15 Jahre RADtouren: Bodensee Radweg 1998

Ich hatte 1998 3 Wochen Urlaub von Ende August bis Anfang September und fuhr mit dem Rad von Göppingen über die Schwäbische Alb. Blaubeuren, Meersburg, Bodensee Radweg. In Wasserburg machte ich Rast in einem Biergarten. Am Tisch nebenan saßen zwei Männer und unterhielten sich mit mir, sie würden mir das Essen bezahlen wenn ich die Bayrische Fahne ans Fahrrad machen würde. Ich machte es und sie zahlten mir das Essen. Von Wasserburg fuhr ich nach Bregenz und suchte den Zeltplatz am See, keiner den ich fragte, wusste wo der Zeltplatz war. Kurz darauf traf ich auf ein paar Soldaten und fragte sie, wo der Zeltplatz sei. Sie funkten kurz die Kaserne an, und innerhalb von ein paar Minuten wusste ich, wo der Zeltplatz war. Die Soldaten boten an, mich zum Zeltplatz zu fahren. Von Bregenz aus fuhr ich über Arbon–St. Gallen – Santis – Unterwasser zu meiner Cousine. Ich blieb dort 14 Tage, half ihr bei der Landwirtschaft und war beim Almabtrieb dabei. Es war eine tolle Erfahrung. Von meiner Cousine ihrem Schwager bekam ich einen Kuh-Ohrstecker, und er sagte zu mir, dass jeder, der bei einem Almabtrieb dabei war, einen solchen Ohrstecker bekommt. Nach diesen 14 Tagen verabschiedete ich mich schweren Herzens von meiner Cousine und nahm noch einen 10 kg Käse mit, der mich an diese tollen Tage erinnern sollte. Von Unterwasser fuhr ich über Wattwill–Rickenpass–Rapperswill–Zürich–Winterthur–Frauenfeld bis nach Konstanz. In Konstanz regnete es leider nur, und ich nahm mir vor dort in einer Jugendherberge zu übernachten, leider war diese voll. In einem nächst gelegenen Park traf ich einen Mann der gerade seinen Hund ausführte,und er sagte mir, wo ich eine Pension finden konnte. Ich verabschiedete mich und fuhr zur Pension. Der Besitzer bat mich, mein Fahrrad in die Garage zu stellen, und die nassen Sachen konnte ich im Heizraum aufhängen. Es war alles super und am nächsten Tag fuhr ich von Konstanz nach Meersburg–Überlingen–Pfullendorf–Sigmaringen–Blaubeuren–Wiesensteig–Weilheim/Teck–Bad Boll bis nach Göppingen.
Der Urlaub war toll.

Adrian Knofe, Göppingen

Jan Gathmann

Über Jan Gathmann

Obwohl Jan Gathmann als Kind immer nur die Fahrräder seiner Cousins geerbt hat, entwickelte er schon damals eine Ader für das Radfahren – vielleicht lag es an der liebevollen Umgestaltung der Erbstücke durch den Vater. Als Chefredakteur gestaltet Jan Gathmann seit 2009 das RADtouren-Magazin mit. In dieser Zeit und in den Jahren zuvor als Technikredakteur saß er schon im Sattel von geschätzt über 600 Testrädern – bis jetzt ohne Verschleißerscheinungen. Am liebsten greift er (auch in der Freizeit) zum Rennlenker von Randonneuren.

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