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Ausprobiert: 45 North Heiruspecs Plattform-Pedale

Winterpedale: 45 North Heiruspecs Plattform-Pedale. Foto: Dorina Volkhausen.
Winterpedale: 45 North Heiruspecs Plattform-Pedale. Foto: Dorina Volkhausen.

Mit richtig dicken Schuhen lassen sich im tiefen Winter die Füße auf dem Rad lange warmhalten, Klickpedale scheiden wegen der Kältebrücke am Cleat aus. Die 45 North Heiruspecs Plattform-Pedale sind für die Kombination mit Wanderstiefeln und Winterboots gemacht. Ihre 16 Pins sind dicker als gewöhnlich und dadurch abbruchsicher auch bei harten Stollensohlen. Und: Sie lassen sich dank Außensechskant auch nach längerer Nutzung noch austauschen. Sowohl mit Wanderschuhen als auch mit verschiedenen Arbeitsschuhen war der Stand auf den Pedalen hervorragend. Dabei gleicht die flache Konstruktion – die gefräste Alu-Platte ist kaum höher als die Achse – die Dicke der Sohlen etwas aus. Die Lager liefen nach der Testdistanz noch satt und geschmeidig. Trotz der robusten Konstruktion ist das Gewicht mit rund 320 Gramm niedrig. Wer auch im Winter nicht ohne SPD-Klick auskommt, sollte einen Blick auf die Jazztronaut-Sohlen aus gleichem Haus werfen.

Vorteile: super trittfest,  robust und sohlenfreundlich, groß genug für Wanderschuhe, flach

Nachteile: keine

45 North Heiruspecs Plattform-Pedale, ca. 109 Euro: Winter-Plattform-Pedale, 320 Gramm, 10 x 10 cm Trittfläche, 16 Pins, Industrielager. 45North.com

Ausprobiert: Sigma Iicon

Laden statt leuchten mit dem Sigma Iicon. Foto: Jan Gathmann.
Laden statt leuchten mit dem Sigma Iicon. Foto: Jan Gathmann.

Der Sigma Iicon ist ein USB-Adapter und Stromwandler für die Iion-Akkus der Sigma Sport Power-Scheinwerfer. Damit lässt sich etwa ein Smartphone unterwegs nachladen, um die Navigationszeit zu verlängern. Wer schon eine Sigma-Leuchte hat, muss nur den Iicon dazukaufen. Aber die Lithium-Ionen Akkus sind auch einzeln erhältlich, z.B. der große Akkupack „XL“ ab ca. 75 Euro. Er reichte in unseren Tests für ca. 2,5 Voll-Ladungen eines Samsung XCover 2-Smartphones. Der Wandler selbst und der Akku lassen sich leicht über Gummi- und Klettbänder an den verschiedensten Stellen des Fahrrades anbringen. Weil sie wasserfest ausgeführt sind, überstehen sie auch Regenfahrten. Die Handhabung ist simpel: Anstecken, und das Gerät lädt. Etwas gestört haben uns die langen Kabel. Fazit: Preiswerte und praktische Nachladelösung für Besitzer von Sigma-Leuchten.

Vorteile: kompakt, wetterfest, leicht zu handhaben

Nachteile: nur mit Sigma Iion-Akkus kompatibel

Sigma Iicon, ca. 19,95 Euro: Ladeapter für Sigma Iion-Akkus, Ausgang: USB, Eingang: Klinkenstecker. sigmasport.com

Ausprobiert: Odlo L/s Shirt

Kuscheln statt frieren, mit dem Odlo L/s Shirt. Foto: Jan Gathmann.
Kuscheln statt frieren, mit dem Odlo L/s Shirt. Foto: Jan Gathmann.

Wenn die Temperaturen unter Null sinken, greifen viele Radler zum Gesichtsschutz. Von Odlo gibt es das „Odlo L/s Shirt warm“ mit einer integrierten Gesichtsmaske, die auch gleichzeitig als Helm-Unterziehmütze taugt. Das hat viele Vorteile: Der Sitz ist gut, das Extra kann nicht verloren gehen – und braucht man die Maske nicht, hält sie den Hals schön warm. Die Extra-Wärme stört nicht, denn das Funktions-Unterhemd isoliert so gut, dass man es ohnehin nur an besonders kalten Tagen trägt. Odlo gibt bis minus zehn Grad Celsius bei mittlerer Aktivität an. Dann genügt auch eine Jacke mit Windschutz als zweite Schicht. Die angeraute Innenseite fühlt sich nicht nur kuschelig an, sondern transportiert auch den Schweiß gut ab, so dass sich das Polyester-Material auf der Haut kaum feucht anfühlt. Eingearbeitete Silberionen sollen die Geruchsbildung vermindern, was sich im Test nur eingeschränkt nachvollziehen ließ.

Fazit: Das Odlo L/s Shirt ist ein für Funktionswäsche sehr angenehm zu tragendes Unterhemd für kalte Wintertage auf dem Rad.

Vorteile: kuschelig, warm, sehr gute Gesichtsmaske, Fair Wear-Kleidung, recht günstig

Nachteile: keine

Odlo L/s Shirt with facemask, ca. 69,95 Euro: Material: 100 % Polyester, Größen:
S – XXL, Farben: Blau, Schwarz, Grün. odlo.com

Radreise Süditalien

Baden in drei Meeren, radfahren durch die vier Regionen Apulien, Basilikata, Kalabrien und Kampanien und fünf Orte besuchen, die im UNESCO-Verzeichnis der Weltkulturerbestätten stehen. Eine Reise durch den Süden Italiens. 

Sueditalien BlickvomPass Richtung Scalea TyrrhenischesMeer 1
Der Blick vom Pass Richtung Scalea und weiter auf das Tyrrhenische Meer. Foto: Walter Aeschimann.

Sueditalien Velo Trulli
Einige Regionen Süditaliens sind berühmt für ihre Trulli. Foto: Walter Aeschimann.

Sueditalien Velo Olivenhaine zwischenAlborebello Galatina
Olivenhaine auf der Strecke. Foto: Walter Aeschimann.

Sueditalien Velo Fels Meer
Schroffe Berge und Blick auf das Meer. Foto: Walter Aeschimann.

Sueditalien Taranto Castello Aragonese
Castello Aragonese in Taranta. Foto: Walter Aeschimann.

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Alberobello, die Trulli-Stadt in Apulien. Foto: Walter Aeschimann.

Anreise
Bahn: Foggia ist via Gotthard von Mailand aus gut erreichbar. Ab Mailand gibt es direkte Zugverbindungen. Die Reise ab Mailand dauert etwa 7 Stunden. Man kann weiterfahren bis nach Lecce, die Züge halten in Barletta, Bari oder Brindisi. Über München ist die Route via Brenner und Bologna die optimale Variante. Ab Bari aufs Land zu fahren ist nicht zu empfehlen, da rund um die Stadt ein hohes Verkehrsaufkommen ist. Das Fahrrad kann im Tranzbag mitgenommen werden. Auch im Bus von Taranto nach Sibari war die Mitnahme problemlos möglich.
Flug: Bari hat einen internationalen Flughafen.
Gefahrene Route
1. Foggia – Margherita di Savoia 65 km
2. Margherita di Savoja – Matera (via Castel del Monte) 114 km
3. Matera – Alberobello 70 km
4. Alberobello – Guagnano 88 km
5. Guagnano – Galatina 40 km
6. Galatina – Leuca – Marina di Mancaversa 105 km
7. Marina di Mancaversa – Taranto 115 km
8. Ruhetag. Bus Taranto – Sibari 130 km
9. Sibari – Camigliatello Silano 75 km
10. Camigliatello Silano – San Giovanni in Fiore  42 km
11. San Giovanni in Fiore – Sorbo San Basile  120 km
12. Sorbo San Basile – Cosenza 76 km
13. Cosenza – Altamonte – San Sosti 78 km
14. San Sosti – Sapri 103 km
15. Sapri – Marina di Casal Velino 76 km
16. Marina di Casl Velino – Paestum – Roccadaspide 76 km
17. Roccadaspide – Brienza 68 km
18. Brienza – Genzano di Lucania 75 km
19. Genzano di Lucania – Barletta 70 km
Gesamt:  1.456 km
Sehenswertes
Salinen in Margherita di Savoia, Castel del Monte, Matera, Trulli, Alberobello, Leuca, Gallipoli, Taranto. Sila-Nationalpark, Altamonte, San Sosti, Paestum, Brienza, Genzano di Lucania. Landschaftlich besonders eindrucksvolle Abschnitte in der Murge, Küstenstraße von Leuca nach Taranto, von Acri nach Camigliatello Silano, von San Giovanni in Fiore nach Sorbo San Basile, die Abfahrt nach Cosenca, von Altamonte nach San Sosti, die Abfahrt vom Passo dello Scalone.
Streckencharakter
Apulien ist meist flach und auch für Familien sehr gut geeignet, selbst die Küstenstraße von Leuca bis Taranto. Kalabrien, Kampanien und ein Teil der Basilikata sind hügelig mit einigen Passübergängen zwischen 1.200 und 1.400 Metern über NN. Die Küstenstraße von Scalea bis nach Agropoli ist ein Auf und Ab, da kommen an einem Tag etliche Höhenmeter zusammen. Von Paestum nach Barletta ist der erste Teil bis Potenza hügelig, danach wellig durch die Murge nach Barletta. Die Straßen sind größtenteils sehr gut asphaltiert.
Die gewählte Route ist für Kampftourenfahrer problemlos in kürzerer Zeit zu schaffen. Zwei Tage habe ich verloren, weil das Wetter miserabel war. Ansonsten war ich zwar sportlich unterwegs, aber mit genügend Raum, um Kultur und Landschaft zu genießen. Grundsätzlich hat die gewählte Route wenig bis kaum Verkehr, Ausnahmen in Stadtnähe oder Übergangspassagen auf Hauptstraßen. Dort gibt es meist Pannenstreifen, gut geeignet fürs Radfahren. Am Sonntag sind viele Italiener mit Rennrädern unterwegs. Als Tourenfahrer ist man allein. In drei Wochen habe ich eine Frau und einen Mann auf Reiserädern angetroffen.
Beste Reisezeit
Mitte März bis Mitte Juni sowie Mitte September bis Mitte November.
Unterkunft
In jeder größeren Ortschaft gibt es ein Hotel oder Albergo, auf dem Land auch zahlreiche B & Bs. Meist hilft es, in einer Bar nachzufragen. Die Preise für eine Übernachtung liegen pro Person (inkl. Frühstück) zwischen 25 und 40 Euro, in der Umgebung von Matera oder Alberobello ist es etwas teurer. Das Frühstück ist häufig „nur“ ein ausgezeichneter Cappuccino und ein cornetto. Außerhalb der Saison lohnt es sich oft zu feilschen. Eine Reservierung ist außerhalb der Saison kaum nötig. Allerdings haben am Meer viele Hotels von Mitte Oktober bis Mitte März geschlossen.
Empfehlungen: Claudio Quarta Vignaiolo, Via Provinziale 222, I-73010 Guagnano, Tel.: +39 (0832) 704 398, info(at)claudioquarta.it. 30 Euro/Person, inkl. Frühstück; Parco Hotel Granaro, C. da Granaro, Sorbo San Basile, Tel.: +39 (0961) 922 091, hotelgranaro(at)libero.it. Übernachtung, Nachtessen und Frühstück: 45 Euro; Fascinao Antico, S.S 172, Alberobello, Tel.: +39 (080) 432 50 89, info(at)fascinoantico.eu, 45 Euro/inkl. Frühstück; Hotel Imperial, Via Nazioale 1, Brienza, Tel.: +39 (975) 381 07, info(at)hotelimperial.net; L’ostello dei Sassi, Via caslnuovo 50, Matera, Tel.: +39 (0835) 312 586, social(at)ostellodeisassi.it, Backpacker, sehr zentral, 20 Euro ohne Frühstück.
Karte
Michelin, Italia sud, 1:400.000. Die auf dieser Karte weiß markierten Straßen weisen sehr wenig Verkehr auf. Die Küstenstraßen außerhalb der Saison ebenfalls. Ich habe auf die Mitnahme eines Reiseführers aus Gewichtsgründen verzichtet, mich vorab im Internet schlau gemacht und von Tag zu Tag via Internet geplant. Das hat sich bewährt.

Touren Burgenstraße GPS-Track und Infos (Teil 1)

Entlang des Burgenstraßen-Radwegs laden mehr als 90 Burgen, Schlösser, Ruinen und Klöster auf eine mittelalterliche Zeitreise ein. Wie eine Perlenschnur verknüpft diese Radroute sehenswerte Landschaften mit historischen Reichsstädten. der erste Teil der Touren verbindet die ehemaligen Residenzstädte Mannheim und Coburg.
DOWNLOAD Burgenstraße GPS-Track (Teil 1)
Bericht aus RADtouren 4/16 – hier bestellen

Die ehemalige Ritterburg Honberg in Neckarzimmern ist nur eine der vielen Burgen zwischen Mannheim und Coburg. Foto: Hans Kothe.
Die ehemalige Ritterburg Honberg in Neckarzimmern ist nur eine der vielen Burgen zwischen Mannheim und Coburg. Foto: Hans Kothe.

An-/Abreise
Auto: von Köln: 250 km; von Hamburg: 575 km; von Berlin: 625 km; von Leipzig: 470 km; von Stuttgart: 140 km; von München: 340 km
Bahn: Mannheim ist aus allen Richtungen an das IC/EC-Netz der Bahn angebunden
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Gefahrene Route
1. Mannheim – Eberbach 67 km
2. Eberbach – Steinsfurt 76 km
3. Steinsfurt – Heilbronn 57 km
4. Heilbronn – Schwäbisch Hall 60 km
5. Schwäbisch Hall – Rothenburg 68 km
6. Rothenburg – Lichtenau 45 km
7. Lichtenau – Nürnberg 74 km
8. Nürnberg – Gößweinstein 72 km
9. Gößweinstein – Bamberg 72 Km
10. Bamberg – Seßlach 54 km
11. Seßlach – Coburg 47 km
Gesamt: 692 km
Sehenswertes
Mannheim: Barockschloss; Schwetzingen: Schloss mit Schlossgarten; Heidelberg: Schloss, Alte Universität, Alte Brücke; Neckarsteinach: Ruine Schadeck, Ruine Hinterburg, Mittelburg, Vorderburg; Hirschhorn: Schloss; Eberbach: 4 Stadttürme, Badhaus, Der Hof, ; Zwingenberg: Schloss; Neckarzimmern: Burg Hornberg; Weiler: Burg Steinsfurt; Bad Wimpfen: Kaiserpfalz, Fachwerkhäuser, Blauer Turm, Roter Turm; Bad Friedrichshall: Schloss Lehen, Greckenschloss, Besucherbergwerk; Neckarsulm: Deutscher Zweirad- und NSU-Museum, Deutschordensschloss; Heilbronn: Rathaus, Käthchenhaus, Deutschhof und Deutschordensmünster, Hafenmarktturm, Götzenturm; Weinsberg: Burgruine Weibertreu, Römischer Gutshof; Öhringen: Hohenlohische Renaissanceschloss; Neuenstein: Schloss; Waldenburg: Schloss; Schwäbisch Hall: Kloster Comburg, Altstadt, Kirche St. Michael mit Freitreppe; Kirchberg: Burg Hornberg, Schloss Kirchberg, Stadtturm und Stadttor; Rothenburg: Mittealterliches Kriminalmuseum, Stadtmauer mit Wehrgang, Rödertor; Colmberg: Burg; Ansbach: Markgräfliche Residenz und Staatsgalerie, Ehem. Stiftskirche St. Gumbertus; Lichtenau: Festung; Wolframs-Eschenbach: Altstadt, Museum Wolfram von Eschenbach, Abenberg: Burg- und Burgmuseen; Roth: Schloss Ratibor; Nürnberg: Albrecht-Dürer-Haus, Spielzeugmuseum, Kaiserburg mit Museum, Historische Felsengänge, Reichsparteitagsgelände mit Dokumentationszentrum; Forchheim: Saltorturm, Nürnberger Tor; Ebermannstadt: Burg Feuerstein; Streitberg: Burgruine Streiberg, Burgruine Neideck; Gößweinstein: Burg Gößweinstein, Basilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit; Pottenstein: Burg Pottenstein, Teufelshöhle; Tüchersfeld: Felsendorf, Fränkische Schweiz Museum; Aufseß: Schlösser Unteraufseß und Oberaufseß, 4 Brauereien; Heiligenstadt: Schloss Greifen-stein; Bamberg: Historisches Museum, Fränkisches Brauereimuseum, Kaiserdom St. Peter und St. Georg mit Bamberger Reiter, Neue Residenz mit Staatsgalerie, Alte Hofhaltung; Rentweinsdorf: Schloss; Ebern: Rathaus; Eyrichshof: Schloss; Fischbach: Schloss; Pfaffendorf: Schloss; Heldburg: Veste Heldburg mit Deutschem Burgenmuseum; Coburg: Veste Coburg, Schloss Ehrenburg, Schloss Callenberg
Streckencharakter und Ausrüstung
Der Burgenstraßen-Radweg ist in Deutschland gut ausgebaut. Ein Großteil der Strecke nutzt vorhandene Radfernwege (Neckar-, Altmühl-, Mainradweg). Alle Wege sind gut befahrbar, überwiegend asphaltiert und führen auch über Dorf- oder landwirtschaftliche Nebenstraßen. Es gibt auch die ein oder andere Schotterpiste. Selten verläuft die Route über stark befahrene Straßen. Die Ausschilderung ist manchmal lückenhaft. Empfehlenswert sind Touren- oder Reiseräder mit bergtauglicher Schaltung.
Unterkunft
Mannhein: Pension Arabella, Quadrat M 2, 12, Tel.: (0621) 23050; Eberbach: Hotel Krone-Post, Hauptstraße 1, Tel.: (06271) 806620; Steinsfurt: Pension Freund, Parkstraße 5, Tel.: (07261) 2631; Heilbronn: Pension Frey, Deutschhofstraße 37; Tel.: (07131) 82862; Schwäbisch Hall: Hotel Kronprinz, Bahnhofstraße 17, Tel.: (0791) 97700; Rothenburg o. d. Tauber: Campingplatz „Tauber-Idyll“ in Detwang, Detwang 28 Tel.: (09861) 3177; Lichtenau: Gasthof Zur Linde, Lindenstraße 8, Tel.: (09827) 240822; Nürnberg: Hotel Zirbelstube, Friedrich-Overbeck-Straße 1, Tel.: (0911) 998820; Gößweinstein: Gasthof Zum Löwen, Balthasar-Neumann-Straße 5, Tel.: (09242) 237; Bamberg: Campingplatz Insel, Am Campingplatz 1; Tel.: (0951) 56320; Seßlach: Gasthof Roter Ochse, Maximiliansplatz 95, Tel.: (09569) 1220; Coburg: Hotel Löhnert, Schusterdamm 28, Tel.: (09561) 83360
Karte
Bikeline, Burgenstraße, ISBN 978-3-85000-359-9, 13,90 Euro, esterbauer.com
Burgenstraße
RADtouren-Bewertung.

Ausprobiert: Evoc FR Trail

Evoc Trail: Rückenschützer – nicht nur für Mountainbiker. Foto: Dorina Volkhausen.
Evoc FR Trail: Rückenschützer – nicht nur für Mountainbiker. Foto: Dorina Volkhausen.

Rucksäcke mit Protektoren für die Wirbelsäule werden gewöhnlich nur Mountainbikern empfohlen. Dabei können natürlich auch Tourenradler oder E-Biker von einem besseren Schutz bei Stürzen nur profitieren. Besonders, wenn er sich so wenig nachteilig auf den Tragekomfort auswirkt wie beim Evoc FR Trail, den wir getestet haben. Gut, der Rucksack ist etwas schwerer (1.360 g) als leichte Tourenrucksäcke der 20-Liter-Klasse. Dafür bietet er neben dem Protektor auch eine reichhaltige Ausstattung: ein ganz aufklappbares Hauptfach, ein Frontfach mit ölfestem Werkzeugfach, eine Handytasche und – im Alltag sehr praktisch – auf dem Rücken zu öffnende Seitentaschen, etwa für den Türschlüssel. Das Hauptfach schluckt einen Satz Wechselkleider (ohne Jacke, mit Schuhen). Sehr gut gefiel uns die Verarbeitung. So ist etwa für die optionale Trinkblase im Rückenfach (bis zu 3 Liter) ein extra „Kanal“ für den Schlauch eingearbeitet, alle Reißverschlüsse öffnen leichtgängig, und Reflektoren sind reichlich vorhanden. Der schnell anzulegende Hüftgurt mit großem Klett sorgt für einen sicheren Sitz auf der Hüfte, wie überhaupt die Passform überzeugte. Wer Rucksäcke mit vorgebogenem Netzrücken gewohnt ist, muss aber in der Atmungsaktivität Abstriche machen.

Vorteile: Rückenschutz, Ausstattung, Passform und Einstellbarkeit, Verarbeitung

Nachteile: Atmungsaktivität, Gewicht

Evoc FR Trail, ca.139,90 Euro: Rucksack mit CE-geprüftem Protektor, 3 Größen, Volumen: 20 Liter, Helmhalter, 5 Außen-, 2 Innentaschen (1x mit Fach für Trinkblase), Regenüberzug, Reflektoren, LED-Halter. evocsports.com

14 Top-Radrouten Österreichs

Mit Genuss an Seen und Flüssen radeln oder die Alpen entdecken

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Unterwegs auf dem Drauradweg bei Villach. Foto: Kärnten Werbung Simon.

„Radtouren in Österreich“, das sind die 14 Top-Radwanderwege Österreichs. Dass es sich dabei um Radwege handelt, die in Sachen Service und Infrastruktur im internationalen Spitzenfeld liegen, hat der Allgemeinde Deutsche Fahrradclub ADFC unabhängig bestätigt: Fünf der „Radtouren in Österreich“ wurden beim Test als Vier-Sterne-Qualitätsradroute ausgezeichnet. Der österreichische Abschnitt des Donauradweges, der Drauradweg in Osttirol und Kärnten, der grenzüberschreitende Murradweg von Salzburg quer durch die Steiermark bis nach Slowenien, der Tauernradweg in Salzburg und Oberösterreich sowie der Traisentalradweg in Niederösterreich gehören damit zum absoluten Spitzenfeld, was die Radwege-Qualität betrifft. Mit Fünf Sternen hat der burgenländische Neusiedler See Radweg sogar die Höchstwertung eingefahren.
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Der Ennsradweg in der Steiermark. Foto: Steiermark Tourismus.

Alpine Kulisse, Seen und Flüsse – die Radtouren in Österreich bilden gemeinsam die ganze Vielseitigkeit Österreichs ab. Entlang von Donau und Inn, Mur und Drau, Traisen und Enns: Flussradwege gehören nach wie vor zu den beliebtesten Routen unter den Radwanderwegen. Ans Wasser entführen auch der Neusiedler See Radweg und der Salzkammergutradweg. Hier sind es die Seen, die landschaftlich die Hauptrolle spielen und vielleicht auch beim einen oder anderen Zwischenstopp Abkühlung anbieten. Der Alpe-Adria-Radweg und der Tauernradweg entführen Radler in die faszinierende Bergwelt der Alpen. Der Mühlviertler Radweg erschließt das granitene Hochland nördlich der Donau. Wie Wege in die Vergangenheit muten hingegen der Römerradweg und die Via Claudia Augusta an, die zu den Schauplätzen der römischen Antike führen. Immer wieder überraschen die Radtouren in Österreich mit grenzüberschreitenden Streckenabschnitten. Etwa die internationale Radroute „Eurovelo 9“ von der Ostsee an die Adria. Sie durchquert Österreich vom Weinviertel über Wien und die Wiener Alpen im Süden Niederösterreichs, bevor die Radler via Steiermark die slowenische Grenze erreichen.
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Einer der beliebtesten Fernradwege: der Donauradweg. Foto: WGD Donau Oberösterreich Tourismus GmbH/Erber.

Einen Überblick über die 14 schönsten Radwege Österreichs bietet die Broschüre „Radtouren in Österreich“, die ebenso kostenlos auf www.radtouren.at bestellt werden kann, wie eine Übersichtskarte. Die Karte listet zusätzlich die nach strengen Kriterien zertifizierten „Bett + Bike“ Beherbergungsbetriebe auf, die sich entlang der Routen um das Wohl der radelnden Urlauber kümmern.
Radtouren in Österreich c/o Oberösterreich Tourismus, Freistädter Straße 119, 4041 Linz, Tel.: +43 732 221022, Fax: +43 732 7277-701, E-Mail: info@radtouren.at, www.radtouren.at

Ausprobiert: Eddy Bremskonverter

Sram und Shimano haben unlängst hydraulische Scheibenbrems-Systeme für Rennräder vorgestellt, bei denen die Hydraulik im Bremshebel eingebaut ist. Wozu dann noch einen Adapter einsetzen, der mechanische Hebelenergie in Öldruck für hydraulische Systeme verwandelt – wie den „Eddy“, der von SMF-Konstruktionen entwickelt wurde und vertrieben wird? Erstens, weil der Eddy auch alte Rennrad-Bremsschalthebel in Scheibenbremshebel verwandeln kann – laut Hersteller nur alle Shimano-Hebel, in unserem Test funktionierte das System auch mit Sram Apex-Hebeln tadellos. Zweitens, weil der Eddy auch große Scheiben bis 203 mm Durchmesser und verschiedene Bremstypen ansteuern kann, was auch gegenüber mechanischen Systemen ein Vorteil ist. Dabei kommen sowohl Magura-Diskbremsen als auch Shimano-Modelle in Frage. Beide basieren auf Mineralöl, das längere Wartungsintervalle hat als Bremsflüssigkeit (DOT).

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Foto: Jan Gathmann.

In unserem Test steuerte die Adapterbox Shimano XT-Diskbremsen mit Ice-tech (spezielle Alu-Kühlkörper) und je 160 mm Durchmesser vorne und hinten an. Obwohl die Kabelverlegung am Lenker mit den Sram-Hebeln recht enge Bögen aufweist, fielen die Handkräfte gefühlt gering aus. Zugleich war der Druckpunkt, also der Punkt ab dem Bremskräfte übertragen werden, deutlicher, härter zu spüren als bei mechanischen Systemen. Tipp: Für die Zugverlegung bis zum Adapter in Längsrichtung verstärkte Bremszug-Außenhüllen verwenden (z.B. von Jagwire). Die Bremskraft ist schon bei 160 mm-Scheiben spürbar höher als bei gleich großen mechanischen Systemen. Auch in der Dosierbarkeit schlägt die „Mecha-Hydraulik“ normale Felgenbremsen am Rennrad und die mechanische Disk. Ohne Gepäck haben wir bei normaler Bremsung mit vorderer wie hintere Bremse kein Fading, also Nachlassen der Bremskraft, produzieren können, selbst an kilometerlangen Steilabfahrten nicht. Für Fahrten mit großem Gepäck würden wir aber Bremsscheiben ab 180 mm empfehlen. Einziger Nachteil: Die Montage des Systems ist komplex und sollte im Fachhandel erfolgen.

Eddy Brems-Konverter
Foto: Jan Gathmann.

Fazit
Für radreisende Rennradlenker-Liebhaber ist der Eddy Bremskonverter die optimale Scheibenbrems-Lösung, wenn es um beste Bremsleistungen oder Nachrüsten geht. Dank hoher Wartungsarmut auch im Alltag vorteilhaft, aber dafür fast zu schade (teuer).

Vorteile: hohe Bremskraft, sehr gute Dosierbarkeit, geringe Wartung, recht universell nachrüstbar, kaum schwerer als mechanische Disk

Nachteile: komplexe Montage, Preis

Eddy Bremskonverter, 299 Euro: Wandler von Shimano-STI-Bremshebeln (Hersteller-Empfehlung) zu hydraulischen Scheibenbremsen, kompatibel mit Shimano- und Magura-Bremsen, Druckpunkt einstellbar. smf-konstruktionen.de

Radreise Paris–London GPS-Track und Infos

Fragt man Städtereisende, wo es am schönsten ist, fallen oft die Namen Paris und London. Doch kann man dort auch gut Rad fahren? Und wie kommt man hin? Am besten per Muskelkraft! Seit dem Jahr 2012 sind beide Metropolen durch einen Radweg verbunden. Thorsten Brönner hat ihn bereist und ist begeistert. 
DOWNLOAD Paris-London GPS-Track

Anreise
Auto: Von Hamburg nach Paris ca. 900 km, von Berlin ca. 1.050 km, von Köln ca. 500 km, von München ca. 840 km.
Bahn/Flug: Paris erreicht man mit dem Zug (de.voyages-sncf.com), dem Fernbus und dem Flugzeug. Von London aus geht es per Flieger oder Zug (eurostar.com) zurück. Die DFDS-Fähre (dfdsseaways.de) bringt Reisende von Dieppe nach Newhaven.
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Gefahrene Route
1. Tag: Paris – Villeneuve-la-Garenne – Fournaise – Maisons Laffitte ca. 40 km
2. Tag: Maisons Laffitte – Cergy le Haut – Avernes – Gisors ca. 66 km
3. Tag: Gisors – Gournay-En-Bray – Haussez – Forges-les-Eaux ca. 60 km
4. Tag: Forges-les-Eaux – Neufchâtel-En-Bray – Saint-Aubin-le-Cauf – Dieppe ca. 56 km
5. Tag: Newhaven – Lewes – Peacehaven – Brighton ca. 68 km
6. Tag: Brighton – Sayers Common – Handcross – Crawley ca. 46 km
7. Tag: Crawley – Redhill – Coulsdon – Londonca. 67 km
Gesamt: ca. 403 km
Sehenswertes
Paris: Louvre, Eiffelturm, Notre-Dame de Paris, Musée d’Orsay, Triumphbogen, Sainte-Chapelle, Basilika Sacré-Cœur, Schloss Versailles, Champs-Elysées, Katakomben; Maisons Laffitte: Schloss; Gisors: Burgruine, Pfarrkirche; Dieppe: Burg Dieppe, Kathedrale Saint-Jacques; Newhaven: Fort, Kriegsmuseum; Brighton: Brighton Pier, Riesenrad, Royal Pavilion, Brighton Museum, Kunstgalerie, Booth Museum of Natural History; London: British Museum, National Gallery, Natural History Museum, Tate Modern, Westminster Abbey, Tower Bridge, St Paul’s Cathedral, Houses of Parliament, London Eye, Victoria and Albert Museum, Science Museum, Tower of London, Madame Tussauds, Royal Museums Greenwich
Streckencharakter und Ausrüstung
Die abschnittsweise wellige Radroute nutzt Radwege und Nebenstraßen. In Frankreich ist sie gut ausgebaut und ausgeschildert. Zwischen Conflans-Sainte-Honorine und St-Germer-de-Fly gibt es zwei Routenoptionen. Da das englische Brighton nicht Teil der Hauptstrecke ist, weicht die beschriebene Veranstaltertour hier ab. Wer länger in beiden Großstädten bleibt, für den lohnt sich der Kauf des Paris City Pass und des London Pass.
Veranstalter
Rückenwind Reisen bietet Fahrräder und E-Bikes zum Verleih an, transportiert das Gepäck und bucht die Unterkünfte vor. Man bekommt ein Routenheft mit Fahranweisungen und Karten mit auf den Weg. Bei Problemen hilft die 7-Tage-Service-Hotline. Wer möchte, kann die Strecke in der Gegenrichtung fahren; also von London nach Paris. Rückenwind Reisen, Am Patentbusch 14, Oldenburg, Tel.: (0441) 48 59 70, rueckenwind.de
Reiseführer
Avenue Verte – London to Paris by Bike, Sustrans, ISBN 978-1-9013-8988-3, 16,50 Euro, sustrans.org.uk; Paris, Baedeker Verlag, ISBN 978-3-8297-1436-5, 22,99 Euro, baedeker.com
Paris – Zeit für das Beste, Bruckmann Verlag, ISBN 978-3-7654-5784-5, bruckmann.de; Normandie, Reise Know-How Verlag, ISBN 978-3-8317-1964-8, 24,90 Euro, reise-know-how.de; England – der Süden mit London, Reise Know-How Verlag, ISBN 978-3-8317-2516-8, 22,50 Euro; London, Baedeker Verlag, ISBN 978-3-8297-1416-7, 22,99 Euro
Weitere Informationen
Atout France – Französische Zentrale für Tourismus, Postfach 100128, Frankfurt am Main, de.france.fr
avenuevertelondonparis.com
de.parisinfo.com
seine-maritime-tourisme.com
oisetourisme.com
de.normandie-tourisme.fr
visitengland.com
visitbritain.com
visitlondon.com

Paris-London
RADtouren-Bewertung.

Ausprobiert: Selle Royal Freedom

Stark gemacht: Selle Royal Freedom Strongtex. Foto: Hersteller.
Stark gemacht: Selle Royal Freedom. Foto: Hersteller.

Breitere Gel-Sättel sind besonders für kürzere Touren bei aufrechter Sitzposition eine Empfehlung, verteilen sie doch den Druck der Sitzknochen fühlbar besser als schaumstoffgepolsterte Modelle. Mithin bilden sie eine sehr gute „Besetzung“ für Stadträder. Ein potenzieller Nachteil des Gel-Materials ist seine auf lange Sicht größere Anfälligkeit für Schäden an der Satteldecke und UV-Strahlung. Das wiederum ist ausgerechnet bei Standzeiten in der Stadt ein Nachteil. Dem Konflikt begegnet Gel-Sattelspezialist Selle Royal mit einer neuen Technik namens „Strengtex“: eine besonders robuste Satteldecke, die an einigen Gel-Modellen der Marke zum Einsatz kommt. Wir haben den für eine moderate Sitzposition geeigneten Sattel Freedom Strengtex am Stadtrad zum Pendeln mit langen Standzeiten am Bahnhof und bei  kleinen Touren über ausprobiert. Der (Herren-) Sattel machte bei kurzen Distanzen unter 30 Kilometern verschiedenen Testpersonen, darunter auch Frauen einen bequemen Eindruck. Vor allem gefiel, dass er auch die Stöße schlechter Radwege etwas dämpft. Aufgesetzte Seitenschützer bewährten sich beim Anlehnen an Wände. Nach der Testzeit zeigte der Sattel nicht die geringste Abnutzung.
Fazit: Ein Tipp als Stadtrad-Sattel.

Selle Royal Freedom, 34,90 Euro. Länge: 283 mm; Breite: 184 mm; Gewicht: 660 g; Besonderheiten: wasserfeste, robuste Satteldecke, Elastomer-Stoßdämpfer. selleroyal.com

Ausprobiert: Schwalbe Marathon Almotion

Trekkingreifen mit Auszeichnung: der Schwalbe Marathon Almotion. Foto: Dorina Volkhausen.
Trekkingreifen mit Auszeichnung: der Schwalbe Marathon Almotion. Foto: Dorina Volkhausen.

Das Wesentliche über den neuen Schwalbe Marathon Almotion ist schnell gesagt: Wer auf Leichtlauf Wert legt, sollte ihn ausprobieren. Im Fahrtest war der Unterschied zu vorher montierten Trekkingreifen sofort zu spüren. Im Labor, wo der Rollwiderstand nach unseren Vorgaben aus dem Reifentest 2012 vermessen wurde, bestätigte sich der Eindruck: Mit 24,6 Watt bei 23 km/h gehört er zu den drei leichtlaufendsten bisher von uns vermessenen Allroundreifen. Gleichzeitig ist er einer der ersten Trekkingreifen, für die es auch eine Tubeless-Variante gibt, also einen schlauchlos fahrbaren Reifen. Beeindruckend: Der Tubeless-Almotion hat mit nur 20 Watt den bisher geringsten von uns gemessenen Rollwiderstand.

Auch überzeugend ist der Pannenschutz beider Versionen: Ein Durchschlag lässt sich beim Schwalbe Marathon Almotion erst bei über einem Meter Fallhöhe des Beils im Labor provozieren, ebenfalls ein Bestwert. Auch hier kann die Tubeless-Variante noch einen draufsetzen. Bei ihr war im Labor gar kein sogenannter Snake-Bite als Folge eines Durchschlages zu produzieren. Gegen Durchstiche sind beide Varianten mit Werten von 0,85 Nm und 1,06 Nm bei Tubeless sehr gut geschützt, erreichen fast das Niveau von Reifen mit dicker Pannenschutzschicht. Das spricht dafür, dass Schwalbe mit den neuen Dynamic Casing, das bei Trekkingreifen nur der Almotion besitzt, ein probates, nicht so schweres Mittel gegen Defekte gefunden hat. Initiator der Almotion-Entwicklung war Bike-Guru Gerrit Gaastra. Das Rezept: Eine durchgehende Gewebelage verstärkt die Seitenwände gegen Durchschlag, wird aber an der Lauffläche ausgespart. Dadurch wird der Reifen oben flexibler und kann beim Abrollen leichter verformt werden. Auch die Gummimischung aus dem Rennradbereich ist neu. All das führt zu einem sehr satten Fahreindruck trotz des Leichtlaufs. Der Reifen rollt schön leise und erzeugt ein hohes Vertrauen bei Kurvenfahrten. Angenehm war auch das wendige Einlenkverhalten, das der Almotion bei niedrigeren Drücken hinterließ, sodass man ihn betont komfortabel fahren kann. Wir bewegten ihn dabei auf einem DT Swiss XM 1550-Laufradsatz, einem Radpaar, das eher für MTB-Einsatz gedacht ist, aber sehr gut mit dem Reifen harmonierte.
Fazit: Ein neuer Meilenstein im Trekkingreifen-Segment.

Vorteile: sehr leichter Lauf, hohes Vertrauen in Kurvenlage, sehr guter Pannenschutz, leiser Lauf, Allround-Profil mit guter Haftung auf Straße und Kieswegen

Nachteile: keine

Schwalbe Marathon Almotion, 49,90 Euro (Stck.): Falt-Trekkingreifen; Größen: 28-Zoll: 40 (Test), 55 mm, 26-Zoll: 55 mm; Gewicht: 615 g in 40-622; Besonderheiten: Dynamic Casing, Dreifach-Rennrad-Gummimischung, dünne Pannenschutzschicht, Reflexstreifen. schwalbe.com

Ausprobiert: Wedo Selfie Maker

Reisefoto 2.0: Ganz einfach mit dem Wedo Selfie Maker. Foto: Partzsch.
Reisefoto 2.0: Ganz einfach mit dem Wedo Selfie Maker. Foto: Partzsch.

Alleine auf Radreisen ist es schwer, sich selbst, das geschätzte Rad und die Landschaft als „Selfie“ abzulichten. Der Wedo Selfie Maker macht es mit dem Smartphone möglich. Er besteht aus einem Mini-Stativ, das in den Kopfhörerausgang gesteckt wird. Hinzu kommt ein Fernauslöser, der sich über Bluetooth mit dem Smartphone verbindet. Mit Android 4.4. und Bluetooth 4.0-Geräten aus dem Test klappte das problemlos. Auch aus acht Meter Entfernung ließen sich im Freien noch Bilder und Videos aufnehmen. Einziges Manko: Betätigt wird die Frontkamera, die für schöne Landschaftsaufnahmen bei den meisten Smartphones eine zu geringe Auflösung besitzt. Praktisch dagegen: Man sieht, was man fotografiert.

Wedo Selfie Maker, ca. 19 Euro. Fernauslöser und Stativ für Smartphones. Kompatibel (lt. Hersteller): Bluetooth 3.0 aufwärts sowie iPhone 4 bis 6, diverse Android: u.a. Samsung Galaxy ab S3, Sony Xperia. wedo.de

Ausprobiert: Sigma R1 Blue Comfortex

Pulsmesser 2.0: Sigma R1 Blue Comfortex. Foto: Hersteller.
Pulsmesser 2.0: Sigma R1 Blue Comfortex. Foto: Hersteller.

Das Smartphone wird als Tourenbegleiter immer beliebter. Da liegt es nahe, es auch als Pulsmesser zu nutzen. Komfortabel geht das mit universellen Bluetooth-Brustgurten wie dem Sigma-Modell, das wir ausprobierten. Mit Smartphones, die Bluetooth Smart 4.0 bieten und Android ab 4.4 klappte die Verbindung durchweg. Allerdings musste dazu meist zuerst die App für die Aufzeichnung (z.B. Strava, Runtastic) gestartet werden – danach wurde der Gurt bei eingeschaltetem Bluetooth automatisch schnell erkannt. Die Übertragung der Herzfrequenz lief zuverlässig. Auf Smartphones mit GPS können die Apps dabei auch als Rad- und Fitnesscomputer eingesetzt werden. Wie gut die Daten auswertbar sind, hängt nur von der eingesetzten App ab. Der Brustgurt war angenehm zu tragen.

Sigma R1 Blue Comfortex, ca. 45 Euro: Pulsmess-Brustgurt. Kompatibilität: iOS und Android ab 4.3 + Bluetooth Smart, Batterie-Lebensdauer: +1,3 Jahre (Hersteller-Angabe), wasserdicht, waschbar. sigmasport.de

Ausprobiert: Racktime Box-it

racktime boxit mit Q Partzsch Kopie
Radkorb 2.0 : Racktime Box-it. Foto: Partzsch.

Der Box-it macht das Trekkingrad schnell zum leichten Lastenrad. Der robuste Transportkorb ließ sich mit einem Handgriff in Gepäckträger mit Racktime-System einklicken und saß danach klapperfrei. Rein passt zum Beispiel eine Getränkekiste (getestet mit Größe L). Da das Gittergerüst nur rund 2,2 Kilo wiegt, sind solch schwere Transportaufgaben auch mit dem zulässigen Gewicht der meisten Träger von 25 Kilo zu vereinbaren. Für lose Gegenstände eignet sich die zugehörige Transportkiste aus Kunststoff, die einfach eingesetzt wird. So kann man die Kiste auch mit in den Laden nehmen. Das An- und Abmontieren der Transportkorbes ging mit etwas Übung fix von der Hand. Genial!

Racktime Box-it L, ca. 50 Euro: Transportkorb mit passender Tragekiste. Gewicht: 2.204 g, Maße: 15,5 x 53 x 36 cm, Volumen: 18 Liter. racktime.com

Ausprobiert: Trickstuff Clapton

Die Trickstuff Clapton ist eine Universal-Klemmschelle. Foto: Gathmann.
Die Trickstuff Clapton ist eine Universal-Klemmschelle. Foto: Gathmann.

An immer mehr neuen Trekkingrädern sind die Schalthebel direkt am Scheibenbremshebel montiert. Bei Shimano nennt sich das System iSpec. Sein Vorteil: Platz am Lenker wird frei, etwa für den Gabel-Lock-out. Nachteil: Der Verstellbereich ist eingeschränkt. Und: Wer sein Rad mit einer markenfremden Bremse wie der Magura MT7 aufwerten will, kann den alten Schalthebel nicht mehr nutzen. Einen Adapter bietet Magura nicht an. Die unbefriedigende Lösung lautet, neue Schalthebel zu kaufen. Eine Alternative ist die Trickstuff Clapton, eine Lenkerklemmschelle. Sie ist aufklappbar und kann deshalb auch nachgerüstet werden, ohne die Griffe abzunehmen. Zusätzlich zur Schelle benötigt man noch den passenden Adapter für verschiedene Shimano STI-Hebel. Die Montage ist für etwas geübtere Schrauber kein Problem – neben der einfachen Schellenmontage musste in unserem Fall auch der Schalthebel selbst umgebaut werden. Die Verarbeitung des Clapton ist tadellos, das Gewicht niedrig, der Preis liegt leider etwa auf dem Niveau neuer Schalthebel – deren Montage macht allerdings deutlich mehr Arbeit, und sie sind nicht so multikompatibel. Denn am Clapton lassen sich auch Schalthebel von Sram anbringen.

Trickstuff Clapton, 49 Euro + 35 Euro (Adapter). Schalthebelschelle für iSpec und Sram. 14 g, viele Eloxalfarben. trickstuff.de