Wirkungsgrad: Ist die Kettenschaltung besser als die Nabenschaltung

Wirkungsgrad: Ist die Kettenschaltung besser als die Nabenschaltung?

Bei einer perfekt gewarteten Kettenschaltung im idealen Gang liegt der Leistungsverlust bei ein bis drei Prozent. Ein Gang mit einem extremen Kettenschräglauf kommt schon auf die Werte der Getriebe von Shimano und SRAM mit etwa vier bis acht Prozent Reibungsverlust.

Im Inneren einer Nabe geht nicht so viel Kraft verloren, wie viele Glauben. Foto: SRAM

Mit abnehmendem Schmierfilm geht der Vorsprung gänzlich verloren. Rennradmechaniker attestieren einem dreckigen Kettenstrang bis zu 30 Watt Leistungsverlust. Auch Getriebe weisen keinen konstanten Wirkungsgrad auf. Der Konstrukteur der Speedhub 514 CC, Bernd Rohloff, erklärt das mit der unterschiedlichen Anzahl von Zahnrädern, Achsen und Kupplungen, die je nach Gang beteiligt sind. Das gilt für alle auf Zahnrädern basierenden Naben. Das Optimum erreichen diese bei der 1:1 Übersetzung, hier „hält sich das Getriebe raus“.
Der durchschnittliche Tourenfahrer bringt es über den Tag hinweg vielleicht auf 120 bis 140 Watt im Schnitt, eine Schaltnabe kostet ihn demnach in jedem Gang und bei allen Bedingungen nicht weniger als fünf und nicht mehr als neun Watt und liegt damit im Bereich der „Bremswirkung“, die ein Nabendynamo bei 25 km/h mit Licht produziert. Das gilt nicht ganz für die Speedhub von Rohloff, die auch nach Meinung der Konkurrenz hier mit etwa der Hälfte des Widerstandes vorne liegt.

Text: Timo Dillenberger

21. Juni 2017

Jan Gathmann

Facebook

Twitter

Termin-Tipp