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Leserreportage: Wie Gott in Frankreich


„Da gibt‘s doch nur grasende Kühen und mützetragende ältere Herren” – wenn ich heute an meine ersten Worte denke, als meine Frau Ingrid eine Radreise durch das französische Baskenland vorschlug, halte ich mir vor Lachen den Bauch.
Text & Fotos: Gerhard Flumm

Als wir Biarritz, Ausgangsort unserer Sternenfahrt, erreichten, wehte uns zur Begrüßung gleich eine erfrischende Brise um die Nase und der Geruch nach salziger Meerluft ließ uns mit einem Schlag im Urlaub ankommen. Unsere geführte Radreise konnte beginnen.

Am nächsten Tag begrüßten uns dann Christine und Philippe von „France à vélo“ zum Aperitif und ersten Abendessen. Fruchtiger Rosé wurde perfekt temperiert serviert und das himmlische viergängige Menü versetzte uns in andere Geschmackssphären. Wenn ich heute an dieses Festmahl denke, läuft mir noch immer das Wasser im Mund zusammen.


Von Lesern für Leser

Erzählen Sie uns in rund 750 Worten von Ihrer Radtour. Wo waren Sie unterwegs? Was haben Sie erlebt? Schicken Sie uns zudem bitte zirka zehn Fotos per E-Mail, die wir im RADtouren-Magazin und auf radtouren-magazin.com veröffentlichen dürfen. Darunter sollte natürlich auch mindestens eines von Ihnen sein! E-Mail: leserreporter@radtouren-magazin.com Unter allen Einsendungen verlosen wir ein kleines Dankeschön. 


Am nächsten Morgen war es dann endlich soweit. Mit unseren Mitreisenden schwangen wir uns nach dem Frühstück auf unsere Drahtesel und folgten Christine durch wunderschöne Landschaften, die uns am ersten Tag entlang der Velodyssee, dem neu angelegten EuroVelo 1, begleiteten. Ausgesprochen schön war, dass es sich beim Radweg nicht um eine schnurgerade Strecke handelte, sondern man sich durch den geschlängelten Weg auch hin und wieder schön in die Kurven legen konnte.

Das Meer bot uns ein atemberaubendes Naturschauspiel. Der aufbrausende Atlantik zeigte sich durch seinen Wellengang von seiner schönsten Seite. Überrascht von den aufsteigenden Klippen, konnte ich meinen Blick kaum mehr vom Meer wenden und musste mich konzentrieren, um nicht im feuchten Nass zu landen. Die kleinen, mit Sand bedeckten Buchten, an denen der Radweg entlangführte, luden zu einem Sprung ins Wasser ein. Beeindruckt haben uns auch die ehemaligen Adelspaläste und Art-Deco-Häuser, die sich immer wieder vor uns auftürmten und den Glanz alter Zeiten versprühten.

Mittags wurden wir mit einem herrlichen Picknick mit lokalen Spezialitäten und köstlichem Wein verwöhnt – ein französischer Gaumenschmaus. Auf einem sehr gut ausgebauten Radweg erreichten wir nun die Hauptstadt des französischen Baskenlandes, Bayonne. Nach Stadtführung und gemütlichem Straßenbummel ging’s abends dann zurück ins Hotel, und nach einem langen intensiven Radtag konnte ich es kaum erwarten, gleich in den Pool zu springen.

Sonnenbaden am Strand von Biarritz

Auf einer Reise durch diese spannende Region durfte eine Stadtführung durch die Königin der baskischen Städte, Biarritz, natürlich nicht fehlen. Geschichte, Anekdoten und typische Lebensweisen wurden uns hier auf lebendige Art und Weise vermittelt. Ein ausgesprochen schöner Stadtkern mit pittoresken Gassen und edlen Palästen lässt den durch Walfang erworbenen Reichtum früherer Zeiten erkennen.

Gerhard Flumm in den Pyrenäen bei Espelette

Ebenfalls auf dem Programm stand ein Abstecher in die berühmt-berüchtigten Pyrenäen. „Pyrenäen?! Das ist doch nur was für Radprofis auf der Tour de France”, dachte ich. Schnell wurden wir beruhigt, dass es sich hierbei nur um deren Ausläufe handelt. Ein Kinderspiel also sozusagen. In die Pedale treten mussten wir dann doch etwas, wurden aber mit einem herrlichen Naturschauspiel und spektakulären Bergpanoramen belohnt.

Nach fünf Nächten in unserem Hotel in Biarritz ging es mit dem Transfer nach Pau. Eine dynamische, junge Stadt, die sich vor allem durch ihre beeindruckende Burg und malerische Gassen auszeichnet. Auf einem Plateau gelegen, bietet sie einen herrlichen Blick auf die Pyrenäenkette, welche vor allem bei Sonnenuntergang für romantische Stimmung sorgte.

Nicht nur mit Picknicks und Dinners wurden wir verwöhnt, sondern auch mit zahlreichen Verkostungen. So gab es Wein-,­ Käse- und Schokoladenproben, an denen sich Augen und Gaumen erfreuen konnten. Als es durch das Juraçon-Gebiet ging, sahen wir auch die Weinberge, auf denen die Trauben wachsen, die wir seit fast einer Woche in flüssiger Form zu uns nahmen.

30Mit der Zahnradbahn aufs Rhunemassiv

Auch eine Fahrt mit der berühmten Rhune-Bahn durfte natürlich nicht fehlen, eine kleine Zahnradbahn hinauf in das Rhunemassiv. Oben bot sich uns ein spektakulärer 360-Grad-Blick auf das Meer und die Pyrenäen, auf romantische Täler und herumspringende Wildpferde auf saftig grünen Weiden. Ich traute ich meinen Augen kaum.

Auch die baskische Architektur fand ich äußerst interessant. Weiß getünchte Häuser mit feuerroten Türrahmen und Fensterläden versprühten einen ganz eigenen Charme – ganz besonders in Espelette. Vor lauter Staunen vergaß ich fast unsere Verkostung, in der uns mehrere Sorten Paprikapulver in den verschiedensten Formen dargereicht wurden. Auch in Saint Jean de Luz schlug mein frankophiles Herz höher. Der einheitliche Stadtkern, der wunderschöne Strand und die außergewöhnlichen Kirchen waren kaum zu toppen.

Die Reise stellte sich für uns als absoluter Glücksfall heraus. Die Natur war atemberaubend, die Menschen herzlich, offen und sehr aufgeschlossen und das Essen einfach nur köstlich. Milde Temperaturen versüßten uns den Aufenthalt, und der tolle Service in den Hotels und durch die Reiseleitung sowie die gut ausgebauten Strecken machten den Urlaub zu einem herrlichen und eindrucksvollen Erlebnis.

Die „Route Pas de Roland“ führt durch ein enges Tal

RADtouren GENUSS-Spezial: Genießen Sie’s!

 

RADtouren GENUSS-Spezial 2020

Kaum etwas passt so gut zusammen, wie Radfahren und Genießen. Was gibt es Schöneres, als nach einem Tag im Sattel ein kühles Bier  oder ein gutes Glas Wein zu schlürfen? Und was schmeckt, am Ziel angekommen, besser, als eine Brotzeit oder ein Sterne-Menü?

Daher haben wir dem Thema Genuss dieses Jahr erstmals ein eigenes RADtouren-Spezial gewidmet. In diesem Heft dreht sich alles um das genussvolle Radreisen – von der Routenauswahl über die Kochkunst am Wegesrand bis zum Komfort, den Ihre Ausrüstung Ihnen bieten kann.

Beim Radfahren mit sportlichem Anspruch heißt es gerne „höher, schneller, weiter“. Nicht so beim Radreisen. Statt höher, schneller, weiter gilt hier langsamer, intensiver, leckerer! Was am Ende wirklich zählt, sind weder die Gesamtkilometer auf dem Tacho, noch die gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit. Worauf es vielmehr ankommt, sind die Erlebnisse, die schönen Momente, die genussvollen Minuten.

Mühsam Berge hochschnauben und die Kohlen­hydrat-Speicher unterwegs mit einem staubigen Müsliriegel aus der Trikottasche auffüllen, das überlassen wir gerne anderen. In dieser Ausgabe nehmen wir Sie stattdessen mit in landschaftliche und kulinarische Traumregionen und servieren lokale Spezialitäten.

Lassen Sie sich die Lektüre schmecken!

Das RADtouren GENUSS-Spezial ist ab 26. März am Kiosk sowie in unserem Onlineshop erhältlich.

Kaufberatung Packtaschen

Keine Tour ohne TaschenDen passenden Stauraum ans Fahrrad zu bekommen, ist heute einfacherer denn je. Wir haben eine Übersicht der vielfältigen Behältnisse aufgestellt und geben praktische Tipps zum Packen und Organisieren.

 
Text: Ingo Effing
Foto: Ortlieb/Georg Bleicher

 

Egal ob auf Asphalt, auf Waldwegen oder auf schmalen Pfaden durch entlegene Bergwelten – dem Abenteuer auf zwei Rädern sind heute kaum noch Grenzen gesetzt. Spätestens seit dem Bikepacking-Boom ist das Radwandern endgültig von alten Zwängen befreit. Dank einer stetig wachsenden Vielfalt an Fahrradtaschen kann inzwischen jedes Rad tourentauglich ausstaffiert werden. Neue Spezialtaschen und bewährte Klassiker lassen sich dabei beliebig kombinieren und dem individuellen Tour-Bedürfnis anpassen. Kaum ein Zentimeter zwischen Lenker und Ausfallende, der sich nicht in Stauraum verwandeln lässt.

Radtouren auf unbefestigten Wegen gibt es zwar nicht erst seit der Gravelbike-Welle, die vor einigen Jahren von Amerika aus auch hier übers Land gerollt ist, aber sie hat auch in Europa den Trend zum Radwandern in der Natur befördert. In der Folge wuchs auch die Zahl an speziellen Fahrradtaschen; neue Hersteller und Sets schießen wie Pilze aus dem Boden. Wir werfen einen Blick auf das bunte Spektrum.

  1.  Hinterrad­tasche: Die Klassiker gibt es in zahlreichen Variationen. Einzeln, im Set oder zusammenhängend als Doppeltasche für Systemträger, es gibt Spezialtaschen beispielsweise für E-Bikes mit Akkuhalter oder als XXL-Kombination. Tipp: Am Heck ist Platz für schwere Teile wie Werkzeug oder Flüssigkeiten, die tagsüber nicht benötigt werden. Je schwerer, desto tiefer in die Tasche. Ein tiefer Schwerpunkt stabilisiert das Fahrrad, es rollt ausgeglichener und kippt weniger schnell zu Seite. Beide Taschen sollten gleichmäßig belastet werden, damit keine Schlagseite entsteht.
  2.  Träger: Auf dem Gepäckträger kann Sperrgepäck wie Zelt oder Isomatte mitfahren, auch wasserdichte Taschen oder große Packsäcke bieten sich an. Eine Alternative mit weniger Volumen sind die steiferen Trunkbags. Sie lassen sich am Trägergestänge anbringen, sind oft mehrfach unterteilt und mit ausklappbaren Seitentaschen oder Flaschenhalter ausgestattet.
  3. Lenkertasche: Für den Lenker gibt es diverse Spezialtaschen, etwa für die Fotoausrüstung oder den Transport kleiner Hunde. Die Klassiker sind meist mit mehreren Fächern, Netzen und Ösen versehen. Transparente ­Deckelfächer machen die Navigation mit Landkarte, GPS-Gerät oder Smart­phone möglich. Am Lenker kann Kleinkram wie Schlüssel, Geldbörse, Kamera oder Sonnenbrille
    griffbereit verstaut werden. Tipp: Hier lagern oft wichtige oder wertvolle Teile. Einige Taschen lassen sich zum Schutz vor Gelegenheitsdieben während des Zwischenstopps abschließen.
  4. Vorderradtasche: Taschen am Lowrider sind beim Radreisen zwecks einer besseren Gewichtsverteilung grundsätzlich eine gute Idee. Last auch auf die Gabel zu verteilen, verbessert die Straßenlage, das Rad läuft ruhiger und der Vorderreifen findet mehr Halt. Zu viel Ballast kann die Lenkung beeinträchtigen. Tipp: Rollverschlüsse sollten mindestens dreimal eingerollt werden, damit Staub- und Spritzwasserschutz gewährleistet sind.
  5. Satteltasche: Gibt es als Halfter mit Packsack oder als geschlossene Tasche, das Volumen variiert zwischen drei bis 17 Litern. Da der Schwerpunkt der Seat-Packs hoch liegt, sollten nur leichte Teile verstaut werden, die sich gut komprimieren lassen. Je länger und schwerer der Aufbau, desto eher neigt er zum störenden „Schwanzwedeln“. Gute Taschen besitzen weitere Schlaufen oder ein Netz aus Gummibändern, um beispielsweise die Regenjacke nach einem Schauer zu trocknen. Tipp: Wackelige Aufbauten können mit einem extra Bügel beruhigt werden, der an die Sattelstütze geschraubt wird.
  6. Oberrohrtasche: Die schmalen Accessory-­Packs sind leicht zugänglich und eignen sich für Energieriegel, Schlüssel und Bord-Elektronik. Tipp: Gut im Blick und geschützt im Winkel auf dem Oberrohr, eignen sich Modelle mit transparentem Deckelfach besonders zur Navigation mit Smartphone und Powerbank.

  7. Bikepacking Lenkertasche: Die meisten Modelle docken mit Schlaufen am Lenker an. Wie bei den Satteltaschen gibt es geschlossene Varianten und flexibel einsetzbare Halftermodelle, die einen wasserdichten Packsack aufnehmen. Bei Rädern mit Rennlenker begrenzen die nach unten laufenden Bügel den Platz (unbedingt vor dem Kauf ausmessen). Die Lenkertasche bietet bis zu 20 Liter Raum für leichte Ausrüstung wie Schlafsack, Isomatte oder Jacke. Tipp: Viele Halftermodelle lassen sich erweitern. Kleine Taschen oder Säcke können aufgesetzt und mit Gurten festgezurrt werden.

  8. Rahmentasche: Bei der Tasche im Rahmendreieck ist besonders auf die Passung und mögliche Konflikte mit der Zugführung zu achten. Die praktischen Frame Bags können auch beim klassischen Reisen mit Packtaschen nützlich sein. Zu unterscheiden sind Modelle, die den Rahmen vollständig ausfüllen und kleinere Ausführungen, die noch Platz für eine Trinkflasche oder ein Federbein lassen. Tipp: Im Zweifel lieber die kleine Variante kaufen, die Klettverschlüsse sind meist lang genug. Ist die Tasche zu groß, besteht die Gefahr, dass sie ausbeult und beim Pedalieren an die Knie stößt.

  9. Cargo Cages: Die vielseitig einsetzbaren Käfige finden am Flaschenhalter unter dem Rad oder an der Gabel Platz, falls dort Ösen vorhanden sind. Drei bis vier Kilo können die Cages halten, die tiefe Lage empfiehlt sich für schwere Getränkeflaschen oder für ein Minizelt, die Gabel eher für kleine Schlafsäcke oder auch Isomatten. Tipp: Passt es nicht auf Anhieb, kann ein Flaschenhalter-Positionsadapter die Aufnahme um bis zu vier Zentimeter verschieben.

Main-Radweg

Der Main hat es nicht eilig. Und Sie sollten es auch nicht haben, wenn Sie auf dem Main-Radweg unterwegs sind. Genießen Sie stattdessen lieber das gastronomische Angebot bei fränkischer Bier- und Weintradition.

Text: Karin Kuna
Foto: Shutterstock

Main-Radweg

Der Main wird aus zwei Quellen gespeist, dem Weißen und dem Roten Main. In Kulmbach vereinen sie sich. Zwischen den zwei Quellen im Fränkischen Jura und der Mündung in den Rhein bei Mainz liegen
590 Kilometer. Die meisten Radfahrer starten in Bamberg auf den gut beschilderten und weitgehend flachen Main-Radweg.

Auskunft

mainradweg.com

Franken Tourismus, Telefon (0911) 9 41 51-0, info@frankentourismus.de, franken-tourismus.de

ReiseAnbieter

Verschiedene Reiseanbieter haben den Main-Radweg im Programm, etwa Wikinger Reisen: Von Würzburg nach Aschaffenburg, 7-tägige individuelle Radtour, u. a. mit Übernachtungen, Gepäck­transport, Bahnrückfahrt nach Würzburg, ab 542 Euro.  wikinger-reisen.de

GPS

GPX-Track zum Main-Radweg

Altes Land

Wer Kilometer machen und irgendwo ankommen will, ist im Alten Land falsch. Durch das größte geschlossene Obstanbaugebiet Nordeuropas radelt man nicht einfach nur, sondern man staunt, schnuppert und kehrt zum Verkosten regionaler Spezialitäten in Hofläden und urigen Gaststuben ein.

Text: Bernadette Olderdissen
Foto: Imke Lohmann, Tourismusverein Altes Land e.V.

Länge

Obstroute: 80 km

Zur Strecke

Wer sich das Alte Land einmal komplett erradeln und dabei Zeit und Muße für kulinarische und kulturelle Stopps haben möchte, dem empfiehlt sich, die „Obstroute“ auf zwei Tage aufzuteilen:

Tag 1 (37 km): Man kann beispielsweise am Lüheanleger mit den Food Trucks beginnen und weiter nach Westen radeln über Steinkirchen, Hollern-Twielenfleth, die Hansestadt Stade, Agathenburg, Horneburg, das Guderhandviertel und zurück nach Steinkirchen.

Tag 2 (41 km): Die Tour beginnt in Lühe in Richtung Hamburg über Borstel, Cranz, Königreich, Buxtehude, Jork, Mittelnkirchen, Steinkirchen und endet am Lühe­anleger.

Zwischen Mitte April und Anfang Oktober gibt es den praktischen Elbe-Radwanderbus, der einen Fahrradanhänger mitführt und unter anderem den Lüheanleger, Horneburg und Stade anfährt.

Leihräder

Im Alten Land lassen sich an mehreren Orten Fahrräder ausleihen oder Pannen beheben. Übersicht bietet diese praktische Karte tourismus-­altesland.de/standorte, die Leihstationen u. a. in Neuenfelde, Jork und Steinkirchen anzeigt.

GPS

GPX-Track zur Obstroute durch das Alte Land

Luxemburg

Diese Radrunde ist voll und ganz zum genussvollen Radfahren geeignet. Sie fahren mit ganz wenigen Ausnahmen durchweg auf Radwegen, teils parallel zur Straße, oft aber auch völlig abseits des Straßenverkehrs. Vor allem die ersten Kilometer ab Echternach auf einer alten Bahntrasse durch die Region Müllerthal sind landschaftlich wunderschön, jedoch summieren sich am Ende des Tages auch einige Höhenmeter. Sportlich ambitionierte Menschen können die Tour theoretisch auch an zwei Tagen absolvieren. Dann bleibt allerdings wenig Zeit zum Genießen.

Text: Katharina Garus
Foto: Alfonso Salgueiro/Visit Luxembourg

Anreise

Nach Wasserbillig bringt Sie die Deutsche Bahn mit einem Regionalexpress ab Trier oder Koblenz. Auch eine Weiterfahrt nach Luxemburg-Stadt ist sowohl mit der Deutschen Bahn als auch mit der Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois möglich. Besonders toll: Seit 1. März ist der komplette öffentliche Personennahverkehr in Luxemburg in der zweiten Klasse kostenlos, egal ob Zug, Bus oder Tram. Auch die Fahrradmitnahme
kostet nichts. 

Etappen

1. Etappe Wasserbillig – Echternach   23 km

2. Etappe Echternach – Luxemburg-Stadt   45 km

3. Etappe Luxemburg-Stadt – Mondorf-les-Bains   33 km

4. Etappe Mondorf-les-Bains – Wasserbillig   45 km

Sehenswert

Echternach Basilika, Museum für Vorgeschichte, Römische Villa, Echternacher Spring­prozession (Dienstag nach Pfingsten)

Luxemburg-Stadt Festung/Kasematten, Fort Thüngen, Großherzoglicher Palast, Kathedrale, Villa Vauban, MUDAM-Musée d‘Art Moderne Grand-Duc Jean, Place de l‘Europe, Panorama-Aufzug Pfaffenthal

Mondorf-les-Bains Flugzeugmuseum, Thermalpark, Casino

Schengen Place d‘Etoile, Europäisches Museum

Übernachtung

Echternach Jugendherberge, 
youthhostels.lu/de/jugendherbergen/jugendherberge-echternach;
Hôtel Eden au Lac, 
edenaulac.lu

Luxemburg-Stadt Jugendherberge, youthhostels.lu/de/jugendherbergen/
jugendherberge-luxemburg

Mondorf-les-Bains Hôtel Casino 2000, casino2000.lu;
Mondorf Domaine Thermal, 
mondorf.lu

Ganz Luxemburg bedandbike.lu

Reiseführer/Karte

Luxembourg by cycle, Galli Verlag/Lëtzebuerger Vëlos-Initativ, 5 Euro  lvi.lu

Radwegenetz – Réseau cycable 2020, Lëtzebuerger Vëlos-Initativ, kostenlos  lvi.lu

UNESCO Radtour Luxembourg-City, Commission luxembourgeoise pour la coopération avec l’UNESCO, optional mit digitalem Outdoor-Guide izi.travel oder  spoticle.luunesco.lu

Luxemburg, Reinhard Tiburzy, DuMont Reiseverlag, 11,99 Euro, ISBN 978-3770183685

GPS

GPX-Track zu dieser Luxemburg-Tour

München-Venedig

Die 567 Kilometer lange Transalp-Tour nutzt bestehende Routen wie den Isar-Radweg, den Inn-Radweg, den Eisacktal Radweg, den Pustertaler Radweg und den Langen Weg der Dolomiten. Unterwegs überwindet man mehrere Steigungen. Der Großteil der Strecke ist asphaltiert. Die Fahrradroute ist mit dem Logo „münchen venezia“ gekennzeichnet.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RADtouren GENUSS-Spezial 2020.
Text & Foto: Thorsten Brönner

An- und Abreise

München ist ein wichtiger Bahn­knotenpunkt in Süddeutschland. Mit dem Auto sind es von Berlin nach München ca. 580 Kilometer, von Hamburg ca. 800 und von Köln ca. 580 Kilometer. Wo man sein Fahrzeug während der Reise abstellen kann, verrät die Webseite  muenchen.de

Von Venedig bietet sich der ÖBB Nightjet (oebb.at) oder der Fernbus (fernbusse.de) zurück nach München an.

Mehrmals täglich verbinden auch Linienflüge Venedig mit Städten in Deutschland.

Etappen

1. Etappe München – Bad Tölz   56 km

2. Etappe Bad Tölz – Achenkirch   49 km

3. Etappe Achenkirch – Innsbruck   62 km

4. Etappe Innsbruck – Sterzing   62 km

5. Etappe Sterzing – Toblach   85 km

6. Etappe Toblach – Pieve di Cadore   62 km

7. Etappe Pieve di Cadore – Farra d’Alpago   66 km

8. Etappe Farra d’Alpago – Treviso   84 km

9. Etappe Treviso – Venedig   49 km

Unterkunft

Bad Tölz Posthotel Kolberbräu, Marktstraße 29, kolberbraeu.de

Achenkirch Sportpension Geisler, Achenkirch 130b, sportpension-geisler.com

Innsbruck Weisses Rössl, Kiebachgasse 8, roessl.at

Sterzing Hotel Mondschein, Frundsbergstraße 12, hotelmondschein.it

Toblach Apparthotel Germania, Dolomitenstraße 44, apparthotel-germania.com

Pieve di Cadore Hotel Giardino, Via Giosuè Carducci 20, hotelgiardino-dolomiti.com

Farra d`Alpago B&B da Guerrino, Via Trieste 11, bbdaguerrino.com

Treviso Villa Oriani, Via Oriani 13, villaorianitreviso.com

Mestre Hotel Vivit, Piazza Ferretto 73, hotelvivit.com

Sehenswert

München Marienplatz, Schloss Nymphenburg, Frauenkirche, Deutsches Museum, Englischer Garten, Residenz, Pinakotheken, Alter Peter, Viktualienmarkt

Bad Tölz Historische Marktstraße, Kalvarienberg mit Leonhardikapelle, Stadtmuseum

Achenkirch Heimatmuseum Sixenhof, Achenseeschifffahrt

Innsbruck Goldenes Dachl, Schloss Ambras, Hofburg, Hofgarten, Hofkirche, Tiroler Landesmuseum, Tirol Panorama

Sterzing Zwölferturm, Rathaus, Multscher- und Stadtmuseum

Toblach Naturparkhaus Drei Zinnen, Toblacher See, Schaukäserei Drei Zinnen

Pieve di Cadore Geburtshaus Tizian, Museum dell‘Occhiale, Kirche Santa Maria Nascente

Farra d’Alpago Lago di Santa Croce, Cansiglio Wald

Treviso befestigte Altstadt, Wasserkanäle, Dom San Nicolo, Stadtmuseum, Kirche San Francesco

Venedig Altstadt und Lagune (UNESCO-Weltkulturerbe), Dogenpalast, Markusdom, Collezione Peggy Guggenheim, Teatro La Fenice

Karten/Reiseführer

Radfernweg München-Venezia, Esterbauer, 14,90 Euro, ISBN 978-3-8500-0684-2

Das München-Venedig GPS RadReiseBuch, Books on Demand, 12,90 Euro, ISBN 978-3-7347-7667-0

Das große Radreisebuch Europa, Bruckmann Verlag, 30,00 Euro, ISBN 978-3-7343-0667-9

Weitere Infos

muenchen-venezia.info

Tölzer Land Tourismus, Prof.-Max-Lange-Platz 16, 83646 Bad Tölz, Tel. 08041/50 52 06, toelzer-land.de

Tirol Werbung, Maria-Theresien-Straße 55, 6020 Innsbruck, Tel. +43/51 27 27 20,  tirol.at

Italia – offizielle Internetseite des italienischen Fremden­verkehrsamtes  italia.it

GPS

GPX-Track zur Tour München-Venedig

Ahrtal

Der Ahrradweg ist sehr gut ausgebaut, und die Ausschilderung ist durchgehend vorhanden. Im oberen Teil führt der Weg streckenweise auf ehemaligen Bahntrassen. Auf dem gesamten Ahrradweg gibt es nur einen Bereich zwischen Fuchshofen und Schuld (fünf Kilometer), der nicht ausgebaut ist. Das Fahren auf der Landstraße ist in der Regel aber kein Problem. Der Fahrbahnbelag des Ahrtalradweges wechselt zwischen geteerter Oberfläche und festem Naturbelag, der durchweg gut befahrbar ist. Für eine Tour an der Ahr reicht ein einfaches Trekkingrad mit Schaltung aus. Die Tour ist familientauglich, wobei es bei Blankenheim leichte, kurze Steigungen gibt, die man schiebend überwinden kann. Der Ahrradweg ist für E-Bike-Fahrer bestens geeignet; es gibt regelmäßig Möglichkeiten, um den Akku zu laden (Gaststätten, Campingplätze, Pensionen …).

Text & Foto: Thomas Pfeiffer

An- und Abreise

Die Anreise nach Blankenheim ist mit dem Eifel-Express RB24 (Köln-Trier) möglich. Vom Bahnhof Blankenheim-Wald sind es bis Blankenheim rund fünf Kilometer. Die Abreise ist vom Bahnhof Sinzig am Rhein möglich. Dort gibt es Verbindungen nach Süden (Koblenz) oder nach Norden (Bonn). Zwischen Ahrbrück und Bonn fährt die Ahrtalbahn RB 30, die in vielen Orten entlang des Ahrtalradwegs hält.

Etappen

1. Etappe Blankenheim-Wald – Ahrdorf    18 km

2. Etappe Ahrdorf – Altenahr   33 km

3. Etappe Altenahr – Dernau    10 km

4. Etappe Dernau – Ahrweiler    10 km

5. Etappe Ahrweiler – Remagen-Kripp (Ahrmündung)    15 km

Sehenswertes

Blankenheim Burg, Altstadt, Ahrquelle

Schuld Geopfad, Freilichtbühne

Altenahr Teufelsloch, Burg Are, Wanderrouten

Mayschoß Planwagenfahrt, Weingüter, Wanderrouten

Rech Weinlokale, Weingüter, Wanderrouten

Dernau Weingüter, Restaurants, Weinlokale

Ahrweiler Altstadt, Römische Villa, Kloster Kalvarienberg

Bad Neuenahr Kurviertel, Thermalbad

Remagen-Kripp Ahrmündung, Rheinpanorama, Rheinfähre

Unterkunft

Camping: An der Ahr gibt es viele Campingplätze, besonders ab dem mittleren Ahrtal. An der Oberen Ahr liegt der erste Campingplatz in Ahrdorf. Danach kommen immer wieder Campingplätze, die von der Entfernung nicht weit auseinanderliegen und für eine Tages­tour gut einzuplanen sind.

Hotel/Pensionen: Auf dem gesamten Streckenbereich der Ahr gibt es viele Pensionen und Hotels. Das größte Angebot beginnt ab Ahrbrück bis zur Ahrmündung. Die Preise und die Qualität der Unterkünfte decken alle Ansprüche ab.

Karten/Reiseführer

Ahr-Radweg Blankenheim – Remagen, Publicpress Leporello-Radtourenkarte 1:50 000, 10,00 Euro, ISBN 978-3-89920-324-0

Bikeline 3-Flüsse-Tour – Rundtour an Rhein, Ahr und Erft, 1:50 000, 14 Euro, ISBN 978-3-85000-698-9

Infos

Eifel Tourismus eifel.info

Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. ahrtal.de

GPS

GPX-Track zum Ahrtalradweg

Fahrbericht: das Aristos von Falkenjagd

Was geschieht, wenn man in Falkenjagds Baukasten ohne Rücksicht HighTech-Teile kombiniert? Dann kommt ein Luxus-Titan-Bike dabei heraus. Wir sind das  „Aristos“ in der Variante Randonneur Probe gefahren.

Text & Fotos: Timo Dillenberger

Bei Reiserädern gilt es als nicht schicklich, als erstes nach dem Gewicht zu fragen. Funktionalität und Stabilität stehen weit vor Leichtbau und Agilität. Bei einem Rad, das bis auf ein paar Achsen, Felgen und Schrauben aus Titan besteht, ist es aber durchaus erlaubt, sogar unbedingt! Ein voll ausgestattetes Reiserad mit etwas über 14 Kilo, das erspart nicht nur ein paar Watt beim Beschleunigen oder bergauf, das Handling des „Aristos“ von Falkenjagd gleicht dem eines hyperwendigen Gravelbikes – und tatsächlich kann man das Rahmenset auch als solches oder gar als reinrassiges Rennrad bestellen.

Die ersten Runden mit dem sündhaft edlen Bike drehten wir deshalb ohne jedes Gepäck. Beim Slalom durch Stadt und Park fällt neben dem verwindungssteifen Tretlager der unüblich steile Steuerrohrwinkel auf – erst recht durch die Kombination mit der schnurgeraden Gabel. Das Set ist wendig wie eine Springmaus, durch die mittels Rennradlenker vorverlegten Hände aber nicht hektisch oder flattrig. Das Oberrohr ist, verglichen mit einem Crosser oder Gravelbike, eher kurz, man sitzt also zusätzlich sportlich über Tretlager und Lenker. Durch die vielfältigen Griffpositionen am Lenker sollte aber jeder viele Stunden ermüdungsfrei sitzen können.

Seinen Gewichtsvorteil spielt das Edelrad dann genauso in flotten Kurven aus wie beim Beschleunigen. Ein paar Umdrehungen im Wiegetritt bringen einen gefühlt ohne Kraftverlust auf Schwung, explosive Spurts über Brücken quittiert das Rad mit völlig klassenuntypischem Vortrieb. Sollte der Hersteller aus dem Raum München versehentlich einen sportlichen Commuter oder Stadtflitzer aufgebaut haben? Dafür wäre die Ausstattung wieder übertrieben hochwertig. Die stylische Lichtanlage hätte noch gepasst, die Rohloff-Nabe wäre völlig übertrieben. Apropos: Wo ist der Drehschaltgriff? Der wurde wegrationalisiert und die Mechanik in die beiden Schaltbremsgriffe integriert. Links runter, rechts rauf, keine überflüssigen Hebel und Bowdenzüge, einfachste Schaltlogik und die Hände können an Lenker und Bremsen bleiben.

Klagen auf Oberklasseniveau

Bei den SRAM-Hebeln fiel etwas auf: Man konnte beide bis zum Lenker durchziehen. Das kann bei sich selbst nachstellenden Hydraulikbremsen mal passieren, aber durch die innenrotierte Montage am nach unten breiter werdenden Lenker geht der Hebel genau gegen den Lenker, nicht seitlich vorbei wie üblich, das brächte nochmal zwei Zentimeter mehr Weg für den Geberzylinder. Außerdem war es nicht ganz leicht oder zumindest ungewohnt, die Hände entspannt auf den „schief“ montierten Bremsgriffen abzulegen; der wuchtige Lenker ist unserer Meinung nach an solch elegantem Rad weder schön noch nötig. Tipp: Für 100 Euro weniger im Baukasten den Syntace Racelite wählen, der löst alle drei Griffprobleme und lässt etwas Budget, um gleich die Titan-Lowrider dazu zu buchen.

Denn trotz geringem Gewicht und edler Materialien, das Rad fühlt sich auch mit Gepäck sehr wohl. Besonders im Bereich Gabel hat hier offensichtlich eine deutliche Weiterentwicklung stattgefunden. Gut verteilt sind 20 Kilo auch kein Thema, zu hecklastig sollte das Rad jedoch nicht beladen werden. Nur: Zu viel Zuladung kostet wiederum den nahezu einzigartigen Fahrspaß, und den hatten wir zuhauf!

Fazit: Das Rad ist mit das Hochwertigste und Vielseitigste, das es auf dem Markt gibt. Wer keine Angst vor großen Summen hat, könnte hier vielleicht den Allrounder auf dem Radmarkt erwerben. Das Rad kann tatsächlich außer hartem Gelände alles, und das sogar jeweils richtig gut!

7 Tipps für Kauf und Pflege einer Radhose

Die Radhose gehört zur wichtigsten Ausstattung für eine Radreise. Denn der Übergang zwischen Gesäß und Sattel bereitet vielen Radlern Probleme und vergällt ihnen nicht selten den Spaß an der Tour. Wir haben für Sie sieben Tipps zu Kauf und Pflege.

Text: Katharina Garus; Foto: Selle Royal/pd-f

  1. „Integriertes Sitzpolster oder herausnehmbare Innenhose?“, so lautet eine der ersten Fragen beim Hosenkauf. Und das ist wahrlich eine philosophische Frage. Eine Hose mit integriertem Sitzpolster wird immer besser sitzen als eine mit herausnehmbarem. Dafür ist letztere flexibler: Sie können sich mehrere Innenhosen zulegen und damit häufiger wechseln, können die Hose auch ohne Innenhose tragen und haben Hosentaschen für Kleinkram.
  2. Harter Sattel, weiches Polster – weicher Sattel, dünnes Polster. So kann man das Zusammenspiel von Radpolster und Sattel zusammenfassen. Hintergrund: Trägt man eine Radhose mit dickem Polster auf einem weichen Sattel, gerät man schnell ins „Schwimmen“ und hat keinen festen Halt mehr. Statt erhofftem Komfortgewinn gibt es Kraftverlust und Scheuerstellen. Im Gegenzug harmonieren Radhosen mit dickerem Polster gut mit harten Fahrradsätteln.
  3. Nehmen Sie beim Hosenkauf vor allem das Sitzpolster in Augenschein. Manche Hersteller nähen nur ein kleines Polster ohne jegliche Unterteilung ein, andere einen viel zu großen, formlosen Lappen. Ein anatomisch geformtes Sitzpolster verteilt den Druck am besten auf Sitzbein und Schambein. Da Ihr Gesäß aber keiner ISO-Norm unterliegt, müssen Sie ausprobieren, welche Form am besten zu Ihrem Hinterteil und Ihrem Sattel passt.
  4. Ja, Radhosen werden wirklich ohne Unterwäsche getragen. Nur so bleibt das nahtfreie Sitzpolster auch tatsächlich nahtfrei und Sie verhindern ein Wundscheuern. Sensible Stellen können Sie zusätzlich mit speziellen Sitzcremes einschmieren, Vaseline oder Hirschtalg funktionieren auch.
  5. Verarbeitung: Gute Sitzpolster haben keine Nahtstellen, die scheuern könnten. Im Idealfall gibt es lediglich eine Rundumnaht, mit der das Polster eingenäht ist. Achten sie bei dieser auf die Verarbeitung: Gut sind doppelte Fäden und dichte Stiche. Denn die Nähte sind der Wunde Punkt der Verarbeitung: Sie gehen oft als erstes kaputt.
  6. Neben einer guten Passform ist auch der Einsatz von hochwertigen, atmungsaktiven Funktionsmaterialien wichtig, denn schweißnasse Polster scheuern und reizen die Haut. Im Gegensatz zu Funktionsbekleidung aus empfindlichen Membranen wie Regenjacken, sollten Radhosen aus hygienischen Gründen häufig gewaschen werden.
  7. Waschen Sie die Hose wenn möglich nach jeder Tagesetappe zumindest kurz mit lauwarmem Wasser aus, denn Schweiß sowie eingetrocknete Sonnen- oder Sitzcreme greifen das hochelastische Lycra an. Aber Achtung: Vor dem Wiedergebrauch sollte das Sitzpolster vollständig getrocknet sein, denn gerade feuchte Polster sind ein guter Nährboden für Bakterien und Pilze, die besonders bei wunder Haut zu Entzündungen führen können.

Test: Neue E-Bikes um 3000 Euro

Neue Motoren, neue Akkus und sogar ein neues Segment – was leisten die hybriden, tourentauglichen Crossover-Bikes, und wie schlagen sich die neuen Antriebe von Bosch und Panasonic? Wir haben 10 Pedelecs um 3000 Euro getestet – und sind erstaunt.

 
Text & Foto: Ingo Effing
 

Auf der Eurobike 2019 hatte es sich schon abgezeichnet: Der E-Bike-Boom bleibt uns dauerhaft erhalten. Newcomer im Bereich tourentauglicher Pedelecs sind wohl die Crossover-Bikes – eine vollausgestattete Kreuzung aus E-Mountainbike und City-­Pedelec mit unterschiedlich dominanter Ausprägung der Straßen- oder Geländeseite. In unserem Testfeld haben sich drei dieser SUVs eingefunden. Insgesamt traten zehn brandneue Pedelecs aus dem Modelljahr 2020 zum Test an. Sieben davon ausgestattet mit der neuesten Motoren-Generation von Bosch und Panasonic, zwei etablierte Mittelmotoren und ein Hinterradmotor treiben das Testfeld an.

Herzstück Motor

Besonders die neuen Antriebe von Bosch sind mit Spannung erwartet worden. Mitte letzten Jahres öffneten die Schwaben dann den Vorhang und präsentierten gleich eine ganze Reihe von E-Bike-Neuheiten für die aktuelle Saison. Der neue Performance Line Motor ist im Testfeld gleich viermal vertreten, Pegasus bestückt das Premio Evo 10 Lite sogar mit dem neuen EMTB-­Antrieb Performance Line CX, der bis zu 340 Prozent der eigenen Tretleistung freisetzt. Beide Motoren haben an Leistung hinzugewonnen und dazu noch ein gutes Kilo abgespeckt. Vor allem beeindruckt aber die spürbar verbesserte Sensorik. Feinfühlig und lebendig unterstützen beide neuen Bosch-Motoren die Beinarbeit. Es kommt dem natürlichen Gefühl des Radfahrens deutlich näher, man ist dichter an der Straße oder dem Trail.

Der Hinterradmotor am Qwic hebt sich klar von den zentralen Antrieben ab. Fast geräuschlos schiebt der Holländer sanft aber doch zügig, obwohl die abgerufene Unterstützung vergleichsweise gering ausfällt. In der sparsamen ersten Stufe gibt der Motor fünf Prozent Unterstützung hinzu, im vierten sind es ab Werk 78, beim Händler können maximal 85 Prozent herausgekitzelt werden. Im Flachland völlig ausreichend, im bergischen Terrain kann es eng werden. Mit 90 Newtonmetern dreht der neue Panasonic GX Ultimate theoretisch doppelt so kräftig wie der TDCM am Qwic.

Wenn auch nicht so sanft wie der Heckantrieb und nicht ganz so sensibel wie die Bosch-Neuheiten, überzeugt auch der Panasonic-Antrieb. Der Japaner treibt das Flyer in der höchsten Stufe gelassen mit dreifacher Tretleistung die Anstiege hoch, dabei gibt er sich natürlich und deutlich leiser als die EMTB-Motoren CX und Shimano Steps E8000. Besonders gut gefällt uns der neue Bosch Performance Line Motor der dritten Generation. Mit 300 Prozent Unterstützung hat er die Leistung vom alten CX (Gen3) geerbt und ist gleichauf mit dem Panasonic. Er säuselt eher dezent zwischen den Kurbelarmen und gibt die Kraft in jeder Fahrsituation wohldosiert und natürlich auf die Straße. Was Sensorik und Fahrperformance angeht, hat sich Platzhirsch Bosch mit der neuen Motoren-Generation die Spitze gesichert und bringt die Konkurrenten in Zugzwang.

Gelände-Tourer

Zugegeben, ganz neu sind die Crossover-E-Bikes nicht, auch in den zurückliegenden Modelljahren gab es hier und da Pedelecs, die sich, gespickt mit Mountainbike-Ausstattung, ins Gelände vorwagten. Aber dieser Trend setzt sich nun fort, und einige Hersteller haben daher – wohl auch nicht ganz uneigennützig – ein neues E-Bike-Segment ausgerufen.

Aus dem Alpenland Schweiz stammt das Crossover-Bike mit dem deutlichsten Mountainbike-Einschlag, das Flyer. Daneben gehören auch das Victoria und das Stevens der neuen Gattung an. Letzteres tendiert eher Richtung Trekking-Pedelec und besitzt den geringsten Anteil an Gelände-Genen. Spaß hatten wir mit allen drei Pedelecs auf der Teststrecke. Das Rad sollte aber zur persönlichen Touren-Vorliebe passen. An der Ostsee oder auf dem Moselradweg wäre das Offroad-Potential fehl am Platz, extrabreite Lenker und dröhnende Stollenreifen sind da eher störend.

Fast ohne Profil am Reifen und auch ohne Motorneuheit kommt der Testsieger von Rose aus. Der Versender formiert ein edles Ausstattungsgewand um Riemenantrieb und Alfine 11-Gang-Nabe zu einem leisen Touren-Pedelec, das sportliches Fahrverhalten mit Annehmlichkeit verbindet. Allerdings rangiert das Rose mit knapp 3900 Euro auch preislich an der Testspitze. Punkte eingebüßt haben einige Hersteller besonders durch ein hohes Eigengewicht, 28 oder sogar 30 Kilo bremsen den Fahrspaß erheblich. Mit gut 23 Kilo beweisen Diamant und Steven, dass es auch anders geht.

Den kompletten Text lesen Sie in RADtouren 2/2020.
Diese Räder haben wir getestet:

  • Victoria eAdventure 8.9
  • Qwic RD11
  • Pegasus Premio Evo 10 Lite
  • Rose XTRA Watt Evo Alfine 11
  • Diamant Elan Legere+
  • Gudereit ET-7.5 evo
  • Flyer Goroc 2 6.50
  • Raleigh Kent 10
  • Stevens E-6X Tour
  • Trenoli Brenta sportivo T

Radsternfahrten ab Meppen: Neunfach genießen

Advertorial

Wer den ganzen Tag mit dem Fahrrad unterwegs ist, hat etwas anderes zu tun, als ständig seine Koffer zu packen. Auf den Radsternfahrten durch Emsland und Hasetal können Urlauber ihr Gepäck nach der Anreise erst einmal links liegen lassen und sich ganz auf die schönste Zeit des Jahres konzentrieren, denn rund um Meppen gibt es auch ohne Hotelwechsel reichlich zu sehen. Neun abwechslungsreiche Rundtouren laden ein, Natur, Kultur und Kulinarik zu entdecken.
Mit den Radsternfahrten der Tourist Information Meppen (TIM) ist es ganz leicht, sich je nach Interesse seinen persönlichen Rad-Traumurlaub zusammenzustellen. Ob dreitägiger Wochenendtrip oder ein ausgedehnter achttägiger Entdeckungsurlaub – in Meppen ist alles möglich! Die „grüne Stadt am Wasser“ eignet sich durch ihre Lage im Herzen des Emslands perfekt, um die Region zu erkunden. Neun liebevoll geplante Sternfahrten von 35 bis 75 Kilometern Länge zeigen Radfahrern die ganze Bandbreite des Emslands und führen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten, den lauschigsten Pausenplätzen und den urigsten Bauernhof-Cafés.

Wasser, Moor und Großsteingräber

Um Geschichte und Kultur des Emslands näher kennenzulernen, ist „TIMs Kul-Tour“ hervorragend geeignet. Die Route führt Radler vorbei an der 1000 Jahre alten Kirche in Bokeloh und der spätgotischen Kapelle in Bückelte in die alte Hansestadt Haselünne, wo das Freilicht-Heimatmuseum spannende Einblicke in die Vergangenheit gewährt. Eine kleine Zeitreise ist auch „TIMs Hügel-Tour“, die zu den jahrtausendealten Großsteingräbern im waldreichen Hümmling führt – nicht ohne Abstecher zur romantischen Hüvener Wind- und Wassermühle und zum prachtvollen Jagdschloss Clemenswerth in Sögel.
Das Moor und die Flüsse sind es, die die Landschaft prägen. Auf der „Moor-Tour“ etwa erleben Urlauber sowohl die natürliche als auch die wirtschaftliche Seite des Moores. Wie die Landschaft genutzt wurde und wird, das gibt es im Erdöl-Erdgas-Museum in Twist und im Emsland Moormuseum in Groß Hesepe zu entdecken. Die außergewöhnliche Natur lässt sich im Internationalen Naturpark Moor-Veenland bestaunen, der auch Anziehungspunkt für zahlreiche Wasservögel ist. Wasserstraßen begleiten Radler auf der „Ems-Kanal-Tour“ oder der „Wasser-&-Technik-Route“: Hier geht es entlang von Ems, Hase und Dortmund-Ems-Kanal zum idyllischen Freizeitsee in Geeste, der sich perfekt für einen ausgedehnten Zwischenstopp eignet.

Genuss pur

01Auf den Geschmack der Region kommen Urlauber spätestens auf „TIMs Genießer-Tour“, die die schönsten und besten Garten-Restaurants rund um Meppen verbindet. Auf der „Holland-Tour“ geht es in die benachbarten Niederlande, wo neben der einmalig schönen Moorlandschaft auch Tee- und Pfannkuchen-Spezialitäten warten. Nicht zuletzt warten überall am Wegesrand kleine Bauernhofcafés, die dazu einladen, vom Sattel zu steigen und Landschaft und Leckereien zu genießen.
 

Infos und Kontakt:

Tourist Information Meppen
Markt 4
49716 Meppen
Tel. 05931 153 153
E-Mail: tim@meppen.de
www.meppen-tourismus.de

RADtouren 2/2020

  • Wasserwunderwelt am Havelradweg
  • Provence: Rund um den Luberon
  • Unterwegs auf Panoramawegen im Bergischen und Sauerland
  • Laos: Abenteuertour in Südostasien
  • Großer Test: Neue E-Bikes um 3000 Euro
  • Extraheft: GPS Guide
  • Kaufberatung: Packtaschen & Hosen

Luberon

 
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RADtouren 2/2020.
Text & Foto: Sascha Rettig
 

An- und Abreise

Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz reisen viele Urlauber mit dem eigenen PKW an – je nach Strecke in zwei Tagesetappen. Alternativ kann man aber auch bis Marseille fliegen oder mit der Bahn anreisen und dann mit einem Mietwagen weiterfahren.

Start / Ziel

Maubec, nordwestlich der
Luberon-Bergkette

Etappen

1. Tag; Maubec – Apt, 53 km

2. Tag: Apt – Lauris, 66 km

3. Tag: Lauris – Maubec, 37 km

Sehenswertes

Oppède-le-Vieux: Burgruine

Ménerbes: Weinprobe im „Maison de la Truffe et du Vin“

Nördlich von Bonnieux: Römische Brücke Pont Julien

Roussillon: Ockerbruch

Gargas: Ockerminen „Mines de Bruoux“

Apt: Wochenmarkt am Samstag, Besucherzentrum des Naturparks Luberon

Cucuron: Dorfzentrum um den Löschteich, Turm- und Festungsruinen und etwas außerhalb das Weingut „La Cavale“

Lourmarin: Château de Lourmarin und für Literaturfans das Grab von Albert Camus

Lauris: Färberpflanzengarten

Reiseführer / Karten 

Provence Côte d’Azur, Klaus Simon, Dumont, 24,99 Euro, ISBN 978-3-7701-8153-7

„Provence Radfahren“ stellt auf der Website Karten zum Herunterladen zur Verfügung, provence-radfahren.de

Radvermietung

E-Bikes kann man unter anderem beim Anbieter „Stations Bees“ mieten – mit Leihstationen in Apt und Lourmarin (saisonal) stationsbees.com

Übernachtung

Entlang der Strecke gibt es in den Dörfern zahlreiche Hotels und Gästehäuser mit Fremdenzimmern, den sogenannten chambres d’hôtes. „La Maison Magnarelles“ la-maison-magnarelles-luberon.com in Maubec ist solch ein Gästehaus: familiär geführt, hübsch eingerichtet und mit sehr gutem Frühstück. Das „Hotel Sainte Anne“  apt-hotel.com/fr/ in einem Haus aus dem 19. Jahrhundert in Apt wurde kürzlich renoviert und bietet große Zimmer sowie eine sichere Unterstellmöglichkeit für die Räder. Es liegt direkt am Zentrum der Kleinstadt – fußläufig zum samstäglichen Markt.

Weitere Infos

provence-radfahren.de (u.a. detaillierte Strecken­beschreibungen und Gepäck­transportmöglichkeiten)

vaucluseprovence.com

provenceguide.com

GPS

GPX-Track zur Tour um den Luberon

Havel-Radweg

 
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RADtouren 2/2020.
Text & Foto: Dirk Engelhardt
 

An- und Abreise

Von Berlin aus erreicht man den Startpunkt der Tour, die Havelquelle, gut mit der Bahn. Es gibt stündliche Direktverbindungen nach Kratzeburg mit dem Regionalzug, der in vielen Berliner Bahnhöfen hält und Fahrradabteile hat. Die Fahrt dauert knapp zwei Stunden. Von Kratzeburg sind es rund fünf Kilometer bis zur Quelle bei Ankershagen. Man kann die Tour auch von Waren an der Müritz starten, das etwas weiter nördlich liegt. Der Zug hält auch dort. Der nächste Bahnhof am Ende der Tour, an der Havelmündung in die Elbe, liegt in Glöwen. Von hier fahren stündlich Regionalzüge nach Berlin. Mit dem Auto sind es von Berlin bis Kratzeburg 130 Kilometer.

Etappen

1. Tag: Kratzeburg – Wesenberg – Neu Canow – Fürstenberg, 49 km

2. Tag: Fürstenberg – Zehdenick – Bischofswerder – Friedrichsthal – Oranienburg, 75 km

3. Tag: Oranienburg – Bürgerablage – Pichelsdorf – Wannsee – Potsdam, 64 km

4. Tag: Potsdam – Geltow – Phöben – Deetz – Brandenburg an der Havel, 57 km

5. Tag: Brandenburg an der Havel – Kirchmöser – Plaue – Jerchel – Ludwigshof – Rathenow, 60 km

6. Tag: Rathenow – Schollene – Jederitz – Havelberg – Quitzöbel – Havelmündung, 57 km

Sehenswertes

Ankershagen: Das Haus, in dem der Entdecker von Troja, Heinrich Schliemann, seine Kindheit verbrachte
Ahrensberg: Hausbrücke (überdachte Holzbrücke, älteste
ihrer Art in Norddeutschland)

Fürstenberg: Stadtkirche
Dannenwalde: Barfußpfad
Mildenberg: Ziegeleipark 
Spandau: Zitadelle Spandau
Wannsee: Pfaueninsel, Schloss Glienicke, Glienicker Brücke
Potsdam: Schloß Sanssouci und Park, Cecilienhof, Russische
Kolonie Alexandrowka, Holländisches Viertel

Werder: Insel Werder, Windmühle
Petzow: Schloss Petzow, Hofladen Sandokan
Brandenburg an der Havel: Katharinenkirche, Industriemuseum
Kirchmöser: Seegartenbrücke
Bahnitz: Künstlerdorf, kleinste Kirche Deutschlands
Rathenow: Altstädtische Apotheke, Steinstraße 1

Übernachtung

Fürstenberg: Radlerherberge Alte Reederei,  altereederei.de

Burgwall: Gasthaus & Pension „Zur Fähre“, gasthaus-zur-faehre-burgwall.de

Oranienburg: Stadthotel Oranienburg, stadthotel-oranienburg.de

Spandau Hotel Lindenufer, hotel-lindenufer.berlin

Potsdam: NH Voltaire Potsdam, nh-hotels.de

Brandenburg an der Havel: Pension Havelfloß, pension-havelfloss.de

Rathenow: Pension Paasche, pension-paasche.de

Reiseführer

Havel-Radweg Axel von Blomberg, Kai-Uwe Thiessenhusen, Verlag grünes herz, 9,95 Euro, ISBN 978-3-86636-139-3

Infos im Netz

 havelradweg.de

 erlebnis-havelradweg.de

 havelland-tourismus.de

 reiseland-brandenburg.de

GPS

GPX-Track zum Havel-Radweg