Radreise Jakobsweg Nord in Spanien: GPS-Daten und Infos kompakt

Steile Abfahrt bei Saltacaballo auf dem Camino del Norte. Foto: Börje Müller

Schroffe Berge, grüne Küste, wildes Meer: Zwischen Bilbao und Cabo Fisterra in Nordspanien erstreckt sich ein rauer, ursprünglicher Landstrich. Dort, wo der Jakobsweg die Atlantikküste säumt, wähnt man sich manchmal eher in Irland als auf der iberischen Halbinsel. Unser Autor hat die Distanz mit dem Rennrad durchmessen, der Reiz der Wege und der Küche legen aber auch eine gemütlichere Fahrweise mit dem Reiserad nahe. Den Bericht zu der Traumtour zwischen Meer und Bergen lesen Sie in RADtouren-Magazin 1/14. Hier finden Sie die GPS-Daten des Autors zur Tour und die Infos kompakt.

Gefahrene Route
1. Tag: Bilbao – Castro-Urdiales – Laredo – Santoña – Noja – Somo – Pedreña – Santander – Bóo de Pielagos – Mogro, 123 km, 1.600 hm
2. Tag: Mogro – Bárcena de Cudon – Santillana de Mar – Cóbreces – Comillas – San Vicente de la Barquera – Unquera – Pie de la Sierra – Llanes, 96,7 km, 1.800 hm
3. Tag: Llanes – Poo – Niembro – Ribadesella – Colunga – Villaviciosa – Pión – Cabueñes, 101 km, 1.800 hm
4. Tag: Cabueñes – Gijon – Aviles – Salinas – Soto del Barco – Cudillero – Soto de Luiña – Ballota – Cadavedo – Barcia, 119 km, 1.900 hm
5. Tag: Barcia – Luarca – Piñera – Valdepares – Ribadeo – Vilamar – Vilanova de Lourenzá – Mondoñedo, 98 km, 1.500
6. Tag: Mondoñedo – Abadin – Vilalba – Alba – Pedrouzos – Baamonde – Begonte, 59,4 km, 1.100 hm
7. Tag: Begonte – Baamonde – Pobra de Parga – Vilariño – Sobrado dos Monxes – Ponte Pedra Seixo – Vilamaior – Santiago de Compostela, 115 km, 1.600 hm
8. Tag: Santiago de Compostela – Negreira – Busto – Hospital – Cee – Corcubión –San Roque – Finisterre, 86,7 km, 1.600 hm
Gesamt: 800 km

Streckencharakter und Ausrüstung:
Die Strecke verläuft ausschließlich auf asphaltierten, verkehrsarmen Nebenstraßen, nur in Ausnahmefällen in und um Ballungsräumen auf verkehrsreichen Abschnitten. Die Strecke wurde im Sommer 2013 komplett gefahren und ist bis auf wenige hundert Meter (!) mit dem Rennrad problemlos befahrbar – und daher auch mit einem normal bereiften Reiserad (ab 28 mm) zu bewältigen. Selten war der Streckenzustand bedenklich (Schlaglöcher!), mit Widrigkeiten wie kilometerlang Rollsplit wegen Fahrbahnausbesserungen muss natürlich auch in Spanien gerechnet werden.
Die Küstentour ist reich an Höhenmetern, über 11.000 kommen am Ende zusammen, wegen der viele Anstiege im gebirgigen Terrain sollte auf eine bergtaugliche Übersetzung und gute Bremsen geachtet werden. Die Gesamtstrecke von rund 800 km können trainierte Fahrer gut in acht Etappen absolvieren, auch mit dem Reiserad. Wer es gemächlicher angehen lassen will, kann z.B. die vier längsten Etappen (98, 105, 115 und 121 km) teilen und kommt so auf eine 12-tägige Radreise.
Das Klima an der nordspanischen Küste ist ganzjährig mild, selbst im Hochsommer steigen die Temperaturen selten über 30 Grad. Aber nicht umsonst heißt das Gebiet auch „Costa Verde“, grüne Küste: Die Niederschlagsmengen sind höher als im Rest des Landes, man kann zwar im Sommer auch hier lange Wochen ohne Niederschläge erleben, dennoch gehört eine vernünftige Regenausrüstung ins Gepäck, am Rad sind Schutzbleche empfehlenswert.

GPS-Daten
Radreise Camino del Norte: GPS-Daten DOWNLOAD .gpx-Track des Autors

Jan Gathmann

Über Jan Gathmann

Obwohl Jan Gathmann als Kind immer nur die Fahrräder seiner Cousins geerbt hat, entwickelte er schon damals eine Ader für das Radfahren – vielleicht lag es an der liebevollen Umgestaltung der Erbstücke durch den Vater. Als Chefredakteur gestaltet Jan Gathmann seit 2009 das RADtouren-Magazin mit. In dieser Zeit und in den Jahren zuvor als Technikredakteur saß er schon im Sattel von geschätzt über 600 Testrädern – bis jetzt ohne Verschleißerscheinungen. Am liebsten greift er (auch in der Freizeit) zum Rennlenker von Randonneuren.

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