Let’s go digital – Zehn Apps für Fahrradfahrer - Radtourenmagazin

Let’s go digital – Zehn Apps für Fahrradfahrer

Digitale Helfer können inzwischen in ganz unterschiedlicher Weise das Leben des Radfahrers erleichtern. Foto: www.pd-f.de/Thomas Geisel

Apps gehören heute auch für Radfahrer einfach zum Alltag. Neben recht bekannten Trainingstagebüchern oder Navigationshilfen bieten immer mehr Hersteller App-Lösungen mit eigenen Themenschwerpunkten an. Wir haben zehn praktische praktische Apps zusammengestellt, die für einen Aha-Effekt sorgen.

 

Hilfe beim Navigieren und Trainieren

Eine App für die Verbindung von hauseigenen GPS-Geräten mit dem Smartphone bietet Lezyne mit „Ally V2“ an. Sie sammelt aktuelle GPS-Daten der jeweiligen Tour und verarbeitet diese weiter. Durch Schnittstellen zu Facebook, Twitter oder Strava können die Touren direkt und unkompliziert mit Freunden geteilt werden. Ebenso kann man seine Tour von Freunden und Bekannten verfolgen lassen: Beim Start der Fahrt wird ein Link an einen definierten Empfängerkreis per E-Mail verschickt. So wird ein Live-Tracking der Tour möglich. Sinnvoll nicht nur für Radfahrer, die auf Weltreise unterwegs sind.

Apps ermöglichen das Sammeln von Trainingsdaten und Helfen beim Navigieren. Foto: www.pd-f.de/Thomas Geisel

Ganz einfach ein sicheres Fahrrad leihen

Das Fahrradmieten per App ist eigentlich nichts Neues und ist inzwischen in jeder deutschen Großstadt möglich. Bislang leider nur auf Großbritannien beschränkt, zeigt das System von FaltradspezialistBrompton jedoch, wie ein Leihsystem platzsparend und einfach zu handhaben ist. Über die App „Brompton Bike Hire“ können sich Nutzer für 3,50 Pfund (etwa 4 Euro) am Tag einFaltrad reservieren und ausleihen. Die App zeigt die verschiedenen Leihstationen, die meist an Bahnhöfen oder öffentlichen Orten stehen. Der Vorteil: Die Falträder stehen zusammengefaltet in einer Art Schließfach und sind somit vor Witterung und Vandalismus geschützt. Über die App erhält der Nutzer einen Code, um den Schrank zu öffnen und ein Brompton entnehmen zu können. Die Rückgabe ist an jeder Verleihstation möglich.

Mit der App „Brompton Bike Hire“ lassen sich Falträder einfach ausleihen. Das System funktioniert bisher aber nur in Großbritannien. Foto: www.pd-f.de/Thomas Geisel

Die eigene Fahrradabstellanlage planen

Wer seinen Chef oder Vermieter vom Kauf einer praktischen Fahrradabstellanlage überzeugen möchte, dem bietet der Stadtmöblierer WSM eine interessante Lösung, die bisher allerdings nur für iOS-Geräte möglich ist. Mit „WSM AR“ können die Produkte dreidimensional erlebbar gemacht werden. AR steht dabei für Augmented Reality, also eine erweiterte Realität. Um diese zu erleben, muss man neben der App auch Produktblätter, sogenannte Marker, von der WSM-Seite herunterladen und ausdrucken oder direkt am Bildschirm scannen. Wenn man den darauf befindlichen QR-Code mit geöffneter App filmt, erscheint auf dem Smartphone-Bildschirm die 3D-Darstellung des Fahrradparkers.

Argumented Reality heißt die Möglichkeit, Dinge via App auf dem Smartphone als 3D-Darstellung zu sehen. Eine Möglichkeit dazu bietet die App von WSM. Foto: www.pd-f.de/Thomas Geisel

Riemenantrieb richtig einstellen

Der wartungsarme Riemenantrieb als Alternative zur Kette gewinnt immer mehr Freunde. Um die Einstellung schnell und werkzeugfrei überprüfen zu können, bietet das Unternehmen Gates eine App-Lösung namens „Gates CarbonDrive“. Bei eingeschalteter App zupft man den Riemen kurz wie eine Gitarrensaite. Die App braucht Zugriff auf das Mikrofon des Smartphones. Sie misst so die Frequenz und zeigt sie in einer Amplitude auf dem Display an. Anhand einer integrierten Frequenztabelle kann der Radler dann je nach Rad, Schaltung, Übersetzung und Einsatz die passende Riemenspannung ablesen und justieren.

Als Hilfe zur Einstellung der passenden Riemenspannung bietet Gates eine spezielle App an. Foto: www.pd.f.de/Arne Bischoff

Heimtraining in der Gruppe

Eine Online-3D-Welt für Radfahrer ermöglicht die App „Zwift“. Die Idee dahinter: Virtuelles Radfahren mit Freunden und Trainingsgruppen – aber von zu Hause aus. Dafür nutzt man am besten einen Rollentrainer oder einen Geschwindigkeitssensor bzw. Leistungsmesser, den man mit der App verbindet. Zur konzentrierten Trainingssteuerung gibt es eine große Auswahl unterschiedlicher Trainingsfahrten und Workouts, die echten Strecken weltweit nachempfunden sind. So kann man die epischen Anstiege der Tour de France am heimischen Fernseher nachfahren und sich virtuell mit den Rennradstars am Anstieg messen.

Realitätsnahes Radrennfahren in der guten Stube wird möglich mit diesem Spezialergometer, das mit vielen Einstellmöglichkeiten und integrierter Leistungsmessung aufwartet. Foto: www.sportimport.de/www.pd-f.de

Abschließen mit dem Smartphone

Schlüssellos und einfach per App das Fahrrad abschließen: Sicherheitsspezialist Abus bietet diese Möglichkeit beim neuen Bügelschloss „770A SmartX“. Die dazu passende App dient dabei nicht nur als Schlüssel, sondern zeigt auch den Parkplatz des Rades an und informiert über den Ladezustand des Schlosses. Schloss und App kommunizieren per Bluetooth. Zusätzlich verfügt die Schlossneuheit über eine Alarmfunktion mit 100 Dezibel, die bei einem Diebstahlversuch ertönt.

Eine verbesserte Diebstahlsicherung will Abus durch eine Kombination von Schloss und App anbieten. Foto: www.abus.de/www.pd-f.de

Federungstipps von Experten

„Dialed“ heißt die App vom Federungsexperten Cane Creek, die helfen soll, aus jedem Mountainbike das Beste herauszuholen. Egal, ob Einsteiger oder Profis: Die App berechnet, basierend auf Angaben zu Fahrrad, Körpergewicht und Gelände, das passende, individuelle Dämpfer-Setup für Cane Creek-Produkte und speichert dieses ab. So kann man vor jedem Fahrtantritt nochmals prüfen, wie man den Dämpfer am besten einstellen sollte. Außerdem werden die Basics eines optimalen Fahrwerk-Setups verraten und die Werkseinstellungen für die Federungselemente aufgezeigt.

Selbst Einstelltipps für Federelemente werden mittlerweile per App geliefert. Foto: www.pd-f.de/Thomas Geisel

Notfallmeldung vom Fahrrad

Die App „eConnect“ vom Schweinfurter E-Bike-HerstellerHaibike soll einen Rundum-Schutz für Elektroradler bieten. Zum Programm gehören auch weitere sinnvolle Funktionen, wie Routen-Aufzeichnung und E-Bike-Antriebsinformationen. Eine Rundum-Erneuerung der App mit vielen Updates wird bald in den App-Stores erhältlich sein. Einmal installiert und registriert, kann der Standort des E-Bikes per Überwachungsfunktion sowie Live-Ortung und -Tracking jederzeit kontrolliert werden. Bei einem Diebstahl lässt sich das Rad einfach wiederfinden. Außerdem verfügt die App über eine Notruffunktion. Im Falle eines schweren Sturzes gibt sie einen automatischen Hilferuf an Notfallkontakte ab, die im Vorfeld definiert werden. Im Notfall werden sie über Unfallort und -zeitpunkt informiert. Die gefahrenen Routen können in der neuen Version aufgezeichnet und Routendetails sowohl in der App als auch in einem eConnect-Webportal sichtbar gemacht werden.

Eine digitale Ortung des eigenen Fahrrades bietet der E-Bike-Hersteller Haibike in seiner App „eConnect“ an. Foto: www.haibike.de

Fahrwerk-Check in Echtzeit

Die Sram-Marke Quark verspricht mit dem System „Shockwiz“ eine vereinfachte MTB-Fahrwerkseinstellung. Ziel dabei ist es, die Reifen möglichst am Boden zu halten, damit Lenk-, Brems- und Antriebskräfte bestmöglich wirken können. Shockwiz besteht aus zwei Teilen: Ein kleines Gehäuse, erhältlich ab 349 Euro, misst die Funktion des Federelements. Die Daten überträgt es anschließend an die App im Smartphone. Hier werden Algorithmen errechnet, welche Empfehlungen für die richtige Einstellung geben.

Das System „Shockwiz“ soll dabei helfen, Fahrwerkseinstellungen am Mountainbike vorzunehmen. Foto: www.pd-f.de/Paul Masukowitz

Trainings-App für jedermann

Eine Trainings-App für jedermann möchte Echowell mit „Echo Wellfit“ anbieten. In Verbindung mit einem Trainingscomputer hilft die App nicht nur beim Navigieren. Auch Kalorienverbrauch, Herzfrequenz und andere fitnessrelevante Daten können aufgezeichnet werden. Zudem lassen sich eingehende Anrufe und Nachrichten koordinieren und iPhone-Nutzer können ihre Trainingsmusik über die App steuern.

Infos zu Navigation und Training bietet Echowell mit seiner App „Echo Wellfit“ an. Foto: www.pd-f.de/Thomas Geisler

10. Juli 2018

Florian Meurer

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