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Ausprobiert: Uebler X21 nano

Leichter Träger auch für schwere Räder: Uebler X21 nano. Foto: Volkhausen.
Leichter Träger auch für schwere Räder: Uebler X21 nano. Fotos: Volkhausen.

Der Uebler X21 nano kommt in einer praktischen Tragetasche und gehört mit 14,5 Kilo zu den ganz leichten Anhängerkupplungs-Fahrradträgern. Das hat einige Vorteile: So geht das Tragen zur Garage leicht, auch wenn sie etwas weiter weg ist. Zudem lässt das niedrige Gewicht mehr Spielraum für die Beladung. Denn die richtet sich nicht nur nach der Nutzlast des Trägers, die beim Uebler Nano X21 mit 60 Kilo hohe Reserven bietet, etwa für zwei E-Bikes. Die Stützlast der Kupplung kann engere Grenzen setzen – beispielsweise 75 Kilo. Dann bleiben bei einem leichten Träger wie dem Uebler noch 60 Kilo für die Räder, was locker für die E-Bikes reicht. Bei schwereren Trägern kann es dagegen es je nach E-Bike knapp werden. Das gilt erst recht, wenn eine dritte Schiene genutzt werden soll, was beim Uebler X21 nano übrigens optional geht.

Am Auto ist der komplett montierte Uebler schnell ausgepackt und sehr einfach zu montieren. Die Montage auf der Kupplung erleichtert ein Klemmhebel, der ähnlich funktioniert wie der Achs-Schnellspanner am Fahrrad. Der Träger wird einfach von hinten aufgeschoben, ausgerichtet, der Hebel umgelegt, fertig. Im Unterschied zu manchem anderen Modell kann man diesen Vorgang auch alleine erledigen.

Einer der wenigen Nachteile: die Standschienen des Uebler X21 nano sind für Räder mit langem Radstand nicht optimal. Foto: Volkhausen.
Einer der wenigen Nachteile: die Standschienen des Uebler X21 nano sind für Räder mit langem Radstand nicht optimal.

Auch das Aufladen und Fixieren der Räder geht leicht, allerdings haben die Schienen für Räder mit langem Radstand, wie zum Beispiel Mittelmotor-E-Bikes, nicht die optimale Länge – der X21-Nachfolger soll laut Übler in dieser Hinsicht optimiert sein. Solide, einfach zu schließende Ratschen umfassen die Laufräder, die im Test auch ganz dicke Mountainbike-Pneus sein durften. Auch die Klemmbacken passten in der Praxis an jedes Rahmenrohr. Eine etwas großzügigere Gummierung der Klauen würde empfindliche Lackierungen aber noch besser schützen.

Die Klemmbacken passen an jede Rahmenrohrdicke, haben jedoch wenig Gummierung. Foto: Volkhausen.
Die Klemmbacken passen an jede Rahmenrohrdicke, haben jedoch wenig Gummierung.

Sehr einfach ist auch die Handhabung des Abklapp-Mechanismus, der den Kofferraum zugänglich macht, ohne dass die Räder vom Träger entfernt werden müssen. Während des einmonatigen Testzeitraums verhielt sich der Uebler X21 völlig unauffällig. Fahrsicherheitstests führten wir nicht durch. In dieser Disziplin gehörte der Übler aber bei Tests von Autozeitschriften zu den Besten. Unseren Tipp gibt es deshalb vor allem für die Handhabung und die Verarbeitung bis hin zur sehr guten Bedienungsanleitung.
Fazit: Sehr guter AHK-Träger auch für E-Bikes, der vor allem mit einer problemlosen Handhabung punktet.

Vorteile:

  • Sehr leicht, kleines Packmaß, praktische Trage- und Verstautasche
  • Sehr schnelle, einfache Montage des Trägers
  • Unkompliziertes Beladen mit Rädern, Standschiene für alle Reifendimensionen geeignet, guter Radhalt, Bügel als Schutz zum Fahrzeug hin

Nachteile:

  • Klemmbacken mit wenig Gummierung
  • Standschienen für Räder mit langem Radstand nicht optimal, bei Nachfolge-modell X21 S verbessert
Ausgezeichnet: Uebler X21 nano. Foto: Hersteller.
Ausgezeichnet: Uebler X21 nano. Foto: Hersteller.

Uebler X21 nano, 539 Euro: E-Bike-tauglicher Anhängerkupplungs-Fahrradträger. TÜV-geprüft. Platz für 2 Räder; Nutzlast: 60 Kilo; Gewicht: 14,4 Kilo; Besonderheiten: Befestigung mit Klemmhebel, Träger und Klauen abschließbar, Schiene für drittes Rad erhältlich, Nachfolgemodell: X21 S ab Juni 2014 uebler.com

Ausprobiert: SKS Twentyniner

König der Luft: SKS Twentyniner. Foto: Hersteller.
König der Luft: SKS Twentyniner. Foto: Hersteller.

Seit zwei Jahren pumpt im Testraum eine SKS Aircon 6.0 alles auf, was reinkommt. Dank des großvolumigen Zylinders sind selbst 29-Zoll-Balloonreifen schön schnell befüllt und mit etwas Krafteinsatz drückt man auch 6 bar in den 28-mm-Sportslick.  Sehr gut ablesbar zeigt das große Manometer den Druck an: Bei Kontrollmessungen mit dem Digitalmessgerät lag die Abweichung meist um die 0,2 bar. Verschleißspuren: bisher keine. Praktisch: Auch für Luftmatratzen und Bälle sind Adapter dabei. Jetzt gibt es die Standpumpe unter dem Namen SKS Twentyniner im Set mit einer ebenfalls für dicke Reifen sehr gut geeigneten Minipumpe des Typs Rookie.
Fazit: Einfachste Handhabung, robust. Kauftipp für jeden Trekkingradler.

SKS Twentyniner, 39,95 Euro: Set aus Stand- und Minipumpe. Kombikopf für alle Ventilarten. sks-germany.com

Rad­ver­gnügen im Erz­gebirge – Raus aus dem Alltag, rein in die Natur

Zweirad-Helden sollten das neu beschilderte Streckennetz der Radregion Erzgebirge unter die Räder nehmen. Landschaft und jede Menge Natur im deutsch-böhmischen Erzgebirge wollen entdeckt werden: Die Erzgebirgsmagistrale (170 km auf tschechischer Seite) und der Radfernweg Sächsische Mittelgebirge (250 km auf deutscher Seite) ziehen sich landschaftlich reizvoll über den Kamm.

Wunderschöner Ausblick über die Hügel des Erzgebirges bei Kalek. Fotos: Tourismusverband Erzgebirge/R. Gaens
Wunderschöner Ausblick über die Hügel des Erzgebirges bei Kalek. Fotos: Tourismusverband Erzgebirge/R. Gaens

Gekrönt werden die Radfernwege durch zwölf Verbindungsstrecken. Das ergibt 600 km grenzenloses Radvergnügen. Die Strecken sind für Jedermann geeignet: Für sie, für ihn und für die kleine Radmaus. Für den E-Biker, die Trekkingfahrerin, den Sportfan mit Mountainbike – und jeden anderen, der daran interessiert ist, in ausgewogener Weise Natur, Kultur und Spaß ohne Grenzen zu erleben. Traumhafte Kulissen, Entspannung und zahlreiche Entdeckungen erwartet die Fahrer in der Radregion Erzgebirge.
162 km pure Mountainbike-Emotionen bietet der „Stoneman Miriquidi“. Die deutschlandweit einmalige Mountainbike- Strecke stellt eine sportliche Herausforderung der Extraklasse dar. Auf dem Rundweg von und nach Oberwiesenthal gilt es, die neun höchsten Gipfel des Erzgebirges zu erklimmen, davon drei auf tschechischer Seite (Bärenstein, Pöhlberg, Scheibenberg, Rabenberg, Auersberg, Blatenský vrch, Plešivec, Klínovec und Fichtelberg). Das macht insgesamt circa 4.400 Höhenmeter, die es zu überwinden gilt.
Jene, die sportlich und zugleich entspannt unsere Erzgebirgslandschaft erkunden möchten, finden im Erzgebirge ein dichtes Netz an Verleihstationen für E-Bikes. Mit vereinter Muskel- und Motorkraft verwandeln sich steile Anstiege in sanfte Hügel und längere Strecken werden zu kurzweiligen Spritztouren.
Übersichtskarte und GPS-Download als Orientierungshilfen
Informationen über den Routenverlauf gibt eine Übersichtskarte, die kostenfrei beim Tourismusverband Erzgebirge e.V. erhältlich ist.
In der neuen Broschüre „Radtourenführer Radroute Sächsische Mittelgebirge & Erzgebirgsmagistrale“ werden grenzüberschreitende Rundtouren ebenfalls vorgestellt. Die Tourenvorschläge stehen außerdem für GPS-Geräte unter www.radregion-erzgebirge.de zum Download zur Verfügung.
Tourentipps:

  • Tagestour entlang Radroute „sächsische Mittelgebirge“ zu den Talsperren Rauschenbach und Flaje ( RR ERZ T07 )
  • Tagestour entlang der „Karlsroute“, die über den Erzgebirgskamm hinweg die Städte Aue und Karlovy Vary wie auch den „Mulderadweg“ mit dem „Egerradweg“ verbindet.

Tourismusverband Erzgebirge e.V.
Adam-Ries-Straße 16
09456 Annaberg-Buchholz
Telefon: +49 (0)3733 188 00-0
Fax: +49 (0)3733 188 00-20
E-Mail: info@erzgebirge-tourismus.de
Internet: www.erzgebirge-tourismus.de

Dauertest: Tern Link P24h

Das Link P24h ist das Reisemodell unter den 20-Zoll-Falträdern von Tern – es schnitt aber im Dauertest auch im Alltag gut ab.

Zu(g)verlässig: Das Tern Link P24h bewährte sich im Dauertest. Foto: Dorina Volkhausen.
Zu(g)verlässig: Das Tern Link P24h bewährte sich im Dauertest. Foto: Dorina Volkhausen.

Ich wohne auf einem Berg und pendle mit dem Zug zur Arbeit. Morgens lasse ich es rund 70 Höhenmeter bergab laufen, abends krieche ich wieder hinauf. Dass das Tern Link P24h in beiden Richtungen Spaß machte, ist für ein Faltrad schon ein Kompliment. Auf dem Hinweg fühlte ich mich dank seiner hohen Fahrstabilität auch bei 50 km/h mit einer schweren Office-Bag an einer Seite des Trägers sicher. Und auf dem Rückweg erlaubte mir das Tern Link P24h mit seinem breiten Übersetzungsspektrum, die achtprozentige Steigung so hinaufzukurbeln, dass ich oben noch entspannt ankam. Die Neos Triniti-Schaltung ist das Beste am P24h. Denn die Kombination aus 3-Gang-Nabe und 8-Gang-Ritzelpaket reicht auch für lockeres Pedalieren an langen Anstiegen, wenn man mit zwei schweren Packtaschen auf Tour ist. Weil Tragevermögen und Fußfreiheit fürs Pedalieren beim serienmäßigen Gepäckträger Portage-Rack nicht riesig sind, würde ich für ernsthaftes Radreisen aber das inzwischen erhältliche Modell „Tour“ mit besseren Trägern empfehlen.

Fahren in der Stadt

An der Ampel in der Stadt ist die Möglichkeit, im Stand zu schalten ein großer Vorteil. Toll ist auch der mit einem Handgriff stufenlos verstellbare Vorbau – so habe ich mich häufig in Aero-Position gebracht, wenn ich mal spät dran war. Kritik gibt’s für das Schutzblech hinten. Es ist zu kurz, Straßendreck spritzte an den Rücken des Fahrers.

Der steife Alu-Rahmen wird in der Mitte gefaltet, die Lenksäule klappt neben das Hinterrad. Foto: Dorina Volkhausen.
Der steife Alu-Rahmen wird in der Mitte gefaltet, die Lenksäule klappt neben das Hinterrad. Foto: Dorina Volkhausen.

Schnell hat man die Faltlogik des Tern verinnerlicht. Rekord: 20 Sekunden. Sitzt dieser Ablauf einmal, holt man selbst auf nur 300 Meter Fußweg von der Haltestelle zum Arbeitsort nochmal zwei Minuten raus. Dringendster Verbesserungswunsch hier: eine andere Fixierung des gefalteten Paketes. Der Magnet am Hinterbau hält die zwei „Rad-Hälften“ nicht immer zusammen. Ich verlor zudem nach einem halben Jahr den Magnet, der sich los gerüttelt hatte. Außerdem stellte sich der Wunsch nach einer Mitten-Markierung ein, um die Sattelstütze sofort richtig zu klemmen.

Trotz minimaler Pflege und auch mal längeren Standzeiten im Freien, während derer einige Schrauben Rost ansetzten, macht das Link P24h keine Probleme. Die Leuchten und die gute Verkabelung sind gut geschützt, sodass sie immer intakt blieben. Die Schwalbe Marathon Supreme-Bereifung hielt den Angriffen von Scherben, Dornen und Co. stand. Kein Platten. Das Werkstattbuch: Nach 600 Stadtkilometern waren die Bremsklötze vorne wie hinten verschlissen. Nicht beheben konnten wir zunächst ein Quietschen vorne. Ein Blick in das Tern-Forum brachte die simple Lösung in Form einer Fettpackung – an dieser Stelle übrigens ein Lob für die Tern-Webseite, die sehr detailliert auf jedes Rad eingeht.

Fazit
Super vielseitiges, sehr gut verarbeitetes Faltrad zum sehr fairen Preis.

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Technische Daten:
Tern Link P24 h, 999 Euro: tourentaugliches Faltrad; Rahmen: Alu, Faltgelenk mittig; Gabel: Stahl, starr mit Lowrider-Ösen; Rahmenhöhen: Unisize, für Fahrer 142 bis 190 cm; Faltmaß: 80 x 72 x 43 cm; Gewicht: 14,3 kg (gewogen mit Pedalen); zulässiges Gesamtgewicht: 124 kg (Rad mit Fahrer und Gepäck); Schaltung: Neos Triniti 24-Gang Ketten-Nabenschaltungskombi (3 Gänge in der Nabe, 8 Ritzel); Bremsen: Kinetix V-Brakes; Laufräder: Kintetix Systemlaufräder mit Schwalbe Marathon Supreme 42-406 (20/28 Speichen); Lichtanlage: Valo HiLux Scheinwerfer im Vorbau, Batterie-Rücklicht, Joule II-Nabendynamo; Gepäckträger: Tern Portage Rack (max. 10 kg); Besonderheiten: 1x Flaschenhalter-Ösen, per Schnellspanner höhenverstellbarer Vorbau, Ergo-Griffe, Luftpumpe in Sattelstütze, Mittelständer.

Bikefitting: Millimeter für Kilometer

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Da geht noch was …

Was leistet ein Bikefitting, was Faustformeln zur Einstellung nicht können? Macht die professionelle individuelle Radanpassung auch für Trekkingradler Sinn? Wir haben es im Selbstversuch ausprobiert.
Text: Jan Gathmann
Sitze ich überhaupt richtig auf dem Rad? Fast alle Radfahrer haben sich oder Mitradlern diese Frage schon gestellt. Beim Neukauf oder bei Schmerzen drängt sie besonders. Also Dr. Google fragen. Die Suchphrase „Fahrrad Einstellung“ liefert immerhin brauchbare Tipps. Fast alle hat man irgendwo schon mal gehört. Die wichtigsten (und unserer Erfahrung nach nützlichen):

So startet der Laie

1) Mit Sattel beginnen
2) Sattelhöhe so einstellen: Pedale an untersten Punkt. Ferse mit Radschuh aufsetzen. Jetzt muss das Bein gestreckt sein. Ist es eingeknickt: Sattel erhöhen. Kippt die Hüfte schon in Richtung Pedal: Sattel tiefer stellen.
3) Sitzlänge einstellen: Auf den waagerechten Sattel setzen. Pedale in 3-Uhr-Stellung. Schuh so aufsetzen, dass ein Lot entlang der Kniescheibe auch durch die Achsenmitte der Pedale verläuft. Sattel so weit vor oder zurück schieben, dass diese Position sich am Gesäß bequem anfühlt.
4) Lenker einstellen: Wie hoch oder tief er über oder unter dem Sattel stehen kann, ist eine Frage der gewünschten Haltung. Für den Sport und Radreisen eher auf Sattelniveau oder tiefer. Für kurze Strecken eher höher.
5) Gleich welche Haltung: Die Arme sollten immer leicht gebeugt sein, niemals gestreckt. Das kann mit der Vorbaulänge variiert werden.
6) Von dort ausgehend individuelle Veränderungen nach Gefühl vornehmen
So bin ich jahrelang mehr oder weniger gut gefahren. Jetzt will ich es genau wissen und unterziehe mich bei Fitting-Experte Dr. Kim Tofaute einem Profi-Fitting. Als ich dort wie beim Arzt den „Eingangsfragebogen“ ausfülle, habe ich es Schwarz auf Weiß. Auf die Frage, „wo haben Sie schon einmal Schmerzen beim oder nach dem Radfahren gespürt?“ muss ich einige Kreuze machen: Hand und Nacken sowie das Knie sind dabei, zum Glück nur das letztere mit bisweilen stärkerer Ausprägung. Damit bin ich nicht alleine: „Mehr als jeder zweite Radfahrer klagt etwa über Schmerzen and Hand und Gesäß“, nennt Tofaute Zahlen aus einer Studie an der Deutschen Sporthochschule Köln für seine Dissertation.

Das leistet das Bike-Fitting

Vom Bike-Fitting verspreche ich mir Linderung. Der Anspruch eines Fittings ist es schließlich, die optimale individuelle Sitzposition zu finden. Mit diesem Anliegen kommen laut Kim Tofaute immer mehr Trekkingradler in eines der Fitting-Studios nach Koblenz oder Mannheim. Aber Radsportler bis hin zum Profi machen den Großteil der Kunden aus. „Optimale Sitzposition“, das heißt für die Sportler, wenn sie mehr Leistung mit gleicher Kondition erbringen können. „15 bis 50 Watt mehr kann eine optimierte Sitzposition auf dem Rennrad herausholen“, erklärt der Sportwissenschaftler.
Aufnahme-Fragebogen wie beim Arzt
Deshalb enthält der detaillierte Fragebogen auch Felder zum Renneinsatz oder Krankheiten. Nach der kurzen Schreibtischarbeit muss ich auf die Liege. Der Experte untersucht meinen Körper auf Fehlstellungen. Er testet die Mobilität der Gelenke, schaut nach eventuellen Beinlängendifferenzen. Quadrizeps und Hüftbeuger sind etwas verkürzt. Ich erhalte einen Tipp für Dehnübungen. Anschließend werde ich vermessen: Innenbeinlänge, Armlänge, Torsolänge, Schulterbreite sind die wichtigsten Maße, die für die Einstellung eine Rolle spielen. Meine mitgebrachten Radschuhe hat der Fitting-Experte bereits begutachtet und alle Dimensionen meines Fahrrades mit dem Laser und Maßband ausgelotet.
Alle Fahrpositionen werden durchgespielt
Das Rad, das die Quelle meiner Freude und meines Leidens ist, steht schon eingespannt auf einem Rollentrainer im Fokus je einer Videokamera vorne und seitlich. Währenddessen werden meine Gelenke noch mit kleinen Kügelchen beklebt. Sie sollen später im Video sichtbar machen, welche Winkel mein Körper beim Treten einnimmt. „Nur in Bewegung, am besten wenn man die Beobachtungssituation vergisst, findet man realistische Werte“, erklärt Tofaute. So lässt er mich auch länger fahren. Alle Rad-Haltungen wie Wiegetritt und ein Griff an die Bar-Ends am Berg werden durchgespielt. Zwischendurch klingelt das Telefon. Tofaute hebt ab, während ich weiter schwitze. „Es gehört für mich auch dazu, dass man weitergehende Fragen beantwortet“, erklärt später der Berater, der mich sonst die ganze Zeit genau beobachtet hat.
Ich sitze zu hoch
Zwar hat das Video alles festgehalten, doch „am genauesten sieht man mit geschultem Auge live“, so Tofaute. Beim gemeinsamen Betrachten des Mitschnitts erklärt er seine Sicht: Ich sitze schon recht passend, trete aber beim schnellen Pedalieren unrund, weil der Sattel zu hoch steht. Im Video sehe ich, wie ich auf dem Sattel hüpfe. Der Winkel der Bar-Ends ist für den Wiegetritt nicht optimal. Von der Seite erkenne ich sofort, wie die Hände ungünstig abknicken. Weitere unergonomische Einstellungen finden sich bei der Pedalbindung und dem Sattelwinkel. Kim Tofaute vermutet, dass ich die Sattelspitze weit nach unten absenke, um Schmerzen im Dammbereich zu vermeiden, was ich bejahen kann. Er empfiehlt mir deshalb einen Spezialsattel mit Entlastungszone in diesem Bereich – meist als Aussparung oder Stufe ausgeführt.
Millimeter zählen bei der Korrektur
Dann habe ich eine Verschnaufpause. Der Fitting-Experte korrigiert alle Einstellungen, wobei er Winkelmesser, einen Laser für lotrechte Linien und einen Stift zur Markierung der Ausgangsposition der Pedalplatten einsetzt. Hier ein paar Millimeter, dort wenige Grad – ich bin erstaunt, wie gering die Veränderungen sind.
Dann bin ich wieder dran. Ich setze mich auf das Rad – und bin erneut überrascht. Trotz geringer Änderungen fühlt sich die Position spürbar anders an. Schon das Einklicken in die Pedale geht leichter. Beim Pedalieren fällt der unrunde Tritt nun spürbar runder aus. Mehr lässt sich erstmal nicht sagen.
Radfahr-Schulung inkusive
„So jetzt machen wir noch ein bisschen Rad-ABC“, holt mich auf einmal der Fitting-Experte aus meiner Selbstanalyse. Er leitet mich zu Beinübungen auf dem Rad an. Ich pedaliere mal mit den Beinen ganz nah am Oberrohr, mal mit O-Beinen im Cowboy-Stil. Mal drehe ich die Fersen nach innen, mal nach außen. Wie ein Lauf-ABC soll ich mein Rad-ABC regelmäßig als Tritt-Technik- und Aufwärmübung in der ersten Phase des Radfahrens absolvieren. Zum Schluss noch einmal ein Blick auf die Video-Aufzeichnung zur Kontrolle: kein Hüpfen mehr! „Die Umstellung wirkt sich erst mit der Zeit richtig aus“, lenkt Tofaute meine Erwartungen in die Zukunft.
Vorläufiges Fazit
Inzwischen habe ich rund 500 Kilometer mir der neuen Einstellung zurückgelegt. Nicht viel, aber genug für erste Aussagen. Und es geht besser. Auf dem Rad fühle ich mich insgesamt wohler – möglich, dass allein das Bewusstsein, die richtige Position auf dem Rad zu haben, kleine Flügel verleiht. Vor allem das Fahren mit hohen Trittfrequenzen und weniger Widerstand, das mir der Fitting-Experte empfahl, fließt leicht aus den Beinen. Das Knie dankt es mit weniger Schmerzen, weil ich weniger Druck ausübe. Bis jetzt bringe ich regelmäßig die Disziplin auf, mein Rad-ABC zu üben. Ich habe den Eindruck, dass die Übungen viel zu dem insgesamt besseren Gefühl auf dem Rad beitragen. Ich trete viel bewusster. Die Sattelempfehlung habe ich bisher nicht umgesetzt. Unterm Strich: die beste Investition in komfortableres Radfahren, die ich bisher getätigt habe. Wer ein hochwertiges Neurad kaufen will, sollte mit einem Bikefitting starten!
Rad selber einstellen: Fitting-Box
Nicht jeder hat einen Fitting-Experten in der Nähe – oder will soviel Zeit und Geld investieren. Mit der Fitting-Box hat Dr. Tofaute ein Paket für Do-it-Yourself-Fittings zusammengestellt. Sie enthält eine leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Findung der richtigen Einstellungswerte und die nötigen Hilfsmittel zu ihrer Ermittlung sowie der Übertragung aufs Rad. Letzteres klappte in unserem Selbstversuch sehr gut. Vor allem das Lot und die Lineale erleichtern die Einstellungsarbeit im Millimeterbereich. Der Preis ist mit 49 Euro zwar nicht ohne. Gerade für Einsteiger, die mit der Fülle und Widersprüchlichkeit der Infos im Web überfordert sind, oder für den Kauf beim Versender lohnt sich die Investition aber. fitting-box.de
 

Bikefitter im Überblick

Ergonomie-Experten fürs Fahrrad findet man inzwischen im gesamten Bundesgebiet. Hier haben wir eine Liste von Anbietern nach räumliche Kriterien zusammengestellt.
NORDEN
Junik Ergonomiecenter, www.junik-hpv.de, Hamburg
OSTEN
Berlin
Bike Academy Berlin, www.bike-academy-berlin.de, Berlin
Synergy Pro Training, www.synergy-protraining.de, Berlin
WESTEN
Aachen
XP Sport, www.xp-sport.de
Münster
Gebiomized, www.wefityourbike.de
Raum Köln
Komsport, www.komsport.de, Köln
GL8 Sport, www.gl8-sport.de, Burscheid
MITTE
Gießen
Zentrum Gesundheitssport UG, www.villa-aktiv.de/, Gießen
Bensheim
CycleFit, www.cyclefit.de, Bensheim
Jens Machacek, machacek-fitting.com, Bad Soden, Gelnhausen
SÜDEN
München
Speed Company, www.speed-company.com
Europeansports, www.europeansports.de, Ruhpolding
Freiburg
Radlabor, www.radlabor.de, Freiburg, München, Frankfurt
Raum Nürnberg
Radschloss, www.bikeimperium.de, Abenberg
Radsport Buchstaller, www.radsport-buchstaller.de, Hilpoltstein
Schuh Langmeier, www.schuh-langmeier.de, Raubling
BUNDESWEIT
• Specialized, www.specialized.com mit mehreren BG-fit Standorten

Radreise Neusiedler See Rundfahrt: GPS-Track und Informationen zur Reise

Von Wien nach Bratislava führte Thorsten Brönners Weg durch die Region Neusiedler See. Gerade als RadReiseRegion vom ADFC ausgezeichnet, eignet sie sich besonders für einen entspannten Radurlaub. Die flache Landschaft eröffnet den Blick über den See und die Grassteppen der Region. Die beiden Start- und Zielorte laden zu ausführlichen Stadtbesichtigungen ein.

Anreise
Auto: Von Hamburg nach Wien ca. 970 km, von Berlin ca. 680 km, von Köln ca. 900 km, von München ca. 440 km.

Gefahrene Route
1. Tag: Wien – Perchtoldsdorf – Mödling – Baden             ca. 48 km
2. Tag: Baden – Tattendorf – Hornstein – Eisenstadt – Rust ca. 58 km
3. Tag: Rust – Mörbisch – Fertorákos – Sopron – Rust ca. 54 km
4. Tag: Rust – Illmitz – Sankt Andrä – Podersdorf – Neusiedl ca. 58 km
5. Tag: Neusiedl – Breitenbrunn – Donnerskirchen – Neusiedl ca. 48 km
6. Tag: Neusiedl – Bruck – Petronell-Carnuntum – Bratislava ca. 68 km
Gesamt: ca. 334 km

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GPS
Download des GPS-Tracks hier

Sehenswertes
Wien: Stephansdom, Schloss Schönbrunn, Hofburg, Wiener Prater, Tiergarten Schönbrunn, Spanische Hofreitschule, Schatzkammer, Kunsthistorisches Museum, Naturhistorisches Museum, Albertina, MuseumsQuartier, Zentralfriedhof; Baden: Stadttheater, Aquädukt, Kaiserhaus; Eisenstadt: Schloss Esterházy, Bergkirche mit Haydnmausoleum, Haydnmuseum, Landesmuseum, Domkirche St. Martin, historisches Stadtzentrum, Weinmuseum; Rust: Fischerkirche, Historisches Stadtbild, Storchenkolonie, Schifffahrt; Mörbisch: Seebühne, Heimathaus, Hofgassen, Schifffahrt; Sopron: Rathaus, Geißkirche, Ursulinenkirche; Illmitz: Informationszentrum Nationalpark Neusiedler See–Seewinkel, Seevogelmuseum; Podersdorf: Windmühle, Leuchtturm, Schifffahrtsgesellschaft; Neusiedl am See: Kalvarienberg, Ruine Tabor, Werkstubengalerie; Donnerskirchen: Martinskirche; Bruck: Schloss Prugg, Stadtpfarrkirche; Rohrau: Geburtshaus von Joseph Haydn; Petronell-Carnuntum: Archäologischer Park, Freilichtmuseum Petronell, Heidentor, Museum Carnuntinum, Nationalpark Donau-Auen; Bratislava: Burg, Altes Rathaus, Palais Grassalkovich, Primatialpalais, Martinsdom, Michaelertor, Burg Devín

Streckencharakter & Ausrüstung
Die ruhige Strecke ist nahezu komplett asphaltiert. In den Stadtzentren geht es oft lebhaft zu. Anstiege sind selten, sodass man gut mit der gesamten Familien reisen kann. Der Veranstalter hat die Route mit Pfeilsymbolen markiert. Zusätzlich hilft die lokale Radbeschilderung. An das Fahrrad werden keine besonderen Ansprüche gestellt.

Veranstalter
Der österreichische Veranstalter Eurobike bietet Strecken um Wien und an der Donau an, darunter die Reise „Neusiedler Seerundfahrt“. Unterwegs übernachtet man in vorgebuchten Unterkünften, zu denen das Gepäck transportiert wird. Am Startpunkt erhalten die Gäste Leihräder und Kartenmaterial. Optional können Zusatznächte gebucht werden. Am Reiseende befördert ein Tragflügelboot Radler von Bratislava zurück nach Wien. Eurofun Touristik, Mühlstraße 20, A-5162 Obertrum, Tel.: +43 6219 7444, eurobike.at

Reiseführer
Radatlas Rund um Wien, Verlag Esterbauer, ISBN 978-3-9008-6911-3, 12,90 Euro, esterbauer.com
Neusiedler See-Radweg, Verlag Esterbauer, ISBN 978-3-8500-0056-7, 12,90 Euro
Burgenland, Verlag Esterbauer, ISBN 978-3-8500-0428-2, 13,90 Euro
Baedeker Wien, Baedeker Verlag, ISBN 978-3-8297-1487-7, 22,90 Euro, baedeker.com
Wien – Zeit für das Beste, Bruckmann Verlag, ISBN 978-3-7654-6050-0, 14,99 Euro, bruckmann.de

Weitere Infos
WienTourismus, Albertinaplatz, 1010 Wien, Tel.: +43 12 45 55 , wien.info

Niederösterreich-Werbung, Niederösterreich-Ring 2, A-3100 St. Pölten, Tel.: +43 27 42 90 00 90 00, niederoesterreich.at
Burgenland Tourismus, Johann Permayer-Straße 13, A-7000 Eisenstadt, Tel.: +43 26 82 63 38 40, burgenland.info
Slowakische Zentrale für Tourismus, Dr. V. Clementisa 10, 82102 Bratislava, Tel.: +421 250 70 08 01, slovakia.travel

Radreise Oste-Tour: GPS-Track und Informationen zur Reise

„Die Oste – ein Fluss, der alles hat“: Als unscheinbares Bächlein plätschert die Oste, aus sieben Quellen gespeist am Rande der Heide dahin. Auf seiner Reise entlang des Flusses, erkannte Hans Kothe auch, wie vielfältig sie sein kann.

Anreise

Zug: Bahnhöfe in Tostedt, Hemmoor, Bremervörde, Cuxhaven mit guter Anbindung nach Hamburg und Bremen; Auto: Über A1 nach Tostedt; über A27 nach Cuxhaven und Bremen; über B73 nach Hamburg

Gefahrene Route

1. Tostedt – Bremerförde 85 km
2. Bremerförde – Hemmoor-Osten 43 km
3. Hemmoor-Osten – Cuxhaven 74 km
Gesamt: 202 km

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GPS

Download des Tracks hier

Sehenswertes

Tister Bauernmoor: Natur- und Vogelschutzgebiet im Hochmoor mit Moorbahn; Sittensen: Dionysiuskirche, Wassermühle mit Handwerkermuseum, Niedersachsenhaus; Heeslingen: Bördenheimathaus; Zeven: Gebäudeensemble Museum Kloster Zeven; Bremervörde: Bachmannmuseum; Gräpel: Handbetriebene Ostefähre; Brobergen: hölzener Roland; Hechthausen: Galgenstein; Hemmoor-Osten: Schwebefähre, Buddel- und Heimatmuseum; Oberndorf: Flusskirche St. Georg, Restaurantschiff „Ostekieker“, Fahrgastschiff „Mocambo“; Geversdorf: Werftkran, Heimatmuseum; Neuhaus: Kornspeicher, Ostesperrwerk, Natureum; Altenbruch: Leuchtturm „Dicke Berta“; Cuxhaven: Wrackmuseum, Steubenhöft mit Ausstellung „Abschied nach Amerika“, Ringelnatzmuseum, Schloss Ritzebüttel

Streckencharakter & Ausrüstung

Der Radweg ist überwiegend asphaltiert, gut befahrbar, fast immer eben mit ganz wenigen welligen Landabschnitten. Es gibt eine ca. einen Kilometer lange Schiebestrecke auf einer Sandpiste. Empfehlenswert ist ein Touren- oder Trekkingrad mit einfacher Schaltung. Die Radroute ist familientauglich und gut ausgeschildert.

Karten & Reiseführer

Radwanderkarte Deutsche Fährstraße, BVA-Verlag, ISBN: 978-3-87073-459-6, 9,95 Euro; Nordseeküsten-Radweg Teil 2, bikeline, Esterbauerverlag, ISBN: 978-3-85000-054-3, 12.90 Euro, elsterbauer.com

Weitere Infos

Unter: niederelbe.de/oste-radweg/fluss

Radreise Aveyron: GPS-Track und Informationen zur Reise

Aveyron
Der ideale Platz für eine kleine Pause.

Auf und ab ging es für Patrick Kunkel auf seiner Fahrt durchs Aveyron-Tal, das mal malerisch und verträumt dalag, dann wieder mit steilen Anstiegen aufwartete. Auf fast autofreien Nebenstraßen lernte er das französische Hinterland kennen: hier kann nicht nur die Landschaft genossen werden, sondern auch die regionalen Spezialitäten. 

An- & Abreise

Direkte Anreise per Bahn: Von Frankfurt ca. 11 h bis Figeac oder mit dem Auto nach Toulouse (ab Frankfurt 1.258 km, ca. 12 h 30), dann per Bahn nach Figeac (2 h 17); Abreise mit der Bahn: Toulouse-Frankfurt ab 10 h

Gefahrene Route

(Die Tour ist auch als Fortsetzung der Radreise „Massif Central“, RADtouren 06/2014, möglich)

1. Figeac – St-Jean-Mirabel – Bagnac-sur-Célé, Glandines – Maurs 542 hm, 28 km
2. Maurs – St. Constant – Le Vialenq – Port d’Agres – Decazeville  584 hm, 32 km
3. Decazeville – Forcefaves – Aubin – Galgan – Lanuéjouls – Brandonnet – Pargazan – Pont du Cayla – La Bastide l’Éveque – Villefranche de Rouergue 1016 hm, 62 km
4. Villefranche de Rouergue – La Miroulie – Les Pesquiès – Les Millets – Monteils – Najac 338 hm, 20 km
5. Najac – Le Grès Haut – St. Vincent – Varen – Féneyrols (ab hier: Véloroute de la Vallée et Gorges de L’Aveyron) – St-Antonin-Noble-Val – Penne – Bruniquel 655 hm, 55 km
6. Bruniquel – Montricoux – St. Laurent – Bioule – Nègrepelisse – St. Etienne de Tulmont – Montauban 107 hm, 37 km
7. Montauban – Montech (ab hier Véloroute: Le canal de Garonne à vélo) – Pompignan – Castelnau – Toulouse 167 hm, 60 km

Gesamt: 3409 hm, 294 km

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GPS

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Unterkunft, Camping & Essen

In den meisten Orten gibt es Campingplätze (ab ca. 5 Euro). „Wild campen“ ist nicht erlaubt, wer freundlich fragt, findet aber sicher ein Plätzchen. Infos: gites-de-france.com

Eine Nacht im Gästezimmer mit Frühstück (chambre d’hôtes) kostet ab etwa 40 Euro.

Anreisetag: Figeac: Camping Le Domaine du Surgié, domainedusurgie.com, Zelt ab 11 Euro; Etappe 1: Maurs: Camping Le Vert, 21 Avenue du Stade, campinglevert-maurs.fr; Etappe 2: Decazeville: Le Mineur Paysan, 765 route de Viviole, lemineurpaysan.free.fr, Bett p.P. ab 18 Euro; Etappe 3: Villefranche de Rouerge: La Tour Mord-Lion, Dame Babetz et Messire Paul Mignot, 1 Impasse du Trésor, latourmordlion.fr, DZ ab 100 Euro; Etappe 4: Najac: Campsite le Païsserou, Lieu-dit Le Paisserou, RD 39, camping-le-paisserou.com, Zelt ab 11 Euro; Etappe 5: Bruniquel: Chambres d’Hôtes Cornelia, Promenade du Ravelin-Rue D’Albi, cornelia-bruniquel.com, DZ ab 79 Euro; Etappe 6: Montauban: Hôtel du Commerce, 9 place Franklin Roosevelt, hotel-commerce-montauban.com; Etappe 7: Toulouse: Hôtel des Arts – 1, Bis rue Cantegril, hoteldesartstoulouse.fr, DZ ab 92 Euro

Sehenswertes

Figeac: historisches Erbe und lebendige Kultur; Maurs: Altstadt, Kirche St.-Sulpice; Decazeville: Musée régional de géologie; Villefranche de Rouergue: Altstadt rund um die Stiftskirche Notre-Dame; Najac: herrliche Lage über den Schluchten des Aveyron, die Festung aus dem 13. Jahrhundert, die Kirche Saint-Jean und den Platz mit den Arkaden; St-Antonin-Noble-Val: sehr belebtes Dorf mit schönen, alten Häusern und einem fröhlichen Bohème-Ambiente; Penne: Ort und Festung über der Aveyron-Schlucht; Bruniquel: Rosenstöcke und Flieder schmücken die Fassaden des mittelalterlichen Dorfes auf einem Steilhang über der Schlucht des Aveyron; Montauban: Ingres-Museum, Altstadt

Streckencharakter & Ausrüstung

Die ersten fünf Tagesetappen gleichen einer stetigen Berg- und Talfahrt mit vielen Höhenmetern, auch wenn die Berge selten mehr als 500 Meter erreichen. Die Strecke verläuft weitgehend ungestört auf verkehrsarmen Nebenstrecken. Aufgrund der Topographie empfiehlt sich eine bergtaugliche Übersetzung und ein möglichst leichtes Rad. Unsere Route ist bis auf einen kurzen Abschnitt vor der Pont du Cayla sowie Teilstrecken entlang des Canal de Deux Mers zwischen Montauban und Toulouse komplett asphaltiert und daher auch mit voll bepackten Reiserennrädern bestens befahrbar. Ein Teil der Strecke verläuft auf gut ausgeschilderten Radwegen „La Grande Traversée du Volcan à Vélo“, „Véloroute de la Vallée et Gorges de L’Aveyron“ sowie „Le canal de Garonne à vélo“.

Mit Regen und Sommergewittern muss man immer rechnen, daher dürfen entsprechende Radklamotten in der Ausrüstung nicht fehlen. Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober.

Essen und Trinken

Bekannte Käsespezialitäten wie der Roquefort stammen aus dem Aveyron, serviert wird außerdem Kaninchen und Kohlgemüse, Aligot (Stampfkartoffeln), Fleisch vom Aubrac-Rind und Tarte aux Noix. Berühmt ist der Südwesten auch für seine Gänse- und Entenstopfleber. Die Preise sind mittel bis gehoben.

Reiseführer & Karten

Straßenkarten: Michelin Local 330, 337, 338, 343, 1:150.000, 7,99 Euro
Reiseführer: „Midi-Pyrénées“, Michael Müller Verlag, 432 Seiten, 2015, 19,90 Euro, ISBN 978-3-95654-041-7 – sehr detailreicher, ausführlich recherchierter und gut geschriebener Reiseführer. Ein Muss für die Packtasche.

Weitere Infos

Atout France: de.rendezvousenfrance.com
tourismus-midi-pyrenees.de

Radreise Elsass: GPS-Track und Informationen zur Reise

Grüne Weinberge, Wiesen und Wälder – das Elsass bietet sich für einen abwechslungsreichen Familienurlaub geradezu an. Die Weinstraße mit ihren gemütlichen Fachwerkstädtchen verleiht dem Landstrich ein Flair, dem kaum ein Radler widerstehen kann. Einen bleibenden Eindruck hinterlassen zudem die Zentren Mulhouse, Colmar und Strasbourg, die alle Voraussetzungen für eine perfekte Schlemmerreise erfüllen.

Anreise

Bahn: Mulhouse, Straßburg sowie zahlreiche Städte entlang der Fahrradroute verfügen über einen eigenen Bahnhof.
Auto: Von Hamburg nach Mulhouse ca. 800 km, von Berlin ca. 850 km, von Köln ca. 480 km, von München ca. 430 km. Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist und am Ende der Reise von Straßburg nach Mulhouse mit der Bahn zurückfährt, benötigt mindestens ca. 1 Stunde.

Gefahrene Route

1. Tag: Mulhouse – Zillisheim – Hagenbach – Sentheim – Thann ca. 48 km
2. Tag: Thann – Cernay – Hartmannswiller – Rouffach – Colmar ca. 57 km
3. Tag: Colmar – Ingersheim – Châtenois – Dambach-la-Ville – Obernai ca. 67 km
4. Tag: Obernai – Molsheim – Wasselonne – Marmoutier – Saverne ca. 44 km
5. Tag: Saverne – Bouxwiller – Pfaffenhoffen – Merckwiller-Pechelbronn ca. 62 km
6. Tag: Merckwiller-Pechelbronn – Wissembourg – Lauterbourg – Seltz ca. 60 km
7. Tag: Seltz – Drusenheim – Gambsheim –Wantzenau – Straßburg ca. 62 km

Gesamt: ca. 400 km

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GPS

Download des Tracks hier

Sehenswertes

Mulhouse: Stephanskirche, Automobilmuseum, Eisenbahnmuseum, Altes Rathaus, Elektrizitätsmuseum, Stoffdruckmuseum, Zoologischer und Botanischer Garten; Thann: Stiftskirche, Stadtmauer; Cernay: Katholische Kirche St. Stefan, Rathaus; Wuenheim: Keller Vieil Armand; Soultz-Haut-Rhin: Kirche St-Maurice, Rathaus, Burg Bucheneck; Guebwiller: Romanische Kirche Saint-Léger, Klassizistische Kirche Notre-Dame, Rathaus, Musée Théodore Deck; Rouffach: Kirche Notre-Dame de l’Assomption, Hexenturm; Eguisheim: Altstadt, Burg, Kirche St. Peter-und-Paul; Colmar: Fachwerkbauten, Musée d’Unterlinden, Stiftskirche, Dominikanerkirche, Franziskanerkirche, Kopfhaus, Frédéric-Auguste Bartholdi Museum, Museum für Natur- und Völkerkunde, Spielzeugmuseum, Museum der städtischen Fabriken; Turckheim: Rathaus, Kirche St. Anna, Untertor; Bergheim: Stadtmauer mit Türmen, Kirche Mariä Himmelfahrt, Rathaus; Kintzheim: Burg Kintzheim; Dambach-la-Ville: Burgruine Bernstein, Rathaus, Sebastianskapelle; Obernai: Historisches Zentrum, Kappelturm, Kirche St. Peter und Paul, Place de l’Étoile, Odilienberg; Molsheim: Sankt-Georg- und Dreifaltigkeitskirche, Metzig, Château d’Oberkirch, Kartause, Rathaus, Schmiedeturm, Kapelle Notre Dame; Marmoutier: Kloster Kirche; Saverne: Rohan-Schloss, Fachwerkhaus Katz, Altes Schloss, Synagoge, Naturpark Nordvogesen; Cleebourg: Verkaufskeller des Weinbaugebietes Cleebourg; Wissembourg: Salzhaus, Rathaus, Kirche St. Peter und Paul; Straßburg: Münster, Altstadt, Stadtbefestigung, Palais Rohan mit Kunstmuseen, Friedenssynagoge, Palais du Rhin, Haus Kammerzell, Straßburger Nationalbibliothek, Musée Alsacien, Musée d’Art Moderne et Contemporain de Straßburg, Grafikkabinett, Musée Tomi Ungerer, Historische Museum, Zoologisches Museum

Streckencharakter

Das gut ausgeschilderte Radwegenetz des Elsass bietet nahezu 2.000 Tourenkilometer, die sich auf gute Radwege und nur spärlich befahrene Flur- und Wirtschaftswege verteilen. Im unmittelbaren Hinterland des Rheins ist das Terrain noch topfeben und eignet sich sehr gut für eine Familientour mit Kindern. Einen höheren Anspruch an die Fitness stellt der neue, gut beschilderte „Radweg der elsässischen Weinstraße“.

Reiseführer & Karten

Baedeker Reiseführer Elsass, Vogesen, Baedeker Verlag, ISBN: 978-3-8297-1365-8, 22,99 Euro, baedeker.com
DuMont Reise-Taschenbuch Reiseführer, Elsass, Dumont Reiseverlag, ISBN 978-3-7701-7222-1, 16,99 Euro, shop.dumontreise.de
Bikeline Radregion Elsass, Verlag Esterbauer, ISBN 978-3-8500-0432-9, 13,90 Euro, esterbauer.com
Karten: Elsass Nord, Mitte, Süd; Maßstab 1:75.000, Verlag Esterbauer, ISBN 978-3-8500-0336-0, ISBN 978-3-8500-0475-6, ISBN 978-3-8500-0334-6, je 6,90 Euro

Weitere Infos

Comité Régional du Tourisme d’Alsace, 20 A rue Berthe Molly, Colmar, Tel. +33 (389) 24 73 50, tourisme-alsace.com
Atout France – Französische Zentrale für Tourismus, Postfach 100128, Frankfurt am Main, rendezvousenfrance.com

Die Rahmenhöhe beim Fahrrad richtig berechnen

Proportionen menschlicher Körper sind höchst unterschiedlich. Während der eine Mensch eher klein ist, ist der andere hoch gewachsen; der eine verfügt über kurze Arme, der andere eher über lange Arme; einer hat einen eher länglichen Oberkörper, während der andere eher untersetzt ist. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie beim Kauf eines Fahrrades auf die für Sie passende Rahmengröße achten.
Die richtige Rahmengröße ist die Grundlage dafür, die Sitzposition beim Fahrradfahren passend einstellen zu können, ohne Haltungsschäden befürchten zu müssen oder Schmerzen beim Fahren zu bekommen. 

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Die richtige Rahmenhöhe und die richtige Sitzposition: dann macht das Radfahren erst richtig Spaß. Foto: Pixabay.

Rahmengröße richtig berechnen: Schritt 1 – die persönliche Schrittlänge ermitteln
Anhand der Schrittlänge lässt sich die exakte individuelle Rahmenhöhe selber berechnen. Im Folgenden wird schrittweise erklärt, wie dies am besten umgesetzt werden kann.
Zunächst sollten Sie passendes Werkzeug für die Bemessung der Schrittlänge zur Hand haben. Eine Wasserwaage und ein Zollstock sind ideal dafür geeignet. Sollten Sie keine Wasserwaage zur Hand haben, können Sie stattdessen auch ein Buch verwenden.
Ziehen Sie als nächstes Ihre Schuhe und Hose aus, da ansonsten das Messergebnis verfälscht werden kann. Ziehen Sie nun die Wasserwaage – oder das Buch – im Schritt waagrecht nach oben. Hierzu stellen Sie sich der Einfachheit halber an eine gerade Wand. Auf diese Weise können Sie die Messung der Schrittlänge parallel zum Boden ausführen. Nun lesen Sie die genaue Länge Ihres Schrittes ab. Achten Sie darauf, dass Sie die Wasserwaage wirklich ganz oben im Schritt angelegt haben. Als Ergebnis haben Sie nun die Schrittlänge in Zentimetern. Eine exakte Messung ist wichtig, da Sie nur auf diese Weise die wirklich passgenaue Rahmenhöhe ermitteln können.
Rahmengröße richtig berechnen: Schritt 2 – Berechnen der richtigen Größe des Fahrrades
Als nächstes ist es wichtig, für welchen Fahrradtyp Sie die Rahmengröße berechnen möchten. Bei der Angabe der Rahmengröße ist es üblich, lediglich die Höhe anzugeben. Dies geschieht bei Mountainbikes in der Regel in der Einheit Zoll (ein Zoll entspricht 2,54 Zentimetern), bei anderen Fahrradtypen in der Einheit Zentimeter. Bei Fitnessbikes und Rennrädern multiplizieren Sie Ihre Schrittlänge mit dem Faktor 0,67 und erhalten somit die erforderliche Rahmenhöhe. In der Regel ist dann auch die Rahmenlänge passend.
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Wie die Rahmenhöhe berechnet wird, hängt auch davon ab, um welchen Fahrradtyp es sich handelt. Foto: Pixabay.

Bei Rädern für Reise, Touring und Alltag müssen Sie unter Umständen weitere Gegebenheiten berücksichtigen. Aus diesem Grund kann es bei diesen Fahrradtypen bei einer bloßen rechnerischen Ermittlung zu falschen Rahmenhöhen kommen. In diesem Fall sollten Sie den Weg ins Fachgeschäft suchen und sich dort entsprechend beraten lassen. Spätestens bei einer Probefahrt können Sie leicht feststellen, ob die jeweilige Rahmenhöhe für Sie geeignet ist.
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Bei Zweifeln: Auf einer Probefahrt merkt man am Besten, ob das Rad passt. Foto: Pixabay.

Mehr Informationen: http://www.bruegelmann.de/rahmenberechnung.html

Ausprobiert: SKS Longboard

Schutzbleche wie früher: SKS Longboard. Foto: Dorina Volkhausen.
Schutzbleche wie früher: SKS Longboard. Foto: Dorina Volkhausen.

Nasse Füße sind bei Kälte maximal unerwünscht. Schade, dass die meisten ab Werk montierten Schutzbleche nicht in der Lage sind, die Füße vor Spritzwasser vom Vorderrad zu schützen. Bastler helfen sich mit zurechtgeschnittenen Plastikflaschen als Spritzschutz. Zumindest für 28-Zoll-Radbesitzer gibt es mit dem Longboard seit einiger Zeit ein langes Schutzblech von SKS, das wie früher fast das ganze Rad abdeckt. Im Test ließ sich der vordere Radschützer so montieren, dass unten nur noch ein 4 cm hoher Abstand blieb. Das Spritzwasser erreicht so nicht einmal die Fußsohlen. Bei einem 42 mm-Semi-Slick-Reifen reicht der Abstand zwischen Radschützer und Reifen noch, damit kleine Steine keine schrecklichen Geräusche verursachen. Die Montage ist mit Ikea-Schrauberwissen in einer guten Stunde zu schaffen, die Qualität SKS-typisch hoch.

Vorteile: hervorragender Spritzschutz

Nachteile: nur für 28-Zoll

SKS Longboard, ca. 31 Euro: extra langes Schutzblechset mit Spritzschutz: Größen: 28 Zoll für Reifen bis 42 mm Breite, ca. 690 Gramm/Set, Schwarz, Silber oder Beige. sks-germany.com

Ausprobiert: KED Certus K-Star

Nacht-Kopfschutz: mit dem KED Certus K-Star. Foto: Dorina Volkhausen.
Nacht-Kopfschutz: mit dem KED Certus K-Star. Foto: Dorina Volkhausen.

Der Certus-Helm von KED hat im letzten RADtouren-Test eine Allround-Empfehlung erhalten. Jetzt gibt es ihn mit einer rundum reflektierenden Außenschale, als KED Certus K-Star. Tatsächlich strahlt der Helm im Scheinwerferlicht in alle Richtungen, was ihn zu einem doppelten Sicherheitsplus macht. Im Hellen sieht er dennoch neutral aus. Nach wie vor für den Preis top sind das fein anpassbare Verstellsystem, der gute Kantenschutz unten für Robustheit im Alltag und das stabile Visier mit Sichtfenstern.

Vorteile: hervorragende Sichtbarkeit, feine Anpassung, robuste Konstruktion, günstig

Nachteile: etwas schwerer

KED Certus K-Star, 64,95 Euro: Helm mit Reflex-Schale, Größen: 52 – 59, 57 – 61, Gewicht: 300 Gramm, Gurtsystem vielfach höhen- und weitenverstellbar, arretierbar. ked-helmsysteme.de

Ausprobiert: Smartphone-Halter Finn

Genial fürs Smartphone: Finn. Foto: Dorina Volkhausen.
Clever fürs Smartphone: Finn. Foto: Dorina Volkhausen.

„Finn“ lautet der einfache Name für einen simplen Smartphone-Halter. Er besteht aus Silikon, ist flach und wiegt nur wenige Gramm. Im Test ließen sich mit Finn viele Smartphones – vom kleinen Motorola Defy bis zum großen Samsung Galaxy S3 – sehr sicher am Lenker befestigen. Auch im Gelände und bei derben Schlaglöchern war der Halt perfekt. Die Silikonklauen konnten immer so um die Bedienelemente des Smartphones gelegt werden, dass diese funktionsfähig blieben – nicht selbstverständlich für einen Halter. Mitgeliefert wird ein Gutschein für die App Bike City Guide, die unter anderem bei Fahrrad-Kurieren bewährte Routen durch verschiedene Städte vorstellt und Insider-Tipps gibt. Fazit: Genial einfach, einfach genial!

Vorteile: simpel, einfache Handhabung, universell, sicher

Nachteile: keine

Finn, 12 Euro: universeller Smartphone-Halter. Material: Silikon; passend für alle Lenkerformen und Durchmesser; inkl. Bike City Guide App (Android, iPhone) für ein Stadtgebiet. getfinn.com

Ausprobiert: Rotor Rex 1.1. mit ovalen Q-Rings

Rotor hat das Prinzip der ovalen Kettenblätter für effizienteren Krafteinsatz neu erdacht. Wir haben es in Kombination mit einem Einfach-Antrieb der neuen Leichtbau-Kurbel Rex 1.1. mit speziellem Zahnprofil ausprobiert.

rotor rex 1.1 Kurbel oval
Rotor Rex 1.1-Kurbel mit ovalen Q-Rings: Die Ovalität soll den effektivsten Teil des Tretzyklus gezielt nutzen. Da sich die effektive Phase von Radfahrer zu Radfahrer unterscheidet, können über die zusätzlichen Löcher verschiedene Positionen vorgewählt werden. Bild: Gathmann

Erinnern Sie sich noch an Biopace? Rotor hat das Prinzip der ovalen Kettenblätter weiterentwickelt und zusammen mit leichten, aufwändig verarbeiteten Kurbeln zu einem ganzen Antriebssystem evolutioniert. Ein Vorteil ist, dass die Kurbeln sich für jeden Tretlagerstandard eignen. In allen Versionen sparen sie zudem Gewicht gegenüber Serienkurbeln, grob 100 Gramm sind es bei dem 3-fach-Einstiegsmodell Rotor Rex 3.3 zur Shimano XT-MTB-Kurbel. Kernstück sind jedoch die ovalen Kettenblätter. Ihre Ovalität soll bewirken, dass effizientesten Phasen im Tretzyklus auch am besten genutzt werden, was (nicht einsehbare) Studien von Rotor and der Universität von Valladolid ergeben haben. Nachdem das angeblich effektive „Ziehen“ am Pedal schon 1998 durch Hillebrecht und Andere als Mythos entlarvt wurde und die effektiven Phasen recht genau bekannt sind, scheint der Ansatz vielversprechend.
Wir haben die ovalen Rotor Q-Rings an einem 1×10-Antrieb mit der ultraleichten Rotor Rex 1.1-Kurbel (576 g) und 36er-Kettenblatt getestet. Also mit nur einem Kettenblatt vorne, da es uns um den Praxiseffekt der Ovalität ging. Der kann sich erst nach vielen Kilometern einstellen, denn das Zusammenspiel der Muskeln muss sich an die neuen Anforderungen anpassen. Anfangs fühlte sich der Tritt unrunder an als gewohnt. Auffallend war dabei für unseren Tester mit Knieproblemen (Patellaspitzensyndrom), dass der wahrgenommene Schmerz schon bei den ersten wenigen Ausfahrten geringer war als bei Standard-Kettenblättern. Außerdem fühlte sich das langsamen Treten mit viel Kraft an sehr steilen Anstiegen weniger belastend an. Die Ovalität scheint sich anfangs speziell bei einem langsamen kräftigen Tritt auszuwirken. Nach circa zwei Wochen, in denen nur mit dem Rotor Q-Ring gefahren wurde, war das Gefühl des unrunden Tritts verschwunden. Der positive Effekt auf das Knie blieb, die Knieschmerzen verschwanden zwar nicht, fühlten sich aber nach anstrengenden Fahrten weniger intensiv an als gewohnt. Ungewohnt erschien nach dem Umstieg auf das Stadtrad jetzt der Tretzyklus mit dem runden Kettenblatt. Wer sich entscheidet umzurüsten, sollte also berücksichtigen, dass eventuell alle Räder im Besitz umgestellt werden müssen, um sich nicht ständig neu einzugewöhnen.
Nebenerkenntnis des Tests: Mit einer Entfaltung von 2,2 bis 7,1 Metern pro Pedalumdrehung reicht der Einfach-Antrieb für die meisten Alltagssituationen ohne viel Gepäck völlig aus. Derzeit läuft eine Testaktion, in deren Rahmen jeder die Wirkung der ovalen Kettenblätter für 30 Tage kostenlos ausprobieren kann. Sie werden bei Rotor-Händlern angepasst, die man auf der Unternehmens-Webseite finden kann.
Rotor Rex 1.1 mit QX1 mit Q-Ring, ca. 440 Euro: Kurbel mit ovalem Kettenblatt für 1-fach-Antrieb. Material: Alu, geschmiedet, hohlgebohrt, eloxiert; ca. 660 g; Test: 36 Zähne (optional: 28, 32, 20, 34); 12,5 % Ovalität; Besonderheiten: kompatibel zu allen Tretlagerstandards. rotorbike.com

Neue GeoRadroute im Sauerland

Im sonst bergigen Sauerland gibt es jetzt eine neue 210 Kilometer lange Strecke, die durch flache Flusstäler und über ebene Bahntrassen zwei Regionen und zwei Bundesländer verbindet: Die GeoRadroute Ruhr-Eder. 
Sie verläuft zwischen dem Ruhrtal und dem Edertal. Radler, die ihre Tour auf der GeoRadroute in Winterberg beginnen, fahren bis Olsberg auf einem Teilstück des RuhrtalRadwegs – mit dem die neue Route hier parallel verläuft. Weiter geht es dann über Brilon nach Willingen, um über Medebach, Lichtenfels und Korbach an den Edersee zu gelangen. Zwischen Korbach und Waldeck folgt der Weg der ehemaligen Bahntrasse des Ederseebahn-Radwegs bis Waldeck. Entlang des Edersees fahren die Radler dann über Edertal und Vöhl auf dem Eder-Radweg nach Frankenberg (Eder). Bei Allendorf (Eder) verlässt die Route das Edertal und folgt der ehemaligen Bahntrasse leicht ansteigend über Bromskirchen und Hallenberg zurück zum höchsten Punkt nach Winterberg. Somit verknüpft die Route nicht nur das Sauerland mit dem Waldecker Land, sondern auch Nordrhein-Westfalen mit Hessen.

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Unter anderem führt die neue GeoRadroute Ruhr–Eder auch zur Ruhrquelle. Foto: Sauerland-Radwelt e. V. – Radwerkstatt Sauerland – Siegerland-Wittgenstein / Foto: Dennis Stratmann.

Die GeoRadroute verbindet aber nicht nur zwei Regionen und Bundesländer sondern führt auch durch 400 Millionen Jahre Erdgeschichte. Unter dem Motto „GrenzWelten – WeltenGrenzen“ macht der Geopark seinen Besuchern anschaulich, wie Geologie und Landschaft zusammenhängen und wie Mensch und Natur zusammenspielen. Rechts und links der Route warten zahlreiche Zeugnisse, die einen Einblick in die Entwicklung der Natur- und Kulturlandschaft in den beiden Regionen geben. Gut und gerne 400 Millionen Jahre Erdgeschichte werden auf der GeoRadroute lebendig. Sehenswert ist zum Beispiel die Korbacher Spalte, eine weltberühmte Fossilienfundstelle, in der das Fossil des Procynosuchus entdeckt wurde. Dieses säugetierähnliche Reptil findet man denn auch im Logo der Route wieder. Es wird auch „Korbacher Dackel“ genannt, denn das urtümliche Wesen erinnert an einen Hund. Außerdem wartet die UNESCO-Weltnaturerbestätte Nationalpark Kellerwald-Edersee auf radelnde Entdecker. Ein weiterer landschaftlicher Höhepunkt ist auch der 27 Kilometer lange Edersee, eine der größten Talsperren Deutschlands.
Durchgängig ausgeschildert ist die GeoRadroute Ruhr-Eder in NRW mit rot-weißen und in Hessen mit grün-weißen Radverkehrsschildern. Mehr Informationen: georadroute.de
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