Fahrradbuch: Rohloff-Geschichten

Das Leben aus Sicht der „Dose“

Ein fester Einband, 256 Seiten und viele Bilder, die schon für sich genommen Bände sprechen. Das Buch zur Rohloff-Nabe hat es genauso in sich wie die Nabe, zu deren zehnjährigen Produktionsjubiläum es 2010 erschienen ist.

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Ein Blick in die „Rohloff-Geschichten“. Foto: Redaktion.

Wer anfängt, in den lose zusammengewürfelten Geschichten zu lesen, ist schon mitten in der Rohloff-Welt. In der wird ein Rabe groß gezogen und zum Markenlogo, eine Firma erhält überlebensotwendige Kredite nur deshalb, weil radbegeisterte Politiker ihr Produkt persönlich Probe fahren und ein Erfinder wünscht sich nichts sehnlicher als am Strand Rad zu fahren ohne knirschende Geräusche am Hinterbau. Man weiss heute, dass er dazu eine 14-Gang-Nabenschaltung entwickelte, von der rund 20.000 Stück pro Jahr gebaut werden. Was man nicht kennt, sind all die persönlichen Geschichten, die sich rund um die patentierte Nabe ranken. Im Rohloff-Buch haben deshalb auch alle Platz, für die Radfahren gleichbedeutend mit Laufleistungen ab 50.000 Kilometer ist. Weil in dem Buch fast ausschließlich Vielfahrer zu Wort kommen, wird es ganz nebenbei auch zur Fundgrube für Materialversagen oder schieren Verschleiß am Fahrrad. Hier kann man bei aufmerksamer Lektüre einiges über Kulanz und Qualitätsbewusstsein der Hersteller heraus befördern. Natürlich klären die Rohloff-Geschichten auch detailliert über die Funktion der Nabe auf, ohne die bei aller Perfektion auch vorkommenden Fehlfunktionen zu unterschlagen. Ein Muss für Fahrrad-Technikfans im Allgemeinen und Rohloff-Besitzer im Besonderen..

„Rohloff-Geschichten“, verschiedene Autoren, 256 Seiten, ISBN 978-3000-285424, 15 Euro (im Rohloff Online-Shop rohloff.de).

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