Mit der Maas durch drei Länder - Radtourenmagazin

Mit der Maas durch drei Länder

Château de Dave liegt in den belgischen Ardennen zwischen Dinant und Namur. Foto: Ralf Schröder

Die Maas entspringt am Fuß der Vogesen und mündet bei Rotterdam in die Nordsee. Ein 1.000 Kilometer langer, einheitlich ausgeschilderter Radweg erschließt den Fluss jetzt von der Quelle bis zur Mündung: Ein buntes Band europäischer Kulturen und Geschichte(n), das viele großartige Landschaften und Naturräume berührt.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 3/2019.

Infos Maas

Strecken-Qualität

Die Qualität der Strecken ist selbstredend unterschiedlich, verdient sich aber in der Gesamtschau eine klare Bestnote: Über hunderte von Kilometern verläuft die Maasroute auf autofreien Trassen direkt am Fluss oder an seinem parallelen Kanal. Der Radweg nutzt großenteils bereits bestehende Routen, vor allem in Belgien und den Niederlanden. Teils sind Streckenabschnitte neu gebaut oder eingerichtet worden. Nicht asphaltierte Passagen sind sehr kurz und sehr selten. 

Strecken-Profil

Im Quellgebiet der Maas rollt man vereinzelt kleine Anhöhen hinauf, die aber keine Profi-Kondition erfordern. Nach den ersten 70 Kilometer ist die Strecke fast völlig flach, sieht man von Brückenauffahrten und innerörtlichen Schleifen ab.

Anfahrt zur Quelle

Ins Quellgebiet der Maas kommt man per Eisenbahn am besten über Neufchâteau oder Langres. Neufchâteau ist ein TGV-Haltepunkt auf der Strecke zwischen Nancy und Dijon; wir haben diese Option ausprobiert, es hat ohne Probleme funktioniert – wobei wir etliche Wochen im Voraus gebucht hatten, denn die Fahrradplätze in den TGV-Zügen sind rar. Von Deutschland nach Langres sind die Verbindungen meist mit zahlreichen Umsteigepunkten bestückt, so zieht sich die Fahrt manchmal etwas in die Länge.

Start an anderen Orten

Wer nicht an der Quelle, sondern an einem anderen Punkt in die Route „La Meuse à Vélo“ einsteigen will, findet Bahnhöfe in folgenden Städten: Verdun, Sedan, Charleville-Mézières, Monthermé, Haybes, Givet, Dinant, Namur, Huy, Seraing, Lüttich, Visé, Maastricht, Roermond, Venlo,
’s-Hertogenbosch, Rotterdam. Auch vom Bahnhof in Nijmegen erreicht man die Route rasch.

Orientierung – Karten und  Internet

Für die Regionen, die vom Maas-Radweg durchlaufen werden, gibt es verschiedene brauchbare Landkarten. Besonders Michelin bietet mit seinen Regionalkarten überzeugendes Material: Für Frankreich haben wir von Michelin die „Local“-Karten genutzt (Maßstab 1:150.000, Nr. 306, 313, 314). Sehr gut brauchbar sind auch die touristischen Karten des Institut Geographique National – IGN, die im Maßstab 1:100.000 sehr detaillierte Infos bieten.

Für Belgien und die Niederlande empfehlen sich die „Regional Benelux“- Karten von Michelin (Nr. 532 und 534), wobei der Maßstab von 1:200.000 fürs Radfahren schon grenzwertig sein kann.

Im flämischen Belgien und den Niederlanden helfen darüber hinaus die Online-Angebote zu den Knotenpunktnetzen, die detaillierte Infos bieten und komfortables Manövrieren möglich machen. Die NL-Webseite informiert auch über unseren Fernradweg LF Maasroute:

routeplanner.fietsersbond.nl

fietsnet.be/routeplanner

La Meuse à Vélo

Einen ersten Überblick über die Gesamt-Route bietet die Webseite der Initiatoren von „La Meuse à Vélo“: maasradweg.eu; meuseavelo.eu

GPS-Download

Radreise Maas

03. Mai 2019

Kathrin Roehrig

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