Workout mit Tritt - Radtourenmagazin

Workout mit Tritt

Wer Fahrrad fährt, bleibt fit und gesund. Um Verletzungen und Muskelkater vorzubeugen, sollten die beim Radfahren beanspruchten Muskeln zusätzlich gekräftigt und nach dem Fahren gedehnt werden. RADtouren stellt Übungen vor und gibt Tipps, worauf es bei der Ausführung ankommt.

Text: Kathrin Röhrig

Das Image des Fahrradfahrens befindet sich im Wandel: Für breite Kreise der Bevölkerung liegt Radfahren im Trend. Das Rad wird nicht nur als praktisches Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit genutzt, sondern auch für Besorgungen und in der Freizeit. Besonders in punkto Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit kann das Fahrrad überzeugen, denn der Radverkehr stellt einen wichtigen und wachsenden Anteil am Verkehrsaufkommen in Deutschland dar.

Mit seinen positiven Effekten auf die Umwelt, das Klima und die Gesundheit der Menschen, bietet das Fahrradfahren echte Chancen, einen positiven Beitrag zu vielen aktuellen verkehrspolitischen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu leisten. Diese Tendenz spiegelt sich auch in aktuellen Zahlen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wieder: Über 80 Prozent der Deutschen nutzen das Fahrrad für den Weg zur Arbeit, in der Freizeit oder im Urlaub. Vor allem bei Distanzen unter 15 Kilometern lassen laut BMVI immer mehr Menschen das Auto stehen und steigen dagegen aufs Rad. Dies ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch die eigene Fitness. Und die kann beim Fahrradfahren hervorragend trainiert werden.

Beanspruchte Muskulatur beim Radfahren

Besonders die Art und Weise wie die Pedale beim Fahren getreten werden entscheidet über die beanspruchte Muskulatur beim Fahren. Verbleibt die Ferse beim Treten beispielsweise auf der Pedale und wird nicht angehoben, muss in erster Linie die vordere Oberschenkelmuskulatur arbeiten. Die Muskeln im Unterschenkel reagieren hingegen positiv auf Belastung, wenn die Pedale ausschließlich mit Hilfe der Zehen getreten werden. Der Trainingseffekt der Wadenmuskulatur verstärkt sich, indem die Kraftübertragung beim Treten ausschließlich über den Fußballen erfolgt. Mit jedem Tritt wird außerdem die Schienbeinmuskulatur trainiert, besonders aber bei der Aufwärtsbewegung während des Tretvorgangs.

Darüber hinaus gilt Radfahren als schonende Methode, um den Herzmuskel zu trainieren. Dies geschieht am besten durch konstante, meist gleichbleibende Belastung. Diese verbessert die Ausdauer und steigert das Herzminutenvolumen (HMV) sowie das Lungenvolumen. Das HMV gibt die Menge an Blut an, die das Herz in einer Minute in den Blutkreislauf pumpt. Es berechnet sich aus der Herzfrequenz und dem Schlagvolumen.

Benefits

Welche konkreten Vorteile bringt das Fahrradfahren für die eigene Gesundheit? Radfahren ist in erster Linie ein Konditionstraining, das die Ausdauer im Alltag steigert. Aber auch die Stärkung der Muskulatur ist ein Vorteil für alle, die Radfahren. Durch die Kräftigung des Rumpfes können sich Volkskrankheiten wie Rückenschmerzen lindern oder Bandscheibenvorfälle vorbeugen lassen. Darüber hinaus kurbelt Fahrradfahren die Fettverbrennung an, besonders wenn man häufig Berge oder Intervalle fährt, also mal schneller und wieder langsamer.

Nicht zuletzt kann es eine Stärkung des Immunsystems bewirken, da man draußen an der frischen Luft unterwegs ist und durch die sportliche Betätigung den Stressabbau fördert. In Verbindung mit regelmäßigem Kraftsport lässt sich so effektiv die Körperkonstitution verbessern, da man Muskeln auf- und Fett abbaut.

Konkrete Übungen für Ihr ergänzendes Krafttraining lesen Sie in RADtouren 5/2019

12. November 2019

Katharina Garus

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