Test: Additive Bags V1 – der Kofferraum im Fahrrad? - Radtourenmagazin

Test: Additive Bags V1 – der Kofferraum im Fahrrad?

Nie flach, aber immer spektakulär schön sind die Bergstrecken im Inselinneren von Gran Canaria. Die zerklüfteten Täler sind von Trockenheit geprägt.

Additive vom Chiemsee ist sozusagen Vorreiter der komfortorientierten Variante des Bikepackings: mithilfe von formstabilen Rahmentaschen. Der größte Vorteil der von uns getesteten Bag V1 Rahmentasche: Einmal ans Rad angepasst, lässt sie sich in wenigen Sekunden abnehmen und anbringen. Das hat sie allen anderen gepäckträgerlosen Transportarten voraus. Für die Anpassung muss zunächst beim Kauf die passende Größe ermittelt werden. Dann erfolgt das Feintuning am Rad mit passenden Distanzstücken.

Der Halt ist später sehr sicher. Unser Testmodell fuhr mit 4 kg Testgepäck zahllose Bordsteine rauf und runter, ohne Verrutschen. Dabei macht sich das Gewicht – anders als bei Satteltaschen – kaum bemerkbar. Beim Pedalieren im Sitzen gab es auch keine Konflikte mit den Beinen. Im Wiegetritt streiften allerdings die Waden regelmäßig die vordere Ausbuchtung des „Rahmentanks“. Praktisch ist der Zugriff auf den Stauraum: großen Reißverschluss aufziehen und alles rein, bis nichts mehr passt. Ordnung stiften Netzfächer für Pumpe und Co. In unserem Testmodell mit Größe M, das für ein Trekkingrad mittlerer Rahmengröße geeignet war, passten: Ersatzschuhe, Regenjacke, Shorts, und Unterkleidung problemlos. Ein Hardcore Outdoor-Koffer ist die V1 nicht, sondern lediglich wasserfest. Langen Schauern hält sie aber problemlos Stand. Genug für Spontanausflüge. Manche machen auch längere Reisen nur mit einem solchen Radkoffer, Rupert Giessibl aus Bayern berichtet in seinem gleichnamigen Facebook-Profil sogar von gebirgigen Fünf-Tage-Touren.

16. März 2018

Sven Schmidt

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