Ausprobiert: Brooks Island Helm

Der Form-Schutzfaktor. Die Auswahl an Fahrradhelmen für die Stadt steigt stetig. Die Formenvielfalt wächst aber nicht in gleichem Maße. Skater-Look oder einfarbig gemäßigter Sportauftritt ist die Wahl, vor der Stadtradler stehen. Brooks setzt sich mit dem Island Helm designmäßig ab. Eine schöne matte Oberfläche, die auch angenehm anzufassen ist, und klare Linien der weitgehend geschlossenen Form helfen dabei. Da die Außenschale aus ABS ist, dürfte sie sehr haltbar sein. Auch die Unterkante, die sonst häufig aus kerbempfindlichen EPS-Schaum besteht, ist formschön geschützt. Reflektoren sucht man vergebens, was wir vergeben können.

Gutes Einstellsystem, formschöne Schale: Brooks Island Helm. Bild: Brooks

Gutes Einstellsystem, formschöne Schale: Brooks Island Helm. Bild: Brooks

Auch die Zahl der Löcher außen ist zugunsten der Form gering. Aber durch die verbleibenden Einlasskanäle strömt genug Luft ein, die dank Vertiefungen im Inneren zwischen komfortablen Polstern gut verteilt wird. Das Prinzip sorgt dafür, dass an mittelwarmen Tagen genügend Klimatisierung herrscht, um den Kopf kühl zu halten. An heißen Tagen wird es unter dem Helm eher zu warm. Perfekt ist die oben geschlossene Form und Funktion aber für das häufige Schmuddelwetter in Frühjahr, Winter und Herbst. Sehr gut gefiel uns – trotz vergleichsweise unflexibler Riemen – der Einstellmechanismus, der leicht zu bedienen ist. Insgesamt ein überzeugender Tragekomfort für alltäglichen Einsatz, in einem nicht alltäglichen Design.

Brooks Island Helm

Auch mit nur einem großen Luftkanal kommt genug Kühlung für mittelwarme Tage an. Bild: Gleitsmannn

Brooks Island, 120 Euro: Urban Helm. Schutznormen: CE EN1078; Größen: 52-58, 59-62 cm; 5 Farben. brooksengland.com

Jan Gathmann

Über Jan Gathmann

Obwohl Jan Gathmann als Kind immer nur die Fahrräder seiner Cousins geerbt hat, entwickelte er schon damals eine Ader für das Radfahren – vielleicht lag es an der liebevollen Umgestaltung der Erbstücke durch den Vater. Als Chefredakteur gestaltet Jan Gathmann seit 2009 das RADtouren-Magazin mit. In dieser Zeit und in den Jahren zuvor als Technikredakteur saß er schon im Sattel von geschätzt über 600 Testrädern – bis jetzt ohne Verschleißerscheinungen. Am liebsten greift er (auch in der Freizeit) zum Rennlenker von Randonneuren.

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