Ausprobiert : Blaupunkt Bike Pilot im Praxis-Test

Die Traditionsmarke Blaupunkt steigt mit dem GPS-Gerät Bike Pilot in die Welt der Fahrradnavigation ein, und wie!

Über zwei Monate haben wir den Blaupunkt Bike Pilot am Rad getestet. Der bleibendste eindruck aus dem Praxistest des GPS-Gerätes: Es lässt sich ausgesprochen einfach bedienen, was an der Software von GPSTuner liegt. Nach dem etwas lange dauernden Einschalten richtet man zunächst ein Profil ein, welches außer Profilnamen das Fahrergewicht, Fahrradtyp (MTB, Tourenrad, Rennrad) sowie das Fahrradgewicht berücksichtigt.

Das Display spiegelt. Hier im Bild: die Vorschau auf das Höhenprofil einer geplanten Tour. Foto: Gay.

Das Display spiegelt. Hier im Bild: die Vorschau auf das Höhenprofil einer geplanten Tour. Foto: Gay.

Schnell noch ein Blick in den Menüpunkt „Einstellungen“. Es sind zwar nicht sehr viele Möglichkeiten, aber die braucht man auch gar nicht. Datum, Zeit, Kartendarstellung, Sprache, Bildschirmdarstellung und Ton festlegen, schnell ist das Gerät den eigenen Vorlieben entsprechend eingerichtet. Die meiste Zeit lief bei uns der Bildschirm auf „dunkel“, so ist der Hintergrund grau und besser ablesbar. In Sachen Ablesbarkeit hält das Gerät leider nicht ganz, was Blaupunkt verspricht: Bei direkter Sonneneinstrahlung sieht man zumindest bei gleichzeitiger Fahrt fast nichts auf dem Display.

Die mitgelieferte Quick4Fix-Halterung lässt sich mit zwei Kabelbindern leicht am Lenker (leider nicht am Vorbau) montieren und ist sehr sicher. Wer das Gerät an verschieden Rädern nutzt, kann weitere Halterungen ab rund 12 Euro nachkaufen.

Die Halterung fixiert den Blaupunkt Bike Pilot sicher. Foto: Gay.

Die Halterung fixiert den Blaupunkt Bike Pilot sicher. Foto: Gay.

Der Display Modus "Dunkel" ist universell einsetzbar. Foto: Gay.

Der Display Modus „Dunkel“ ist universell einsetzbar. Foto: Gay.

Wird es steil? Höhenprofil als Vorschau
Dann geht’s auch schon los: Im Hauptmenü gibt es sieben Kacheln, die alle selbsterklärend sind. Entscheidet man sich für die Zielnavigation, so findet das Gerät schon nach kurzer Zeit den Weg, man kann dabei zwischen „Vorschlag“, „einfach“ und „kurz“ wählen. Auf dem Display erscheint das Höhenprofil der Route sowie Gesamtstrecke und Gesamtsteigung. Mit „Go“ geht es dann auch schon los. Die Karte, auf OpenStreetMap basierend, wird angenehm groß angezeigt, auf dem 3,5“ großen Bildschirm ist außerdem noch Platz für einen kleinen Kompass und zwei frei wählbare Messdaten wie aktuelle Höhe, Reststrecke, Geschwindigkeit u.v.m. Am oberen Rand ist immer die Uhrzeit, der Akkustand und der GPS-Empfang abzulesen. Kleiner Störfaktor: gemischte Fuß- und Radwege werden nicht als solche erkannt, so muss man gelgentlich Umwege in Kauf nehmen. Ist man einen Weg jedoch einmal abgefahren, so erkennt ihn das Gerät beim nächsten als befahrbar wieder und bezieht ihn in die Routenplanung mit ein.

Der Display-Modus "hell" ist bei Tag schlecht ablesbar. Foto: Gay.

Der Display-Modus „hell“ ist bei Tag schlecht ablesbar. Foto: Gay.

Neben der Zielnavigation kann man aber auch selber Routen am Gerät oder PC zusammenstellen und diese nachfahren. Auf der externen micro-SD-Karte lassen sich ganz einfach GPX-Tracks speichern, welche man im Hauptmenü unter „Speicher“ abrufen kann. Jederzeit gibt es die Möglichkeit, die gefahrene Strecke aufzuzeichnen und die Statistik auszuwerten, dabei werden Daten wie Höhenprofil, Geschwindigkeitsdiagramm und eine Karte angezeigt. Neben Tracks hat man auch die Möglichkeit, eigene Points of Interest zu importieren.

Frei konfigurierbares Display. Foto: Gay.

Frei konfigurierbares Display. Foto: Gay.

Trainingsfunktion für Sportler
Für Sportler ist auch die Trainingsfunktion interessant: Man wählt aus den sechs Parametern Entfernung, Zeit, Geschwindigkeit, Tempo, Kalorien und Herzfrequenz-Zone zwei aus,, das Gerät lässt die Werte dann rückwärts laufen, bis man sein Trainingsziel erreicht hat. Um die Herzfrequenz zu messen wird ein Brustgurt per Bluetooth an das Gerät gekoppelt, ebenfalls über Bluetooth kann man einen Trittfrequenzsensor koppeln.

Toll ist auch die Funktion des Blaupunkt Bike Pilot namens „Computer“, hier werden die Daten einfach angezeigt und auf Wunsch aufgezeichnet. Man kann entweder zwei oder vier Datenarten pro Seite anzeigen lassen, drückt man auf eine Zahl, so hat man die Wahl aus 36 Daten, die angezeigt werden können. Außerdem kann das Gerät einen animierten Analogtacho sowie einen Kompass darstellen.

Fazit

Insgesamt macht das Gerät einen guten Eindruck, das Gehäuse ist nach IPX5-Norm staub- und wasserdicht, die Montage erfolgt in Sekunden und die Menüführung ist kinderleicht. Der Akku hält einen Tag durch, lässt sich über USB oder Steckdose schnell wieder aufladen. Viele Funktionen und Einsatzbereiche zu einem Preis von 229,95 Euro. Ein gelungener Einstieg!

 

Daten

Blaupunkt BikePilot, Fahrradnavigationsgerät, 145 g (ohne Halter), Preis 229,95 Euro, Besonderheiten: großes Display, Bluetooth, Zielnavigation, Trainingsfunktion, Aufzeichnung möglich

5 Gedanken zu “Ausprobiert : Blaupunkt Bike Pilot im Praxis-Test

    • Einfach nach GPX-Tracks suchen – gibt’s für jeden Geschmack und jeden Typ (Touren, MTB, Rennrad) zu Hauf im Internet, einfach mal „googln“ 😉

  1. Frage: Wie groß darf ich die micro sd karte wählen bzw. welche Speicherkapazität macht Sinn oder ist überhaupt möäglich?

  2. Habe heute das einzig befriedigende gemacht, was mit dem bikepilot von blaupunkt möglich ist: es genussvoll zerstört! War das einzige mal, seit ich es gekauft habe, das es mir Freude gemacht hat. Ansonsten: Unzuverlässig, leitet Umwege, bezeichnet unbefahrbare Treppen als Radweg und stürzt ab, wenns mal ein wenig ruckelt. Dann muß gewartet werden, bis der Akku leer ist.

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