Radestat, Radistat oder Rastat …? - Radtourenmagazin

Radestat, Radistat oder Rastat …?

Alle drei Namen hat die kleine historische Stadt Radstadt schon getragen. Da fragt man sich doch: „Wurde hier das Rad erfunden“? Wo auch sonst radeln als in (der) Radstadt? Bis heute ist es ungeklärt, ob der Name Slawischen oder Germanischen Ursprungs ist – eines ist aber sicher: Mit dem Fahrrad selbst hat die Namensgebung wenig zutun, denn das Wort „Ras“ lässt sich vom altdeutschen Word „rasta“ ableiten, was so viel wie Wegstrecke und Rast bedeutet. Hier kommen wir unserem Ziel aber schon näher: Fahrradstrecken und genügend Plätzchen zum Rasten – davon hat Radstadt einige! Und das ist ganz nach unserem Geschmack. Wenn wir dir an dieser Stelle einen ausgesprochen guten Rat geben dürfen: Schwing dich auf deinen „Drahtesel“ und erkunde (die) Radstadt vom Sattel aus, denn so ist sie am schönsten!

Direkt am Eingang der Salzburger Sportwelt heißt dich das 5.000-Einwohner-Städtchen Radstadt mit jeder Menge Geschichte und gelebter Gastfreundschaft herzlich willkommen. Die dicken, alten Stadtmauern der „Stadt in den Bergen“, wie der Pongauer Ferienort gerne genannt wird, verleihen dem vielseitigen und authentischen Städtchen bis heute einen mittelalterlichen Charme. Radstadt vereint gekonnt Gegensätze: Hier treffen Historie, Natur und Kultur aufeinander. Dank der besonderen Lage zwischen Dachstein-Massiv, Radstätter Tauern und saftigen Wiesen, macht es die Kleinstadt zu einem Kultur-Natur-Schmelztiegel.

Kein Wunder, dass das historische Städtchen im Winter sowie im Sommer so beliebt bei Sportlern aller Art ist – Ski- und Snowboardfahrer, Mountainbiker und Genussradler kommen hier jedenfalls voll auf ihre Kosten.

Rundum Bergverwöhnt

Das besondere an der „Rad-Stadt“? Obwohl der Name nicht dem Fahrrad gilt, ist sie trotzdem wie für Radfahrer geschaffen. Die perfekte Ausgangslage an gleich zwei der schönsten und beliebtesten Fernradwegen – dem Ennsradweg und der Hallein-Salzkammergut-Runde – bietet für Familien und Genusssuchende abwechslungsreiche Strecken über sanfte Hügel und Ebenen. Dabei stets im Blick: Die imposante Bergwelt rund um den Dachstein und den Tauern. Umgeben von Bergen – was kann es Schöneres geben?
Bei deiner Radtour auf bestens ausgeschilderten Radwegen solltest du unbedingt einen Abstecher an den kleinen gemütlichen Cafés oder den Burgen und Schlösser der Region machen. Passend zur historischen Radstadt kannst du dich etwa bei der Erlebnisburg Hohenwerfen durch die Burg führen lassen und dabei eine Zeitreise erleben – der ein oder andere wird sich hier bestimmt königlich wohlfühlen! 

Oder magst du es dem Adel gleich lieber gemütlich, ganz ohne Schweißperlen? Kein Problem, dann leih dir in Radstadt einfach ein E-Bike für grenzenloses Fahrvergnügen aus! Das hättest du dem Mittelalterstädtchen gar nicht zugetraut? Ja, es hält so manche Überraschung bereit! 

Nicht zu vergessen: Entspannung und Genuss werden im kleinen Städtchen ebenfalls großgeschrieben. Von Jausenplatten und Kasnocken in traditionellen Gasthäusern bis hin zu Scampi und Kalbsrahmbeuschel in ausgezeichneten Haubenlokalen – für jeden ist hier der richtige Geschmack dabei. Doch eines haben die Leckereien gemeinsam: Sie sind immer regional, frisch und mit der Extraportion Salzburgerisch. „Des zaht ma guad!“ – das gefällt uns so richtig gut! 

„O, du schönes Radstadt“– dein Name verpflichtet deine Radwege umgeben von den Bergmassiven zu erkunden, eine Rast in einer traditionellen Berghütte einzulegen und abends den Chardonnay auf deinem Ra(d)thausplatz zu genießen. Schöner könnten wir uns den Urlaub gar nicht vorstellen – Cheers auf den Genuss in (der) Radstadt!

08. Juni 2022

Katharina Flick

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