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RADtouren 4/2020

  • Schwarzwald: Genussradeln von Bachtal zu Bachtal
  • Ostbayern: Unverfälscht und echt
  • Berlin: Jetzt die Hauptstadt erkunden
  • Georgien: Abenteuer im Kaukasus
  • Test: Touren-Reifen auf dem Prüfstand
  • Gecheckt: Was taugen Handy-Halterungen für den Lenker?
  • Kaufberatung: Welches Gravelbike passt zu Ihnen?
  • Gut zu haben: Clevere Helme

Buchtipp: Wir fahren nach Deutschland!

Machen wir aus der Not eine Tugend und entdecken wir Deutschland neu! Inspiration dazu bietet das Buch „Urlaubsglück in Deutschland“. Ein Buch voller Reisetipps, Aktivitäten und Ideen für den Urlaub im eigenen Land – nicht nur, aber auch auf dem Rad. Egal ob verrückt, romantisch, gruselig, kreativ,
kurios, spannend oder sportlich, mit diesem Buch wird es einem auch in der Heimat garantiert nicht langweilig.

„Urlaubsglück in Deutschland“, Gräfe und Unzer Verlag.
352 Seiten, 20 Euro (DE)/20,60 Euro (AT), ISBN 978-3-8342-3261-8

Die „Tour de Fries“ – Mit dem Rad durch Friesland

Advertorial – Im Norden Niedersachsens, direkt am UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer, liegt der Landkreis Friesland. Die flache Landschaft mit ihren vielen Landschaftsbildern ist die perfekte Voraussetzung für einen abwechslungsreichen und entschleunigten Urlaub an der Küste und im Binnenland.

Die etwa 280 Kilometer lange Rundroute „Tour de Fries“ führt durch den Landkreis Friesland sowie die angrenzenden Landkreise Wittmund und Ammerland, und lädt dazu ein, die Region mit dem Drahtesel zu erkunden.

Start- und Endpunkt der Route ist Wilhelmshaven, die Marine- und Hafenstadt am Jadebusen. Wilhelmshaven ist vielen bekannt durch den Tiefwasserhafen JadeWeserPort, als größter Marinestandort Deutschlands sowie durch Großveranstaltungen wie das „Wochenende an der Jade“.

Von Wilhelmshaven aus geht es am Jadebusen entlang in die Gemeinde Sande mit seinem historischem Gut Altmarienhausen und dem malerischen Wasserschloss Gödens. Weiter geht es durch die Gemeinde Zetel Richtung Küste, ins Nordseebad Dangast und zum ersten Etappenziel Varel.

Die zweite Etappe führt von Varel aus ins Ammerland. Hier lohnt sich zum Beispiel ein Besuch im Rhododendronpark. Aus Westerstede hinaus verläuft die Route weiter Richtung Bockhorn, wo die zweite Etappe endet.

Die dritte Etappe führt aus Bockhorn hinaus direkt in das Naturschutzgebiet Neuenburger Urwald. In Neuenburg angekommen, lädt das Neuenburger Schloss mit seinem Skulpturenpark zu einem Stopp ein. Vorbei an der Rutteler Mühle geht es weiter nach Wiesmoor. Die Blumenstadt verlassend, führt die Tour de Fries ein Stück am Ems-Jade-Kanal entlang, durch Wiesede hindurch nach Friedeburg, dem nächsten Etappenziel.

Die vierte Etappe bringt Sie durch die typische Wallheckenlandschaft über Reepsholt und Leerhafe nach Wittmund. Von hier aus radelt man weiter durch die Orte Berdum und Altfunnixsiel, entlang der Harle nach Carolinensiel und Harlesiel. Parallel zur Nordsee und durch das Wangerland endet diese Etappe im beschaulichen Küstenbadeort Minsen-Förrien.

Noch mehr Nordseeluft schnuppert man während des weiteren Tourenverlaufs entlang der Küste in Richtung Horumersiel, Schillig und Hooksiel. Von Hooksiel aus führt die Tour de Fries durch Wiesen und Felder nach Jever, dem Ziel der fünften Etappe.

Die finale Etappe schließlich führt aus der historischen Marienstadt heraus nach Schortens. Hier lohnt ein Besuch im Klosterpark, ein Kleinod mit uralten Bäumen. Durch den Ort Accum, mit seiner noch funktionstüchtigen Accumer Mühle, verläuft die Tour wieder zurück in die Marine- und Hafenstadt Wilhelmshaven.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.friesland-touristik.de.

Kontakt:
Friesland-Touristik Gemeinschaft
Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH
Banter Deich 2
26382 Wilhelmshaven
Tel: 0 44 21 / 91 300 17
touristik@friesland.de

Schwarzwald

Viele träumen vom Radeln im wunderschönen Schwarzwald, aber so mancher scheut die anstrengenden Aufstiege. Dass es auch gemütlicher zugehen kann, erfahren Sie auf dem idyllischen 238 Kilometer langen Kurs, den wir Ihnen hier vorstellen.

Text & Foto: Hans Kothe

Murg- und Kinzigtal-Radweg sind durchweg gekennzeichnet. Im Rheintal gibt es Alternativrouten: Entweder radelt man anstrengungsfrei am Rhein entlang oder durch die ebenen Obstplantagen. Landschaftlich am schönsten präsentiert sich der Badische Weinradweg am Rande des Schwarzwaldes durch die Rebhänge. Allerdings ist diese Route bergig mit herausfordernden Steigungen.

Die Gesamtstrecke ist überwiegend asphaltiert und verläuft zumeist auf separaten Radwegen und wenig befahrenen Landstraßen. Im Hochschwarzwald gibt es auch ein paar unbefestigte Waldabschnitte. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Anstiege moderat und gut zu bewältigen, sodass ein einfaches Rad mit ordentlicher Reifenbreite und bergtauglicher Schaltung ausreicht.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RADtouren 4/2020.
 

An- und Abreise

Mit dem Auto nach Rastatt: Berlin: 700 km; Hamburg: 650 km; Dresden: 570 km; Köln: 325 km; München: 315 km

Mit der Bahn nach und von Rastatt: Da die Rheintalbahn Rastatt gut anbindet, ist die An- und Anreise problemlos.

Etappen

1. Etappe Rastatt – Kloster­reichenbach  60 km

2. Etappe Klosterreichenbach – Hausach  59 km

3. Etappe Hausach – Oberkirch  53 km

4. Etappe Oberkirch – Rastatt  66 km

Sehenswertes

Rastatt: Barockresidenz, Stadtkirche St. Alexander, Pagodenburg, Rathaus, Schloss Favorite

Bad Rotenfels: Schloss, Unimog-Museum

Gernsbach: Schloss Eberstein, Altes Rathaus, Storchenturm, Flößermuseum „Haus Kast“

Forbach: St. Johannes, Maria-Hilf-Kapelle, Historische Holzbrücke

Baiersbronn: Hauff’s Märchenmuseum

Freudenstadt: Stadtkirche, Heimatmuseum, Marktplatz, Friedrichsturm

Loßburg: Heimatmuseum Altes Rathaus

Alpirsbach: Museum für Stadtgeschichte, Klostermuseum mit Klosterkirche, Brauereimuseum, Glasbläserei

Schenkenzell: Ruine Schenkenburg

Schiltach: Apothekermuseum, Hansgrohe-Museum für Wasser, Bad und Design und Aquademie, Museum am Markt, Schüttesägemuseum, Historische Altstadt

Wolfach: Schlosskapelle, Jacobuskapelle, Fürstenberger Schloss

Hausach: Museum im Herrenhaus, Freilicht-Bergbau-Museum „Erzpoche“, Ruine Husen, Dorfkirche

Haslach: Trachtenmuseum, Hansjakob-Museum, Altstadt, Altes Kapuzinerkloster, Gedenkstätte Vulkan, Besucherbergwerk „Gottes Segen“

Gengenbach: Narrenmuseum, Flößerei- und Verkehrsmuseum, Wehrgeschichtliches Museum, Altstadt

Ortenberg: Schloss

Offenburg: Museum im Ritterhaus, Franziskanerkloster, Rathaus, Jüdisches Bad, Fischmarkt, Spitalspeicher

Durbach: Schloss Staufenberg, Wein- und Heimatmuseum

Oberkirch: Ruine Schaumburg, Siplicissimus-Haus

Appenweiher-Urloffen: Meerrettichort

Bühl: Rathaus, Kirche Peter und Paul, Römischer Meilenstein

Baden-Baden: Kurhaus, Festspielhaus, Trinkhalle, Theater, Spielcasino, Friedrichsbad

Unterkunft

Unterkünfte gibt es in ausreichender Anzahl und unterschiedlich komfortabel im gesamten mittleren Schwarzwald.
Unter  
schwarzwaltourismus.de,  murgtal.org und  schwarzwald-kinzigtal.info findet man sicher eine geeignete Übernachtung mit Unterstellmöglichkeit für sein Rad. In der Saison sollte man allerdings reservieren.

Campingplätze sind in Rastatt, Freudenstadt, Wolfach, Steinach und im Rheintal, nahe Offenburg, Achern und Bühl.

Jugendherbergen nehmen Gäste in Freudenstadt, Ortenberg bei Offenburg und Baden-Baden auf.

Karten

Fluss-Radwege Schwarzwald, Bikeline, ISBN: 978-3-85000-338-4, 13,90 Euro, esterbauer.com

GPS

GPX-Track zur Radrunde Schwarzwald

Interview Robbert Rutgrink, Santos: „Macht es einfach“

Der Radhersteller Santos hat sich mit hochwertigen Reiserädern aus Holland einen Namen gemacht. Nach den Niederlanden, Belgien und Australien will Santos nun auch den deutschen Markt erobern. Drei Fragen an Firmengründer Robbert Rutgrink.

RADtouren: 1997 hast du im Alter von 27 dein eigenes Unternehmen gegründet. Was war deine Idee? Gab es nicht schon bereits genügend andere Radhersteller?

Robbert Rutgrink: Na klar, es gab auch damals schon etliche Fahrradhersteller, das hat sich bis heute dummerweise noch nicht geändert (lacht). Leider gibt es viele Räder in mieser Qualität. Genau da wollte ich ansetzen. Unsere Kunden können sich ihr Traumrad online bis ins kleinste Detail zusammenstellen und später bei einem unserer Vertriebspartner abholen. Klar sind unsere Räder nicht ganz günstig – sie beginnen bei etwa 2000 Euro – dafür bekommen die Kunden ein hochwertiges Unikat.

RADtouren: Jetzt wollt Ihr auch in Deutschland durchstarten und arbeitet dafür mit dem deutschen Nachrüster Pendix zusammen. Wie kam es dazu?

Robbert Rutgrink: Auch in Deutschland gibt es viele Fahrradverrückte, die wir glücklich machen wollen. Am Thema E-Bike kommt heute allerdings kein Hersteller vorbei, deswegen suchte ich nach einer Möglichkeit, unsere Räder zu elektrifizieren. Als ich auf den Nachrüstsatz von Pendix stieß, war ich zunächst skeptisch. Je mehr ich mich aber damit beschäftigte, desto besser gefiel mir das System. Außerdem fand ich viele Gemeinsamkeiten beim Anspruch an die Qualität des Produkts.

RADtouren: Santos ist gerade bei Pendlern und Radreisenden sehr beliebt. Warum?

Robbert Rutgrink: Ja, Santos-Fahrer werden nur selten durch eine Panne aufgehalten, das ist bestimmt einer der Gründe. James Bowthorpe zum Beispiel ist 2009 in nur 176 Tagen einmal um die Welt geradelt. Er benutzte dafür ein Santos „Travelmaster“ mit einem Riemenantrieb, der auf eine Rohloff-Nabenschaltung montiert war. So etwas hatte es zuvor nicht gegeben, da waren wir die ersten. James musste den Riemen nur ein einziges Mal austauschen. Oder mein Nachbarn und Freund Mattjis. Auch er ist um die Welt geradelt, hat sich allerdings ein ganzes Jahr Zeit genommen und erzählt heute noch ständig von seinen Erlebnissen. Auf dem Rad die Dörfer abzuklappern, Menschen zu treffen und vielleicht sogar neue Freunde zu finden, das macht für mich den ganz großen Reiz von Radreisen aus. Wer also noch zögert, ob er wirklich losfahren soll, dem kann ich nur zurufen: Macht es einfach! Es gibt immer Gründe, die dagegensprechen, aber noch viel mehr Gründe, es zu tun. Es gibt wahnsinnig viel mehr zu sehen und zu erleben als auf Reisen mit Bus, Bahn oder Flugzeug.

Ostbayern

Sucht man den Freistaat in seiner ursprünglichsten Form, dann ist man hier richtig: Der Osten Bayerns bezaubert mit einer Landschaft von herber Anmut, die von sanften Flusstälern und Hügeln geprägt ist – ein Kleinod abseits der Haupttouristenrouten und für Radler ein echter Geheimtipp.

Text & Foto: Klaus Tscharnke
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RADtouren 4/2020.

Die Tour führt überwiegend über individuell kombinierte Fernradwege. Die dabei genutzten Feld- und Waldwege genügen in der Regel den Anforderungen bepackter Reiseradler. Die Passagen durch das Fichtelgebirge und den Oberen Bayerischen Wald (Arber-Region) sind mit längeren Anstiegen verbunden; eine berggängige Schaltung oder ein E-Bike sind hier von Vorteil. Meist bewegt sich der Radreisende aber entspannt in flachen Flusstälern. Die Tour ist samt Besichtigungstagen in gut zwei Wochen zu bewältigen. Andererseits ist die Tour leicht teilbar. Wegen der guten Bahn-Anbindung bietet sich etwa Regensburg als Schnittpunkt für zwei Ein-Wochen-Touren an.

 

An- und Abreise

Wegen der großen Entfernung zwischen dem Start- und Zielpunkt der Tour, liegt die An- und Abreise mit der Bahn nahe. Drehscheibe für Bahnfahrten nach Bayreuth ist dabei in der Regel Nürnberg. Selbst bei der Anreise aus Berlin läuft es auf ein Umsteigen in Nürnberg (alternativ in Coburg) hinaus. Berliner müssen eine etwa vier- bis viereinhalbstündige Bahnfahrt, Kölner etwa eine fünfeinhalbstündige Bahnreise einkalkulieren.

Mit dem Auto erreicht man Bayreuth über die Autobahn A9.

Etappen

1. Etappe Bayreuth – Bischofsgrün  28 km

2. Etappe Bischofsgrün – Windischeschenbach  54 km

3. Etappe Windischeschenbach – Pleystein  47 km

4. Etappe Pleystein – Schwandorf  70 km

5. Etappe Schwandorf – Regensburg  62 km

6. Etappe Regensburg – Nittenau  38 km

7. Etappe Nittenau – Chamerau  51 km

8. Etappe Chamerau – Lohberg  42 km

9. Etappe Lohberg – Patersdorf  63 km

10. Etappe Patersdorf – Osterhofen  67 km

11. Etappe Osterhofen – Passau  49 km

Sehenswertes

Bayreuth: Markgräfliches Opernhaus (UNESCO-Weltkulturerbe)

Goldkronach: Goldbergbaumuseum; auf dem Goldberg selbst (Wanderung) gibt es eine Infostelle (nur an Sonntagen und Feiertagen geöffnet).

Windischeschenbach: Geozentrum mit Informationen zum Kontinentalen Tiefbohrprogramm

Pleystein: Neobarocke Kreuz­bergkirche und Salesianerkloster

Nabburg: Fast vollständig erhaltene Innenstadt mit Stadtmauer; im benachbarten Neusath-Perschen: Oberpfälzer Freilandmuseum

Schwandorf: Bayernweit größtes Felsenkeller-Labyrinth (nur mit Führung)

Kallmünz: Burgruine auf einem Fels oberhalb der Stadt mit herrlichem Ausblick

Regensburg: Historischer Stadtkern, Dom, Steinerne Brücke, Turmhäuser, beschauliche Plätze, Haus der Bayerischen Geschichte

Roding: Romanische Taufkapelle St. Anna mit Fresken

Moos: Infozentrum Isarmündung

Passau: Barocke Altstadt, Dom St. Stephan mit der größter Dom­orgel der Welt

Übernachtung

Bischofsgrün: Hotel & Gasthof Siebenstern
hotel-siebenstern.de

Windischeschenbach: Gasthof Zum Weißen Schwan
schwanerer.de

Pleystein: Hotel Regina
Tel. 09654 237

Schwandorf: Gasthof Baier
gasthof-baier.de

Regensburg: Hotel Restaurant Wiendl  hotelwiendl.de

Nittenau: Brauerei Gasthof Jakob  brauereigasthof-jakob.de

Chamerau: Gasthof Bäckerwirt
gasthof-baeckerwirt.de

Lohberg: Hotel Pension zur Linde  hotelpension-zur-linde.de

Patersdorf: Hotel Gasthof Kargl
gasthof-kargl.de

Osterhofen: Hotel Gasthaus Bayerischer Löwe
hotel-bayr-loewe.de

Passau: B&B Hotel Passau
hotelbb.de/de/passau

Reiseführer/Karten

Reiseführer:
Ostbayern, Daniela Schetar, Dumont Reisetaschenbuch, 17,99 Euro

Radkarten:

  • Bayerischer Wald, ADFC-Radtourenkarte 23 Bayerischer Wald/Donau, Maßstab 1:150.000, 8,95 Euro.
  • Oberpfalz: Flussradwege Niederbayern und Oberpfalz, Bikeline-Führer, Verlag Esterbauer, 14,90 Euro

Infos

Das Angebot an kostenlosen Radkarten und Prospekten ist so gut, dass man auf der Tour beinahe ohne konventionelle Radkarten auskommt.

Tourismusverband Ostbayern:
ostbayern-tourismus.de/Media/Prospekte/
ostbayern-tourismus.de/Erlebnisse/Radfahren

GPS

GPX-Track zur Radrunde durch Ostbayern

Berlin

Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah! Nadine Pahling und Alexander ­Hüfner haben ihre Heimatstadt Berlin einmal ganz anders ­entdeckt: mit dem Blick fürs ­Sehenswerte und der Muße fürs besondere Flair. Fazit: Die deutsche Hauptstadt ist für Einheimische und Besucher immer eine Radtour wert!

Text: Nadine Pahling    Fotos: Alexander Hüfner

 

Strecke 

Start und Ende der Tour: U-Bahnhof Mendelsohn-Bartholdy-Park

Länge: 40 Kilometer

Sehenswertes

Siegessäule / Tiergarten, Brandenburger Tor, Straße Unter den Linden, Berliner Dom, Mauerpark, Gedenkstätte Berliner Mauer, Regierungsviertel/Spreebogen, Reichstag, Potsdamer Platz, Checkpoint Charlie, East Side Gallery, Wachturm/Führungsstelle Schlesischer Busch, Tempelhofer Feld

Infos

Bikeline Radtourenbuch: Berliner Mauer-Radweg, Verlag Esterbauer

Marco Polo Reiseführer Berlin: Reisen mit Insider-Tipps, Mairdumont

Berlin MM-City Reiseführer, Michael Müller Verlag 

berlin.de

visitberlin.de

Tipps

Lohnende Pausen mit Bars, Restaurants, Geschäften:

Prenzlauer Berg: Kastanienallee; Kreuzberg Wrangel: Schlesische Straße; Kreuzberg Graefe: Graefestraße; Kreuzberg Bergmannkiez: Bergmannstraße; toller Abschluss der Tour: Biergarten „BRLO“ im Gleisdreieck Park mit selbstgebrautem Craftbeer

GPS

GPX-Track zur Radtour durch Berlin

Georgien

Es gibt Länder, die muss man im Fahrradsattel erleben. Georgien ist so ein Land. Nahezu unberührte Natur, schroffe Berge, liebliche Täler, Klöster, lebhafte Städte und der bröckelige Charme der einstigen Sowjet-Ära. Eine Abenteuerfahrt auf der Grenze Zwischen Europa und Asien.

Text & Foto: Thorsten Brönner

Die Reise führt überwiegend über asphaltierte Straßen. Manche Abschnitte verlaufen auf Schotter. Daher fährt man die Tour am besten mit einem breitbereiften Reiserad oder Mountainbike. Im Kleinen Kaukasus geht es mit tollen Panoramen über den Zekari Pass (2174 Meter). Der Zagar Pass (2620 Meter) im Großen Kaukasus ist von der Ostseite her steil und in einem schlechten Zustand. Dort müssen Radler mehrmals schieben. Die Landstraßen in Georgien sind meist wenig befahren. Unterwegs gibt es viele Kirchen, Klöster und sehenswerte Städte.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RADtouren 4/2020.
 

An- und Abreise

In Georgien gibt es drei Flughäfen: Tiflis, Batumi und Kutaissi. Alle drei bieten eine gute Ausgangsbasis für eine längere Radreise. Zwischen dem Großen Kaukasus und dem Kleinen Kaukasus breiten sich die Kolchische Tiefebene und die Transkaukasische Senke aus. Beide verbindet eine Zugtrasse. So kann man größere Strecken überbrücken und mehrere Städte besuchen.

Etappen

1. Etappe Paravani – Wardsia  98 km

2. Etappe: Wardsia – Aspindsa  42 km

3. Etappe: Aspindsa – Abastumani  62 km

4. Etappe: Abastuman – Sairme  47 km

5. Etappe: Sairme – Kutaissi  51 km

6. Etappe: Kutaissi – Zageri  78 km

7. Etappe: Zageri – Lemzagori  52 km

8. Etappe: Lemzagori – Uschguli  41 km

9. Etappe: Uschguli – Mestia  45 km

10. Etappe: Mestia – Khaishi  66 km

11. Etappe: Khaishi – Anaklia  103 km

12. Etappe: Anaklia – Sugdidi  35 km

Übernachtung

Tiflis:
Iota Hotel,
Mikheil Lermontovi Str. 10,
Tel. +995 32 240 30 10
iotahotels.com

Wardsia:
Vardzia Resort,
Tel. +995 591 321515
vardziaresort.com

Aspindsa:
Vardzia Cave,
Aspindsa Tabidze Str. 4,
Tel. +995 599 49 64 09
vardzia-cave.business.site

Abastumani:
Villa Abastumani,
Lado Asatiani Str. 5, 
Tel. +995 599 20 24 07

Baghdati:
Best Western Sairme Resort,
Tel. +995 32 240 45 46
bestwestern.com

Kutaissi: 
Best Western Kutaissi,
Grishashvili Str. 11,
Tel. +995 322 19 71 00
bestwestern.com

Zageri: 
Khvamli Guesthouse,
Qeen Tamar Str.26,
Tel. +995 599 39 19 89

Lemzagori:
Lagusheda,
Tavisupleba Str. 10,
Tel. +995 599 26 81 24

Uschguli:
Villa Lileo,
Tel. +995 599 91 22 56

Mestia:
Korte, Guest House,
Tel. +995 557 75 34 59

Anaklia:
Friendly-Beekeper, Khaishi Hotel Anaklia,
Tel. (+995 32) 2 609 990
hotelanaklia.com

Karte/Reiseführer

Georgien. Marlies Kriegenherdt, Reise Know-How Verlag. ISBN 978-3-8317-2986-9, 19,90 Euro

Georgien. Unterwegs zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer. Andreas Sternfeldt, Trescher Verlag, ISBN 978-3-8979-4466-4, 19,95 Euro

Georgien. Nina Kramm, Stefan Loose Travel Handbücher, ISBN 978-3-7701-7887-2, 24,99 Euro

GPS-Karten zu Georgien gibt es unter
velomap.org/de

Infos

georgia.travel

GPS

GPX-Track zur Radrunde Georgien

Schicker Flitzer von Blaupunkt

Blaupunkt hat zwei neue Falt-E-Bikes im Programm, das blaue „Fiete 500“ und das orange „Fiene 500“. Die sportliche Optik der Räder wird unterstützt durch einen 250 Watt starken Motor, versorgt durch einen Lithium-Ionen-Akku mit 36 Volt und 9,6 Amperstunden. 70 Kilometer Reichweite sind laut Blaupunkt damit drin. Das Gewicht des Fahrrads beträgt inklusive Akku rund 21 Kilo. Den flexiblen Begleiter mit Tektro-Scheibenbremsen und Sechsgang-SIS-Schaltung von Shimano gibt es für 1499 Euro.  dotblue-ebike.de

Leserreportage: Vietnam – ein quirlig buntes Land

Jakob Fischer ist gemeinsam mit seiner Tochter von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt geradelt – 2300 Kilometer durchs Hinterland und an der Küste Vietnams entlang, durch einsame, grüne Berge und lebhafte, moderne Metropolen.

Hanoi, die Hauptstadt Vietnams, empfängt uns schon im Januar mit sommerlichen Temperaturen. Wir, das bin ich, Jakob (62) und meine Tochter Hannah (27). Die quirlige aber liebenswerte Metropole lässt uns keine lange Eingewöhnungszeit. Dichter, aber unaufgeregter Verkehr, Läden, Händler und zugestellte Gehwege fordern unsere volle Konzentration. Abgase mischen sich mit dem Duft der Köstlichkeiten, die in den zahlreichen Garküchen entlang der Straßen zubereitet werden. Wir nehmen uns Zeit, einige Tempel, Pagoden und historische Häuser zu besichtigen. 

Am nächsten Tag radeln wir zunächst nach Südwesten und folgen der perfekt asphaltierten Ho-Chi-Minh-Road, jenem historischen Versorgungspfad, der schon zu französischer Kolonialzeit von den vietnamesischen Befreiungskämpfern angelegt wurde. Je weiter wir uns von Hanoi entfernen, desto einsamer sind wir unterwegs. Wir nehmen uns immer wieder Zeit, die kleinen Dörfer zu durchstreifen und können uns gut in den kleinen Läden versorgen. In den urigen Restaurants freut man sich über unseren Besuch. Eine Verständigung ist aber äußerst schwierig. Kaum jemand spricht auch nur wenige Worte Englisch. Wir müssen selbst in die Töpfe schauen und unsere Wünsche verständlich machen. Meistens und zu jeder Tageszeit landet Pho, die landestypische Nudelsuppe, auf den kleinen Plastiktischen. Die verschiedenen Varianten dieses Nationalgerichts erkennen wir durch die Sprachbarriere  aber nicht.


Von Lesern für Leser

Erzählen Sie uns in rund 650 Wörtern von Ihrer Radreise. Wo waren Sie?
Was haben Sie erlebt? Was hat Ihnen besonders gut gefallen – und was weniger? Mailen Sie uns an leserreporter@radtouren-magazin.com außerdem
bitten zirka zehn Fotos von Ihrer Tour, die wir im RADtouren-Magazin (auch online und bei Facebook) veröffentlichen dürfen. Darunter sollte natürlich auch mindestens eines von Ihnen sein! Unter allen Einsendungen verlosen wir ein
kleines Dankeschön.


Zwangsläufig haben wir nach ein paar Tagen dann auch die wichtigsten Vietnamesisch-Vokabeln drauf. Allein für „Hotel“ gibt es fünf verschiedene Begriffe. „Nha Ngi“ bedeutet „Haus Ruhe“ und entspricht einer einfachen Pension. Nicht immer liegt eine Matratze im Bett. Manchmal muss auch eine Wolldecke auf dem Holzuntergrund reichen. 

Den ersten Ruhetag gönnen wir uns nach einer Woche im Phong-Nha-Nationalpark. Die Besichtigung einer der zahlreichen Höhlen ist unbedingt zu empfehlen. Wir beginnen mit der Paradise-Cave – wie es heißt, die größte der Welt: 31 Kilometer lang, davon eineinhalb begehbar, und bis zu 100 Meter hoch. Beeindruckende Stalagmiten und Stalaktiten gigantischen Ausmaßes sind zum Glück dezent und stimmungsvoll illuminiert.

Die Topographie auf der weiteren Fahrt nahe der Grenze zu Laos wird nun zunehmend bergiger. 1800 Höhenmeter, die auf der nächsten Tagesetappe zu bewältigen sind, verlangen uns einiges ab. Zudem gibt es in dieser spärlich besiedelten Region kaum noch Möglichkeiten, Wasser und Lebensmittel zu bekommen. Wir queren deshalb schon etwas früher als ursprünglich geplant in die belebtere Küstenregion, wo als kulturelles Highlight die alte Kaiserstadt Hue auf uns wartet. Insbesondere die außerhalb der Stadt liegenden Grabstätten haben uns beeindruckt. Der poetisch veranlagte Kaiser Tu Duc, der im 19. Jahrhundert residierte, erbaute sich hier schon zu Lebzeiten eine Park- und Palastlandschaft mit 50 Gebäuden für seine letzte Ruhe. Aus Angst vor Grabräubern wurde er aber später dann doch an einem geheimen Ort beigesetzt.

Von nun an setzen wir unsere Reise auf küstennahen Straßen fort. Zunächst geht es über den Wolkenpass, auch Wetterscheide zwischen dem subtropischen Norden und tropischem Süden. Nach den Bergetappen der Tage zuvor aber eine eher leichte Übung.

Hoi An ist die nächste Stadt, in der wir verweilen wollen. Das kleine Hafenstädtchen wurde ab dem 15. Jahrhundert von chinesischen und japanischen Kaufleuten gegründet. Straßen und Häuser sind mit bunten Lampions geschmückt, ebenso die zahlreichen Ausflugskähne. Durch das anstehende Tet-Fest, das nach vietnamesischem Kalender das neue Jahr einläutet, platzt die Stadt aus allen Nähten. Die Familien kommen zusammen und flanieren durch die Gassen und sorgen auf dem Nachtmarkt für gute Umsätze.

Der weitere Verlauf unserer Route führt uns auch nach My Lai, das Dorf, dessen Name symbolisch für die Grausamkeiten des Krieges steht, nachdem amerikanische GIs hier 1968 über 500 Zivilisten massakrierten. Dokumentationszentren und endlose Soldatenfriedhöfe erinnern immer wieder an die leidvolle Geschichte des Landes.

Nachdem wir nun schon 2000 Kilometer geradelt sind, erreichen wir Mui Ne und damit den touristisch gut erschlossenen Süden. Ein paar Strandtage haben wir uns jetzt verdient. Wir genießen es nochmal, die malerische, verkehrsarme Küstenstraße zu befahren, bevor wir uns Ho-Chi-Minh-Stadt, die von vielen immer noch Saigon genannt wird, nähern. Am dunstig grauen Horizont taucht die von Wolkenkratzern dominierte Skyline auf. Wir beziehen ein Hotel im District 1, dem Zentrum der Neunmillionen-Metropole. Viele alte Häuser sind hier den Türmen der Hotels und großen Konzerne gewichen. Man muss schon etwas suchen, will man das in einigen Nebenstraßen versteckte ursprüngliche Saigon finden. Die Stadt will ganz offensichtlich ihre Geschichte hinter sich lassen und wendet sich kompromisslos der Moderne zu.

 

Wasserburgen-Route mit neuer Homepage

Foto: Apart Fotodesign Alexander Pallmer

Etappen, Highlights, Unterkünfte, Einkehrmöglichkeiten, Fahrradwerkstätten – das alles gibt es kompakt auf der neuen Homepage der Wasserburgen-Route. Die 470 Kilometer des Fernradwegs zwischen Aachen, Bonn und Bedburg führen vorbei an über 120 Burgen und Schlössern, sowie durch die abwechslungsreichen Landschaften der Eifel, der Jülicher Börde und der Rheinischen Bucht. die-wasserburgen-route.de

Mama, Papa, schneller!

Krisen- und wetterbedingt treibt es Familien gerade in die Parks und Wälder. Zur perfekten Ausstattung für den Ausflug gehören entweder Kinderwagen, Jogger, Anhänger – oder der dynamische „Speedkid“ von Queridoo.

Text & Foto: Timo Dillenberger

Was muss ein Kinderanhänger können? Möglichst viel Platz bieten, möglichst viel Gewicht tragen, am besten Drillinge vom ersten bis zum zehnten Lebensjahr sicher beherbergen? Manch einer ist geneigt, technische Daten und Werbeparolen dieser Art zu vergleichen. Aber nicht jeder braucht und will das maximal Mögliche. Für die hält Queridoo das 2020er Modell des „Speedkid“ bereit. Besonders die Variante mit einem Sitzplatz ist leicht, kompakt, einfach zu transportieren, natürlich wendig und nicht zuletzt „dynamisch“ einsetzbar. Das spürt man sowohl beim Einsatz als Trailer oder Kinderwagen als auch als Gefährt beim Wandern oder sogar Joggen.

Praktischer Minimalismus

An dem „Sportlichen“ aus der Queridoo-Produktpalette fällt gleich das geringe Packmaß auf. Der Anhänger passt locker in den Kofferraum eines Golfs. Bis zur vollen Einsatzbereitschaft braucht man mit etwas Übung nur 20 Sekunden. Räder und Deichsel werden aufgesteckt, die Kabine aufgeklappt und beidseitig arretiert. Für die beiden „Fahrmodi“ ohne Rad lässt man die Deichsel weg, klickt das kleinere Vorderrad ein und klappt den Schiebegriff zurück – der dient sonst übrigens als Überrollbügel. Genauso schnell ist der kleine Passagier mit dem Fünfpunktgurt befestigt und die Kabine geschlossen.

Im Unterschied zu anderen Modellen ist die vordere Luke nicht mit einem Reißverschluss oder Klett zu schließen, sondern mit umlaufenden Magnetbändern. Das geht schnell, einfach und ist vor allem verschleißfrei. Dafür ist die Kabine nicht ganz so stramm gespannt wie gewohnt. Selbst die Regenplane wird ausschließlich am unteren Ende festgeklettet.

Nicht nur wegen der kompakteren Maße ist der Alurahmen leichter als bei anderen Modellen. Das spürt man beim Verladen genauso wie beim Ziehen und Schieben. Trotzdem hat man nicht das Gefühl, auf Stabilität verzichten zu müssen. Nur in Sachen Extragepäck muss man mit sieben Kilo und etwa 25 bis 30 Litern kleine Abstriche machen. Der Passagier selbst darf bis zu 22 Kilo schwer und 116 Zentimeter groß sein. Geeignet ist der Speedkid damit laut Hersteller für Kinder von sechs Monaten bis sechs Jahren.

Fällt auf, aber nicht um

Der einsitzige Speedkid1 ist zwar nur zehn Zentimeter schmaler als der zweisitzige beziehungsweise auch als die meisten Mitbewerber, er fährt sich aber trotzdem dynamischer als alle bisher getesteten Modelle. Weniger Gewicht und ein durch die Spurbreite weiterer Kurvenradius verleitet fast zum übertrieben flotten fahren. Offiziell gibt der Hersteller den Trailer für „nur“ 25 Kilometer pro Stunde auf Geraden und sieben in Kurven frei – das ist nicht unüblich und eine Vorsichtsmaßnahme des Haftenden, ein Schlingern oder gar Kippen müsste man aber durch Manöver und Geschwindigkeiten provozieren, die im Alltag unwahrscheinlich sind. Anteil daran hat nicht zuletzt die gute Federung, die unnötiges Wippen und Springen weitestgehend verhindert und damit wie bei Pkw erst die stabile Spur in Kurven ermöglicht. Zudem erhöhen die Blattfedern natürlich den Fahrkomfort. Hier gereicht das geringe Eigengewicht des Anhängers sogar eher zum Nachteil: Mit weniger als sieben oder acht Kilo, sprich einem sehr jungen Insassen*, ist das Fahrwerk eine Idee zu straff. Zwei Flaschen Wasser im hinteren Gepäckfach bügeln das aber problemlos aus.

Praktischster Vorteil des schmaleren Modells: Selbst enge Türen in alten Wohnhäusern sind leicht passierbar. Hier spielt das Multitalent dann einen weiteren Trumpf aus. Man muss nicht Platz für drei Wagen in der Wohnung finden, denn mit dem mitgelieferten Vorderrad sind Kinderwagen und Babyjogger obsolet. Der Clou: Das an sich frei drehbare Rad kann in Fahrtrichtung fixiert werden, sodass man den sonst hochwendigen Wagen nicht groß führen muss. Die Spurtreue ist zwar nicht ganz so stabil wie beim großen Bruder mit dem Vorderrad an einem weit ausgreifendem Ausleger, wir hatten beim Jogging-Test aber keinerlei Probleme. Im Gegenteil: Auch im Running-Modus schiebt sich der Wagen superleicht und dynamisch. Der kleine Passagier sitzt so tief zwischen den Rädern, dass er die Fahreigenschaften kaum beeinträchtigt. Und wenn die Schubstange richtig eingestellt ist, lässt sich der Wagen zum Richtungswechsel genauso leicht nach hinten kippen.

Fazit

Mit dem Speedkid1 oder auch dem Pendant für zwei Kinder bekommt man für relativ wenig Geld einen hochwertigen, funktionalen Anhänger, der besonders durch sein geringes Gewicht und Packmaß überzeugt. Viele Details sind vom etwas stabileren großen Bruder übernommen. Wer den Anhänger oft mit dem Pkw transportiert, ist mit diesem Modell gut beraten. Der größte Nachteil des leichten, sportlichen Wagens ist die geringere Nutzlast. Wer den Anhänger also zusätzlich als Transportgerät nutzen möchte, muss auf den klasse Faltmechanismus und die dynamischen Fahreigenschaften des Speedkid verzichten und eher den „Kidgoo“ wählen.

* für den Speedkid gibt es für Kleinstkinder eine Hängematte als Zubehör; eine Autoschale wie im Kidgoo kann nicht montiert werden

Steiermark – Ins grüne Herz Österreichs


Advertorial – Hier dreht sich alles um die Reben – und ums Radfahren! Auf der 400 Kilometer langen „Weinland Steiermark Tour“ haben die Radfaher eines immer fest im Blick: die himmlischen Kulinarik-Momente in den Weingütern, Buschenschenken und Manufakturen. Die Weinland Steiermark Tour führt durch die Südoststeiermark an die Grenze zu Slowenien. Sie schlängelt sich vorbei an traditionellen Kernölmühlen, erlesenen Winzerbetrieben und führt durch Weinberge, Apfelplantagen, Burgen u.v.m. Dank der sieben unterschiedlichen Thermen entlang der Route sind den beanspruchten Radlerbeinen Erholung und Entspannung bei zahlreichen Zwischenstopps garantiert. Eine Rundtour voller kultureller und kulinarischer Schätze.
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Top-Radtipps für die Steiermark

Schladming-Dachstein

In Schladming-Dachstein lassen 26 Touren durch herrliche Naturlandschaften das Bikerherz höherschlagen. Vorbei an Alm und Wiesenwegen am Fuße der markanten Südwände des Dachsteinmassivs ist die Panoramarunde in Ramsau am Dachstein ein absolutes Muss.
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Thermen- & Vulkanland

Auf zwei Rädern in der grenzüberschreitenden Auenlandschaft der Murauen in Österreich und Slowenien unterwegs zu sein, ist für Naturfreunde ein wahrer Genuss und ein unvergessliches Erlebnis.
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Schilcher Weinstraße

Wenn es im Weinglas roséfarben schimmert, ist man auf der Schilchertour Nord und Süd unterwegs. Entlang der Weingärten Hochgrail ist das Genuss-Schilchern besonders reizvoll.
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Urlaubsregion Murau-Murtal

Hunderte Kilometer an Radwegen führen die Steiermark-Urlauber durch die Urlaubsregion Murau-Murtal, vom Murradweg über Mountainbike und E-Bike-Strecken. Mit dem Fahrradzug können die Etappen entlang des Radwegs individuell angepasst werden.
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Turracher Höhe

Auf rund 1 800 m in landschaftlich toller Lage lässt es sich gut aushalten! Das schöne Romantik-Seehotel Jägerwirt auf der Turracher Höhe ist der ideale Ausgangspunkt, um das breitgefächerte Radrouten-Angebot ausgiebig zu testen.
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Navi am Handgelenk

Eigentlich ideal: Die Uhr am Handgelenk kann navigieren und ersetzt damit Smartphone oder GPS-Gerät am Lenker. Wir haben GPS-Uhren auf ihre Eignung für Radtouren getestet.

Text & Foto: Thomas Froitzheim

Ähnlich Smartphones, präsentieren sich auch zunehmend smarte Uhren outdoorgeeignet, also stoß- und wasserfest. Je nach Einsatzschwerpunkt nennen sie sich Fitness-Tracker, Smartwatch oder Multisportuhr. Zum eigenständigen Navigieren muss ein GPS-Chip vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, muss die Uhr mit einem Smartphone gekoppelt werden. Sie dient dann nur als externes Display.

Wir haben uns vier sehr unterschiedliche Kandidaten mal genauer angeschaut: Sigma iD Free (ca. 140 Euro), Suunto 7 (ca. 450 Euro), Samsung Gear S2 (Nachfolgemodelle ca. 300 Euro) und Garmin Fenix 6 pro (ca. 600 Euro).

Enttäuschend: Betriebssysteme

Während zwei unserer Modelle (Sigma und Garmin) mit ihren Betriebssystemen bereits die Möglichkeit bieten, eine extern geplante Tour (GPX-Track) auf die Uhr zu übertragen, sucht man diese Möglichkeit bei den Modellen von Suunto und Samsung vergebens. Die neue Suunto 7 (sie hat im Unterschied zu anderen Suunto-Uhren das Android-basierte Wear-OS-Betriebssystem) kann zwar Strecken aufzeichnen, aber die Möglichkeit, mit extern geladenen Tracks zu navigieren, wird in keiner Zeile der Betriebsanleitung erwähnt. Bei Wear OS, auf dem auch zahlreiche andere Smartwatches basieren, gibt es kaum outdoor-navigationsfähige Anwendungen im App-Store. Bei Samsungs Tizen-Betriebssystem ist es nicht viel anders.

Unter den wenigen Kandidaten im App-Store gefiel uns besonders die App „Locus Maps Pro“. Locus Maps ermöglicht sowohl bei der Suunto 7 als auch der Samsung Gear S2 eine durchaus komfortable Navigation. Der aktuelle Kartenausschnitt erscheint schnell und detailliert auf dem Uhren-Display, die Route ist deutlich zu sehen, sogar mit Richtungspfeilen. Die Samsung-Uhr ermöglicht dabei durch ihre drehbare Lünette (das hat die Suunto 7 nicht), den Touchscreen und die außen liegenden Tasten eine wunderbar einfache und schnelle Bedienung. Das Zoomen sowie das Verschieben des Kartenausschnitts funktionieren sehr schnell. So macht Navigation am Handgelenk wirklich Spaß! Das Smartphone bleibt zudem geschützt in der Tasche oder im Rucksack und kann durch sein nicht genutztes Display sehr viel Energie einsparen.

Überzeugend: Navigation

Mit der Sigma iD Free und der Garmin Fenix kann man auch ohne gekoppeltes Smartphone navigieren. Tracks überträgt man auf die iD Free über die Sigma-Link-App. Bei der Fenix sind mehrere Wege möglich, unter anderem die Übertragung von GPX-Dateien per Kabel.

Die iD Free bietet unterwegs nur eine rudimentäre Navigation. Sie zeigt den Track auf einem Graustufen-Display an, allerdings ohne Kartenhintergrund. In der Praxis klappt dies erstaunlich gut – schwierige Wegeführungen wie bei Mountainbiketouren im Wald sollte man damit allerdings nicht unternehmen. Das Display ist auch im Sonnenlicht sehr gut ablesbar. Beim Akku sollte man allerdings nicht zu viel erwarten – eine Tagestour ist aber meistens drin. Wer also Wert auf minimalistische Navigation legt, liegt mit der iD Free richtig. Sie erfreut zudem durch geringes Gewicht, eine pfiffige Fahrradhalterung und einen sehr niedrigen Preis.

Komplett anders zeigt sich die Garmin Fenix 6 pro. Sie besitzt schon eine komplette, vorinstallierte Europakarte und eine schier unendliche Funktionsvielfalt, mit der man sich erst einmal befassen muss. Ihr Farbdisplay begeistert – in jeder Beleuchtungssituation ist die Uhr hervorragend abzulesen, auch bei prallem Sonnenlicht. Der GPS-Empfang kann sich mit klassischen GPS-Geräten durchaus messen und der Energieverbrauch grenzt schon fast an ein Wunder. Nach einer sechseinhalbstündigen Tour mit permanenter Aufzeichnung und eingeschaltetem Display besaß die Uhr immer noch 60 Prozent ihrer Akkuladung. Großer Wermutstropfen: Die Uhr ist nur über ihre Tasten bedienbar, sie besitzt keinen Touchscreen.

Unser Fazit

Wer nicht auf den Preis schauen muss, erhält mit der Garmin Fenix 6 pro eine Uhr mit hervorragendem Display, mehrtägiger Akkulaufzeit, kompletter Karte und zahlreichen Navigationsfunktionen – aber auch Einarbeitungsbedarf. Die sehr preisgünstige Sigma iD Free kann durchaus als Minimal-Navigator dienen, während die Suunto 7 und Samsungs Gear-Modelle für eine wirklich komfortable Outdoor-Navigation ein gekoppeltes Smartphone mit Apps wie Locus Maps benötigt.

Ein grundsätzlicher Nachteil verbindet alle Uhren: Am Handgelenk sind sie einfach nicht so gut abzulesen wie am Lenker. Und selbst wenn sie am Lenker befestigt sind, bleibt die Bedienung durch ihre geringe Größe und die kleinen, seitlichen Tasten doch deutlich hinter der eines Smartphones oder GPS-Gerätes zurück.

 

Fahrbericht: Das starke V aus Bayern

Tiefeinsteiger sind praktisch. Aber für flottes Fahren, erst Recht mit Gepäck, gelten sie als eher ungeeignet. Trenoli will mit dem ­E-Bike Brenta mit diesem Vorurteil aufräumen.

Text & Fotos: Timo Dillenberger

Tiefeinsteiger sind perfekt geeignet für Radfahrer mit weniger Beweglichkeit beim Auf- und Absteigen und für etwas ängstlichere Piloten. Man muss sein Bein nicht über den Sattel oder gar über Berge von Gepäck schwingen. Außerdem braucht man keine Angst zu haben, im Notfall nicht schnell genug absteigen zu können. Im Gegenzug muss man dafür durch die fehlende Strebe im Rahmendreieck eine Schwächung der Rahmengeometrie in Kauf nehmen.

Mit dem Rahmen des „Brenta“ ist es dem bayerischen Hersteller Trenoli gelungen, diese Schere deutlich zu verkleinern. Die hydro­geformten Rahmenrohre in einem recht kleinen V-Winkel wirken nicht nur massiv, sie halten auch das, was die Optik verspricht. Egal, ob wir null, fünf, fünfzehn oder fünfundzwanzig Kilo Gepäck aufluden: Das Brenta blieb berechenbar und steif wie ein mittelklassiger Diamantrahmen, selbst bei richtig Zug auf der Kette. Das ist für diese Geometrie fast unglaublich. Auch bergab mit viel Speed: kein Flattern am Steuerlager und keine Unsicherheit am Lenker. Stark!

Der steile Winkel des Unterrohrs wird hierzu genauso beitragen wie die durchweg ovalen Rohrquerschnitte und die brutalen Schweißnähte. Trotzdem wirkt das Rad gerade im knalligen Rot nicht wuchtig, sondern solide und fast sportlich. Das Steuerrohr ist modern mit unten breiterem Steuerlager ausgestattet. Das bringt zusätzlich Steifigkeit ins System. Zu Gunsten derer verzichtete man wohl auch darauf, den Akku im Rahmen zu verstecken. Optisch störte er uns am Sattelrohr nicht, und mit dem Motor zwischen den Pedalen ist der Q-Faktor* eh so groß, dass man kaum mal mit der Wade ans Gehäuse kommt. Der Antrieb selbst ist halbintegriert, die Formanschlüsse sind schön gemacht.

Pragmatismus für Stop and Go

Das Rad ist, was Sitzposition und Ausstattung angeht, ziemlich klar als Verkehrsmittel und für entspannte Ründchen ausgelegt. Schön zu sehen, dass auch mal der kleine Antrieb aus dem Hause Bosch Verwendung findet. Dessen unauffälliges, leises und kalkulierbares Ansprechverhalten passt super zum Rad und die Reichweite ist höher als mit der etwas drehmomentstärkeren „Performance“-Version. Die Motorleistung reicht nicht für den beeindruckenden Gewaltstart an der Ampel, unterstützt aber selbst in Steilstücken so stark, dass die eingeschränkte Bandbreite an Übersetzungen der Achtgangnabe kaum jemandem negativ auffallen sollte. Eher die Sprünge von Gang zu Gang mögen manch verwöhntem Radler unangenehm auffallen.

Dafür: Rücktritt! Die dritte Bremse neben den soliden Scheiben ist technisch zwar nicht zeitgemäß und was Bremsleistung und Reaktionszeit angeht im Vergleich ein Witz, aber viele sind sie eben gewohnt und schwören drauf – da sollte man nicht gegenanreden.

Apropos Tritt: Nicht gefallen haben uns die Kunststoffpedale. Die sind nach einer erwarteten Lebensdauer von drei, vier Jahren aber leicht zu tauschen. Oder direkt!

Eher für viele Jahre und Kilometer gut ist die Rad-Reifen-Kombi. Die Schwalbe-Pneus sind dank großem Durchmesser und straßentauglichem Profil im gesamten „zivilisierten“ Wegenetz eine Bank. Die Hohlkammerfelgen mit je 36 Speichen und verstärkten Ösen vertragen sicher auch das ein oder andere Schlagloch. Die Federgabel ist eine Art On-top-Komfort, denn durch die aufrechte Haltung und den Komfort der Reifen hätte man sie nicht unbedingt gebraucht. Sie funktioniert aber gut und stört nicht. Durch das etwas po-lastige Sitzen ist da die Federstütze schon wichtiger – kein Markenteil, aber mit dem mittelbreiten und -weichen Sattel ein Spitzenteam.

Wohin damit?

Der aufrechte Sitz, die Ausstattung mit anständigem Licht, stabilem Ständer, funktionalem Träger und Details wie dem Rahmenschloss sprechen sehr für einen City-Hopper. Auch die Nexus-Nabe ist kein Indiz für besonderes Tourentalent. Aber: Die Tatsache, dass man diesem Tiefeinsteiger Gepäck für eine Woche aufladen kann, bequem aufsteigen kann und beim Fahren Komfort und sicheres Fahrgefühl eines guten Tourenbikes spürt, ließ uns an dieser strengen Kategorisierung zweifeln. Das Brenta sollte auch auf längeren Touren brav seine Dienste verrichten – vielleicht nicht turboschnell, vielleicht nicht im Gebirge, vielleicht nicht mit doppeltem Kinderanhänger, sonst aber mit großer Sicherheit.

Fazit: Hier haben sich die Rahmenbauer richtig Gedanken gemacht! Neben der sinnvoll gewählten Ausstattung ist der Rahmen einfach das Herzstück: eine qualitative Meisterleistung, die die Vorzüge eines Wave­-Rahmens und die eines Tourenbikes mit Oberrohr nicht vereint, aber sehr nahe zueinander bringt!

* seitlicher Abstand der Pedale quer zur Fahrtrichtung

Die Bewertung des Fahrrads und die technischen Daten lesen Sie in RADtouren 3/2020.