Fahrradbuch: Das Kleingedruckte beim Radfahren

Genau 2.410 Gramm wiegt das Buch von Peter Appeltauer: „Das Kleingedruckte beim Radfahren – physikalische Hintergründe Ihres Radsportalltages“. Auf 696 Seiten erklärt der studierte Physiker und Automobilbauer, selbst Hobby-Radsportler, die Gesetze des Radfahrens.

_MG_0572

Peter Appeltauer: Das Kleingedruckte beim Radfahren. Stolze 696 Seiten dick und 2.410 Gramm schwer.

Ein Wälzer. Keine Frage: Dieses Buch ist das Alpe d’Huez der Fahrrad-Technikliteratur. Selbst Technikinteressierte – und physikalisch beschlagene – Zeitgenossen kommen hier nicht ohne eine Portion gehöriger Selbstschinderei auf den Gipfel der Erkenntnis. Diagramme und trockene Textpassagen fordern Durchhaltewillen, der zum Glück durch einen subtilen Humor bisweilen Nahrung erhält.

Wer wirklich wissen will, warum ein großer Reifen leichter über Hindernisse rollt als ein kleiner, was die Werkstoffe Stahl, Alu und Karbon außer der Zahl und Leidenschaft ihrer Anhänger unterscheidet, oder was einen Fahrradrahmen verwindungssteif – und zwar in den verschiedenen Achsen – macht, der kommt allerdings an dieser Königsetappe leider nicht vorbei. So gründlich wurde bisher noch nirgends erklärt, welche Kräfte das Fahrrad im Innersten zusammenhalten und vorantreiben. Nützliche Erkenntnisse lassen sich dabei auch für Hobby-Radler ableiten. Etwa der Nachweis, warum an Rennrädern Kompakt- und 3-fach-Kurbeln für die meisten Sportler die effizientere Wahl sind. Notfalls von einem befreundeten Techniker helfen lassen!

Peter Appeltauer: Das Kleingedruckte beim Radfahren. Maxime Verlag, 696 S, ISBN 978-3-931965-41-9, 46 Euro.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*