Ausprobiert: Ciclo Navic 400 - Radtourenmagazin

Ausprobiert: Ciclo Navic 400

Jetzt ist er da: der Ciclo Navic 400, das große neue Fahrradnavi zum kleinen Preis. Wir haben eines der ersten Exemplare erhalten und praxisgerecht ausprobiert.

Text & Foto: Thomas Froitzheim

Mit dem Navic 400 hat Ciclo ein neues Navigationsgerät auf den Markt gebracht. Ciclo betont vor allem die einfache Bedienung des Geräts, und dazu trägt vor allem die „Home“-Taste (unten Mitte) bei, denn damit geht es immer wieder schrittweise zurück bis zum Ausgangsmenü. Die Tasten selbst sind relativ klein und erfordern einen deutlichen Druck, funktionieren aber zuverlässig.

Die Hauptbedienung erfolgt über den resistiven, also druckempfindlichen Touchscreen. Im Test funktionierte dieser sehr gut. Das Display spricht zwar nicht ganz so leicht auf eine Fingerberührung an wie ein (kapazitiver) Smartphone-Bildschirm, dafür kann es auch in starkem Regen bedient werden.

Navic ist der neue Falk

Wer zuvor ein Falk-Navi hatte, wird sich beim Ciclo Navic sofort zurechtfinden, denn bis auf das Eingangsmenü (welches eher an die Mio-Geräte erinnert), sind viele Funktionen, Menüführungen sowie auch die Kartendarstellung fast gleich. So bietet der Ciclo Navic eine Streckenberechnung von A nach B, schlägt auf Wunsch zwei weitere Alternativen vor und ermöglicht eine Rundkursberechnung – jeweils unter Berücksichtigung unterschiedlicher Wegarten. Die berechneten Streckenführungen waren meist brauchbar, wenn auch nicht optimal.

Besser ist der Import von fertigen Touren als GPX-Datei. Der Navic 400 ermöglicht dies schnell und problemlos: Gerät an den PC anschließen, GPX-Datei in den Ordner „GPX-Import“ kopieren, fertig. Der Ciclo liest sogar komplexe GPX-Dateien mit mehreren Tracks und Wegpunkten aus.

Karte mit Weile

Ciclo-Navic-Nutzer sollten es nicht eilig haben: Während das Blättern durch die Menüs und die Streckenberechnung noch relativ zügig verlaufen, gerät der Kartenaufbau – beim Zoomen und Verschieben – zuweilen zum Geduldsspiel. Bei der Neuberechnung von Zielen unterwegs stürzte unser Gerät zuweilen ab, und auch bei Zoom-Vorgängen erschienen manchmal merkwürdige Ansichten. Ist die Strecke aber einmal geladen, leitet der Ciclo Navic zuverlässig zum gewünschten Ziel.

Crashtest bestanden

Bei einem unfreiwilligen Sturz während der Fahrt vom Lenker auf eine Kopfsteinplasterstraße bewies der Navic seine Robustheit. Denn das Gerät zeigte ein paar Kratzspuren, das Display blieb jedoch heil, und nach einem Neustart lief der Navic munter weiter. Sogar die Aufzeichnungen waren noch komplett erhalten.

Unser Fazit

Der Ciclo Navic greift die Tradition der früheren Falk-Geräte auf und ermöglicht Radtourenplanung und -Navigation auf relativ einfache Weise. Bei Kartenaufbau, -beschriftung und Stabilität könnte er noch zulegen, aber sein großes Display entschädigt mit weiträumiger Darstellung – sofern es nicht bei sehr hellem Umgebungslicht genutzt wird. Das Preis/Leistungsverhältnis ist mit 230 Euro durchaus attraktiv.

10. Februar 2020

Katharina Garus

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