Im Test: Neun Fahrradträger für die Anhängerkupplung - Radtourenmagazin

Im Test: Neun Fahrradträger für die Anhängerkupplung

Großer Check am Heck. Bei Qualität und Preis liegen unsere Kandidaten weit auseinander: Von einfach und wackelig bis zur innovativen Ingenieurskunst war im Feld alles vertreten.

Text und Bild: Ingo Effing

Die schönste Radtour beginnt meist nicht direkt vor der Haustür. Fahrradträger lösen dieses Problem. Doch preiswert sind die meisten Träger nicht und die Qualitätsunterschiede enorm. Damit die Fahrräder nicht wie wild im Rückspiegel tanzen und die Fahrt vor der Tour zum Nervenkitzel wird, sollte beim Kauf einiges beachtet werden. Wie war das  mit Stützlast und Zuladung? Ist der Träger überhaupt für E-Bikes zugelassen? Und reicht auch ein günstiges Modell für gelegentliche Fahrten?

Wir haben neun Kupplungsträger für zwei bis drei Fahrräder getestet. Einige lassen sich mit zusätzlicher Schiene auf drei oder sogar vier Räder erweitern. Beachtliche 570 Euro trennen den günstigen Eufab Crow Plus (250 Euro) und den teuersten Träger im Testfeld, den Thule EasyFold XT3, der mit stattlichen 820 Euro zu Buche schlägt. Die Qualitätsunterschiede sind allerdings auch gewaltig: Präzise gefräste Aluminiumprofile stehen gegen verschweißte Vierkantrohre, eine durchdachte Handhabung gegen lästiges Gefummel. Bei den günstigen Modellen im Test muss man teilweise deutliche Abstriche hinnehmen. Bei Fischer stehen die Räder auf  weichen Kunststoffschienen, die spürbar nachgeben, vor allem der lange ProlineEvo 3 bewegt sich unterwegs bedenklich. Der Testsieger von Uebler wiegt nur 13,4 Kilo. Er lässt sich bequem mit einer Hand tragen, überzeugt mit einfacher Handhabung und sicherem Halt trotz Leichtbauweise.

Auch wer den Fahrradträger nur selten nutzt, sollte sich überlegen, ob das scheinbare Schnäppchen tatsächlich auch preiswert ist. Für den einfachen Fischer ProlineEvo sind immerhin 349 Euro fällig. Gut 100 Euro tiefer in die Tasche gegriffen, liegen bereits der Oris Traveller II (ohne Fixmatic) und der Eufab Premium TG im Budget, die beide, sowohl von der Handhabung, als auch von der Verarbeitungsqualität, in einer anderen Liga spielen. Der ebenfalls erschwingliche Eufab Crow Plus schafft in puncto Stabilität zwar den Anschluss an die Testspitze und ist unterm Strich sogar der numerische Preis-Leistungs-Sieger, aber angesichts des enormen Qualitätsunterschieds haben wir das Siegel dem – unserer Einschätzung nach – preiswerteren Eufab Premium TG verliehen.

Den kompletten Trägertest lesen Sie in RADtouren 1/2020.

02. Januar 2020

Katharina Garus

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