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Fichtelgebirge

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Im Nordosten Bayerns im Fichtelgebirge entspringen der Main, die Eger, die Saale und die Haidenaab. Radler können sich hier auf ein weit verzweigten Routennetz freuen. Wir haben die Radwege zu einer Rundtour voller Überraschungen kombiniert – ein Abstecher führt nach Entenhausen, ein anderer in die Unterwelt.

Text & Foto: Thorsten Brönner
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RADtouren 1-2021.
 

Infos zum Nachfahren

Die vorgestellte Reise nutzt die Routen Eger-Radweg, Siebenstern-Radweg, Main-Radweg, Main-Saale-Radweg, Saale-Radweg, Eurovelo 13, Brückenradweg Bayern-Böhmen, Burgenstraßen-Radweg und Haidenaab-Radweg. Das Terrain variiert je nach Region: Mal muss man Steigungen bezwingen, dann wieder gibt es Flachstücke oder Gefällstrecken.

 

Anreise

Alle größeren Orte im Fichtelgebirge haben einen Regionalbahnhof. Wer mit dem Fernbus anreist, findet in Bayreuth, Hof, Selb, Eger, Marktredwitz und Bischofsgrün Haltestellen. Bahn- und Busfahrplänen gibt‘s auf  fichtelgebirgemobil.de. Dort findet man auch eine Karte des Radl­bus-Netzes. Die Radbusse fahren samstags, sonntags und an manchen Feiertagen. Gruppen sollten sich unter Tel. 09272 969030 anmelden. An Sonn- und Feiertagen gibt es zudem einen Radbus von Bayreuth hinauf ins Fichtelgebirge.

 

Etappen

1. Etappe Schirnding – Weißenstadt – Fichtelberg   70 km

2. Etappe Fichtelberg – Wunsiedel – Selb   70 km

3. Etappe Selb – Schwarzenbach a.d. Saale – Bischofsgrün   70 km

4. Etappe Bischofsgrün – Bad Berenck – Hof   83 km

5. Etappe Hof – Rehau – Selb   57 km

6. Etappe Selb – Wunsiedel – Bayreuth   83 km

7. Etappe Bayreuth – Pressath – Luhe-Wildenau   90 km

Gesamtlänge 523 km

 

Unterkünfte

Fichtelberg Waldhotel Am Fichtelsee, Am Fichtelsee 1, 95686 Fichtelberg, Tel. 09272 964000  am-fichtelsee.de

Selb Schade’s Wohlfühlhotel, Vielitz 7a, 95100 Selb, Tel. 09287 3922  schades-wohlfuehlhotel.de

Bischofsgrün Hotel Kaiseralm, Fröbershammer 31, 95493 Bischofsgrün, Tel. 09276 800  kaiseralm.de

Hof/Saale Hotel Am Kuhbogen, Marienstraße 88, 95028 Hof/Saale, Tel. 09281 72030  hotel-am-kuhbogen.de

Bayreuth Pension Zum Edlen Hirschen, Richard-Wagner-­Straße 75, 95444 Bayreuth, Tel. 0921 764430  zum-edlen-hirschen.de

 

Sehenswertes

Hohenberg Deutsches Porzellanmuseum, Burg

Bischofsgrün Ochsenkopfschanze, Pfarrkirche

Fichtelberg Fichtelsee, Besucherbergwerk, Automobilmuseum

Wunsiedel Felsenlabyrinth, Fichtelgebirgsmuseum, Deutsches Natursteinarchiv, Luisenburg-Festspiele, Jean-Paul-Geburtshaus, Stadtpfarrkirche St. Veit, Schloss Bernstein

Marktredwitz Altes Rathaus, Bartholomäus-Kirche, Egerland-Kulturhaus, Schloss Brand

Selb Porzellanikon, Schausteinbruch, Lokschuppen

Schwarzenbach an der Saale Museum für Comic und Sprachkunst, Traktor-Museum

Bad Berneck Schlossturm, Kurpark, Burgruine

Hof Theater, Museum Bayerisches Vogtland, St. Marien, Bismarckturm, Zoologischer Garten

Bayreuth Opernhaus, Festspielhaus, Eremitage, Stadtkirche, Altes und Neues Schloss, Haus Wahnfried, Botanischer Garten, Archäologisches Museum, Jean-Paul-Museum

 

Reiseführer/Karten

„Franken“ Roland Dusik, Dumont, ISBN 978-3-7701-7482-9, 17,99 Euro

„Franken“ Achim Bourmer, Baedeker, ISBN 978-3-8297-1369-6, 22,99 Euro

„99 x Franken“ Michael Bauer, Thomas Starost, Bruckmann Verlag, ISBN 978-3-7343-0671-6, 14 Euro

„Fichtelgebirge Rad- und Wanderkarte“ Publicpress, ISBN 978-3-8992-0336-3,
5,99 Euro

 

Infos

Tourismuszentrale Fichtelgebirge e.V. Rathaus, Gablonzer Str. 11, 95686 Fichtelberg, Tel. 09272 969030  tz-fichtelgebirge.de

 

GPS

GPX-Track zur Tour durchs Fichtelgebirge

Halden-Hopping (Ruhrgebiet)

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Als weithin sichtbare Überbleibsel aus der Zeit des Steinkohlenbergbaus haben Halden eine erstaunliche Wandlung hinter sich: von hässlich kargen Abraumbergen zu begrünten Naherholungsgebieten. Auf manchen Gipfeln entstanden zudem außergewöhnliche Landmarken. Die attraktivsten, spektakulärsten und interessantesten haben wir im Rahmen einer mehrtägigen Rundtour durchs Ruhrgebiet mit dem Rad erkundet.

Text & Foto: Hans Kothe
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RADtouren 1-2021.
 

Infos zum Nachfahren

Fast immer verläuft unsere Rundtour auf asphaltierten Wegen und selten über stark frequentierte Straßen. Hinweisschilder zu den einzelnen Landmarken sind in der Regel nur im näheren Umkreis zu finden, daher sind gutes Kartenmaterial oder der angebotene GPS-Track sehr hilfreich. Die Auffahrtswege zu den Haldengipfeln sind häufig steinig und steil. Hier ist äußerste Vorsicht geboten. Ansonsten sind die Verbindungsetappen flach. Immer wieder führen auch längere Abschnitte über gut ausgebaute ehemalige Bahntrassen. Für diese Radreise sollte das Rad mit griffigen Reifen und guter Schaltung ausgestattet sein.

 

An- und Abreise

Mit dem Auto nach und von Duisburg: von Berlin 550 km; von Leipzig 470 km; von Hamburg 380 km; von Köln 65 km; von München 630 km

Mit der Bahn Die An- und Abreise nach und von Duisburg ist problemlos mit vielen Zügen möglich.

 

Etappen

1. Etappe Duisburg Hbf – Moers – Duisburg   62 km

2. Etappe Duisburg – Bottrop – Gelsenkirchen – Essen   57 km

3. Etappe Essen – Wattenscheid – Castrop-Rauxel   61 km

4. Etappe Castrop-Rauxel – Essen-Kettwig   54 km

5. Etappe Essen-Kettwig – Duisburg Hbf   20 km

Gesamtlänge 254 km

 

Sehenswertes

Duisburg Heinrich-Hildebrand-Höhe mit „Tiger & Turtle – Magic Mountain“, Halde Rockelsberg

Neukirchen-Vluyn Halde Norddeutschland mit „Hallenhaus“

Moers Pattberghalde mit Gipfelkreuz, Halde Rheinpreußen mit „Das Geleucht“

Bottrop/Oberhausen Halde Haniel mit „Totems“ und Amphitheater

Bottrop Halde an der Beckstraße mit „Tetraeder“

Gelsenkirchen Rungenberghalde mit Lichtkanonen; Halde Rheinelbe mit „Himmelstreppe“

Essen Schurenbachhalde mit der „Bramme für das Ruhrgebiet“

Herne Halde Pluto mit Aussichtsplattform

Herten/Recklinghausen Landschaftspark Hoheward mit Horizontobservatorium, Drachenbrücke und Obelisk

Oer-Erkenschwick Halde Ewald-Fortsetzung

Castrop-Rauxel Halde Schwerin mit Sonnenuhr

Bochum Tippelsberg

 

Unterkünfte

Duisburg Hotel Mirage mirage-duisburg.de

Rheinberg Hotel Orsoyer Hof orsoyerhof.de

Essen-Kray Hotel Alte Lohn­halle alte-lohnhalle.de

Castrop-Rauxel Hotel Vienna House Easy viennahouse.com

Essen-Kettwig Hotel Jägerhof jaegerhof-kettwig.de

 

Reiseführer/Karten

„Über alle Berge“ Wolfgang Berke, Klartext Verlagsges., ISBN 978-3-8375-1431-5, 13,95 Euro

„Der große Fahrrad-Touren­atlas Ruhrgebiet“ Wolfgang Berke, Klartext Verlagsges., ISBN 978-3-8375-0910-6, 15,95 Euro

 

GPS

GPX-Track zum Halden-Hopping im Ruhrgebiet

Nordkap, Teil 2: Lahti – Nordkap

 

Der zweite Teil ihrer Reise zum Nordkap führt unsere Autorin längs durch Finnland zu Europas Nordspitze. Kilometer um Kilometer auf einsamem Asphaltband, vorbei an Häusern und Gehöften aus Holz, auf Brücken über immer neue Gewässer, durch dichte und lichte Wälder – bis schließlich die Bäume rar werden und das Ziel nicht mehr weit ist.

Text und Foto: Angelika Wilke
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RADtouren 1-2021.

Den ersten Teil der Reise zum Nordkap „Von Kiel nach Tallinn“ lesen Sie in RADtouren 6-2020.

 

Infos zum Nachfahren

Bis auf die Straße „4251“ nördlich von Heinola ist die gesamte Strecke asphaltiert. Je weiter die Reise nach Norden geht, desto stärker dünnt das Verkehrsnetz aus. Jenseits des Polarkreises sind sogar Europastraßen wie die „E75“ für Radler benutzbar – in der Regel klappt es relativ gut, sich mit dem (Urlauber)Verkehr zu arrangieren. Spezielle Radwege gibt es kaum. Hügeliges Gelände kommt immer wieder vor, ganz besonders in Lappland; um den Oulu-See herum ist es jedoch eher flach.
 

An- und Abreise

Von Travemünde aus verkehren täglich Fähren nach Helsinki,
ca. 29 Stunden dauert die Überfahrt (
finnlines.com). Flüge zurück gehen von Honningsvåg auf Magerøya über Oslo.
Sehr viel länger ist man mit dem Hurtigruten-Schiff (
hurtigruten.de) nach Bergen, per Zug weiter nach Oslo und mit der Colorline nach Kiel (colorline.de) unterwegs.

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Etappen

(je 1 Woche)

1. Etappe Lahti – Siilinjärvi (Zug nach Iisalmi)   343 km

2. Etappe Iisalmi – Ranua   387 km

3. Etappe Ranua – Ivalo   373 km

4. Etappe Ivalo – Nordkap (inkl. Olderfjord/Honningsvåg per Bus)   423 km

Gesamtlänge 1526 km

 

Übernachten

An der Strecke liegen viele Campingplätze, sodass Fernradler meistens täglich einen davon erreichen können. Die Plätze verfügen normalerweise neben Hütten zum Mieten über eine Campingküche, oft mit Aufenthaltsraum
camping.info

Indoor-Übernachtungen:
Sport & Spa Hotel Vesileppis, Vokkolantie 1, 79100 Leppävirta, Tel. +358 029 170 0170 
vesileppis.fi

Vuotson Maja B&B, Ivalontie 8775, 99690 Vuotso, Tel. +358 40 533 9880, vuotsonmaja.fi

Nordkapp Vandrerhjem Hostel, Kobbhullveien 10, 9750 Honningsvåg, Tel. +47 91824156 nordkapp.no

 

Sehenswertes

Helsinki Felsenkirche, Markthalle, Sibelius-Park

Lahti Sibelius-Halle

Säräisniemi Windmühle, Kirche

Puolanka Wasserfall

Rovaniemi Arktikum-Museum, Polarkreis, Weihnachtsmann­dorf

Sodankylä Holzkirche

Tankavaara Goldsucher-Museum

Inari Sami- und Naturmuseum

Karasjok Kultur- und Erlebnismuseum

Kistrand Kirche

Honningsvåg Geschichtsmuseum, Kunstgalerien

Nordkap Weltkugel, Nordkap-Halle

 

Karten/Reiseführer

Finnland Verlag Freytag & Berndt, Autokarte 1:500.000, ISBN 978-3707905793,
11,95 Euro

Nord-Norwegen Tromso – Nordkapp – Kirkenes, Hallwag Kümmerly + Frey, Cappelen Kart 1:400.000, ISBN 978-3259010358, 11,95 Euro

Norwegen – Der Norden mit Lofoten Michael Möbius und Annette Ster, DuMont Reiseverlag, Reiseführer plus Reisekarte, ISBN 978-3616021201,
18,95 Euro

Reisehandbuch Finnland Ulrich Quack und Thomas Krämer, Verlag DuMont, ISBN 978-3770181216, 23,99 Euro

 

Infos

Unter anderem in Pieksämäki, Sodankylä, Ivalo, Rovaniemi und Karasjok gibt es Fahrrad- bzw. Sportgeschäfte mit entsprechendem Angebot oder eine (Auto-)Werkstatt.

Busse im Norden auf der geradelten Route rome2rio.com (nördlich Pudasjärvi) und snelandia.no (ab Olderfjord)

Geführte Touren im hohen Norden bietet Launer Reisen an launer-reisen.de

Allgemeine Infos:
visitfinland.com
visitnorway.de

 

GPS

GPX-Track zur Tour von Lahti zum Nordkap

Marktübersicht E-Bike-Motoren

Brose Drive Philosophie: ein natürliches Fahrgefühl Sehr leise, vibrationsarm Kein Tretwiderstand ohne Antriebsunterstützung Sensibles Ansprechverhalten Kraftvolle Unterstützung Innovatives Magnesiumgehäuse Formschöne Rahmenintegration Brose Drive T Mag: Langstreckenläufer Dank seiner hohen Effizienz machen der Brose Drive T Mag besonders auf Langstrecken eine gute Figur. Ausgedehnte Touren oder eine kurze Feierabendrunde – dieser Allrounder bietet genügend Power für alle Anforderungen des täglichen Lebens. Brose Drive Philosophy: a natural riding feeling Silent, low-vibration Dual freewheel technology Sensitive response characteristics Powerful support up to 410% Innovative magnesium housing Elegant frame integration Brose Drive T Mag: Long-distance runner Thanks to its high efficiency, Brose Drive T Mag cuts a particularly good figure over long distances. Long tours or a short after work trip – this all-rounder provides enough power for all the requirements of everyday life.

Mittelmotoren entwickeln sich rasant, der Markt verzeiht keine Fehler. Welche Modelle gibt es aktuell, worauf ist beim Kauf zu achten und wie funktionieren die Antriebe überhaupt? Unsere Marktübersicht gibt Antworten.

Text: Ingo Effing
Foto: Brose

Der Kundenansturm im Krisenjahr hat die heimischen Fahrradläden regelrecht leergefegt. So wird auch 2020 für die Hersteller von E-Bikes wohl wieder ein Rekordjahr werden. Schon 2019 durfte die Branche einen erdrutschartigen Zuwachs an verkauften E-Bikes von fast 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr bejubeln. Das waren insgesamt satte 1,36 Millionen E-Bikes, die allein hierzulande aus den Ladenlokalen gerollt oder aus den Kartons der Versender gezogen wurden. Ein Milliardenmarkt mit rosigen Aussichten. Nur zum Vergleich: Die Automobilbranche konnte 2019 lediglich 63.300 Neuzulassungen rein batteriebetriebener Elektroautos verzeichnen. Tendenz allerdings auch hier: stark steigend.

Herzstück und treibende Kraft eines jeden E-Bikes ist der Elektromotor. Wer zu Beginn des Booms vor etwa 15 Jahren in einen gut bestückten Fahrradladen spazierte, um ein Auge auf die damals noch recht neuartigen Pedelecs zu werfen, konnte neben einigen Modellen mit Mittelmotor auch viele Räder mit Antriebseinheit in der Radnabe am Vorder- oder Hinterrad begutachten. Herkömmliche Fahrräder konnten mit Radnabenmotoren kostengünstig und schnell in Pedelecs verwandelt werden, ohne den Rahmen neu konstruieren zu müssen: Nabenmotor einspeichen, Akku in den Gepäckträger geschoben, Display auf den Lenker und fertig war das E-Bike. Frontmotoren sind inzwischen weitestgehend vom Markt verdrängt worden. Die ungünstige Kraftübertragung über den wenig belasteten Vorderreifen führt oft zum Wegrutschen auf losem Untergrund in Kurven, bei Nässe oder an Steigungen. Am Heck hält sich der Nabenantrieb zwar, mittlerweile hat sich der Mittelmotor aber durchgesetzt und treibt neun von zehn Pedelecs an.

Die zentral im Tretlagerbereich verbauten Antriebe haben den Vorteil einer ausgeglichenen, mittigen Gewichtsverteilung zwischen den beiden Laufrädern, sie sind robust und mit Nabenschaltungen kompatibel. Mittelmotoren setzen wie gewöhnliche Fahrräder an der Kurbelachse an, die unmittelbarere Kraftübertragung auf die Kette  vermittelt ein natürliches Fahrgefühl und ist spürbar kraftvoller als bei den eher sanft unterstützenden Heckantrieben. Auf der Contra-Seite stehen dagegen ein vergleichsweise hoher Preis, die Lautstärke und ein hoher Verschleiß an der Kettenschaltung.

Turbulenter Markt

Die Entwicklung der Antriebe gleicht einem Wettrennen. Jahr für Jahr überbieten sich die Hersteller damit, immer kleinere, leistungsstärkere Antriebe auf den Markt zu bringen. Viele mitunter namhafte Produzenten können nicht Schritt halten und müssen abreißen lassen. Zum Jahresende 2019 hat sich Continental aus dem Rennen verabschiedet und den Geschäftsbereich aufgegeben. Zwei Jahre zuvor hatte man mit der Vorstellung des 48V-Motors noch buchstäblich die Revolution ausgerufen. Hart erwischt hat es auch Deutschlands größten Fahrradhersteller Derby Cycle mit Marken wie Kalkhoff, Raleigh, Rixe und Focus. Nachdem es mit den eigenen Impulse-Motoren vermehrt zu Problemen gekommen war und in der Folge zu Unmut bei den Kunden, trennte man sich vom bis dahin weit verbreiteten eigenen Antriebssystem und setzte ausgerechnet auf Continental-Motoren. BionX, Hersteller von Heckmotoren, ist nach Insolvenz vom Markt verschwunden, und auch Go Swissdrive wurde 2019 wegen zu hoher Entwicklungskosten aufgelöst. Der zunehmende Aufwand, neue Funktionen und App-Anbindungen zu entwickeln, lässt sich in einem preissensiblen Marktumfeld langfristig wirtschaftlich nur schwer abbilden, hieß es dazu in einer Stellungnahme.

Der verlockende Wachstumsmarkt treibt dennoch auch Neulinge an den Start. Sie rechnen sich Chancen auf ein Stück vom scheinbar mächtigen E-Bike-Kuchen aus. Auf den erstenBlick nachvollziehbar, denn Elektromotoren sind weit verbreitet und im Prinzip einfach aufgebaut. Da liegt der Gedanke nah, so ein E-Bike-Antrieb sei mit überschaubarem Aufwand entwickelt. Doch weit gefehlt.

Knifflige Antriebs-Entwicklung

Während man bei rein elektronisch betriebenen Fahrzeugen wie beispielsweise einem Elektroauto nur eine Energiequelle hat – man tritt auf das Strompedal und der Motor setzt dementsprechend seine Leistung frei, gibt beim Pedelec auch der Radfahrer seine Eigenleistung aus den Beinen dazu. Ein E-Bike ist deswegen ein hybrides System aus Mensch und Maschine, das die Motorleistung mit dem ungleichmäßigen Antritt des Fahrers in Einklang bringen muss. Feinfühlig, aber direkt soll der Motor exakt die Leistung zuführen, die in der jeweiligen Fahrsituation gerade benötigt wird.

Der Motor wird über den Druck auf die Pedale gesteuert und soll gleichmäßig unterstützen, ohne zu Ruckeln und ohne dass das Fahrrad unterm Hintern durchgeht. Anfühlen soll sich das Ganze dann auch noch wie normales Fahrradfahren, nur weniger anstrengend. Dazu ist ein hoch komplexer Regelkreis aus Sensoren und Software nötig. Er bestimmt, wann und wie stark die Eigenleistung des Fahrers vom Motor unterstütz wird. Hinzu kommen noch verschiedenste Einflussgrößen wie schwindende Akkukapazität, Trittfrequenz oder die Außentemperatur. Der Teufel steckt nicht zuletzt im Software-Detail und führt immer wieder dazu, dass Motoren angekündigt werden, die Auslieferung sich aber verzögert, weil irgendwo im komplizierten Zusammenspiel Probleme auftauchen und bis zuletzt mit Hochdruck programmiert und optimiert wird, während die Fahrradhersteller in den Produktionsstätten mit scharrenden Hufen darauf warten, die Antriebe in ihre neuen Modelle einzubauen.

Die größte Herausforderung besteht immer darin, verschiedenste, teilweise gegensätzliche Anforderungen unter einen Hut zu bringen, ohne große Kompromisse in einzelnen Bereichen eingehen zu müssen, gibt Michael Wild, Leiter der Marketingabteilung der deutschen Shimano-Generalvertretung zu bedenken. Ein möglichst geringes Gewicht und kompakte Abmessungen hätten bei der Entwicklung des neuen EP8 ebenso im Pflichtenheft gestanden wie ein hohes Drehmoment, Reichweite und viele weitere Anforderungen. Das alles gilt es zu koordinieren, um ein dynamisches, aber natürliches Fahrgefühl zu erzeugen. Den Ingenieuren in Japan sei da ein Meisterstück gelungen, so Wild.

Obwohl sie immer leistungsstärker werden, haben die  Mittelmotoren  in den vergangenen zehn Jahren gehörig abgespeckt, sind zunehmend kompakter geworden. Dieser Entwicklung sind laut Wild allerdings physikalische Grenzen gesetzt – zum Beispiel im Hinblick auf die steigende Wärmeentwicklung, wenn immer mehr Leistung auf immer kleinerem Raum produziert wird. Und auch die Produktionskosten müssen sich in einem marktfähigen Rahmen bewegen. Künftige Motorengenerationen werden sich daher vor allem durch die inneren Werte auszeichnen, prognostiziert Wild, durch eine noch ausgereiftere Software und eine noch besser auf alle erdenklichen Fahrsituationen abgestimmte Motorcharakteristik. Der E-Bike-Motor im Jahr 2030 werde sich optisch vermutlich gar nicht so sehr von den heutigen Modellen unterscheiden, lediglich etwas kleiner, kompakter und besser ins Gesamtdesign integriert sein. Aber in Sachen Effizienz sei noch etwas Luft nach oben, was der Reichweite zugute komme. Und auch die Möglichkeiten, die Motorcharakteristik den eigenen Bedürfnissen anzupassen, werde an Bedeutung gewinnen, so Wild.

Qual der Wahl

Weil gerade die Motorcharakteristik so entscheidend für das Fahrgefühl ist, sollte man sich beim Radkauf vielleicht nicht nur für ein bestimmtest Fahrrad, sondern ganz explizit auch für einen bestimmten Motor entscheiden. Mindestens aber lohnt es sich, sich einige Gedanken zum Antrieb durch den Kopf gehen lassen. Was also gilt es zu bedenken?

Der Hardware-Entwicklung sind physikalische Grenzen gesetzt, aber auch die Vernunft setzt Grenzen, was die Leistung angeht. Schon jetzt ist der stärkste Motor nicht per se die beste Wahl. Antriebe für den Trekking- oder Citybereich, die weniger druckvoll unterstützen, fühlen sich häufig harmonischer an, laufen ruhiger und gehen meist auch sparsamer mit dem Akku um. Bin ich also eher der gemütliche Touren-Typ, oder will ich regelmäßig die Unterstützungsgrenze von 25 Stundenkilometern mit Muskelkraft knacken? Viele Motoren entkoppeln inzwischen mehr oder weniger vollständig das Getriebe von der Kurbelachse, sobald die Unterstützung aussetzt oder der Motor bei leerem Akku abschaltet. Ist das nicht der Fall, bremst der interne Widerstand der Zahnräder und das Getriebe muss mitgetreten werden. Das macht E-Bike-Fahren ohne Unterstützung mühsam. Bei E-Rennrädern ist eine Entkopplung daher fast ein Muss, aber auch für E-Mountainbiker und sportliche Tourenfahrer interessant.

Der Motor zwischen den Füßen braucht außerdem Raum und vergrößert den Abstand zwischen den Kurbelarmen, also die Standbreite, auch Q-Faktor genannt. Bei Knieproblemen lohnt es sich deshalb, ein Auge auf einen möglichst schmalen, ergonomischen Pedalabstand zu werfen.

Diese Motoren stellen wir in unserer Marktübersicht mit ihren technischen Daten vor:
Bafang: M200, M300, M420, M445, M500, M800
Bosch: Active Line, Active Line Plus, Performance Line (Gen3), Performance Line CX (Gen4)
Brose: Drive C Alu, Drive T Alu, Drive S Alu, Drive C Mag, Drive T Mag, Drive S Mag
Fazua: Evation
Giant: SyncDrive Core (RT), SyncDrive Sport, SyncDrive Pro
Panasonic: GX Ultimate, GX Power, GX Power Plus
Shimano: STEPS E5000, STEPS E6100, STEPS E7000, EP8
TQ Systeme: HPR 120S
TranzX: M17
Yamaha: PW-X2, Pwseries ST, Pwseries TE, Pwseries CE

Die komplette Marktübersicht lesen Sie im RADtouren-Magazin 1/2021 – ab 10. Dezember am Kiosk.

Neues GPS-Gerät von Hammerhead

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Text: Thomas Froitzheim; Foto: Hammerhead

Hammerhead ist eine kleine Manufaktur in Südafrika mit einem großen Anspruch: „Wir wollen die besten Radcomputer der Welt bauen.“ Der gerade angekündigte Hammerhead Karoo 2 weist einige Ähnlichkeiten mit dem TwoNav Cross auf: 3,2-Zoll-Display mit einer Auflösung von 480 x 800 Pixeln (292 Pixel/Inch), 32 Gigabyte Festspeicher, USB-C-Kabel, WLAN, BT und ANT+ und je zwei Bedientasten an den Seiten. Die sind allerdings anders angeordnet als beim Cross. Und auch das angegebene Gewicht ist mit 120 Gramm deutlich leichter, vielleicht auch dank des kleineren Akkus (2500 Milliamperstunden), der etwa zwölf Stunden durchhalten soll. Der Karoo 2 kann zudem eine separate SIM-Karte aufnehmen und ist damit unabhängig von einer Verbindung mit dem Smartphone. Er kann sich mit verschiedenen Portalen wie Strava, Komoot oder „Ride with GPS“ verbinden und zeigt sich auch bei koppelbarer Hardware sehr kontaktfreudig (Campagnolo EPS, SRAM eTap, Shimano Di2, Garmins Varia-Radar-Geräte etc). Der Preis soll bei 399 Euro liegen, die Auslieferung wird voraussichtlich erst Ende 2020 erfolgen.

 hammerhead.io

RADtouren 1/2021

homepage neue ausgabe

  • Nordkap Unendliche Weiten – durch die Finnmark ans Ziel
  • Alpencross Doppeltes Gipfelglück
  • Nordrhein-Westfalen Kunst auf Halde – Tour de Ruhr
  • Bayerns Norden Sagenhaftes Fichtelgebirge
  • Marktübersicht E-Bike-Motoren
  • GPS-Gerät vs. Smartphone Welche Technik punktet in Sachen Bedienbarkeit?
  • Fitness Winterprogramm für Radler – Skilanglauf

Neues GPS-Gerät aus Spanien

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Text: Thomas Froitzheim; Foto: CompeGPS

Die spanischen GPS-Spezialisten von ­CompeGPS bringen mit dem TwoNav Cross ein neues Gerät auf den Markt, das sich vor allem an Tourenradler und Wanderer richtet. Mit seinem 3,2-Zoll-Display und Maßen von 110 x 63 x 21 Millimetern hat es ähnliche Ausmaße wie das Garmin Oregon, aber ein etwas größeres Display, und ist dennoch mit 172 Gramm etwas leichter. Bedient wird der Cross über seinen Touchscreen und seitlich angebrachte Tasten, die zum Beispiel das Ein- und Aus-Zoomen während der Fahrt erleichtern und eine Einhandbedienung ermöglichen. Neben Bluetooth und ANT+ kann der Cross auch über WLAN schnell und komfortabel Daten übertragen. Er erkennt Stürze und kann Notrufe über ein gekoppeltes Smartphone und die dazugehörigen „LINK“-App versenden – dazu dient das „SeeMe“-­Notfallsystem. Der interne Speicher bietet 32 Gigabyte, eine zusätzliche Speicherkarte ist nicht möglich. Der fest eingebaute 3300-Milliamperstunden-Akku soll 20 Stunden durchhalten. Der Cross kostet 299 Euro und ist bereits lieferbar.  twonav.com

„Eine Herausforderung und eine Chance“

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Das Bedürfnis nach mehr Nachhaltigkeit beeinflusst auch unser Reiseverhalten. Wir wollten wissen, wie Veranstalter ihr Angebot grüner machen und sprachen mit Ralph Benecke, Gründer und Geschäftsführer vom Alleinreise-Spezialisten Sunwave.

RADtouren: Immer mehr Menschen legen wert auf einen nachhaltigen Lebensstil. Wird das Reisen damit zum No-Go?

Ralph Benecke: Für den Tourismus ist das Thema Nachhaltigkeit eine Herausforderung und gleichzeitig auch eine Chance. Nachhaltig zu reisen bedeutet, bewusst zu reisen und die Natur, die Kultur und die Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung zu achten. Das bedeutet also nicht nur, keinen Schaden anzurichten, sondern auch aktiv zur Entwicklung vor Ort beizutragen.

RADtouren: Ist nachhaltiges Reisen teurer?

Ralph Benecke: Unser Ziel ist es, Reisen mit besonderer Qualität anzubieten. Diese zeichnet sich sowohl durch einen besonders intensiven Erlebnis- und Erholungswert aus, als auch durch umweltverträgliche und sozialverantwortliche Aspekte. Das steht bei der Planung und auch bei der Durchführung der Reisen im Fokus. Den Preiskampf getreu dem Motto „billiger geht immer“ machen wir nicht mit.

RADtouren: Worauf legen Sie bei der Planung der Reisen besonderen Wert?

Ralph Benecke: Das fängt bei der Auswahl von Vertragspartner wie Hotels und Restaurants an. Wir achten auf eine ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltige Ausrichtung. Vorrangig arbeiten wir mit Hotels zusammen, die zum Beispiel Ökostrom nutzen, Lebensmittel aus der Region beziehen und den Angestellten humane Arbeitsbedingungen und faire Löhne bieten. Umweltbewusstsein zeigt sich nicht nur im Badezimmer der Hotels, wo auf die Mehrfachnutzung der Handtücher hingewiesen wird!

RADtouren: Wie sieht der Beitrag zur Nachhaltigkeit bei der Reise selbst aus?

Ralph Benecke: Wir versuchen, die Natur möglichst nah, intensiv und ursprünglich zu erleben und dabei so wenig wie möglich auf die Natur einzuwirken. Besonders gut funktioniert das natürlich beim Radfahren, aber auch beim Wandern – im Winter zudem beim Schneeschuhwandern, der ökologisch verträglicheren Variante des Wintersports.

RADtouren: Und wie gelingt eine umweltfreundliche Anreise ins Zielgebiet?

Ralph Benecke: Zunächst einmal erweitern wir unser Angebot an Eigenanreiseprodukten stetig und empfehlen, wenn möglich, die Anreise mit Bus und Bahn. Bei Flugreisen achten wir bei der Auswahl der Fluggesellschaften auf eine gute CO2-Effizienzklasse oder versuchen die CO2-Emissionen an anderer Stelle auszugleichen. Und auch als Unternehmen tragen wir zur Nachhaltigkeit bei. Neben Maßnahmen wie reduziertem Papierverbrauch im Büroalltag haben wir uns kürzlich dazu entschieden, ab 2021 auf einen Druckkatalog zu verzichten. Wir werden dafür noch mehr Energie in die Optimierung unseres Online-Auftritts stecken.

RADtouren: Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Welche ist Ihre Lieblingsreise aus dem Sunwave-Angebot?

Ralph Benecke: Das sind ganz eindeutig unsere Sail & Bike Reisen in der Ostsee und Nordsee. Der Charme, mit einem Traditionssegler zu segeln und in den Häfen mit geführten Radtouren die Umgebung zu erkunden, ist jedes Mal ein besonderes Erlebnis. Und das geht am besten in einer Gruppe.

ralph benecke

Auf Kneipp-Tour am Lech

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Mit allen Sinnen erfahren lässt sich die „Lebensspur Lech“, gesundheitstouristischer Erlebnisraum zwischen dem Allgäu und Tirol – natürlich auch mit dem Rad. Denn in der Region steht ein breites Netz an gut ausgebauten Radwegen bereit – für Genussradler, Familien und alle, die sich vorzugsweise mit sportlich-moderater Aktivität die reizvollen Landschaften am Lech entdecken wollen. Entlang des grenzüberschreitenden Flusses warten zum Beispiel die Kneipp-Radrunde bei Füssen auf deutscher sowie der Lechradweg auf österreichischer Seite auf Sie.

lebensspur-lech.com

Tocsen: Kleiner Chip, große Wirkung

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2019 bringen drei Freiburger Jung-
unternehmer den Sturzsensor Tocsen auf den Markt. Sobald der Sensor einen Sturz erkennt, fragt die App nach, wie es dem Fahrer geht. Bleibt die Reaktion länger als 45 Sekunden aus, setzt Tocsen einen automatischen Notruf inklusive GPS-Ortung ab –  an persönliche Notfallkontakte und die gesamte Tocsen Community im Umkreis.

Bisher musste der Sensor nachträglich auf den Helm aufgeklebt werden. Bei den beiden neuen Enduro-Helme von Uvex ist der Sensor nun erstmals direkt in den Helm integriert. „Dass wir mit Uvex gleich den Marktführer als Partner gewinnen konnten, ist natürlich genial”, freut sich Geschäftsführer Andreas Botsch.

tocsen.com

Neuer Service für den Ems-Radweg

emsradweg

Die Internetseite des 375 Kilometer langen Ems-Radwegs hat ein gründliche Überarbeitung erhalten. Mehr als 450 Orte von Interesse und Sehenswürdigkeiten (POI) haben die Verantwortlichen in den vergangenen Monaten in die neue Internetseite eingepflegt. Neues Herzstück aber ist der individuell programmierte Tourenplaner, mit dem Individualreisende ihre Radtour ganz nach eigenen Wünschen planen können. Über die Eingabe von Parametern wie Länge der Tagesetappen sowie Start- und Zielangabe berechnet das System automatisch einen Reiseplan. Die erstellte Tour-Planung enthält alle wichtigen Informationen zum Streckenverlauf sowie zu Übernachtungs- und Gastronomieangeboten, Sehenswürdigkeiten, Parkmöglichkeiten, Bahnhöfen, Tourist-Informationen und Kanuangeboten. Die Übernachtungsorte lassen sich individuell anpassen und damit der Plan während der Radtour immer griffbereit ist, kann er auch heruntergeladen und ausgedruckt werden. emsradweg.de

Neues Radwegenetz in der Oberpfalz

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„Oberpfälzer Radl-Welt“ heißt eine neue Radrunde im Nordosten Bayerns. Sowohl für eine lange Radreise, als auch für kürzere (Mehr-)Tagestouren gibt es passende Routen, denn neben einer 500 Kilometer langen Hauptroute gibt es sechs „Erlebniswelten“ mit je 85 bis 155 Kilometern.

Auf letzteren lässt sich der Oberpfälzer Wald aus unterschiedlichen Blickwinkeln entdecken: Da lädt eine verträumt-idyllische „Wald & Täler“-Tour, eine kultverdächtige „Zoigl & Fisch“-Tour und eine fantastische „Sagen & Geschichten“-Tour zu Entdeckungsfahrten ein. Spannende Einblicke in das System Erde verspricht die „Vulkane & Erdgeschichte“-Tour, kulinarische und kulturelle Höhepunkte die „Genuss & Kultur“-Tour und das Beste der Oberpfälzer Fluss- und Seenlandschaften die „Wasserwelten“-Tour.

Da aber zum ungetrübten Radlspaß neben solch emotionalen auch viele deutlich pragmatischere Faktoren gehören, gibt es im Oberpfälzer Wald gleich eine ganze Reihe an Serviceleistungen für Radler: Ausreichend E-Bike-Ladestationen, flexible Radwerkstätten, eine einheitliche Radwegebeschilderung und günstig gelegene Einkehrmöglichkeiten.

oberpfaelzerwald.de/die-oberpfaelzer-radl-welt

Neue Beschilderung in der Region Oberschwaben-Allgäu

In der Region Oberschwaben-Allgäu weist eine überarbeitete Beschilderung auf dem Donau-Bodensee-Radweg und dem Oberschwaben-Allgäu-Radweg den Weg. Alle wichtigen Informationen zu den beiden Landesfernradwegen und zu weiteren Touren in der Region gibt es außerdem in der Broschüre „Radwege in der Ferienregion Oberschwaben-Allgäu“. Sie beinhaltet umfangreiches Kartenmaterial, Etappenbeschreibungen mit Höhenprofil, Adressen radlerfreundlicher Unterkünfte sowie Informationen zu Radservice-Stationen und dem öffentlichen Nahverkehr.
oberschwaben-tourismus.de

Sicherheit: Hauptsache auffallen!

Vom Herbst bis zum Frühling sind die Tage kurz, das Wetter ist mäßig
und die Sicht entsprechend schlecht. Damit Sie nicht übersehen werden, hier ein paar
leuchtende Beispiele für mehr Sicherheit.

Klein, aber oho

Dass niemand im Dunkeln ohne Fahrradlichter fährt, sollte selbstverständlich sein. Zusätzliche Sicherheit bietet ein ergänzendes Anstecklicht. Das kann am Rahmen, aber zum Beispiel auch am Körper, am Rucksack oder an den Gepäcktaschen befestigt werden. Ein entsprechendes Produkt gibt es mit dem IXXI zum Beispiel von Busch und Müller. Ca. 22,90 Euro

bumm.de

busch und mueller ixxi rcklicht

Cleveres Köpfchen

Fast schon Standard am Radhelm sind Reflektoren, immer beliebter werden aber Helme mit Rücklicht wie zum Beispiel am „Urban-I 3.0“ von Abus. Er ist ein urbaner Fahrradhelm mit gleich mehreren Reflektoren – und LED-Rücklicht mit 180 Grad Sichtbarkeit am Hinterkopf. Dieses verfügt über drei Betriebsmodi: aus, an und blinkend. Die Knopfbatterie für das Licht lässt sich auswechseln und bei fünfzehn Helmfarben zur Auswahl sollte auch optisch für jeden was dabei sein. Ab 84,95 Euro

 mobil.abus.com

abus urban i 3 0

Flinke Speiche

Speichenreflektoren sind laut Straßenverkehrsordnung am Fahrrad vorgeschrieben. Wem die üblichen orange­farbenen Katzenaugen zu bieder sind, der kann schlanke Reflektoren auf die einzelnen Speichen stecken. Auch diese Variante ist offiziell im Straßenverkehr zugelassen, und entsprechende Produkte gibt es von diversen Herstellern, zum Beispiel von 3M Scotchlite.

 3mdeutschland.de

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Das Wesentliche im Blick

Was man von einem Radfahrer am meisten wahrnimmt, ist der Oberkörper. Daher  sind Warnwesten inzwischen weit verbreitet. Für den Weg ins Büro genauso geeignet wie als wärmende Schicht auf der Radreise sind die Westen der belgischen Firma Gofluo. Die „Reverse“ ist eine wattierte Wendeweset: innen blau, außen reflektierend – oder andersrum. Sowohl auf der dunkelblauen als auch auf der reflektierenden Seite gibt es Seitentaschen mit verdecktem Reißverschluss. Wer noch sportlicher unterwegs ist, für den hat Gofluo auch leichte Reflektor-Westen
im Sortiment – auch modische! Die „Reverse“ kostet
ca. 89,95 Euro  gofluo.com

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Details mit großer Wirkung

Schnell unterschätzt, obwohl die Wirkung immens ist, sind Reflektorelemente an der Kleidung. Ein leuchtendes Logo hier und ein reflektierendes Design-Element dort erhöhen die Sichtbarkeit immens. Beim Kauf von neuem Equipment lohnt es sich daher, auf die Details zu achten. So verfügt die neue „LITE ADV Softshell Pants“ von Craft zum Beispiel über einen reflektierenden Streifen auf der Wade. Ab 139,95 Euro

 craft-sports.de

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Kräftige Farben

Es muss nicht allein reflektierend und leuchtend sein. Auch knallige Farben sind im Dunkeln viel besser zu sehen als Schwarz. Deswegen: Mut zum Auffallen! Optionen dafür gibt es wahrlich genug; die neue 2-in-1-Softshelljacke Asson von Gonso ist nur eine davon. Sie gibt es in gelb, rot und grün – und ja, auch in schwarz. Wenn’s zu warm wird, können die Ärmel abgetrennt werden und die Jacke wird zur Weste. Egal wie: Hauptsache auffallen! Ca. 149,95 Euro

gonso.de

gonso

Viel hilft viel

LED-Lichtlösungen speziell für Outdoor-Ausrüstung hat Osram entwickelt. Zusammen mit Vaude hat der Lichtspezialist die Serie „Light Me Up“ entworfen. Eine LED-Schnur lässt sich einfach an- und ausschalten und kann nachträglich an alle Vaude-Rucksäcke mit dem Label „Osram LED ready“ angebracht werden. Der Strom kommt über eine handelsübliche Powerbank mit USB-Anschluss. Ein ähnliches System hat Osram auch für Jack Wolfskin entwickelt. Ca. 25 Euro

osram.de

vaude.com

osram
Fotos: Hersteller

Aus der Rubrik Kurioses: Das Offroad-Lastenfahrrad

4forest cargo bike holz saege

Das Berliner Produktdesign-Büro Werksdesign hat den Prototyp eines Offroad-­Lastenfahrrads entwickelt. Das speziell für Naturliebhaber konzipierte 4forest bietet mit seiner vollgefederten Neigetechnik und leistungsstarkem E-Antrieb von Bosch eine Zuladung von über 220 Kilo. Ein praktisches und umweltfreundliches Transportmittel für den Wald und unwegsames Gelände. Probegefahren haben wir es nicht, aber wir können uns durchaus vorstellen, dass dieses Rad Spaß macht!