Merkel wirbt für Radurlaub an den Hochwasser-Flüssen

Foto: scoophot | Pascal Fromm

Noch immer leiden zahlreiche Tourismusregionen in Deutschland an den Folgen des Juni-Hochwassers – auch weil viele Menschen wegen der Flutkatastrophe ihre Reisepläne geändert haben. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat deshalb bereits vor der Hauptreisezeit die Kampagne „Informieren statt stornieren“ gestartet. Die Botschaft war: In den meisten Regionen sind Radreisen wieder problemlos möglich. Auch in RADtouren haben wir Informationsmöglichkeiten über Wasserstände an Flussradwegen schon frühzeitig aufgezeigt. Nun hat sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel des Themas angenommen. In ihrer Rede auf der Fahrradmesse Eurobike warb sie dafür, Urlaub in den betroffenen Regionen zu verbringen.

Angela Merkel sagte im Wortlaut: „Ich möchte die Eurobike nutzen, um darauf hinzuweisen, dass die Radwege in den Gebieten, die am Beginn des Sommers vom Hochwasser betroffen waren, wieder befahrbar sind. Manch einer denkt, dass das noch lange dauert. Aber die Elbe fließt wieder in ihren gewohnten Bahnen, und man kann dorthin reisen. Es täte mir leid, wenn der Tourismus ein ganzes Jahr lang leiden würde. Entlang der Elbe, entlang der Donau, aber auch an Saale und Mulde gibt es extrem gute Radfahrbedingungen.“

„Den vom Hochwasser betroffenen Tourismusregionen hilft man am besten, indem man dort Urlaub macht“, sagt unterstreicht auch der stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende Raimund Jennert. Fahrradtourismus sei längst ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland. „Die Devise muss deshalb lauten: Rauf aufs Rad – am besten jetzt! Gerade die goldene Herbstsaison ist ideal geeignet, um auf dem Fahrrad unvergessliche Eindrücke zu sammeln“, so Jennert.

Eine aktuelle Zusammenfassung der Lage gibt es auf www.adfc.de/losfahren.

Jan Gathmann

Über Jan Gathmann

Obwohl Jan Gathmann als Kind immer nur die Fahrräder seiner Cousins geerbt hat, entwickelte er schon damals eine Ader für das Radfahren – vielleicht lag es an der liebevollen Umgestaltung der Erbstücke durch den Vater. Als Chefredakteur gestaltet Jan Gathmann seit 2009 das RADtouren-Magazin mit. In dieser Zeit und in den Jahren zuvor als Technikredakteur saß er schon im Sattel von geschätzt über 600 Testrädern – bis jetzt ohne Verschleißerscheinungen. Am liebsten greift er (auch in der Freizeit) zum Rennlenker von Randonneuren.

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