Mecklenburgischer Seen-Radweg - Radtourenmagazin

Mecklenburgischer Seen-Radweg

Mecklenburger Sommer-Trikolore aus Kornblumen, Kamille und Mohn.
Text und Foto: Stefan Jacobs

Eine mehr als 600 Kilometer lange Radroute führt von Lüneburg nach Usedom – oder auf einer reizvollen Abkürzung durch Polen nach Stettin.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 1/2019.

Infos Mecklenburgischer Seen-Radweg

Anreise

Lüneburg ist am besten via Berlin oder Hamburg erreichbar, z.B. 2x täglich mit dem „Interregio-Express“ mit Fahrradabteil (Reservierungspflicht!).

Abreise

Von Szczecin Glowny (Stettin Hbf.) fährt etwa alle 2 Stunden ein Zug nach Berlin (meist mit Umstieg in Angermünde). Achtung: Wer sonntags abreist, sollte diejenigen Verbindungen meiden, bei denen in einen von der Ostsee kommenden Zug umgestiegen werden muss (überfüllt!). Und: Im Zug sowie beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg sind die Tickets viel billiger als im Buchungssystem der DB.

Gefahrene Strecke

1. Lüneburg – Bleckede – Dömitz: 85 km

2. Dömitz – Ludwigslust – Parchim: 89 km

3. Parchim – Plauer See – Woldzegarten: 74 km

4. Woldzegarten – Waren – Peetsch: 78 km

5. Peetsch – Wesenberg – Neustrelitz: 45 km

6. Neustrelitz – Carpin –
Neubrandenburg: 67 km

7. Neubrandenburg – Ueckermünde: 85 km

8. Ueckermünde – Altwarp – Stettin: 65 km

Gesamtstrecke: 588 km

Sehenswertes

Lüneburg: gesamte Altstadt östlich der Ilmenau

Lüne: Kloster

Scharnebeck: Schiffshebewerk

Bleckede: Schloss

Dömitz: Festung, Speicher mit Café

Klein Schmölen: Wanderdüne

Ludwigslust: Schloss mit Park

Neustadt-Glewe: Burg

Parchim: Rathaus in der Altstadt

Lübz: Stadtmuseum beim Turm

Plau am See: Stadtkern, Eldepromenade, Burgturm

Bad Stuer: Bärenwald Müritz

Klink: Schloss

Waren: Müritzeum, Altstadt, Hafen

Federow: Nationalparkzentrum

Rechlin-Nord: Luftfahrtmuseum

Mirow: Schloss(insel)

Wesenberg: Burgturm

Neustrelitz: Stadtkern, Schlossgarten

Neubrandenburg: Stadtmauer mit Toren

Galenbeck: schiefer Burgturm, See 

Ueckermünde: Altstadt, Hafenpromenade

Altwarp: Binnendüne

Nowe Warpno: Aussichtsturm an der Mole

Stolec: Schloss, See

Stettin: Arkonska-Park, Rosengarten, Altstadt mit Kirchen und Herzogsschloss

Streckencharakter und Ausrüstung

Der Seenradweg ist (fast) komplett beschildert, aber nicht konsequent ausgebaut. Von Lüneburg bis Plau am See geht es abwechselnd auf Radwegen und kleinen Landstraßen – nicht autofrei, aber gut zu fahren. Weiter ostwärts folgen mehrere holprige und sandige Abschnitte. Hochproblematisch (steil, eng, sandig) ist der Weg an der Müritz zwischen Klink und Waren. Am Oderhaff und in Polen ist der Belag gut, aber vor Stettin wird es voll auf den (radweglosen) Straßen, weshalb die Tour sich nicht für Kinder eignet. Zwischen Plauer See und Neubrandenburg sind viele Hügel zu bewältigen: selten lang, aber teils steil – geeignetes Terrain für Pedelecs.

Übernachtung

(Alle genannten Quartiere erwiesen sich als empfehlenswert.)

Dömitz: doemitzer-hafen.de

Parchim: hotel-parchim.de

Woldzegarten: woldzegarten.de

Peetsch: landhotel-peetsch.de

Neustrelitz: basiskulturfabrik.de

Neubrandenburg: badehaus-am-see.de

Ueckermünde/Bellin: haffhus.de

Reiseführer, Karten, Infos

Zwar gibt es zum Seen-Radweg Spiralos von Esterbauer und BVA sowie eine Kompass-Karte, aber alle sind veraltet. Eine Alternative sind die Bikeline-Karten, in denen die Route markiert ist. Da zusätzlich andere Karten für die ersten und die letzten Kilometer gebraucht werden, empfiehlt sich die Online-Seite https://radreise-wiki.de/Mecklenburgischer_Seenradweg, auf der die Strecke und alle Orte beschrieben sind. Ebenfalls informativ ist https://www.auf-nach-mv.de/mecklenburgischer-seen-radweg. 

GPS-Download

Mecklenburgischer Seen Radweg

14. Dezember 2018

Kathrin Roehrig

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