DEUTSCHLAND | RADREISE

Altmühltal-Radweg

Der Altmühltal-Radweg – schon längst ein Klassiker – verbindet auf 166 Kilometern Natureindrücke mit historischen Bauwerken und folgt der Altmühl von der Quelle bis zur Donau.
Der Altmühltal-Radweg beginnt im fränkischen Gunzenhausen am Altmühlsee, der in den 80ern künstlich angelegt wurde. Daskleine Städtchen wird von Fachwerkhäusern und Barockgebäuden geziert und ist einen Spaziergang wert, bevor man sich auf den Sattel schwingt. Auf der ersten Etappe ist das Tal der Altmühl noch sehr weit. Der Fluss mäandert, zieht seine Schlingen und fließt langsam. Zeit, sich auf Sehenswertes am Wegesrand zu konzentrieren.Ein besonderes Highlight erwartet den geschichtsinteressierten Radler kurz vor Treuchtlingen. Der Karlsgraben (fossa carolina) markiert hier die Landschaft und erinnert an ein Bauvorhaben des Kaisers Karl des Großen. Ein Verbindungskanal zwischen Rezat und Altmühl sollte Donau und Rhein zusammenführen. Von dem Graben sind noch etwa 800 Meter erhalten.Wasser ist auf dem Altmühltal-Radweg nicht nur im Sattel ein stetiger Begleiter. Auch abseits spielt es eine große Rolle, zum Beispiel in der Altmühltherme in Treuchtlingen. Ab Treuchtlingen wird das Tal der Altmühl deutlich enger. Der Radweg am Fluss verläuft zumeist eben. Rechts und links aber ragen erhaben die Randberge auf, und bizarre Felsformationen ziehen den Blick auf sich. Die Felsformation „Zwölf Apostel“ streckt sich zwischen Solnhofen und Esslingen stolz dem Himmel entgegen. Ab Dollnstein nutzt die Altmühl ein Urbecken der Donau und scheint viel zu klein für das breite Tal zu sein.Die Szenerie aus langsam fließender Altmühl und beidseitigen Bergen mit beeindruckenden Kalksteinfelsen setzt sich auch nach Eichstätt fort. In der kleinen Stadt vermischen sich barocke Geschichte und moderne Universitätsstadt vor einer Kulisse schöner Architektur. Bei Dietfurt löst sich die Altmühl im Main-Donau-Kanal auf und die Radler haben die Möglichkeit, die Perspektive zu wechseln und die Landschaft auf dem Schiff vom Wasser aus zu bestaunen. Jetzt nicht mehr am Ufer der Altmühl, führt der Radweg noch bis nach Regensburg und passiert unter anderem Essing, wo die längste Holzbrücke Europas mit knapp 190 Metern den Kanal überspannt. Der sehenswerte Donaudurchbruch, ein besonderes Naturdenkmal, ist eines der letzten Highlights auf dem Altmühltal-Radweg.

Infos Altmühltal-Radweg


Geeignet für: Radwandern

Etappen:
1. Gunzenhausen — Treuchtlingen 83 km
2. Treuchtlingen — Eichstätt 45 km
3. Eichstätt — Riedenburg 55,5 km
4. Riedenburg — Regensburg 53,5 km

Tourcharakter: Mit nur einer nennenswerten Steigung über die Frankenhöhe führt die Route weitgehend autofrei über befestigte Wirtschaftswege, separate Radwege, oder kleine, verkehrsarme Nebenstraßen. Die Tour ist insbesondere zwischen Gunzenhausen und Kelheim für Familien und Anfänger hervorragend geeignet.

Highlights:Welterbe Limes, Burm Colmberg, Burg Treuchtlingen,  Kipfenberg, Riedenburg, Beilngries, Prunn, Kelheim, Dom Regensburg  



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