Ausprobiert: Ahrberg Baselayer TE

Text und Fotos: Patrick Kunkel

Umweltfreundliches Bikeshirt

Baselayer TE von Ahrberg Cycling Apparel, 75 Euro

Auch als normales Shirt tragbar: Baselayer TE von Ahrberg Cycling Apparel, 75 Euro.

Ein Funktionsshirt soll: Funktionieren! Schnell trocknen soll es, wärmen oder kühlen, je nach dem, und natürlich gut sitzen. Es soll nicht stinken, auch nach längerer Nutzung nicht ausleiern und sich auf der Haut gut anfühlen. Wir haben das langärmlige Ahrberg “Baselayer TE” auf langen Straßentouren, auf dem Mountainbike und auf der Langlaufloipe etliche Male ordentlich durchgeschwitzt und danach gewaschen.

Doch was lässt das Ahrberg-Hemd wirklich herausstechen aus dem ziemlich überladenen Angebot an aktueller Funktions(-unter)wäsche? Da wäre zunächst das Design: Der Schnitt ist eng und der Rückenbereich tief heruntergezogen. Die Ärmel sind am Abschluss angeschrägt. Das ist auf dem Rad von Vorteil. Vor allem aber sieht das schwarze Shirt derart scharf aus, dass man sich damit nicht nur auf dem Rad, sondern auch sonst ganz wohl fühlt, wo es etwas lockerer zugehen darf: Zu Hause auf dem Sofa, wie der Hersteller betont, aber problemlos auch in allen möglichen Situationen außer Haus, in denen es etwas locker zugehen darf. Denn man will das Teil eigentlich gar nicht mehr ausziehen, so angenehm fühlt sich das Baselayer auf der Haut an.

Womit wir bei der größten Besonderheit gelandet wären: Den verwendeten Stoffen. Das Innenmaterial besteht aus der Hohlkammerfaser Meryl Nexten, einer Funktionsfaser aus Nylon, die bluesign-zertifiziert ist – was eine umweltfreundliche, nachhaltige Produktion sichert. Das rote Gewebe schimmert dezent durch das dunkelgraue Außenmaterial. Dieses wiederum heißt Tencel und Ahrberg Cycling Apparel-Chef und Gründer Mathias Arberg ist besonders stolz auf diesen Mix: “Tencel ist eine natürliche Funktionsfaser und sorgt für ein gutes Hautklima Es wird aus Holz gewonnen, die Stoffe werden in Österreich produziert, unsere Näherei ist in Lodz in Polen.“ Synthetische Fasern seien nicht automatisch schlecht. “Allerdings muss man darauf achten unter welchen Bedingungen das Material produziert wird. Anschliessend rückt die Ausrüstung des Materials und die Bedingungen in der Näherei in den Fokus.”

„Als passionierter Radfahrer war ich schon länger unzufrieden mit der Auswahl an Radkleidung”, meint Ahrberg: „Der Look einerseits, aber eben auch die Produktionsbedingungen.” Seine junge Firma vertreibt seit dem vorigen Jahr eine kleine Kollektion an Radkleidung – neben dem Baselayer auch ein Shirt aus Ökobaumwolle aus Tansania, das nahe Nairobi “nach westlichen Standards” genäht werde. Das Label achte sehr genau auf die Produktionsbedingungen und nutzt ausschliesslich umweltfreundliche, vegane Materialien, so Ahrberg. Weitere Produkte seien in Planung. Man darf gespannt sein.

Fazit: Ein sehr gutes Funktionsshirt, das hält, und zwar nicht nur die Form, sondern auch die sonstigen Versprechen aus dem Katalog, so dass man hinter all diese Punkte getrost einen Haken setzen.

Das rote Gewebe schimmert dezent durch das dunkelgraue Außenmaterial.

Das rote Gewebe schimmert dezent durch das dunkelgraue Außenmaterial.

Ahrberg “Baselayer TE”
Farbe: Anthrazit/Weinrot
Material: 60% Microtencel Airjet / 37% PA Meryl Nexten / 3% Elastan
Größe: S M L XL
Preis: 75€
Bezug: www.ahrberg.cc/

Ein Gedanke zu “Ausprobiert: Ahrberg Baselayer TE

  1. Pingback: RADTouren Magazin testet Baselayer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*