England & Wales - Radtourenmagazin

England & Wales

Acht Wochen war unser Autor unterwegs, radelte vom Norden Englands über Wales in den Süden des Vereinigten Königreichs – eine abwechslungsreiche Reise mit zallosen Highlights von Mittelalterburgen und mystischen Stätten, über Fish & Chips und Softeis bis hin zu weltberühmten Boygroups und Landschaften zum Niederknien

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe RADtouren 1/2020.

Text und Bild: Thomas Pfeiffer

 

Infos zum Nachfahren

An- und Abreise

Auf die Insel kommt man mit der Fähre oder dem Flugzeug. Bei Flügen gilt das Fahrrad als Sportgepäck und wird extra berechnet. Es müssen für den Flugtransport auch einige Dinge am Fahrrad modifiziert werden, wie zum Beispiel Pedale demontieren.

Es gibt folgende Fährgesellschaften: Stena Line, P&O und DFDS. Mögliche Fährverbindungen sind: Amsterdam – Newcastle, Zeebrugge – Kingston upon Hull, Rotterdam – Kingston upon Hull, Hoek van Holland – Harwich oder Dünkirchen/Calais – Dover. Ein Fahrradtransport ist nach Voranmeldung problemlos möglich. Die Preise sind streckenabhängig. Bis zum Fährhafen gibt es von Deutschland aus Fernbus- oder Bahnverbindungen.

Gefahrene Route

1. Woche: Kinston upon Hull – York 150 km

2. Woche: York – Grassington 94 km

3. Woche: Grassington – Liverpool 167 km

4. Woche: Liverpool – Caernarfon 151 km

5. Woche Caernarfon – Aberystwyth 165 km

6. Woche Aberystwyth – Bath 265 km

7. Woche Bath – Staplehurst 343 km

8. Woche Staplehurst – Dover 80 km

Gesamtstrecke: 1415 km

Sehenswertes

York: Altstadt, York Minster, Radwege entlang des Ouse; Yorkshire Dales National Park: Grassington, ausgezeichnetes Wander- und MTB-Gebiet; Liverpool: Museum of Liverpool (freier Eintritt), The Beatles Story, Mersey Ferry, Albert Docks, Liverpool Cathedral; Conwy: Historische Burganlage und Altstadt; Caernarfon: Historische Burganlage, Altstadtbereich; Snowdonia National Park: Ausgezeichnetes Wander- und MTB Gebiet, Schmalspur-eisenbahn (Welsh Highland Heritage Railway), Snowdon Mountain Railway (Zahnradbahn auf den höchsten Gipfel); Barmouth: Schöner Badeort mit riesigen Stränden, viel Flair, typisch walisisch/englischer Badeort; Wye Valley: Sehr schönes Flusstal, diverse Aktivitäten: MTB, Wandern, Angeln oder ein Besuch der Tintern Abbey; Bath: Weltkulturerbe, viele viktorianische Prunkbauten, diverse Badeanstalten, die von örtlichen Warmwasserquellen gespeist werden, Royal Crescent; Kennet und Avon Kanal: Weitgehend steigungsfreie Radroute von London aus Richtung Westengland. Viel Natur und Kultur unterwegs; Stonehenge: Weltbekannte Steinkreise in der Nähe von Amesbury in der Grafschaft Wiltshire (Eintritt 15 Pfund).

Streckencharakter

Im Vereinigtem Königreich herrscht Linksverkehr, was mit dem Fahrrad aber problemlos zu meistern ist. Wer Direktverbindungen fahren möchte, muss mit viel Verkehr auf oft engen Straßen rechnen. Hinzu kommt, dass die Strecken immer hügelig sind, teilweise mit starken Anstiegen (bis 18 %). Eine angenehme Alternative sind die Kanalrouten in Mittel- und Südengland, da eben, schön und ruhig, aber mit Naturbelag. In England und Wales gibt es je nach Region gekennzeichnete Radrouten. Sie laufen abseits des Verkehrs, dafür muss man oft Umwege und noch mehr Steigungen in Kauf nehmen. Kartenübersicht der Radwege beim englischen Fahrradverband National Cycle Network.

Unterkunft

Camping: Besonders an den Küsten gibt es viele Plätze. Im Landesinneren und in strukturschwachen Gegenden sind sie rar. Preise liegen zwischen 10 und 15 Euro (eine Person, ein Zelt), selten darunter. B&B: Gibt es auf der Insel fast überall; wenn im Ort kein B&B-Schild zu finden ist, einfach herumfragen, irgendwer kennt immer jemanden, der ein B&B betreibt. Preise bei etwa 30 Euro aufwärts, familiäre Atmosphäre und kalorienreiches Frühstück inklusive. Hotel: Besonders in größeren Städten ist das Hotel die beste Möglichkeit, um relativ günstig, komfortabel und zentrumsnah zu übernachten. Hier ist es ratsam, über das Internet vorzubuchen. Die Preise beginnen bei 40 Euro aufwärts.

Karten und weitere Infos

Für den täglichen Überblick ist die Ordnance Survey Travel Map im Maßstab 1:250 000 ausreichend. Für größere Darstellungen hat Ordnance Survey auch andere Maßstäbe im Programm. Karten gibt es vor Ort in Buchläden, Touristenshops, teilweise auch auf Campingplätzen. Interessant ist auch die Radroutenübersicht vom National Cycle Network, dort kann man auch Kartenmaterial kaufen (sustrans.org.uk).

GPX

GPX-Track England & Wales

16. Dezember 2019

Katharina Garus

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