Start Blog Seite 9

Fidlock Trinkflasche mit Magnethalterung im Test

Mit einem kleinen Dreh die Trinkflasche vom Halter pflücken, das verspricht die verspricht die Twist Bottle 590 von Fidlock, dem Spezialisten für magnetisches Fahrradzubehör. Die quetschbare Flasche kommt im Set mit einem Halter (Base), der mit mit zwei kleinen Magnetknöpfen ausgestattet ist. Vorteil: Fährt man mal ohne Flasche, fällt die unscheinbare Halterung am Rahmen kaum auf, denn einen ausladenden Käfig gibt es nicht. Das Gegenstück zur Base, der Connector, ist an der Flasche angebracht. Auch dieser lässt sich abnehmen und auf andere Fidlock-Flaschen mit Twist-System übertragen.

Wir haben es mehrer Tage an einem E-Mountainbike auf Trails im Wald getestet. Das System überzeugt: Man muss die Flasche nur kurz vor die Base führen, schon zieht der starke Magnetverschluss die Flasche in die Halterung und rastet sofort ein. Absolut sicher und wackelfrei, weder Schlagloch noch Wurzelteppich öffnen den Verschluss. Nur ein leichtes Drehen im Uhrzeigersinn gibt die Flasche frei. Super einfach und eine echte Erleichterung während der Fahrt. Für 5 Euro mehr gibt es die Trinkflasche mit der antibakteriellen Fidguard Technologie, die unangenehme Gerüche und Bakterienwachstum physikalisch und ohne Chemie bekämpfen soll.

Fidlock – Twist Bottle 590 + Bike Base (Set), Trinkflaschen mit Magnethalterung Preis: 44,99 Euro Gewicht: 131 g (Flasche 114 g, Halter 17 g) Volumen: 590 ml Material: BPA-freies Polyethylen

IMG 5665 2
Das Design wurde ergonomisch optimiert, die weiche Flasche liegt gut in der Hand und ist spülmaschinenfest.
IMG 5647 2
Eine Kappe schützt das Mundstück mit selbstschließender Membran vor Schmutz und Staub.

Ausprobiert: Garmont-Schuh 9.81 hi-ride für Radreise und Wandertour

Einer für Alles

Warum zwei Paar Schuhe mit auf die Radtour nehmen, wenn eines reicht? Gerade für gewichtsparende Radtouristen eine wunderbare Aussicht, denn in der Regel sitzt man nur den geringeren Teil der Radreise im Sattel, sondern bewegt sich in Städten, auf dem Campingplatz oder begibt sich auch einmal auf eine Tageswanderung. Keine einfache Aufgabe für einen Schuh, denn für den Pedaleinsatz ist zur optimalen Kraftübertragung eine relativ steife Sohle gefragt, während Wanderungen gute Dämpfungs- und Abrollqualitäten fordern. Wir haben das Experiment gemacht und uns eine Woche lang auf Radreise begeben – mit dem Garmont 9.81 Hi-Ride als einzigem Schuh. Und er hat uns nicht enttäuscht.

Garmont01
Dank gutem Grip auf den Pedalen und ausreichend steifer Sohle sind auch kraftvolle Antritte für den Garmont kein Problem

Der italienische Hersteller Garmont hat sich auf qualitativ hochwertige Wanderschuhe spezialisiert, und das merkt man dem Modell auch an. Obwohl nur ein Halbschuh und mit 820 Gramm Paargewicht (bei Größe 43) sehr leicht, wird der Fuß insbesondere im Fersenbereich sehr sicher geführt und gegen Umknicken geschützt. Die hervorragend gedämpfte Sohle und das griffige Profil sorgten bei unseren Touren für sicheren Tritt und Rutschfestigkeit bei unterschiedlichsten Wegen  inklusive Schotter und Kopfsteinpflaster – aber auch für guten Halt auf den Pedalen und ermüdungsfreie Etappen. Die Schnürung ermöglicht eine optimale Passform und besten Halt, benötigt allerdings dadurch auch etwas Zeit beim An- bzw. Ausziehen. Der Garmont ist eben kein Slipper, aber das will er auch gar nicht sein. Unsere Reisetemperaturen von bis zu 27° waren angenehm zu fahren, ein Sauna-Feeling kam nicht auf.  Der aus recycelten Materialien hergestellte Hi-Ride hinterließ aber auch bei leichtem Regen und nassen Zeltwiesen keine nassen Füße – auch hier also ein sehr praxistauglicher Kompromiss zwischen Wasserdichtigkeit und Luftdurchlässigkeit. Unser Fazit:  Garmont hat mit dem 9.81 Hi-Ride einen hervorragenden Rad- und Wanderschuh geschaffen, der sich auch für mehrtägige Radreisen eignet. Der Preis von 140 € erscheint damit mehr als angemessen. www.garmont.com

Garmont02

Sportlich bis stadtfein – der Hybridschuh Garmont Hi-Ride 9.81 bewährte sich auf unserer Testtour in verschiedenen Einsatzgebieten

Großes Kino – in Spaniens Süden wurden viele Western gedreht.

Wer durch die sogenannten Badlands in ANDALUSIEN reist, ist Hauptdarsteller im eigenen Film. Die Rundtour führt durch die Sierra Nevada, die Wüsten Gorafe und Taberna bis ans Mittelmeer. Eine echte Herausforderung!

TEXT & FOTOS: THORSTEN BRÖNNER

Manchmal genügt ein Bild oder eine Sequenz und schon ist es um einen geschehen. Dann nimmt das Kino im Kopf seinen Lauf. Die innere Stimme ruft: Wow! Da will ich hin! Dieses Verlangen setzte bei mir beim Trailer zum Gravelbike- Event Badlands ein. Eine Drohnenaufnahme: zerfurchte Berglandschaft mit Zacken bis zum Horizont. Darin ein einsamer Biker, der bergab durch die Hügel cruist. Gibt es diese Gefilde wirklich in Europa? Ein Besuch der „Badlands“-Website bringt Gewissheit und schürt die Sehnsucht. Das Rennen überwindet mehr als 15.000 Höhenmeter. Puh! Durch diese wilde Naturschönheit brettern? Den ganzen Tag fahren, teils sogar bei Nacht? Ich entscheide mich für eine Solofahrt im Frühjahr Ende April. Ob das so klug war? Für den ersten Tag ist eine halbe Etappe eingeplant: 34 Kilometer und 1600 Höhenmeter. Am Morgen bin ich um neun Uhr am Südeingang der Alhambra mit der Reiseleiterin Monica Rodríguez Mantilla verabredet. Hinter der Puerta de la Justicia öffnet sich eine andere Welt. „Die rote Festung“ sitzt auf einem langgestreckten Hügelzug über der Stadt. Das Bollwerk erlebte seine Blüte während des Kalifats. An einem der Aussichtspunkte hält Monica und erklärt die Lage Granadas. Die heutige Provinzhauptstadt liegt am Zusammenfluss von Darre und Genil. Ringsum ragen hohe Bergketten auf. Bis zur Küste sind es Luftlinie 50 Kilometer, in die Gegenrichtung führt eine Verbindung nach Norden, ins Herz Spaniens. Wir spazieren tiefer in die Alhambra hinein. Hier verzaubern der Löwenbrunnen, da das Stalaktitengewölbe in der Sala de los Abencerrajes und dort die Bewässerungsanlagen. Überall Ornamente, Verzierungen und Kacheln. Die Alhambra ist zurecht Weltkulturerbe. Ich könnte den ganzen Tag den Schilderungen von Monica zuhören und über die weitläufige Anlage spazieren. Doch die Berge rufen, dazu die Badlands.

Mit Rückenwind über löchrige Pisten

Um 13 Uhr trete ich in die Pedale und schnaufe ein steiles Sträßchen hinauf. Es zieht sich ostwärts durch die Olivenbäume in die Stille des Naturparks Sierra de Huétor. Weiter oben wachsen Kiefern-, Zedern- und Tannenwälder. Wo die Bäume zurückweichen, bieten sich tolle Blicke auf die schneebedeckten Berge. Die Piste wird löchrig und ausgewaschen, die Hänge sind teils zerfurcht – jetzt beginnt das Abenteuer und die Nervosität der Anreise ist purem Bewegungsdrang gewichen. Weiter und was für eine Lage!

Bild1

In der Unterkunft „Casas Cuevas Almagruz“ in Purullena übernachtet man in Höhlenhäusern weiter, treten und treten. Jede Kurve, jede Kuppe zaubert neue Eindrücke. Die zweite Etappe unterstreicht: Wer für die Badlands Tour nicht trainiert hat, wird leiden. Heute verteilen sich über 2000 Höhenmeter auf nur 67 Kilometer. Der erste Anstieg beginnt in meinem Übernachtungsort Güejar Sierra. Es geht von 1050 Metern auf 1900 Meter. Vom Frühling in den Winter. Die Sierra Nevada macht ihrem Namen „schneebedeckte Bergkette“ alle Ehre. Ne- ben den Gipfeln um den 3482 Meter hohen Mulhacén sind die Hänge überzuckert. Darüber dunkle Wolken. Die Farben der Landschaft bestehen aus Braun und einem zarten Grün. Darin grasen Kühe mit ihren Kälbern. Ab und zu fährt ein klappriges Auto vorbei, der Hirte der Tiere. Sonst ist niemand zu sehen. Bildtafeln warnen vor den „Perros de Guarda“ – den riesigen Hütehunden.

Gut geschützt durch zwei Lagen Outdoorbekleidung lasse ich mich von dem im Lauf des Tages immer stärker werdenden Wind vorantragen. Die Piste taucht in ein Tal ab. Kurz nach elf Uhr versperrt mir ein Gitter den Weg. Es gehört zu einer Farm und lässt sich schnell öffnen und schließen. So schön die Stille hier auch ist, an die menschenleere Landschaft muss man sich als Mitteleuropäer erst gewöhnen. Mich mahnt sie auf dieser Solofahrt immer wieder zur Vorsicht. Jetzt bloß kein Defekt am Rad, bloß nicht stürzen. Am Nachmittag erreiche ich bei Beas de Guadix die Badlands. Das Dorf schmiegt sich im Tal des Rio Alhama in die von der Erosion zerfurchten Hänge. Die Landschaft sieht aus, als wäre sie nach einem gewaltigen Erdbeben aufgerissen. Weiß angestrichene Häuser mit roten Ziegeldächern. Auf der Ostseite der üppig bewachsenen Senke zieht sich ein Plattenweg steil auf die nächste Anhöhe hinauf. Büsche krallen ihre Wurzeln in den nackten Boden. Kakteen, dazu der Wind. Wildwest-Feeling setzt ein. Das Rad fetzt über staubige Pisten, der Sand knirscht zwischen meinen Zähnen. Jetzt legt die Fahrt richtig los.

Bergab, bergauf, rollen und schieben

Auf dem dritten Teilstück ist bei Kilometer 146 die Stelle aus dem Trailer erreicht. Die Piste springt von Anhöhe zu Anhöhe. Wie elegant sie sich in die Landschaft integriert – fast wie ein Kunstwerk. Die Übersetzung des englischen „Badlands“ bedeutet „schlechtes Land“. Ich bin schon durch viele Ecken Europas geradelt – dieser Flecken Erde haut mich um. Erneut ist weit und breit niemand zu sehen. Im Dorf Gorafe beginnt die Schleife.

Bild2

Schneebedeckte Gipfel – die Tour umrundet die Sierra Nevada, das mit 3482 Metern höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel, sie fällt im Nordteil ab. Die Landschaft braucht sich nicht vor jener in Amerika zu verstecken. Es gibt Tafelberge, steil abfallende Klippen und trockengefallene Bäche. Wäre das ein Western, so würde hier jetzt jemand durch den Canyon reiten. Für mich heißt es: ein Stück rollen und schieben, dann das gleiche Spiel bergauf.

Am Nachmittag zieht sich der Himmel zu. Es nieselt. Die Piste verwandelt sich in wenigen Minuten in eine Matschpartie. Ich bin das erste Mal auf der Tour richtig fertig und kraxle im Schongang die letzte Anhöhe hin- auf. Der Regen wird stärker. Die Dämmerung senkt sich über die Badlands. Für mich ist heute am Etappenziel Gorafe eine der Hobbit-Höhlen reserviert. Wegen der großen Hitze in den Sommermonaten haben die Einwohner Wohnungen in die Hänge gegraben. Über 200 Stück gibt es im Dorf Gorafe. Die Bauweise geht auf die Besiedlung der Mauren zurück. In der heimeligen Behausung ist alles drin, Schlafzimmer, Bad, Küche, Wohnraum. Auf der Ablage stehen Brot und Obst. Ich hole den zuvor bestellten Nudelauflauf aus dem Kühlschrank und schiebe ihn in die Mikrowelle. Ein bisschen Luxus darf es schon sein – auch in einer Hobbit-Höhle.

Andere Bilder vermittelt die Sierra de los Filabres. Die Route zieht sich einmal quer durch. Auf der 108 Kilometer langen Etappe gibt es drei Dörfer. Gorafe am Morgen. Gor am Nordrand der Berge und mein Etappenort Gérgal am Abend. Dazwischen stundenlang nichts als Natur. Es geht nur rauf oder runter. Auf über 2000 Metern liegt noch Schnee. Dieser ist letzte Nacht gefallen und schmilzt recht schnell. Zurück bleibt eine aufgeweichte Piste. Die Reifen schlittern. Im Nu legt sich eine Schlammschicht über den Rahmen. Nach der Passage sieht das Bike aus wie ein paniertes Schnitzel.

Kurz vor dem Calar Alto Observatorium flitzen die Räder über Asphalt. Bei 2150 Metern kippt die Straße ab und beschert eine herrliche Abfahrt. Los geht es mit 600 Höhenmetern wie im Rausch. Kurve folgt auf Kurve. Dann hangelt sich der nächste Gravel-Traum auf feinstem Schotter am Fuß der Berge entlang. Im Abendlicht durch sattgrüne Wälder. In der Ferne wellt sich das Land. Ich bin im Flow und weiß genau, morgen wird es wieder toll, nur ganz anders.

Neben dem Video der Badlands haben mich die Spaghetti-Western des Regisseurs Sergio Leone hierher ge- lockt. Er verlegte den Wilden Westen in die Wüste von Tabernas. Das vegetationsarme Land drückte Filmen wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ und der „Dollar-Trilogie“ ihren Stempel auf. Radler, die durch diese Landschaft streifen, fühlen sich ebenfalls ein wenig wie ein Filmheld.

Bild3

Manche Entbehrungen sind die gleichen. Auch ich bin verdreckt und von früh bis spät draußen, habe Durst, schwitze oder friere. Zum Glück lauern heute keine Ganoven. Es ist die Strecke selbst, die einem zusetzt. Die seit Tagen geschätzten Schotterwege werden von Sandpisten abgelöst. Im Nu drücken sich die Laufräder seitlich weg. Absteigen. Schieben. Immer wieder. Plötzlich sind da Radelnde, die am Gravelbike-Event Desertus Bikus teilnehmen. Die Fahrer sind so verschwiegen wie „Mundharmonika“ alias Charles Bronson im Film „Spiel mir das Lied vom Tod“. Vor allem sehen sie ziemlich fertig aus – die Biker bilden das Schlusslicht des 1350 Kilometer langen Rennens.

Die Western-Landschaft der Provinz Almería entschädigt für die Entbehrungen. In der Region Filab- res-Tabernas leben neun Menschen auf einem Quadratkilometer. Deutschlandweit sind es im Schnitt 233 Einwohner. Vor lauter Fotostopps und dem rauen Terrain stehen um 16 Uhr erst 40 Kilometer auf dem Tacho. Im Ort Tabernas steuere ich eine Bar an. Warmes Essen, Wasser und Cola – das hat stets geholfen. Im Abendprogramm gilt es nochmals so viele Kilometer zu bezwingen, dazu 1300 Höhenmeter. Irgendwie klappt es immer, dass kurz vor Sonnenuntergang das Ziel erreicht ist. So auch heute.

Kurvig und beschwingt an die Küste

Das nächste Teilstück zieht sich zum Mittelmeer hinab. Die Besiedlung nimmt zu. Es geht durch Berge, zwischen denen sich Plantagen erstrecken. Wildblumen sprenkeln die Wiesen – gelbe, lilafarbene, blaue, weiße. Das Cabo de Gata ist einer der Reisehöhepunkte mit Steilhängen, kleinen Buchten und Stränden. Auf Dörfer mit weißen Häusern folgt eine herrlich kurvige Küstenstraße, die Mittelmeer-Route der EuroVelo 8 für Radtouristen. Es bereitet Freude, ein Stück leichter voranzukommen.

Bild4

Auf der siebten Etappe ist das Zentrum von Almería keine zwei Kilometer entfernt, dann geht es wieder in die Einsamkeit der Berge. Im Dauerregen nehme ich eine Kehre nach der anderen. Große, glitschige Steine säu- men die Piste. Einen erwische ich seitlich und schon haut es mich samt Rad um. Zum Glück habe ich Knielinge an, so bleibt der Sturz ohne Folgen. Aufpassen! Und Kraft einteilen! Die Tour Badlands fordert jeden Tag, aber sie belohnt auch. Auf diesem Teilstück blüht und grünt es um die Wette. Weit und breit bin ich der Einzige, der die Naturpracht der Sierra de Gádor betrachten darf.

Die Wolken hängen an den Bergen. Richtung Meer scheint die Sonne und leuchtet das Mare del Plástico einer Fata Morgana gleich aus. Eine Fläche von rund 50.000 Fußballfeldern ist mit Gewächshäusern überzogen. Gemüse und Salate für die EU aus einer der trockensten Regionen Europas. Da ist das Regenwetter heute ein Segen für die Natur. In mehreren Anstiegen zieht sich die Tour Badlands an den Südfuß der Sierra Nevada. In den letzten Jahren endete das Rennen im Dorf Capileira. Von dort aus schwingt sich eine der höchsten Pisten des Kontinents über den 3212 Meter hohen Veleta Pass. Da dieser bis in den Frühsommer eingeschneit ist, bleibt nur der Weg um die Berge.

Dazu folge ich der Fahrradroute Transnevada. Sie führt zurück nach Granada. Die Fahrt schlängelt sich an der Grenze des Nationalparks Sierra Nevada entlang. Auf der rechten Seite steigen die Berge steil empor. In der Höhe haben die Bäume ihr zartes Grün ausgetrieben. Im Gipfelbereich liegt Schnee. Viele der Bäche haben tiefe Furchen in die Hänge gewaschen. An einer Stelle geht es nur zu Fuß weiter. Das Bike steil runterschieben, über den Bach hieven, wieder steil raufschnaufen. Zum Glück ist das Meiste befahrbar. Es macht Freude, durch die Stille zu cruisen. Und die Stille wissen auch die Iberien-Steinböcke zu schätzen. Die Herden sind überall. Hoch oben, unten und voraus auf den Schotterpisten. So viele habe ich noch nie gesehen, und alle lassen sich in Ruhe beobachten.

Mit zerschlissenen Bremsen zum Ziel

Auf der finalen Etappe bleibt die Transnevada anspruchsvoll. Ein Problem hat die Tour – sie hangelt sich oben durch die Berge. Meine Bremsen sind von der gestrigen 1000-Höhenmeterabfahrt derart verschlissen, dass ich Bedenken habe, rechtzeitig stehen zu bleiben. Und nochmals stundenlang hochmühen und gleich wieder runter? Und das ohne Vorräte? Keine gute Idee. So fahre ich am Morgen ein Stück im Tal. Es ist Samstag und auf den kleinen Sträßchen sind die ersten Rennradler und Jogger unterwegs. Felder wechseln mit Seen und Dör- fern. In Dilar kann ich endlich Lebensmittel einkaufen und fahre ein letztes Mal Richtung Berge. Die Schnee- felder der Sierra Nevada leuchten in der Sonne. Dieses Mal im Osten. Gleich habe ich das Gebirge umrundet. Es kommen Wiesen voller Olivenbäume, dahinter rückt Granada ins Bild. Als ich das eingestaubte Gravelrad durch die Hotel-Lobby trage, muss ich grinsen. Geschafft – was für eine coole Fahrt! Irgendwann muss ich zurück nach Andalusien, in die Wüsten Gorafe und Tabernas. Oder durch eine der ruhigen Sierras ziehen. Im Süden Spaniens gibt es noch viele verlockende Schotterpisten zum Gravelbiken.

Fazit von Autor Thorsten Brönner: „Schwer? Ja, aber auch wunderschön! Für mich zählt die Strecke durch die Badlands zu den intensivsten, die ich in Europa durchradeln durfte.“

 

Mountainbike Tour in OBERBAYERN an der KAMPENWAND

Chiemsee Kampenwand summit cross, Germany

Urgemütliche Hütten, liebliche Almwiesen und ein atemberaubender Blick auf den Chiemsee – die 1668 Meter hohe Kampenwand ist einer der schönsten Aussichtsberge in Bayern. Der Aufstieg mit dem Mountainbike hat es aber in sich.

TEXT & FOTOS: NORBERT EISELE-HEIN

Der Michi aus Aschau weiß genau Bescheid: „Den Trail haben wir unserem Kini zu verdanken. König Ludwig II. Hat Theodor von Cramer-Klett, einen Nürnberger Großindustriellen, seinerzeit zum Freiherrn ernannt. Und weil jener zu diesem Titel einen passenden Landsitz brauchte, hat er sich hier im Schloss Hohenaschau niedergelassen. 1875 war das. Und schon ein Jahr später hat er den Reitweg anlegen lassen.“ Der Patriarch war als Wegbereiter der Eisenbahn in Bayern ein hochverdienter Mann. Michi kennt sich freilich nicht nur in der Historie aus, auch über das Klima kann er gut fachsimpeln. Die Sonne hat hier, so lässt er seine radelnden Begleiter wissen, eine nicht zu unterschätzende Kraft. „Passt auf, gleich saust sie runter wie ein Handkantenschlag. Trifft euch genau im Rücken. Und wenn ihr euer Pulver zu früh verballert habt, dann fallt ihr vom Pferd“, sagt der erfahrene Mountainbiker. Und tatsächlich: Der Weg hat es in sich. Anfangs bietet der dichte Blätterwald Schutz vor der Sonne, doch jenseits der Baumgrenze brennt der Fixstern erbarmungslos vom Himmel. Der Trail wird zudem steil und steiler, das schwarze Asphaltband windet sich mit einer Steigung von bis zu 25 Prozent zur Felsformation der Kampenwand hinauf. „Wer hier schwächelt, bekommt bei dem Anblick schnell einen psychischen Knacks“, ruft mir Michi warnend zu. Ich kralle mich am Lenker fest, während mir in der Mittagshitze von der Gori-Alm, einer beliebten Berghütte, der verführerische Duft von Kaiserschmarrn und Apfelstrudel entgegenweht. Und dann sind da noch die vielen verlockenden „Bankerl“: Liebevoll gestaltete Sitzgelegenheiten mit lustigen Namen. Das „Lausdirndl-Bankerl“ etwa hat Ilse Aigner gestiftet, die Präsidentin des bayerischen Landtags. Das berühmte Bankerldorf wurde vom Aschauer Tourismuschef Herbert Reiter ersonnen und ist nun schon seit bald zehn Jahren ein eingetragenes Markenzeichen. Die Idee hat der Gemeinde am Fuß der Kampen wand zahlreiche touristische Preise und damit eine Menge Aufsehen verschafft. Offiziell wurde ihr eine Urkunde zum Weltrekord für die „größte Sitzbankdichte an einem Ort (pro m2)“ durch das Rekord-Institut für Deutschland (RID) verliehen. An dem zwei Kilometer langen ausgebauten Höhenweg animieren zehn Entschleunigungsstationen zum Innehalten und Krafttanken. Hier können Ruhesuchende mit einem alten Ofenrohr ins Gebirge blicken, auf einer hölzernen Hängematte meditieren, die Kuhglocke schlagen oder in der Bibel lesen. Die kultige Stätte ist fester Bestandteil der Ortsgemeinschaft und wird ständig weiterentwickelt, um die Pflege des Wegs kümmern sich etliche Ehrenamtliche.

thumbnail NEHDBYCHIBikeKW.030neu

Selbstverständlich würde ich zwischendrin gerne mal auf dem „Wohlfühl-Bankerl“ oder dem „Love Seat“ Platz nehmen, um meinen Puls abzusenken und einen Blick in die wunderbaren Weiten des Chiemgaus zu werfen. Aber der gnadenlose Michi lässt mich ja nicht. Er will der Gruppe noch mehr bieten, hier in der vom Föhn verwöhnten Alpenregion. Das bayerische Wetterphänomen sorgt jährlich für bis zu 30 Prozent mehr Sonnentage im Vergleich zum Rest der Republik. Somit stehen die Chancen günstig, den Chiemgau lichtdurchflutet zu erleben. Und Bikern beschert er trockene Trails und eine prima Fernsicht. Von der Kampenwand aus reicht der Blick nach Süden weit in den Alpenhauptkamm hinein, der Wilde Kaiser scheint zum Greifen nah, und auch die Hohen Tauern in der Ferne faszinieren den Betrachter. Nach Norden erscheint der Chiemgau, diese grandiose Kulturlandschaft in Südost-Oberbayern, in sattem Grün. Gekrönt wird die Aussicht vom Chiemsee, dem bayerischen Meer, der wie ein überdimensionaler Saphir die Ebene dominiert. Zu Füßen der Kampenwand liegt Aschau. Wer sich der Gemeinde nähert, dem wird das prächtige Schloss Hohenaschau, heute in staatlichem Besitz, sofort ins Auge stechen. Schon Leopold Mozart machte gern im

Chiemgau Halt – des süffigen Bieres wegen. Währenddessen komponierte sein Sohn ein paar Stücke für das nahe Kloster Seeon, wo heute noch die „Mozart-Orgel“ steht. Diese Kombination aus Braukunst und Hochkultur, kulinarischem und kulturellem Genuss macht den Reiz des Chiemgaus aus.

thumbnail NEHALPBAYKW043neu

Nur eine knappe Stunde Fahrzeit von München entfernt, bietet die 1668 Meter hohe Kampenwand urige Hütten und sommers wie winters erstklassige

Touren für alle Outdoorsportler. Radfahrer belohnt sie mit großartigen Panoramarouten, Mountainbikern beschert sie schweißtreibende Trails mit flotten Abfahrten. Der Chiemsee ist nur wenige Kilometer entfernt – darum sollte die Badehose unbedingt mit ins Gepäck. Die Sonnenalm, ein renommiertes Traditionsgasthaus direkt unter dem Gipfel, verfügt zudem über komfortable Übernachtungsmöglichkeiten mit Traumblick auf den See und den Alpenhauptkamm. „Die meisten Touren kannst du optimal kombinieren“, erklärt mir der Aschauer Michi. „Wenn du von Rottau über die Vorderalm und die Maureralm auf den Forststraßen und breiten Waldwegen einigermaßen gleichmäßig unterwegs bist, bleibt dir noch genug Luft, um das gewaltige Panorama zu genießen.“ Und er hat für seine Gäste auch noch eine Menge anderer Tipps auf Lager: „Runter kannst du auf den Trails über die Lindlalm und das Wirtshaus Adersberg ordentlich Gas geben.“ Richtig wild, fährt Michi fort, werde es beim Downhill vom Münchner Haus. „Dort startet in der Nähe der Bergstation ein hammerharter Singletrail. Der ist gespickt mit Felsen und führt hinunter zur Hofbauernalm. Den schaffen aber nur echte Cracks, die anderen müssen ihr Bike gelegentlich tragen.“ Wer ganz nach oben wolle, müsse sich schon ein bisserl plagen, fügt er hinzu. Michi kennt sich eben aus.

thumbnail NEHDBAYRIWBikeA136neu

Letztlich enden alle Trails vor jenem aufregenden Gipfelmassiv, dem der Ingolstädter Mathematiker und Kartograf Philipp Apian im ausklingenden Mittelalter, genauer gesagt im Jahre 1560, den Namen „Campen“, verliehen hat. Hier ist auch für die besten Mountainbiker Schluss. Fortan muss man mit der Hand an den Felsen greifen, um den Klettersteig zu meistern. Er führt mitten durch die bis zu 33 Meter hohen Wände der sogenannten Kaisersäle, eine schluchtartigen Gesteinsformation. Schwindelfreiheit ist hier Voraussetzung. Dass die Kampenwand eine Diva ist, die nicht jeden an sich heranlässt, besingt schon der Volksmund frohsinnig: „Wann i mit meina Wampn kannt, na gangat i auf d’Kampenwand“ (auf Hochdeutsch: Wenn ich nur könnte mit meinem dicken Bauch, ginge ich auf die Kampenwand). Eine 1957 gebaute Seilbahn macht den Ausflug auf den Berg komfortabler, mit ihr kommen unzählige Besucher zu den höher gelegenen Almwirtschaften. Die meisten pilgern auf dem gut zwei Kilometer langen Panoramaweg direkt unterhalb des Felswalls zur Steinlingalm, die zwischen riesigen Felsbrocken auf einer majestätischen Anhöhe unterhalb des Gipfelmassivs thront. Dort spiegeln sich dann – am besten bei einer deftigen Brotzeit – die Zacken der Kampenwand auf dem Maßkrug, und die Welt ist für die meisten Wanderer in Ordnung, mögen sie auch das Gipfelkreuz nicht erreicht haben.

Der Kaiserschmarrn lässt das Versäumnis leicht vergessen. Von Michi, ein absoluter Kenner der Wirtshäuser, kommt der Tipp: Erst den klassischen Kaiserschmarrn mit Apfelmus auf der Gori-Alm probieren und anschließend die extravagante Art mit exotischen

Früchten und Eis auf der Sonnenalm. Die Riesenportionen geben den Gipfelstürmern auf jeden Fall Kraft für die steilen Passagen.

So mancher Hüttenwirt hat noch bis in die neunziger Jahre die Bergradler ziemlich skeptisch beäugt. Doch die Zeiten des Missfallens sind längst vorbei, heute gibt es auf der Steinlingalm jeden Donnerstag einen Biker-Stammtisch. Das Duell Wanderer gegen Radler hat sich für die Einheimischen ohnehin fast schon von selbst erledigt: Kundige Biker kommen entweder frühmorgens, oder sie bleiben bis nach fünf Uhr nachmittags. Spätestens dann transportiert die Gondel die letzten Wanderer hinunter ins Tal.

Gar nicht so selten ist zu beobachten, dass am Abend noch Räder am Weidezaun lehnen, und für die Wirtsleute geht das Geschäft munter weiter. Dutzende Biker sitzen dann beim Techtalk im Biergarten zusammen und rauschen erst zu später Stunde wieder hinunter nach Aschau. Die Vorsichtigen mit der Stirnlampe.

Fazit des Autors Norbert Eisele-Hein:

„Hart, aber herrlich. Die satten Rampen auf die Kampenwand fordern Druck auf dem Pedal, entlohnen aber mit umwerfenden Tiefblicken und urigen Bergalmen.“

Fernradweg München – Venezia: von der Weißwurst zum Prosecco

Munich Venice cycle track

Der Fernradweg „München-Venezia“ verbindet puren Radgenuss mit dem Erlebnis einer Alpenüberquerung, ausgehend von der Isar-Metropole München, vorbei an den Bayerischen und Tiroler Seen und entlang der Flüsse über das Tiroler Inntal, durch das UNESCO Weltnaturerbe, den Dolomiten, nach Treviso und schlussendlich zu den Dogenpalästen und Kanälen der Lagunenstadt Venedig.

Alpenfernweg 2 web
Sterzing  Bildrechte: Shutterstock

Auf Radwegen oder kleinen Nebenstraßen erleben aktive Genussradler drei Länder mit ihren Tourismusregionen, kulinarischen Köstlichkeiten und vielen herausragenden Natur- und Kulturschönheiten.

BESCHREIBUNG

Die Radreisenden erleben entlang der Strecke fünf sehr unterschiedliche Erlebniswelten. In der ersten Erlebniswelt ist das Element Wasser ständiger Begleiter. Die Strecke führt an der Isar, dem Tegernsee, dem Sylvensteinspeicher und dem Achensee vorbei. Im Fokus der zweiten Etappe – Schatzkiste Tirol – stehen die Tiroler Bergbautradition und die zahlreichen Kultur- und Naturschätze. Gleich nach dem Brennerpass ist Abschnitt drei mit alpin-mediterranem Lebensgefühl erreicht. Im vierten Routenteil steht das UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten im Zentrum. Auf der letzten Etappe – Gärten Venedigs & Art Cities – durch die venezianische Ebene, tauchen Radfahrer in das Flair der weltberühmten Lagunenstadt und, wer mag, ins Meer bei Jesolo ein.

CHARAKTER DER STRECKE

Die Radreise von München nach Venedig ist eine sehr abwechslungsreiche Tour. Den anspruchsvollsten Abschnitt über die Alpen (Innsbruck–Brenner) kann man mit der Bahn oder dem Bus abkürzen und die Strecke durch die Dolomiten von Toblach nach Cortina d’Ampezzo auf dem Radweg entlang der einstigen Bahntrasse ohne Schwierigkeiten radeln. Die letzten zwei Tage geht es bergab und flach dem Meer entgegen.
Die Radreise ist für Kinder ab 16 Jahren geeignet.

München – Venezia 10 Tage, 9 Nächte

  • Datum 17/09 – 26/09
  • Dauer: 10 Tage / 9 Nächte
  • Verlängerung in Venedig optional
  • Teilnehmer: 15 – 20 / mind. 8 Personen

Leistungen:

  • Übernachtung in Hotels der guten 3*** oder 4**** Kategorie
  • Halbpension
  • Erfahrener Reisebegleiter
  • Gepäcktransfer von Hotel zu Hotel
  • Transfer mit der Bahn von Innsbruck auf den Brennerpass
  • Bike Boxenstopp zur Radkontrolle in Toblach
  • Ausführliche Reiseunterlagen (Streckenkarten, Streckenbeschreibung, Sehenswürdigkeiten, wichtige Telefonnummern)
  • Begrüßung durch den Guide in einem Biergarten mit Spezialitäten der bayerischen Küche (exkl. Getränke)
  • Besichtigung Swarowski Kristallwelten
  • Kneipp-für-mich Erlebnisdorf Niederdorf: Besuch Kneippanlage mit Gesundheitstrainerin, am Abend statt der Halbpension Kneipp-Menü in einem Gasthaus
  • Gelati-Verkostung in der Eisstadt Longarone
  • Verkostung und Führung in einer ausgewählten Kellerei der Prosecco Region
  • Geführter Stadtrundgang in Venedig mit Aperol und Cafe
  • Preis pro Person im Doppelzimmer EUR 1.490,00
  • Aufpreis EZZ EUR 350,00

Buchung und nähere Informationen:
https://www.funactive.info/de/tour/muenchen-venezia-radtouren-magazin-lesereise-gefuehrt/

Im Land der schwarzen Berge

Panoramic view of nord river gate, ancient fortress and church of St. Mary in Old Town of Kotor. Kotor, Montenegro.

Wilde Natur, spektakuläre Aussichten und einsame Routen finden Radwanderer und -wandererinnen in den fünf Nationalparks von MONTENEGRO. Als unser Autor vor zehn Jahren erstmals dort war, galten sie noch als Geheimtipp. Auf einer erneuten Radreise wurde seine Begeisterung für den Balkanstaat hier und da getrübt.

TEXT & FOTOS: THORSTEN BRÖNNER

 

montenegro drohnenfoto37
Der Piva-Stausee mutet mit seinem türkisgrünen Wasser wie ein Fjord an.

 

Es hätte der Höhepunkt der Reise werden sollen, doch die Abfahrt hinunter zur Bucht von Kotor, dem Ende dieser Radreise durch die Nationalparks von Montenegro, ist nicht mehr so perfekt, wie sie einmal war. Beim ersten von zwei Stopps schweift der Blick noch über die wildgezackten Berge und das tintenblaue Wasser der Adria. Doch dann wird die Aussicht von gefällten Bäumen gestört, die neben der Straße aufgestapelt wurden – hunderte oder gar tausende. Weiter talwärts fressen sich Bagger und Planierraupen durch den Hang, eine Trasse wird angelegt – vermutlich für Busse, die die Touristen der Kreuzfahrtschiffe nach oben karren. Mit der Ruhe ist es dann vorbei. Bereits vor zehn Jahren bin ich diesen Weg mit der Bezeichnung R-1 hinunter gesaust. Was für eine begeisternde Strecke! Und nun das…

Sie wollen wissen, wie es Thorsten Brönner auf seiner Tour durch Montenegro weiter ergangen ist?
Die gesamte Reportage sowie alle relevanten Infos zum Nachfahren dieser Tour inklusive GPX-Daten und Karte finden Sie in RADtouren 4/21 – als AbonnentIn in Ihrem Briefkasten, als EinzelkäuferIn bei Ihrem Zeitschriftenhändler/Kiosk. Oder Sie bestellen das Magazin in unserem Online-Shop: https://radtouren-magazin.com/product/radtouren-ausgabe-4-21-2

RAD Shop 421

Fahrrad-Airbag aus Schweden

Achtmal sicherer als ein Helm soll der FAHRRAD-AIRBAG aus Schweden sein. Warum tragen wir ihn dann nicht alle? Es gibt gute Gründe, die dafür sprechen, aber auch einige dagegen. Welche das sind und wie es sich anfühlt, wenn der Hövding 3 mit einem Knall über den Kopf schießt, erfahren Sie hier.

TEXT: INGO EFFING  FOTOS: DANIEL STOCKHORST, INGO EFFING, HÖVDING SVERIGE AB

Fahrradairbag web

Manche Menschen mögen keinen Helm, weil er unbequem, zu warm, zu hässlich oder nicht mit der Frisur kompatibel ist.
Der Nutzen steht außer Frage. Für einige Helmmuffel könnte der Fahrrad-Airbag des schwedischen Herstellers Hövding eine Alternative sein. Er wird als Kragen um den Hals getragen. Aber auch er ist nicht frei von Nachteilen. Ausdrücklich empfohlen wird er nur für Fahrten in der Stadt und auf der Landstraße, bei eher ruppigen Mountainbike- oder Graveltouren kann der Hövding 3 nicht eingesetzt werden, da die Erschütterungen häufig zu Fehlauslösungen führen dürften.

Komfort und Kosten

Das System wiegt 800 Gramm, gut ein halbes Kilo mehr als ein Helm. Beim Sport würde das stören, in der Stadt liegt das Gewicht bei eher aufrechter Sitzposition auf den Schultern, daran gewöhnt man sich schnell.

Der Kragen sollte eng anliegen, mit dem Boa-Drehverschluss lässt sich die Weite stufenlos einstellen. Dann noch den Bezug als Abdeckung drüber, fertig. Aufsetzen und mit dem Reißverschluss vorne am Kragen schließen. Sobald man den Magnetknopf an der Vorderseite schließt, ist der Airbag scharf, mit einem Piepton signalisiert der Hövding seine Bereitschaft und eine grüne LED leuchtet auf.

Der Akku hält bis zu acht Stunden und muss regelmäßig über das mitgelieferte USB-C-Kabel aufgeladen werden.

Der Kragen ist nicht wirklich angenehm zu tragen, er kratzt zwar nicht, aber es ist schon ein großes Gerät, das da um den Hals hängt. Während der Fahrt ist das aber schnell vergessen, es stört nicht weiter und der Kopf ist frei. Im Winter mit Pullover und dicker Jacke sitzt der wetterfeste Kragen noch ein Stück höher, was die Bewegungsfreiheit etwas einschränkt, berichtet mir ein Freund, der seit Jahren mit dem Hövding durch die Stadt zur Arbeit pendelt, ansonsten aber von dem System überzeugt ist. Bisher hat der Airbag einmal ausgelöst, die Situation war etwas grenzwertig: Von einem rasenden Radfahrer bedrängt, sei er damals mit dem Rad seitlich aufs Knie gefallen. Auf Kulanzbasis habe er damals einen neuen bekommen, sich aber zunächst über die Kosten geärgert, denn der Hövding kann nicht wiederverwendet werden und kostet 349 Euro. In der Regel greift nach einem Unfall der Crash Replacement Service des Herstellers. Man schickt den Airbag ein und bekommt 100 Euro Rabatt auf einen neuen.

Technik und Test

Der Hersteller betont: Das System ist nur während der Fahrt zu aktivieren, denn der Algorithmus in der Steuereinheit auf dem Rücken ist mit den typischen Bewegungsmustern von Fahrradunfällen program- miert. Die Stufen zum Bäcker hochstolpern, könnte sonst mit einem teuren Knalleffekt vor der Theke enden. Um die Software mit Bewegungsdaten zu füttern, wurden laut Hersteller tausende Stürze und Unfälle mit Stuntfahrten und Crashtest-Dummies nachgestellt. Sensoren registrieren 200 Mal pro Sekunde die Positionsänderung. Erkennt das System einen Sturz, wird der Airbag in weniger als 0,1 Sekunden ausgelöst. Die Gasdruck-Kartusche schießt hinten aus der keilförmigen Einheit und baut schlagartig eine neun Zentimeter dicke Polsterung auf, die sich über den Kopf stülpt. Das geht so schnell, dass man es kaum bewusst wahrnimmt: Ein lautes „Peng“, der Airbag ist da. Beeindruckend, wie schnell und kraftvoll das System funktioniert.

Vielleicht hatte ich den Kragen zu eng eingestellt, jedenfalls hatte mich der Airbag direkt nach dem Überschlag ziemlich im Würgegriff, was zu minimaler Panik geführt hat. Darauf war ich nicht vorbereitet, aber das muss wohl so sein, ein Unfall ist eben keine Wohlfühlsituation und wäre ich tatsächlich über eine Motorhaube gestürzt oder dergleichen, hätte ich sicher andere Sorgen als die Kragenweite. Besser so, als wenn der Hövding mit dem Knall von der Schulter springt. Und das Ganze hat auch seinen Sinn: Der Nacken wird stabilisiert und die empfindliche Wirbelsäule geschützt. Weder Atemnot noch den Knall muss man fürchten, wenn man darauf gefasst ist.

Wie eine riesige Kapuze zieht sich der Airbag weit über den Kopf. Das Material, ein dichtes Nylongewebe, fühlt sich an wie eine etwas dünnere LKW-Plane. Das Gewebe ist verschweißt, vernäht und überlappt sich im vorderen Bereich. Wenn der Airbag auslöst, bietet er einen weitreichenden Rundumschutz, wenn er nicht auslöst, weil die typische Bewegung fehlt, schützt er nicht. Gegen direkte Schläge auf den Kopf, etwa durch tief hängende Äste oder Schilder, ist man nicht geschützt.

Die Verarbeitung ist rundum top und natürlich gibt es auch eine App zum Airbag, die Fahrstatistiken sammeln kann und im Notfall Kontakte mit Ortsangabe benachrichtigt.

Fazit

Der riesige, prall gefüllte Airbag-Helm schützt Kopf und Nacken umfassend. Die Geschwindigkeit und Wucht, mit der er aus dem Kragen schießt, ist beeindruckend. Die Leistung, die Verarbeitung und das Sicherheitsgefühl haben mich überzeugt, dass der Hövding 3 im Ernstfall besser schützen kann als ein Fahrradhelm. Für Pendler und Fahrer leichter Touren ist der Hövding 3 auf jeden Fall eine empfehlenswerte Helmalternative.

Hövding 3 – Airbag für Radfahrer: 

  • Preis: 349 Euro
  • Gewicht: 800 g
  • Größe: geeignet für einen Kopfumfang von 52–59 cm und einen Halsumfang von 34–45 cm
  • Akkulaufzeit: bis zu acht Stunden (USB-C)

Built from Legend – Made for the Future

Schon seit Jahrzehnten steht der Name Cooper für erfolgreiche und weltbekannte Ingenieurskunst. Ihren Ursprung findet die Marke in den 50er und 60er Jahren, als John Cooper zusammen mit seinem Vater Charles das erste Auto ihres neu gegründeten Unternehmens „Cooper Car Company“ entwickelten. Der Cooper 500, ein revolutionärer Rennwagen mit Heckmotorantrieb, sollte der Startpunkt für eine fundamentale Veränderung des Motorsports als auch der Autoindustrie sein. 1961 bringt John Cooper den Mini Cooper auf den Markt – die Geburtsstunde einer Legende.
Es ist eben diese Historie aus Technologie und Innovation, die Cooper zu dem macht, was es heute ist. Geprägt von der Vision John Coopers, erwacht die Legende in der Marke Cooper Bikes zu neuem Leben. Mit neuen Denkmustern will Cooper Bikes den Markt für urbane E-Mobilität verändern.
In Kooperation mit dem deutschen Unternehmen TechniBike möchte Cooper Bikes zukünftig die Visionen und den Spirit John Coopers in ihren Bikes erneut zum Leben erwecken – die Verwirklichung von innovativen und modernen Technologien vereint in einem puristischen Design. Ganz nach dem Motto: „Built from Legend – Made for the Future.
Verwirklicht wird diese Vision in den vier neuen Cooper Bikes Modellen, die durch die TechniBike GmbH in Deutschland produziert und vertrieben werden. Die neue Cooper E-Bike Generation vereint modernste Technik mit unverwechselbarem britischem Design.
Um das puristische Design zu wahren, erfolgt die Steuerung statt eines störenden Displays bei allen Bikes ganz einfach per Smartphone über die Bitride App. Auf den ersten Blick kaum als E-Bikes zu erkennen, sind alle Cooper Modelle mit dem Zehus All-In-One Motor ausgestattet. Versteckt in der Hinterradnabe, vereint das Kompaktsystem Antrieb, Batterie und Elektronik in einem. Dies ermöglicht eine mühelose Bewegung in der Stadt und erhält das klassische puristische Design und dank KERS-Technologie kann der Akku sogar während der Fahrt wieder geladen werden.

 

Alle Modelle im Überblick:

Cooper Singlespeed | CS-1E

Puristisch, innovativ und auf das Wesentliche reduziert:
Das minimalistische Design und der klassische Reynolds Stahlrahmen machen das Cooper CS-1E zu einem echten Hingucker im Großstadtdschungel. Das puristische Design verzichtet auf überflüssige Ausstattungsdetails und der 250W Motor ist kaum sichtbar in der Hinterradnabe versteckt. Dank Gates CDX Riemenantrieb ist das Singlespeed Modell nicht nur beinahe wartungsfrei, sondern lässt dich mit einem Gewicht von unter 14 kg mit Leichtigkeit die Stadt erobern.

 

Cooper CS1E web

• Reynolds Stahlrahmen
• Zehus Bike Gen2 Motor, 250W, 40 Nm
• Akku im Motor integriert, 173 Wh
• Gates Carbon CDX Riemenantrieb
• Gewicht: Ab 13,7 kg
• UVP: 2.399 €

Cooper Randonneur | CR-7E

Zeit die Grenzen der Stadt zu verlassen:
Das moderne Cooper CR-7E in klassischer Erscheinung und schönem Stahlrahmen ist dein idealer Begleiter für mehrtägige Touren abseits des Stadtdschungels. Der versteckte Zehus Motor sorgt für einen cleanen Look und dank KERS-Technologie steckt ganz schön viel Cleverness im Klassiker: Während der Fahrt kann der Akku beim Bremsen oder Bergab fahren geladen werden und die Reichweite somit verlängert werden – für langen Fahrspaß.

 

Cooper CR7E web

• Cooper Stahlrahmen
• Zehus Bike Gen2 Motor, 250W, 40 Nm
• Akku im Motor integriert, 173 Wh
• Microshift XLE, 7-Gang Schaltwerk
• Gewicht: Ab 16,9 kg
• UVP: 2.799 €

 

Cooper Classic Ladies | CL-7E

Das ultimative City E-Bike für die Großstadt:
Auf den ersten Blick nicht als E-Bike zu erkennen, steckt in dem leichten Commuter E-Bike ganz schön viel Technik. Der vollintegrierte Hinterradnabenmotor versteckt Motor und Akku, welcher dank Kers-Technologie während der Fahrt wieder geladen werden kann – ein Hybrid-Antrieb mit Reichweitengarantie. Kombiniert mit dem puristischen Cooper Design auf klassischem Stahlrahmen, zieht das Cooper CL-7E alle Blicke auf sich.

 

Cooper CL7E web

• Cooper-Stahlrahmen
• Zehus Bike Gen2 Motor, 250W, 40 Nm
• Akku im Motor integriert, 173 Wh
• Microshift XLE, 7-Gang Schaltwerk
• Gewicht: Ab 17,5 kg
• UVP: 2.499 €

Mehr zur Marke und den Modellen unter www.cooperbikes.com
Die TechniBike GmbH ist exklusiver Rechteinhaber für Entwicklung, Herstellung und weltweiten Vertrieb der Cooper E-Bikes. Anteile der TechniBike GmbH gehören der LEPPER Stiftung.

Sehen und gesehen werden

RAD ADV Kennzeichnung Leiste

Logo Supernova BLK

 

 

Sinnvolles Upgrade für E-Bike-Fahrer: noch mehr Sicherheit und Komfort in der dunklen Jahreszeit durch den SUPERNOVA M99 PRO2. Der Scheinwerfer erreicht im Fernlicht bis zu 3.000 Lumen und 450 Lux. Ein Tagfahrlichtmodul wechselt bei Bedarf automatisch zum Abblendlicht und die Elektronik dient auch als Schaltzentrale für weitere Komponenten mit bis zu 30 W Leistung.

V M99 E12 MBLK AC 10

Warum Tagfahrlicht?

Die Sichtbarkeit am Tag ist für Radfahrende genauso entscheidend wie nachts. Unbeleuchtete Verkehrsteilnehmer werden in der Regel später von anderen erkannt. Studien haben gezeigt, dass viele Unfälle zwischen Radfahrenden und Autos am Tag auf das Fehlen von Beleuchtung zurückzuführen sind. Ein durchgängiges Lichtsignal macht Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer frühzeitig aufeinander aufmerksam. Dadurch haben sie mehr Zeit, um zu reagieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Für den im Vergleich zum Autofahrer mehr oder weniger schutzlosen Radfahrer kann das in gefährlichen Situationen lebensrettend sein.

Heller ist sicherer

Das mit 3.000 Lumen sehr starke Fernlicht wirft einen Lichtkegel, der weit vorausliegende Gefahren und Hindernisse sichtbar macht. Schon das Abblendlicht mit 500 Lumen reicht für Nacht-Touren aus und spart dabei Energie ohne Einbußen bei der Sicht und Sicherheit.

Stromverteilung neu gedacht

Die integrierte Elektronik und der Pufferspeicher des M99 PRO2 machen eine intelligente Stromverteilung möglich, um mehrere Stromabnehmer wie USB-Lader, Hupe etc. anzuschließen, während die Sicherheitsbeleuchtung aktiv bleibt. Das System ist mit den gängigen E-Bike-Spannungen kompatibel.

Bewusst robust

Ein geschmiedetes Aluminiumgehäuse, gehärtetes Glas und PVC-freie Kabel sind für den Dauereinsatz und härteste Bedingungen ausgelegt. Der M99 PRO2 wird in Deutschland von Hand gefertigt und besitzt 5 Jahre Garantie.

  Mehr erfahren  

 

 

 

Rendezvous mit der Natur

8 b

Die Festung Kufstein ist eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke.

Dass eine Tour durch die Berge nicht nur für sportliche Radler reizvoll ist, beweist der INN-RADWEG. Er führt vom Schweizer Engadin durch das österreichische Tirol bis nach Passau in Niederbayern. Traumhafte Alpentäler und charmante Altstädte liegen auf der Strecke. Wo könnte es schöner sein? RADtouren-Autor Thorsten Brönner ist schon mal vorausgeradelt. Seinen Bericht sowie seine Tipps und alle relevanten Infos zum Nachfahren dieser Tour finden Sie in Ausgabe 2/23 –  als Abonnent in Ihrem Briefkasten, als Einzelkäufer bei Ihrem Zeitschriftenhändler/Kiosk. Oder Sie bestellen das Magazin in unsere Online-Shop.

Der Po – Radreise entlang Italiens längstem Fluss

7 a

Für Venedig-Urlauber ist der ruhige Fischerort Pellestrina der ideale Ort, um sich vom Besichtigungsprogramm zu erholen

Willkommen am Fluss Po: Abseits der Touristenströme ist unser Autor entlang ITALIENS LÄNGSTER WASSERSTRASSE durch malerische Landschaften geradelt. Er tauchte dabei tief in Kultur und italienische Lebensart ein. Der Po durchfließt meist ebenes Land und ist daher ideal zum Radfahren, wie unser Autor Thomas Pfeiffer festgestellt hat. Seinen Bericht sowie alle relevanten Infos zum Nachfahren dieser Tour inklusive GPX-Daten und Karte finden Sie in Ausgabe 2/23 –  als Abonnent in Ihrem Briefkasten, als Einzelkäufer bei Ihrem Zeitschriftenhändler/Kiosk. Oder Sie bestellen das Magazin in unsere Online-Shop.

Wie fahrradfreundlich ist die Bahn?

6 a 



Im Zug müssen die Räder ordentlich und sicher untergebracht werden – sonst droht schon mal ein Rüffel vom Zugbegleiter.
Fotos Klaus Tscharnke

Wer eine Tour oder eine Urlaubsreise mit seinem Fahrrad unternimmt, braucht mitunter gute Nerven – gerade ZUGFAHRTEN BLEIBEN EIN ABENTEUER. Unser Autor Klaus Tscharnke hat recherchiert, was man beachten sollte. Lesen Sie seine Tipps und Empfehlungen in der Ausgabe 2/23

Begehrte Bügel

foto 4 a

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was es derzeit an Rädern mit Rennlenkern auf dem Markt gibt, lässt sich schwer über einen Kamm scheren. Unser Technik-Redakteur Ingo Effing hat es trotzdem getan: 13 RANDONNEURE UND GRAVELBIKES mit tourentauglicher Vollausstattung haben wir im Test versammelt. Funkschaltung trifft auf Getriebe-Nabe, Carbon auf Stahl. Welches hat die Nase vorn? Jetzt nachlesen! In der Ausgabe 2/23 des RADtouren-Magazins.

1 rt223 titel

Hanse-Hopping

foto 3a














 

 

 

 

 

 

 

Mit seinen etwa 150 Kilometern ist er wie geschaffen für eine gemütliche Wochenendtour: der RADFERNWEG HAMBURG-BREMEN. Unsere Autorin erlebte ein Best-of norddeutscher Landschaften – es ging durch Wiesen, Wälder und Moore, am Wasser entlang, durch romantische Reetdach-Dörfer, zu Klöstern und sehenswerten Museen.

Die gesamte Reportage sowie alle relevanten Infos zum Nachfahren dieser Tour inklusive GPX-Daten und Karte finden Sie in Ausgabe  –  als Abonnent in Ihrem Briefkasten, als Einzelkäufer bei Ihrem Zeitschriftenhändler/Kiosk. Oder Sie bestellen das Magazin in unsere Online-Shop 

Rapunzel lass Dein Haar herunter

foto 5 a
Bilderbuchlandschaft bei Aufseß – auf Schotter geht es durch die
Streuobstwiesen

In der FRÄNKISCHEN SCHWEIZ gibt es märchenhaft schöne Rundwege und anspruchsvolle Routen, die an erhabenen Felstürmen vorbei über weite Hochebenen und durch ausgedehnte Wälder führen – ein Eldorado für alle, die gern auf zwei Rädern unterwegs sind. Die Touren lohnen sich aber auch kulinarisch: In den Wirtschaften kommt gerne Deftiges auf den Tisch, dazu gibt es oft selbstgebrautes Bier.

Unser Autor Norbert Eisele-Hein hat vorgekostet. Seinen Bericht sowie alle relevanten Infos zum Nachfahren dieser Tour inklusive GPX-Daten und Karte finden Sie in Ausgabe 2/23 –  als Abonnent in Ihrem Briefkasten, als Einzelkäufer bei Ihrem Zeitschriftenhändler/Kiosk. Oder Sie bestellen das Magazin in unsere Online-Shop.