Radreise Südschwarzwald – GPS-Track und Informationen zu der Reise aus Heft 1/15

Diese Radreise durch den Südschwarzwald führt unseren Autoren Patrick Kunkel über einige Höhenmeter und durch Berge hindurch. Auf der Strecke passiert er urige Bergdörfer und Städte mit imposanten Bauwerken. Diese Reise beweist: der Südschwarzwald hat einiges zu bieten. Alle Informationen zu der Reise auch zusätzliche, die im Heft leider keinen Platz fanden, sind hier noch einmal zusammengetragen worden und der GPS-Track steht unseren Lesern zum Download zur Verfügung.

Anreise und Abreise

Von Frankfurt/Main nach Freiburg im Breisgau am besten mit dem Zug (ICE), 2:11 Std. Weiter nach Elzach mit der Breisgau S-Bahn (Fahrradmitnahme möglich), 37 Min.
Mit dem Auto ab Frankfurt / Main via A5, 270 km, ca. 2:45 Std.

Gefahrene Route

1. Elzach, Oberprechtal, Rohrhardsberg, Farnberg, Donauquelle, Furtwangen/Kolmenhof
Länge: 31,2  km
Anstieg: 904 hm

2. Kolmenhof, Simonswald, Kandel, Plattenhof, St. Peter, St. Märgen
Länge: 40,8 km
Anstieg: 1138 hm

3. St. Märgen, Thurner, Bruckbach, Spriegelsbach, Neustadt, Lenzkirch, Menzenschwand
Länge: 53,2 km
Anstieg: 1042 hm

4. Menzenschwand, St. Blasien, Schmalenberg, Niedingen, Albbruck Laufenburg
Länge: 46,7 km
Anstieg: 430 hm

5. Laufenburg, Murg, Bad Säckingen, Schwörstadt, Lörrach, Rümmingen, Kandern
Länge: 56,2 km
Anstieg: 571 hm

6. Kandern, Liel, Badenweiler, Britzingen, St. Ilgen, Heitersheim, Bad Krozingen, Pfaffenweiler, Ebringen, Freiburg
Länge: 48,6
Anstieg: 659 hm

Gesamtstrecke: 277 km
Höhenmeter: 4771 hm

GPS-Track Download

Übernachten

Wild Campen im Südschwarzwald ist möglich und eine gute Sache, aber nicht erlaubt. Allerdings hilft freundlich fragen außerordentlich, zudem gibt es die ein oder andere Schutzhütte im Wald, in der Notübernachtungen immer möglich sind. Ansonsten ist die Region reichlich versorgt mit Herbergen, Pensionen und Hotel aller Preisklassen.

Anreisetag: Elzach / Yach: Landgasthaus zum Adler, Dorfstraße 48, 79215 Elzach-Yach, Tel.: 07682 8594, Email: service@adleryach.de, Internet: www.adleryach.de, EZ p.P. ab 30 Euro

Etappe 1: Furtwangen: Höhengasthaus Kolmenhof , Neuweg 11, 78120 Furtwangen, Tel.: 07723 9310 0, Email: info@kolmenhof.de, Internet: www.kolmenhof.de, DZ p.P. ab 44 Euro

Etappe 2: St. Märgen: Beim Bauern auf der Wiese. Oder Hotel Hirschen, Feldbergstr. 9
79274 St. Märgen, Tel.: 07669 940680, Email: info@hirschen-st-maergen.deInternet: www.hirschen-st-maergen.de, DZ p.P. ab 43 Euro

Etappe 3: Menzenschwand: Zwischen Menzenschwand und Äule: Kapellenkopfhütte (Schutzhütte im Wald, keine Quelle, 1201 m ü. M.), bei Äulemer Kreuz rechts 1,1 km auf Forstweg bergauf. Oder Jugendherberge Menzenschwand, Vorderdorfstr. 10, 79837 St. Blasien-Menzenschwand, Tel: 07675 326, Email: info@jugendherberge-menzenschwand.de, Internet: www.jugendherberge-menzenschwand.de Ü/F ab 26,70 Euro (21,20 Euro bis 26 Jahre)

Etappe 4: Laufenburg: Hotel Alte Post, Andelsbachstr. 6, 79725 Laufenburg, Tel.: 07763 92400, Email: info@alte-post-laufenburg.de, Internet: www.alte-post-laufenburg.de , EZ p.P. ab 49 Euro

Etappe 5: Kandern: Historisches Gasthaus & Hotel Zur Weserei, Hauptstraße 81, 79400 Kandern, Tel.: 07626 445, Email: info@weserei.de, Internet: www.weserei.de, DZ p.P. ab 68 Euro; Terrassen Camping Kandern, Schwimmbadweg 2, 79400 Kandern, Tel.: 07626 7874 , Email: kontakt@terrassen-camping-kandern.de, Internet: www.terrassen-camping-kandern.de

Etappe 6: Freiburg: Hirzberg-Camping, Kartäuserstrasse 99, 79104 Freiburg, Tel.: 0761 35054
Email: Internet: www.freiburg-camping.de, ab 13,40 p.P. mit kleinem Zelt im Sommer. Oder: Hotel Victoria, Eisenbahnstraße 54, 79098 Freiburg, Tel.: 0761 207340, Email: info@victoria.bestwestern.de, Internet: www.hotel-victoria.de/

Essen und Trinken

Riesenschnitzel und Kirschtorte, Kirschwasser und Bollenhut – ach nein, die roten Hutknödel kann man ja gar nicht essen! Jenseits gastronomischer Tiefschläge in touristischen Zentren wie Titisee oder Triberg, zaubern die Schwarzwälder eine hervorragende, aber eben auch deftige, weil bäuerliche Küche auf den Tisch: Bibiliskäs‘ mit Brägele (Frischkäse mit Bratkartoffeln), Leberle, geröschtet oder sauer, und badisches Ochsenfleisch mit Meerettichsauce zum Beispiel. Oder eine einfach Vesper (sprich: Veschper) mit Speck, Wurst und Käse – all das mundet in einfach Gasthäusern am Wegrand. Wie dem Adler in Yach oder dem Schänzlehof auf dem Rohrhardsberg (Etappe 1). Dem Plattenhof zwischen Kandel und St. Peter (Etappe 2), der Blume in Kappel (Etappe 3) oder dem Eichrüttehof in Görwihl-Hartschwand (Etappe 4 – Abstecher lohnt!). Keinesfalls entgehen lassen sollte man sich die Goldene Krone in St. Märgen – feine Landfrauenküche in historischem Gebäude! Die Preise für Essen und Trinken sind im Schwarzwald durchschnittlich bis gehoben.

Streckencharakter & Ausrüstung

Der Schwarzwald ist Deutschlands größtes zusammenhängendes Mittelgebirge und liegt im Südwesten Baden-Württembergs. Im Mittleren Schwarzwald, wo unsere Tour beginnt, liegt die Wasserscheide zwischen Donau und Rhein – dort entspringen Elz und der Donauquellfluss Breg. Höchster Berg des mittleren Schwarzwalds ist der Kandel mit 1248 Metern, im Südschwarzwald der Feldberg mit 1489 Meter. Weiter südlich liegt der Hotzenwald, der von über 1.000 Meter Höhe terrassenförmig Richtung Deutsch-Schweizer Grenze hin abfällt – fast so wie das gigantische Walmdach eines Schwarzwaldhauses. Dort grenzt der schnell strömende Hochrhein den Schweizer Jura vom Südschwarzwald ab.

Auf der ganzen Tour bilden bewaldete Steilhänge, sanft geschwungene Hügel und tief eingekerbte Täler ein abwechslungsreiches Gelände, in dem schnelle Abfahrten sich mit knackigen Anstiegen wechseln. Deshalb sind eine bergtaugliche Übersetzung sowie gut zupackende Bremsen Pflicht. Vor allem aber sollte man Berge und Anstiege lieben, denn die Höhenmeter sind nicht zu unterschätzen, dies sollte man auch bei der Zuladung beachten – weniger ist an Bergen mehr! Die Route führt bis auf wenige Ausnahmen über ruhige und weitgehend verkehrsarme Nebenstrecken. Gelegentliche Abstecher über geschotterte Forstwege erfordern aber eine geländegängige Tourenbereifung. Größtenteils führt die Route über das ADFC-Radwegenetz, teilweise auf ausgeschilderten Radfernwegen (Rheinradweg, Südschwarzwaldradweg oder Bähnleradweg), oft jedoch auf abseitigen, einsamen Strecken – in die Packtasche gehören daher die hervorragenden Karten des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg oder ein GPS-Gerät.

Beste Reisezeit: Aufgrund der zum Teil großen Höhen (1.190 Meter) ist die Reisezeit von Mitte April bis Mitte Oktober beschränkt. Im Sommer herrschen auch in Höhen über 1.000 Metern angenehme Temperaturen, wobei man nachmittags immer mit Gewittern rechnen muss. Auch im Sommer sind Wetterumschwünge möglich, selbst Schnee in Hochlagen kann es geben, wenn auch selten.

Reiseführer und Karten

Karten: Landkreiskarten (Schwerpunkt Radfahren) des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung im Maßstab 1:35.000 und 1:50.000;   Wanderkarten im Maßstab 1:20.000 bis 1:35.000; Onlineshop unter www.lv-bw.de/lvshop2

Literatur: „Gebrauchsanweisung für Freiburg und den Schwarzwald“, Schäfer, Jens; Piper Verlag; ISBN: 978-3-492-27562-0; Unterhaltsam, gabelt auch abseitige Geschichten auf, ist aber kein praxisorientierter Reiseführer. 14,95 Euro

„Südschwarzwald. 31 leichte Entdeckungen“, Oase Verlag, ISBN: 978-3-88922-046-2; Schwungvoll geschriebener Führer mit echten Geheimtipps. 24 Euro

„Südschwarzwald – mit Freiburg, Basel, Markgräflerland“, Verlag Michael Müller; ISBN: 978-3-899-53356-9, sorgfältig recherchierter Reiseführer, gut geschrieben, viele Anekdoten und Hintergründiges. Leider nur für den Südschwarzwald. 15,90 Euro.:

Weitere Infos

Schwarzwald Tourismus Gesellschaft, Freiburg, Tel.: 0761 896460, Internet: www.schwarzwald-tourismus.info

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*