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Sehen und gesehen werden

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Sinnvolles Upgrade für E-Bike-Fahrer: noch mehr Sicherheit und Komfort in der dunklen Jahreszeit durch den SUPERNOVA M99 PRO2. Der Scheinwerfer erreicht im Fernlicht bis zu 3.000 Lumen und 450 Lux. Ein Tagfahrlichtmodul wechselt bei Bedarf automatisch zum Abblendlicht und die Elektronik dient auch als Schaltzentrale für weitere Komponenten mit bis zu 30 W Leistung.

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Warum Tagfahrlicht?

Die Sichtbarkeit am Tag ist für Radfahrende genauso entscheidend wie nachts. Unbeleuchtete Verkehrsteilnehmer werden in der Regel später von anderen erkannt. Studien haben gezeigt, dass viele Unfälle zwischen Radfahrenden und Autos am Tag auf das Fehlen von Beleuchtung zurückzuführen sind. Ein durchgängiges Lichtsignal macht Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer frühzeitig aufeinander aufmerksam. Dadurch haben sie mehr Zeit, um zu reagieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Für den im Vergleich zum Autofahrer mehr oder weniger schutzlosen Radfahrer kann das in gefährlichen Situationen lebensrettend sein.

Heller ist sicherer

Das mit 3.000 Lumen sehr starke Fernlicht wirft einen Lichtkegel, der weit vorausliegende Gefahren und Hindernisse sichtbar macht. Schon das Abblendlicht mit 500 Lumen reicht für Nacht-Touren aus und spart dabei Energie ohne Einbußen bei der Sicht und Sicherheit.

Stromverteilung neu gedacht

Die integrierte Elektronik und der Pufferspeicher des M99 PRO2 machen eine intelligente Stromverteilung möglich, um mehrere Stromabnehmer wie USB-Lader, Hupe etc. anzuschließen, während die Sicherheitsbeleuchtung aktiv bleibt. Das System ist mit den gängigen E-Bike-Spannungen kompatibel.

Bewusst robust

Ein geschmiedetes Aluminiumgehäuse, gehärtetes Glas und PVC-freie Kabel sind für den Dauereinsatz und härteste Bedingungen ausgelegt. Der M99 PRO2 wird in Deutschland von Hand gefertigt und besitzt 5 Jahre Garantie.

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Perfekter Mix aus Natur und Kultur: Mit Rad und Schiff durch Nordholland

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Eine Rundfahrt durch die berühmten Amsterdamer Grachten unternehmen oder am Nordseestrand spazieren gehen, die jahrhundertealten Windmühlen an der Zaanse Schans besichtigen und den unverschämt guten holländischen Käse in einer urigen Käserei probieren: Nordholland ist vielleicht nicht besonders groß, aber Sie können in dieser niederländischen Provinz so viel sehen und erleben, dass wir hier unmöglich alle Highlights aufzählen können. Und es macht sowieso viel mehr Spaß, diese bunte Vielfalt selbst zu entdecken!

Mit Boat Bike Tours erleben Sie innerhalb von 8 Tagen die schönsten Seiten dieser einzigartigen Region. Dabei sind Sie auf typisch holländische Art unterwegs: Mit Rad und Schiff. Das Tolle an dieser Art des Reisens ist, dass Sie unterwegs jeden Tag eine Menge sehen und dabei absolut kein Stress aufkommt. So sind Sie gleich mittendrin im Holland-Gefühl!

Die perfekte Mischung

Die Rundreise durch Nordholland ist eine perfekte  Mischung aus Natur und Kultur:
Radeln Sie über den IJsselmeerdeich und genießen Sie die endlos weite Aussicht über das Wasser und die Polderlandschaft. Lassen Sie sich im Freilichtmuseum Zaanse Schans zeigen, wie die echten holländischen Holzschuhe gemacht werden und besichtigen Sie die historischen Windmühlen, die hier seit Jahrhunderten das Panorama prägen. Wandeln Sie in den historischen Hafenstädten Hoorn und Enkhuizen auf den Spuren der holländischen Seefahrer. Bummeln Sie durch die verträumten Grachten von Alkmaar und erkunden Sie die wildromantischen Dünen und Strände der Watteninsel Texel. Nach einem erlebnisreichen Tag können Sie abends auf Ihrem komfortablen Hotelschiff entspannen. Das erwartet Sie nach Ihrer Radtour nämlich schon im nächsten Hafen.

 

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Abstecher in die Provinz Friesland

Zu den Höhepunkten dieser Tour gehört eine Fahrt quer über das IJsselmeer. Wenn Ihr Schiff bei Den Helder die Schleusen des Abschlussdeichs passiert hat, nimmt es Kurs auf die Provinz Friesland. Dort gehen Sie im hübschen Hafenstädtchen Stavoren an Land. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, einen Tag lang die malerische friesische Seenplatte zu erkunden. Radeln Sie durch die Moränenlandschaft der Region Gaastland und direkt an den schilfbewachsenen Ufern der großen Seen von Friesland entlang. Dort finden Sie ganz bestimmt ein schönes Fleckchen für ein Picknick mit Aussicht auf die vorbeiziehenden Segelboote.

 

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Komfortable Unterkunft

Auf den komfortablen und modernen Flusskreuzfahrtschiffen von Boat Bike Tours wird Ihr Urlaub nicht nur zu einem ganz besonderen Erlebnis, sondern zum echten Hochgenuss: Sie übernachten in gemütlichen Kabinen mit zwei bequemen Einzelbetten. Alle Kabinen haben ein eigenes Bad mit Dusche und WC. Im einladenden Restaurant genießen Sie abends ein herrliches 3-Gänge-Menü und morgens ein abwechslungsreiches Frühstück. An der Bar können Sie sich in geselliger Runde und bei einem leckeren Getränk mit Ihren Reisegenossen über die Erlebnisse des Tages austauschen. Und vergessen Sie nicht, die großartige Aussicht auf dem Sonnendeck zu genießen!

 


Mehr erfahren

Sind Sie Neugierig auf die Rad- und Schiffsreise durch Nordholland und Friesland geworden? Auf der Website von Boat Bike Tours finden Sie mehr Informationen zu den Reisedaten, den Preisen und den verfügbaren Schiffen für diese Tour.

Fehlerteufel: RADtouren 2/22

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in der Ausgabe RADtouren 2/22 hat sich bei den QR-Codes ein Fehlerteufel eingeschlichen. Die auf der Seite gedruckten QR-Codes führen unsere Leserinnen und Leser leider nicht, wie von uns gewünscht und beabsichtigt, direkt zur jeweiligen Karte mit dem Routenverlauf und den GPS-Daten, sondern erzeugen eine Fehlermeldung.Wir haben neue QR-Codes erstellt und bitten Sie, diese Panne zu entschuldigen:


Hier sind die korrigierten QR-Codes:


Sachsen aus Radreise-Destination:

Sterntouren rund um Dresden, im Magazin auf S.16:

 

bit.ly/3odFqOu

sachsen

 

Wild und wunderbar:

Gravel-Biken in Graubünden, im Magazin auf  S. 33:  

bit.ly/3nIE3Hw

graubunden

Auf den Spuren der Gebrüder Grimm:
die Deutsche Märchenstraße, im Magazin auf S. 53

bit.ly/33bNRmn

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Grüne Stadt am Kattegat:
Mit dem Rad durch Göteborg, im Magazin auf S. 73

bit.ly/3HPChMV

goteborg

Die RADtouren-Redaktion

 

Ausgabe 1/22

RADtouren Ausgabe 1/22

  • Im Test: Sieben E-All-Mountain-Bikes
  • Radrouting: Acht Portale im Praxistest
  • Zauberhaftes Apulien: Radparadies am Stiefelabsatz Italiens
  • Himmlische Highlands: Auf vier Rädern und vier Pfoten durch Schottland
  • Alles im Fluss: Radurlaub an Hase und Ems
  • Eiszeitroute: Rundweg zum Dahinschmelzen
  • Spaniens Grüne Wege: 3200 Kilometer Radfahrglück
  • O Tannenbaum: Geschenktipps für Radfans
  • Radeln im Winter: Das rät die Expertin

Hier geht es zum Shop!

Parapera: Individuelle Highend-Gravelbikes aus Bayern

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Die Gravelbikes von Parapera sind individuell, maximal leicht, perfekt auf ihren jeweiligen Einsatzbereich abgestimmt. Die neue Gravel-Marke im Portrait.

Mit einem Gravelbike unterwegs zu sein, bedeutet: Freiheit. Auf den geländegängigen Rennrädern lassen sich neue Strecken entdecken und Abenteuer abseits der Straße finden. Alles, was man dazu braucht, ist ein wenig Mut, um den gewohnten Weg zu verlassen. Genau mit diesem Mut ist auch die neue Gravelbike-Marke Parapera entstanden. Der Name ist Griechisch und bedeutet: darüber hinaus, einen Schritt weiter. Das Unternehmen aus Bayern entwickelt schon seit fünf Jahren Komponenten aus Carbon und seit zwei Jahrzehnten Rennräder, Mountainbikes sowie Reiseräder aus Titan und Stahl unter den Markennamen Falkenjagd und Rennstahl. Im Jahr 2021 hat Parapera einen neuen Schritt gewagt und drei Gravelmodelle für drei verschiedene Einsatzbereiche vorgestellt. Der Marke ist es dabei gelungen, gleich im Gründungsjahr einen Red Dot Design Award für die Formensprache und die Funktionalität der Gravelbikes zu erhalten. Atmos sowie Atmos R, Aeras und Anemos: 36 Monate Entwicklungszeit stecken in jedem Rahmen. Die Gravelbikes sind individuell, maximal leicht und perfekt auf das Terrain abgestimmt, für das sie bestimmt sind.

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Die Modelle von Parapera konnten bereits im Design überzeugen.

Die Gravelbikes im Detail

Gravel ist nicht gleich Gravel – deshalb bietet Parapera unterschiedliche Modelle mit unterschiedlichen Setups an, die zu den verschiedenen Besonderheiten der Gravel-Welt passen. Das Atmos ist dabei ein minimalistisches und ultraleichtes Gravelbike, bei dem alles auf Geschwindigkeit und Beschleunigung ausgelegt ist. Erhältlich ist es als Disc- (Atmos) und als Rimbrake-Version (Atmos R). Von letzterer wiegt der Rahmen in Größe M gerade einmal 730 Gramm.

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Das ultraleichte Gravelbike „Atmos“ von Parapera

Die Stärken des Aeras liegen auf Allroad-Strecken. Es ist ein Rad für Bikepacking-Abenteuer und den Dauereinsatz im Alltag. Die Geometrie und die Sitzposition sind auf lange Strecken ausgelegt, Rahmen und Gabel bieten ein optimales Verhältnis aus geringem Gewicht, enormer Haltbarkeit und sehr hoher Verwindungssteifigkeit. Das Aeras ist das einzige Parapera mit einem tropfenförmigen Unterrohr-Profil. Das verbessert die Aerodynamik des Gravelbikes und sorgt gleichzeitig für eine markante Linienführung.
Sucht man einen Gravel-Allrounder, ist das Anemos die beste Wahl. Es ist ein überzeugendes Highend-Gravelbike und kann zum ausgereiften Reiserad oder Gravel-Commuter umfunktioniert werden. Dank versteckter Ösen und Gewinde lässt sich eine Vielzahl an Zubehörteilen am  Rahmenset montieren – wie etwa eine Lichtanalage, ein Gepäckträger oder Schutzbleche. Der Vorteil: werden die Anbauteile nicht gebraucht, hat man gleichzeitig ein komplett cleanes Gravelbike mit ästhetischem, zeitlosem Design.

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Das Gravelbike „Anemos“ besticht durch Qualität und Ausstattung

Traumausstattung
Neben den Rahmen bietet Parapera auch ein umfangreiches Zubehör-Sortiment an. Für das Anemos und das Aeras gibt es zum Beispiel einen speziell entwickelten Gepäckträger, der sich über ein Schellen-System am Hinterbau anbringen lässt. Hinzu kommen hochwertige Laufräder, Schutzbleche, Sattelstützen und Lenker aus Carbon – alles speziell auf den Graveleinsatz ausgelegt. Egal für welchen Rahmen man sich entscheidest: jedes Parapera lässt sich nach den eigenen Traumvorstellungen zusammenstellen. Im Konfigurator von Parapera steht eine riesige Auswahl an Komponenten zur Verfügung. 1x-Antrieb oder Zweifach-Kurbel? Elektronisch oder mechanisch? Anderer Sattel? Man hat alle Möglichkeiten – individueller und funktioneller geht es nicht.

Kaiserbäder, Meer & Kultur

Radtour Stettiner Haff
©Bild:Rückenwind Reisen GmbH

Diese Rundreise bringt frischen (Rücken)wind ins Radreise-Programm. Sie führt Radurlauber einmal rund um das zweitgrößte Ostsee-Haff, das mit einer enormen landschaftlichen und kulturellen Vielfalt überrascht. Immer gegenwärtig: das herrliche Rauschen des Meeres.

Rund um das Stettiner Haff – Urwüchsige Natur und die Weite des Meeres

Start und Ziel der Radtour ist das Städtchen Anklam. Wer sich für die Geschichte der Luftfahrt interessiert, kann hier das Otto-Lilienthal-Museum besuchen, bevor es auf der ersten Radetappe nach Usedom, vorbei an den Kaiserbädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck nach Swinemünde geht. Die Seebrücke von Heringsdorf kennt man von unzähligen Fotos, zudem ist der historische Ortskern sehenswert und sollte in aller Ruhe erkundet werden.

Am nächsten Tag stehen nur rund 30 Radkilometer auf dem Tourenplan. So ist genug Zeit für einen Abstecher zur Swinemünder Festung und zum alten preußischen Leuchtturm auf der Woliner Seite. Übernachtet wird im hübschen Seebad Misdroy. Sehr stimmungsvoll ist es dort abends auf der 395 m langen Seebrücke mit kleinen Geschäften und Restaurants.

Wie schön und abwechslungsreich die Natur auf der polnischen Insel ist, zeigt sich am nächsten Tag auf einer Rundtour. Weiter geht es durch den Wolinski Nationalpark mit 1.100 Pflanzenarten, etwa 270 geschützten Tierarten und über 300 Jahre alte Eichen direkt am Haff entlang bis Stepnica und weiter nach Goleniow. Die Strecke nach Stettin wird per Bahn überbrückt.

Der folgende Tag beginnt mit der Besichtigung des beeindruckenden Stettiner Schlosses, bevor die Radler die rund 70 km Strecke nach Ueckermünde fahren. Dort lohnt sich ein Bummel am Hafen entlang und durch die malerische Altstadt.

Die letzte Etappe zurück nach Anklam zeigt noch einmal die ganze Vielseitigkeit des Stettiner Haffs. Die Radler fahren über Grambin ins verträumte Fischerdorf Mönkebude, wo ein Bad in der Ostsee möglich ist. Und ein kleiner Abstecher in die weite Moorlandschaft im Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch rundet die Radreise perfekt ab.

©Bild:Rückenwind Reisen GmbH

Schweiz: Noble Trails durch himmlische Gefilde

Radler in der Schweiz : ©Norbert Eisele-Hein
©Norbert Eisele-Hein

Entlang der fünf Finger Gottes offenbart das Saanenland epischen Bikespaß. Die Reichen und Schönen waren alle schon mal in GSTAAD , bisher allerdings selten zum Mountainbiken. Doch das ändert sich jetzt.

Sophia Loren, Elisabeth Taylor, Roger Moore … – sie alle waren schon in Gstaad. Und nächtigten im altehrwürdigen, unendlich noblen Palace Hotel, einem der besten Häuser der Schweiz, ja wenn nicht sogar der Welt. Die Gästegalerie im Foyer offenbart das Who is Who von alten und neuen Hollywood-Granden, Industriemagnaten und Blaublütern. Gleich einer Ritterburg thront der Monumentalbau hoch über den mondänen Holzchalets der 7000-Seelen-Gemeinde. Als Wintersportort genießt Gstaad seit Jahrzehnten weltweites Renommee. Die Biketrails hingegen waren bis dato eigentlich nur Insidern ein Begriff. Doch seit mehreren Jahren setzt Gstaad-Saanenland-Tourismus nun auch auf diese Trumpfkarte. Und wenn die Eidgenossen Neuland betreten, dann richtig. Fünfzig Trails wurden seither ausgescoutet und beschildert, es gibt eine gratis Karte und für jede Tour auch die passenden GPS-Daten zum Download. Freeride-orientierte Touren sollen folgen. Maßgeblich beteiligt daran war und ist auch Claude Frautschi, seines Zeichens Swiss Certified Mountainbike Guide, der bereits 2007 „MTB-Saanenland“ ins Leben rief und seither seine mal mehr oder weniger prominenten Gäste über die Bergketten führt. „Klar, ich hatte auch schon Gäste aus dem Palace, dem Bellevue und anderen 5-Sterne Hotels“, sagt Claude. „Fitness ist auch für Weltstars oberstes Gebot. Und eine Biketour über die Berge unseres Saanenlands lässt die Promis doch viel besser runterkommen als eine langweilige Trainingseinheit im Gym.“ Beim Stichwort „name-dropping“ schmunzelt er kurz und deutet mit den Fingern auf versiegelte Lippen. „Hier in Gstaad hat die Diskretion oberste Priorität.“

Biker am Am Col des Anderets ©Norbert Eisele-Hein
©Norbert Eisele-Hein

Wir starten in Gsteig, klettern unendliche Kehren hoch.

Die Sonne brennt schon am frühen Morgen gnadenlos auf die Mischung aus Schotter und verworfenem Asphalt. „Die Auffahrten hier sind allesamt mächtig steil. Viele Wege müssen schier befestigt werden, weil sie sonst abrutschen würden“, erklärt Claude. Gerade erreichen die Sonnenstrahlen das Skigebiet „Glacier 3000“, raffiniert wird der 3209 Meter hohe Gipfel „Diablerets“ hinterleuchtet. Die Teufelsgabel, eine kapitale Seilbahnstation und Gipfelrestaurant in Form eines betonierten Dreizacks, entworfen vom Stararchitekten Mario Botta, dominiert die Skyline. Am Col des Anderets haben wir bald 900 Höhenmeter in den Beinen und etliche Körner verballert, doch jeder Schweißtropfen wird belohnt. Schönste Schotter-Switchbacks und eine ganze Reihe feiner Singletrails zielen direkt in eine wabernde Wattepackung. Über dem Arnensee hängt ein diamanten funkelndes Wolkenmeer. Auf unserer Route schreddern wir ganz nebenbei auch direkt über den „Röstigraben“, die schweizerisch-französische Sprachgrenze. Col du Pillon, Col des Anderets, La Palette hießen die Landmarken bis hierher. Jetzt lesen wir Seeberghorn, Unters Stuedeli und Walighürli auf der Karte. Vom Col de Voré zum Seeberg bringt der Trail puren Flow. Die heftig steilen Kehren zum Arnensee sind nur von technisch versierten Bikern ohne Tragepassage machbar. Die Europaweiten Starkregenfälle haben auch hier nicht Halt gemacht. Im Restaurant „Haus zum Arnensee“ lassen sich die Depots vorzüglich auffüllen. Frischer Fisch aus dem Bergsee, „s’Gitzi“, also butterweiches Kitzfleisch direkt von der Weide, der Gasthof ist rappelvoll. Maserati, Bentley, eine Handvoll Cayennes, auf dem Parkplatz türmen sich die Luxuskarossen. O.k. – die Schweiz war noch nie ein Schnäppchenziel und das noble Gstaad erst recht nicht. Aber Saanenland-Tourismus hat mittlerweile 11 Bikehotels zertifiziert, die auch dem normal gefüllten Geldbeutel erstklassigen Service bieten.

Schmaler Pfad am Col du Pillon ©Norbert Eisele-Hein
©Norbert Eisele-Hein

Zweiter Streich: von Zweisimmen hoch hinauf bis über den Seebergsee.

Auch unser zweiter Streich erfordert anfangs einen festen Tritt und ordentlich Puste. Erneut schraubt sich die Straße bald 1000 Höhenmeter am Stück von Zweisimmen hoch hinauf bis über den Seebergsee. Der See liegt göttlich. Umrahmt von monströsen Steinfindlingen wirkt er fast schon wie ein überdimensionierter ZEN-Garten. Come up – slow down lautet einer von Gstaads Werbeslogans. Das passt. Aber Vorsicht, bloß nicht von meditativen Ruhe einlullen lassen. Die Abfahrt runter zum See erfordert volle Konzentration, sie hat einige enorm steile, knifflige Passagen. Ohnehin lässt sich einen knappen Kilometer weiter noch viel besser pausieren. Ringsherum markante Gipfelzacken, das Schweizer Kreuz flattert im Wind, Kuhglocken bimmeln einen fast schon in Trance, der Almbauer serviert Hobelkäse und Würste … auf der Stierenbergalm verdichten sich die Klischees fast schon zur eidgenössischen Reizüberflutung. Mitten auf dem Hof steht sogar noch ein mit Holzscheiten beheiztes Molkebad. Der rustikale Holztrog mit Kamin ist ein echter Wellness-Knüller… aber das heiße Wasser macht Geist und Beine träge… und noch sind es bald 150 Höhenmeter bis zum Gubi, dem Scheitelpunkt der Route. Hier startet das eigentliche Feuerwerk erst. Die folgenden 1050 Höhenmeter Downhill sind, abgesehen von ein paar Karrenwegen zum Bremsfinger relaxen, ein einziger Singletrailtraum. Kaum lenkerbreit, hübsch steil und technisch einfach zirkelt die Route „üf de Fluene“ über die offene Bergflanke. Die Rocky Mountains lassen grüßen. Beim Eisbecher in Zweisimmen kramt Beat, noch immer benommen vom Trail, seine Kindheitserinnerungen aus. „In der Primarschule hat uns die Lehrerin öfter die Legende erzählt, dass das Saanenland von Gott geschaffen wurde. Während der Schöpfung musste sich Gott ein wenig ausruhen. Er legte seine Hand auf der Erde ab, schuf mit dem Ballen die Ebene von Gstaad und mit seinen Fingern die fünf von Gstaad abgehenden Täler.“

Markierung Bikerrouten Schweiz ©Norbert Eisele-Hein
©Norbert Eisele-Hein

Dritter Streich: der dritte Finger Gottes

Am nächsten Morgen steht der dritte Finger Gottes auf dem Programm. Über das Vallée des Fenils holen wir weit aus. Strampeln erneut über den Röstigraben auf den Mittelberg und die Hinderi Schneit. Im Norden zersägen die Felszacken der Gastlosen-Bergkette den Horizont. Über den Planihubel und den Hugeligrat erobern wir das Rellerli, einen 360° Panorama-Gipfel. Die wuchtigen Felswände der Gummfluh und des „Le Rübli“, auf Deutsch des Rüblihorns, wachsen gleich neben uns aus den sattgrünen Matten. Südwärts ragen – in einiger Entfernung zwar, aber dennoch gewaltig – die im Gegenlicht als Scherenschnitt übereinandergestapelten Viertausender der Berner Alpen, des Wallis und sogar des Mont Blanc in den Himmel. Wahrlich, Gott muss Biker sein. Seine Hand hat ganze Arbeit geleistet und himmlische Gefilde für uns erschaffen.

TEXT & FOTOS: Norbert Eisele-Hein

Minitools: Kleine Helfer für unterwegs

Minitool im Einsatz am Fahrradlenker ©Bild:SKS
©Bild:SKS

Minitools können die Rettung sein: Auf Radreisen, für Berufspendler, für jeden Biker. Denn Pannen passieren und Material ermüdet. Wir stellen 6 praktische Werkzeugsets vor, die in jede Trikottasche passen – dort aber nicht immer hingehören.

Glücklich schätzt sich, wer zuhause einen Montageständer hat. Der womöglich in einem Schrauber-Keller oder einer Garage mit gut bestückter Werkzeugwand steht. So kann man sein Fahrrad gut warten und muss zum Check-up nicht unbedingt in den Fahrradladen. Ob so oder so auf Stand gehalten, Pannen auch mit top-gepflegten Bikes passieren. Wer jetzt passendes Werkzeug dabei hat, darf sich glücklich schätzen. Doch so einfach ist es nicht.

„Minitools sind ein scheinbar triviales Thema“, sagt Gunnar Fehlau, Autor mehrerer Fahrradbücher. „Aber es wird schnell nerdig.“ Was er meint: Es gibt Funktionen, die abseitig erscheinen, für seltene Pannenursachen oder spezielle Fahrradtypen gedacht sind. Nicht für jeden muss es ein CO2-Inflator sein, um Reifen wieder prall zu machen, auf Tagestouren kann man einen Kettennieter für überdimensioniert halten.

Damit klemmende Ketten, rasselnde Schaltwerke oder streikende Bremsen aber schnell therapiert werden können, ist bei der Auswahl wichtig: Das Tool sollte passen. „Man muss genau prüfen, ob Du alles an Deinem Rad erledigt kriegst“, rät Fehlau. Um beim Beispiel Kettennieter zu bleiben: Nicht jeder passt zu jeder Kette, und wer ein älteres Rad hat, benötigt womöglich keinen Torx-Bit.

Und muss es ein Ventilherzwerkzeug sein? Ist man nicht mit Tubeless-Reifen unterwegs, eher nicht. Und noch ein Tipp: Die einzelnen Teile eines mobilen Werkzeugs sollte man penibel zusammenhalten. Nichts ist blöder, als wenn einem ausrechnet der eine Bit unterwegs fehlt, den man jetzt braucht. Da hilft es auch nichts, dass man die kleinen Einsätze nachkaufen kann.

6 praktische Werkzeugsets, die in jede Trikottasche passen

Crankbrothers F-15

Ein Name wie ein Kampfjet und dazu Handschmeichlerqualitäten wie die eines alten Benzinfeuerzeugs – das ist der erste Eindruck, den das flache Design-Gadget unter den Multitools macht. Das Herzstück im Taschenmesserstil enthält zehn Werkzeuge zum Ausklappen (Innensechskant-Schlüssel von 2 bis 8 mm, ein T25-Torx, Kreuzschlitz- und Schlitzschraubenzieher) und gleitet mit einem satten Klick zurück in die magnetische Hülle. Diese bietet den ausgeklappten Werkzeugen als Griff einen guten Hebel und enthält – ebenfalls magnetisch arretiert – einen Kettennieter sowie einen Speichenschlüssel in vier Größen. Passend zum Abschluss eines erfolgreichen Biker-Tags hat die gebürstete Metallhülle eine Öffnung: ein Flaschenöffner, der den Lifestyle-Charakter des Tools unterstreicht.

Maße mit Hülle: 84 x 40 x 16 mm | Bundel-Gewicht: 164 g Preis: 49,99 € (UVP)

Pro Tool Drehmomentschlüssel:

Blöd läuft es auch, wenn man Schrauben zu fest dreht, etwa an der Sattelrohrklemme oder dem Vorbau. Dort, wo geschraubt werden kann, sind deshalb maximale Anzugsmomente angegeben, um Schäden am Material zu vermeiden. Vor allem bei Bauteilen aus Carbon drohen diese. Der Drehmomentschlüssel von Pro Tool lässt sich mit entsprechenden Aufsätzen auf 4 Newtonmeter (Nm), 5 Nm und 6 Nm voreinstellen. Ein Magnetkopf hält den jeweiligen Bit. Im Tool-Griff verstaut sind Innensechskant-Einsätze in den Größen 3,4,5 und 6 sowie ein Torx-Bit (T25, z.B. für Bremsscheiben) und ein Schlitz-Bit (SL4). Die Materialanmutung von Werkzeughülle und -griff ist mäßig, der Verschlussdeckel des Tools könnte fester sitzen. Im Tool selbst hat nur ein Drehmomentaufsatz Platz, die anderen beiden muss man – falls benötigt – einzeln dabeihaben.

Maße: 80 x 40 x 35 mm | Gewicht: 111 g + 31 g je zus. Aufsatz Preis: 69,95 € (UVP);
im Netz für knapp 50 Euro zu bekommen.

Daysaver Essential8 & Coworking5 Bundle:

Das Ventilherz soll raus, weil Dichtmittel in den Reifen soll? Das Erweiterungs-Tool von Daysaver hilft weiter. Es enthält zudem: Kettennieter (mit Torx-25) für 9- bis 12-fach-Antriebe, Reifenheber für die Demontage und Montage von Mänteln, Speichenschlüssel fürs Zentrieren von Laufrädern und Kettengliedhalter, der beim Einfädeln hilfreich sein kann. Bei Pannen rund ums Laufrad ist man damit gut gerüstet. Die Schweizer Firma verkauft das Teil im Bundle mit einem Basistool, das in einer Magnethalterung Platz findet und selbst acht Funktionen bietet (Innensechskant: 2/2,5/3/4/5/6/8 mm und Torx T25). Das Bundle wirkt gut verarbeitet, die Magneten scheinen kräftig genug, um alle Einzelteile dauerhaft beisammenzuhalten. Fertigen lässt Daysaver beim Hersteller PB Swiss Tools, der seit 85 Jahren Innensechskantschlüssel herstellt.

Maße: 98 x 44 x 14 mm | Bundel-Gewicht: 64 g Preis: 78,95 € (UVP)

Wolf Tooth Encase Bar Kit One

Viele Hersteller werben damit, ihre Minitools passten in jede Trikottasche. Der amerikanische Hersteller geht einen anderen Weg: Er versteckt das Werkzeug in den Enden der Lenkerrohre. Dort dauerhaft deponiert, vergisst man es immerhin nicht, bevor es auf Tour geht. Die aus Aluminium gefertigten Werkzeugkörper stecken eigens nochmal im Gummihüllen, die Sets, deren Enden Abschlusskappen für die Rohröffnungen bilden, zieht man im Bedarfsfall hervor. Das hochwertig verarbeitete Kit hat 14 Funktionen – Innensechskant von 2 bis 8 mm, drei Torx-Bits (T10, T25, T30), Schlitz- und Kreuzschlitz-Schraubendreher, Speichenschlüssel, ein Ventilwerkzeug. Enthalten sind auch ein Kettennieter und Tubeless-Flickwerkzeug. Das Kit passt in viele MTB- und Rennradlenker mit mindestens 17,5 Millimeter Lenkerinnendurchmesser – allerdings nicht in alle. Deshalb sollte man sich vorab informieren. Und schon mal das nötige Kleingeld abzählen.

Maße mit Hülle: je 130 x 25 mm | Bundel-Gewicht: 132 g Preis: 159,99 € (UVP)

Topeak Ratchet‘n Roll Pro

Der Hersteller wirbt mit eine Wunschlos-Glücklich-Ausstattung und einer „ultraschallverschweißten“ Rolltasche. Was immer das heißen mag, sie riecht beim Auspacken nach billigem Kunststoff. Umso umfangreicher sind die Funktionen. Der Kettennieter eignet sich für Kettenbreiten bis 13-fach-Antriebe, enthalten sind zehn Bits aus gehärtetem Stahl – Innensechskant mit 2, 2,5, 3, 4, 5 und 6 Millimetern, T10, T15 und T25-Torx sowie ein Kreuzschlitz (Philips 2). Die Bits lassen sich in eine Ratsche einsetzen, deren Laufrichtung umschaltbar ist. Das enthaltene Reifenreparaturset mit CO2-Inflator für 16-g-Kartuschen richtet sich an sportliche Tubeless-Fahrer. Ein Fixierhaken hält die Kette unter Spannung, etwa wenn man das Kettenschloss öffnen muss.

Maße: 123 x 60 x 50 mm | Bundel-Gewicht: 115 g Preis: 99,95 € (UVP)

SKS Tom 18

Preis-Leistungs-Kracher:

Für 25 Euro bietet der deutsche Hersteller 18 Funktionen, aber auch das schwerste Tool dieser Auswahl. Rostfrei ist es wie alle. Integriert sind Torx 25, Schraubenzieher für Kreuzschlitz- und Schlitzschrauben, Innensechskant-Schlüssel gängiger Größen von 2,5 bis 11 mm, Speichenschlüssel (3,2 mm und 3,5mm), Kettennieter für Shimano-, Campagnolo- und Sram-Antriebe, Reifenheber sowie ein kombinierter Bremsbelag- und Flaschenöffner. In einem kleinen Fach kann ein Ersatz-Kettenniet Platz finden. Alle Komponenten lassen sich wie bei einem Taschenmesser ausklappen – typische Bauweise eines Minitools. Das SKS wirkt wertig, ist etwas schwergängig und wird mit einer passenden Neoprenhülle geliefert.

Maße mit Hülle: 80 x 50 x 22 mm | Gewicht: 185 g Preis: 24,99 € (UVP)

TEXT & FOTOS: Stefan Weißenborn

Das richtige Framing

Ein Bike aus Bambus - ©Stefan Weißenborn
©Stefan Weißenborn

Am Rahmenmaterial für Biker scheiden sich Geister und Geschmäcker. Letztlich sollte der Einsatzweck darüber entscheiden, woraus das Fahrradgerüst gefertigt ist. Unterschiede gibt es bei Gewicht, Steifigkeit, Fahrkomfort und Haltbarkeit.

Manche empfinden es als eine Augenweide, wenn Sie ein Retro-Rennrad mit dünnen Stahlrohren vor sich haben. Andere kommen angesichts eines unlackierten Titanrahmens ins Schwärmen. Das Filigrane! Dieses Pure! Das Aussehen spielt bei der Kaufentscheidung natürlich eine große Rolle – ist aber doch nur ein Faktor unter vielen. Denn ob man langfristig Freude an seinem Zweirad hat, hängt auch davon ab, ob das Rahmenmaterial zum eigenen Einsatzzweck passt. Fahre ich täglich bei Wind und Wetter, muss das Vehikel oft getragen werden, zum Beispiel in den Keller? Geht es immer über unebenen Untergrund? Bin ich ein sportlicher Fahrer, gar Effizienz-Junky?

Entlang solcher Fragen sollte man ausloten, wie komfortabel,wie leicht, wie haltbar und wie steif ein Fahrradrahmen sein sollte. Denn diese Faktoren beeinflussen einander. Und letztlich spielt auch der Preis eine Rolle, denn auch hier gibt es große Unterschiede. Aus Aluminium und Stahl sind die meisten Fahrradrahmen gefertigt, an dritter und vierter Stelle stehen Carbon und Titan. Absolute Nischenprodukte sind Rahmen aus Bambus und Holz. Vor- und Nachteile der Werkstoffe.

Stahl – Klassiker:

Lange Zeit war Stahl absolut vorherrschend im Rahmenbau. Die Vorteile liegen auf der Hand. So kann Stahl relativ leicht verarbeitet werden, was auch bei heftigen Pannen wie Rahmenbrüchen gilt. Unterwegs auf Reisen, findet man in jedem Dorf eine Werkstatt, in der geschweißt werden kann. Mit einem gesplitterten Carbonrahmen wäre der Trip zu Ende. Der überwiegend aus Eisen bestehende Werkstoff ist vergleichsweise weich, was Stahlrahmen komfortable Fahreigenschaften beschert. Allerdings ist Stahl auch recht schwer; um Material und damit Gewicht zu sparen, konifiziert man die Rohre: Dort wo sie aufeinanderstoßen, fertigt man sie dicker als in den Bereichen dazwischen. Die Stabilität des Rahmens leidet darunter nicht. Doch Rost bedroht die Rohre auf Dauer. Deshalb bedürfen Stahlrahmen eines konservierenden Lacks als Schutzschicht und sorgsamer Ausbesserung, falls diese verletzt wird.

Aluminium – Universaltalent:

Auch Fahrräder mit Alu-Rahmen gab es schon vor weit über 100 Jahren, doch den Massenmarkt eroberten sie erst in den 1980er-Jahren mit dem Aufkommen der Mountainbikes und neuartiger Rennräder. Und sie machten einiges besser als Stahlfahrräder.

So sind Rahmen aus Aluminiumlegierungen leichter und korrosionsbeständiger; Alu kann zwar auch korridieren, aber nur oberflächlich. Rostfraß ist ausgeschlossen. Zudem sind Alu-Rahmen sehr steif. Das macht sie effizienter, weil Kräfte vom Fahrer umso besser in Bewegung umgesetzt werden, je steifer ein Rahmen im Bereich von Tretkurbel und Kettenstreben ist. Steifigkeit an Vorbau und Lenkkopf macht das Lenken präziser und das ganze Bike reaktionsschneller. Diese Eigenschaften erkauft man sich aber mit einem Minus an Komfort – was Federgabeln und Co. auf den Plan ruft. Und: Aus Gründen der Stabilität sind Alu-Rohre vergleichsweise dick, das gefällt nicht jedem.

Carbon – Leichtgewicht:

Der Werkstoff heißt genau genommen Carbonfaserverstärkter Kunststoff, kurz CFK. Die großen Vorteile hier: CFK ist steif, ultraleicht und in der Formgebung erlaubt er viele Freiheiten. So lassen sich Carbonrahmen sehr aerodynamisch formen, was sie mit ihren Federgewichten vor allem für den Rennradsport interessant machen. Auch Race-Hardtails im MTB-Bereich sind oft aus Carbon.

Die Steifigkeit von CFK ist aber nicht pauschal: Im Produktionsprozess werden harzgetränkte Carbonfasermatten übereinander geschichtet – und das in variierter Ausrichtung. So wird Einfluss auf die Steifigkeit genommen. Dadurch werden effiziente Fahreigenschaften bei gleichzeitigem Komfort ermöglicht.

Weiterer Vorteil: CFK altert so gut wie nicht – allerdings sind Carbon-Bikes empfindlich bei heftigen Stößen und Stürzen. Haarrisse und daraus resultierende Rahmenbrüche können die Folge sei. Was aber vor allem gegen CFK spricht: der immer noch sehr hohe Preis.

Titan – Edelstoff:

Noch teurer als Carbon ist nur Titan. Auch manche Edelreiseräder sind aus dem Werkstoff gefertigt. Wie Aluminium ist auch Titan ein chemisches Element, aber Fahrradrahmen bestehen aus Legierungen. Die augenfällige Ästethik resultiert aus Unempfindlichkeit auf Materialebene: Titan ist robust und langlebig. Es verkratzt nicht, rostet nicht. Und muss deshalb nicht lackiert werden, was Rädern mit Titanrahmen etwas Puristisches verleiht.

Mit der Zeit setzen Titanrahmen eine Patina an, die ins Graue oder Bläuliche geht, diese Schicht schützt den Rahmen sogar, kann aber auch durch Politur wieder entfernt werden – je nach Gusto. Fahrradrahmen aus dieser Legierung sind ähnlich leicht wie Alu-Rahmen, aber sogar komfortabler als Stahl bei relativer Steifigkeit.

Neben dem hohen Preis fällt negativ ins Gewicht:
Um das fast nie in Reinform vorkommende Titan zu isolieren, ist viel Energie notwendig. Dafür lässt es sich anders als der schwer wiederverwertbare Verbundstoff CFK bestens recyceln.

Holz und Bambus – Exoten:

Beides sind nachwachsende Rohstoffe, die CO2 binden. Und sie spielen im Rahmenbau nur eine Hinguckerrolle, während die Stückzahlen auf homöopathischem Niveau liegen; die Preise sind hoch. Dabei können die Eigenschaften sich sehen lassen.

Holz, verwendet wird oft Esche, absorbiert feine Vibrationen besser als Alu oder Carbon und bietet damit geschmeidigen Fahrkomfort bei einem Gewicht geringer als Stahl. Zugleich sind Holzrahmen, die mit auf den Zehntelmillimeter genau arbeitenden Fräsmaschinen unter Verwendung mehrerer Holzarten hauchfein aufgeschichtet und verklebt werden, ähnlich verwindungssteif wie CFK.

Vergleichbare Stabilität bei zugleich guten Dämpfungseigenschaften bietet Bambus als natürlicher Faserverbundstoff. Weil Bambus innen hohl ist, sind Fahrradrahmen tendenziell etwas leichter als solche aus Holz, die – um das auszugleichen – manchmal auch im Hohlkammer-Verfahren hergestellt werden.

© TEXT & FOTOS: Stefan Weißenborn

Rockhead in Sachsen

Rockhead Sachsen / Bild: Thorsten Brönner ©
Bild: Thorsten Brönner ©

Sandstein und Schotter 

Sachsen? Das sind Dresdner Galerie, Semperoper, Meißner Porzellan. Stimmt. Aber dann gibt es das andere Sachsen. Jenes, dass nur wenige kennen: 557 Meter Granitgestein, die Spreequelle im Wald, eine Bischofsburg über dem Tal, Seidenblumenhandwerk aus dem 19. Jahrhundert. Vier Etappen, fast 5.000 Höhenmeter, 334 Kilometer – und am Ende weiß man: Das Bundesland hat ein Geheimnis. Es heißt RockHead. RockHead ist Sachsens erster offizieller Gravelbike-Rundkurs. Er kombiniert Asphalt, Schotter und unbefestigte Waldwege. Die Strecke führt durch das Elbsandsteingebirge, führt entlang der tschechischen Grenze, durch die Oberlausitz und zurück ins Elbtal. Auf allen vier Etappen gibt es viele Anstiege. Eine Federung am Rad ist nicht zwingend nötig, aber Gravelbikes mit breiten Reifen ab 40 Millimeter sind im Vorteil. RockHead lässt sich von April bis Oktober radeln. Der Frühling lockt mit frischem Grün und kühleren Temperaturen. Im Mai blühen die Wälder und Wiesen. Die Herbstmonate September und Oktober bieten eine intensive Laubfärbung. Im Hochsommer sind Nationalpark und Städte stark besucht.

Gesamtstrecke und Höhenmeter
  • Gesamtstrecke: 323 km
  • Höhenmeter: 1.120 m
Etappen
  1. Etappe: Stadt Wehlen – Bad Schandau 45 km
  2. Etappe: Bad Schandau – Eibau (Kottmar) 94 km
  3. Etappe: Eibau – Löbau 89 km
  4. Etappe: Löbau – Stadt Wehlen 96 km
 
Tourenkarte:
 

Fazit des Autors Thorsten Brönner:

„Wer nach RockHead auf den Geschmack gekommen ist, findet im nahen Erzgebirge endlose Forstwege und historische Bergbaupfade“

 

 

Die komplette Tour finden Sie in der RADtouren-Ausgabe 4/26.


 

 

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Text & Bild: Thorsten Brönner

Vulkanradweg

Eine Gruppe von vier Radfahrern fährt von rechts nach links im Vordergrund duch das Bild. Der gerade verlaufende Radweg geht durch grüne Wiesen und Felder. Am linken Bildrand steht ein großer, grüner Laubbaum, am rechten ein kleiner. Im Hintergrund steigt nach einer Baumreihe die kleine Stadt Herbstein auf einem Bergrücken emport. Im Zentrum sind deutlich zwei Kirchtürme und ein Turm der Stadtmauer zu erkennen.
Genüssliches Radfahren wie auf Schienen ist auf dem Vulkan-Radweg, der auf der ehemaligen Trasse der Oberwaldbahn verläuft, möglich. Von Ort zu Ort, mit nicht mehr als drei Prozent Steigung, verbindet die Feinasphalttrasse die schönsten Winkeln der Vulkanregion Vogelsberg miteinaner. Unterweg gibt es malerische Ausblicke, wie hier auf die Kulisse der auf einem erloschenen Vulkanschlot thronenden Stadt Herbstein.

Genussradeln auf dem Vulkanradweg 

Wo sich einst die Oberwaldbahn durch die bergigen Landschaften von Wetterau und Vogelsberg schlängelte, sind heute den Radlern Ausblicke vergönnt, die früher nur den Lokführern vorbehalten waren. Im Kern 94 Kilometer lang, führt die Route über Mitteleuropas größtem erloschenen Vulkanmassiv. Diese ehemalige Bahntrasse gehört zum Netz der BahnRadwege Hessen. Entlang der Radroute finden sich immer wieder dörfliche Idyllen sowie ländliches Kulturgut. Mächtige Einschnitte durch den Vogelsberger Basalt lassen die Vulkanzeit hier zum Greifen nah erscheinen. Mit Steigungen von nicht mehr als drei Prozent, ist der Vulkanradweg bequem zu befahren. Wer dennoch nicht „klettern“ will, lässt sich vom 1. Mai bis zum letzten Oktober-Wochenende, an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen mit den Shuttlebussen des ‘Vogelsberger Vulkan-Express’ zum höchsten Punkt bringen und genießt danach kilometerlange glatt asphaltierte Abfahrten. Die Shuttlebusse transportieren mit Fahrradhängern Räder und Pedelecs von mehreren Orten und Bahnhöfen in der Region zu den gewünschten Zielen. Es gilt der RMV-Tarif. Die Fahrradmitnahme ist kostenlos. Auf der einstigen Bahntrasse ist der heutige Vulkanradweg entstanden, ein steigungsarmer, glatt asphaltierter und vor allem verkehrsfreier Radweg durch das Hessische Mittelgebirge. Damit ist der Radweg an sich schon ein lohnenswertes Reiseziel. Aber nicht nur, denn auf dem Weg durch die Wetterau und der Vogelsbergregion gibt es jede Menge zu entdecken und zu erleben. Angefangen bei den Kelten bis hin zu Industriekultur ist alles dabei. Nicht zuletzt sind es die Fachwerkstädtchen, Schlösser und Burgen, die ebenso für eine Faszination entlang des Vulkanradweges sorgen. Und immer wieder ergeben sich phantastische Ausblicke in die malerische Landschaft
Gesamtstrecke und Höhenmeter
  • Gesamtstrecke: 132 km
  • Höhenmeter: 1.120 m
Etappen
  1. Etappe: Altenstadt – Gedern            45 km
  2. Etappe: Gedern – Lauterbach           45 km
  3. Etappe: Lauterbach – Fulda              43 km
Tourenkarte:

Fazit des Autors Hans Kothe:

„Der Vulkanradweg ist einfach klasse! In beiden Richtungen leicht zu fahren, gut beschildert und landschaftlich sowie kulturell sehr abwechslungsreich. Durchaus geeignet, um mit der gesamten Familie auf Tour zu gehen.“   Die komplette Tour finden Sie in der RADtouren-Ausgabe 4/26.
   

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  Text: Hans Kothe Bild: Christina Marx

Keltenweg – Baden Württemberg

Bild: Maren Recken ©

Keltenland Baden-Württemberg – Vom Fürstensitz zur interaktiven Schatzsuche

Zwischen Asperg und Ditzingen führt der Keltenweg im Landkreis Ludwigsburg zu neun bedeutenden Fundstellen aus der Keltenzeit. Mit einer Augmented-Reality-App tauchen die Radler virtuell in den keltischen Alltag vor rund 2500 Jahren ein. Von der Festung Hohenasperg führt der Keltenweg über Möglingen, Schwieberdingen zum Keltenmuseum nach Hochdorf und weiter nach Hemmingen, Schöckingen und an Hirschlanden zur Endstation Ditzingen. Der 360° Rundumblick von der Festung aus gibt vor Beginn schon einmal einen Vorgeschmack, wo die Route hinführt. Meist auf asphaltierten Wegen, ab und an auf Schotter oder kleinen Nebenstraßen ist kein technischen Können gefragt. Etwas Puste für das stetige Auf und Ab der Strecke darf‘s dagegen schon sein. Am besten radelt es sich mit dem hier veröffentlichten GPX-Treck. Die Beschilderung unterwegs ist manchmal etwas lückenhaft und führt in Schöckingen sogar an einer Fundstelle vorbei. Hier in der Ortsmitte in der Rechtskurve den Radweg geradeaus verlassen. Nach wenigen Metern steht rechter Hand (Schlossstraße 4) die Infotafel zum reichen Frauengrab.

Gesamtstrecke und Höhenmeter
  • Gesamtstrecke: 34,5 km
  • Höhenmeter: 434 m
Tourenkarte:
 

Fazit der Autorin Maren Recken:

„Radfahren und Geschichte, der Keltenweg verbindet beides. Die überwiegend autofreie Route ist auch für Familien gut fahrbar. Wenn die Kids keine Bergziegen sind und die elterliche Kondition es hergibt, ist ein Zugseil am Kinderfahrrad ein dickes Plus an den vielen kleinen Steigungen. Und: Zeit mitbringen! 34,5 km sind zwar nicht lang, die virtuelle Geschichtsstunde an neun Stationen, aber unterhaltsam zeitintensiv. Und das Keltenmuseum in Hochdorf ein Muss.“

 

 

Die komplette Tour finden Sie in der RADtouren-Ausgabe 4/26.


 

 

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Text & Bild: Maren Recken

Dorf Tirol – Südtirol – Italien

Radtour Dorf Tirol - Südtirol
Foto: Thomas Widerin ©

Südtirol – Dorf Tirol: Italienisches Flair mit Tiroler Tradition

Radlergenüsse in Dorf Tirol und Umgebung: Die Temperaturen sind mild im Herbst, die Landschaft verfärbt sich langsam und die Hektik der Hochsaison nimmt ab. In Dorf Tirol, oberhalb der Kurstadt Meran, ist die italienische Lebensfreude spürbar, aber auch der Einfluss der imposanten Tiroler Alpen. Südländisch und doch alpin: Ein ganz besonderes Flair, das auch mit dem Fahrrad eingetaucht werden kann. Dorf Tirol liegt auf einem Plateau oberhalb von Meran. Wer durch das Passeiertal oder Vinschgau Radeln will, muss zuerst etwa 250 Hm hinunterfahren und dabei die Landesstraße benützen oder durch die Weinberge das Bike teilweise Schieben. Erst in Meran und in den Tälern sind die Radwege lückenlos ausgebaut, wunderschön angelegt, sehr gut beschildert und auch familientauglich. Für Kinder oder weniger sportliche Radfahrer empfiehlt sich ein E-Bike, da es von Meran zurück nach Dorf Tirol wieder steil bergauf geht.

Gesamtstrecke und Höhenmeter
  • Gesamtstrecke: 107 km
  • Höhenmeter: 670 m
Touren
Passeier Tal:

Meran- Runde Meran-Bahnhof  

Fazit des Autors Thomas Widerin:

„Die Region rund um Dorf Tirol ist besonders im Herbst zu empfehlen. Die Temperaturen sind angenehm, die Luft sauber und die Landschaft erstrahlt in bunten herbstlichen Farben. Die Obst- und Weingärten sind prall gefüllt mit den schmackhaften Südtiroler Früchten“

 

Die komplette Tour finden Sie in der RADtouren-Ausgabe 4/26.


 

 

Dorf Tirol – Passeier Tal: GPX-Dateien   Herunterladen

Dorf Tirol – Meran Runde: GPX-Dateien   Herunterladen

Dorf Tirol – Meran Bahnhof: GPX-Dateien   Herunterladen

Dorf Tirol – Laas – Tirol: GPX-Dateien   Herunterladen

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Text & Bild: Thomas Widerin

Dänemark – Seeland

Radtouren in Kopenhagen
Foto © Stefan Weißenborn

Dänemark – Seeland: Stadt, Land, Schloss

Seeland ist die am dichtesten bevölkerte und meistbesuchte Insel Dänemarks. Was größtenteils an Kopenhagen liegt. Die Hauptstadt, ideal zum Radeln, ist bei einem Bike-Urlaub aber nur Anfang: Es warten Museen, Schlösser und königliche Geschichten auf dem größten Eiland des skandinavischen Landes.

Gesamtstrecke und Höhenmeter
  • Gesamtstrecke: 204 km
  • Höhenmeter: 566 m
EtappenDie Tour startet in Kopenhagen und führt durch Nordseeland mit Fredensborg und Hillerød und das Fjordlandet mit Roskilde zurück nach Kopenhagen.  
Touren
 

   

Fazit des Autors Stefan Weißenborn:

„Eine Zeitreise durch die Königsgeschichte Dänemarks ist diese Vier-Tages-Tour, aber nicht nur das: zu urban-modern, zu hochkarätig-kulturell, zu wunderschön-naturnah der Trip, der damit unerwartet vielseitig gerät. Und obendrein lernt man, was gute Fahrradinfrastruktur ist“

 

Die komplette Tour finden Sie in der RADtouren-Ausgabe 4/26.


 

 

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Text & Bild: Stefan Weißenborn

Berchtesgadener Land – Bayern

Foto © Norbert Eisele-Hein

Berchtesgadener Land: Ein traumhaftes Radtouren-Rustikal in drei Akten

Watzmann, Watzmann – Schicksalsberg. Du bist so groß und i nur a Zwerg. Ein traumhaftes Radtouren-Rustikal in drei Akten: Hochalpine Gebirgslandschaften, urwüchsige Täler und unberührte Natur, malerische Dörfer, tief verwurzeltes Brauchtum und Kultur von Weltrang: Das Berchtesgadener Land zählt zu den imposantesten Bergregionen Deutschlands und besticht durch seine unverwechselbare Landschaft, in der Traditionen noch gelebt werden. Bei einer Radtour lässt sich diese wundervolle Kulturlandschaft kongenial erfahren.

 
Gesamtstrecke und Höhenmeter
  • Gesamtstrecke: 78 km
  • Höhenmeter: 2.030 m
  • Beste Jahreszeit: Je nach Schneemenge von Mai bis Ende Oktober
  Etappen
  1. Rossfeld, „der Berg, der kennt koa Einsehn nit“
    Die Rampe an den Hängen des Obersalzbergs hinauf zur höchst gelegenen Panoramastraße auf dem Rossfeld gilt als Klassiker für Rennradler

  2. Litzlalm, „auffi muass i , auffi“

    Wir starten am Südende des Hintersees in der malerischen Ramsau. Über Schönau und die Wimbachklamm kurbeln wir an den Hintersee in der malerischen Ramsau, die egal von welcher Seite betrachtet ein phänomenales, fast schon kitschiges Postkartenpanorama offenbart

  3. Marktschellenberg „Vater, Vater, lass mi ziagn, der Berg i muass ihm unterkriagn“
    Wir starten unseren dritten Streich erneut mit einer Bergeinheit, schrauben uns durch die Altstadt Berchtesgadens hoch, passieren den königlichen Schlossplatz und bewundern die ehrwürdige Stiftskirche

Touren
 

Fazit des Autors Norbert Eisele-Hein:

„Die grandiose Bergwelt Berchtesgadens offenbart rund um den Watzmann und Königssee ein Traumrevier für Tourenfahrer. Zumal sich all die herrlichen Sterntouren allesamt noch mit geschichtsträchtiger, spannender Kultur anreichern lassen. Die steilen Rampen erfordern allerdings überdurchschnittlich Puste – oder elektrischen Rückenwind.“

 

Die komplette Tour finden Sie in der RADtouren-Ausgabe 4/26.


 

 

Radstern-Süd: Berchtesgadener Land GPX-Dateien   Herunterladen
 
Rossfeld: Berchtesgadener Land GPX-Dateien           Herunterladen
 
Radstern-Ost: Berchtesgadener Land GPX-Dateien   Herunterladen

 

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Text & Bild: Norbert Eisele-Hein

Geschützt: RADtouren Nr.4 2026 – ePaper

Titel Radtouren Magazin 0426

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Test: Trekking-E-Bikes 2026

Großer Trekking-E-Bike-Test 2026: 15 aktuelle Modelle im Vergleich

Trekking-E-Bikes gehören zu den vielseitigsten Fahrrädern überhaupt. Sie pendeln souverän durch den Alltag, meistern ausgedehnte Wochenendtouren und fühlen sich auf Asphalt ebenso wohl wie auf Schotterwegen. Doch die Auswahl wächst rasant – ebenso wie die technischen Unterschiede. Welches Modell bietet die beste Mischung aus Komfort, Fahrdynamik, Reichweite und Ausstattung? Und welche Innovationen bringen im Alltag tatsächlich einen Mehrwert?

Für unseren großen Vergleichstest haben wir 15 aktuelle Trekking-E-Bikes unterschiedlichster Preisklassen intensiv getestet. Das Spektrum reicht vom attraktiven Einstiegsmodell für unter 3.000 Euro bis zum hochwertigen Premium-Tourer für anspruchsvolle Vielfahrer. Mit dabei sind die neuesten Antriebe von Bosch, Shimano, Pinion und weiteren Herstellern sowie unterschiedlichste Konzepte für Alltag, Reise und Freizeit.

Schalten ohne Schalten?

Ein Trend sticht dabei besonders hervor: die zunehmende Automatisierung. Immer mehr Trekking-E-Bikes übernehmen Aufgaben, die bislang selbstverständlich in der Hand des Fahrers lagen. Schaltautomatiken wählen selbstständig die passende Übersetzung, halten die Trittfrequenz konstant und versprechen ein noch entspannteres Fahrerlebnis. Doch wie gut funktionieren diese Systeme wirklich? Können sie klassische Schaltungen ersetzen oder bleiben sie eine interessante Komfortfunktion für bestimmte Einsatzzwecke?

Unser Test zeigt, dass die Technologien inzwischen erstaunlich ausgereift sind – aber auch, dass nicht jede Lösung gleichermaßen überzeugt. Zwischen vollautomatischen Getrieben, intelligenten Schaltassistenten und bewährten klassischen Systemen liegen teils deutliche Unterschiede im Fahrgefühl.

Von Preis-Leistungs-Tipps bis zu High-End-Tourern

Neben den Antriebssystemen standen natürlich auch Fahrverhalten, Komfort, Reichweite, Verarbeitung und Ausstattung im Fokus. Die Bandbreite im Testfeld ist größer als je zuvor: vom leichten, beinahe fahrradähnlichen Tourer bis zum vollausgestatteten Langstrecken-Bike mit modernster Technik. Einige Modelle setzen konsequent auf Komfort und Alltagstauglichkeit, andere auf Sportlichkeit oder maximale Vielseitigkeit.

Welches Trekking-E-Bike am Ende die Nase vorn hat, welche Überraschungen unser Test bereithält und warum sich manche Innovation als echter Fortschritt erweist, erfahren Sie im ausführlichen Vergleichstest. Alle Ergebnisse, Testnoten, Kaufempfehlungen und den verdienten Testsieger finden Sie in der aktuellen Ausgabe.

 
 
 
Test-Teilnehmer
 
  1. BERGAMONT | E-HORIZON SPORT 20
  2. RIESE + MÜLLER | CHARGER5 TOURING
  3. ROSE | MAYOR PLUS 3
  4. MAXX | PACEMAXX ELS TOUR
  5. NORWID | OSLO Z20
  6. VICTORIA | AVYON 6
  7. BBF | BERN PCX625
  8. VELOTRAUM | ELEKTRIKER E2D
  9. ROCKRIDER | E-ACTV 900 HF
  10. KALKHOFF | ENDEAVOUR 5+ ADVANCE
  11. KETTLER | TOWN & COUNTRY CX11 DI2
  12. TOUT TERRAIN | APPIA SELECT 6.1
  13. FOCUS | AVENTURA² 6.8 WAVE FS
  14. GUDEREIT | ET12.8 EVO
  15. CILO | TANAY HX1

 

Jordan-Bike-Trail – Jordanien

Jordan Bike Trail

Jordan-Bike-Trail: Durch die Jahrtausende auf zwei Rädern

Der Jordan-Bike-Trail führt von Gadara im grünen Norden Jordaniens bis nach Aqaba am Roten Meer. Die Route ist ein anspruchsvolles Bikepacking-Abenteuer mit vielen Höhenmetern, Schotterpisten, Sandpassagen und spektakulären Landschaftswechseln. Im Gilead-Gebirge beginnen Olivenhaine, Hügel und mediterrane Vegetation, bevor das Tote Meer, das Wadi Mujib und die kargen Hochflächen den Charakter verändern. Historische Höhepunkte sind Madaba, der Königsweg, Karak, Shobak und die Felsenstadt Petra. Im Süden wird die Tour mit dem Wadi Rum, roten Sandsteinformationen und dem Finale am Golf von Aqaba besonders eindrucksvoll. Für trainierte Radfahrer und E-Biker mit passender Ausrüstung ist die Strecke ein intensives Erlebnis zwischen Natur, Geschichte und Wüste. Die beste Reisezeit liegt laut Heft im Frühjahr oder wieder ab Ende Oktober.

 
 
Gesamtstrecke und Höhenmeter
  • Gesamtstrecke: 728 km
  • Höhenmeter: 15.535 m
  • Etappen: 12

 

  Etappen
  1. Gadara – Kufr Rakeb (65 km)
  2. Kufr Rakeb – Khirbet al-Souq (61 km)
  3. Khirbet al-Souq – Salt (61 km)
  4. Salt – Madaba (60 km)
  5. Madaba – Totes Meer (57 km)
  6. Dhiban – Karak (67 km)
  7. Karak – Ais (72 km)
  8. Ais – Shobak (62 km)
  9. Shobak – Petra (47 km)
  10. Petra – Al Quweira (68 km)
  11. Al Quweira – Wadi Rum (34 km)
  12. Wadi Rum – Aqaba (62 km)
 
 

Tour

 

 

Fazit des Autors Hans Kothe:

„Der Jordan Bike Trail steuert auf seinem Südkurs viele Höhepunkte des Landes an. Radler lernen dabei auch das Arabien abseits der klassischen Tourismuspfade kennen.“

 

Die komplette Tour finden Sie in der RADtouren-Ausgabe 2-3/26.


 

 

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Text & Bild: Thorsten Brönner

Fulda-Radweg R1

Alles am Fluss: Der Fulda-Radweg R1

Der Fulda-Radweg R1 führt durch Hessen von Gersfeld über Fulda, Bad Hersfeld, Rotenburg und Kassel bis nach Hann. Münden. Die Route folgt dem Fluss durch das abwechslungsreiche Fuldatal und bleibt nach dem Auftakt an der Wasserkuppe weitgehend steigungsarm. Kulturfans erleben Barockarchitektur in Fulda, Fachwerk in Schlitz, Bad Hersfeld, Rotenburg, Melsungen und Hann. Münden sowie die Grimmwelt in Kassel. Naturfreunde genießen die Rhön, sanfte Mittelgebirgslandschaften, Flussschleifen und ruhige Uferwege. Besonders reizvoll sind Schloss Fasanerie, der Rotenburger Highwalk, Kloster Haydau und der Weserstein. Der Radweg eignet sich sehr gut für Einsteiger, Familien, Genussradler und E-Biker. Wer eine entspannte Flussradreise mit viel Kultur sucht, findet hier eine hervorragend beschilderte Tour.

 
 
Gesamtstrecke und Höhenmeter
  • Gesamtstrecke: 230 km
  • Höhenmeter: 648 m
  • Etappen: 6

 

  Etappen
  1. Gersfeld – Wasserkuppe – Gersfeld (16 km)
  2. Gersfeld – Fulda (32 km)
  3. Fulda – Bad Hersfeld (56 km)
  4. Bad Hersfeld – Rotenburg (30 km)
  5. Rotenburg – Guxhagen (48 km)
  6. Guxhagen – Hann. Münden (58 km)
 
 

Tour

   

 

Fazit des Autors Hans Kothe:

„Der Fulda-Radweg begeistert jung und alt. Gut ausgebaut und beschildert eignet er sich besonders für Familientouren. Startet man in Gersfeld, umgeht man den Anstieg zur Wasserkuppe. Auf der weiteren Route gibt es dann kaum noch nennenswerten Steigungen, dafür aber viel zu entdecken. Sowohl Naturliebhaber als auch Kulturbeflissene werden begeistert sein. “

 

Die komplette Tour finden Sie in der RADtouren-Ausgabe 2-3/26.


 

 

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Text & Bild: Hans Kothe

Ostseeküsten-Radweg

Radfahrer auf dem Bakenberg, Hiddensee, Rügen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland, Model Released

Traumtour Deutschland – der Ostseeküsten-Radweg

Der Ostseeküsten-Radweg in Mecklenburg-Vorpommern ist eine große Küstentour mit Stränden, Inseln, Seebädern und Hansestädten. Die Route führt von Stralsund über Rügen, Hiddensee, Kap Arkona, den Nationalpark Jasmund, Greifswald, Wolgast und Usedom bis zu den Kaiserbädern. Immer wieder öffnen sich Blicke auf Bodden, Deiche, Dünen, Kreideküste und Ostsee. Zu den Höhepunkten zählen die UNESCO-Altstadt Stralsund, der Leuchtturm Dornbusch, der Königsstuhl, die Ostseebäder Binz, Sellin, Baabe und Göhren sowie die Kaiserbäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Die Strecke ist ideal für Genussradler, Badeurlauber und E-Biker, die Kultur und Meer verbinden möchten. Asphalt, Waldwege, Pflasterpassagen und Küstenabschnitte sorgen für Abwechslung. Besonders attraktiv ist die Tour bei stabilem Wetter und mit genügend Zeit für Badestopps.

 
 
Gesamtstrecke und Höhenmeter
  • Gesamtstrecke: 415 km
  • Höhenmeter: 0 m
  • Etappen: keine Angabe
 
 

Tour

 

 

Fazit des Autors Norbert Eisele-Hein:

„Überwältigende Natur, und die herrliche Architektur der berühmten Seebäder macht diese Route zu einer wahren Traumtour. Und die Badehose muss natürlich mit ins Gepäck.“

 

Die komplette Tour finden Sie in der RADtouren-Ausgabe 2-3/26.


 

 

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Text & Bild: Norbert Eisele-Hein