Smart-GPS: neue Garmin Edge 810 und Edge 510 mit Bluetooth

Die Grenzen zwischen Smartphone und GPS-Gerät verwischen zusehends. Während einige konsequent auf die flexible Android Plattform als Basis für ein Outdoor-GPS-Gerät setzen (siehe unseren Test des takwak tw 700), gehen andere den Weg der engeren Verbindung von Smartphone und GPS-Gerät. Auf der Elektronikmesse CES, die gestern in Las Vegas öffnete, stellt Garmin laut eigenen Angaben zwei neue GPS- Radcomputer-Serien vor: den Garmin Edge 510 und den Garmin Edge 810. Beide besitzen Farb-Touchscreens und lassen sich via Bluetooth und mit der Garmin Connect Mobil App mit dem Smartphone koppeln. Das ermöglicht bei vorhandener Internet-Verbindung neue Online Funktionen wie Live-Tracking, Wetter- Infos in Echtzeit, automatisches Hochladen der gefahrenen Strecke zu Garmin Connect oder die Übertragung von Strecken aus Garmin Connect aufs GPS-Gerät. Die neuen GPS-Radcomputern sind die Nachfolger der erfolgreichen Modelle Edge 500 und Edge 800 vor. Das Gewicht gibt Garmin mit knapp 80 (Edge 510) bzw. 98 Gramm (Edge 810) an.

Routing mit Abbiegehinweisen am Garmin Edge 810. Foto: Garmin

Die wichtigste Neuerung beider Modelle sind diverse Online-Funktionen dank Konnektivität mit dem Smartphone oder Tablet PC über eine Bluetooth-Schnittstelle. Über die Internetverbindung des Smartphones lassen sich etwa Echtzeit- Wetter und sogar Live-Tracking direkt am Gerät nutzen. Mit Hilfe der zum Verkaufsstart ebenfalls neu erscheinenden Garmin Connect Mobile App (kompatibel mit Android und iOS: iPhone 4, 4S, 5 und demnächst auch iPad) können außerdem unterwegs Touren online gesucht und auf dem Edge 510 oder 810 übertragen werden. Andersherum lassen sich absolvierte Trainingseinheiten oder Rennergebnisse automatisch auf Garmin Connect hochladen und mit Trainern, Mannschaftskameraden, Trainingspartnern, Freunden oder der „ganzen Welt“ teilen.

Bei beiden Modellen wurde das User Interface komplett überarbeitet. Geblieben ist die einfache Menüführung. Hinzu kamen individuell konfigurierbare Aktivitäts- und Fahrradprofile, für den schnellen Wechsel zwischen Display-, Daten- und Geräte- Einstellungen je nach Rad und/oder Aktivität.

Garmin Edge 510: aktuelle Wetterdaten auf einem neuen, größeren Farbdisplay. Foto: Garmin


Gegenüber seinem Vorgänger kommt der Garmin Edge 510 jetzt mit einem farbigen und 25 Prozent größeren Touchscreen-Display. Verbessert wurde auch die Darstellung von Strecken und Tracks auf dem Display, bewusst verzichtet der 510 aber auf eine Kartendarstellung.

Edge 810
Der Edge 810: er kann nicht nur Karten auf seinem brillanten Farb- Touchscreen-Display anzeigen, er eignet sich jetzt auch für Garmins ActiveRouting Technologie, die wir im aktuellen Heft ausführlich getestet haben. Mit Hilfe geeigneter digitaler Landkarten (z.B. Topo Deutschland 2012 Pro oder TransAlpin 2012 Pro) ist das Gerät in der Lage, Streckenvorschläge gemäß einer gewünschten Aktivität zu machen (z.B. Fahrrad/Rennrad, Tourenrad, Mountainbike, aber auch Wandern oder Bergsteigen)

Die neuen GPS-Radcomputer kommen voraussichtlich ab Februar 2013 in verschiedenen Versionen mit und ohne Zubehör (Herz- und Trittfrequenzsensoren) bzw. Kartenmaterial in den Fachhandel. Ohne Zubehör gibt es den Garmin Edge 510 bereits zu einem unverbindlichen Verkaufspreis von 299 Euro, den Edge 810 für 449 Euro. Optional erhältliche gummierte Schutzhüllen (9,99 Euro UVP) schützen die Geräte perfekt und bringen Farbe an den Lenker. Außerdem gibt es beide Modelle auch in diversen Bundles mit Zubehör bzw. Karten:
• Garmin Edge 510 Bundle, mit Sensoren, zwei Halterungen (Standard + Aero-Halterung): 369,– Euro (UVP)
• Garmin Edge 810 Bundle, mit Sensoren, zwei Halterungen (Standard + Aero-Halterung): 529,– Euro (UVP)

Quelle: jg/PR
Fotos: Garmin

Jan Gathmann

Über Jan Gathmann

Obwohl Jan Gathmann als Kind immer nur die Fahrräder seiner Cousins geerbt hat, entwickelte er schon damals eine Ader für das Radfahren – vielleicht lag es an der liebevollen Umgestaltung der Erbstücke durch den Vater. Als Chefredakteur gestaltet Jan Gathmann seit 2009 das RADtouren-Magazin mit. In dieser Zeit und in den Jahren zuvor als Technikredakteur saß er schon im Sattel von geschätzt über 600 Testrädern – bis jetzt ohne Verschleißerscheinungen. Am liebsten greift er (auch in der Freizeit) zum Rennlenker von Randonneuren.

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