naturräume, faszinierende Landschaften und die wunderschönen Blicke bis zu den Alpen. Besuchen Sie auch die Dachsberger Kohlemeilertage, wo die Ko?hlerei durch die Besucher aktiv wiedererlebt werden kann, ebenso wie das Bu?rstenmuseum in Ibach, das auf anschauliche Weise einen Einblick in das Handwerk des Bu?rstenmachers gibt. Machen Sie einen Abstecher zum Strohskulpturen-Wettbewerb in Ho?chenschwand, mit kunstvoll erstellten und teilweise u?berdimensionalen Strohskulpturen, oder kehren Sie ein anla?sslich der Rosentage in No?ggenschwiel, die dem Kennzeichen des Dorfes der Rose gewidmet sind. Die kulinarische und musikalische Umrahmung mit traditioneller Blasmusik und Trachtengruppen machen jedes dieser Feste zu einem besonderen Ereignis. Tief ins Schwarzwaldgebirge eingeschnitten fließt die Wehra von Todtmoos nach Wehr. Spektakula?r sind die Bergpfade oberhalb der Schlucht: urwaldartige Bergmischwa?lder, schroffe Felsen, sagenhafte Ausblicke. Auf zwei popula?ren Wegen la?sst sich das Wehratal entdecken. Zum einen auf dem Wehratal-Erlebnispfad, zum anderen auf der letzten Etappe des Schluchtensteigs, einem der scho?nsten Qualita?tswanderwege Deutschlands. Der 15,6 km lange Bernauer Hochtalsteig fu?hrt hinauf zur 1.294 m hoch gelegenen Krunkelbachhu?tte, ganz nah ist hier das 1.415 m hohe Herzogenhorn, die ho?chste Erhebung in der Ferienwelt Su?dschwarzwald. In Todtmoos verbindet der 12 km lange Lebku?chlerweg von der Rabenschlucht bis zum Wasserfall die scho?nsten Fleckchen rund um den Ort. Beide Premiumwanderwege sind fu?r ihre hervorragende Ausschilderung, ihren hohen Anteil an idyllischen Pfaden sowie ihre abwechslungsreiche Landschaft ausgezeichnet und als Schwarzwa?lder Genießerpfade markiert. Unterwegs erwarten den Wanderer außerdem gemu?tliche Himmelsliegen, beeindruckende Natur-Highlights und scho?ne Einkehrmo?glichkeiten.
Geeignet für
RennradMountainbikeRadwandernfInfosDie FerienWelt Su?dschwarzwald liegt im su?dlichsten Teil des Schwarzwalds.Um Ihre passende Radtour zu finden, steht das Tourenportal zur Verfu?gung. Hier finden Sie alle Informationen die Sie brauchen: Tourenverla?ufe, Ho?henprofile, GPS-Tracks, Sehenswu?rdigkeiten, Einkehrmo?glichkeiten und vieles mehr. Werden Sie zum FerienWeltenbummler und entdecken Sie mehr als Schwarzwald unter www.ferienwelt-suedschwarzwald.de.
Fahrradstadt Wien
Auf dem Donauradweg ist Wien ein Pflichtstopp, doch auch abseits des Flusses bieten viele geführte Radtouren oder Themenrouten Einblick in die Stadt: zum Beispiel zum Thema Natur, Kultur und dem Wiener Architekten Friedensreich Hundertwasser. Rund um die Altstadt gibt es den Sightseeing-Rundweg, auf dem man auf 4,5 Kilometern die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Wiens vom Sattel aus entdecken kann. Ein guter Startpunkt ist die Marienbrücke am Schwedenplatz. Von hier führt die Route den Franz-Josefs-Kai entlang zur Urania. Die Sternwarte ist im Stile des Jugendstils erbaut und beinhaltet zudem noch ein Kino und Puppentheater. Am Urania-Gebäude biegt man nun offiziell auf den Sightseeing-Radweg Ringstraße ein. Mehr Jugendstilpracht gibt es bei Otto Wagners Postsparkasse zu bewundern. Das goldene Johann-Strauß-Denkmal passiert man im Stadtwald, wenige Minuten danach wartet die eindrucksvolle Hofburg am Wegrand, frühere Residenz der Habsburger und heutiger Sitz des österreichischen Bundespräsidenten. Die großen Grünflächen waren ursprünglich als Privatgarten des Kaisers angelegt worden und wurden erst später der Öffentlichkeit zugänglich. Das Palmenhaus wurde erst 1900 errichtet und beherbergt im linken Flügel das Schmetterlingshaus und im mittleren Teil ein Café. Das Museumsquartier gegenüber der Hofburg gehört zu einem der zehn größten Museumsbezirke der Welt. Der Ringstraße folgend gelangt der Radfahrer zum Rathausplatz. Das Ensemble aus Parlament, Rathaus, Burgtheater und Universität entfaltet die ganze Pracht der Gründerzeitära des späten 19. Jahrhunderts. Das Rathausgebäude besitzt mehr als 2.000 Fenster. Auf seiner Turmspitze steht der 3,5 Meter hohe eiserne Rathausmann. An der Votivkirche führt der Weg weiter hinunter zum Donaukanal. Von hier gibt es zwei Möglichkeiten: man kann dem Donaukanal entlang der Promenade zum Ausgangspunkt folgen oder in die Altstadt abbiegen. Statt dem Donaukanal folgend Richtung Altstadt zu fahren, kann man alternativ den Donauradweg West nehmen und über eine schöne Route entlang der Donau aus der Stadt hinaus in das nördlich gelegene idyllische Kahlenbergerdorf gelangen. Das am Fuße des Leopoldsberges gelegene Dorf hat sein ursprüngliches, vom Weinanbau gekennzeichnetes Ortsbild bewahrt und ist bekannt für seine Heurigen. Sportliche können die Route weiterfahren bis Klosterneuburg und das 900 Jahre alte Stift besuchen.
Geeignet für
fCitybikeDas Citybike-Netz ist auch für Wien-Besucher leicht zu nutzen. Das Prozedere ist simpel: Direkt am Citybike-Terminal mit Kreditkarte anmelden, Bike wählen und losradeln. Für eine einmalige Anmeldegebühr von einem Euro stehen 1.500 Fahrräder verteilt auf 120 Stationen zur Verfügung. Die erste Stunde ist gratis, danach wird eine Nutzungsgebühr verrechnet.NavigationAnachB-Routenplaner: kostenlose App, die den optimalen Weg durch Wien findet, anachb.at; Info zum Radfahren in Wien als PDF: www.wien.info/de/wien-fuer/sport/radfahren/rad-sightseeing
Feistritztal-Radweg
Der Fluss Feistritz entspringt vor einer idyllischen Naturkulisse dem 1.298 m hohen Feistritzsattel. Stromabwärts trifft das Gewässer auf den Ort Ratten. Dort erinnert das Bergbaumuseum an das Brauchtum des Jogllands. Man transportierte die abgebaute Braunkohle mit der Feistritztalbahn weiter. Arbeiter entfernten 1981 die Gleise, präparierten den leicht abschüssigen Weg für Radfahrer. Die 18 km bis Birkfeld sind Genuss pur: Das Alpengewässer nimmt Geschwindigkeit auf, zwängt sich durch die Stubenbergklamm, erreicht den gleichnamigen Ort. Er ist eine wichtige Station an der steirischen Schlösserstraße. Auch die steirische Apfelstraße läuft durch die Gegend. Die Sonne verwöhnt die Hänge, lässt Wein, Obstsorten und Kastanien reifen.Den Wohlstand spiegeln die zahlreichen Prachtbauten wieder. Südlich des Sees zieht das Schloss Herberstein die Blicke an. Die Höhepunkte? Hier der Arkadenhof und der Rittersaal. Da der historische Garten und der Zoo. Seit dem 17. Jahrhundert hält man auf dem Gut Tiere. Heute bekommt man 100 Arten von fünf Kontinenten vor die Kamera.Die Steigungen liegen hinter uns, voraus eine beschauliche Landpartie durch Mais- und Kürbisfelder. Wir sind im Oststeirischen Hügelland angekommen. Der Alpenbogen ist hier zu Ende, er läuft in sanft gewellten Anhöhen aus. Dazwischen greifen Wasserläufe wie Finger ins Terrain. Sie ebnen den Weg zum genussvollen Radeln, so auch im Feistritztal. Am rechten Ufer: Gersdorf, Schloss Feistritz, die Mündung der Ilz. Links: Schachblumenwiesen, Grosswilfersdorf, Altenmarkt. Dann wachsen aus der Ebene die Türme von Fürstenfeld empor. Wie ging der Refrain der steirischen Band S.T.S. in ihrem Klassiker noch? I brauch ka grosse Welt, i will ham nach Fürstenfeld. In der Tat gibt es hier alles, nur im Kleinformat. Man kann eine der Kirchen besuchen, danach über den charmanten Hauptplatz spazieren. Die 500 Jahre alte Pfeilburg bei der Stadt an der Grenze beherbergt eine spannende Ausstellung. Wer die elf Räume durchstreift, lüftet das ein oder andere Geheimnis: zum Beispiel, was es mit dem Namen Kruzitürken-Museum auf sich hat. Oder, was Christoph Liscutin bewog, hinter diesen Mauern Österreichs erste Tabakfabrik einzurichten. Den größten Trumpf spielt die Region mit ihren sechs Thermenorten aus. Das Badehaus Loipersdorf liegt vier Kilometer südlich des Radwegs ideal, um dort die gelungene Reise zu beschließen. Man streckt die Beine aus, genießt das Nass. Radfahren in der Steiermark bedeutet, die Natur genießen, den Kopf frei bekommen, vor allem aber: Wellness für Körper und Geist.
Länge der Tour
110 km
Tourcharakter
Die komplette Route ist fast steigungsfrei und führt bergab. Zu Beginn nutzt man Nebenstraßen. Zwischen Ratten und Birkfeld gibt es einen Bahntrassenradweg. Talabwärts rollt man meist über Radwege. Auf den Routenlogos steht R8 Feistritztalradweg. Mit der nostalgischen Feistritztalbahn erreicht man Birkfeld. Auch das Reiseziel Fürstenfeld hat einen Bahnhof.
Geeignet für
Etappen
1.
Feistritzsattel (1.298 Meter) Ratten Birkfeld::40 km
2.
Birkfeld Stubenberg am See Kroisbach an der Feistritz Grosswilfersdorf Fürstenfeld::70 km
fReiseführerÖsterreichs schönste Radfernwege, Styria Regional
Großglockner
Sie beginnt gemächlich. Dann wird sie steiler und steiler die Großglockner Hochalpenstraße. Los geht es in Bruck. Im Norden lädt der Zeller See zum Baden ein, entlang der Salzach kann man entspannt dem Tauernradweg nachsteuern. Aber wir wählen den Weg nach Süden. Er hält auf die Glocknergruppe zu. Ihr König sticht 3.798 m in den Himmel. An seinem Fuß erschließt die 48 km lange Serpentinenstraße seit 1935 das Gebirge. 5 Jahre lang dauerten die Arbeiten, um eine herrliche Trasse in die Wildnis zu schlagen. Die Höhenmeter muss man sich jedoch hart erkämpfen. Radler schlüpfen durch die Mautstelle, finden sich sogleich in den ersten Kehren wieder. Die Steigung pendelt zwischen 10 und 12?%. Man hat die Kurven mit Namen versehen; daneben stehen Höhenangaben. Bergfreunde passieren reizvoll gelegene Rastplätze und lassen den Blick auf die wilde Gipfelschau schweifen. Das Asphaltband durchschneidet den Nationalpark Hohe Tauern. Im Sommer 2015 besuchten ihn 1,6 Millionen Gäste. Sie gingen wandern, nahmen an geführten Rangertouren teil oder entdeckten die Tierwelt. Neben den Stars Steinadler, Steinwild, Bartgeier zählte man in den Bergwiesen mehr als 1.200 Schmetterlingsarten. Wir treten hinauf zum Hochtor (2.504 m), das die Passhöhe markiert. Hier treffen das Salzburger Land und Kärnten aufeinander. Das Terrain kippt ab die Räder schießen zu Tal. Nach sieben Kilometern kann man einen Ausflug zur Franz-Josef-Höhe (2.369 m) unternehmen. Auf der Fahrt glänzen voraus die Eisfelder des Großglockners. Am Ende der Straße blickt man auf die Pasterze, den größten Gletscher des Landes. Bisher starben rund 250 Menschen bei dem Versuch, den höchsten Punkt der Alpenrepublik zu besteigen. Man gedenkt ihnen im Ort Heiligenblut. Bereits aus der Ferne erkennt man den schlanken Turm der Pfarrkirche St. Vinzenz. Wir biegen auf den Glockner-Radweg R8 ein. Die Strecke umfasst 80 Kilometer. Die meisten Höhenmeter sind mittlerweile aufgebraucht. So strampeln wir an der Seite der dahineilenden Möll zu Tal. Die Siedlungen werden größer, die Berge lieblicher. Auf Döllach folgen Winklern und Ausserfragant. Die Höhepunkte der Etappe? Der Mautturm in Winklern, der Gössnitz Stausee und eine Rafting-Tour auf dem Fluss. Anschließend mündet unsere Reiseroute in den Alpe Adria Radweg. Wir nutzen ihn für 20 km bis Möllbrücke. Dort lässt man die Reise Revue passieren. Die Anstiege, Gipfel, Schluchten und Täler. Die Bergdörfer, Kirchen und Burgen, alle verbunden durch zwei spektakuläre Alpenstraßen.
Länge der Tour
144 km
Tourcharakter
Die Nordrampe der Großglocknerstraße ist 32 km lang und überwindet 1.900 Höhenmeter! Auf der Südseite genießt man den markierten Glockner-Radweg R8. Die Großglockner Hochalpenstraße ist meist von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet. Radler sollten Feiertage und die Wochenenden meiden. Im Juni findet die Radveranstaltung Glocknerkönig statt. An diesem Tag ist die Straße für Fahrzeuge gesperrt. Im Mölltal gibt es einen Radbus.
Geeignet für
Radwandern
Etappen
1.
Bruck an der Großglocknerstraße Hochtor (2.504 m) Edelweissspitze (2.572 m) Wallackhaus (2.304 m)::40 km
2.
Wallackhaus Franz-Josef-Höhe (2.369 m) Heiligenblut::28 km
3.
Heiligenblut Winklern Obervellach Möllbrücke::76 km
fReiseführerRadatlas Osttirol, Esterbauer-Verlag
Vennbahn- und Rurufer-Radweg
Geringe Steigungen und hervorragende Beschilderungen zeichnen den Vennbahn-Radweg aus, auf dessen Strecke abwechslungsreiche Geschichten, Relikte der Eisenbahngeschichte sowie ehemalige Bahnhöfe und Waggons liegen. Mit einer Steigung von 2?% auf 125 Kilometern führt einer der längsten Bahntrassenradwege Europas durch drei Länder (Deutschland, Belgien, Luxemburg) und eignet sich auch als Familientour.Der Einstieg auf den Vennbahn-Radweg ist im luxemburgischen Troisvierges. Gleich der erste Tunnel auf der Vennbahn ist jedoch für die Durchfahrt gesperrt. Eine seltene Fledermausart hat die dunkle Röhre zu ihrer Heimstatt gemacht. Es lohnt sich trotzdem, bis an den Tunnel heranzufahren. Seine verwilderten und mit Moos bewachsenen Mauern wirken beeindruckend. Nach der Burgruine Reuland passiert der Vennbahn-Radweg die Grenze nach Deutschland. Abwechslungsreiche Landschaften, geprägt von zahlreichen Bachläufen und kleinen Flüsschen, liegen rechts und links zu Seiten des Radweges. Die Vennbahn war einst die wichtigste Bahnstrecke in der Region und verband die Industriegebiete von Aachen mit Luxemburg. Wer mehr über die Geschichte der Vennbahn lernen möchte, sollte in St. Vith einen Abstecher ins Heimatmuseum machen. Hinter dem Ort führt die Strecke unter einem Viadukt hindurch. Die Landschaft zeigt sich grün und saftig mit sanft gewellten Hügeln, und die nächste Etappe führt mitten hinein in den Naturpark Hohes Venn. Das Hochmoor fungiert als Wasserspeicher, der zahlreiche Bachläufe und Flüsse speist. Eine weitläufige Heidelandschaft markiert das Ende des Naturparks. Nachdem der Weg die deutsche Exklave Ruitzhof passiert hat, ist schon Kalterherberg erreicht, wo der Übergang auf den Rurufer-Radweg erfolgen kann. Wer sich auch den Rest des Vennbahn-Radweges nicht nehmen lassen möchte, fährt nun noch über das sehenswerte Viadukt von Reichenstein und gelangt in die ehemalige Schmugglerhochburg Mützenich. Auf seinem weiteren Verlauf durchquert der Vennbahn-Radweg mehrmals die deutsch-belgische Grenze, ehe er nach einer Fahrt durch eine Wald- und Wiesenlandschaft in der ehemaligen Kaiserstadt Aachen endet. Der Rurufer-Radweg auf seinem Verlauf vom Ursprung in Belgien durch die deutsche Eifellandschaft bis zur Mündung in die niederländische Maas ist so wechselvoll wie der Fluss selbst. Mal verläuft der Weg sanft, mal führt er durch bewegte Höhen. Der offizielle Startpunkt des Radweges liegt einige Kilometer hinter der belgisch-deutschen Grenze am Signal de Botrange. Ab Monschau folgt der Rurufer-Radweg dem tiefeingeschnittenen Rurtal zur Rurseenplatte. Hoch aufragende Schieferfelsen begleiten die Strecke auf der flussabgewandten Seite. Im Naturpark Eifel können geduldige Radler Wildkatzen, Spechte oder Mauereidechsen beobachten und sich danach entscheiden, an welchem Rurufer sie weiterfahren. Auf der rechten Seite wird der Nationalpark durchquert, links der Wassersportort Woffelsbach touchiert. Vorbei an den Buntsandsteinfelsen bei Nideggen steuert der Rurufer-Radweg den letzten Stausee auf der Tour an. Hier wurde für Wanderfische eine Fischtreppe gebaut, um in die oberen Flussabschnitte zu gelangen. Hinter dem Stausee treten die Berge zurück und lassen Platz für ausladende Auwälder. Die letzte Etappe prägen beinahe mediterran anmutende Bauerngärten und Obstplantagen bis Roermond.
Tourcharakter
Mehr als die Hälfte der des Rurufer-Radwegs ist eben, im Oberlauf der Rur aber auch hügelige Abschnitte mit teils starken Steigungen. Fast durchgängig asphaltiert oder wassergebunden, größtenteils autofrei.
Geeignet für
RadwandernfEtappen Vennbahn-RadwegTroisvierges Burg-Reuland St. Vith Waimes Monschau Raeren Aachen Anschluss an Ruruferradweg in Kalterherberg vor Monschau





