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Wasserburgen-Route mit neuer Homepage

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Foto: Apart Fotodesign Alexander Pallmer

Etappen, Highlights, Unterkünfte, Einkehrmöglichkeiten, Fahrradwerkstätten – das alles gibt es kompakt auf der neuen Homepage der Wasserburgen-Route. Die 470 Kilometer des Fernradwegs zwischen Aachen, Bonn und Bedburg führen vorbei an über 120 Burgen und Schlössern, sowie durch die abwechslungsreichen Landschaften der Eifel, der Jülicher Börde und der Rheinischen Bucht. die-wasserburgen-route.de

Mama, Papa, schneller!

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Krisen- und wetterbedingt treibt es Familien gerade in die Parks und Wälder. Zur perfekten Ausstattung für den Ausflug gehören entweder Kinderwagen, Jogger, Anhänger – oder der dynamische „Speedkid“ von Queridoo.

Text & Foto: Timo Dillenberger

Was muss ein Kinderanhänger können? Möglichst viel Platz bieten, möglichst viel Gewicht tragen, am besten Drillinge vom ersten bis zum zehnten Lebensjahr sicher beherbergen? Manch einer ist geneigt, technische Daten und Werbeparolen dieser Art zu vergleichen. Aber nicht jeder braucht und will das maximal Mögliche. Für die hält Queridoo das 2020er Modell des „Speedkid“ bereit. Besonders die Variante mit einem Sitzplatz ist leicht, kompakt, einfach zu transportieren, natürlich wendig und nicht zuletzt „dynamisch“ einsetzbar. Das spürt man sowohl beim Einsatz als Trailer oder Kinderwagen als auch als Gefährt beim Wandern oder sogar Joggen.

Praktischer Minimalismus

An dem „Sportlichen“ aus der Queridoo-Produktpalette fällt gleich das geringe Packmaß auf. Der Anhänger passt locker in den Kofferraum eines Golfs. Bis zur vollen Einsatzbereitschaft braucht man mit etwas Übung nur 20 Sekunden. Räder und Deichsel werden aufgesteckt, die Kabine aufgeklappt und beidseitig arretiert. Für die beiden „Fahrmodi“ ohne Rad lässt man die Deichsel weg, klickt das kleinere Vorderrad ein und klappt den Schiebegriff zurück – der dient sonst übrigens als Überrollbügel. Genauso schnell ist der kleine Passagier mit dem Fünfpunktgurt befestigt und die Kabine geschlossen.

Im Unterschied zu anderen Modellen ist die vordere Luke nicht mit einem Reißverschluss oder Klett zu schließen, sondern mit umlaufenden Magnetbändern. Das geht schnell, einfach und ist vor allem verschleißfrei. Dafür ist die Kabine nicht ganz so stramm gespannt wie gewohnt. Selbst die Regenplane wird ausschließlich am unteren Ende festgeklettet.

Nicht nur wegen der kompakteren Maße ist der Alurahmen leichter als bei anderen Modellen. Das spürt man beim Verladen genauso wie beim Ziehen und Schieben. Trotzdem hat man nicht das Gefühl, auf Stabilität verzichten zu müssen. Nur in Sachen Extragepäck muss man mit sieben Kilo und etwa 25 bis 30 Litern kleine Abstriche machen. Der Passagier selbst darf bis zu 22 Kilo schwer und 116 Zentimeter groß sein. Geeignet ist der Speedkid damit laut Hersteller für Kinder von sechs Monaten bis sechs Jahren.

Fällt auf, aber nicht um

Der einsitzige Speedkid1 ist zwar nur zehn Zentimeter schmaler als der zweisitzige beziehungsweise auch als die meisten Mitbewerber, er fährt sich aber trotzdem dynamischer als alle bisher getesteten Modelle. Weniger Gewicht und ein durch die Spurbreite weiterer Kurvenradius verleitet fast zum übertrieben flotten fahren. Offiziell gibt der Hersteller den Trailer für „nur“ 25 Kilometer pro Stunde auf Geraden und sieben in Kurven frei – das ist nicht unüblich und eine Vorsichtsmaßnahme des Haftenden, ein Schlingern oder gar Kippen müsste man aber durch Manöver und Geschwindigkeiten provozieren, die im Alltag unwahrscheinlich sind. Anteil daran hat nicht zuletzt die gute Federung, die unnötiges Wippen und Springen weitestgehend verhindert und damit wie bei Pkw erst die stabile Spur in Kurven ermöglicht. Zudem erhöhen die Blattfedern natürlich den Fahrkomfort. Hier gereicht das geringe Eigengewicht des Anhängers sogar eher zum Nachteil: Mit weniger als sieben oder acht Kilo, sprich einem sehr jungen Insassen*, ist das Fahrwerk eine Idee zu straff. Zwei Flaschen Wasser im hinteren Gepäckfach bügeln das aber problemlos aus.

Praktischster Vorteil des schmaleren Modells: Selbst enge Türen in alten Wohnhäusern sind leicht passierbar. Hier spielt das Multitalent dann einen weiteren Trumpf aus. Man muss nicht Platz für drei Wagen in der Wohnung finden, denn mit dem mitgelieferten Vorderrad sind Kinderwagen und Babyjogger obsolet. Der Clou: Das an sich frei drehbare Rad kann in Fahrtrichtung fixiert werden, sodass man den sonst hochwendigen Wagen nicht groß führen muss. Die Spurtreue ist zwar nicht ganz so stabil wie beim großen Bruder mit dem Vorderrad an einem weit ausgreifendem Ausleger, wir hatten beim Jogging-Test aber keinerlei Probleme. Im Gegenteil: Auch im Running-Modus schiebt sich der Wagen superleicht und dynamisch. Der kleine Passagier sitzt so tief zwischen den Rädern, dass er die Fahreigenschaften kaum beeinträchtigt. Und wenn die Schubstange richtig eingestellt ist, lässt sich der Wagen zum Richtungswechsel genauso leicht nach hinten kippen.

Fazit

Mit dem Speedkid1 oder auch dem Pendant für zwei Kinder bekommt man für relativ wenig Geld einen hochwertigen, funktionalen Anhänger, der besonders durch sein geringes Gewicht und Packmaß überzeugt. Viele Details sind vom etwas stabileren großen Bruder übernommen. Wer den Anhänger oft mit dem Pkw transportiert, ist mit diesem Modell gut beraten. Der größte Nachteil des leichten, sportlichen Wagens ist die geringere Nutzlast. Wer den Anhänger also zusätzlich als Transportgerät nutzen möchte, muss auf den klasse Faltmechanismus und die dynamischen Fahreigenschaften des Speedkid verzichten und eher den „Kidgoo“ wählen.

* für den Speedkid gibt es für Kleinstkinder eine Hängematte als Zubehör; eine Autoschale wie im Kidgoo kann nicht montiert werden

Steiermark – Ins grüne Herz Österreichs

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Advertorial – Hier dreht sich alles um die Reben – und ums Radfahren! Auf der 400 Kilometer langen „Weinland Steiermark Tour“ haben die Radfaher eines immer fest im Blick: die himmlischen Kulinarik-Momente in den Weingütern, Buschenschenken und Manufakturen. Die Weinland Steiermark Tour führt durch die Südoststeiermark an die Grenze zu Slowenien. Sie schlängelt sich vorbei an traditionellen Kernölmühlen, erlesenen Winzerbetrieben und führt durch Weinberge, Apfelplantagen, Burgen u.v.m. Dank der sieben unterschiedlichen Thermen entlang der Route sind den beanspruchten Radlerbeinen Erholung und Entspannung bei zahlreichen Zwischenstopps garantiert. Eine Rundtour voller kultureller und kulinarischer Schätze.
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Top-Radtipps für die Steiermark

Schladming-Dachstein

In Schladming-Dachstein lassen 26 Touren durch herrliche Naturlandschaften das Bikerherz höherschlagen. Vorbei an Alm und Wiesenwegen am Fuße der markanten Südwände des Dachsteinmassivs ist die Panoramarunde in Ramsau am Dachstein ein absolutes Muss.
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Thermen- & Vulkanland

Auf zwei Rädern in der grenzüberschreitenden Auenlandschaft der Murauen in Österreich und Slowenien unterwegs zu sein, ist für Naturfreunde ein wahrer Genuss und ein unvergessliches Erlebnis.
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schilcher weinstrasse

Schilcher Weinstraße

Wenn es im Weinglas roséfarben schimmert, ist man auf der Schilchertour Nord und Süd unterwegs. Entlang der Weingärten Hochgrail ist das Genuss-Schilchern besonders reizvoll.
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murau murtal

Urlaubsregion Murau-Murtal

Hunderte Kilometer an Radwegen führen die Steiermark-Urlauber durch die Urlaubsregion Murau-Murtal, vom Murradweg über Mountainbike und E-Bike-Strecken. Mit dem Fahrradzug können die Etappen entlang des Radwegs individuell angepasst werden.
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web turracher hoehe

Turracher Höhe

Auf rund 1 800 m in landschaftlich toller Lage lässt es sich gut aushalten! Das schöne Romantik-Seehotel Jägerwirt auf der Turracher Höhe ist der ideale Ausgangspunkt, um das breitgefächerte Radrouten-Angebot ausgiebig zu testen.
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Navi am Handgelenk

lenkermituhrenEigentlich ideal: Die Uhr am Handgelenk kann navigieren und ersetzt damit Smartphone oder GPS-Gerät am Lenker. Wir haben GPS-Uhren auf ihre Eignung für Radtouren getestet.

Text & Foto: Thomas Froitzheim

Ähnlich Smartphones, präsentieren sich auch zunehmend smarte Uhren outdoorgeeignet, also stoß- und wasserfest. Je nach Einsatzschwerpunkt nennen sie sich Fitness-Tracker, Smartwatch oder Multisportuhr. Zum eigenständigen Navigieren muss ein GPS-Chip vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, muss die Uhr mit einem Smartphone gekoppelt werden. Sie dient dann nur als externes Display.

Wir haben uns vier sehr unterschiedliche Kandidaten mal genauer angeschaut: Sigma iD Free (ca. 140 Euro), Suunto 7 (ca. 450 Euro), Samsung Gear S2 (Nachfolgemodelle ca. 300 Euro) und Garmin Fenix 6 pro (ca. 600 Euro).

Enttäuschend: Betriebssysteme

Während zwei unserer Modelle (Sigma und Garmin) mit ihren Betriebssystemen bereits die Möglichkeit bieten, eine extern geplante Tour (GPX-Track) auf die Uhr zu übertragen, sucht man diese Möglichkeit bei den Modellen von Suunto und Samsung vergebens. Die neue Suunto 7 (sie hat im Unterschied zu anderen Suunto-Uhren das Android-basierte Wear-OS-Betriebssystem) kann zwar Strecken aufzeichnen, aber die Möglichkeit, mit extern geladenen Tracks zu navigieren, wird in keiner Zeile der Betriebsanleitung erwähnt. Bei Wear OS, auf dem auch zahlreiche andere Smartwatches basieren, gibt es kaum outdoor-navigationsfähige Anwendungen im App-Store. Bei Samsungs Tizen-Betriebssystem ist es nicht viel anders.

Unter den wenigen Kandidaten im App-Store gefiel uns besonders die App „Locus Maps Pro“. Locus Maps ermöglicht sowohl bei der Suunto 7 als auch der Samsung Gear S2 eine durchaus komfortable Navigation. Der aktuelle Kartenausschnitt erscheint schnell und detailliert auf dem Uhren-Display, die Route ist deutlich zu sehen, sogar mit Richtungspfeilen. Die Samsung-Uhr ermöglicht dabei durch ihre drehbare Lünette (das hat die Suunto 7 nicht), den Touchscreen und die außen liegenden Tasten eine wunderbar einfache und schnelle Bedienung. Das Zoomen sowie das Verschieben des Kartenausschnitts funktionieren sehr schnell. So macht Navigation am Handgelenk wirklich Spaß! Das Smartphone bleibt zudem geschützt in der Tasche oder im Rucksack und kann durch sein nicht genutztes Display sehr viel Energie einsparen.

Überzeugend: Navigation

Mit der Sigma iD Free und der Garmin Fenix kann man auch ohne gekoppeltes Smartphone navigieren. Tracks überträgt man auf die iD Free über die Sigma-Link-App. Bei der Fenix sind mehrere Wege möglich, unter anderem die Übertragung von GPX-Dateien per Kabel.

Die iD Free bietet unterwegs nur eine rudimentäre Navigation. Sie zeigt den Track auf einem Graustufen-Display an, allerdings ohne Kartenhintergrund. In der Praxis klappt dies erstaunlich gut – schwierige Wegeführungen wie bei Mountainbiketouren im Wald sollte man damit allerdings nicht unternehmen. Das Display ist auch im Sonnenlicht sehr gut ablesbar. Beim Akku sollte man allerdings nicht zu viel erwarten – eine Tagestour ist aber meistens drin. Wer also Wert auf minimalistische Navigation legt, liegt mit der iD Free richtig. Sie erfreut zudem durch geringes Gewicht, eine pfiffige Fahrradhalterung und einen sehr niedrigen Preis.

Komplett anders zeigt sich die Garmin Fenix 6 pro. Sie besitzt schon eine komplette, vorinstallierte Europakarte und eine schier unendliche Funktionsvielfalt, mit der man sich erst einmal befassen muss. Ihr Farbdisplay begeistert – in jeder Beleuchtungssituation ist die Uhr hervorragend abzulesen, auch bei prallem Sonnenlicht. Der GPS-Empfang kann sich mit klassischen GPS-Geräten durchaus messen und der Energieverbrauch grenzt schon fast an ein Wunder. Nach einer sechseinhalbstündigen Tour mit permanenter Aufzeichnung und eingeschaltetem Display besaß die Uhr immer noch 60 Prozent ihrer Akkuladung. Großer Wermutstropfen: Die Uhr ist nur über ihre Tasten bedienbar, sie besitzt keinen Touchscreen.

Unser Fazit

Wer nicht auf den Preis schauen muss, erhält mit der Garmin Fenix 6 pro eine Uhr mit hervorragendem Display, mehrtägiger Akkulaufzeit, kompletter Karte und zahlreichen Navigationsfunktionen – aber auch Einarbeitungsbedarf. Die sehr preisgünstige Sigma iD Free kann durchaus als Minimal-Navigator dienen, während die Suunto 7 und Samsungs Gear-Modelle für eine wirklich komfortable Outdoor-Navigation ein gekoppeltes Smartphone mit Apps wie Locus Maps benötigt.

Ein grundsätzlicher Nachteil verbindet alle Uhren: Am Handgelenk sind sie einfach nicht so gut abzulesen wie am Lenker. Und selbst wenn sie am Lenker befestigt sind, bleibt die Bedienung durch ihre geringe Größe und die kleinen, seitlichen Tasten doch deutlich hinter der eines Smartphones oder GPS-Gerätes zurück.

 

Fahrbericht: Das starke V aus Bayern

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Tiefeinsteiger sind praktisch. Aber für flottes Fahren, erst Recht mit Gepäck, gelten sie als eher ungeeignet. Trenoli will mit dem ­E-Bike Brenta mit diesem Vorurteil aufräumen.

Text & Fotos: Timo Dillenberger

Tiefeinsteiger sind perfekt geeignet für Radfahrer mit weniger Beweglichkeit beim Auf- und Absteigen und für etwas ängstlichere Piloten. Man muss sein Bein nicht über den Sattel oder gar über Berge von Gepäck schwingen. Außerdem braucht man keine Angst zu haben, im Notfall nicht schnell genug absteigen zu können. Im Gegenzug muss man dafür durch die fehlende Strebe im Rahmendreieck eine Schwächung der Rahmengeometrie in Kauf nehmen.

Mit dem Rahmen des „Brenta“ ist es dem bayerischen Hersteller Trenoli gelungen, diese Schere deutlich zu verkleinern. Die hydro­geformten Rahmenrohre in einem recht kleinen V-Winkel wirken nicht nur massiv, sie halten auch das, was die Optik verspricht. Egal, ob wir null, fünf, fünfzehn oder fünfundzwanzig Kilo Gepäck aufluden: Das Brenta blieb berechenbar und steif wie ein mittelklassiger Diamantrahmen, selbst bei richtig Zug auf der Kette. Das ist für diese Geometrie fast unglaublich. Auch bergab mit viel Speed: kein Flattern am Steuerlager und keine Unsicherheit am Lenker. Stark!

Der steile Winkel des Unterrohrs wird hierzu genauso beitragen wie die durchweg ovalen Rohrquerschnitte und die brutalen Schweißnähte. Trotzdem wirkt das Rad gerade im knalligen Rot nicht wuchtig, sondern solide und fast sportlich. Das Steuerrohr ist modern mit unten breiterem Steuerlager ausgestattet. Das bringt zusätzlich Steifigkeit ins System. Zu Gunsten derer verzichtete man wohl auch darauf, den Akku im Rahmen zu verstecken. Optisch störte er uns am Sattelrohr nicht, und mit dem Motor zwischen den Pedalen ist der Q-Faktor* eh so groß, dass man kaum mal mit der Wade ans Gehäuse kommt. Der Antrieb selbst ist halbintegriert, die Formanschlüsse sind schön gemacht.

Pragmatismus für Stop and Go

Das Rad ist, was Sitzposition und Ausstattung angeht, ziemlich klar als Verkehrsmittel und für entspannte Ründchen ausgelegt. Schön zu sehen, dass auch mal der kleine Antrieb aus dem Hause Bosch Verwendung findet. Dessen unauffälliges, leises und kalkulierbares Ansprechverhalten passt super zum Rad und die Reichweite ist höher als mit der etwas drehmomentstärkeren „Performance“-Version. Die Motorleistung reicht nicht für den beeindruckenden Gewaltstart an der Ampel, unterstützt aber selbst in Steilstücken so stark, dass die eingeschränkte Bandbreite an Übersetzungen der Achtgangnabe kaum jemandem negativ auffallen sollte. Eher die Sprünge von Gang zu Gang mögen manch verwöhntem Radler unangenehm auffallen.

Dafür: Rücktritt! Die dritte Bremse neben den soliden Scheiben ist technisch zwar nicht zeitgemäß und was Bremsleistung und Reaktionszeit angeht im Vergleich ein Witz, aber viele sind sie eben gewohnt und schwören drauf – da sollte man nicht gegenanreden.

Apropos Tritt: Nicht gefallen haben uns die Kunststoffpedale. Die sind nach einer erwarteten Lebensdauer von drei, vier Jahren aber leicht zu tauschen. Oder direkt!

Eher für viele Jahre und Kilometer gut ist die Rad-Reifen-Kombi. Die Schwalbe-Pneus sind dank großem Durchmesser und straßentauglichem Profil im gesamten „zivilisierten“ Wegenetz eine Bank. Die Hohlkammerfelgen mit je 36 Speichen und verstärkten Ösen vertragen sicher auch das ein oder andere Schlagloch. Die Federgabel ist eine Art On-top-Komfort, denn durch die aufrechte Haltung und den Komfort der Reifen hätte man sie nicht unbedingt gebraucht. Sie funktioniert aber gut und stört nicht. Durch das etwas po-lastige Sitzen ist da die Federstütze schon wichtiger – kein Markenteil, aber mit dem mittelbreiten und -weichen Sattel ein Spitzenteam.

Wohin damit?

Der aufrechte Sitz, die Ausstattung mit anständigem Licht, stabilem Ständer, funktionalem Träger und Details wie dem Rahmenschloss sprechen sehr für einen City-Hopper. Auch die Nexus-Nabe ist kein Indiz für besonderes Tourentalent. Aber: Die Tatsache, dass man diesem Tiefeinsteiger Gepäck für eine Woche aufladen kann, bequem aufsteigen kann und beim Fahren Komfort und sicheres Fahrgefühl eines guten Tourenbikes spürt, ließ uns an dieser strengen Kategorisierung zweifeln. Das Brenta sollte auch auf längeren Touren brav seine Dienste verrichten – vielleicht nicht turboschnell, vielleicht nicht im Gebirge, vielleicht nicht mit doppeltem Kinderanhänger, sonst aber mit großer Sicherheit.

Fazit: Hier haben sich die Rahmenbauer richtig Gedanken gemacht! Neben der sinnvoll gewählten Ausstattung ist der Rahmen einfach das Herzstück: eine qualitative Meisterleistung, die die Vorzüge eines Wave­-Rahmens und die eines Tourenbikes mit Oberrohr nicht vereint, aber sehr nahe zueinander bringt!

* seitlicher Abstand der Pedale quer zur Fahrtrichtung

Die Bewertung des Fahrrads und die technischen Daten lesen Sie in RADtouren 3/2020.

Leserreportage: Dreifach genießen

img 8684Barbara und Jörg Asbeck sind den Alpe-Adria-Radweg von Salzburg nach Palmanova gefahren. Weil sie unabhängig von einem Reiseveranstalter sein, aber auch nicht mit prall gefüllten Satteltaschen über die Alpen radeln wollten, haben Sie ihr Wohnmobil ins Schlepptau genommen. Eine Reise per Bahn, „Womo“ – und Rad.

Die erste Etappe auf dem Alpe-Adria-Radweg führte uns von Salzburg nach St. Johann im Pongau. Zunächst sind wir mit dem „Womo“ von unserem Startort Obertrum zum Salzburger Bahnhof gefahren. Dort haben wir die Räder abgestellt und sind anschließend mit dem Womo zum Camping Kastenhof in St. Johann weitergefahren. Nachdem der Stellplatz gefunden war, erreichten wir zu Fuß in nur wenigen Minuten die Bahn zurück nach Salzburg. Endlich saßen wir im Sattel und fuhren die Salzach flussaufwärts über Hallein und den Pass Lueg Richtung Werfen, mit der imposanten Burg Hohenwerfen.  Erschöpft aber glücklich haben wir uns in St. Johann in der empfehlenswerten, kleinen Pizzeria Olive direkt gegenüber dem Bahnhof gestärkt.

Nach einem tollen Ausflug zu den Eisriesenwelten, nahmen wir am Folgetag die zweite Etappe nach Bad Gastein in Angriff. In Schwarzach geht es schon einmal knackig bergan, anschließend kann man sich erholen, bevor es später die letzten Kilometer steil zum Wasserfall von Gastein hinauf geht. Bad Gastein ist mondän, der Wasserfall beeindruckend. Nach dem Fotoshooting hatten wir uns eine Pause verdient. Anschließend sind wir mit dem Zug nach St. Johann zu unserem Womo zurückgekehrt.


Von Lesern für Leser

Erzählen Sie uns in rund 650 Worten von Ihrer Radtour. Wo waren Sie unterwegs? Was haben Sie erlebt? Schicken Sie uns zudem bitte zirka zehn Fotos per E-Mail, die wir im RADtouren-Magazin, auf radtouren-magazin.com und auf unserem Facebook-Account veröffentlichen dürfen. Darunter sollte natürlich auch mindestens eines von Ihnen sein! E-Mail: leserreporter@radtouren-magazin.com Unter allen Einsendungen verlosen wir ein kleines Dankeschön.


Für die nächste Etappe mussten wir früh aufstehen, da wir um 9:20 Uhr den Autozug an der Tauernschleuse in Böckstein erreichen wollten. Am Zielbahnhof in Mallnitz flugs das Womo geparkt und ab auf die Räder, auf nach Villach! Statt der Hauptstraße, wählten wir die Alternativroute über eine alte Bahntrasse mit malerischen Ausblicken. Spittal empfanden wir lediglich als Verkehrsdrehkreuz, fortan wurde es auch schwieriger mit Jausen-Stationen. In diesem Zusammenhang darf nicht unsere schöne Pause bei „Wallner Margit und Gebhard“ in Pobersach unerwähnt bleiben. Die letzten 20 Kilometer bis Villach ging‘s an der Drau entlang. Villach ist immer eine Reise wert! Wir waren nach einer guten Stunde Zugfahrt wieder zurück am Wohnmobil in Mallnitz und nach einer weiteren Stunde zurück am Bahnhof Villach, um die Räder aufzunehmen. Den Strandcamping Anderwald am Faaker See erreichten wir leider erst um 21:45 Uhr.

Die vierte Etappe führte uns nach Tarvis, das erste Ziel in Italien. Landschaftlich reizvoll ging es bis Arnoldstein. Neben dem Café Central fanden wir eine lobenswerte Eisdiele. Ab Coccau verlässt der Radweg wieder die Landstraße und wir genossen atemberaubende Panoramen.

Der vermeintlich schönste Teil der Tour aber führte uns von Tarvis nach Gemona. Die Räder haben wir morgens in Tarvis am Bahnhof geparkt. In Gemona am Bahnhof das Womo abgestellt, und mit dem Zug zurück. Der war hervorragend! Viel Platz für Ross und Reiter, klimatisiert und in einer knappen Stunde waren wir schon wieder in Tarvis. Endlich wieder im Sattel, ging es dann nach Pontebba. Der Radweg ist eigentlich perfekt, leider wird er zu oft von den Trassen der oftmals parallel verlaufenden Landstraße, Autobahn und Zuglinie begleitet. Pontebba hat uns nicht angesprochen, wir empfehlen nur einige Kilometer weiter eine Pause am ehemaligen Bahnhof von Chiusaforte vorzusehen, der ist sowohl stimmungsvoll, als auch bestens auf Radfahrer ausgerichtet.

Venzone dagegen darf man sich nicht entgehen lassen. Die 1976 durch ein Erdbeben fast völlig zerstörte Stadt wurde Stein für Stein wieder aufgebaut. Der Marktplatz lädt zu einer Pause ein, in der Kathedrale kann man eine Fotoausstellung zum Unglück besuchen.

Am nächsten  Morgen sind wir von Gemona direkt mit dem Womo nach Udine gefahren, um dann mit den Rädern nach Palmanova und zurück zu radeln. Palmanova wurde ehemals als Wehranlage gegen die osmanische Bedrohung errichtet. Die Stadt ist im Sechseck angeordnet, hat drei Wehrringe und einen riesigen zentralen Platz. Udine fanden wir auch sehr ansprechend, allerdings wurde unser Sightseeing unsanft durch ein starkes Gewitter beendet.

Unbeeindruckt davon, können wir diese Radtour uneingeschränkt empfehlen, sie ist ein kleines, kontrolliertes Abenteuer, das uns viele schöne Bilder und Erinnerungen geschenkt hat.

 

Zuhause für unterwegs

shutterstock 1651168222Camping, das bedeutet Unabhängigkeit, Flexibilität, Individualität. Auch auf Radreisen. Doch die Wahl des richtigen Zeltes ist gar nicht so einfach. Eine Orientierungshilfe.

Text: Katharina Garus
Foto: Shutterstock

Kuppel, Tunnel oder Geodät; mit oder ohne Apsis; Alu oder Fiberglas; silikonisiertes Nylon oder Polyurethan-beschichtetes Polyester? Wer das richtige Zelt kaufen will, muss ein wahrer Experte sein. Die Auswahl ist so riesig, da weiß man am Ende gar nicht mehr, was man will. Und was man wirklich braucht. Lieber das gerade mal ein Kilo wiegende Leichtgewichtzelt für zwei schlanke Personen oder sollte es doch etwas geräumiger sein?

Fragen Sie sich zuerst, für welchen Einsatz Sie das Zelt brauchen. Wie viele Personen wollen es nutzen? Wie viel Gepäck muss zusätzlich untergebracht werden? Planen Sie es als Notunterkunft oder wollen Sie den gesamten Radurlaub darin verbringen? Welche Anforderungen stellt die Route an das Zelt?

Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, dann sehen Sie klarer! Dann wissen Sie, ob ein Leichtgewichtzelt, an dessen Federgewicht sie sich vor allem an Anstiegen erfreuen werden, das Richtige für Sie ist, oder ob Sie doch auf ein geräumigeres mit einer angenehmen Sitzhöhe setzen sollten.

  1. Gewicht
    Das Gewicht eines Zeltes hängt zum einen von der Größe, zum anderen aber vor allem vom Material ab. Je mehr Reisverschlüsse (zweiter Eingang), desto schwerer. Auch Belüfter und Apsiden sorgen für einen erhöhten Materialbedarf und damit für mehr Gewicht. Alugestänge sind nicht nur leichter, sondern auch bruchsicherer als Fiberglas­gestänge. Noch leichter sind Carbongestänge.
  2. Material
    Bei hochwertigen Zelten hat man meist die Wahl zwischen silikonisiertem Nylon und Polyure­than-beschichtetem Polyester. Nylon ist grundsätzlich reißfester,
    jedoch nicht so UV-beständig. Die Silikonisierung erhöht die UV-Beständigkeit und macht es noch reißfester. Dafür kann auf silikonisierte Zelten kein Nahtband aufgeklebt werden, sodass die Nähte regelmäßig mit Nahtdichter nachbearbeitet werden müssen. Ansonsten sind sie sehr robust und leicht, aber in der Regel auch teurer.
  3. Wassersäule
    Die Wassersäule eines Zeltes sagt aus, wie wasserdicht es ist; je höher, desto besser. Ab einer Wassersäule von 1500 Millimeter gilt ein Außenzelt als wasserdicht, ein Boden ab 2000. Leider gilt: Je höher die Wassersäule, desto schwerer das Zelt. Neben der Wassersäule ist aber auch die Qualität der Nähte für die Dichtigkeit entscheidend.
  4. Aufbau
    Die gängigste Konstruktion sind doppelwandige Zelte; ein wasserdichtes Außenzelt kombiniert mit einem atmungsaktiven Innenzelt. Die Vorteile: Das Kondensat schlägt sich nur am Außenzelt nieder, das Innenzelt bleibt trocken. Darüber hinaus isoliert diese Bauweise zusätzlich durch die Luftschicht zwischen Innen- und Außenzelt.
  5. Zubehör
    Eine Zeltunterlage sollte als Bodenschutz unter jedes Zelt gelegt werden. Zu manchen Zelten bieten die Hersteller passgenaue Planen an, inklusive Ösen für die Heringe.Alternativ können Sie eine Bodenplane (gibt es auch im Baumarkt) passend machen. Zur serienmäßigen Ausstattung eines Zeltes sollten 
    Reparaturhülse, Nahtdichter und Reparatur-Tape für Notreparaturen gehören. Ein Sonnensegel (Tarp/Tentwing) kann den Schatten vergrößern oder eine Fahrradgarage schaffen. Ein Zelthimmel ist ein praktisches Netz, das an der Decke befestigt wird und Ordnung im Zelt schafft.

Test: Trekkingräder unter 1000 Euro

trekkingracc88derSie sollen alles können: Im Alltag als Nutzfahrzeug buckeln, am Wochenende für den sportlichen Ausritt herhalten, und eine ausgedehnte Tour sollte bitteschön auch kein Problem darstellen. Ach ja, teuer dürfen sie auch nicht sein. Diesen Leistungsspagat schafften nicht alle unserer Testkandidaten. Trekkingräder unter 1000-Euro im Vergleich.

Text & Foto: Ingo Effing

Der Fahrradmarkt in Deutschland ist ein Milliardengeschäft: 2019 wurden hierzulande Fahrräder und E-Bikes im Wert von 4,23 Milliarden Euro verkauft – Tendenz steigend! Das größte Stück vom Kuchen machen dabei die vielseitigen Trekkingräder aus. Sowohl bei den E-Bikes als auch bei den „Bio-Bikes“ werden mit Abstand die meisten Modelle in dieser Gruppe verkauft. Laut Zweirad-Industrie-­Verband wechselten im letzten Jahr 1 120 600 Trekkingräder (ohne Motor) den Besitzer, gefolgt von 624 950 Cityrädern. Die meisten davon unterhalb der psychologisch wichtigen 1000-Euro-Marke. In unserem Testfeld haben sich also die Verkaufsschlager der Hersteller eingefunden, die „Brot-und-Butter“-Bikes sozusagen. Der lukrative Bereich ist dementsprechend umkämpft, da ist „Preislimbo“ angesagt und auch unseren Testrädern kann man hier und da den Sparzwang ansehen, oder positiv ausgedrückt: Es werden Ausstattungs-Prioritäten gesetzt.

Der Alleskönner

Der Grund für die Popularität der Trekkingrädern ist ihre Vielseitigkeit, und genau hier verläuft auch die Grenze zum Cityrad. Alle Testräder sind mit Dreifachkurbel ausgestattet und haben genug Potential auf der Kassette, um mit leichten Klettergängen auch schwer beladen im Schneckentempo Gipfel zu erklimmen und während der anschließenden Abfahrt noch mit Druck auf der Pedale Gas geben zu können. Neben der breiten Entfaltung erweiter auch der sichere Gepäcktransport den Horizont des Trekkingrads in Richtung Radreise.

Der Spagat zwischen Alltagsrad und sportlichem Tourer gelingt aber nicht allen Modellen im Test einwandfrei. Vor allem die Träger machen Probleme und entpuppen sich beim Test mit 20 Kilo Gepäck teilweise als Wackelkandidaten. Die Gepäckträger am Green‘s, Gudereit, Hercules und Raleigh schaffen es nicht, die schweren Packtaschen schwingungsfrei über die Teststrecke zu tragen. Es fehlt die zweite Ladeeben und an der oberen Strebe hängen die Taschen teilweise ungünstig hoch, bei Schräglage kippt das Gewicht merklich in die Kurve. Negativ fallen hier Green‘s, Raleigh und Hercules auf, die Ladefläche an Letzterem hat eine Höhe von 77 Zentimetern. Nur bei Stevens und Gudereit hängt die Last auf einer zweiten Ladeebene gut sieben Zentimeter tiefer und verhält sich dort deutlich kippstabiler. Das Gudereit kann aus der günstigen Lage aber kein Kapital schlagen, da der Träger selbst eher weich und nachgiebig ausfällt. Die Racktime-Gepäckträger machen durch die Bank eine gut Figur, wodurch sich das Stevens zum Bestwert in der Bewertungs-Kategorie Radreisequalitäten punktet. Nicht unerheblich für die Tourentauglichkeit ist auch das maximal zulässige Gesamtgewicht, also Eigengewicht des Fahrrads + Fahrer + Gepäck. Hier lässt auch der an sich sehr robuste Testsieger von Radon ein paar Federn, bei dürftigen 115 Kilo Gesamtgewicht bleibt schweren Fahrern wenig Spielraum für die umfangreiche Ausrüstung auf einer langen Tour.

Drunter bleiben!

Unterhalb der umkämpften Preisgrenze von 1000 Euro ist unser Testfeld einerseits mit feinen Komponenten wie Shimano XT-Schaltwerken gespickt, bei weniger augenfälligen Teilen wird andererseits aber gerne mal der Rotstift angesetzt und auf niedrigere Gruppen, Billigware oder die günstige Hausmarke zurückgegriffen. Besonders oft fallen Sattel und Griffe dem Sparzwang zum Opfer, aber auch bei der Bereifung ziehen einige Hersteller eher günstige Schlappen auf. Diamant setzt auf hauseigene Bontrager-Reifen, die laufen zwar angenehm leicht, die vergleichsweise harte Gummimischung haftet aber nicht so griffig auf der Straße wie die Schwalbe-Konkurrenz. Scheibenbremsen sind zwar guter Standard in der Preisklasse, der im Testfeld weit verbreitete Shimano BR-MT200 Bremssattel beißt aber bei Weitem nicht so kraftvoll zu wie die Deore am Raleigh mit 180er Bremsscheibe am Vorderrad. Der Hersteller britischen Ursprungs liefert mit dem Rushhour 6.0 ohnehin eine sehr überzeugende Leistung ab und hält den hohen Deore-Standard auch bei Schalthebel, Umwerfer und Hinterradnabe, wo andere Hersteller oft auf günstigere Gruppen ausweichen. Weitere kleine Ausstattungs-Tiefpunkte sind der funzelige 30-Lux Scheinwerfer am Gudereit und die Griffe am Stevens: Die harten Kunststoffenden laufen über den weich gummierten Flügel und drücken unangenehm in die Handfläche. Die gute Nachricht: Sattel, Griffe und auch der Scheinwerfer lassen sich bei Bedarf mit wenig Aufwand und einigermaßen kostengünstig austauschen.

Nah am Ideal

Der komfortable Testsieger von Radon ist top ausgestattet und punktet auf der Teststrecke mit gutem Handling und sicherem, ausgewogenem Fahrverhalten. Der Touren-Tipp geht an das Stevens, das ebenso wie das Raleigh mit guten Allroundqualitäten aufwartet, wobei Letzteres seine sportlichen Stärken eher im städtischen Raum auszuspielen weiß. Aber auch im übrigen Testfeld kann man den Vorlieben entsprechend eine gute Wahl treffen, so spricht das antrittsstarke Gudereit mit Starrgabel eher den sportiven Fahrer an, das günstige Hercules strahlt viel Sicherheit aus und macht mit breiter Bereifung auch abseits asphaltierter Wege eine gute Figur.

Den kompletten Test lesen Sie in RADtouren 3/2020.

RADtouren 3/2020

  • Natur & Kultur auf der Mecklenburger Seenplatte
  • Fränkischer Wasserradweg: Traumroute in blau-weiß
  • Green Velo: Landpartie durch Polens schönen Osten
  • Japan: Von Kirschblüte, Kimonos und Sushi
  • Themenschwerpunkt: Radurlaub mit Kindern
  • Großer Test: Trekkingräder unter 1000 Euro

Kinder an die Macht!

shutterstock 81178237Von wegen nur vor dem Computer sitzen: Kids lieben Bewegung – zumindest wenn ihnen die Freude daran vermittelt wird. Mit unseren 10 Tipps kann bei
der
Radtour mit Kind nichts schief gehen.

Text: Katharina Garus
Foto: Shutterstock

  1. Routenwahl
    Vor allem für jüngere Pedalritter ist der Weg das Ziel. Suchen Sie sich deswegen eine Radroute mit einer spannenden Strecke. Abwechslung am Wegesrand sorgt für Kurzweil. Und egal, ob Ihr Kind selbst strampelt oder im Hänger sitzt: Wählen Sie eher flache Strecken. 
  2. Planen Sie kurze Etappen
    Ihr Kind hat kürzere Beine und am Rad eine schlechtere Übersetzung als Sie. Deswegen wird die Ausdauer des Nachwuchs früher erschöpft sein als Ihre. Und auch wenn die oder der Kleine im Hänger mitfährt, ist ein Achtstundentag nichts für Kinder. 
  3. Planen Sie mehr Zeit ein als gewöhnlich
    Wenn ihr Kind zum Beispiel einen Spielplatz am Wegesrand sieht, wird es garantiert eine Pause machen wollen. Kommen Sie dem Bedürfnis Ihres Kindes nach, das hält die Motivation hoch. 
  4. Pausengestaltung
    Es ist Zeit für eine Pause, Sie steigen vom Rad und lassen sich erschöpft auf einer Bank nieder? Weit gefehlt: Ihr Kind, das aus dem Hänger klettert, braucht Action. Sorgen Sie dafür, dass es sich auspowern kann, zum Beispiel bei einer Runde Fangen. 
  5. Ausrüstung
    Kinder brauchen im Großen und Ganzen die selbe Ausrüstung wie Sie: ein vernünftiges Fahrrad, Funktionskleidung und einen hochwertigen Helm. Sitzt das Kind im Hänger, ist Sicherheit das oberste Gebot. Hängematten und Dämpfung schonen den Rücken des Nachwuchses. 
  6. Ein Keks hilft immer!
    Deswegen sollten Sie immer einen kleinen Vorrat an Süßigkeiten für den „Notfall“ dabei haben. Für den „Regelbetrieb“ setzen Sie besser auf gesunde, energiereiche Snacks und ausreichend Flüssigkeit. 
  7. Wetterschutz
    Achten Sie auf ausreichenden Sonnenschutz für die empfindliche Kinderhaut. Außerdem gehören Regenbekleidung und warme Wechselklamotten unbedingt ins Gepäck. 
  8. Gepäck
    Dinge, die das Fahrrad Ihres Kinde ungelenk oder schwer machen, sollten Sie am Anfang lieber weglassen. Also: Das Körbchen kommt später wieder ran, und die Taschen kommen an Ihr Rad. So sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind maximalen Spaß hat. 
  9. Trainingseffekt
    Kinder lernen schnell – auch das Radreisen. Schon am zweiten oder dritten Tag werden sie Steigungen viel leichter bewältigen und abends weniger erschöpft sein. Fangen Sie deswegen klein an und steigern Sie die Etappenlänge im Laufe der Tour. 
  10. Kinder an die Macht!
    Bei einer Radtour mit Kind sollte dieses das Sagen haben. Auf keinen Fall sollten Sie Ihr Kind hetzen. Geschwindigkeit und Streckenlänge richten sich immer nach dem schwächsten Glied der Gruppe.

10 Tipps für den Helmkauf

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In Deutschland ist das Tragen eines Helms gesetzlich zwar nicht vorgeschrieben, aber ein sicherer Kopfschutz sollte zur Standardausrüstung eines jeden Radfahrers gehören. Hier kommen zehn Tipps für den Helmkauf.

Text: Katharina Garus
Foto: Shutterstock

  1. Größe: Ermitteln Sie vor dem Kauf die benötigte Größe. Messen Sie dazu Ihren Kopfumfang – und zwar an der breitesten Stelle oberhalb der Ohren. Viele Hersteller bieten ihre Helme in den Größen S, M und L an. Fragen Sie nach, welche Kopfumfänge dahinter stecken. Liegen Sie genau zwischen zwei Größen, nehmen Sie den größeren Helm.
  2. Form: Einen Fahrradhelm sollten Sie nicht im Internet ordern, denn er muss zu Ihrer individuellen Kopfform passen, und weder bei Köpfen noch bei Helmen ist einer wie der andere. Manche Helme sind runder geschnitten, mache länglicher. Während Sie den Umfang etwas anpassen können, können Sie die Form des Helms nicht verändern – und die Ihres Kopfes sowieso nicht. Setzen Sie den Helm auf, ohne ihn zu schließen. Wenn Sie leicht mit dem Kopf wackeln, sollte der Helm nicht verrutschen. Aber zu fest sollte er auch nicht sitzen, damit keine Druckstellen entstehen.
  3. Bedienung: Der Helm sollte sich einfach anpassen lassen. Das gilt nicht nur für die Einstellung des Umfangs, sondern auch für die Riemen und den Verschluss. Beim Verschluss gibt es verschiedenen Systeme, auch magnetische. Der eine kommt damit besser, der andere schlechter zurecht. Testen Sie, was Ihnen gefällt.
  4. Gewicht: Auch wenn Radhelme grundsätzlich nicht viel wiegen, auf Dauer macht sich das Gewicht auf dem Kopf doch bemerkbar. Gerade wer gerne längere Zeit im Sattel sitzt, sollte auf ein möglichst geringes Gewicht achten. Leichte Helme sind nicht nur angenehmer zu tragen, sondern schonen auch die Nackenmuskulatur und beugen Kopfschmerzen vor.
  5. Belüftung: Je mehr Belüftungslöcher der Helm hat und je größer diese sind, desto besser. Gerade im Sommer kann es „unter der Haube“ ganz schön warm werden.  Der Fahrtwind sollte gut durch den Helm pusten können – das hilft Ihnen, einen kühlen Kopf zu bewahren!
  6. Fliegennetz: Manche Helme verfügen über Netzeinsätze in den vorderen Belüftungslöchern. Diese verschlechtern zwar den Durchzug geringfügig, verhindern dafür aber, dass Insekten – zum Beispiel Wespen! – bei Kollision unter den Helm geraten. Um sich vor Stichen zu schützen, ist das durchaus praktisch.
  7. Polster: Während die Außen- und die Hartschaumschale eines Helms relativ unempfindlich sind, wird die Polsterung im Laufe der Zeit immer unansehnlicher. Zum Glück ist sie herausnehmbar und kann in einem Wäschesack in der Waschmaschine gewaschen werden. Bei namhaften Helmherstellern sind auch Ersatzpolster erhältlich, es lohnt sich, beim Kauf darauf zu achten.
  8. Elektronik: Immer häufiger sind auch Radhelme „smart“. Es gibt sie mit integrierten Rücklichtern, mit Blinkern, mit Notfall-Alarmsystemen, mit Headset oder mit Lautsprechern für die Navigationsansage – die technischen Gimmicks werden stetig mehr. Damit sind Sie dann nicht nur sicher, sondern auch up to date unterwegs.
  9. Verarbeitung: Ein Fahrradhelm besteht aus einer harten Kunststoffhülle und einer formschlüssig verbundenen Hartschaumschicht. Achten Sie beim Kauf auf eine saubere Verarbeitung. Und kontrollieren Sie auch später immer wieder mal, ob Oberschale und Schaumkern noch fest miteinander verbunden sind. Lösen sich diese an einzelnen Stellen, gefährdet es Ihre Sicherheit!
  10. Siegel: Jeder Helm, der in Europa verkauft wird, muss der EN-Norm 1078 bzw.1080 (für Kinderhelme) entsprechen. Das CE-Siegel steht für die Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben. Viele Helme tragen darüber hinaus auch das GS- (Geprüfte Sicherheit) und/oder das TÜV-Zeichen. Ein Blick lohnt sich außerdem auf weitere Kennzeichnungen. Manche Hersteller setzen zum Beispiel antibakterielle Substanzen ein, die gesundheitlich bedenklich sein können. Zudem sollte das Herstellungsjahr angegeben sein (siehe „Alterschwäche“ links).

Altersschwäche

Fahrradhelme sollen Ihren Kopf bei einem heftigen Aufprall schützen. Ist dieser Fall einmal eingetreten, hat der Helm ausgedient. Denn selbst, wenn Sie keinen Riss sehen: Die Schaumstoffschicht wurde gestaucht und kann einen Aufprall kein zweites Mal abfedern. Strittiger ist dagegen die Empfehlung der Hersteller, jeden Helm – auch ohne Sturz – alle drei bis fünf Jahre gegen einen neuen auszutauschen. Studien haben gezeigt, dass das Styropor weit weniger Altersschwächen aufzeigt als von vielen angenommen. Andererseits setzen UV-Strahlung und Transporte dem Material zu. Mikrorisse sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Unsere Meinung: Ein wenig gebrauchter und gut gepflegter Helm muss nicht per se alle paar Jahre ausgewechselt werden. Zehn Jahre sollten es aber auch nicht sein. Vertrauen Sie einfach Ihrem gesunden Menschenverstand!


Mecklenburger Seenplatte

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Eingebettet zwischen sanften Hügeln, glitzern 1000 Seen inmitten üppig grüner Wälder. Von der Eiszeit geschenkt und vom Menschen behutsam geformt, ist die Mecklenburgische Seenplatte ein Paradies für Naturliebhaber und ein herrlicher Landstrich für Kanuten, Wanderer – und Radfahrer.

Text & Fotos: Hans Kothe

Überwiegend asphaltiert, verläuft die Route zumeist auf wenig befahrenen Landstraßen. Da sich die Gesamttour aus vielen einzelnen Radwegen zusammensetzt, sind gutes Kartenmaterial oder der angebotene GPX-Track hilfreich. Einige Abschnitte bestehen aus unbefestigten Wald- oder Uferwegen, die hin und wieder sandige Bereiche aufweisen. Kurze Anstiege gibt es bei der welligen Landschaft auch. Das Rad sollte mit einer ordentlichen Reifenbreite und guter Schaltung ausgestattet sein.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RADtouren 3/2020.
 

An- und Abreise

Mit dem Auto Von Berlin nach Schwerin: 215 km; von Dresden: 400 km; von Hamburg: 115 km; von Köln: 530 km; von München: 760 km Mit der Bahn: Nach Schwerin fahren ICE/IC von Karlsruhe (über Frankfurt, Hannover, Hamburg), Stuttgart (über Köln, Bremen), Leipzig (über Halle, Magdeburg), Stralsund (über Rostock) und Warenmünde. Die Abreise aus Rheinsberg erfolgt mit der Regionalbahn und dem Regionalexpress über Berlin oder Stralsund.

Etappen

1. Etappe Schwerin – Bützow 89 km

2. Etappe Bützow – Plau am See 83 km

3. Etappe Plau am See – Waren 58 km

4. Etappe Waren – Neubrandenburg 61 km

5. Etappe Neubrandenburg – Fürstenberg 55 km

6. Etappe Fürstenberg – Rheinsberg 36 km

Sehenswertes

Schwerin: Schloss, Schleifmühle, Mecklenburgisches Eisenbahn- und Technikmuseum, Dom, Rathaus, Schelfstadt

Bützow: Stiftskirche St. Elisabeth, Einstige bischöfliche Burg, Rathaus

Güstrow: Ernst-Barlach-Museen, Schloss, Dom

Plau am See: Burgmuseum im Burgturm, Marienkirche, Ackerbürgerhaus, Hubbrücke

Malchow: Klosteranlage, Stadtwindmühle, DDR-Museum, historischer Stadtkern

Waren: Müritzeum, Marienkirche, Georgenkirche, Neues Rathaus

Neubrandenburg: Stadtmauer mit Stadttoren, Belvedere, Franziskanerkloster, Marienkirche

Fürstenberg: Stadtkirche, Barockschloss, Havelschleuse, Röblinseesiedlung

Rheinsberg: Schloss, Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum, historischer Stadtkern

Unterkunft

Schwerin: Pension am Dom, Buschstraße 13, 19053 Schwerin, Tel.: 0385/5507024 pension-am-dom-schwerin.de Camping: Feriendorf Muess, Alte Crivitzer Landstraße 6c, 19063 Schwerin, Tel.: 0385/3260006 feriendorf-muess.de

Bützow: Hotel Am Markt, Am Markt 1, 18246 Bützow, Tel.: 038461/56000 hotel-ammarkt-buetzow.de Camping: Kanuclub Bützow, An der Bleiche, 18246 Bützow, Tel.: 0174-4735598

Plau am See: Pension Holstein, Martstraße 16, 19395 Plau am See, Tel.: 038735/989499 pension-plau-am-see.de Camping: Campingplatz Bad Stuer, Seeufer 20, 17209 Bad Stuer, Tel.: 0399/791370 dercampingplatz.de

Waren: Hotel Am Brauhaus, Am Tiefwarensee 1, 17192 Waren, Tel.: 03991/181540 am-brauhaus.de Camping: Campingplatz Ecktannen, Fontanestraße 66, 17192 Waren, Tel.: 03991/668513 camping-ecktanne.de

Neubrandenburg: Hotel Weinert garni, Ziegelbergstraße 23, 17033 Neubrandenburg, Tel.: 0395/581230 hotel-weinert.de Camping: Campingplatz am Tollensesee, Gatscher Damm, 17039 Wulkenzin, Tel.: 0395/5665152 camping-gatsch-eck.de

Fürstenberg: Pension Alte Reederei, Brandenburger Straße 38, Tel.: 0172-3227421 AlteReederei.de Camping: Campingplatz Röblinsee, Röblinsee Nord 1, 16798 Fürstenberg, Tel.: 033093/38278, hkietzmann@t-online.de

Rheinsberg: Pension Zum jungen Fritz, Schloßstraße 8, 16831 Rheinsberg, Tel.: 033931/2168 junger-fritz.de

Jugendherbergen: Jugendherbergen findet man in Schwerin, Waren, Fürstenberg und Rheinsberg jugendherberge.de

Karten

Mecklenburgische Seen, Bikeline, ISBN: 978-3-85000-363-6, 13,90 Euro, esterbauer.com

Radweg Hamburg-Rügen, Bikeline, ISBN: 978-3-85000-377-3, 13,90 Euro, esterbauer.com

Radkarte Mecklenburgische Seen West, Bikeline, ISBN: 978-3-85000-354-4, 7,90 Euro, esterbauer.com

Radkarte Mecklenburgische Seen Ost, Bikeline, ISBN: 978-3-85000-352-0, 6,90 Euro, esterbauer.com

GPS

GPX-Track zur Radrunde Mecklenburger Seenplatte

Green Velo II, Polen

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Der Name ist Programm: Green Velo. Rund 2000 Kilometer führt der Radwanderweg durch abgelegene Gebiete im östlichen Polen. Es geht durch eine ganze Reihe von Nationalparks wie historisch bedeutsame Sehenswürdigkeiten und Gedenkorte entlang der Route liegen.

Text & Foto: Joachim Zeller

Auf der von uns befahrenen Route (978 km) des rund 2000 Kilometer langen Green Velo trifft man auf Landstraßen, Schotter-, Sand- und Waldwege. Die Beschilderung ist durchgehend perfekt. Übernachtungsmöglichkeiten sind auf manchen Streckenabschnitten rar gesät. Wegen der vielen Sand- und Schotterwege ist ein robustes Trekkingrad oder tourenfähiges Mountainbike mit breiter Bereifung angeraten.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RADtouren 3/2020.
 

An- und Abreise

Bahn: Anfahrt mit dem Zug über Warschau nach Białystok. Die Rückfahrt haben wir von Sandomierz angetreten. Die Stellplätze für Fahrräder müssen vorgebucht werden. Wer den Green Velo weiterfährt, hat in Kielce einen Bahnanschluss, nicht aber in Końskie, dem letzten Ort auf der südlichen Green Velo-Route.

Etappen

Wir sind nicht jeder Schleife des Green Velo gefolgt, teils aus Zeitgründen, teils um auf entlegeneren verkehrsärmeren Straßen und Wegen zu radeln.

1. Etappe Białystok – Narewka 96 km

2. Etappe Narewka – Białowieża 23 km

3. Etappe Białowieża – Mielnik 100 km

4. Etappe Mielnik – Terespol 80 km

5. Etappe Terespol – Włodawa 68 km

6. Etappe Włodawa – Chełm 74 km

7. Etappe Chełm – Zamość 60 km

8. Etappe Zamość – Susiec 70 km

9. Etappe Susiec – Horyniec-Zdrój 46 km

10. Etappe Horyniec-Zdrój – Przemyśl 96 km

11. Etappe Przemyśl – Krasiczyn 17 km

12. Etappe Krasiczyn – Dynow 58 km

13. Etappe Dynow – Rzeszów 50 km

14. Etappe Rzeszów – Łańcut – Sandomierz 140 km

Sehenswertes

Białystok: Schloss, Altstadt

Supraśl: Kloster

Białowieża-Nationalpark

Janów Podlaski: Pferdegestüt

Koden: Kirchen, Kloster, Schlossruine

Włodawa: Kirche, Synagoge

Sobibor: Gedenkstätte des NS-Vernichtungslagers

Chełm: Barock-Basilika, Synagogen

Szczebrzeszyn: Kirchen, Synagoge, jüdischer Friedhof

Zamość: Renaissance-Altstadt, Kirchen, Synagoge, Wehranlage

Zwierzyniec: Kirche, Naturkundemuseum

Radruż: Orthodoxe Holzkirche

Wielkie Oczy: Synagoge

Chotyniec: Orthodoxe Holzkirche

Przemyśl: Altstadt, Kirchen, Synagogen, Festungsanlage

Krasiczyn: Schloss

Rzeszów: Altstadt, Synagogen

Łańcut: Schloss, Synagoge

Leżajsk: Basilika und Klosteranlage, jüdischer Friedhof

Sandomierz: Altstadt, Synagoge, Schloss

Karten

Beim Polnischen Fremdenverkehrsamt in Berlin kann abgesehen von einer Übersichtskarte jeweils eine Fahrradkarte für die fünf Woiwodschaften bestellt werden, durch die der Green Velo führt: Warmińsko-Mazurskie (Ermland-Masuren), Podlaskie (Podlachien), Lubelskie (Lubliner Land), Podkarpackie (Karpatenvorland) und Świętokrzyskie (Heiligkreuz).

Reiseführer

Polen. Reise zwischen Ostseeküste und Karpaten, Oder und Bug, Tomasz Torbus, Dumont-Verlag, ISBN: 9783770152872, 25,90 Euro

Viva Warszawa. Polen für Fortgeschrittene Steffen Möller, Piper Verlag, ISBN: 9783492309004, 10,- Euro

Expedition zu den Polen: Eine Reise mit dem Berlin-Warszawa-Express Steffen Möller, Piper Verlag, ISBN 978-3492302715, 9,90 Euro;

Straße 816. Eine Wanderung in Polen Michał Książek, S. Fischer-Verlag, ISBN 978-3-10-397329-7, 22,- Euro;

Kulturschock Polen Izabella Gawin/Dieter Schulze, Reise Know-How Verlag, ISBN 978-3-8317-2648-6, 14,90 Euro.

Infos

Offizielle Seite des Green Velo greenvelo.pl

Polnisches Fremdenverkehrsamt Berlin polen.travel/de

GPS

GPX-Track zum Green Velo, Polen

Hokkaido, Japan

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Wenn man zwei Dinge mit Japan verbindet, dann Kirschblüte und Sushi. Unser Autor war pünktlich zur Blüte auf Hokkaido, der nördlichsten Insel Japans, unterwegs. Natürlich hat er dort auch lokale Fischspezialitäten genossen.

Text & Foto: Carsten Grüttner

Die Strecke verläuft fast ausschließlich auf wenig befahrenen, asphaltierten Straßen. Zunächst führt die Route von Sapporo aus die Westküste entlang, bevor es dann in die Berge geht. Die Steigungen sind alle gut fahrbar und aufgrund des geringen Verkehrs und der rücksichtvollen Fahrweise der Japaner fühlt man sich sehr sicher. GPS oder eine entsprechende App sind zur Orientierung und für das Ausweichen auf Nebenstraßen hilfreich. Eine Besonderheit im Mai ist, dass Nebenstrecken in den Bergen aufgrund von Bärsichtungen (deutliche Warnschilder!) oder weil diese noch nicht vom Schnee geräumt sind, gesperrt sind.

Hokkaido eignet sich aufgrund der großen Begeisterung der Japaner für Camping hervorragend für Radreisen mit Zelt und Schlafsack. Da auch im Sommer und vor allem nachts die Temperaturen im niedrigen, einstelligen Bereich liegen können, empfiehlt sich eine wetterfeste Ausrüstung mit gutem Regen- und Windschutz. Eine warme Jacke und Mütze sollte ebenfalls ins Gepäck! Ob man angesichts der hervorragenden und oft günstigen japanischen Küche selbst mit großem Campinggeschirr anreist, ist sicher eine Geschmacksfrage. Zumindest eine Tasse Pulverkaffee morgens vor dem Zelt hat sicher ihren Reiz.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RADtouren 3/2020.
 

An- und Abreise

ANA und Japan Airlines, Thai Airways, Air China und Lufthansa fliegen mit einer Zwischenlandung nach Sapporo (ca. 450 bis 1400 Euro). Wer sein eigenes Fahrrad mitnimmt, sollte darauf achten, dass die Fahrradmitnahme innerhalb der Freigepäckgrenze gestattet ist und die Freigepäckgrenze ausreichend ist (ANA, Air China, Japan Airlines und Lufthansa bieten zwei Gepäckstücke à 23 kg in der Economy). Wichtig ist auch, dass die von den Fluggesellschaften angegebenen maximalen Abmessungen des Radkartons eingehalten werden, weil sonst erhebliche Übergepäckgebühren anfallen können. ANA und Lufthansa erlauben die großzügigsten Abmessungen. In jedem Fall sollte die Fahrradmitnahme vor der Buchung telefonisch angefragt werden.

Etappen

1. Etappe: Sapporo – Banya Hot Spring 43 km (70 hm)

2. Etappe: Banya Hot Spring – Mashike 96 km (1.010 hm)

3. Etappe: Mashike – Tomamae 68 km (310 hm)

4. Etappe: Tomamae – Shibetsu 97 km (940 hm)

5. Etappe: Shibetsu – Takinoue 87 km (890 hm)

6. Etappe: Takinoue – Gokazan 83 km (980 hm)

7. Etappe: Gokazan – Rikubetsu 109 km (1.040 hm)

8. Etappe: Rikubetsu – Shihoro 72 km (540 hm)

9. Etappe: Shihoro – Ikutora 95 km (1.030 hm)

10. Etappe: Ikutora – Naganuma 145 km (1.340 hm)

11. Etappe: Naganuma – Sapporo 39 km (200 hm)

Reisezeit

Hokkaido ist die nördlichste Insel Japans mit einem langen Winter und kurzen Sommer. Zum Radfahren mit Zeltübernachtungen bietet sich der Sommer an, mit der Hauptblütezeit von Juni bis August. Wer die Kirschblüte erleben möchte, reist bereits im Mai an, sollte die Zeit um die „Golden Week“ aber möglichst meiden (2020: 27. April – 10. Mai), weil dann sehr viele Japaner Urlaub machen. Ebenfalls attraktiv ist der Herbst im November, in dem sich das Laub der Bäume in leuchtende Gelb-, Orange- und Rottöne verfärbt.

Übernachtung

Hokkaido verfügt über eine gute Auswahl von festen Unterkünften, die man auch bei agoda.com und booking.com findet. Besonderen Charme haben die raditionellen Unterkünfte, sogenannte Ryokan. In einem mit schlichten, mit Tatamimatten ausgelegten Raum werden zum Schlafen Futonmatratzen ausgerollt. Die Ryokan verfügen meist über hauseigene heiße Bäder (Onsen).

In Hokkaido gibt es außerdem eine Vielzahl von kostenpflichtigen und kostenlosen Campingplätzen. Wildes Zelten wird, sofern man erst bei Einbruch der Dunkelheit sein Zelt aufschlägt und morgens weiterfährt, meist geduldet, sofern keine ausdrücklichen Verbotsschilder aufgestellt sind. Oft befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den Campingplätzen Onsen, so dass man nach einer Tagestour ein erfrischendes heißes Bad nehmen und dann blitzsauber in den Schlafsack schlüpfen kann.

Tipps

Deutsche, Österreicher und Schweizer können ohne Visum mit dem Reisepass einreisen (wenn er noch mindestens drei Monate gültig ist) und erhalten als Tourist unproblematisch am Flughafen eine Aufenthaltserlaubnis für drei Monate. Wer auch auf dem Rad online bleiben möchte, besorgt sich gleich am Flughafen eine japanische Daten-SIM für sein Smartphone und ist damit unterwegs unabhängig von lokalen WLANs. Das Zahlen mit Kreditkarte ist selbst bei Kleinstbeträgen im Café und bei der Gebühr auf dem Campingplatz meist unproblematisch möglich. Das Geben von Trinkgeld ist generell nicht üblich.

GPS

GPX-Track zur Tour auf Hokkaido, Japan

Fränkischer Wasserradweg

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Man nehme viel Franken, mische etwas Schwaben dazu und würze das Ganze mit einer Prise Oberpfalz und Oberbayern – fertig ist unser Radreise-Cocktail. Der 400 Kilometer langen neue Fränkische Wasserradweg zwischen Nürnberg und Augsburg überrascht nicht nur mit regionaler Vielfalt.

Text & Foto: Klaus Tscharnke

Der Fränkische Wasserradweg lässt sich sowohl als 400 Kilometer langer Rundkurs absolvieren, als auch in kürzeren Teilabschnitten beradeln. Möglich machen das zwei ausgeschilderte Zwischenrouten, wodurch sich die Tour problemlos abkürzen und unterteilen lässt. Der Fränkische Wasserradweg führt weitgehend auf Feld und Waldwegen, gelegentlich auf recht unkomfortablem Schotter. Insgesamt ist die Tour aber familienfreundlich. Kinder sollten allerdings längere Anstiege radelnd oder schiebend bewältigen können. Die Beschilderung ist an einigen Stellen verbesserungsbedürftig.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RADtouren 3/2020.
 

An- und Abreise

Offizieller Start- und Endpunkt des Fränkischen Wasserradwegs ist die mittelfränkische Stadt Roth. Auch ein Tourenstart in Pleinfeld direkt im Fränkischen Seenland ist möglich. Roth ist von Nürnberg aus sowohl mit dem Regionalexpress als auch mit der S-Bahn gut erreichbar, Pleinfeld mit dem Regionalexpress. Nach Nürnberg bestehen aus allen Teilen Deutschlands gute IC- und ICE-Verbindungen (oft auch mit Radbeförderung). Mit dem Auto erreicht man beide Ausgangspunkte der Tour über die Bundesstraße 2 – sowohl von Nürnberg als auch von Augsburg aus.

Etappen

1. Etappe Pleinfeld – Wassertrüdingen, 48 km

2. Etappe Wassertrüdingen – Schillingsfürst, 75 km

3. Etappe Schillingsfürst – Ansbach, 63 km

4. Etappe Ansbach – Roth, 56 km

5. Etappe Roth – Neumarkt, 52 km

6. Etappe Neumarkt – Greding, 54 km

7. Etappe Greding – Pleinfeld, 52 km

Sehenswertes

Pleinfeld: Infozentrum „Fränkisches Seenland“ in der Mandlesmühle

Dennenlohe: Dennenloher Schloss mit dem größten Rhododendronpark Deutschlands

Gerolfingen: Wunibald-Quelle

Gerolfingen-Ruffenhofen: Römerpark Ruffenhofen mit dem „Limeseum“-Museum

Feuchtwangen: Romanischer Kreuzgang

Schillingsfürst: Barockschloss der Fürsten zu Hohenlohe samt Fürstlichem Falkenhof

Rothenburg ob der Tauber: mittelalterliche Altstadt

Ansbach: Rokoko-Pracht aus der Zeit der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, darunter die Residenz mit seinem prachtvollen Interieur, der Orangerie und dem Hofgarten

Lichtenau: Festungsanlage mit Wall, hohen Türmen, Basteien und Kasematten

Abenberg: Burg mit dem „Haus der Fränkischen Geschichte“ und dem Klöppelmuseum

Roth: Schloß Ratibor mit imposantem Prunksaal und Museum

Neumarkt: König-Ludwig-Kanal mit alten Schleusenbauwerken und den früheren Schleusenwärterhäuschen

Übernachtungen

In der Regel gibt es in der beradelten Region genügend Hotels und Gasthöfe, die auf Radreisende mit nur einer Übernachtung eingestellt sind. Eine etwas vorausschauende Quartierplanung ist im südlichen Teil der Radrunde empfehlenswert; in der dünn besiedelten Region gibt es nicht in jedem Ort eine Übernachtungsmöglichkeit.

Wassertrüdingen: Hezelhof’s Radelhotel radlhotel-hezelhof.com

Dinkelsbühl: Hotel „Blauer Hecht“ romanticahotel.de

Schillingsfürst: Gasthof Adler gasthof-adler.info

Ansbach: Hotel Residenz hotel-residenz-ansbach.hotel-mix.de

Roth: Hotel Dormero dormero.de/hotel-roth/

Neumarkt: Gästehaus des Klosters St. Josef stjosef-nm.de

Greding: Gasthof Stern gasthofstern.de

Pleinfeld: Landgasthof Sonnenhof sonnenhof-brombachsee.de

Infos

Zum Fränkischen Wasserradweg gibt es ein kostenloses Tourenbuch; zu beziehen  beim Tourismusverband Fränkisches Seenland, Hafnermarkt 13, 91710 Gunzenhausen. info@fränkischer-wasserradweg.de fraenkischer-wasserradweg.de

GPS

Gelegentlich weicht die vom Autor gewählte Route etwas vom offiziellen GPX-Track des Fremdenverkehrsverbandes ab. RADtouren hat das Interesse an der landschaftlich reizvollsten Strecke über regionale Rücksichtnahmen des Tourismusverbandes gestellt.

GPX-Track zum Fränkischen Wasserradweg

GPX-Track zur Zwischenroute Ost
GPX-Track zur Zwischenroute West